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Behälterfahrzeug für staubförmiges oder körniges Schüttgut Die Erfindung
betrifft ein Behälterfahrzeug für staubförmiges oder körniges Schüttgut mit einem
trommelförmigen, horizontal liegenden Behälter, in dem ein luftdurchlässiger Zwischenboden
vorgesehen ist. Durch diesen Zwischenboden wird zwecks Entladung Luft in den Behälter
eingeführt, die den Behälterinhal. t in eine. nüssigkeitsähnlichen Zustand versetzt
un. d ihn wie eine Flüssigkeit aus dem Behälter herausdrückt, Bei derartigen Behälterfahrzeugen
erfolgt die Entladung fast ausschließlich an der hinteren. Stirnseite des Behälters,
an. welcher eine Leitung angeschlossen wird, durch die da, s Schüttgut aus dem Behälter
an die gewünschte Stelle ! gepumpt wird. Wegen. des Schüttwinkels, unter dem sich
das Ladegut am Ende der Entladung einstellt, muß der Boden des Behälters nac h der
Entladestelle hin abfallen, um eine vollständige Entleerung zu erzielen. Der erforderliche
Neigungswinkel beträgt beispielsweise bei Zement 10°. Da man nun bei den bekannten
Behälterfahrzcugen, bei denen der luftdurchlässige Zwischenboden in einen wa. agerecht
liegende. n Behälter schräg eingezogen ist, zwischen dem Zwischenboden und dem eigentlichen
Behälterboden zuviel Laderaum verliert, was auch durch die bekannte Verwendung zweier
getrennter, zu der in Längsmitte des Behälters liegenden Entleerungsöfrnung abfallenden
luftdurchlässigen. Zwischenböden nur geringfügig verbessert werden kann, ist man
dazu übergegangen, den Behälter selbst schräg nach hinten geneigt zu lagern. während
der Zwischen. boden parallel zu der Behälterachse. alsoabsolutgesehenebenfallsschräg,eingebaut
wird.
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Diese Behälterfahrzeuge haben den Na. chteil, daß ihre vordere Oberkante
infolge der Schräglage des Behälters sehr hoch zu liegen kommt. Man ist daher @
diese Fahrzeuge mit einem Spezialrahmen auszustatten, der am hinteren Ende auseinandergekröpft
ist, damit der Behälter hinten und damit auch vorn etwas niedriger Hegt. Trotzdem
sind aber diese Fahrzeuge für viele Unterführungen noch beträchtlich zu hoch, so
daß weite Umwege in Kauf genommen werden müssen.
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Ein weiterer Nachteil der bekannten Behälterfahrzeuge mit schräg
liegendem Behälter ergibt sich aus dem Umstand, daß das spezifische Gewicht des
zu transportierenden Schüttgutes sehr unterschiedlich ist. Beispielsweise liegt
das spezifische Gewicht verschiedener Zementsorten zweischen 1, 1 un. d 1, 5. Da
das Behältervolumen jeweils für das Schüttgut mit dem geringsten spezinschen Gewicht
bemessen werden muß, kann der Behälter mit Rücksicht auf die Tragfähigkeit des Fahrzeuges
bei spezifisch schwererem Schüttgut nicht voll gefüllt werden. Bei nichet voll
gefülltem
Behälter ergibt sich aber infolge der Schräglage des Behälters eine starke Verlagerung
des La, dungsschwerpunktes na. ch hin. ten. Da die Straßenverkehrsordnung nicht
nur das Fahrzeuggesamtgewicht, sondern auch die einzelnen Radbelastungen begrenzt,
kann die Tragfähigkeit des Fahrzeuges bei spezifisch schwerem Ladegut nicht voll
ausgenutzt werden.
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Eine bekannte Lösung zur Vermeidung dieser Nachteile besitzt einen
durch einen hydraulischen antrieb kippbaren, trommeiförmigen. Schüttgutbehälter,
der in seinem hinteren, nach dem Kippen untenliegenden Teil einen, kleinen luftdurchlässigen
Zwischenbodeo für pneumatische Entleerung aufweist.
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Dieser Zwischenboden liegt bei hochgekipptem, also in Entladestellung
befindlichem Behälter waagerecht.
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Bis kurz über die tiefste, durch eine mittlere Vertiefung gebildete
Stelle des luftdurchlässigen Zwischenbodens ragt eine Entleerungsleitung, die etwa
zentrisch durch die rückwärtige Behälterwand nach außen aus dem Behälter herausführt.
Die bei dieser KonstruktionerforderlicheKippeinrichtung ist teuer und erfordert
einen gewissen Raum für ihre Unterbringung. Zudem muß der Behälter, weil er auch
ohne UnterstützungdurchdenFahrzeugrahmen bei voller Fiillung selbsttragend sein
muß, verhältnismäßig steif und somit schwer ausgebildet werden.. Der Behälter kann
außerdem nicht in die Tragkonstruktion des Fahrzeuges mit einbezogen, werden, um
eine leichtere Gesamtkonstruktion zu erzielen.
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Der Erfin. dung liegt die Aufgabe zugrunde :, mit einfachen und betriebssicheren
Mitteln ein Behälterfahrzeug zu schaffen, dessen Tragfähigkeit bei jedem spezifischem
Gewicht des Ladegutes voll ausgenutzt
werden kann, und das ohne
Verringerung des Behältervo'lumensso'niedrig wird, daß e. s alle Straßen ohne Rücksicht
auf die vorhandenen. Unterführungen befahren kann.
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Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daB der horizontal
liegende Behälter durch mindestens eine Querzwischenwand in etwa gleiche Teile aufgeteilt
wird. Der luftdurchlässige Zwischenboden jedes Behälterabteils ist unter dem erforderlichen
Winkel schräg nach hinten geneigt. Zur Entladung ist für jedes Behälterabteil eine
bis kurz iiber d. ie tiefste Stelle des luftdurchlässigen Zwischenbodens ragende,
etwa zentrisch durch die dahinterliegenden Behälteraltteile aus dem Behälter nach
hinten herausgeführte Entleerungsleitung vorgesehen. Die Entleerungsleitungen der
einzelnen Behälterabteile münden zwecl ; mäßig hinter der Behälterrückwand in eine
einzige Sammelleitung ein ; in jeder Entleerungsleitung ist zwischen dieser Einmündung
und der Behälterrückwand ein Absperrorgan vorgesehen.
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Bei Behälterfahrzeugen mit waagerecht légende Behälter, die keinen
luftdurchlässigen Zwischenboden. sondern Auslauföffnungen mit Ejektoren für die
Entleerung aufweisen, ist die Aufteilung des Behälters durch Querzwischenwände in
etwa gleiche Abschnitte bekannt, wodurch Teilentladungen sowie der Transport verschiedener
Güter im gleichen. Behäfter möglich sind. Auch ist es bekannt, bei Behälterfahrzeugen
für staubförmiges Chüttgut, die mehrere Entleerungsleitungen aufweisen, die verschiedenen
Teilleitungen außerhalb des Behälters in eine gemeinsame Sammelleitung einmünden
zu lassen, wobei in den einzelnen Teilleitunge'nAbsperrorgane vorgesehen sind.
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Das ernndungsgemäße Behälterfahrzeug wird infolge des waagerecht
liegenden. Behälters viel niedriger als die bekannten Fahrzeuge mit schräg liegendem
Behälter. Eine Schwerpunktsverlagerung der Ladung nach hinten bei nicht restlosem
Füllen des Behälters tritt, im Gegensatz zu den bekannten Behälterfahrzeugen, bei
denen der Zwischen. boden entweder parallel zur Achse des schräg liegenden Behälters
oder schräg gegenüber dem waagerecht liegenden Behälter angeordnet ist, nicht ein.
Dadurch kann da, s erfindungsgemäße Behälterfahrzeug mit Schüttgütern beliebiger
Wichte jeweils bis zur Grenze seiner Tragfähigkeit beladen, d. h. also immer vollständig
ausgenutzt werden. Die wa. agerechte Auflagerung des Behälters ist baulich einfacher
als die schräge Auflagerung, da die am vorderen Behälterende erforderlichen Lagerkonsolen
wegfallen. Es kann ein. normales Untergestell verwendet werden.
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Der Verlust an Laderaum und dem Behälterboden ist bei Unterteilung
des Behälters recht gering. Eine Kippeinrichtung für den. Behälter ist nicht erforderlich.
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Das erfindungsgemäße Behälterfahrzeug bietet, wie auch die bekannten
Fahrzeuge mit in mehrere Teilräume aufgeteiltem Behälter, die Möglichkeit, nur einen
Teil der Ladung zu entleeren, indem nur eines der Behälterabteile entleert wird.
In besonderen Fällen können auch in den verschiedenen Behälterabteilen, verschiedene
StoSe eingelagert werden.
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Die einzelnen Behälterabteile können sowohl gleichzeitig als auch
nacheinander entleert werden. Hierzu ist nur eineentsprechendeBedienungder Absperrorgane
in den einzelnen Entleerungsleitungen erforderlich.
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Die Zeichnung zeigt als Ausführungsbeispiel der Erfindung einen StraBenfahrzeuganhänger.
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Abc. 1 zeigt eine Seitenansicht.
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Abb.2einenTeilschnitt des hinteren Behälterendes nach der Linie A-B
in Abb. 1.
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Der Behälter l ist waagerecht auf einem Fahrgestell 2 gelagert. Der
Innenraum des Behälters 1 ist durch eine Querzwischenwand 3 in zwei etwa gleiche
Teile 4 und 5 geteilt. Jedes Behälterabteil besitzt einen Fülldom 6 bzw. 7 und einen
schräg nach hinten abfallenden. luftdurchlässigen Zwischenboden 8 bzw. 9. In die
räume 10 und 11 unterhalb der Zwischenböden wird bei der Entla. dung Luft unter
einem gewissen Überdruck eingeblasen. Die Entleerung des Behälterabteils 4 erfolgt
durch eine Leitung 12. deren Mündung 13 sich kurz oberhalb der tiefsten Stelle des
Zwischenbodens 8 befindet. Die Entleerungsleitung 12 ist parallel zu der Behälter-Mittellinie,
und zwar auf gleicher Höhe wie diese, durch das hintere Bchälterabteil 5 und die
Rückwand 14 des Behälters l hindurchgeführt. Die Entleerung des Behälterabteils
5 erfolgt durch eine Entleerungsleitung 15. die gegenüber der Leitung 12 symmetrisch
zur vertikalenFahrzeug-MitteIlängsebeneaus dem Behälter 1 nach hinten herausgeführt
ist. Die beiden Entkerungsleitungen 12 und 15 münden bei 16 in eine gemeinsame Sammelleitung
17. Zwischen der Bchältcrrückwand 14 und der Einmündung 16 ist in jeder Entleerungsleitung
ein Absperrorgan 18 bzw. 19, beispielsweise ein Schieber, vorgesehen.