DE102006037616A1 - Befestigungsvorrichtung für eine Fahrzeugkomponente und Schaumteil - Google Patents
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Abstract
Description
- Die vorliegende Erfindung betrifft eine Befestigungsvorrichtung für eine Fahrzeugkomponente, insbesondere einen Fahrzeugsitz, wobei die Befestigungsvorrichtung ein Basisteil und ein zur Rastbefestigung vorgesehenes Befestigungselement aufweist, wobei das Basisteil zur Befestigung durch im wesentlichen vollständige Einschäumung in einem Schaumteil vorgesehen ist.
- Solche Befestigungsvorrichtungen sind allgemein bekannt. Beispielsweise ist aus dem deutschen Gebrauchsmuster
DE 298 22 649 U1 ein Schaumteil aus Polyurethan oder dergleichen bekannt, wobei das Schaumteil mindestens eine in einer Vertiefung angeordnete Befestigungsvorrichtung zur Befestigung eines Bezuges aufweist, wobei die Befestigungsvorrichtung ein Basiselement aufweist, wobei das Basiselement in dem Schaumteil eingeschäumt ist. Bei solchen bekannten Befestigungsvorrichtungen ist es nachteilig, dass bei einer Dauerbelastung Verschleißerscheinungen an benachbarten Komponenten insbesondere an einem Bezugsstoff oder dergleichen feststellbar sind, so dass aufgrund solcher Befestigungsvorrichtungen eine unschöne optische Anmutung von Fahrzeugkomponenten sich ergeben kann, was sich nachteilig auf die Werthaltigkeit der Fahrzeugkomponente und des gesamten Fahrzeuges auswirken kann. - Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Befestigungsvorrichtung für eine Fahrzeugkomponente, insbesondere einen Fahrzeugsitz zu schaffen, so dass Verschleißerscheinungen bei benachbarten Komponenten der Befestigungsvorrichtung, insbesondere bei Bezugstoffen und dergleichen, vermieden oder reduziert werden.
- Diese Aufgabe wird durch eine Befestigungsvorrichtung für eine Fahrzeugkomponente gelöst, wobei die Befestigungsvorrichtung ein Basisteil und ein zur Rastbefestigung vorgesehenes Befestigungselement aufweist, wobei das Basisteil zur Befestigung durch im wesentlichen vollständige Einschäumung in einem Schaumteil vorgesehen ist, wobei ferner das Basisteil einen Zentralbereich und einen Randbereich aufweist. Hierdurch ist es erfindungsgemäß vorteilhaft möglich, dass die Befestigungsvorrichtung eine vergleichsweise hohe Widerstandskraft gegenüber einer Zugkraft aufweist und auf Druck vergleichsweise weich ausgebildet ist, so dass negative Wechselwirkungen mit benachbarten Komponenten, insbesondere Bezugstoffen weitgehend vermieden werden bzw. zumindest reduziert werden.
- Es ist erfindungsgemäß bevorzugt, dass zwischen dem Zentralbereich und dem Randbereich Übergangsbereiche vorgesehen sind, welche bevorzugt schräg verlaufend vorgesehen sind. Hierdurch ist es möglich, dass die Befestigungsvorrichtung in ihrem Basisteil eine federnde Ausbildung erfährt, so dass erfindungsgemäß Verschleißerscheinungen an benachbarten Komponenten vermieden oder reduziert werden. Ferner ist es erfindungsgemäß bevorzugt, dass der Zentralbereich gegenüber dem Randbereichen in Richtung auf das Befestigungselement hin mit einem Höhenversatz vorgesehen ist. Hierdurch kann in Vorteilhafterweise ebenfalls eine Erhöhung der Zugkraftbelastbarkeit und eine Verminderung der Druckkraftbelastbarkeit erzielt werden. Ferner ist es erfindungsgemäß vorgesehen, dass der Randbereich als ein durchgehender Rahmen vorgesehen ist. Hierdurch ist es vorteilhaft möglich, eine besonders gute Verbindung zwischen dem Basisteil der Befestigungsvorrichtung und dem Schaum des Schaumteiles zu realisieren, so dass die Befestigungsvorrichtung in besonders stabiler Weise mit dem Schaumteil verbunden werden kann.
- Erfindungsgemäß ist weiterhin bevorzugt, dass das Basisteil eine Mehrzahl von Ausnehmungen zwischen dem Randbereich und dem Zentralbereich aufweist, was in vorteilhafter Weise dazu beiträgt, dass eine gute Verankerung der Befestigungsvorrichtung in dem Schaum bzw. in dem Schaumteil gewährleistet ist.
- Eine weitere vorteilhafte Maßnahme besteht darin, dass das Befestigungselement bombierte Flächen aufweist und/oder dass Kanten des Befestigungselementes mit maximalen Radien vorgesehen sind, so dass insbesondere für den Fall einer Scheuerbelastung oder von dauernden Kontaktbelastungen mit benachbarten Komponenten dieselben einen möglichst geringen Verschleiß aufweisen.
- Weiterhin ist es erfindungsgemäß auch bevorzugt, dass das Befestigungselement einen Einführtrichter aufweist. Dies erhöht in vorteilhafter Weise die Montagefreundlichkeit der Befestigungsvorrichtung bzw. die Montierbarkeit der Fahrzeugkomponente.
- Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Schaumteil mit einer erfindungsgemäßen Befestigungsvorrichtung. Solche Schaumteile werden mit Vorteil beispielsweise als Sitzpolsterung für Fahrzeugsitze eingesetzt, wobei die Befestigungsvorrichtung beispielsweise am Übergangsbereich zwischen einem sogenannten Sitzspiegel und einer sogenannten Sitzwange vorgesehen ist und dazu beiträgt, dass der Sitzbezugstoff in den Übergangsbereich zwischen dem Sitzspiegel und der Sitzwange hineingezogen wird und insgesamt die Fahrzeugkomponente damit einen optisch sehr werthaltigen und vorteilhaften Eindruck vermittelt.
- Ausführungsbeispiele der vorliegenden Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt und in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert.
-
1 zeigt schematisch eine Schnittdarstellung durch eine erfindungsgemäße Befestigungsvorrichtung. -
2 zeigt schematisch eine Schnittdarstellung durch ein erfindungsgemäßes Schaumteil mit einer erfindungsgemäßen Befestigungsvorrichtung. -
3 zeigt in schematischer Weise eine perspektivische Darstellung einer erfindungsgemäßen Befestigungsvorrichtung. -
4 zeigt eine Draufsicht auf eine erfindungsgemäße Befestigungsvorrichtung. -
5 zeigt eine Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Befestigungsvorrichtung. -
6 ,7 und8 zeigen Schnittdarstellungen der erfindungsgemäßen Befestigungsvorrichtung entlang verschiedener Schnittlinien gemäß der4 und5 . - In
1 ist eine erfindungsgemäße Befestigungsvorrichtung10 in Schnittdarstellung schematisch dargestellt. Die Befestigungsvorrichtung10 wird im Folgenden auch als Halteclip für den Sitzbezug eines Fahrzeugsitzes bezeichnet. Der Halteclip10 weist eine Basisplatte2 bzw. ein Basisteil2 und ein zum Sitzbezug hin ragendes Rastteil3 bzw. ein Befestigungselement3 auf. Mittels des Basisteils2 wird die Befestigungsvorrichtung10 in einem Schaumteil (in1 nicht dargestellt), welches auch als Posterteil für einen Fahrzeugsitz bezeichnet wird, eingeschäumt. Das Befestigungselement3 der Befestigungsvorrichtung10 rastet erfindungsgemäß in ein korrespondierendes Befestigungsteil des Sitzbezuges oder in eine andere Komponente ein. Die erfindungsgemäße Befestigungsvorrichtung10 soll einerseits hohen Zugbelastungen in Z-Richtung standhalten, andererseits aber für den Insassen nicht spürbar sein, also druckweich ausgeführt werden, d. h. für Kräfte in negativer Z-Richtung vergleichsweise nachgiebig ausgelegt sein. Das Befestigungselement3 weist einen Rasthaken4 auf. Der Rasthaken4 weist einen verstärkten Bereich5 auf, der der Erhöhung der Zugfestigkeit dient, das heißt dem Erschweren eines Aufbiegens des Rasthakens4 dient. Das Basisteil2 ist mit einem Höhenversatz d zwischen einem Randbereich6 des Basisteils2 und einem erhöhten bzw. versetzt angeordneten Zentralbereich7 des Basisteils2 angeordnet, wobei zwischen dem Zentralbereich7 und dem Randbereich6 des Basisteils2 eine Mehrzahl von Übergangsbereichen8 vorgesehen sind, welche bei einer Kraftbelastung in negativer Z-Richtung, das heißt einer Druckbelastung, in negativer Z-Richtung einfedern. Hierdurch ist eine vergleichsweise große Nachgiebigkeit gegenüber Kräfte in negativer Z-Richtung gewährleistet. - In
2 ist in schematischer Weise eine Schnittdarstellung einer erfindungsgemäßen Befestigungsvorrichtung10 in einem Schaumteil20 dargestellt, wobei ferner auch Teilbereiche eines Bezugs30 bzw. eines Bezugstoffes30 als Dekormaterial der Fahrzeugkomponente bzw. des Fahrzeugsitzes (nicht dargestellt) abgebildet sind. Der Bezug30 weist einen Spiegelbereich31 und einen Wagenbereich32 auf. An der Übergangsstelle zwischen dem Spiegelbereich31 und dem Wagenbereich32 wird der Bezug30 von der Befestigungsvorrichtung10 nach unten gezogen (in negativer Z-Richtung) hierdurch übt der Bezug30 eine Zugkraft (in positiver Z-Richtung) auf die Befestigungsvorrichtung10 bzw. insbesondere auf das Befestigungselement3 aus. Diese Zugkraft wird durch die bevorzugt einstückig vorgesehene Befestigungsvorrichtung10 auf das Basisteil2 und aufgrund dessen Einschäumung in dem Schaumteil20 auf das Schaumteil20 übertragen bzw. in den Schaum21 eingeleitet. - In
3 ist in schematischer Weise eine perspektivische Darstellung einer Befestigungsvorrichtung10 mit einer näheren Betrachtung der auf die Befestigungsvorrichtung10 wirkenden Kräfte dargestellt. Mit dem Bezugszeichen F ist eine Zugkraft in positiver Z-Richtung bezeichnet. Mit dem Bezugszeichen F' ist eine Druckkraft in negativer Z-Richtung bezeichnet. Mit dem Bezugszeichen F'' ist eine Fügekraft zur Einbringung eines Keders bzw. einer Seele in das Befestigungselement3 der erfindungsgemäßen Befestigungsvorrichtung10 dargestellt. - In
4 ist eine Draufsicht auf die erfindungsgemäße Befestigungsvorrichtung10 dargestellt. In5 ist eine Seitenansicht der Befestigungsvorrichtung10 dargestellt. In den4 und5 sind Schnittlinien A-A, B-B bzw. C-C angezeichnet, welche den Darstellungen gemäß den6 A-A,7 B-B und8 C-C entsprechen. In4 ist der Randbereich6 , die Übergangsbereiche8 sowie das Zentralteil7 und das Befestigungselement3 dargestellt. In5 ist der Randbereich6 , der Zentralteil7 , die Übergangsbereiche8 und das Befestigungselement3 dargestellt. In6 ist das Befestigungselement3 mit seinem Rasthaken4 abgebildet. In7 ist eine Schnittdarstellung der Befestigungsvorrichtung10 zusammen mit einem Teilbereich des Schaummaterials21 schematisch dargestellt. Erkennbar ist ein Teil des Randbereiches6 sowie das Befestigungselement3 . In8 ist eine weitere Seitendarstellung der erfindungsgemäßen Befestigungsvorrichtung10 mit dem Randbereich6 , dem Befestigungselement3 , dem Zentralbereich7 und den Übergangsbereichen8 dargestellt. - Erfindungsgemäß ist es besonders bevorzugt, wenn die Fügekraft für einen Trimdraht bzw. Bezugdraht, welcher in
2 mit dem Bezugszeichen35 bezeichnet ist, kleiner ist als die maximale Druckkraft der erfindungsgemäßen Befestigungsvorrichtung10 im eingeschäumten Zustand. Erfindungsgemäß ist es weiterhin bevorzugt, dass die dem Trimbereich bzw. die dem Bezug30 zugewandten Flächen der Befestigungsvorrichtung10 bombiert sind und die Kanten mit maximalen Radien versehen sind, um die Schneidwirkung von Kanten zu eliminieren und allgemein einen geringeren Verschleiß des Bezugs30 zu ermöglichen. Die Breite des in1 mit dem Bezugszeichen9 bezeichneten Einführtrichters ist erfindungsgemäß besonders groß gewählt, so dass eine erleichterte Montage möglich ist. -
- 2
- Basisteil
- 3
- Befestigungselement
- 4
- Rasthaken
- 5
- Umlenkung
- 6
- Randbereich
- 7
- Zentralbereich
- 8
- Übergangsbereiche
- 9
- Einführtrichter
- 10
- Befestigungsvorrichtung
- 20
- Schaumteil
- 21
- Schaum
- 30
- Bezug
- 31
- Sitzspiegel
- 32
- Wangenbereich
- d
- Höhenversatz
- F
- Zugkraft
- F'
- Druckkraft
- F''
- Einführkraft
Claims (9)
- Befestigungsvorrichtung (
10 ) für eine Fahrzeugkomponente, insbesondere einen Fahrzeugsitz, wobei die Befestigungsvorrichtung (10 ) ein Basisteil (2 ) und ein zur Rastbefestigung vorgesehenes Befestigungselement (3 ) aufweist, wobei das Basisteil (2 ) zur Befestigung durch im wesentlichen vollständige Einschäumung in einem Schaumteil (20 ) vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Basisteil (2 ) einen Zentralbereich (7 ) und einen Randbereich (6 ) aufweist. - Befestigungsvorrichtung (
10 ) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Zentralbereich (7 ) und dem Randbereich (6 ) Übergangsbereiche (8 ) vorgesehen sind. - Befestigungsvorrichtung (
10 ) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Zentralbereich (7 ) gegenüber dem Randbereich (6 ) in Richtung auf das Befestigungselement (3 ) hin mit einem Höhenversatz (d) vorgesehen ist. - Befestigungsvorrichtung (
10 ) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Randbereich (6 ) als ein durchgehender Rahmen vorgesehen ist. - Befestigungsvorrichtung (
10 ) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Übergangsbereiche (8 ) schräg verlaufend vorgesehen sind. - Befestigungsvorrichtung (
10 ) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Basisteil (2 ) eine Mehrzahl von Ausnehmungen zwischen dem Randbereich (6 ) und dem Zentralbereich (7 ) aufweist. - Befestigungsvorrichtung (
10 ) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Befestigungselement (3 ) bombierte Flächen und/oder Kanten mit maximalen Radien aufweist. - Befestigungsvorrichtung (
10 ) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Befestigungselement (3 ) einen Einführtrichter (9 ) aufweist. - Schaumteil (
20 ) mit einer Befestigungsvorrichtung (10 ) nach einem der vorhergehenden Ansprüche.
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