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Gebiet der vorliegenden Erfindung
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Die
vorliegende Erfindung betrifft im Allgemeinen die Herstellung integrierter
Schaltungen und betrifft insbesondere die Strukturierung von Dielektrika
mit kleinem ε,
die in Metallisierungsschichten verwendet werden, mittels moderner
Lithographietechnik mit geeigneten ARC-Schichten.
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Beschreibung des Stands der
Technik
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In
modernen integrierten Schaltungen haben die minimalen Strukturgrößen, etwa
die Kanallänge von
Feldeffekttransistoren, den Bereich deutlich unter 1 μm erreicht,
wodurch das Leistungsverhalten dieser Schaltungen im Hinblick auf
die Geschwindigkeit und/oder die Leistungsaufnahme ständig verbessert
wurde. In dem Maße,
wie die Größe der einzelnen
Schaltungselemente deutlich reduziert wird, wodurch beispielsweise
die Schaltgeschwindigkeit der Transistorelemente verbessert wird,
wird auch der verfügbare
Platz für
Verbindungsleitungen, die die einzelnen Schaltungselemente elektrisch
verbinden, ebenso verringert. Folglich müssen die Abmessungen dieser
Verbindungsleitungen verkleinert werden, um den geringeren Anteil
an verfügbarem
Platz zu kompensieren und um einer größeren Anzahl von Schaltungselementen,
die pro Chip vorgesehen sind, Rechnung zu tragen.
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In
integrierten Schaltungen mit minimalen Abmessungen von ungefähr 0,35 μm und weniger
ist ein begrenzender Faktor der Bauteilleistung die Signalausbreitungsverzögerung,
die durch die Schaltgeschwindigkeit der Transistorelemente hervorgerufen wird.
Nachdem die Kanallänge
dieser Transistorelemente weiter reduziert und nunmehr sogar 0,05 μm und weniger
erreicht hat, zeigt es sich jedoch, dass die Signalausbreitungsverzögerung nicht
mehr durch die Feldeffekttransistoren hervorgerufen wird, sondern
dass diese auf Grund der erhöhten
Schaltungsdichte durch den geringen Abstand der Verbindungsleitungen
hervorgerufen wird, da die Kapazität (C) von Leitung zu Leitung
größer wird,
ebenso wie der Widerstand (R) der Leitungen auf Grund ihrer geringeren
Querschnittsfläche.
Die parasitären
RC-Zeitkonstanten erfordern daher das Einführen einer neuen Materialart
zur Herstellung der Metallisierungsschicht.
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Herkömmlicherweise
werden Metallisierungsschichten in einem dielektrischen Schichtstapel gebildet,
der beispielsweise Siliziumdioxid und/oder Siliziumnitrid aufweist,
wobei Aluminium das typische Metall repräsentiert. Da Aluminium eine
merkliche Elektromigration bei höheren
Stromdichten zeigt, die in integrierten Schaltungen mit äußerst größenreduzierten
Strukturelementen erforderlich sein können, wird Aluminium zunehmend
durch Kupfer oder Kupferlegierungen ersetzt, die einen deutlich
geringeren elektrischen Widerstand und eine höhere Widerstandsfähigkeit
gegenüber
Elektromigration aufweisen. Für
Bauelemente mit Strukturgrößen 0.09
Mikrometer und darunter zeigt es sich, dass das einfache Ersetzen
von Aluminium durch Metalle auf Kupferbasis nicht die erforderliche
Abnahme der parasitären
RC-Zeitkonstanten liefert, und daher werden die gut etablierten
und bekannten dielektrischen Materialien Siliziumdioxid (ε ≈ 4,2) und
Siliziumnitrid (ε > 5) zunehmend durch
sogenannte dielektrische Materialien mit kleinem ε mit einer
relativen Permittivität von
weniger als 3,1 ersetzt. Der Übergang
von der gut bekannten und gut etablierten Aluminium/Siliziumdioxid-Metallisierungsschicht
zu einer Metallisierungsschicht auf Basis von Kupfer und einem Dielektrikum
mit kleinem ε ist
jedoch mit einer Reihe von Problemen verknüpft, die es zu lösen gilt.
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Beispielsweise
kann Kupfer nicht in relativ großen Mengen in effizienter Weise
durch gut etablierte Abscheideverfahren, etwa chemische und physikalische
Dampfabscheidung aufgebracht werden. Des weiteren kann Kupfer nicht
in effizienter Weise durch gut etablierte anisotrope Ätzprozesse
strukturiert werden. Daher wird die sogenannte Damaszener-Technik häufig bei
der Herstellung von Metallisierungsschichten mit Kupferleitungen
eingesetzt. Typischerweise wird in der Damaszener-Technik die dielektrische
Schicht abgeschieden und anschließend mit Gräben und Kontaktdurchführungen
strukturiert, die nachfolgend mit Kupfer mittels Plattierungsverfahren,
etwa Elektroplattierung oder stromloses Plattieren, aufgefüllt werden.
Obwohl die Damaszener-Technik gegenwärtig eine gut etablierte Technik zur
Herstellung von Metallisierungsschichten auf Kupferbasis in standardmäßigen dielektrischen
Materialien, etwa Siliziumdioxid, ist, erfordert die Verwendung
von Dielektrika mit kleinem ε jedoch
die Entwicklung neuer dielektrischer Diffusionsbarrierenschichten,
um eine Kupferkontaminierung benachbarter Materialschichten zu vermeiden,
da Kupfer leicht in einer Vielzahl dielektrischer Materialien diffundiert.
Obwohl Siliziumnitrid als eine effektive Kupferdiffusionsbarriere
bekannt ist, wird Siliziumnitrid vielfach nicht als Option in Schichtstapeln
mit Dielektrika mit kleinem ε auf
Grund der hohen Permittivität erachtet.
Daher wird gegenwärtig
Siliziumkarbid als ein vielversprechender Kandidat für eine Kupferdiffusions barriere
betrachtet. Es zeigt sich jedoch, dass die Widerstandsfähigkeit
des Kupfers gegenüber Elektromigration
stark von der Grenzfläche
zwischen dem Kupfer und der benachbarten Diffusionsbarrierenschicht
abhängt.
Daher ist es in modernsten integrierten Schaltungen mit hohen Stromdichten
im Allgemeinen vorteilhaft, bis zu 20% Stickstoff in der Siliziumkarbidschicht
anzuwenden, um die Elektromigration von Kupfer im Vergleich zu der
Elektromigration, die in reinem Siliziumkarbid auftritt, zu verringern.
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Ein
weiteres Problem bei der Herstellung von Metallisierungsschichten
auf Kupferbasis mit kleinem ε wurde
in der Vergangenheit häufig
unterschätzt
und wird nunmehr als eine große
Herausforderung bei der Integration von Dielektrika mit kleinem ε betrachtet.
Während
des Strukturierens des dielektrischen Materials mit kleinem ε wird eine
anspruchvolle Photolithographietechnik erforderlich, um die Struktur einschließlich der
Kontaktdurchführungen
und/oder Gräben
in dem Photolack abzubilden, der im tiefen UV-Bereich empfindlich
ist. Beim Entwickeln des Photolacks werden jedoch unter Umständen gewisse Bereiche
des Lacks, die zuvor belichtet wurden, nicht vollständig in
der erforderlichen Weise entfernt, und daher kann die Struktur nicht
korrekt in das darunter liegende dielektrische Material mit kleinem ε während des
nachfolgenden Ätzprozesses übertragen
werden. Die Auswirkung eines nicht ausreichend belichteten und entwickelten
Photolacks wird auch als Lackvergiftung bezeichnet. Es wird angenommen, dass
eine deutliche Änderung
der Lackempfindlichkeit durch eine Wechselwirkung des Stickstoffs
und der Stickstoffradikale mit der Lackschicht hervorgerufen wird,
wodurch lokal die Generatorwirkung der Photosäure während des Belichtens und dem
Ausbacken nach dem Belichten des Photolacks blockiert wird und damit
lokal die Lackstruktur nach der Lackentwicklung modifiziert wird
(Ablagerungsreste). Das Problem gewinnt noch mehr an Bedeutung,
wenn die Wellenlänge
in der angewendeten Lithographie als Folge noch anspruchsvollerer
Prozesserfordernisse verringert wird. Beispielsweise wird momentan
die Strukturierung kritischer Strukturelemente modernster Bauelemente
auf der Grundlage einer 193 nm (Nanometer) Lichtquelle durchgeführt, wofür geeignet
gestaltete Photolacke erforderlich sind, die in diesem Wellenlängenbereich äußerst empfindlich
sind. Es zeigt sich jedoch, dass durch die erhöhte Empfindlichkeit bei kürzeren Wellenlängen die
verfügbaren
Photolacke auch eine erhöhte
Empfindlichkeit für die
Mechanismen der Lackvergiftung zeigen. Da die Einführung der
90 nm Technologie auch eine entsprechende fortschrittliche Lithographie
bei der Herstellung einer Metallisierungsschicht erforderlich macht,
die mit den Schaltungselementen in Kontakt ist, können größere Probleme
während
des Strukturierens des Dielektrikums mit kleinem ε auftreten,
da Stick stoff- und/oder Stickstoffverbindungen in dem Material mit
kleinem ε oder
anderen Schichten in dem Schichtstapel vorhanden sein können, die
dann mit dem Lack, der die erhöhte
Empfindlichkeit für
die Lackvergiftung besitzt, Wechselwirken können. Mit Bezug zu den 1a bis 1c wird
nunmehr ein typischer konventioneller Prozessablauf beschrieben,
um die bei der Strukturierung einer Metallisierungsschicht mittels
moderner Photolithographie beteiligten Probleme detaillierter zu
erläutern.
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1a zeigt
schematisch eine Querschnittsansicht eines typischen konventionellen
Halbleiterbauelements 100, in welchem eine dielektrische
Materialschicht mit kleinem ε 106 mittels
einer modernen Photolithographie zu strukturieren ist, in der beispielsweise
eine 193 nm Lichtquelle verwendet wird. Das Halbleiterbauelement 100 umfasst
ein Substrat 101, das darauf ein oder mehrere ausgebildete Schaltungselemente
aufweisen kann, die in modernsten Bauelementen kritische Abmessungen
von 0,1 μm
und deutlich darunter aufweisen können. Der Einfachheit halber
ist ein entsprechendes Schaltungselement in 1a nicht
gezeigt. Über
dem Substrat 101 ist ein Zwischenschichtdielektrikum 102 gebildet,
das beispielsweise Siliziumdioxid, Siliziumnitrid und dergleichen
aufweisen kann, und das darin ein metallenthaltendes Gebiet 103 aufweist,
das einen elektrischen Kontakt zu einem oder mehreren Schaltungselementen
in dem Substrat 101 bereitstellt. Das Gebiet 103 kann
Wolfram, Wolframsilizid oder ein anderes geeignetes Kontaktmetall
aufweisen, das im Stand der Technik bekannt ist. Eine Ätzstoppschicht 104,
die beispielsweise Siliziumnitrid, Siliziumkarbid, stickstoffangereichertes
Siliziumkarbid und dergleichen aufweist, kann auf dem Zwischenschichtdielektrikum 102 gebildet
sein. Eine Deckschicht 110 mit Siliziumdioxid ist auf der
dielektrischen Schicht mit kleinem ε 106 gebildet, da das Material
mit kleinem ε für gewöhnlich eine
geringere Härte
und Steifigkeit im Vergleich zu beispielsweise Siliziumdioxid oder
Siliziumnitrid besitzt. Daher wird die Deckschicht 110 vorgesehen,
um Einkerbungs- und Erosionseffekte während eines chemisch-mechanischen
Polierprozesses zu verringern, der später zum Entfernen von Überschussmetall
ausgeführt wird.
Eine ARC-(antireflektierende
Beschichtung)Schicht 105 ist auf der dielektrischen Schicht 106 angeordnet,
wobei die ARC-Schicht 105 Siliziumoxynitrid aufweist. Die
optischen Eigenschaften der ARC-Schicht 105 sind entsprechend
den Erfordernissen eines nachfolgenden Photolithographieprozesses
eingestellt, der so ausgeführt
wird, um die ARC-Schicht 105 und die darunter liegende
Deckschicht 110 und die dielektrische Schicht 106 zu strukturieren.
Beispielsweise wird der Brechungsindex zusammen mit einer Dicke
der ARC-Schicht 105 so in Bezug auf die Belichtungswellenlänge der
nachfolgenden Photolithographie festgelegt, um eine Rückreflektion
von einer unteren Oberfläche 107a einer
Lackschicht 107 zu reduzieren, die auf der ARC-Schicht 105 gebildet
ist, wobei entsprechend der erforderlichen optischen Auflösung des
Lithographieprozesses die Lackschicht 107 für eine spezielle Belichtungswellenlänge ausgewählt ist.
Wie zuvor erläutert
ist, wird bei anspruchsvollen Anwendungen die 248 nm Lithographie
zunehmend durch eine 193 nm Lithographie ersetzt, so dass die Lackschicht 107 eine
erhöhte
Empfindlichkeit in diesem Wellenlängenbereich – jedoch
auf Kosten einer erhöhten
Reaktionsfreude mit Stickstoff und Stickstoffverbindungen – aufweist.
Die erhöhte
Reaktionsfreude der Lackschicht 107 mit Stickstoff und
Stickstoffverbindungen kann das Ausbilden einer Öffnung 108, die durch
gestrichelte Linien gezeigt ist, beeinträchtigen, die in der Lackschicht 107 zu
bilden ist, um einen entsprechenden Graben in der ARC-Schicht 105,
der Deckschicht 110 und der dielektrischen Schicht 106 zu
bilden.
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Ein
typischer Prozessablauf zur Herstellung des Halbleiterbauelements 100,
wie es in 1a gezeigt ist, kann die folgenden
Prozesse umfassen. Nach dem Bilden von Schaltungselementen in dem Substrat 101 wird
das metallenthaltende Gebiet 103, das in das Zwischenschichtdielektrikum 102 eingebettet
ist, entsprechend gut etablierter Herstellungsprozesse gebildet.
Beispielsweise ist abhängig
von den Abmessungen der Schaltungselemente, mit denen das metallenthaltende
Gebiet 103 verbunden ist, ein entsprechend gestalteter
Lithographieprozess – möglicherweise
auf der Grundlage einer Strahlungsquelle mit einer Wellenlänge von
193 nm – anzuwenden.
Danach kann die Ätzstoppschicht 104 durch
gut etablierte Abscheidetechniken, etwa plasmaunterstützte chemische
Dampfabscheidung (PECVD) mit einer gewünschten Dicke und Materialzusammensetzung
aufgebracht werden. Danach wird die dielektrische Schicht mit kleinem ε 106 mittels
Abscheide- und/oder Aufschleudertechniken hergestellt, wie sie durch
die Materialzusammensetzung der dielektrischen Schicht 106 erforderlich
sind. Beispielsweise ist SiCOH eine häufig verwendete Materialzusammensetzung
für Dielektrika
mit kleinem ε,
das in Abhängigkeit
von der Mikrostruktur des Materials durch diverse Prozessrezepte
abgeschieden werden kann. In anderen Fällen kann die dielektrische
Schicht 106 mittels Aufschleudertechniken gebildet werden, wenn
Materialien mit deutlich reduzierter Permittivität erforderlich sind. Danach
wird die Deckschicht 110 durch PECVD aus TEOS oder Silan
abgeschieden. Dann wird die ARC-Schicht 105 durch gut etablierte PECVD-Techniken
gebildet, wobei Prozessparameter so gesteuert werden, dass das gewünschte optische
Verhalten der ARC-Schicht 105 erreicht wird. D. h., während der
Abscheidung wird das Verhältnis
von Stickstoff zu Sauerstoff in der ARC-Schicht 105 so eingestellt,
um in Kombination mit einer spezifizierten Schichtdicke eine geringe
Rückreflektion
von der Oberfläche 107a bei
der betrachteten Belichtungswellenlänge zu erreichen. In einigen
konventionellen Lösungswegen
wird die ARC-Schicht 105 durch Aufschleudertechniken mit
stickstoffarmen Materialien hergestellt, wobei jedoch eine schlechte Ätzselektivität zu der
Schicht 106 in nachfolgenden Ätzprozessen auftreten kann.
Als nächstes
wird die Lackschicht 107 durch Aufschleudertechniken und
geeignete Nach-Belichtungsprozesse gebildet.
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Wie
aus der obigen Beschreibung hervorgeht, wird Stickstoff in eine
Vielzahl von Schichten, etwa die Ätzstoppschicht 104 und
insbesondere die ARC-Schicht 105 eingebaut, und kann auch
in sich ändernden
Mengen in Form von Stickstoff, Stickstoffverbindungen und Stickstoffradikalen
in der dielektrischen Schicht mit kleinem ε 106 vorhanden sein,
da diese Materialien typischerweise in Prozessen zur Herstellung
der Schichten 104 und/oder 106 und/oder 105 vorhanden
sind. Der Stickstoff und entsprechende Verbindungen können leicht
in die Lackschicht 107 diffundieren, oder Stickstoff kann
direkt mit der Lackschicht 107 in Kontakt geraten, da dieser einen
beträchtlichen
Anteil der stoichiometrischen Zusammensetzung der ARC-Schicht 105 bildet.
Somit kann der Stickstoff mit dem Lackmaterial Wechselwirken, wodurch
die Empfindlichkeit des Lackes in Bezug auf eine Belichtungswellenlänge, die
nachfolgend verwendet wird, beeinträchtigt wird. Insbesondere ein
Lack, der für
eine 193 nm Belichtungswellenlänge
ausgebildet ist, reagiert stark mit Stickstoff und seinen Verbindungen,
wodurch das nicht lineare Verhalten des Lackes beim Belichten beeinträchtigt wird.
Als Folge davon können
unter Umständen
die Abmessungen der Öffnung 108,
die in der Lackschicht 107 zu bilden ist und die durch
das Bezugszeichen 108b bezeichnet ist, nicht so präzise in
die Lackschicht 107 abgebildet werden, wie dies für das nachfolgende
Strukturieren der dielektrischen Schicht 106 nötig wäre.
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1b zeigt
schematisch das Halbleiterbauelement 100 nach dem Belichten
und dem Entwickeln der Lackschicht 107, um die Öffnung 108 tatsächlich darin
zu bilden. Auf Grund der beeinträchtigten
optischen Eigenschaften der Lackschicht 107 können Lackreste 108a nach
dem Entwickeln der Lackschicht 107 verbleiben, wodurch
die Kontur und/oder die Abmessungen der Öffnung 108 beeinflusst
werden. Da die Lackschicht 107 als eine Ätzmaske
in einem nachfolgenden anisotropen Ätzprozess dient, beeinflusst
die Fluktuation der Kontur und/oder der Abmessung der Öffnung 108 auch
den Ätzprozess
in negativer Weise, was schließlich
zu einem Metallgraben mit verringerter Zuverlässigkeit führen kann.
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1c zeigt
schematisch das Halbleiterbauelement 100 nach Beendigung
des anisotropen Ätzprozesses
zum Öffnen
der ARC-Schicht 105, der Deckschicht 110, der
dielektrischen Schicht 106 und der Ätzstoppschicht 104.
Ein Graben 109 mit einer Form und Abmessung, die deutlich
von der Sollabmessung abweichen kann, wie dies durch die gestrichelten
Linien 108b gezeigt ist, ist in der dielektrischen Schicht 106 gebildet.
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1d zeigt
schematisch das Halbleiterbauelement 100 nach dem Abscheiden
einer Barrierenschicht 112, dem Auffüllen von Kupfer 111 in
den Graben 109 und nach dem Entfernen von überschüssigem Material.
Die obige Prozesssequenz kann durch gut etablierte Damaszener-Prozessabläufe ausgeführt werden,
die die Sputter-Abscheidung der Barrierenschicht 112 und
einer Saatschicht (nicht gezeigt) gefolgt von einer elektrochemischen
Abscheidung des Kupfers 111 enthalten können. Danach wird das überschüssige Material
des Kupfers 111 und der Barrierenschicht 112 durch
CMP entfernt, wobei auch die ARC-Schicht 105 entfernt
wird. Während des
CMP-Prozesses verleiht die Deckschicht 110 der dielektrischen
Schicht mit kleinem ε 106 eine
ausreichende mechanische Stabilität und dient ferner als eine
CMP-Stoppschicht. Da die Breite des Grabens 109 im Bereich
von 0,1 μm
und sogar deutlich darunter liegen kann für ein Halbleiterbauelement
einer 90 nm Technologie, führt
die Schwankung in der lateralen Abmessung unter Umständen zu
einer Kupferleitung mit geringerer Zuverlässigkeit, wodurch die Produktionsausbeute
und damit die Produktionskosten nachteiligerweise beeinflusst werden.
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Die
Patentanmeldung
WO
2004/055881 A1 offenbart eine stickstofffreie dielektrische
antireflektierende Beschichtung (ARC) und eine Hartmaske, die jeweils
auf einer dielektrischen Schicht mit kleinem ε gebildet sein können. Die
antireflektierende Beschichtung bzw. die Hartmaske können nach
einem durchgeführten
CMP-Prozess teilweise
erhalten bleiben. In einer Ausführungsform
kann die ARC-Schicht
als eine Doppel-ARC-Schicht ausgebildet sein, die eine obere Phasenschiebeschicht
und eine untere Schicht, die einen hohen Absorptionskoeffizienten
aufweist, umfasst. Die Doppel-ARC-Schicht kann in-situ abgeschieden
werden.
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Die
Patentanmeldung
WO
00/19498 A1 offenbart Abscheidverfahren für Siliziumkarbidschichten
mit kleinem ε,
die als Barrierenschichten, Ätzstoppschichten
oder ARC-Schichten für
Damszeneranwendungen eingesetzt werden können. Die Prozessbedingungen
können
beim Abscheiden graduell geändert
werden.
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Angesichts
der oben erkannten Probleme besteht ein Bedarf für eine verbesserte Technik,
die das Strukturieren einer dielektrischen Schicht mit kleinem ε ohne unnötige Lackvergiftung
und eine adäquate
mechanische Stabilität
für eine
moderne Lithographie unter Anwendung von Belichtungswellenlängen von
beispielsweise 248 nm oder darunter ermöglicht.
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Überblick über die Erfindung
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Im
Allgemeinen richtet sich die vorliegende Erfindung an eine Technik,
die die Herstellung einer im Wesentlichen stickstofffreien ARC-Schicht
ermöglicht,
um damit Lackvergiftungseffekte selbst in äußerst empfindlichen Photolacken
deutlich zu reduzieren. Ferner ist die im Wesentlichen stickstofffreie ARC-Schicht
mit einer mechanischen Stabilität
versehen, die ausreicht, um als eine stabilisierende Deckschicht
und eine CMP-Stoppschicht für
das Dielektrikum mit kleinem ε zu
dienen, wodurch nunmehr keine separate Deckschicht erforderlich
ist und damit die Prozesskomplexität verringert wird. In dieser
Hinsicht ist der Begriff „stickstofffrei" oder „im Wesentlichen
stickstofffrei",
wenn dieser im Hinblick auf die Materialzusammensetzung einer Schicht
verwendet ist, so gemeint, um eine Schicht zu beschreiben, die eine
Zusammensetzung aufweist, die durch eine stoichiometrische Formel
repräsentiert
ist, in der Stickstoff nicht enthalten ist. Es sollte jedoch beachtet werden,
dass geringe Mengen an Stickstoff dennoch innerhalb einer derartigen
im Wesentlichen stickstofffreien Schicht auf Grund einer geringfügigen Kontaminierung
mit Stickstoff, die durch Prozessanlagen und/oder Diffusionseffekte
hervorgerufen wird, vorhanden sein können. Diese Stickstoffverunreinigungen
beeinflussen jedoch nicht die optischen, mechanischen, chemischen
Eigenschaften der „stickstoffreien" ARC-Schicht. Somit
kann eine Schicht mit einem Stickstoffanteil von weniger als 1 Atomprozent oder
vorzugsweise von weniger als 0,1 Atomprozent als eine im Wesentlichen
stickstofffreie Schicht betrachtet werden. Die vorliegende Erfindung
beruht auf dem Konzept, dass insbesondere die unterhalb einer Lackschicht
gebildete ARC-Schicht vorteilhafterweise aus einem Material ohne
nennenswerte Anteile an Stickstoff hergestellt werden kann und ähnliche
mechanische Eigenschaften wie eine konventionelle Siliziumdioxiddeckschicht
liefert, wobei in einigen Ausführungsformen
die ARC/Deckschicht durch einen Prozess hergestellt wird, der kein
Stickstoff als Prozess- oder
Trägergas
erfordert, wodurch die Gefahr einer Kontaminierung der im Wesentlichen
stickstofffreien ARC-Deckschicht verringert wird.
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Die
Aufgabe der vorliegenden Erfindung wird durch das Verfahren nach
Anspruch 1 gelöst.
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Kurze Beschreibung der Zeichnungen
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Weitere
Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung sind in den angefügten Patentansprüchen definiert
und gehen deutlicher aus der folgenden detaillierten Beschreibung
hervor, wenn diese mit Bezug zu den begleitenden Zeichnungen studiert wird,
wobei:
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1a bis 1d schematisch
Querschnittsansichten eines Halbleiterbauelements während dem
Strukturieren der Metallisierungsschicht gemäß konventioneller Prozessstrategien
zeigen;
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2a bis 2d schematisch
Querschnittsansichten eines Halbleiterbauelements während diverser
Herstellungsphasen zum Strukturieren einer Metallisierungsschicht
gemäß anschaulicher
Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung darstellen; und
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3a bis 3c schematisch
Graphen zeigen, die Ergebnisse von Simulationsberechnungen zum Ermitteln
geeigneter Sollwerte für
ein Prozessrezept repräsentieren,
um eine stickstofffreie ARC-Schicht gemäß anschaulicher Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung zu bilden.
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Detaillierte Beschreibung
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Obwohl
die vorliegende Erfindung mit Bezug zu den Ausführungsformen beschrieben ist,
wie sie in der folgenden detaillierten Beschreibung sowie in den
Zeichnungen dargestellt sind, sollte es selbstverständlich sein,
dass die folgende detaillierte Beschreibung sowie die Zeichnungen
nicht beabsichtigen, die vorliegende Erfindung auf die speziellen
offenbarten anschaulichen Ausführungsformen
einzuschränken,
sondern die beschriebenen anschaulichen Ausführungsformen stellen lediglich
beispielhaft die diversen Aspekte der vorliegenden Erfindung dar,
deren Schutzbereich durch die angefügten Patentansprüche definiert
ist.
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Die
vorliegende Erfindung stellt eine Technik zum deutlichen Verringern
der Wahrscheinlichkeit einer Wechselwirkung von Stickstoff und stickstoffenthaltenden
Verbindungen mit einem Photolack in modernsten Lithographietechniken
bereit, die das Verwenden einer ARC-Schicht erfordern, die zwischen der
Photolackschicht und einer zu strukturierenden Materialschicht gebildet
ist, wobei die Prozesskomplexität
für das
Bereitstellen einer ARC-Schicht,
die auch als Deckschicht zum Schutz des Materials mit kleinem ε während des Ätzens und
des CMP-Prozesses dient, verringert wird. Da der Effekt der Lackvergiftung
im Allgemeinen die Herstellung von Schaltungselementen in Metallisierungsschichten
modernster Halbleiterbauelemente beeinflusst, da typischerweise
dielektrische Materialien mit kleinem ε in Kombination mit Photolacken
verwendet werden, die äußerst empfindlich
für Stickstoff
und stickstoffenthaltende Verbindungen sind, ist die vorliegende
Erfindung besonders vorteilhaft für das Strukturieren von dielektrischen
Materialien mit kleinem ε in
Verbindung mit kritischen Abmessungen in der Größenordnung von 100 nm oder
weniger. Mit Bezug zu den 2a bis 2d und 3a bis 3c werden nunmehr
weitere anschauliche Ausführungsformen der
vorliegenden Erfindung detaillierter beschrieben.
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2a zeigt
schematisch eine Halbleiterstruktur 200 mit einem Substrat 201,
das Schaltungselemente, etwa Transistoren, Kondensatoren und dergleichen
enthalten kann. Um die vorliegende Erfindung nicht unnötig zu verdunkeln,
sind derartige Elemente in den 2a bis 2c nicht
gezeigt. In anderen Beispielen kann das Substrat 201 ein
beliebiges Substrat zur Aufnahme kleiner Strukturelemente repräsentieren,
die in oder auf dem Substrat 201 mittels moderner Photolithographietechniken
zu bilden sind. In speziellen Ausführungsformen kann das Substrat 201 ein
Substrat repräsentieren,
das darauf ausgebildete Schaltungselemente auf Siliziumbasis aufweist,
die durch eine Technologie hergestellt sind, die durch eine strukturierende
Technologie von 90 nm oder weniger gekennzeichnet ist. Die Halbleiterstruktur 200 umfasst
ferner eine dielektrische Schicht mit kleinem ε 206, die eine relative
Permittivität
von ungefähr
3,1 oder weniger in einer speziellen Ausführungsform von ungefähr 2,8 oder
weniger aufweist. Beispielsweise kann die dielektrische Schicht 206 ein Polymermaterial
mit einer relativen Permittivität
von weniger als 3,1 repräsentieren.
In einer speziellen Ausführungsform
enthält
die dielektrische Schicht 206 Silizium, Kohlenstoff, Sauerstoff
und Wasserstoff, die durch die Formel SiCOH dargestellt sind, mit
einer relativen Permittivität
von 2,8 oder weniger. Eine ARC/Deckschicht 205 ist auf
der dielektrischen Schicht 206 gebildet und kann Siliziumdioxid
mit Kohlenstoff aufweisen. Die ARC/Deckschicht 205 repräsentiert
eine im Wesentlichen stickstofffreie Schicht in dem Sin ne, dass
Stickstoff in der Schicht 205 lediglich in Form von Verunreinigungen
vorhanden sein kann, die von der darunter liegenden Schicht 206 oder
von Prozessanlagen während
der Herstellung der ARC/Deckschicht 205 eingeführt worden
sein können.
Somit ist im Gegensatz zu der konventionellen ARC-Schicht 105,
in der der Stickstoff eine wesentliche Komponente zum Einstellen
der optischen Eigenschaften darstellt, die ARC-Deckschicht 205 durch
eine chemische Formel auf der Grundlage von Silizium, Kohlenstoff
und Sauerstoff charakterisiert, wobei geringste Mengen an Stickstoff
die optischen, mechanischen, physikalischen und chemischen Eigenschaften
der Schicht 205 nicht bestimmen. In einigen Ausführungsformen
kann die ARC/Deckschicht 205 auch Wasserstoff in einer
Menge von ungefähr
5 Atomprozent oder weniger aufweisen. Im Allgemeinen sind die mechanischen
Eigenschaften, d. h. die Härte
und Steifheit, vergleichbar mit jenen einer Siliziumdioxidschicht,
etwa der Schicht 110 in 1a–1d.
Eine Dicke 205a der ARC/Deckschicht 205 ist so
festgelegt, um ausreichende CMP-Stoppeigenschaften in einem CMP-Prozess bereitzustellen,
der später
ausgeführt
wird. In einer speziellen Ausführungsform
ist die Dicke 205a so festgelegt, um eine minimale Dicke 205b nach
dem CMP-Prozess beizubehalten. Die minimale Dicke 205b kann
ungefähr
10 nm oder mehr betragen. Ferner wird die Dicke 205a in Übereinstimmung
mit optischen Eigenschaften der Schicht 205, etwa dem Brechungsindex
n und dem Extinktionskoeffizienten k so ausgewählt, um die Rückreflektion
für eine
spezielle Belichtungswellenlänge
zu minimieren, wie dies später
detailliert beschrieben ist.
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Ein
typischer Prozessablauf zur Herstellung der Halbleiterstruktur 200,
wie sie in 2a gezeigt ist, kann die folgenden
Prozesse umfassen. Abhängig
von der Art des Substrats und von der Tatsache, ob Schaltungselemente
darauf vorgesehen sind oder nicht, können eine Reihe vorhergehender
Herstellungsprozesse, möglicherweise
auf der Grundlage moderner Photolithographietechniken, durchgeführt worden
sein. Danach wird die dielektrische Schicht mit kleinem ε 206 über dem
Substrat 201 mittels einer geeigneten Technik, etwa einer
CVD-Abscheidung oder Aufschleuderverfahren hergestellt. Da die dielektrische
Schicht mit kleinem ε 206 weniger
dicht und mechanisch stabil im Vergleich zu Siliziumdioxid ist,
diffundieren typischerweise eine Vielzahl von Materialien, etwa
Stickstoff bis hinauf zu der ARC/Deckschicht 205, die dann
deutlich eine Diffusion durch die Oberfläche der Schicht 206 hindurch
verringert und auch die mechanische Integrität dieser Schicht verbessern
kann. Das Heraufdiffundieren von Stickstoff beeinflusst die stickstofffreie
Schicht 105 nicht wesentlich.
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Danach
kann die Halbleiterstruktur 200 in einer Ausführungsform
in eine Abscheideatmosphäre 250 eingebracht
werden, die in einer geeigneten Abscheideanlage erzeugt wird und
die so ausgebildet ist, um auch ein Plasma in der Abscheideatmosphäre 250 bereitzustellen.
Entsprechende PECVD-Abscheideanlagen sind gut verfügbar und
können
in effizienter Weise zusammen mit der vorliegenden Erfindung eingesetzt
werden. In einer speziellen Ausführungsform
kann vorteilhafter Weise eine PECVD-Abscheideanlage von Applied
Materials, die unter dem Handelsnamen Producer erhältlich ist, verwendet
werden. Wie zuvor erläutert
ist, kann zum Erzielen einer geringen Stickstoffverunreinigungsrate in
der Schicht 205 eine entsprechende Prozessanlage zum Errichten
der Abscheideatmosphäre 250 durch
Verwendung von Prozessgasen ohne stickstoffenthaltende Vorstufengase
und Trägergase
gereinigt werden. Nach einem entsprechenden Reinigungsprozess oder
durch Verwendung einer Prozessanlage, die stickstofffreien Prozessen
zugeordnet ist, wird in einer speziellen Ausführungsform die Abscheideatmosphäre 250 auf
der Grundlage von Kohlendioxid (CO2) oder
Kohlenmonoxid (CO) und Silan (SiH4) als
Vorstufenmaterialien erzeugt. In einigen Ausführungsformen ist es vorteilhaft,
Helium als ein Trägergas
zu verwenden, wohingegen in anderen Ausführungsformen andere Gase, etwa
Argon, verwendet werden können.
Durch Zuführen
einer Hochfrequenzleistung kann ein Plasma in der Abscheideatmosphäre 250 angeregt
werden, wobei abhängig von
der Kammergeometrie der verwendeten Prozessanlage die Leistung der
Hochfrequenz sowie ein Abstand der Abscheideatmosphäre 250 von
dem Substrat 201 so eingestellt werden können, um
die erforderliche Abscheiderate zu erreichen. Beispielsweise kann
für das
oben genannte Producer-System die Hochfrequenzleistung auf ungefähr 70 bis
110 Watt mit einem Abstand eines entsprechenden Sprühkopfes
zu dem Substrat 201 im Bereich von ungefähr 450 Mil
bis 550 Mil eingestellt werden. Ein Druck in der Abscheideatmosphäre 250 kann
in einer Ausführungsform
auf einen Bereich von ungefähr 731
bis 904 Pa oder, in anderen Ausführungsformen, auf
ungefähr
840 ± 67
Pa eingestellt werden.
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Mit
den oben spezifizierten Parametern kann die Dicke 205a der
ARC-Deckschicht 205 in einem weiten Bereich von ungefähr 40 nm
bis 170 nm und in speziellen Ausführungsformen in dem Bereich
von ungefähr
50 bis 150 nm variiert werden, wobei die Dicke vorteilhafterweise
durch die Abscheidezeit gesteuert wird. Auf der Grundlage der obigen
Parameter kann eine Abscheiderate von ungefähr 100 nm bis 140 nm pro Minute
erreicht werden. In einer anschaulichen Ausführungform kann die Dickenschwankung der
ARC-Schicht 205 über
das Substrat hinweg bei 1,5% oder weniger gehalten werden.
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Für die oben
spezifizierten Parameter kann die ARC-Schicht 205 eine
Dicke von ungefähr
60 bis 120 nm mit einer Dickenschwankung über das Substrat hinweg von
weniger als ungefähr
1,5% aufweisen, was mit einer Abscheiderate von ungefähr 120 ± 12 nm/Minute
erreicht wird. Der Brechungsindex beträgt ungefähr 1,92 ± 0,3, während der Extinktionskoeffizient
ungefähr
0,65 ± 0,3
bei einer Wellenlänge von
193 nm beträgt.
Es sollte beachtet werden, dass die das optische Verhalten er ARC/Deckschicht 205 bestimmenden
Eigenschaften, d. h. die Dicke 205a, der Brechungsindex
und der Extinktionskoeffizient, durch entsprechendes Steuern der
Abscheideparameter variiert werden können. Beispielsweise können das
Verhältnis
von Silizium und Kohlendioxid in einem Bereich von ungefähr 0,012
bis 0.02 variiert werden, um damit den Brechungsindex auf einen
gewünschten
Sollwert einzustellen. Jedoch können auch
andere Parameter, etwa Temperatur und Druck, entsprechend eingestellt
werden, um den gewünschten
Sollwert zu erreichen. Es können
ein oder mehrere Sollwerte für
eine oder mehrere optische Eigenschaften der ARC-Schicht 205 im
Voraus auf der Grundlage einer gewünschten Anfangsdicke 205a bestimmt
werden, wie dies detaillierter mit Bezug zu den 3a bis 3c erläutert ist.
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In
anderen Ausführungsformen
kann die ARC/Deckschicht 205 durch PECVD auf der Grundlage
von TEOS, Sauerstoff und/oder Ozon und Kohlendioxid oder Kohlenmonoxid
gebildet werden. Z. B. können
gut etablierte Rezepte für
das Abscheiden von Siliziumdioxid in der Weise modifiziert werden, dass
Kohlendioxid in der Abscheideatmosphäre vorgesehen wird, um die
Kohlenstoffkonzentration in der Schicht 205 einzustellen.
In ähnlicher
Weise können andere
Prozessparameter, etwa die Plasmaleistung, Temperatur und Druck
und dergleichen variiert werden, und die entsprechend erhaltenen
Testschichten können
in Bezug auf Ihre optischen Eigenschaften bewertet werden, um ein
spezielles Prozessrezept mit dem optischen Verhalten der Schicht 205 in
Beziehung zu setzen. Aus diesen Ergebnissen kann die geeignete Dicke 205a für einen
gegebenen Brechungsindex und Extinktionskoeffizienten ausgewählt werden,
die mit einem speziellen Prozessrezept in Beziehung stehen.
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In
einigen Ausführungsformen
kann die Konzentration des Kohlenstoffs in der Schicht 205 entlang
der Dicke 205a so variieren, um die optischen und/oder
mechanischen Eigenschaften in gradueller oder schrittweiser Art
zu ändern.
Beispielsweise kann der Abscheideprozess so ausgeführt werden, dass
dieser mit einer im Wesentlichen geringen Kohlenstoffkonzentration
beginnt, d. h. einer Siliziumdioxidschicht, und dass die Kohlenstoffkonzentra tion dann
ansteigt. In ähnlicher
Weise kann eine im Wesentlichen „reine" Siliziumkarbidschicht anfänglich mit
einem dann zunehmenden Anteil an Sauerstoff abgeschieden werden,
um damit die optischen und/oder mechanischen Eigenschaften einzustellen. Es
können
mehrere unterschiedliche Prozessrezepte zur Herstellung der ARC/Deckschicht 205 mit
entsprechenden optischen Eigenschaften korreliert werden, d. h.
dem Brechungsindex und dem Extinktionskoeffizienten, indem mehrere
Testdurchläufe
mit variierten Prozessbedingungen und nachfolgenden Messungen durchgeführt werden.
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2b zeigt
schematisch die Halbleiterstruktur 200 mit einer Lackschicht 207,
die auf der ARC/Deckschicht 205 gebildet ist. In Ausführungsformen,
die modernste Halbleiterbauelemente betreffen, kann die Lackschicht 207 einen
Photolack repräsentieren,
der für
eine 193 nm Belichtungswellenlänge
ausgelegt ist. In einer speziellen Ausführungsform werden die optischen
Eigenschaften und die Dicke 205a der ARC/Deckschicht 205 so
festgelegt, um eine Rückreflektion
der Belichtungsstrahlung 210 von einer unteren Fläche 207a der
Lackschicht 207 bei ungefähr 3% oder weniger zu halten.
Ferner können
der Extinktionskoeffizient und die Schichtdicke 205a so
gewählt
werden, dass ein Einfluss von Dickenschwankungen der dielektrischen
Schicht 206 auf die Lithographie, in der die Belichtungsstrahlung 210 eingesetzt
wird, deutlich verringert wird. D. h., die optischen Eigenschaften
der ARC/Deckschicht 205 werden so eingestellt, um eine
Rückreflektion
unter einem spezifizierten Pegel, beispielsweise ungefähr 3%, zu
halten, selbst wenn die Dicke der Schicht 206 variiert,
wodurch in effizienter Weise die Lackschicht 207 und die
ARC/Deckschicht 205 von darunter liegenden Materialschichten
optisch „entkoppelt" werden. Anzumerken
ist, dass das Verringern der Dicke 205a der ARC/Deckschicht 205 zu
einer geringeren Reflektivität
führen
kann, wobei aber das gewünschte
Maß an
Entkopplung nicht erreicht wird. Die erhöhte optische Entkopplung kann
erreicht werden, indem der Extinktionskoeffizient und die Schichtdicke 205a der
ARC/Deckschicht 205 moderat hoch gewählt werden, wie dies auch mit
Bezug den 3a bis 3c erläutert ist.
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2c zeigt
schematisch die Halbleiterstruktur 200 in einem weiter
fortgeschrittenen Herstellungsstadium. Eine Öffnung oder Graben 208 ist in
der ARC-Deckschicht 205 und der dielektrischen Schicht
mit kleinem ε 206 ausgebildet,
wobei eine Barrierenschicht 212 und eine Saatschicht 213 auf der
Schicht 205 und in dem Graben 208 ausgebildet sind.
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Die
in 2c gezeigte Halbeiterstruktur 200 kann
durch die folgenden Prozesse hergestellt werden.
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Auf
der Grundlage der verbesserten Eigenschaften der ARC/Deckschicht 205,
die als eine ARC-Schicht und eine äußerst selektive Ätzmaske dient,
kann die Lackschicht 207 strukturiert und die entsprechende
Lackmaske dann zur Bildung der Öffnung
oder des Grabens 208 entsprechend den Prozessspezifikationen
verwendet werden, wobei die Auswirkungen der Lackvergiftung deutlich
reduziert werden können.
Während
eines entsprechenden Ätzprozesses
zur Bildung der Öffnung 208 kann
die ARC/Deckschicht 205 als eine Ätzmaske dienen, nachdem der
Lack von dem Ätzprozess „aufgebraucht" wurde, wobei die
ARC/Deckschicht 205 auch eine erhöhte Ätzselektivität im Vergleich
zu stickstoffarmen konventionellen ARC-Schichten liefert, die durch
Aufschleudertechniken gebildet werden. Danach können die Barrierenschicht 212 und die
Saatschicht 213 durch gut etablierte Sputter-Abscheidetechniken
oder andere Prozesse, etwa Atomlagenabscheidung (ALD), elektrochemische
Abscheidung und dergleichen gebildet werden. Nachfolgend kann Kupfer
oder ein Metall auf Kupferbasis abgeschieden werden, um den Graben 208 aufzufüllen.
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2d zeigt
schematisch die Halbleiterstruktur 200, wobei der Graben 208 mit
einem Metall, etwa Kupfer 214, gefüllt ist. Ferner ist die ARC/Deckschicht 205 auf
die Dicke 205b reduziert und wird als Schicht 205c bezeichnet.
Das Kupfer 214 kann durch Elektroplattieren oder stromloses
Plattieren abgeschieden werden, und das überschüssige Metall oder Teile davon
können
durch CMP entfernt werden, wodurch auch die Schichten 212, 213 auf
freigelegten Oberflächenbereichen
abgetragen werden. Auf Grund des Festlegens der Anfangsdicke 205a derart, dass
zumindest die minimale Dicke 205b am Ende des CMP-Prozesses verbleibt,
können
die Schichten 212, 213 zuverlässig entfernt werden, ohne
dass die Integrität
der dielektrischen Schicht mit kleinem ε 206 beeinträchtigt wird.
Zu diesem Zwecke kann die Abtragsrate für ein spezielles anzuwendendes CMP-Rezept
für mehrere
Testschichten 205 ermittelt werden. Aus diesen Abtragsraten
kann eine „sichere" Schichtdicke 205a ermittelt
werden, so dass sich die minimale Dicke 205b für eine gegebene
CMP-Prozesszeit ergibt, die als erforderlich erachtet wird, sobald
die Schicht 213 während
des CMP-Prozesss freigelegt wird. Während der Bestimmung der sicheren
Dicke 205a kann auch der mögliche Materialabtrag der Schicht 205 während des
Prozesses zum Ätzen
durch die Schicht 206, nachdem die Lackmaske verbraucht
ist, ebenso in Betracht gezogen werden. Auf Grundlage der festgelegten
sicheren Dicke 205a kann ein entsprechendes Prozessrezept,
d. h. entsprechende optische Eigenschaften der Schicht 205, auf
der Grundlage von Simulationen und den Ergebnissen der Testmessungen
in Bezug auf die Korrelation optischer Eigenschaften und Abscheideparameter,
wie dies zuvor erläutert
ist, bestimmt werden.
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Somit
können
auf der Grundlage der Dicke 205a die optischen Eigenschaften
der ARC/Deckschicht 205 im Voraus für ein gewünschtes optisches Verhalten
während
eines anspruchsvollen Photolithographieprozesses so ausgewählt werden,
dass entsprechende Prozessparameter, d. h. ein geeignetes Prozessrezept,
zur Bildung der Schicht 205 entsprechend bestimmt werden
kann.
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3a repräsentiert
einen Graphen, der die Abhängigkeit
zwischen dem Extinktionskoeffizienten k (vertikale Achse) und dem
Brechungsindex n (horizontale Achse) für ein unterschiedliches Maß an Reflektion
R (Graustufen) von der unteren Fläche 207a der Lackschicht 207 zeigt.
Die gezeigten Ergebnisse beruhen auf einer entsprechenden Simulationsberechnung.
Die Berechnungen basieren auf einem Wert von 45 nm für die Dicke 205a der
ARC/Deckschicht 205. Es wird ein relativ großer Wert
für den Extinktionskoeffizienten
ausgewählt,
um das optische Verhalten der ARC-Schicht 205 und der Lackschicht 207 von
dem darunter liegenden Substrat zu entkoppeln. Wie jedoch für einen
Wert von 0,6 für den
Extinktionskoeffizienten gezeigt ist, beträgt die Reflektivität dennoch
ungefähr
5%.
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3b zeigt
schematisch die Abhängigkeit des
Extinktionskoeffizienten k (vertikale Achse) von der Schichtdicke
(horizontale Achse) auf der Grundlage der von der Lackunterseite 207a (Graustufen) reflektierten
Intensität.
Wie durch 3b angedeutet wird, kann das
Vergrößern der
Schichtdicke auf ungefähr
60 nm zu einer geringen Reflektivität von ungefähr 3% bei einem wünschenswert
hohen Extinktionskoeffizienten von ungefähr 0,6 führen.
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Es
wird nunmehr angenommen, dass für
einen spezifizierten Prozessablauf die sichere Dicke 205a auf
ungefähr
45 nm festgelegt wurde, so dass ein größerer Wert, etwa 60 nm, in
zuverlässiger
Weise eine ausreichende Toleranz liefert. Es kann jedoch eine ähnliche
Prozedur für
andere Werte der Dicke 205a ausgeführt werden.
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3c zeigt
einen Graphen, der die Abhängigkeit
des Brechungsindex n (vertikale Achse) von der Schichtdicke (horizontale
Achse) und der resultierenden reflektierten Intensität (Graustufen)
zeigt. Wie man erkennen kann, kann ein Brechungsindex von ungefähr 1,8 bei
der Schichtdicke von ungefähr 60
nm ausgewählt
werden, um damit eine Reflektivität von ungefähr 2 bis 3% zu erhalten. Somit
können die
Sollwerte für
den Brechungsindex, den Extinktionskoeffizienten und die Schichtdicke
zu ungefähr 1,8,
0,6 und 60 nm für
einen Lithographieprozess auf der Grundlage einer 193 nm Belichtungswellenlänge ausgewählt werden.
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Da
entsprechende Prozessbedingungen zur Herstellung der Schicht 205 mit
den Sollwerten 1,8 und 0,6 für
den Brechungsindex bzw. den Extinktionskoeffizienten zuvor festgelegt
worden sein können,
kann eine geeignete Abscheidezeit ausgewählt werden, um damit die gewünschte Dicke 205a zu
erreichen. Wenn die Prozessbedingungen zur Bildung der Schicht 205 bestimmt
sind, kann dieser Prozess auf mehrere Produktsubstrate angewendet
werden.
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Es
sollte beachtet werden, dass die vorhergehenden Berechnungen auch
für eine
Schicht 205 mit optischen Eigenschaften ausgeführt werden
können,
die sich entlang der Dicke 205 ändern.
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Es
gilt also: die vorliegende Erfindung stellt eine verbesserte Technik
für eine
im Wesentlichen stickstofffreie ARC/Deckschicht bereit, die insbesondere
vorteilhaft in Verbindung mit einer 193 nm Lithographie ist. Zusätzlich zu
einer deutlich reduzierten Lackvergiftungswirkung weist die im Wesentlichen stickstofffreie
ARC-Schicht eine verbesserte Ätzselektivität in Bezug
auf ein darunter liegendes dielektrisches Material im Vergleich
zu aufgeschleuderten ARC-Schichten auf, wie sie häufig in
konventionellen Prozessen verwendet werden. Ferner liefert die hierin
beschriebene Technik ein höheres
Maß an
Flexibilität
beim Anpassen der mechanischen Eigenschaften der im Wesentlichen
stickstofffreien ARC/Deckschicht an die CMP-, Ätz- und andere Prozesserfordernisse,
während
die Herstellungskosten auf einem geringen Niveau gehalten werden.
Insbesondere kann ein einzelner Abscheideprozess ausreichend sein,
um die antireflektierenden Eigenschaften bereitzustellen und um
die mechanische Integrität
des Materials mit kleinem ε während des
CMP sicherzustellen. Vorteilhafterweise ist die ARC/Deckschicht aus
Silizium, Sauerstoff und Kohlenstoff aufgebaut, wobei die mechanischen
Eigenschaften jene einer Siliziumdioxidschicht oder einer Siliziumkarbidschicht
sein können.