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Die
vorliegende Erfindung betrifft einen Windabweiser für Schiebedächer
insbesondere von Kraftfahrzeugen entsprechend dem Oberbegriff des Patentanspruchs
1.
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Bei
einem ausgeklappten Windabweiser entsteht ein Spalt zwischen der
Vorderkante der Dachausschnittsöffnung und dem Windabweiserprofil (Windabweiserbügel)
und auch zwischen dem Windabweiserprofil und dem Rahmenteil. Wenn
der Spalt an der Vorderseite luftdicht geschlossen oder abgedichtet
wird, dann wird die Geräuschentwicklung bei hoher Geschwindigkeit
deutlich reduziert.
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Das
Abdichten des Spaltes an der Vorderkante ist jedoch aufgrund von
Wölbungstoleranzen bei einem Aus- und Einfahren des Windabweiserprofils
technisch schwierig umzusetzen. Eine aufgeklebte oder aufgespritzter
Dichtung an der Vorderkante des Windabweisers birgt den Nachteil,
dass dadurch die Ausstellhöhe begrenzt wird.
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Aus
der
DE 44 44 630 C1 ist
ein Windabweiser für Schiebedächer von Kraftfahrzeugen
bekannt, bei dem die Luftleitfläche aus einem elastischen
Profilstreifen besteht. Ein solcher Windabweiser hat den Nachteil,
dass sich seine Form je nach Fahrtgeschwindigkeit und dem entsprechenden
Fahrtwinddruck verändert. Eine wünschenswerte
belastungsstabile Form wie bei einem Windabweiser mit einem formstabilen
Windabweiserprofil ist daher nicht gegeben.
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In
der
DE 44 17 049 C1 wird
ein Windabweiser für Fahrzeugdächer mit beweglichem
Dachteil beschrieben, bei dem die Dichtung von einem Luftleitprofil
gegenüber der Vorderkante der Dachöffnung durch
eine Rahmendichtung realisiert ist, die an der Vorderseite des Luftleitprofils
abdichtet. Die Dichtung an der Vorderkante birgt den Nachteil, dass
dadurch die Ausstellhöhe begrenzt wird.
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Aus
der
DE 10 2004
050 535 A1 ist ein Windabweiser bekannt, bei dem ein elastisches
Luftleitelement angeordnet ist, das eingefaltet werden kann. Dieser
Windabweiser hat den Nachteil, dass das Luftleitelement im Wesentlichen
mit einem ebenen Querschnitt ausgebildet werden muss und die Möglichkeiten
einer dreidimensionalen Formgestaltung wie sie ein festes Windabweiserprofil
bietet, in geringerem Maße gegeben sind.
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Aufgabe
der vorliegenden Erfindung ist es daher, einen Windabweiser für
Schiebedächer von Kraftfahrzeugen zur Verfügung
zu stellen, der es ermöglicht, dass die Störgeräusche
auf Grund des Spaltes zwischen der Vorderkante der Dachausschnittsöffnung
und dem Windabweiserprofil und auch zwischen dem Windabweiserprofil
und dem Rahmenteil reduziert werden und dabei die Ausstellhöhe
des Windabweisers in weiten Grenzen frei wählbar ist.
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Diese
Aufgabe wird durch einen Windabweiser für Schiebedächer
von Kraftfahrzeugen nach den Merkmalen des Anspruch 1 gelöst.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den abhängigen
Ansprüchen angegeben.
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Insbesondere
wird die Aufgabe gelöst durch einen Windabweiser mit einem
Windabweiserprofil und einem sich quer zur Fahrtrichtung erstreckenden elastischen
Abdichtungselement, dadurch gekennzeichnet, dass das elastische
Abdichtungselement das Windabweiserprofil zumindest bei einer oberen Betriebstellung
des Windabweiserprofils gegen ein Rahmenteil abdichtet, wobei die
Abdichtung an einer unteren Seite oder hinteren Seite des Windabweiserprofils
erfolgt.
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Anstatt
den Spalt zwischen Windabweiser und Dachhaut an der Vorderkante
des Windabweisers abzudichten, wird der Spalt zwischen dem Windabweiserprofil
und dem Rahmenteil des Windabweisers insbesondere luftdicht geschlossen.
Dabei wird ein ähnlich gutes Ergebnis hinsichtlich der
Störgeräusche erzielt. Dazu wird ein flexibles
Abdichtungselement besonders bevorzugt aus Gummi oder bevorzugt
aus elastischem Kunststoffverbundwerkstoff oder aus Kunststoff vorgesehen.
Das Abdichtungselement wird besonders bevorzugt am Rahmenteil des Windabweisers
befestigt und liegt dichtend am Windabweiserprofil an. Es kann aber
ebenso sowohl am Windabweiserprofil als auch am Rahmen befestigt sein.
Hierdurch ergibt sich eine besonders stabile dichtende Verbindung.
Das Abdichtungselement wird dann beim Ausstellen des Windabweisers
verformt. Ferner kann das Abdichtungselement auch am Windabweiserprofil
befestigt sein und am Rahmenteil dichtend anliegen, wenn sich das
Windabweiserprofil in einer oberen Betriebsstellung befindet, d.
h. wenn der Windabweiser wenigstens teilweise ausgefahren ist.
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Der
erfindungsgemäße Windabweiser bietet gegenüber
dem Stand der Technik verschiedene Vorteile. So werden Geräusche
im Hochgeschwindigkeitsbereich reduziert. Ferner kann das Windabweiserprofil
bei gleichem Bauraum wie an der Vorderseite abgedichtete Windabweiser
weiter ausstellen, weil die Höhe der Überdeckung
(Windabweiserprofil zu Vorderkante Dachausschnitt) reduziert werden
kann. Dadurch werden zusätzlich auch störende
Wummergeräusche im unteren Geschwindigkeitsbereich verringert.
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Im
Folgenden sollen weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung
an Hand der Figuren erläutert werden. Hierbei zeigen:
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1:
Einen Mittellängsschnitt durch einen Dachbereich eines
Fahrzeugs.
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2:
Eine Seitenansicht als schematische Schnittdarstellung eines erfindungsgemäßen
Windabweisers 1 gemäß einer ersten Ausführungsform.
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3:
Eine Seitenansicht als schematische Schnittdarstellung eines erfindungsgemäßen
Windabweisers 1 gemäß einer zweiten Ausführungsform.
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4:
Eine Seitenansicht als schematische Schnittdarstellung eines erfindungsgemäßen
Windabweisers 1 gemäß einer dritten Ausführungsform.
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Für
die weitere Beschreibung wird eine Z-Richtung 81 als Richtung
entlang der Fahrzeughochachse, eine X-Richtung 82 als eine
Richtung entlang der Fahrzeuglängsachse und eine Y-Richtung 83 als
Richtung entlang der Fahrzeugquerrichtung definiert.
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1 zeigt
einen Mittellängsschnitt durch einen Dachbereich eines
Fahrzeugs, welches mit einem Schiebedach 4 ausgerüstet
ist. Das Schiebedach 4 gibt Dachöffnungen 5 beim Öffnen
einer Dachhaut 30 frei. Die Dachöffnung 5 besitzt eine
in Fahrtrichtung (X-Richtung 82) hinten angeordnete hintere Öffnungskante 7 und
eine in Fahrtrichtung vorne angeordnete vordere Öffnungskante 8.
Ein erfindungsgemäßer Windabweiser 1 ist
im Bereich der vorderen Öffnungskante 8 angeordnet
und entlang der Z-Richtung 81 höhenverstellbar
mit dem Fahrzeugdach verbunden. Er erstreckt sich in seiner Längsausdehnung
im wesentlichen quer zur Fahrtrichtung in einer Y-Richtung 83.
Bei geschlossenem Schiebedach 4 ist der Windabweiser 1 unterhalb
des Schiebedachs 4 angeordnet und wird bei geöffnetem Schiebedach 4 in
Z-Richtung 81 ausgefahren.
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Im
folgenden werden anhand der 2 bis 4 verschiedene
Ausführungsformen des erfindungsgemäßen
Windabweisers 1 näher beschrieben. Gleiche Bauteile
sind hierbei mit gleichen Bezugsziffern versehen.
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2 zeigt
eine Seitenansicht als schematische Schnittdarstellung eines erfindungsgemäßen Windabweisers 1 gemäß einer
ersten Ausführungsform. Hinter der vorderen Öffnungskante 8 der
Dachhaut 30 ist der Windabweiser 1 angeordnet.
Zwischen dem Windabweiserprofil 20 und der Dachhaut 30 kann
eine Luftströmung, dargestellt durch den Pfeil 60,
durchströmen. Das Windabweiserprofil 20 ist in
einer unteren Stellung 28 und einer oberen Betriebsstellung 26 dargestellt.
Die Schwenkbewegung des Windabweiserprofils 20 zwischen
den Stellungen 26 und 28 ist durch den Pfeil 29 dargestellt.
Das Windabweiserprofil 20 hat nach vorne eine gerundete
Form. Eine hintere Seite 24 des Windabweiserprofils und
eine untere Seite 22 des Windabweiserprofils sind bei dieser
Ausführungsform weniger gerundet gestaltet. Der Windabweiser 1 besteht
ferner aus einem Rahmenteil 40. Am Rahmenteil 40 ist
ein elastisches Abdichtungselement 10 befestigt. Das elastische
Abdichtungselement 10 liegt in einer Stellung 12 am
Windabweiserprofil 20 an dessen hinterer Seite 24 dichtend
an, wenn sich das Windabweiserprofil 20 in der oberen Betriebsstellung 26 befindet.
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Wird
das Schiebedach 4 im Betrieb geöffnet, verschwenkt
das Windabweiserprofil 20 von der unteren Stellung 28 in
die obere Betriebsstellung 26. Dabei wird das elastische
Abdichtungselement 10 von einer unteren Stellung 14 in
eine obere Stellung 12 mitbewegt. Der Pfeil 16 stellt
diese Verfahrbewegung dar. Das elastische Abdichtungselement 10 drückt
in der oberen Stellung auf Grund seiner elastischen Eigenschaft
gegen das Windabweiserprofil 20 und liegt dadurch dichtend
an dessen hinterer Seite 24 an. Die zwischen der Dachhaut
und dem Windabweiserprofil 20 von außen einströmende
Luft 60 wird dadurch am Durchströmen zwischen
dem Windabweiserprofil 20 und dem Rahmenteil 40 gehindert. Dadurch
werden die Störgeräusche verringert.
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3 zeigt
eine Seitenansicht als schematische Schnittdarstellung eines erfindungsgemäßen Windabweisers 1 gemäß einer
zweiten Ausführungsform. Bei dieser Ausführungsform
ist das elastische Abdichtungselement 10 sowohl am Rahmenteil 40 als
auch am Windabweiserprofil 20 dichtend befestigt. Die weiteren
Bauteile entsprechen mit ihren Bezugszeichen denen aus der 2.
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Durch
diesen Aufbau ist ebenfalls eine Abdichtung zwischen dem Rahmenteil 40 und
dem Windabweiserprofil 20 gegeben. Das elastische Abdichtungselement 10 wird
beim Schwenken des Windabweiserprofils 20 von der unteren
Stellung 28 in die obere Betriebsstellung 26 verformt
und von einer unteren Stellung 14 in eine obere Stellung 12 bewegt.
Beim Herabschwenken des Windabweiserprofils 20 findet die
Bewegung in umgekehrter Richtung statt. Während der Bewegung
des Windabweiserprofils 20 ist stets eine Abdichtung zwischen
dem Rahmenteil 40 und dem Windabweiserprofil 20 gewährleistet,
da das Abdichtungselement sowohl am Windabweiserprofil 20 als
auch am Rahmenteil 40 dichtend befestigt ist. Ein Vorteil
dieser Ausführungsform liegt darin, dass eine dichte Verbindung
zwischen dem elastischen Abdichtungselement 10 und dem Windabweiserprofil 20 als
auch dem Rahmenteil 40 auch bei großem Winddruck
unabhängig von der elastischen Rückstellkraft
des elastischen Abdichtungselementes 10 immer gewährleistet
ist.
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4 zeigt
eine Seitenansicht als schematische Schnittdarstellung eines erfindungsgemäßen Windabweisers 1 gemäß einer
dritten Ausführungsform. Bei dieser Ausführungsform
ist das elastische Abdichtungselement 10 nur am Windabweiserprofil 20 befestigt.
Das elastische Abdichtungselement 10 liegt dichtend am
Rahmenteil 40 an, wenn sich das Windabweiserprofil 20 in
der oberen Betriebsstellung 26 befindet. Die weiteren Bauteile
entsprechen mit ihren Bezugszeichen denen aus der 2.
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Die
Wirkungsweise dieser Ausführungsform ist ähnlich
der ersten Ausführungsform. Das elastische Abdichtungselement 10 ist
hier jedoch nur am Windabweiserprofil 20 und nicht am Rahmenteil 40 befestigt.
Wird das Windabweiserprofil 20 in die obere Betriebsstellung 26 geschwenkt,
wird ein Moment auf das drehfest am Windabweiserprofil 20 befestigte elastische
Abdichtungselement 10 ausgeübt. Dadurch stützt
sich das elastische Abdichtungselement 10 mit einer resultierenden
Abstützkraft am Rahmteil 40 ab. Hierdurch entsteht
ein dichtender Kontakt zwischen dem elastischen Abdichtungselement 10 und dem
Rahmenteil 40. Die einströmende Luft 60 wird dadurch
am Durchströmen zwischen dem Windabweiserprofil 20 und
dem Rahmenteil 40 gehindert. Dadurch werden Luftgeräusche
im Hochgeschwindigkeitsbereich reduziert. Ferner werden störende Wummergeräusche
im unteren Geschwindigkeitsbereich verringert.
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- 1
- Windabweiser
- 4
- Schiebedach
- 5
- Dachöffnungen
- 7
- hintere Öffnungskante
- 8
- vordere Öffnungskante
- 10
- Elastisches
Abdichtungselement
- 12
- Stellung
des Abdichtungselements bei einer oberen Stellung des Windabweisers
- 14
- Stellung
des Abdichtungselements bei einer unteren Stellung des Windabweisers
- 16
- Schwenkbewegung
des Abdichtungselements
- 20
- Windabweiserprofil
- 22
- Untere
Seite des Windabweiserprofils
- 24
- Hintere
Seite des Windabweiserprofils
- 26
- Obere
Betriebsstellung des Windabweiserprofils
- 28
- Untere
Stellung des Windabweiserprofils
- 29
- Schwenkbewegung
des Windabweiserprofils
- 30
- Dachhaut
- 40
- Rahmenteil
- 60
- Luftströmung
- 81
- Z-Richtung
- 82
- X-Richtung
- 83
- Y-Richtung
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
-
- - DE 4444630
C1 [0004]
- - DE 4417049 C1 [0005]
- - DE 102004050535 A1 [0006]