DE1022095B - Atemschutzgeraet mit wasserdampfempfindlicher Filtermasse - Google Patents
Atemschutzgeraet mit wasserdampfempfindlicher FiltermasseInfo
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Description
Es sind Atemschutzgeräte bekannt, die mit Filtern ausgerüstet sind, die bestimmte Bestandteile aus der
durchströmenden Luft zurückhalten bzw. aufnehmen. Es gibt hierbei Filterstoffe, die nicht nur Bestandteile
der Luft zurückhalten bzw. aufnehmen, die für die menschliche Atmung gefährlich sind, sondern die auch
andere Bestandteile aus der Luft mehr oder minder begierig aufnehmen. So sind z. B. Filtermassen bekannt,
die begierig Wasserdampf aus der sie umgebenden Luft aufzunehmen vermögen. Solche Filterstoffe
sind die das Atemschutzfilter gegen Kohlenoxyd schützenden Katalysatoren, wie Hopkalite.
Diese Stoffe saugen begierig Wasserdampf auf und ■verlieren dadurch an Aktivität, so daß sie schließlich
unbrauchbar werden. Ein weiteres Beispiel sind die Kohlensäure absorbierenden Patronen, die, soweit sie
mit Alkalihydroxyd gefüllt sind, ebenfalls begierig Wasserdampf aufnehmen. Es sind auch Filter bekannt,
die beim Lagern in Luft bestimmte Stoffe, z. B. Wasser, abzugeben vermögen. Um eine Veränderung
der Filtermasse zu verhindern, ist es weiterhin bekannt, die Atemschutzgeräte, die mit derartigen
P'iltermassen gefüllt sind, in besonderen, gasdichten Behältern zu lagern. So werden z. B. die Atemschutzfilter,
die gegen Kohlenoxyd schützen, in sogenannten Bereitschaftsbehältern gas- und wasserdampfdicht gelagert.
Der dichte Verschluß der genannten Atemschutzgeräte kann nun in einfacher Weise dadurch kontrolliert
werden, daß die Atemschutzgeräte bzw. die in Aufbewahrungsbehältern, wie Bereitschaftsbehältern, verpackten Atemschutzgeräte von Zeit zu
Zeit gewogen werden. Sind die Atemschutzgeräte bzw. ihre Verpackungen undicht, so daß atmosphärische
Luft eindringen kann, dann ändert sich das Gewicht der Geräte, da die Filtermassen bestimmte
Stoffe aus der Luft aufnehmen bzw. an die Luft abgeben. Eine Gewichtskonstanz ist also ein Anzeichen
dafür, daß das Atemschutzgerät bzw. seine Verpackung dicht sind. Eine Gewichtsveränderung
hingegen ist ein Anzeichen dafür, daß Undichtigkeiten vorliegen.
Zur Kontrolle der Atemschutzgeräte, insbesondere der sogenannten gegen Kohlenoxyd schützenden
Filterselbstretter, ist es bekannt, diese von Zeit zu Zeit zu wiegen und jeweils das Gewicht zu notieren.
Dieses Verfahren ist insofern nachteilig, als bei einer sicheren Kontrolle jedes Gerät einzeln gewogen und
dann sein Gewicht mit seinem früheren Gewicht verglichen werden muß.
Die Erfindung bezweckt, diese Nachteile zu vermeiden und besteht darin, daß ein Atemschutzgerät
mit wasserdampfempfindlicher Filtermasse mit Beschwerungsstücken zur Einstellung auf ein bestimmtes
Atemschutzgerät
mit wasserdampfempfindlicher
Filtermasse
Anmelder:
Drägerwerk, Heinr. & Bernh. Dräger,
Lübeck, Moislinger Allee 53-55
Lübeck, Moislinger Allee 53-55
Gewicht versehen ist. Gemäß der Erfindung werden die Atemschutzgeräte bzw. die in Aufbewahrungsoder Bereiitschaftsbehältern verpackten Geräte durch
Beschwerungsstücke auf ein ganz bestimmtes Gewicht eingestellt. Bei einer sicheren Kontrolle auf Dichtigkeit
genügt es, die Geräte über eine Waage laufen zu lassen, die auf das Normalgewicht eingestellt ist, und
nur die Geräte herauszugreifen, die das Normalgewicht oder ein bestimmtes Toleranzgewicht überschreiten.
Die Kontrolle auf Dichtigkeit ist damit erheblich vereinfacht.
Bei dem erfindungsgemäßen Atemschutzgerät wird damit die Kontrollzeit wesentlich verkürzt, und die
Fehlermöglichkeiten bei der Kontrolle werden sehr stark vermindert, da das Einstellen bzw. Vergleichen
des jeweiligen Gewichtes mit dem Fertigungsgewicht entfällt.
Eine einfache Ausführungsform besteht darin, daß das Atemschutzgerät in seinem Bereitschaftsbehälter
mit einem weiteren Behälter zur Aufnahme von Beschwerungsstücken versehen ist. So können beispielsweise
in den Aufbewahrungs- oder Bereitschaftsbehältern von gegen Kohlenoxyd schützenden Filter-
Selbstrettern Beutel, Taschen od. dgl. angeordnet sein, in die so viele Beschwerungsstücke, z. B. Kugeln von
1 g Gewicht, eingefüllt werden, bis das Gerät sein Normalgewicht erhält.
Eine andere Ausführungsform besteht darin, daß in dem Atemschutzgerät oder in seinem Aufbewahrungs-
bzw. Bereitschaftsbehälter ein Metallstreifen mit Markierungen, Einkerbungen, Perforierungen
od. dgl. angeordnet ist, von dem bei dem Zusammenstellen des Gerätes so viel abgeschnitten
709 847/40
wird, bis das Normalgewicht des Gerätes eingestellt wird. Eine vorzugsweise Bauform besteht darin, daß
der Metallstreifen in dem Deckel des Aufbewahrungsbzw. Bereitschaftsbehälters angebracht ist. Als Material
können insbesondere schwere Metalle, wie Zinn, Blei od. dgl., dienen. Der Metallstreifen kann weiterhin
mit Markierungen, die unmittelbar in Gramm od. dgl. geeicht sind, versehen sein. Derart läßt sich
das Einheitsgewicht beim Zusammenstellen des Gerätes schnell einstellen. Es genügt, von dem Metallstreifen
beispielsweise mit einer Schere so viele Teilstücke abzuschneiden, daß beim Wiegen aller Bestandteile
des Gerätes das Einheitsgewicht hergestellt ist.
In der Zeichnung ist eine Ausführungsform der Erfindung schematisch dargestellt.
Das Atemschutzgerät 1 ist in den Bereitschaftsbehälter 2 eingesetzt, der durch den Deckel 3 verschlossen
ist. Der Unterteil 2 des Behälters und der Deckel 3 sind durch einen luft- und wasserdampfdichten
Verschluß 4 miteinander verbunden. In dem Deckel 3 ist ein Metallstreifen 5 bei 6 befestigt, z. B.
angelötet. Der Metallstreifen 5 trägt Markierungen 7, die jeweils eine Gewichtseinheit kennzeichnen. Beim
Zusammenbau des Gerätes wird so viel von dem Metallstreifen 5 abgeschnitten, bis
Gerät ein Einheitsgewicht erhält.
Gerät ein Einheitsgewicht erhält.
Claims (4)
1. Atemschutzgerät mit wasserdampf empfindlicher Filtermasse, gekennzeichnet durch die Anordnung
von Beschwerungsstücken zur Einstellung des Gerätes (1) auf ein bestimmtes Gewicht.
2. Atemschutzgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in seinem Aufbewahrungsbzw. Bereitschaftsbehälter (2) ein weiterer Behälter
zur Aufnahme von ßeschwerungsstücken angeordnet ist.
3. Atemschutzgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in seinem Aufbewahrungsbzw. Bereitschaftsbehälter (2) ein Metallstreifen
(5) mit Markierungen (7), Einkerbungen, Perforierungen od. dgl. angeordnet ist, von dem bei
dem Zusammenstellen des Gerätes (1) so viel abgeschnitten wird, daß das Normalgewicht eingestellt
ist.
4. Atemschutzgerät nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Metallstreifen in dem
Deckel (3) des Aufbewahrungs- bzw. Bereitschaftsbehälters angebracht ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungein
© 709 847/40 12.57
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DED22755A DE1022095B (de) | 1956-04-13 | 1956-04-13 | Atemschutzgeraet mit wasserdampfempfindlicher Filtermasse |
| DED25344A DE1053940B (de) | 1956-04-13 | 1957-04-06 | Atemschutzgeraet mit wasserdampf-empfindlicher Filtermasse |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DED22755A DE1022095B (de) | 1956-04-13 | 1956-04-13 | Atemschutzgeraet mit wasserdampfempfindlicher Filtermasse |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1022095B true DE1022095B (de) | 1958-01-02 |
Family
ID=7037570
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DED22755A Pending DE1022095B (de) | 1956-04-13 | 1956-04-13 | Atemschutzgeraet mit wasserdampfempfindlicher Filtermasse |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1022095B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1112901B (de) * | 1958-01-21 | 1961-08-17 | Draegerwerk Ag | Gas- und wasserdampfdichter Bereitschaftsbehaelter fuer Filterselbstretter |
-
1956
- 1956-04-13 DE DED22755A patent/DE1022095B/de active Pending
Cited By (1)
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| DE1112901B (de) * | 1958-01-21 | 1961-08-17 | Draegerwerk Ag | Gas- und wasserdampfdichter Bereitschaftsbehaelter fuer Filterselbstretter |
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