DE1285739B - Polyesterformmassen, die tertiaere aromatische Amine und zusaetzliche Beschleuniger enthalten - Google Patents
Polyesterformmassen, die tertiaere aromatische Amine und zusaetzliche Beschleuniger enthaltenInfo
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Description
Aufgabe der Erfindung war es, die Gelier- und 3. organische Peroxide als Katalysatoren,
Härtezeiten von organische Peroxide enthaltenden 4. tertiäre aromatische Amine als
Polyesterformmassen, die tertiäre aromatische Amine Härtungsbeschleuniger sowie gegebenenfalls
als Härtungsbeschleuniger enthalten, bei Tempera- 5. übliche Hilfs- bzw. Zusatzstoffe
türen von OcC bis Raumtemperatur wesentlich 5 enthalten, wobei Pyridin und/oder die bezeichneten
abzukürzen, ohne daß dabei die Farbe der Formteile Pyridinderivate insgesamt in Mengen von 0,05 bis
und die Durchhärtung beeinträchtigt wird. 7 Gewichtsprozent, bezogen auf die gesamte PolyMassen
des genannten Typs haben breiten Ein- esterformmasse, eingesetzt werden, gang in die Technik gefunden und sind mannigfach Bevorzugt werden Mengen von 0,25 bis 5, insund
in vielen Varianten beschrieben, beispielsweise 10 besondere von 0,5 bis 3 Gewichtsprozent eingesetzt,
in dem Buch von H. Hagen, »Glasfaserver- Als zusätzliche Härtungsbeschleuniger werden
stärkte Kunststoffe«, 2. Auflage, 1961, S. 112 bzw. erfindungsgemäß Pyridin und/oder Pyridinderivate,
138 ff. wie Picoline (2-, 3- oder 4-Methyl-pyridin), Lutidine, Derartige Polyesterformmassen haben bekannt- z. B. 2,4-Dimethyl-pyridin, 2,4,6-Trimethyl-pyridin,
lieh gegenüber anderen, ebenfalls bei Raumtem- 15 2-Vinyl-pyridin, 4-Vinyl-pyridin, 2-Methyl-5-vinylperatur
härtenden Polyesterformmassen, z. B. solchen pyridin, 4-Allyl-pyridin, Chinolin sowie die in a mit
Kobaltsalzen als Härtungsbeschleuniger, eine oder y-Stellung methylierten Chinoline, Chinaldin
Reihe von Vorzügen. Von besonderem Vorteil sind oder Lepidin, verwendet.
die relativ kurzen Entformungszeiten, nach denen Als Polyester kommen die üblichen in Betracht.
Formteile nach abgeschlossener Härtung aus Preß- 20 Diese können durch Kondensation von a,/?-ungeformen
entnommen werden können. Für viele An- sättigten Dicarbonsäuren, wie vor allem Fumar- oder
Wendungsgebiete, beispielsweise, für die Herstellung Maleinsäure, mit ein- oder mehrwertigen, vor allem
von Formteilen nach dem Faserspritz- oder Kalt- zweiwertigen Alkoholen, wie Äthandiol-1,2, Propanpreßverfahren
mit Kunststofformen, die nur durch diol-1,2, Propandiol-1,3, Diäthylenglykol, Butandie
bei der Härtung entstehende Reaktionswärme 25 diolen oder l-Allyloxypropandiol-1,3, in etwa stöaufgeheizt
werden, ist jedoch eine weitergehende chiometrischen Anteilen hergestellt werden. Ein Teil
Verkürzung der Entformungs- und damit der Her- der (^-ungesättigten Dicarbonsäuren kann durch
Stellungszeiten von glasfaserverstärkten Formteilen andere ungesättigte oder gesättigte ein- oder höherwünschenswert.
Nur so wird eine wirtschaftlichere wertige Carbonsäuren, wie Bernstein-, Adipin-,
Ausnutzung der Formen gewährleistet. Notwendig 30 Phthal-, Isophthal-, Terephthal-, TetrahydrophthaI-,
für eine Verkürzung der Entformungszeit ist eine Endomethylentetrahydrophthal-, Tetrabromphthal-Verkürzung
der Gelier- und besonders der Härtezeit, oder Hexachlorendomethylentetrahydrophthalsäure
wobei letztere die Zeitspanne zwischen Beginn der bzw. deren Anhydride ersetzt werden.
Härtung und Erreichen der Maximaltemperatur Als Monomere kommen ebenfalls die üblichen in
bedeutet. Die Gelier- und Härtezeiten können durch 35 Frage, z. B. Styrol, Monochlorstyrol, Mono- oder
Erhöhung des Gehaltes an Aminbeschleuniger ver- Tribromstyrol, Ester und Äther des Vinylalkohols,
kürzt werden, jedoch werden dann die Formteile in wie Vinylacetat, Acryl- und Methacrylsäureester,
zunehmendem Maße gelb bzw. braun verfärbt. sowie Äther und Ester des Allyl- oder Methallyl-
Ein wesentlicher Nachteil der aminhaltigen Poly- alkohole, wie Diallylphthalat,
esterformmassen ist, daß bei tieferen Temperaturen 40 Als organische Peroxide eignen sich vor allem die
von 0 bis 14°C die beschleunigende Wirkung der Diacylperoxide, wie Dibenzoylperoxid, Di-p-chlor-Amine
bei der Härtung außerordentlich stark ver- benzoylperoxid, Di-2,4-dichlorbenzoylperoxid, Diringert
ist, so daß die" Gelier- und Härtezeiten lauroylperoxid, Diacetylperoxid, einzeln oder im
beträchtlich verlängert werden. Die Durchhärtung Gemisch untereinander. Ihre Menge soll im allge-
und auch die mechanischen Eigenschaften werden 45 meinen etwa 0,1 bis 5, vorzugsweise 0,5 bis 2 Gein
technisch nicht mehr vertretbarem Maße ver- wichtsprozent der Polyesterformmassen betragen,
schlechtert. So wird beispielsweise die Anwendung Als tertiäre aromatische Amine eignen sich
von aminhaltigen Polyesterformmassen bei tiefen N,N-Dimethylanilin, Ν,Ν-Diäthylanilin, NjN-Di-Temperaturen
zur Herstellung von Polyestermörtel, methyl-p-toluidin, N,N-Bis-(^-hydroxyäthyl)-p-tolu-Fußbodenbelägen
oder Uberzügen auf Metallen, 50 idin, N,N-Bis-(/S-hydroxypropyl)-p-toluidin, N-Me-Beton
oder Gestein, wo keine Nachhärtung bei thyl - N - (β,γ - epoxypropyl) - anilin oder N,N-Bishöheren
Temperaturen möglich ist, stark einge- (/3,y-epoxypropyl)-p-toluidin. Die Polyesterformmasschränkt.
Es ist'zwar bekannt, daß man bei der sen enthalten die Amine im allgemeinen zweckAnwendung
von speziellen Peroxiden, wie Di-2,4-di- mäßigerweise in Mengen von etwa 0,005 bis 5, vorchlorbenzoylperoxid,
noch bei O0C ein relativ 55 zugsweise etwa von 0,01 bis 2 Gewichtsprozent,
schnelles Anspringen der Härtung erreichen kann. Die Polyesterformmassen enthalten zusätzlich
Die Durchhärtung ist allerdings bei Anwendung meist übliche Polymerisationsinhibitoren, z. B. phedieses
Katalysators weit schlechter als nach Zusatz nolische Stoffe, wie Hydrochinon, tert.-Butylbrenzvon
Dibenzoylperoxid. katechin, 2,5-Di-tert.-butylhydrochinon oder 2,5-Di-
Es wurde gefunden, daß man Pyridin und/oder 60 tert.-butylbenzochinon, zur Erhöhung der Lager-
Pyridinderivate, die ein bis drei Alkyl- oder Alkenyl- Stabilität. Die Menge der Inhibitoren beträgt im
reste und/oder einen benzokondensierten Kohlen- allgemeinen etwa 0,001 bis 0,1 Gewichtsprozent,
wasserstoffrest enthalten, als zusätzliche Härtungs- bezogen auf die Polyesterformmasse,
beschleuniger in Polyesterformmassen verwenden Den Polyesterformmassen können gegebenenfalls
kann, die 65 andere übliche Stoffe, wie Pigmente, Füllstoffe,
1. ungesättigte, polymerisierbare Polyester, Verstärkungsstoffe, gegen Lichteinwirkung stabili-
2. an diese anpolymerisierbare monomere sierende Stoffe und/oder optische Aufheller zugesetzt
Verbindungen, werden.
Durch den erfindungsgemäßen Zusatz von Pyridin und/oder Pyridinderivaten der bezeichneten Art
wird bereits mit relativ kleinen Zusatzmengen eine beträchtliche Beschleunigung des Härtungsablaufs,
d. h. eine Verkürzung der Gelier- und Härtezeiten von Polyesterformmassen bei Raumtemperatur, erreicht.
Die bei der Härtung auftretenden Maximaltemperaturen, die ein Maß für die Dürchhärtung
darstellen, werden nicht oder nur unwesentlich erniedrigt.
Die Färbe der ausgehärteten Formkörper wird durch den erfindungsgemäßen Zusatz von Pyridin
und/oder der bezeichneten Pyridinderivate nicht beeinträchtigt. Es ist sogar möglich, den Anteil der
tertiären aromatischen Amine, die die Ursache für eine Vergilbung während der Härtung sind, zu verringern
und trotzdem zu einer schnellen Härtung mit nur schwacher Vergilbung zu gelangen.
Die den erfindungsgemäß verwendeten Zusatz enthaltenden Polyesterformmassen können auch bei
tiefen Temperaturen von 0 bis 20°C eine wünschenswert schnelle Härtung ergeben. Diese Polyesterformmassen
können deshalb auf dem Bausektor — beispielsweise zur Herstellung von Bodenbelägen,
Spachtelmassen oder Mörtel — bei niederen Außentemperaturen, wo eine Nachhärtung bei höheren
Temperaturen ausgeschlossen ist, verwendet werden.
Grundlegend für die Erfindung ist, daß der Zusatz von Pyridin und/oder dessen oben bezeichneten
Derivaten zu Polyesterformmassen in Abwesenheit von tertiären aromatischen Aminen zu keiner Härtung
bei Raumtemperatur führt. Zahlreiche handelsübliche Polyesterharze ergaben nach Zusatz von 1%
Benzoylperoxidpaste (50%ig in Dibutylphthalat) sowie 3% Pyridin innerhalb 24 Stunden bei 253 C
keine Gelierung. Pyridin und/oder dessen bezeichnete Derivate wirken somit selbst nicht als Härtungsbeschleuniger. Ihre starke, zusätzlich härtungsbeschleunigende
Wirkung bei Anwesenheit von tertiären aromatischen Aminen — den eigentlichen
Härtungsbeschleunigern — beruht demnach nicht auf einem additiven Effekt, sondern auf einer unerwarteten
synergistischen Wirksamkeit. Dabei ist allerdings Voraussetzung, daß Pyridin und/oder die
bezeichneten Pyridinderivate in den angegebenen Mengen eingesetzt werden. Bei Verwendung von
größeren Mengen wird der gewünschte Effekt nicht erzielt, d. h., die Durchhärtung verläuft langsamer
und unvollständig.
Ausführungen zum Stand der Technik
In der USA.-Patentschrift 2 898 259 wird die Verwendung von ungesättigten Pyridinderivaten, die
einen Alkenylrest enthalten, als Monomere in Polyesterformmassen beschrieben. Es werden dort Polyesterformmassen,
die Vinylpyridine enthalten, in Gegenwart von Peroxiden und Kobaltsalzen ausgehärtet.
Die Tabellen (Spalten 7 und 8, Zeilen 1 bis 18, ferner 2. Tabelle, unter Spalten 9 und 10, Zeilen 16
bis 35) zeigen deutlich, daß mit steigendem Gehalt an 2-Methyl-5-vinyl-pyridin die Gelierzeiten und
auch die Härtezeiten bei der Härtung mit Kobaltnaphthenat und Peroxiden beträchtlich verzögert
werden.
Demgegenüber wurde gefunden, daß die Härtung in Gegenwart von Peroxiden und tertiären aromatischen
Aminen als Härtungsbeschleunigern bei Zusatz von Pyridinderivaten beträchtlich abgekürzt
wird. Dies ist überraschend.
In der USA.-Patentschrift 2 898 259 wird die Verwendung des Härtungssystems aus Peroxid und
tertiären aromatischen Aminen als Härtungsbeschleuniger nirgends beschrieben. Wie Anspruch 7 aussagt,
wird sogar ausdrücklich nur die Verwendung von Kobaltsalzen beansprucht. Aus dieser Patentschrift
ist der Erfindungsgegenstand somit nicht abzuleiten
Zufolge der deutschen Auslegeschrift 1 023 582 werden Pyridincarbonsäuren in Polyester eingebaut,
nicht den Massen zugesetzt.
Die deutsche Patentschrift I 182 817, in der Amine der allgemeinen Formel
, \
Z—Y
Z—Y
(X = Alkyl oder Hydroxylalkylgruppe mit bis zu 4 C-Atomen, Z = o-Phenylengruppe, Y = Propylen
- (1,3)-, Propenylen - (1,3)-, 2 - Hydroxypropy-Ien-(1,3)-, Äthylen- oder Äthenylengi uppen) als
Härter für Polyesterformmassen beschrieben werden, legt ebenfalls den Erfindungsgegenstand nicht nahe,
noch kann sie eine Vorbeschreibung darstellen.
Es handelt sich dort um spezielle, am Stickstoff durch eine Alkylgruppe substituierte Amine (d. h.
cycloaliphatische Amine), die als Härter an Stelle von Peroxiden, gegebenenfalls aber zusammen mit
Peroxiden, eingesetzt werden.
Erfindungsgemäß werden hingegen aromatische Amine, die nicht am Stickstoff substituiert sind,
verwendet.
CH = CH2
Die Amine fallen nicht unter die von der deutschen Patentschrift 1 182 817 beschriebenen Amine;
sie unterscheiden sich grundsätzlich in der Wirkungsweise :
Die in der deutschen Patentschrift 1 182 817 benannten Amine sind Härter, die, wenn sie entweder
allein oder zusammen mit Peroxiden eingesetzt werden, die Härtung von Polyesterformmassen
einleiten.
Die erfindungsgemäßen Amine sind keine Härter; sie beschleunigen lediglich die Härtung in Gegenwart
von tertiären aromatischen Aminen und Peroxiden auch bei tiefen Temperaturen. Diese Amine
können also zusammen mit tertiären aromatischen Aminen den Massen zugesetzt werden. Die so erhaltenen
Formmassen können gelagert und bei Bedarf durch Zusatz eines Peroxids schnell gehärtet werden.
Letzteres ist bei den Aminen der deutschen Patentschrift 1 182 817 nicht möglich, da die Harze
bereits nach Zusatz der dort beschriebenen Amine, die ja als Härter wirken, gelieren.
Es ist schließlich noch darauf hinzuweisen, daß die Amine der deutschen Patentschrift 1 182 817, die als Ersatz für Peroxide in Frage kommen sollen (Spalte 2, Zeilen 45 bis 49), nur einen geringen
Es ist schließlich noch darauf hinzuweisen, daß die Amine der deutschen Patentschrift 1 182 817, die als Ersatz für Peroxide in Frage kommen sollen (Spalte 2, Zeilen 45 bis 49), nur einen geringen
technischen Fortschritt bedeuten, da sie allein zwar eine Gelierung der Harze, aber nur eine sehr langsame Durchhärtung (2 bis 14 Tage) bewirken. Erst
wenn zusätzlich Peroxide (Tabelle, Versuch 5), deren Verwendung ja gerade vermieden werden soll, eingesetzt we.ien, verläuft die Durchhärtung schnell;
dann ist abei die Gelierzeit, während der die Harze verarbeitet werden können, viel zu kurz (1 Minute).
Daher ist der Vorteil gegenüber der Verwendung Von üblichen tertiären aromatischen Aminen nicht
einzusehen.
Durch den Gegenstand unserer Erfindung wird ein erheblicher technischer Fortschritt dadurch erzielt, daß die Gelierzeiten zwar auch kürzer werden,
aber noch für die Verarbeitung hinreichend lang bleiben. Ferner werden auch die Härtezeiten verkürzt, so daß die Härtung auch bei tiefen Temperaturen schnell verläuft. Weiterhin kann das Beschleunigersystem (tertiäres aromatisches Amine- + Pyridin-(derivat)) zu einem beliebigen Zeitpunkt dem
Harz vor der Härtung zugesetzt werden, ohne daß eine vorzeitige Gelierung eintritt.
Die Polyestermassen gemäß der vorliegenden Erfindung eignen sich als Form-, Streich- oder Uberzugsmassen, z. B. zum Herstellen von Gießlingen,
Fußbodenbelägen, Abdichtschichten auf Metall, Beton und Gestein, Polyestermörtel sowie glasfaserverstärkten Schichtstoffen.
Die in den Beispielen genannten Teile und Prozente beziehen sich, soweit nicht anders vermerkt,
auf das Gewicht.
Jeweils IOOTeiIe eines mit 0,01% Hydrochinon und 0,01% tert.-Butylbrenzkatechin stabilisierten
ungesättigten Polyesters mit der Säurezahl 25.6 aus 33% Styrol und 67% eines Polyesters aus Fumarsäure, Phthalsäureanhydrid und Propandiol-1,2 im
Molverhältnis 1 : 2 : 3,1 werden mit 0.1 Teil Dimethylanilin und 1 Teil Dibenzoylperoxidpaste
(50%ig in Dibutylphthalat) sowie mit den in den folgenden Tabellen angegebenen Mengen Pyridin
verrührt.
Mittels eines Widerstandsthermometers und Temperaturschreibers werden bestimmt:
a) Gelierzeit (G. Z.): Zeit bis zum Beginn des
Temperaturanstiegs;
b) Härtezeit (H. Z.): Zeit vom Beginn des Temperaturanstiegs bis zum Erreichen der Maximaltemperatur;
c) Maximaltemperatur (M. T.): die höchste
während der Härtung erreichte Temperatur.
A. Messung des Härtungsverlaufs bei
Raumtemperatur (25 °C)
| Pyridin | G.Z. | H. Z. | M.T. |
| ffrpwi phf^t i*i1f0 | (Minuten) | (r3C) | |
| 0 | 47 | 34 | 132 |
| 0,25 | 41 | 32 | 131 |
| 0,5 | 36 | 30 | 131 |
| 1 | 28 | 28 | 130 |
| 2 | 23 | 27 | 130 |
| 3 | 20 | 28 | 128 |
| 5 | 16 | 31 | 123 |
| 10 | 16 | 36 | 108 |
Diese Versuche zeigen, daß bereits durch kleine Zusatzmengen an Pyridin die Gelier- und Härtungszeiten beträchtlich verkürzt werden, beispielsweise
um 50 bzw. 20% bei einer Zusatzmenge von 2% Pyridin. Größere Pyridinzugaben, etwa solche von
10%, bewirken eine langsamere und schlechtere Durchhärtung. Sämtliche Proben sind geruchsfrei
und nur schwachgelblichgefärbt.
B. Messung des Härtungsverlaufs bei
niedrigen Temperaturen (8 °C)
| Pyridin | G.Z. | H.Z. | M.T. |
| (Gewichtsteile) | (Minuten) | (Minuten) | (0C) |
| 0 | 315 | 102 | 105 |
| 0.25 | 290 | 101 | 104 |
| 0.5 | 270 | 100 | 102 |
| 1 | 195 | 96 | 97 |
| 2 | 146 | 88 | 98 |
| 3 | 133 | 90 | 96 |
50
Vor Beginn der Härtung werden die Temperaturen der Proben auf die jeweiligen, unten angegebenen
Werte eingestellt.
Diese Versuche zeigen, daß auch bei niedrigen Härtungstemperaturen durch Zusätze von kleinen
Mengen Pyridin eine beträchtliche Verkürzung der Gelier- und Härtungszeiten erreicht werden kann.
B e i s ρ i e 1 2
Jeweils 100 Teile des im Beispiel 1 verwendeten Polyesterharzes werden mit 0.15 Teilen N,N-Bis-(/i-hydroxyäthyl)-p-toluidin und 1 Teil Dibenzoylperoxidpaste (50%ig in Dibutylphthalat) sowie den
in der folgenden Tabelle angegebenen Mengen Pyridin. 4-Vinyl-pyridin, Chinolin oder a-Picolin verrührt. Vor Beginn der Härtung werden die Proben
auf die jeweils angegebenen Temperaturen abgekühlt. Es werden folgende Gelier- und Härtungszeiten sowie
Maximaltemperaturen erzielt:
| Art des Zusatzes | Gewichtsteile |
G.Z.
(Minuten) |
H.Z.
(Minuten) |
M.T.
( C) |
Härtungs-
temperalur ( Cl |
|
| 0 | 48 | 45 | 111 | |||
| 0.1 | 45 " | 42 | III | |||
| 0.5 | 35 | 33 | 111 | |||
| 1.0 | 29 | 29 | 111 | 8 bis 10 | ||
| 1.5 | 24 | 26 | 109 | |||
| 2.0 | 20 | 25 | 110 |
Claims (5)
1. ungesättigte, polymerisierbare Polyester,
2. an diese anpolymerisierbare monomere
Verbindungen,
Verbindungen,
3. organische Peroxide als Katalysatoren,
4. tertiäre aromatische Amine als Härtung$- beschleuniger sowie gegebenenfalls
5. übliche Hilfs- bzw. Zusatzstoffe
enthalten, wobei Pyridin und/oder die bezeiclineten Pyridinderivate insgesamt in Mengen von
0,05 bis 7 Gewichtsprozent, bezogen auf die gesamte Polyesterformmasse, eingesetzt werden.
509545/1605
Priority Applications (4)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1967C0041782 DE1285739C2 (de) | 1967-03-15 | 1967-03-15 | Polyesterformmassen, die tertiaere aromatische amine und zusaetzliche beschleuniger enthalten |
| FR1554541D FR1554541A (de) | 1967-03-15 | 1968-03-05 | |
| GB1231868A GB1208676A (en) | 1967-03-15 | 1968-03-14 | Polyester moulding materials which cure rapidly |
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Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
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Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1285739B true DE1285739B (de) | 1968-12-19 |
| DE1285739C2 DE1285739C2 (de) | 1975-10-23 |
Family
ID=7024700
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1967C0041782 Expired DE1285739C2 (de) | 1967-03-15 | 1967-03-15 | Polyesterformmassen, die tertiaere aromatische amine und zusaetzliche beschleuniger enthalten |
Country Status (4)
| Country | Link |
|---|---|
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| FR (1) | FR1554541A (de) |
| GB (1) | GB1208676A (de) |
| SE (1) | SE335622B (de) |
Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1023582B (de) * | 1954-10-14 | 1958-01-30 | Reichhold Chemie Ag | Verfahren zur Herstellung von zu harten, waermebestaendigen Mischpolymerisaten umsetzbaren ungesaettigten Polyesterharzen |
| US2898259A (en) * | 1954-12-03 | 1959-08-04 | Phillips Petroleum Co | Unsaturated polyester vinylmonomer, heterocyclic nitrogen monomer and method of preparing laminated article therefrom |
| DE1182817B (de) * | 1962-09-20 | 1964-12-03 | Basf Ag | Verfahren zum Herstellen von Formteilen, Beschichtungen oder UEberzuegen aus Polyester-Formmassen, die Amine als Haerter enthalten |
-
1967
- 1967-03-15 DE DE1967C0041782 patent/DE1285739C2/de not_active Expired
-
1968
- 1968-03-05 FR FR1554541D patent/FR1554541A/fr not_active Expired
- 1968-03-14 SE SE338168A patent/SE335622B/xx unknown
- 1968-03-14 GB GB1231868A patent/GB1208676A/en not_active Expired
Patent Citations (3)
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| DE1023582B (de) * | 1954-10-14 | 1958-01-30 | Reichhold Chemie Ag | Verfahren zur Herstellung von zu harten, waermebestaendigen Mischpolymerisaten umsetzbaren ungesaettigten Polyesterharzen |
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| DE1182817B (de) * | 1962-09-20 | 1964-12-03 | Basf Ag | Verfahren zum Herstellen von Formteilen, Beschichtungen oder UEberzuegen aus Polyester-Formmassen, die Amine als Haerter enthalten |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| FR1554541A (de) | 1969-01-17 |
| SE335622B (de) | 1971-06-01 |
| GB1208676A (en) | 1970-10-14 |
| DE1285739C2 (de) | 1975-10-23 |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| C2 | Grant after previous publication (2nd publication) |