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DE1146758B - Filteratemschutzgeraet - Google Patents

Filteratemschutzgeraet

Info

Publication number
DE1146758B
DE1146758B DEC20105A DEC0020105A DE1146758B DE 1146758 B DE1146758 B DE 1146758B DE C20105 A DEC20105 A DE C20105A DE C0020105 A DEC0020105 A DE C0020105A DE 1146758 B DE1146758 B DE 1146758B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
filter
breathing apparatus
filters
detector device
radioactivity
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEC20105A
Other languages
English (en)
Inventor
Jacques Labeyrie
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Commissariat a lEnergie Atomique et aux Energies Alternatives CEA
Original Assignee
Commissariat a lEnergie Atomique CEA
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Commissariat a lEnergie Atomique CEA filed Critical Commissariat a lEnergie Atomique CEA
Publication of DE1146758B publication Critical patent/DE1146758B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A62LIFE-SAVING; FIRE-FIGHTING
    • A62BDEVICES, APPARATUS OR METHODS FOR LIFE-SAVING
    • A62B18/00Breathing masks or helmets, e.g. affording protection against chemical agents or for use at high altitudes or incorporating a pump or compressor for reducing the inhalation effort

Landscapes

  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Pulmonology (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Business, Economics & Management (AREA)
  • Emergency Management (AREA)
  • Respiratory Apparatuses And Protective Means (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft ein Filteratemschutzgerät mit einem oder mehreren an einer Atemschutzmaske angeschlossenen Filtern zum Schutz gegen radioaktive Aerosole.
Unter einem Aerosol wird eine Suspension von festen oder flüssigen Teilchen (Staub, Rauch, Nebel) in einem Gas, ζ. Β. Luft, verstanden. Derartige Aerosole können radioaktiv sein, und zwar entweder von Natur aus oder infolge Aufnahme von radioaktiven Atomen oder durch Aktivierung auf irgendeine andere Weise.
Die Gefahr, welche das Vorhandensein radioaktiver Aerosole in der Atemluft für Menschen, insbesondere für deren Atemwege, darstellt, ist bekannt.
Die größten ohne Gefahr zulässigen Konzentrationen oder Dosen radioaktiver Aerosole sind so gering, daß sie von den gewöhnlich beim Aufsuchen von radioaktiven Erzen benutzten tragbaren Geräten zum Feststellen von Strahlungen nicht unmittelbar angezeigt werden.
Zur Feststellung müssen die Aerosole in der Nähe eines Detektors an einem Filter gesammelt werden. Hierfür werden Pumpen benutzt, welche durch das Filter in der Stunde einige Kubikmeter der verunreinigten Luft pumpen.
Nach diesem Grundsatz hergestellte bekannte Geräte sind so empfindlich, daß sie die den Toleranzdosen von 10 ~8 bis 10 ~12 c je Kubikmeter Luft entsprechenden sehr geringen Konzentrationen radioaktiver Aerosole feststellen können. Diese Geräte sind jedoch im allgemeinen schwer, sperrig und teuer.
Personen, welche sich in einer Gegend aufhalten müssen, in welcher die Gefahr der Einwirkung radioaktiver Aerosole besteht, z. B. in der Nähe eines in Reparatur befindlichen Kernreaktors, tragen gewöhnlieh Atemschutzmasken mit Filtern, welche den größten Teil der Aerosole zurückhalten.
Selbst wenn die Filter einwandfrei sind, so besteht trotzdem die Gefahr, daß der Gerätträger eine nicht vernachlässigbare Menge verunreinigter Luft einatmet, weil die Masken meist nicht vollständig dicht am Gesicht anliegen und so zwischen dem Gesicht und der Maske ungereinigte Luft unter die Maske gelangt. Der Maskenträger kann sich somit ohne sein Wissen in schädlicher Luft aufhalten und gefährliche Mengen radioaktiver Aerosole einatmen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein leicht tragbares Filteratemschutzgerät zu schaffen, das geeignet ist, dem Gerätträger einerseits Angaben über die Radioaktivität der ihn umgebenden Luft zu liefern und ihn andererseits bei einer unzulässigen Erhöhung der Radioaktivität so schnell wie möglich zu warnen.
Filteratemschutzgerät
Anmelder:
»Commissariat ä l'Energie Atomique«, Paris
Vertreter: Dr. phil. W. P. Radt
und Dipl.-Ing. E. E. Finkener, Patentanwälte,
Bochum, Heinrich-König-Str. 12
Beanspruchte Priorität:
Frankreich vom 5. November 1958 (Nr. 778 392)
Jacques Labeyrie, Paris,
ist als Erfinder genannt worden
Gemäß der Erfindung ist bei einem Filteratemschutzgerät der eingangs genannten Art mit dem bzw. den Filtern eine tragbare Detektoreinrichtung verbunden, die die Radioaktivität der von dem bzw. den Filtern zurückgehaltenen Aerosole mißt und so ausgebildet ist, daß sie ein sichtbares und/oder hörbares Alarmsignal auslöst, wenn die zulässige Höchstdosis der Radioaktivität in der den Gerätträger umgebenden verunreinigten Luft erreicht ist.
Bei der Lösung der gestellten Aufgabe wird also die Konzentration der in dem verhältnismäßig großen von dem Gerätträger angesaugten Luftvolumen enthaltenen radioaktiven Aerosole an den Filtern der Maske ausgenutzt, um die Radioaktivität der Aerosole anzuzeigen. Die bei den bekannten Detektoreinrichtungen erforderliche Pumparbeit wird bei dem Gerät nach der Erfindung durch die Atmung des Maskenträgers geleistet.
Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung weist die Detektoreinrichtung einen oder mehrere Strahlungszähler auf, die wenigstens teilweise in oder an dem bzw. den Filtern angeordnet sind. Bei einer bevorzugten Ausführungsform kann der Strahlungszähler in unmittelbarer Nähe der Lufteintrittsseite des Filters angeordnet sein.
Bei der Befestigung des bzw. der Filter unmittelbar an der Atemschutzmaske empfiehlt es sich, den bzw. die Strahlungszähler durch elektrische Drähte mit den Teilen der Detektoreinrichtung zu verbinden, durch welche der Zähler gespeist und in denen der Meßwert angezeigt wird. Wenn die Filter mit der Atemschutzmaske durch einen Schlauch verbunden sind, können
309 548/41
gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung Filter und Detektoreinrichtung an einem Gürtel und/oder an einem oder mehreren von dem Maskenträger getragenen Schulterriemen leicht lösbar befestigt sein.
Die Detektoreinrichtung kann derart ausgebildet sein, daß sie die Größe der Radioaktivität der den Gerätträger umgebenden Luft dauernd sichtbar und/ oder hörbar anzeigt.
Als Detektoreinrichtung kann beispielsweise ein für a-, ß- oder y-Strahlen empfindlicher Geiger-Müller-Zähler verwendet werden. Dieser Detektor ist mit einem tragbaren Strahlungsanzeiger verbunden, der z. B. die bei der Bodenerforschung benutzte Bauart haben kann.
Die Arbeitsweise des Gerätes ist folgende: Wenn sich der Gerätträger in radioaktive Aerosole enthaltender Luft befindet, sammeln sich diese in dem Filter, und ihre Strahlung wird von dem Zähler angezeigt. Durch Betrachten einer Anzeigevorrichtung oder durch ein hörbares Signal wird der Träger auf das Vorhandensein der Aerosole aufmerksam gemacht und kann sogar ihre Konzentration grob abschätzen, so daß er die erforderlichen Maßnahmen treffen kann.
Die Empfindlichkeit des Gerätes ist von dergleichen Größenordnung wie die der gewöhnlich zur Feststellung radioaktiver Aerosole benutzten Geräte, da das von einer normal arbeitenden Person in der Stunde angesaugte Luftvolumen die gleiche Größenordnung hat wie die Förderleistung der Pumpe dieser Geräte.
Die Erfindung wird nachstehend an Hand der Zeichnung erläutert. Es zeigt
Fig. 1 eine schematische Seitenansicht eines erfindungsgemäß ausgebildeten Gerätes mit einer Atemschutzhalbmaske und
Fig. 2 schematisch ein nach der Erfindung ausgebildetes Gerät mit einer Vollmaske.
Die Atemschutzmaske 1 nach Fig. 1 umschließt als Halbmaske nur den Mund und die Nase des Trägers und besteht aus einem elastisch nachgiebigen Maskenkörper, z. B. aus Formgummi, zwei seitlichen Filtern 2 und hinter diesen angeordneten Einatemventilen, einem Ausatemventil 3, der Bänderung 8 und einem nicht dargestellten Ventil zum Ablassen von Schwitzwasser.
In den Filtern 2 sind Geiger-Müller-Zähler 4 untergebracht, welche durch Drähte 5 mit einem tragbaren Kästchen 6 verbunden sind. Dieses Trockenelemente enthaltende Kästchen bekannter Bauart liefert die zum Speisen der Strahlungszähler erforderliche Hochspannung, empfängt die von diesen erzeugten Impulse, verstärkt diese und zeigt an einer Teilung 7 entweder die Zahl dieser Impulse in Stoßen je Sekunde oder die festgestellte Radioaktivität, z. B. in Milliröntgen/ Stunde, an.
Diese Anzeige kann durch eine beliebige andere dauernde oder vorübergehende Anzeige ersetzt und/ oder ergänzt werden, z. B. durch das Aufleuchten eines Leuchtzeichens oder die Erregung einer Klingel, sobald die festgestellte Radioaktivität einen gegebenen Schwellenwert übersteigt, oder einen Kopfhörer zum Abschätzen der von dem Zähler festgestellten Radioaktivität mit dem Gehör.
Man kann in jedem oder nur in einem der Filter einen Zähler unterbringen. Die als Vollmaske ausgebildete Atemschutzmaske 1 nach Fig. 2 umschließt das ganze Gesicht des Trägers. Sie weist ebenfalls ein Ausatemventil 3 auf. Als Filter 9 dient hier eine Filterpatrone, welche nicht unmittelbar von der Maske getragen wird. Die Patrone ist mit der Maske durch einen biegsamen Schlauch 10 verbunden, dessen Enden an die Maske und an die Patrone angeschraubt sind. Die Patrone hat ein Metallgehäuse und ist mit einem Einatemventil und einem Schwebstoffilter versehen, welches im allgemeinen aus gefaltetem Filterpapier besteht.
Ein Geiger-Müller-Zähler 4 ist in das Filter eingeschoben und in der Patxonenachse durch eine Verriegelungseinrichtung mit einer Ringfeder gehalten. Der Zähler ist durch den Draht 5 mit dem Kästchen 6 zur Speisung und Auswertung verbunden, welches Trockenelemente 11, eine Teilung 7 zum Ablesen und einen Betätigungsknopf 12 enthält, welcher zu einer Vorrichtung zum Verändern der Ableseempfindlichkeit gehört.
Bei der dargestellten Ausführungsform werden die Patrone und das Kästchen 6 von einem breiten Gürtel 13 getragen, welcher leicht dem Träger angepaßt werden kann. Sie können jedoch auch auf jede beliebige andere gewünschte Weise getragen werden, z, B. umgehängt mit besonderen Schulterriemen, Ferner können sie zu einem Teil zusammengefaßt oder voneinander getrennt sein. :
Für den angestrebten Zweck geeignete und im Handel erhältliche Strahlungsanzeiger wiegen gegenwärtig zwischen 1 und 3 kg.
Das benutzte Filterpapier enthält zweckmäßig in an sich bekannter Weise einen geringen Asbestzusatz und ist gerade oder dachsparrenförmig gefaltet. :
Der Druckabfall der angesaugten Luft beim Durchströmen der Filter beträgt bei einer Luftmenge von 30 l/min etwa 1,5 mm Wassersäule bei der Ausführungsform der Fig. 1 und liegt zwischen 3 und 9 mm Wassersäule, je nach der Art des Filters bei der Aus^- führungsform der Fig. 2

Claims (6)

PATENTANSPRÜCHE:
1. Filteratemschutzgerät mit einem oder mehreren an einer Atemschutzmaske angeschlossenen Filtern zum Schutz gegen radioaktive Aerosole, dadurch gekennzeichnet, daß mit dem bzw. den Filtern (2 bzw. 9) eine tragbare Detektoreinrichtung verbunden ist, welche die Radioaktivität der von dem bzw. den Filtern zurückgehaltenen Aerosole mißt und so ausgebildet ist, daß sie ein sichtbares und/oder hörbares Alarmsignal auslöst, wenn die zulässige Höchstdosis der Radioaktivität in der den Gerätträger umgebenden verunreinigten Luft erreicht ist.
2. Filteratemschutzgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Detektoreinrichtung einen oder mehrere Strahlungszähler (4) aufweist, welche wenigstens teilweise in oder an dem bzw. den Filtern (2 bzw. 9) angeordnet sind.
3. Filteratemschutzgerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der StraHungszähler (4) in unmittelbarer Nähe der Lufteintrittsseite des Filters (9) angeordnet ist.
4. Filteratemschutzgerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß bei Befestigung des bzw. der Filter (2) unmittelbar an der Atemschutzmaske (1) der bzw. die Strahlungszähler (4) durch elektrische Drähte (5) mit den Teilen der Detektoreinrichtung verbunden sind, durch welche der Zähler gespeist und in denen der Meßwert angezeigt wird.
5. Filteratemschutzgerät nach Anspruch2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß bei mit der Atemschutzmaske (1) durch einen Schlauch (10) verbundenem Filter (9) das Filter und die Detektoreinrichtung an einem Gürtel (13) und/oder an einem oder mehreren von dem Maskenträger getragenen Schulterriemen leicht lösbar befestigt ist.
6. Filteratemschutzgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Detektoreinrichtung so ausgebildet ist, daß sie die Größe der Radioaktivität der den Gerätträger umgebenden Luft dauernd sichtbar und/oder hörbar anzeigt.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Zeitschrift »Atompraxis«, Bd. 3, 1957, S. 372 bis 387;
Zeitschrift »Atomkernenergie«, Bd. 3,1958, S. 247.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DEC20105A 1958-11-05 1959-11-03 Filteratemschutzgeraet Pending DE1146758B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
FR1146758X 1958-11-05

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1146758B true DE1146758B (de) 1963-04-04

Family

ID=9645574

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEC20105A Pending DE1146758B (de) 1958-11-05 1959-11-03 Filteratemschutzgeraet

Country Status (1)

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DE (1) DE1146758B (de)

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4233972A (en) * 1978-05-08 1980-11-18 Wolfgang Hauff Portable air filtering and breathing assist device
DE3838531A1 (de) * 1988-11-14 1990-05-17 Wolfgang Gerigk Vorrichtung zur detektierung von verseuchter und vergifteter atemluft
EP0410071A1 (de) * 1989-07-27 1991-01-30 Auergesellschaft Gmbh Gasdichter Vollschutzanzug mit einem unter dem Anzug zu tragende Mess- und Warngerät

Non-Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Title
None *

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4233972A (en) * 1978-05-08 1980-11-18 Wolfgang Hauff Portable air filtering and breathing assist device
DE3838531A1 (de) * 1988-11-14 1990-05-17 Wolfgang Gerigk Vorrichtung zur detektierung von verseuchter und vergifteter atemluft
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