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Die Erfindung betrifft eine Heckdiffusoranordnung mit einem im Heckbereich eines Fahrzeuges angeordneten und ausfahrbaren Heckdiffusor.
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Aus der
DE 10 2015 118 076 A1 ist eine Heckdiffusoranordnung für ein Kraftfahrzeug bekannt. Die Heckdiffusoranordnung umfasst mindestens ein Klappenorgan, das mittels mindestens einer Antriebsvorrichtung beweglich an einem Karosserieteil des Kraftfahrzeuges derart gelagert ist, dass das Klappenorgan von einem eingefahrenen Zustand in einen ausgefahrenen Zustand und vice versa bewegbar ist. Dabei weist das Klappenorgan eine zum Kraftfahrzeugheck hin gekrümmte Fläche auf.
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Die
WO 2019/077101 A1 beschreibt einen Heckdiffusor eines Kraftfahrzeuges. Der Heckdiffusor umfasst eine Primärverkleidung und mindestens eine Sekundärverkleidungen, wobei jede dieser Verkleidungen zwischen einer ausgefahrenen Position und einer eingefahrenen Position im Heck beweglich ist. Dabei ist der Heckdiffusor an einem Fahrzeugkarosserieteil angeordnet. Ist das Fahrzeugkarosserieteil an dem Fahrzeug befestigt, ist die Sekundärverkleidung in der eingefahrenen Position von außen nicht sichtbar und blockiert eine Öffnung zwischen Fahrzeugkarosserieteil und der Primärverkleidung in der ausgefahrenen Position.
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Weiterhin ist aus der
DE 102 33 041 B4 eine Heckpartie eines Kraftfahrzeuges, insbesondere eines Personenkraftwagens, bekannt. Die Heckpartie umfasst wenigstens eine Luftaustrittsöffnung, die in einer oberen Außenkontur der Heckpartie ausgebildet ist. Weiterhin umfasst die Heckpartie eine Lufteintrittsöffnung, die in einer hinteren Außenkontur und/oder in einer unteren Außenkontur der Heckpartie ausgebildet ist und wenigstens einen Strömungspfad, der im Inneren der Heckpartie verläuft und wenigstens eine Lufteintrittsöffnung mit wenigstens einer Luftaustrittsöffnung kommunizierend verbindet. Die wenigstens eine Lufteintrittsöffnung und die wenigstens eine Luftaustrittsöffnung sind so positioniert, dass im Fahrbetrieb an der wenigstens einen Luftaustrittsöffnung ein niedrigerer Druck herrscht als an der wenigstens einen Lufteintrittsöffnung. Die Heckpartie weist darüber hinaus zumindest eine Heckleuchteneinheit auf, die an eine Rückseite der Fahrzeugkarosserie angebaut ist. Zumindest eine Luftaustrittsöffnung ist zwischen der Heckleuchteneinheit und der Fahrzeugkarosserie in der oberen Außenkontur der Heckpartie ausgebildet. Die Heckleuchteneinheit ist so an der Fahrzeugkarosserie montiert, dass außen an der Heckpartie zwischen der Heckleuchteneinheit und der Fahrzeugkarosserie ein Spalt ausgebildet ist, der einen an der oberen Außenkontur der Heckpartie ausgebildeten oberen Abschnitt, einen an der hinteren Außenkontur der Heckpartie unteren Abschnitt und einen den oberen Abschnitt mit dem unteren Abschnitt verbindenden, an einer seitlichen Außenkontur der Heckpartie ausgebildeten seitlichen Abschnitt aufweist. Der obere Abschnitt bildet dabei die Luftaustrittsöffnung oder geht in diese über, wobei der untere Abschnitt die Lufteintrittsöffnung bildet oder in diese übergeht und der seitliche Abschnitt mit einer Dichtung luftdicht abgeschlossen ist.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Heckdiffusoranordnung mit einem Heckdiffusor für ein Fahrzeug anzugeben.
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Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Heckdiffusoranordnung gelöst, welche die in Anspruch 1 angegebenen Merkmale aufweist.
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Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
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Eine Heckdiffusoranordnung mit einem im Heckbereich eines Fahrzeuges angeordneten und ausfahrbaren Heckdiffusor sieht erfindungsgemäß vor, dass im ausgefahrenen Zustand des Heckdiffusors zumindest ein Luftströmungskanal mit zumindest einer im Bereich eines Heckdeckels des Fahrzeuges angeordneten Einlassöffnung Luft durch die zumindest eine Einlassöffnung ansaugt, diese zu zwei freigegebenen seitlichen Auslassöffnungen führt und sich der zumindest eine Luftströmungskanal zur Verringerung eines Strömungswiderstandes des Fahrzeuges mit Luft füllt, welche über die Auslassöffnungen ausströmt. Alternativ dazu saugt zumindest ein Luftströmungskanal im ausgefahrenen Zustand des Heckdiffusors mit zumindest einer am Unterboden des Fahrzeuges angeordneten Einlassöffnung Luft durch die zumindest eine Einlassöffnung an, führt diese zu zwei freigegebenen seitlichen Auslassöffnungen und der zumindest eine Luftströmungskanal füllt sich zur Verringerung eines Strömungswiderstandes des Fahrzeuges mit Luft, welche über die Auslassöffnungen ausströmt.
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Mittels der Heckdiffusoranordnung kann ein Strömungswiderstand, insbesondere ein Luftwiderstand, des Fahrzeuges verringert werden. Dabei kann mittels des zumindest einen Luftströmungskanals ein Nachteil einer Erhöhung des Strömungswiderstandes aufgrund der seitlichen Auslassöffnungen bei einem ausgefahrenen Heckdiffusor kompensiert werden.
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Ausführungsbeispiele der Erfindung werden im Folgenden anhand von Zeichnungen näher erläutert.
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Dabei zeigen:
- 1 schematisch eine Schnittdarstellung einer Seitenansicht einer Heckdiffusoranordnung eines Fahrzeuges,
- 2 schematisch eine Schnittdarstellung einer Draufsicht einer weiteren Ausführungsform der Heckdiffusoranordnung und
- 3 schematisch eine Schnittdarstellung einer Draufsicht einer Ausführungsform der Heckdiffusoranordnung.
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Einander entsprechende Teile sind in allen Figuren mit den gleichen Bezugszeichen versehen.
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In 1 ist eine Schnittdarstellung einer Seitenansicht einer Heckdiffusoranordnung 1 eines Fahrzeuges 2 dargestellt. Dabei sind ein ausgefahrener Heckdiffusor 3, eine seitliche Auslassöffnung 3.1 des Heckdiffusors 3 zu einer Restkarosserie des Fahrzeuges 2, ein Heckdeckel 4, eine Heckscheibe 5, ein Unterboden 6 und zwei Luftströmungskanäle L gezeigt, von denen einer mit gestrichelter Linie dargestellt ist. Dabei bildet ein Luftströmungskanal L eine in 2 gezeigte weitere Ausführungsform der Heckdiffusoranordnung 1 und der mittels gestrichelter Linie dargestellte Luftströmungskanal L eine in 3 dargestellte Ausführungsform der Heckdiffusoranordnung 1. Zudem ist eine Fahrtrichtung x des Fahrzeuges 2 gezeigt.
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Die Heckdiffusoranordnung 1, insbesondere der Heckdiffusor 3 im ausgefahrenen Zustand, ist zur Optimierung einer Aerodynamik des Fahrzeuges 2 vorgesehen.
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In der ausgefahrenen Stellung des Heckdiffusors 3 gibt dieser die zwei seitlichen Auslassöffnungen 3.1 frei, welche aufgrund dort vorherrschender Strömungs- und Druckverhältnisse ein Einströmen von Luft begünstigen, wodurch sich ein Strömungswiderstand des Fahrzeuges 2 erhöht.
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In der in 1 und 3 gezeigten Ausführungsform der Heckdiffusoranordnung 1 ist eine Einlassöffnung 3.2 des Heckdiffusors 3 im oberen Bereich der Heckklappe 4 des Fahrzeuges 2, insbesondere zwischen der Heckklappe 4 und der Heckscheibe 5, ausgebildet. Gemäß der in 2 gezeigten Darstellung der weiteren Ausführungsform der Heckdiffusoranordnung 1 umfasst diese zwei Einlassöffnungen 3.2', die am Unterboden 6 des Fahrzeuges 1 ausgebildet sind.
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Durch einen bei ausgefahrenem Heckdiffusor 3 und freigegebenen Auslassöffnungen 3.1 wirkenden Unterdruck wird Luft in die Einlassöffnung 3.2 angesaugt, wobei ein Umgebungsluftdruck höher ist. Die durch die Einlassöffnung 3.2 in den Luftströmungskanal L gesaugte Luft wird mittels des Luftströmungskanals L in Richtung der Auslassöffnungen 3.1 geführt, an denen ein geringerer Umgebungsluftdruck vorherrscht. Der Luftströmungskanal L füllt sich mit der angesaugten Luft, die über die Auslassöffnungen 3.1, an denen der geringere Umgebungsluftdruck herrscht, herausströmt. Dadurch wird der Strömungswiderstand des Fahrzeuges 2 bei ausgefahrenem Heckdiffusor 3 verringert.
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In der in den 1 und 2 gezeigten weiteren Ausführungsform der Heckdiffusoranordnung 1 sind zwei Einlassöffnungen 3.2' des Heckdiffusors 3 am Unterboden 6 des Fahrzeuges 2 angeordnet, wohingegen die insbesondere in 3 gezeigte Ausführungsform der Heckdiffusoranordnung 1 nur eine Einlassöffnung 3.2 umfasst.
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Durch die Einlassöffnungen 3.2' wird Luft aus der Umgebung angesaugt, wobei in der Umgebung ein höherer Umgebungsluftdruck vorherrscht. Mittels des Luftströmungskanals L, der die Einlassöffnungen 3.2' und die beiden Auslassöffnungen 3.1 umfasst, wird die angesaugte Luft in Richtung der Auslassöffnungen 3.1 geführt und der Luftströmungskanal L füllt sich mit der angesaugten Luft. Im Bereich der beiden Auslassöffnungen 3.1 herrscht ein niedrigerer Umgebungsluftdruck, so dass die angesaugte Luft über die Auslassöffnungen 3.1 in die Umgebung des Fahrzeuges 2 entweicht. Auch bei dieser weiteren Ausführungsform der Heckdiffusoranordnung 1 wird der Strömungswiderstand bei ausgefahrenem Heckdiffusor 3 verringert.
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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- DE 102015118076 A1 [0002]
- WO 2019/077101 A1 [0003]
- DE 10233041 B4 [0004]