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GEBIET DER VORLIEGENDEN ERFINDUNG
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Im
Allgemeinen betrifft die vorliegende Erfindung die Herstellung integrierter
Schaltungen und betrifft insbesondere die Herstellung von Metallisierungsschichten
mit einem Metall, das in einem dielektrischen Material eingebettet
ist, das zur Verbesserung der Bauteilleistungsfähigkeit eine geringe Permittivität aufweist.
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BESCHREIBUNG DES STANDS DER
TECHNIK
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In
modernen integrierten Schaltungen haben die minimalen Strukturgrößen, etwa
die Kanallänge von
Feldeffekttransistoren, den Bereich deutlich unter einem Mikrometer
erreicht, wodurch zunehmend die Leistungsfähigkeit dieser Schaltungen
hinsichtlich der Geschwindigkeit und der Leistungsaufnahme verbessert
wurden. In dem Maße,
wie sich die Größe der einzelnen
Schaltungselemente deutlich verringert, wodurch beispielsweise die
Schaltgeschwindigkeit der Transistorelemente verbessert wird, verringert
sich ebenso der verfügbare
Platz für
Verbindungsleitungen, die die einzelnen Schaltungselemente elektrisch
miteinander verbinden. Folglich müssen die Abmessungen dieser
Verbindungsleitungen reduziert werden, um dem reduzierten Anteil
an verfügbarem
Platz und einer erhöhten
Zahl an Schaltungselementen, die pro Chip vorgesehen sind, Rechnung
zu tragen. In integrierten Schaltungen mit minimalen Abmessungen
von ungefähr
0.35 μm
ist ein begrenzender Faktor der Bauteilleistung die Signalausbreitungsverzögerung,
die durch die Schaltgeschwindigkeit der Transistorelemente hervorgerufen wird.
Wenn die Kanallänge
dieser Transistorelemente nunmehr 0.18 μm und weniger erreicht, stellt
es sich jedoch heraus, dass die Signalausbreitungsverzögerung nicht
mehr durch die Feldeffekttransistoren bestimmt ist, sondern auf
Grund der erhöhten
Packungsdichte der Schaltungen durch die Nähe der Verbindungsleitungen
begrenzt ist, da die Kapazität zwischen
den Leitungen vergrößert wird
und gleichzeitig einhergeht mit einer reduzierten Leitfähigkeit dieser
Leitungen auf Grund ihrer reduzierten Querschnittsfläche. Die
parasitären
RC-Zeitkonstanten, die durch die erhöhte Kapazität zwischen den Leitungen und
dem höheren
Leitungswiderstand angewachsen sind, können nicht in einfacher Weise
kompensiert werden, ohne dass eine neue Art eines Materials zur
Herstellung von Metallisierungsschichten eingeführt wird.
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Traditionell
werden Metallisierungsschichten mittels eines dielektrischen Schichtstapels,
der beispielsweise Siliziumdioxid und/oder Siliziumnitrid aufweist,
und mit Aluminium als dem typischem Metall gebildet. Da Aluminium
deutliche Elektromigrationseigenschaften bei höheren Stromdichten zeigt, wird
es gegenwärtig
durch Kupfer ersetzt, das einen deutlich geringeren elektrischen
Widerstand, eine höhere
thermische Leitfähigkeit
und eine höhere
Widerstandsfähigkeit
gegenüber
Elektromigration aufweist. Obwohl sich die Bauteileigenschaften
durch Verwenden von Kupfer als dem Metallisierungsmetall deutlich
verbessern können,
stellt sich für
Bauteile mit Strukturgrößen von
0.13 μm
und darunter heraus, dass zusätzlich
die gut etablierten und gut bekannten dielektrischen Materialien
Siliziumdioxid (ε ≈ 4.2) und Siliziumnitrid
(ε > 5) durch sogenannte
dielektrische Materialien mit kleinem ε zu ersetzen sind, um die Signalausbreitungsverzögerung in
Verbindungsleitungen wirksam zu verringern. Der Übergang von der gut bekannten
und gut etablierten Aluminium/Siliziumdioxid-Metallisierungsschicht
auf eine Kupfermetallisierungsschicht mit einem Dielektrikum mit
kleinem ε ist
jedoch mit einer Reihe von Problemen behaftet, die es zu lösen gilt.
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Beispielsweise
kann Kupfer nicht in einfacher Weise in höheren Mengen durch gut etablierte Abscheideverfahren,
etwa die chemische Dampfabscheidung aufgebracht werden. Ferner kann
Kupfer nicht effizient durch anisotrope Ätzprozesse strukturiert werden
und daher wird die sogenannte Damaszener-Technik bei der Herstellung
von Metallisierungsschichten mit Kupfer angewendet. Typischer Weise
wird in der Damaszener-Technik die dielektrische Schicht abgeschieden
und anschließend
mit Gräben
und Kontaktdurchführungen
strukturiert, die nachfolgend mit Kupfer mittels Plattierungsverfahren, etwa
dem Elektroplattieren oder dem stromlosen Plattieren gefüllt werden.
Um die Gräben
und die Kontaktdurchführungen
zuverlässig
zu füllen,
ist ein gewisses Maß an ”Überfüllung” erforderlich
und macht eine anschließende
Entfernung des überschüssigen Kupfers
notwendig. Zum Entfernen des überschüssigen Kupfers,
wodurch gleichzeitig die Oberfläche
der Metallisierungsschicht eingeebnet wird, hat sich das chemisch-mechanische
Polieren (CMP) als eine verlässliche
Prozesstechnik erwiesen, obwohl das Entfernen eines oder mehrerer
Materialien von einer Substratoberfläche mit einer ausreichend hohen
Abtragsrate ohne unnötiges
Beeinflussen darunter liegender Materialschichten eine äußerst komplexe
Aufgabe darstellt.
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Diese
Sachlage wird noch komplexer, wenn ein dielektrisches Material mit
kleinem ε anstelle
des gut bekannten Siliziumdioxids verwendet wird, da typischer Weise
die Eigenschaften des dielektrischen Materials mit kleinem ε sich deutlich
von jenen des Siliziumdioxids, insbesondere in Hinblick auf die
mechanische Stabilität,
unterscheiden. Da Kupfer leicht in einer Vielzahl dielektrischer
Materialien diffundiert, werden für gewöhnlich eine oder mehrere Barrierenschichten
vor dem Abscheiden des Kupfers vorgesehen und diese Barrierenschichten
müssen
zusammen mit dem Kupfer entfernt werden, um die elektrisch isolierten
Verbindungsleitungen und Kontaktöffnungen
zu bilden. Typische Barrierenmaterialien, etwa Tantal und Tantalnitrid
zeigen eine deutlich höhere
Härte als
Kupfer, so dass zumindest im letzten Schritt des CMP-Prozesses die
entsprechenden Prozessparameter so gewählt werden, um eine ausreichend
hohe Abtragsrate zu erhalten, wobei jedoch das darunter liegende
weiche dielektrische Material mit kleinem ε gefährdet wird. Da ein gewisses
Maß an
Nachpolieren erforderlich ist, um die einzelnen Gräben und
Leitungen elektrisch voneinander zu isolieren, kann ein deutliches
Polieren der dielektrischen Schicht mit kleinem ε und ebenso des Kupfers auftreten,
insbesondere, wenn die Abtragsrate über die Substratoberfläche hinweg
verschieden ist. Die endgültigen
Gräben
und Kontaktdurchführungen
können dann
eine ungewünschte
Schwankung des Widerstandes auf Grund von Streuungen in den Querschnittsflächen zeigen,
so dass es erforderlich ist, die Prozesstoleranzen entsprechend
weiter festzulegen.
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Ein
weiteres Problem der Strukturierung der dielektrischen Schicht mit
kleinem ε betrifft
die Photolithographietechnik, da insbesondere die Damaszener-Technik
die Herstellung präzise
ausgerichteter Gräben
und Kontaktdurchführungen über einem
dielektrischen Material mit kleinem ε, das möglicher Weise hoch reflektierende
Kupferbereiche aufweist, erforderlich macht. Folglich wird typischer
Weise eine antireflektierende Beschichtung (ARC) über dem
dielektrischen Material mit kleinem ε gebildet, um die Rückreflexion
von Licht in eine Photolackschicht, die über der ARC-Schicht gebildet
ist, zu minimieren.
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Mit
Bezug zu den 1a und 1b wird nun
eine typische konventionelle Prozesstechnik zur Strukturierung eines
dielektrischen Materials mit kleinem ε beschrieben.
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In 1a umfasst
eine Halbleiterstruktur 100 ein Substrat 101 mit
einer ersten dielektrischen Schicht 102, in der mehrere
schmale Metallgebiete 103 und ein breites Metallgebiet 104 ausgebildet sind.
Das Substrat 101 kann mehrere Schaltungselemente (nicht
gezeigt) enthalten, von denen einige oder alle elektrisch mit einem
oder mehreren der Metallgebiete 103 und 104 verbunden
sind. Das Metallgebiet kann aus einem beliebigen geeigneten Material,
etwa Aluminium, Kupfer, Tantal, Titan, Wolfram und dergleichen aufgebaut
sein. Die erste dielektrische Schicht 102 kann ein geeignetes
isolierendes Material aufweisen, und in technisch weit entwickelten
integrierten Schaltungen kann die erste dielektrische Schicht 103 ein
dielektrisches Material mit kleinem ε aufweisen. Eine Ätzstopschicht 105 ist über der
ersten dielektrischen Schicht 102 und den Metallgebieten 103, 104,
gebildet, woran sich eine zweite dielektrische Schicht 106 anschließt, die
im Wesentlichen aus einem dielektrischen Material mit kleinem ε aufgebaut
ist, in der leitende Verbindungsleitungen und Kontaktführungen
herzustellen sind. Zu geeigneten Materialien mit kleinem ε gehören wasserstoffenthaltendes
Siliziumoxidkarbid (SiCOH), oder andere siliziumenthaltende Materialien,
etwa Silk. Andere geeignete Materialien mit kleinem ε sind MSQ,
HSQ und dergleichen. Eine antireflektierende Schicht 107 ist über der
zweiten dielektrischen Schicht 106 angeordnet und eine
Lackmaske 108 ist auf der antireflektierenden Schicht 107 gebildet.
Die Lackmaske 108 weist Öffnungen 109 und 110 auf,
deren Abmessungen im Wesentlichen den Abmessungen der Leitungen
und Kontaktdurchführungen
entsprechen, die in der zweiten dielektrischen Schicht 106 zu
bilden sind.
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Ein
typischer Prozess zur Herstellung der Halbleiterstruktur 100,
wie sie in 1a gezeigt ist, kann die folgenden
Prozesse aufweisen. Nach dem Herstellen der ersten dielektrischen
Schicht 102 und der darin gebildeten Metallgebieten 103, 104 auf
dem Substrat 101 – wobei
die Herstellung der ersten dielektrischen Schicht 102 und
der Metallgebiete 103, 104 im Wesentlichen die
gleichen Prozessschritte aufweisen kann, wie dies nachfolgend beschrieben wird – wird die Ätzstopschicht 105 beispielsweise durch
chemische Dampfabschneidung gebildet. Typischer Weise wird die Ätzstopschicht 105 aus
einem Material mit kleinem ε gebildet,
um die Gesamteigenschaften der letztlich erhaltenen isolierenden
Schicht nicht unnötig
zu beeinträchtigen.
Zu geeigneten Materialien gehören
Siliziumkarbid und mit Stickstoff angereichertes Siliziumkarbid.
Für weniger
kritische Anwendungen kann die Ätzstopschicht 105 Siliziumnitrid
und andere dielektrische Materialien mit einem relativ großen ε aufweisen.
Anschließend
wird die zweite dielektrische Schicht 106 durch fortschrittliche
Abscheideverfahren oder Aufschleuder-Techniken, abhängig von
der Art des verwendeten Materials mit kleinem ε, gebildet. Unabhängig von
dem Verfahren zur Herstellung der zweiten dielektrischen Schicht 106 unterscheiden
sich im Allgemeinen die mechanischen Eigenschaften deutlich von
jenen eines konventionellen dielektrischen Materials, etwa Siliziumdioxid.
Nach der Herstellung der dielektrischen Schicht 106 mit
kleinem ε wird
die antireflektierende Schicht 107 gebildet, wobei deren
optische Eigenschaften so eingestellt werden, um die Rückreflexion für eine gegebene
Wellenlänge
während
eines nachfolgenden Photolithographieschrittes zu minimieren. Beispielsweise
kann die antireflektierende Schicht 107 ein siliziumreiches
Oxynitrid aufweisen, dessen optische Eigenschaften eingestellt werden
können, indem
die Menge des in die Schicht 107 während des Abscheidens eingebauten
Siliziums durch Bereitstellen eines spezifizierten Verhältnisses
der Vorstufengase während
des Abscheidens der Siliziumoxynitridschicht 107 gesteuert
wird, um einen spezifizierten Brechungsindex und Extinktionskoeffizienten
zu erhalten. Zu dem wird die Dicke der Schicht 107 so gesteuert,
um schließlich
den optischen Eigenschaften der darunter liegenden Materialschichten
und dem Photolack, der zur Herstellung der Lackmaske 108 verwendet
wird, zu entsprechen. Eine geeignete Anpassung der antireflektierenden
Schicht 107 ist insbesondere während der Herstellung von Gräben und Kontaktdurchführungen über den äußerst reflektierenden
Metallgebieten 103, 104 wichtig. Anschließend wird
eine Schicht aus Photolack auf der antireflektierenden Schicht 107 gebildet,
wobei eine Dicke und eine Zusammensetzung des Photolacks entsprechend
der zur Belichtung des Photolacks verwendeten Wellenlänge und
entsprechend der darunter liegenden antireflektierenden Schicht 107 gewählt wird.
Nach der Belichtung wird der Photolack dann entwickelt, um die Lackmaske 108 mit
den Öffnungen 109 und 110 zu
bilden.
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1b zeigt
schematisch die Halbleiterstruktur 100 in einem fortgeschrittenen
Herstellungsstadium. Öffnungen 113 und 114 sind
in der Ätzstopschicht 105,
der zweiten dielektrischen Schicht 106 und der antireflektierenden
Schicht 107 über
den Metallgebieten 103 bzw. 104 gebildet. Eine
Barrierenschicht 111 mit beispielsweise Tantal und/oder
Tantalnitrid ist auf der antireflektierenden Schicht 107 und
in den Öffnungen 113 und 114 gebildet.
Des weiteren ist Kupfer 112 in die Öffnungen 113 und 114 eingefüllt, wobei überschüssiges Kupfer
ebenso außerhalb
den Öffnungen 113 und 114 vorgesehen
ist.
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Beginnend
von der Anordnung aus 1a wird ein anisotroper Ätzprozess
ausgeführt,
um die Öffnungen 113, 114 in
der antireflektierenden Schicht 107, der dielektrischen
Schicht 106 mit kleinem ε und der Ätzstopschicht 105 zu
bilden. Auf Grund der sehr unterschiedlichen Eigenschaften dieser
Schichten können
unterschiedliche Ätzparameter
gewählt
werden, um schließlich
die Öffnungen 113, 114 zu
erhalten. Insbesondere zeigt die Ätzstopschicht 105 eine deutlich
geringere Ätzrate
als die dielektrische Schicht 106 mit kleinem ε, um damit
den Ätzprozess zuverlässig auf
und in der Ätzstopschicht 105 anzuhalten,
die dann mittels eines anderen Ätzvorganges geöffnet wird.
Nach dem Ausführen
eines oder mehrerer Reinigungsschritte, um beispielsweise die freigelegte
Metalloberfläche
der Gebiete 103, 104 zu reinigen, wird die Barrierenschicht 111 durch
fortschrittliche Sputter-Abscheidetechniken
abgeschieden, wobei abhängig
von der Art des Materials der Schicht 106 und dem in die Öffnungen 113, 114 einzufüllenden
Metalls eine geeignete Zusammensetzung der Barrierenschicht 111 gewählt wird.
In einer Schicht 106 auf Siliziumbasis mit Kupfer als dem
Füllmetall wird
häufig
eine Doppelschicht aus Tantal/Tantalnitrid als die Barrierenschicht 111 verwendet.
Danach wird, wenn Kupfer als Metall verwendet wird, eine Kupfersaatschicht
(nicht gezeigt) durch Sputter-Abscheidung auf die Barrierenschicht 111 aufgebracht
und anschließend
wird das Kupfervolumenmaterial mittels elektrochemischer Verfahren
abgeschieden.
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1c zeigt
schematisch die Halbleiterstruktur 100 mit einer fertiggestellten
Metallisierungsschicht 120 mit der dielektrischen Schicht 106 mit kleinem ε und den
kupfergefüllten
Gräben 113, 114. Wie
zuvor angemerkt wurde, wird das überschüssige Kupfer
der Schicht 112, das in 1b gezeigt
ist, durch CMP entfernt, wobei typischer Weise ein Mehr-Schritt-Prozess ausgeführt wird,
um das überschüssige Kupfer
wirksam zu entfernen und die Oberfläche der Struktur 100 einzuebnen.
Während des
Abtragens des überschüssigen Kupfers
wird ebenso die Barrierenschicht 111 außerhalb der Gräben 113 und 114 entfernt,
um benachbarte Gräben elektrisch
voneinander zu isolieren. Des weiteren muss die antireflektierende
Schicht 107, die typischer Weise ein relativ hohen ε-Wert aufweist,
entfernt werden, um nicht unnötig
die Eigenschaften einer geringen Permittivität der Metallisierungsschicht 120 zu beeinträchtigen.
Beim Entfernen der Barrierenschicht 111 und der antireflektierenden
Schicht 107 wird eine gewisse Menge des dielektrischen
Materials der Schicht 106 und des Kupfers in den Gräben 113, 114 möglicher
Weise auch entfernt, wobei der Grad des Nachpolierens von der Art
der Struktur, deren Lage auf der Substratoberfläche, da die Abtragsrate in
Abhängigkeit
von dem Substratdurchmesser variieren kann und dergleichen abhängt. In 1c kann
die Abtragsrate an den relativ dicht beabstandeten Gräben 113 höher sein
als an der Substratposition in der Nähe des isolierten Grabens 114.
Auf Grund der reduzierten mechanischen Stabilität der dielektrischen Schicht 106 mit
kleinem ε kann
eine deutliche Änderung
der Schichtdicke auf Grund von Erosion auftreten, wie dies durch 121 gekennzeichnet
ist, die schließlich
zu einer entsprechenden Variation des Leitungswiderstands der Gräben 113 führt. Wie
zuvor erläutert
ist, ist das unvollständige
Entfernen der antireflektierenden Schicht 107 keine vielversprechende
Option, da der relativ hohe ε-Wert
zu deutlichen Schwankungen der parasitären RC-Zeitkonstanten in Gebieten
führen
kann, in denen die antireflektierende Schicht 107 nur minimal
entfernt wurde.
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Es
wurde daher vorgeschlagen, eine spezielle Deckschicht vor der Ausbildung
der antireflektierenden Schicht 107 vorzusehen, die die
darunter liegende dielektrische Schicht mit kleinem ε während des
CMP-Prozesses schützen
kann. Die entsprechende Herstellung einer zusätzlichen Deckschicht und einer
antireflektierenden Schicht führt
jedoch zu zusätzlichen
Kosten und zu einer höheren
Komplexität.
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Angesichts
der oben erkannten Probleme besteht daher ein Bedarf für eine verbesserte
Technik zur Strukturierung einer dielektrischen Materialschicht
mit kleinem ε.
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ÜBERBLICK ÜBER DIE ERFINDUNG
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Die
vorliegende Erfindung richtet sich im Allgemeinen an ein Verfahren
zur Herstellung einer Deckschicht, die in ausreichender Weise die
dielektrische Schicht mit kleinem ε während des chemisch-mechanischen
Polierens schützt
und die es zusätzlich
ermöglicht,
deren optischen Eigenschaften in einer einzelnen Abscheidekammer
einzustellen, ohne den Abscheideprozess unnötig komplex zu machen.
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Die
Aufgabe der vorliegenden Erfindung wird durch die Verfahren gemäß den Ansprüchen 1 und 17
gelöst.
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KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
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Weitere
Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung sind den angefügten Patentansprüchen definiert
und gehen aus der folgenden detaillierten Beschreibung hervor, wenn
diese mit Bezug zu den begleitenden Zeichnungen studiert wird; es
zeigen:
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1a bis 1c schematisch
Querschnittsansichten einer Halbleiterstruktur mit einer dielektrischen
Schicht mit kleinem ε,
die gemäß einem
konventionellen Prozessablauf strukturiert wird;
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2a bis 2c schematisch
Querschnittsansichten während
der Strukturierung einer dielektrischen Schicht mit einem dielektrischen
Material mit kleinem ε gemäß anschaulicher
Ausführungsformen der
vorliegenden Erfindung; und
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3 schematisch
eine Abscheideanlage zur Plasma unterstützten chemischen Dampfabscheidung
(PECVD), die zur Bildung einer Mehrfach-Deckschicht geeignet ist,
wie dies in den 2a bis 2c beschrieben
ist.
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DETAILLIERTE BESCHREIBUNG
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Obwohl
die vorliegende Erfindung mit Bezug zu den Ausführungsformen beschrieben ist,
wie sie in der folgenden detaillierten Beschreibung sowie in den
Zeichnungen dargestellt sind, sollte es selbstverständlich sein,
dass die folgende Beschreibung sowie die Zeichnungen nicht beabsichtigen,
die vorliegende Erfindung auf die speziellen offenbarten anschaulichen
Ausführungsformen
einzuschränken, sondern
die beschriebenen anschaulichen Ausführungsformen stellen lediglich
beispielhaft die diversen Aspekte der vorliegenden Erfindung dar,
deren Schutzbereich durch die angefügten Patentansprüche definiert
ist.
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Mit
Bezug zu den 2a bis 2c und 3 werden
nun weitere anschauliche Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung beschrieben.
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In 2a umfasst
eine Halbleiterstruktur 200 ein Substrat 201 mit
einer dielektrischen Schicht 202, die ein dielektrisches
Material aufweist, etwa ein standardmäßiges Material, beispielsweise
Siliziumdioxid, Siliziumnitrid und dergleichen, oder ein dielektrisches
Material mit kleinem ε.
Die dielektrische Schicht 202 kann ein Metallgebiet 203 aufweisen, über dem
ein Graben oder eine Kontaktdurchführung zu bilden ist. Wie zuvor
mit Bezug zu den 1a bis 1c angemerkt
ist, kann auch in diesem Falle das Substrat 201 eine Vielzahl
von Schaltungselementen aufweisen, von denen eines oder mehrere
elektrisch mit dem Metallgebiet 203 verbunden sein können. Eine Ätzstopschicht 205 ist über der
dielektrischen Schicht 202 und dem Metallgebiet 203 gebildet,
wobei die Ätzstopschicht 205 aus
einem beliebigen geeigneten Material gebildet sein kann, das eine
hohe Ätzselektivität in Bezug
auf eine darüber
liegende dielektrische Schicht 206 besitzt, die im Wesentlichen ein
dielektrisches Material mit kleinem ε aufweist. Zu geeigneten Materialien
für die
dielektrische Schicht 206 können wasserstoffenthaltendes
Siliziumoxykarbid (SiCOH), poröses
SiCOH, Silk, poröses
Silk, HSQ, MSQ und der gleichen gehören. Ein Mehrfachschichtstapel 230 ist
auf der dielektrischen Schicht 206 gebildet, wobei in einer
Ausführungsform
der Mehrschichtstapel 230 eine erste Schicht 231 aufweist,
die im Wesentlichen aus Siliziumdioxid aufgebaut ist, eine zweite
Schicht 232, die im Wesentlichen siliziumreiches Oxynitrid
auf weist, und einer Schutzschicht 233 mit einem deutlich
reduzierten Anteil an Stickstoffatomen aufweist. Der Mehrschichtstapel 230 wird
auch als eine Schicht auf Siliziumdioxidbasis bezeichnet auf Grund
des in dem Mehrschichtstapel vorhandenen Siliziumdioxids und auf
Grund der Herstellungssequenz, die nachfolgend beschrieben wird.
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Die
erste Schicht, die zweite Schicht und die Schutzschicht 231, 232 und 233 des
Mehrschichtstapels 230 besitzen entsprechende Dicken 234, 235 bzw. 236.
Die optischen Eigenschaften des Mehrschichtstapels 230 sind
durch die entsprechenden Dicken und die Zusammensetzung der einzelnen Schichten
bestimmt. Insbesondere können
die optischen Eigenschaften, etwa der Brechungsindex und der Extinktionskoeffizient
der zweiten Schicht 232 eingestellt werden, indem die Menge
des Siliziums und Stickstoffs, die darin enthalten sind, entsprechend
gewählt
werden. Eine Photolackmaske 208 wird auf dem Mehrschichtstapel 230 mit
einer darin ausgebildeten Öffnung 210 vorgesehen.
Die Abmessungen der Öffnung 210 entsprechen
im Wesentlichen den Abmessungen eines Grabens oder einer Kontaktdurchführung, die
in der dielektrischen Schicht 206 mit kleinem ε zu bilden
ist.
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Mit
Bezug zu 2a sowie der 3 wird nunmehr
ein Prozessablauf zur Herstellung der Halbleiterstruktur 200 gemäß anschaulicher
Ausführungsformen
beschrieben. Die dielektrische Schicht 202 und das Metallgebiet 203 können entsprechend
wohl bekannter und wohl etablierter Prozesstechniken hergestellt
werden, die von der Art der betrachteten Metallisierungsschicht
abhängen.
Wenn beispielsweise die dielektrische Schicht 202 und das
Metallgebiet 203 Kontaktbereiche für darunter liegende Schaltungselemente,
etwa Transistoren, repräsentieren
sollen, kann die Herstellungssequenz Prozessschritte beinhalten,
etwa das Abscheiden von Siliziumdioxid und Wolfram als ein Kontaktmetall,
um damit die Schicht 202 und das Metallgebiet 203 zu
verwirklichen. Wenn die dielektrische Schicht 202 eine dielektrische
Schicht mit kleinem ε repräsentieren soll,
können
die entsprechenden Prozessschritte ähnliche Prozesse enthalten,
wie sie nachfolgend unter Bezugnahme auf das Herstellen und Strukturieren der
dielektrischen Schicht 206 beschrieben sind. Anschließend kann
die Ätzstopschicht 205 beispielsweise
durch Plasma verstärkte
chemische Dampfabschneidung (PECVD) aus geeigneten Vorstufengasen
abgeschieden werden.
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3 zeigt
schematisch eine PECVD-Anlage 300 in vereinfachter Weise.
Die Abscheideanlage 300 umfasst eine Prozesskammer 301 mit
einer Plasmaanregungseinrichtung 302, die mit einer Leistungsquelle 303,
etwa einem RF-Generator verbunden ist. Eine Quelle aus Vorstufengasen 304 ist
mittels einer steuerbaren Ventilanordnung 305 mit der Prozesskammer 301 verbunden.
Ein Auslass 306 ist mit einer geeigneten Einrichtung (nicht
gezeigt) verbunden, die ausgebildet ist, Gase und Nebenprodukte
aus der Prozesskammer 301 abzuführen und einen erforderlichen
Druck innerhalb der Kammer 301 aufrecht zu erhalten. Ferner
umfasst die Abscheideanlage 300 einen Substrathalter 307,
der ausgebildet ist, ein Substrat, etwa das in 2a gezeigte
Substrat 201 aufzunehmen, und in Position zu halten. Der Substrathalter 307 kann
eine steuerbare Heizung 308 zur Beibehaltung der Temperatur
des Substrats 201 innerhalb eines spezifizierten Bereiches
aufweisen.
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Nach
dem Befestigen des Substrats 201 auf dem Substrathalter 307 wird
eine Plasmaumgebung innerhalb der Prozesskammer 301 aufgebaut,
indem der RF-Generator 203 aktiviert und geeignete Vorstufen-
und Trägergase
der Kammer 301 zugeführt
werden. Wenn die Ätzstopschicht 205 im
Wesentlichen aus Siliziumkarbid und/oder einer stickstoffangereicherten
Siliziumkarbidschicht aufgebaut ist, können entsprechende Vorstufengase,
etwa 3MS (Trimethylsilan) und Ammoniak zugeführt werden.
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Anschließend wird
die dielektrische Schicht 206 mit kleinem ε beispielsweise
durch PECVD aus geeigneten Vorstufengasen gebildet, wobei eine Abscheideanlage,
wie sie in 3 beispielhaft gezeigt ist,
verwendet wird. Beispielsweise können
dielektrische Materialien mit kleinem ε auf Siliziumbasis aus 3MS gemäß gut bekannter
Prozessrezepte abgeschieden werden. In anderen Ausführungsformen kann
die dielektrische Schicht 206 durch Aufschleuder-Verfahren
hergestellt werden, um beispielsweise eine Schicht aus MSQ oder
HSQ (Wasserstoffsisquioxan) zu bilden. Es sollte beachtet werden,
dass die vorliegende Erfindung nicht durch die Art des Material
mit kleinem ε eingeschränkt ist
und dass diese in Verbindung mit einer beliebigen. Art eines Materials mit
kleinem ε angewendet
werden kann, unabhängig von
der Weise, in der die Schicht 206 hergestellt wird. Anschließend kann
das Substrat 201 in eine Abscheideanlage, etwa die Anlage 300,
eingeführt
werden oder kann in der Prozesskammer 301 gehalten werden,
wenn die dielektrische Schicht 206 mit kleinem ε mittels
PECVD abgeschieden wurde. In einer speziellen Ausführungsform
wird die erste Schicht 231, die im Wesentlichen Siliziumdioxid
aufweist, aus Silan und Stickstoffoxid (N2O)
gebildet. Während
der Abscheidung des Siliziumsdioxids wird der Druck in der Kammer 301 in
einem Bereich von ungefähr
2 bis 4 Torr in einem Verhältnis
von Silan zu Stickstoffoxid in einem Bereich von ungefähr 1/45:1/55
gehalten. Dabei kann die Durchflussrate des Stickstoffoxids auf ungefähr 3500–4500 sccm
und. die Durchflussrate von Silan auf ungefähr 60–100 sccm eingestellt werden.
Die der Plasmaanregungseinrichtung 302 zugeführt RF-Leistung
kann in einem Bereich von ungefähr
150–450
Watt gehalten werden, wobei die Temperatur des Substrats 201 in
einem Bereich von ungefähr
350 bis 450°C
gehalten wird. Mit den zuvor spezifizierten Parameterbereichen kann
eine Abscheiderate von ungefähr
2.5–4
nm/Sekunde, was im Weiteren als Prozess der geringen Abscheiderate bezeichnet
wird, erreicht werden. Da die Abscheiderate im Voraus mit ausreichender
Genauigkeit bekannt ist, beispielsweise durch Ausführen eines
oder mehrerer Testdurchläufe,
kann die Dicke 234 der Schicht 231 durch Einstellen
der Abscheidezeit gesteuert werden. In anderen Ausführungsformen
kann die Dicke 234 durch eine in-situ Messung mittels eines
geeigneten Messinstruments (nicht gezeigt), etwa einem Ellipsometer,
das optisch an die Prozesskammer 301 angekoppelt ist, gesteuert
werden.
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In
einer weiteren anschaulichen Ausführungsform, die als ein Prozess
mit hoher Abscheiderate bezeichnet wird, kann eine höhere Abscheiderate
durch die folgenden Prozessparameter erreicht werden. Die Silandurchflussrate
wird auf ungefähr 100
bis 400 sccm, das Silan-Stickstoffoxid
(N2O) Verhältnis im Bereich von ungefähr 1/10
bis 1/20 eingestellt, wobei die verbleibenden Parameter auf die Werte
eingestellt werden können,
die in dem vorhergehenden Prozess mit geringer Abscheiderate spezifiziert
sind. Mit dieser Parametereinstellung wird eine Abscheiderate von
ungefähr
10–30
nm/Sekunde erreicht. Vor der Herstellung der zweiten Schicht 232 kann
ein Pumpschritt ausgeführt
werden, um Gasreste und Nebenprodukte des vorhergehenden Abscheideprozesses
zu entfernen. Daher wird der Druck auf einen Bereich von ungefähr 4 bis
8 Torr eingestellt, während
Stickstoff als Trägergas
mit einer Durchflussrate von ungefähr 7000 bis 9000 sccm zugeführt wird.
Ferner wird das Silan-Stickstoffoxid-Verhältnis auf ungefähr 2–3 erhöht, wobei
eine typische Durchflussrate für
Silan im Bereich von 400–600
sccm und jene für
Stickstoffoxid entsprechend eingestellt wird. Mit einer RF-Leistung
im Bereich von ungefähr
200–600
Watt, wobei die Substrattemperatur im Wesentlichen im gleichen Bereich wie
in dem vorhergehenden Abscheideschritt gehalten wird, wird eine
Abscheiderate von ungefähr
8 bis 12 nm/Sekunde erreicht. Wie zuvor dargelegt ist, können die
optischen Eigenschaften des Mehrschichtstapels 230 durch
Einstellen der entsprechenden Dicken der einzelnen Schichten und
insbesondere durch Variieren des Silizium- und Stickstoffgehalts in
der zweiten Schicht 232 justiert werden. Für ein Silan:Stickstoffoxid(N2O)-Verhältnis
in dem zuvor spezifizierten Bereich kann der Brechungsindex der zweiten
Schicht 232 auf ca. 2.20 bis 2.60 und der Extinktionskoeffizient
auf ungefähr
0.80 bis 0.90 für
eine Belichtungswellenlänge
von 248 nm eingestellt werden. Im Gegensatz dazu zeigt die erste
Schicht 231, die im Wesentlichen Siliziumdioxid aufweist,
relativ gleichförmige
optische Eigenschaften mit einem Brechungsindex im Bereich von ungefähr 1.40
bis 1.47 bei 673 nm mit lediglich geringen Variationen. Somit kann
für eine
erforderliche Dicke der ersten Schicht 231, die entsprechend
den Anforderungen eines nachfolgend ausgeführten CMP-Prozesses ausgewählt ist,
die antireflektierende Eigenschaft des Mehrschichtstapels 230 dann
geeignet eingestellt werden, indem die optischen Eigenschaften und/oder die
Dicke der zweiten Schicht 232 gesteuert wird. In einigen
anschaulichen Ausführungsformen
wird die Dicke 234 der ersten Schicht 231 in einem
Bereich von ungefähr
20 bis 120 nm eingestellt, wobei der Prozess mit geringer Abscheiderate
für einen
Bereich von ungefähr
20 bis 50 nm und der Prozess mit hoher Abscheiderate für den Bereich
von ungefähr 50
bis 120 nm angewendet werden kann, wohingegen die Dicke 235 der
zweiten Schicht 232 auf einen Bereich von ungefähr 30 bis
90 nm eingestellt wird.
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In
einer speziellen Ausführungsform
ist die Schutzschicht 233 auf der zweiten Schicht 232 mit
einer deutlich reduzierten Konzentration an Stickstoff, insbesondere
an einer Oberfläche 237 davon,
gebildet, die mit einer darauf ausgebildeten Photolackschicht in
Kontakt ist. Der reduzierte Stickstoffgehalt in der Schutzschicht 233 und
insbesondere an der Oberfläche 237 verringert
deutlich eine Wechselwirkung eines Photolacks mit Stickstoff oder
verhindert diese fasst vollständig,
wodurch ansonsten Photolackreste nach der Entwicklung des Photolacks
gebildet werden können.
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Die
Schutzschicht 233 kann durch eine Plasmabehandlung in einer
Stickstoffoxid-(N2O)-Umgebung bei einem Druck von ungefähr 3.0 bis
5.0 Torr bei einer Temperatur von ungefähr 350 bis 450°C unter Anwendung
einer RF-Leistung von ungefähr
50 bis 200 Watt, wodurch eine Durchflussrate des Stickstoffoxids
(N2O) auf ungefähr 250 bis 600 sccm festgelegt
ist, gebildet werden. Mit der oben spezifizierten Parametereinstellung
wird eine Dicke 236 der Schutzschicht 233 in einem
Bereich von ungefähr
1 bis 4 nm erreicht, wobei insbesondere an der Oberfläche 237 ein
wesentlicher Anteil der Silizium-Stickstoff-Bindungen durch eine
Silizium-Sauerstoff-Bindung ersetzt wird. Die Herstellung der Schutzschicht 233 kann
unmittelbar nach dem Abscheiden der zweiten Schicht 232 ausgeführt werden.
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Anschließend wird
eine Schicht aus Photolack auf dem Mehrschichtstapel 230 gebildet,
wobei eine Schichtdicke des Photolacks sowie die Art und dessen
Zusammensetzung entsprechend den Photolithographieerfordernissen
ausgewählt
sind. Wie zuvor dargelegt ist, werden die optischen Eigenschaften,
etwa der Brechungsindex und der Extinktionskoeffizient sowie die
einzelnen Dicken 234, 235 und 236 des
Mehrschichtstapels an den verwendeten Photolack so angepasst, um
eine minimale Variation kritischer Abmessungen zu erreichen. Danach
wird die Photolackschicht belichtet und entwickelt, um die Öffnung 210 zu
bilden, wobei während
der Belichtung eine Rückreflexion
von Licht in Gebieten des Photolacks, die benachbart zu der Öffnung 210 liegen,
minimiert ist. Auf diese Weise können
Lackrückstände in der Öffnung 210,
die auch als Fußbildung
und Ausfächerung
bezeichnet werden, reduziert oder sogar vollständig vermieden werden.
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2b zeigt
die Halbleiterstruktur 200 schematisch mit einer Öffnung 213,
die in dem Mehrschichtstapel 230, der dielektrischen Schicht 206 mit kleinem ε und der Ätzstopschicht 205 gebildet
ist. Eine Barrierenschicht 211 ist über dem Mehrschichtstapel 230 und
innerhalb der Öffnung 213 gebildet, und
eine Metallschicht 212, die beispielsweise Kupfer aufweist,
ist über
der Struktur 200 so gebildet, um die Öffnung 213 im Wesentlichen
vollständig
zu füllen.
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Die Öffnung 213 kann
in einer Sequenz aus anisotropen Ätzprozessen hergestellt werden,
die ähnlich
sind zu jenen, die in 1b beschrieben sind, und die
Barrierenschicht 211, die zwei oder mehrere Teilschichten
aufweisen, die beispielsweise Tantal/Tantalnitridschichten enthalten,
wird anschließend
durch Sputter-Abscheidung aufgebracht. Anschließend wird eine dünne Saatschicht
(nicht gezeigt) durch Sputter-Abscheidung gebildet und Volumenmetall
wird mittels eines gut bekannten elektrochemischen Abscheideverfahrens
abgeschieden.
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Anschließend wird
das überschüssige Metall der
Schicht 212 mittels chemisch-mechanischen Polierens entfernt, wobei
zusätzlich
die Barrierenschicht 211 außerhalb der Öffnung 213 ebenso
abgetragen wird. Während
des CMP kann der Mehrschichtstapel 230 ebenso teilweise
entfernt werden, wobei die erste Schicht 231, die im Wesentlichen
Siliziumdioxid aufweist, zuverlässig
das darunter liegende dielektrische Material mit kleinem ε mit reduzierter
mechanischer Stabilität
schützt.
In einer anschaulichen Ausführungsform
werden die Schutzschicht 233 und die zweite Schicht 232 im
Wesentlichen vollständig
entfernt. Folglich ist die gesamte dielektrische Konstante des zuletzt
erhaltenen Innerschicht-Dielektrikums
im Wesentlichen durch die dielektrische Schicht 206 mit kleinem ε bestimmt,
da die zweite Schicht 232, die eine große Menge an Stickstoff aufweist
und damit eine hohe dielektrische Konstante zeigt, entfernt ist. Ferner
kann ein Teil der ersten Schicht 231 ebenso entfernt werden,
um die gesamte dielektrische Konstante weiter zu minimieren. Da
die erste Schicht 231 eine relativ geringe Abtragsrate
während
des Kupfer-CMPs zeigt, ist das darunter liegende dielektrische Material
mit kleinem ε der
Schicht 206 zuverlässig
geschützt,
selbst wenn geringfügige
Prozessvariationen während
des CMPs auftreten. Folglich wird ein ungewünschtes Abtragen des dielektrischen
Materials mit kleinem ε im
Wesentlichen vermieden und somit werden Variationen bei den Abmessungen
der metallgefüllten Öffnungen 213 und
damit Variationen in deren Widerstandswert ebenso deutlich reduziert.
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2c zeigt
die Halbleiterstruktur 200 schematisch nach Abschluss des
zuvor beschriebenen CMP-Prozesses. Eine Siliziumdioxidschicht mit
verringerter Dicke, die durch 231a bezeichnet ist, ist noch über der
dielektrischen Schicht 206 mit kleinem ε gebildet, so dass durch das
CMP hervorgerufene Schäden
in der Schicht 206 minimiert sind. In einer Ausführungsform
kann die Dicke der Schicht 231a auf 20 nm oder weniger
reduziert werden, um ein erforderliche niedrige gesamte Dielektrizitätskonstante des
Innerschicht-Dielektrikums zu erreichen.
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Es
sollte beachtet werden, dass in den oben angeführten Ausführungsformen eine Einzel-Damaszener-Prozesstechnik
beschrieben ist, wobei die vorliegende Erfindung ebenso auf ein
beliebiges Prozessschema der Damaszener-Technik anwendbar ist, etwa
auf duale Damaszener-Verfahren und dergleichen.
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Es
gilt also, dass gemäß der vorliegenden Erfindung
ein Mehrschichtstapel zum Strukturieren eines Dielektrikums mit
kleinem ε vorgesehen
wird, wobei der Mehrschichtstapel vorzugsweise in-situ durch ein
relativ kostengünstiges
Plasma verstärktes Abscheideverfahren
gebildet werden kann, das einen hohen Durchsatz ermöglicht, – beispielsweise
können
80 Substrate oder mehr pro Stunde verarbeitet werden – wobei
das dielektrische Material mit kleinem ε wirksam während des CMP zum Entfernen überschüssigen Metalls
geschützt
ist und wobei gleichzeitig eine effiziente antireflektierende Wirkung erreicht
wird, wodurch es möglich
ist, das dielektrische Material mit kleinem ε im Wesentlichen ohne das Erzeugen
von „Fußbildungs-
und Ausfächerungs-”-Effekten
zu strukturieren. Auf Grund des wirksamen Schutzes der dielektrischen
Schicht mit kleinem ε während des
CMP, können
Schäden
an dem Material, insbesondere in Gebieten mit eng gepackten Strukturen,
deutlich reduziert werden. Daher sind Schwankungen beim Schichtwiderstand
der entsprechenden Metallstrukturen ebenso deutlich reduziert. Durch
Dünnen
des Mehrschichtstapels während
des CMPs kann dennoch der effektive Wert der Dielektrizitätskonstanten äußerst klein
gehalten werden, so dass nachteilige Auswirkungen auf die parasitären RC-Zeitkonstanten
im Wesentlichen vermieden werden.