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DE1023582B - Verfahren zur Herstellung von zu harten, waermebestaendigen Mischpolymerisaten umsetzbaren ungesaettigten Polyesterharzen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von zu harten, waermebestaendigen Mischpolymerisaten umsetzbaren ungesaettigten Polyesterharzen

Info

Publication number
DE1023582B
DE1023582B DER15210A DER0015210A DE1023582B DE 1023582 B DE1023582 B DE 1023582B DE R15210 A DER15210 A DE R15210A DE R0015210 A DER0015210 A DE R0015210A DE 1023582 B DE1023582 B DE 1023582B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
unsaturated polyester
heat
polyester resins
production
hard
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DER15210A
Other languages
English (en)
Inventor
Dipl-Chem Edith Behnke
Dipl-Chem Hans Weisbart
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
REICHHOLD CHEMIE AG
Original Assignee
REICHHOLD CHEMIE AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by REICHHOLD CHEMIE AG filed Critical REICHHOLD CHEMIE AG
Priority to DER15210A priority Critical patent/DE1023582B/de
Publication of DE1023582B publication Critical patent/DE1023582B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08GMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED OTHERWISE THAN BY REACTIONS ONLY INVOLVING UNSATURATED CARBON-TO-CARBON BONDS
    • C08G63/00Macromolecular compounds obtained by reactions forming a carboxylic ester link in the main chain of the macromolecule
    • C08G63/68Polyesters containing atoms other than carbon, hydrogen and oxygen
    • C08G63/685Polyesters containing atoms other than carbon, hydrogen and oxygen containing nitrogen
    • C08G63/6854Polyesters containing atoms other than carbon, hydrogen and oxygen containing nitrogen derived from polycarboxylic acids and polyhydroxy compounds
    • C08G63/6858Polycarboxylic acids and polyhydroxy compounds in which at least one of the two components contains aliphatic unsaturation

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Macromonomer-Based Addition Polymer (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von. zu harten, wärmebeständigen Mischpolysnerisaten umsetzbaren ungesättigten Polyesterharzen Ungesättigte Polyesterharzmischungen b°stehen aus meist linearen ungesättigten Kondensationsprodukten, die durch V eresterung von meist bifunktionellen Alkoholen mit vorwiegend zweibasischen Carbonsäuren hergestellt sind, wobei die ungesättigten Gruppen im linearen Polyester sowohl aus der Dicarbonsäure als auch aus dem Alkohol oder aus beiden stammen können, und ungesättigten monomeren Verbindungen. Diese Mischungen sind copolymerisierbar. Als ungesättigte monomere Verbindung kann eine V inyl- oder Allylverbindung verwendet werden; auch hydroaromatische oder heterocyclische monomere Verbindungen ungesättigter Natur sind verwendbar. Überwiegend wird jedoch Styrol verwendet.
  • Die beschriebenen copolymerisierbaren Mischungen neigen zur spontanen Polymerisation. Diese Eigenschaft beeinträchti#t ihre technische Verwendbarkeit. Um diesen Mangel zu beseitigen, werden geringe Zusätze von Stoffen dem copolymerisierbaren Gemisch zugefügt, die eine spontane Polymerisation verhindern, d. h., die Polyestermischung wird stabilisiert. Derartige Stoffe werden als Inhibitoren bezeichnet. Vorwiegend sind dies Verbindungen phenolischer Natur; sie werden z. B. auch dem monomeren Styrol in bekannter Weise zur Stabilisierung zugesetzt.
  • Die copolymerisationsfähige Mischung wird durch Zusatz von Katalysatoren in den unschmelzbaren und unlöslichen Zustand übergeführt. Als Katalysatoren werden hauptsächlich durch Einfluß von erhöhter Temperatur oder Zerfallsbeschleunigern radikalbildende Peroxyde verwendet. Die Zahl der peroxydischen Verbindungen, die für diesen Zweck in Frage kommt, ist sehr groß. Durch Auswahl kann bei verschiedensten Temperaturen und unter verschiedensten Bedingungen das für den jeweiligen Anwendungszweck günstigste Produkt eingesetzt werden.
  • Bei niedrigen Arbeitstemperaturen geht die Mischpolymerisation, die auch als Härtung angesehen werden kann, in Zeiträumen vor sich, die für eine rentable industrielle Fertigung nicht tragbar sind. Es ist in diesem Fall unumgänglich, den Zerfall der Katalysatoren und damit die Härtungsgeschwindigkeit zu beschleunigen. Eine ganze Reihe chemischer Körperklassen eignet sich als Beschleuniger, auch Aktivatoren genannt. Hierzu gehören Verbindungen des Eisens oder ähnlicher Metalle, die in mehreren Wertigkeitsstufen vorliegen, tertiäre aromatische Amine, aliphatische Merkaptane und Mischungen dieser Verbindungen.
  • Von den Peroxyden sind es besonders die Hydroperoxyde, nie Methyläthylketonhydroperoxyd, Dicyclohexylhydroperoxyd oder Cyclohexanonhydroperoxyd, die üblicherweise in Verbindung mit Kobaltnaphthenat die ungesättigten Polyesterharze in Verbindung mit den Monomeren bei Raumtemperatur härten. Auch die üblicherweise nur bei höheren Temperaturen wirksamen Peroxyde, wie Benzoylperoxyd oder Lauroylperoxyd, können zur Härtung von polvmerisierbaren ungesättigten Polyesterharzgemischen bei Raumtemperatur herangezogen werden, wenn zusätzlich zum Kobaltnaphthenat tertiäre aromatische Amine mitverwendet werden.
  • Es wurde nun gefunden, daß bei Raumtemperatur mit monomer en V iny lverbindungen, wie Styr o1, unter Einwirkung von radikalbildenden peroxydischen Katalysatoren zu harten, wärmebeständigen Mischpolymerisaten umsetzbare Polyesterharze hergestellt werden können, wenn in sonst aus bekannten Rohstoffen aufzubauende und in bekannter Weise herzustellende ungesättigte Polyester 1 bis S Gewichtsprozent Py ridincarbonsäuren, bezogen auf das Gewicht des Polyesters, bereits bei Beginn der Polykondensation einkondensiert werden. Als Beispiel sei eine Pyridindicarbonsäure, die Isocinchomeronsäure, genannt, die folgende Strukturformel besitzt: Eine Mischung eines in vorgenannter Weise mit heterocyclischen Polycarbonsäuren geringfügig abgewandelten Polyesters mit Styrol, die mit Benzoyl- oder Lauroylperoxyd katalysiert und mit Kobaltnaphthenat aktiviert ist, härtet bei Zimmertemperatur. Dies bedeutet gegenüber bisher bekannten Mischungen einen ganz erheblichen Fortschritt. Selbst die trägerwirkenden Peroxyde, die sonst nur für die Heißhärtung in Frage kommen, z. B. Di-tert.-butylperoxyd, werden durch den Einbau der Isocinchomeronsäure in ihrer Wirkung so beeinflußt, daß sie für die Kalthärtung mit Erfolg benutzt werden können.
  • Es ist bereits bekannt, Ammoniak und Äthylendiamin als Polymerisationsbeschleuniger für ungesättigte Polyestermischungen zu benutzen, jedoch erfolgt der Zusatz dieser Stoffe nicht bei der Herstellung des ungesättigten Polyesters, sondern bei der entsprechenden Mischung nach Zusatz des peroxydischen Katalysators.
  • Ferner wurde schon vorgeschlagen, in ungesättigte Polyester Abkömmlinge von aromatischen Aminen mit sekundärer Aminogruppe von der Art des Oxäthylanilins, der Anilinoessigsäure einzukondensieren, um nach dem Lösen der derart modifizierten Polvester in aromatischen Vinylverbindungen und nach dem Zusatz von Peroxyden bei mäßigen Temperaturen erhärtende Mischpolymerisate zu erhalten.
  • Weiter ist bekannt, zur Erzielung der Kalthärtung einer mit pe._-oxydischen Verbindungen katalysierten Mischung eines ungesättigten Polyesters, beispielsweise mit Styrol, in den ungesättigter. Polyester Abkömmlinge von aromatischen Aminen mit tertiärer Aminogruppe von der Art de3 Dioxäthylanilins oder Anilinodiessigsäure einzubauen.
  • Die Verbindungen der Pyridinreihe, wie Pyridincarbonsäuren, als Heterocyclen mit ringförmig gebundenem Stickstoff gehören einer ganz anderen Körperklasse an als die bereits vorgeschlagenen oxäthylierten und dioxäthvlierten aromatischen Amine, bei denen das Stickstoffatom Bestandteil eines Substituenten an aromatischen reinen Kohlenstoff-Sechsringsystemen ist. Es war daher nicht vorauszusehen, daß Pyridindicarbonsäure eine ähnliche oder gar bessere Wirkung zeigte.
  • Als weiteres Merkmal der Anwendung von kleinen Mengen Pyridindicarbonsäure wurde noch gefunden, daß die ausgehärteten Massen von Polyester-Styrol-Mischungen, deren Polyesteranteil Isocinchomeronsäure im Sinne der vorliegenden Erfindung enthält, eine um etwa 10 bis 15°/o höhere Wärmebeständigkeit haben als derartige Massen ohne Mitverwendung von Pyridindicarbonsäure.
  • Beispiel 1 294 Teile Maleinsäureanhydrid, 50 Teile Isocinchomeronsäure, 397 Teile Adipinsäure, 668 Teile Diäthylenglykol «-erden in bekannter Weise verestert. Der ungesättigte Polyester wird nach Beendigung der Reaktion unter Beachtung der üblichen Vorsichtsmaßnahmen in 540 Teilen Styrol gelöst. Die so hergestellte ungesättigte Polyesterharzinischung polymerisiert nach Zugabe von 0,5 bis 2°;i, Benzoylperoxyd und geringen :Mengen Kobaltnaphthenat bei Raumtemperatur in einigen Stunden zu unschmelzbaren, unlöslichen, gelbbraunen Polymerisaten von guter Wärmebeständigkeit. Die Gelierzeit einer Mischung dieses Harzes mit 1° o Benzoylperoxyd und 0,004"/o aktivem Kobalt bei 20° beträgt 70 bis 80 Minuten.
  • Beispiel 2 348 Teile Funiarsäure, 10 Teile Isocincliomeronsäure, =136 Teile Phthalsäureanhydrid, 590 Teile 1,3-Butyienglykol werden in bekannter Weise verestert. Der fertige Ester wird in 530 "feilen Styrol gelöst. Eine dem Beispiel 1_ entspreclie:id mit Peroxyd und Beschleuniger versetzte pclymerisatio sfähig#, lliscliung geliert bei Raumtemperatur inn.eriialb zwci°r Stunden. Die Durchhärtung ist unter denselben Temperaturbedingungen nach einigen Stunden beendet.
  • Die Polyesterharze nach der Erfindung lassen sich für die Herstellung von Kunststoffen, Lacken und Spachteln verwenden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von bei Raumtemperatur mit monomeren Vinylv erbindungen, wie Styrol, unter Einwirkung von radikalbildenden peroxydischen Katalysatoren zu harten, wärmebeständigen Mischpolymerisaten umsetzbaren ungesättigten Polyesterharzen, dadurch gekennzeichnet, daß in sonst aus bekannten Rohstoffen aufzubauende und in bekannter Weise herzustellende ungesättigte Polyester 1 bis 5 Gewichtsprozent Pyridincarbonsäuren, bezogen auf das Gewicht des Polyesters, bereits bei Beginn der Polykondensation einkondensiert werden. In Betracht gezogene Druckschriften: USA.-Patentschriften Nr. 2 568 331, 2 647 878; deutsche Patentschrift Nr. 916 121; deutsche Patentanmeldung F 7395 IVb/39c.
DER15210A 1954-10-14 1954-10-14 Verfahren zur Herstellung von zu harten, waermebestaendigen Mischpolymerisaten umsetzbaren ungesaettigten Polyesterharzen Pending DE1023582B (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1285739B (de) * 1967-03-15 1968-12-19 Huels Chemische Werke Ag Polyesterformmassen, die tertiaere aromatische Amine und zusaetzliche Beschleuniger enthalten

Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2568331A (en) * 1947-06-26 1951-09-18 Vincent J Frilette Copolymerization of styrene and unsaturated polyester
US2647878A (en) * 1950-06-15 1953-08-04 Max M Lee Process of promoting polymerization
DE916121C (de) * 1951-12-02 1954-08-05 Bayer Ag Verfahren zur Herstellung von Mischpolymerisaten

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