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HINTERGRUND
DER ERFINDUNG
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Die vorliegende Erfindung betrifft
im Allgemeinen das Fachgebiet der Zahnsanierung und insbesondere
die Verwendung von refraktären
Formteilen.
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Um ein Veneer (Abdeckteil) oder eine
Krone an einem beschädigten
Zahn anzubringen, fertigt der Zahnarzt einen einzigen Abdruck (Abformung)
der gesamten Zahnreihe an, die den beschädigten Zahn umfasst. Beispielsweise
wird dann, wenn der beschädigte
Zahn ein oberer Zahn ist, ein nachgiebiges Material, wie beispielsweise
Kunststoff, Gummi oder dergleichen verwendet, um einen Abdruck der
gesamten oberen Zahnreihe mit dem beschädigten Zahn anzufertigen. Wie
in "Preparation
and Fabrication of Ceramic Veneerley" von Paul Sturridge and Irfan Ahmad
in QDT, Quintessence of Dental Technology, Ausgabe 22, Seite 169
(1999) diskutiert, wird aus dem Abdruck ein Arbeitsabguss erstellt.
Typischerweise wird der Arbeitsabguss durch Einfüllen von Formsteinmaterial
in den Abguss hergestellt, wobei man dann das Formsteinmaterial
aushärten
lässt. Dann
werden kleine zylindrische Stifte an der Unterseite des Arbeitsabgusses
angebracht, um zu ermöglichen,
dass der Arbeitsabguss an einer Basis angebracht werden kann, so
dass einzelne entfernbare Formteile korrekt in der Basis repositionierbar sind.
Diese Formteile werden in der Folge unterteilt, angepasst und wieder
auf der Basis positioniert. Mit Silikonabdruckmaterial wird ein
Abdruck dieses an der Basis angepassten Modells hergestellt und
die Basis wird dann entfernt, wobei die einzelnen Formteile in dem
Abdruck gehalten werden. Die Formteile, die jedem Zahn entsprechen,
der unter Verwendung von refraktären
Formteilen erneuert werden soll, werden dann aus dem Abdruck entfernt
und die Leerräume
werden anschließend
mit widerstandsfähigem Material
ausgefüllt.
Ein spezieller widerstandsfähiger Stift
wird dann in jedem Formteil positioniert und es wird eine neue Basis
abgegossen.
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Ein alternatives Verfahren nach dem
Stand der Technik, das zur Herstellung eines Arbeitsmodells mit
refraktären
Formteilen benutzt wird, besteht darin, die Formteile, die zur Verwendung
der refraktären
Formteile genutzt werden, anzupassen und dann die Formteile auf
dem ursprünglichen
Abdruck wieder zu positionieren. Der verbleibende Teil des Modells
wird dann mit Dentalstein abgegeossen. Die einzelnen Formteile werden
nacheinander entfernt und in Silikon dupliziert. Die Formteile werden
aus dem Silikonabdruck entfernt und es wird widerstandsfähiges (refraktäres) Material
in den Abdruck eingefüllt,
um die refraktären
Formteile herzustellen. Das sich ergebende Produkt wird dann in
dem Arbeitsmodell positioniert.
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Das erste Verfahren erfordert die
zusätzliche Herstellung
eines Abgusses einer zweiten Basis. Ferner hat das Verfahren den
Nachteil, dass das gesamte Modell erneut hergestellt werden muss,
falls ein einzelnes Formteil beschädigt wird. Das zweite Verfahren
eröffnet
die Möglichkeit
eines Positionierungsfehlers durch das Erfordernis einer erneuten Positionierung
in dem ursprünglichen
Abdruck. Das zweite Verfahren erfordert auch mehr Zeit, um die einzelnen
Formteile vor deren Duplizierung herzustellen.
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Das refraktäre Formteil umfasst ein Paar kleiner
Stifte, die sich in derselben Richtung nach auswärts erstrecken, wie die übrigen zylindrischen Stifte
sich von dem Arbeitsabguss aus erstrecken. Wenn sich das refraktäre Formteil
zusammen mit dem Arbeitsabguss innerhalb der Gussform befindet, dann
wird eine Gipsbasis abgegossen, was zu einem abschließenden Abguss
führt,
der an der Basis angebracht wird.
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Ein weiteres Problem bei den Verfahren
zum Stand der Technik liegt in der Zerbrechlichkeit des refraktären Materials,
das die kleinen zylindrischen Stifte umgibt, die von dem Teil des
refraktären
Formteils vorstehen, welches den zu erneuernden Zahn repräsentiert.
In diesen Unterlagen ist ein neuer großer Stift offenbart, der in
Verbindung mit dem Teil des Modellformteils verwendet wird, das
den wiederherzustellenden Zahn repräsentiert, um ein refraktäres Formteil
mit einem refraktären
Stift herzustellen, der von diesem mit einem vergrößerten äußeren Körper vorsteht.
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ABRISS DER
ERFINDUNG
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Ein Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung
ist ein Verfahren zum Erneuern eines ersten Zahns innerhalb einer
Zahngruppe, umfassend den ersten Schritt der Herstellung eines ersten
Abdrucks der Zahngruppe mit dem zu erneuernden Zahn. Aus dem Abdruck
wird eine Modellform hergestellt, wobei die Modellform ein erstes
Teil aufweist, das dem zu erneuernden Zahn entspricht. Das erste Teil
wird mit einem Befestigungsstift mit einem vergrößerten Abschnitt versehen,
der dann an einer Basis angebracht wird. Als nächstes wird die Modellform
von der Basis entfernt und in mehrere Teile unterteilt, wobei diese
zumindest das erste Teil mit dem vergrößerten, von diesem vorstehenden
Abschnitt und ein zweites Teil umfassen. Es wird ein zweiter Abdruck
des ersten Teils mit dem vergrößerten Abschnitt
hergestellt, wodurch die Herstellung eines ersten refraktären Formteils
möglich
wird, das eine Kopie des Zahns darstellt und von dem der vergrößerte Abschnitt
absteht. Das refraktäre
Formteil und das zweite Teil werden durch Einsetzen der Stifte an der
Basis angebracht und die Kopie des vergrößerten Abschnitts wird in die
Basis eingebracht. Das Erneuerungsmaterial wird dann an dem refraktären Formteil
angebracht, um eine abschließende
Konfiguration des zu erneuernden Zahnes zu ermöglichen.
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Ein weiteres Ausführungsbeispiel der vorliegenden
Erfindung ist eine Kombination zur Verwendung bei der Herstellung
einer Krone oder eines Veneers (Abdeckteils) für einen beschädigten Zahn
in einer Zahnreihe, umfassend eine Basis und eine mehrteilige Modellform
einer Zahnreihe, die entfernbar an der Basis angebracht ist. Die
Modellform umfasst ein Defektzahnteil, das von der Modellform entfernbar
ist und das dem beschädigten
Zahn innerhalb der Zahnreihe entspricht. Das Teil wird entfernbar
unabhängig
von dem Rest der Modellform an der Basis angebracht. Es wird ein
Stift an dem Teil der Modellform angebracht, wobei der Stift einen
vergrößerten Abschnitt
aufweist, der sich von dem Teil aus nach außen und in die Basis erstreckt.
Es wird ein refraktäres
Formteil hergestellt, das dann das Teil mit dem Stift ersetzt. Das
refraktäre
Formteil wird verwendet, um die Krone für den beschädigten Zahn herzustellen.
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Es ist eine Aufgabe der vorliegenden
Erfindung, ein neues und verbessertes Verfahren zum Erneuern von
Zähnen
bereitzustellen.
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Es ist eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung,
einen Abdruck einer Zahnreihe bereitzustellen, die ein refraktäres Formteil
eines zu erneuernden Zahnes umfasst, das entfernbar an einer Basis
mit voneinander trennbaren Teilen angebracht ist, um das Ersetzen
eines der Teile ohne das Erfordernis der Wiederherstellung des gesamten
Modells zu ermöglichen.
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Es ist eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung,
einen Befestigungsstift zum entfernbaren Anbringen eines refraktären Formteils
innerhalb einer Modellform einer Zahnreihe bereitzustellen.
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Verwandte Aufgaben und Vorteile der
vorliegenden Erfindung werden aus der folgenden Beschreibung ersichtlich.
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KURZE BESCHREIBUNG
DER ZEICHNUNGEN
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1 ist
eine perspektivische Ansicht einer Zahngruppe oder eines Zahnbogens
mit einem zu erneuerndem Zahn.
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2 ist
eine perspektivische Ansicht einer Modellformkopie der Zähne aus 1.
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3 ist
eine perspektivische Ansicht eines zylindrischen Stifts, der zur
Anbringung von Teilen der Modellform aus 2 an einer Basis verwendet wird.
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4 ist
eine Vorderansicht eines Befestigungsstifts für ein refraktäres Formteil.
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5 ist
eine Seitenansicht des Stifts aus 4.
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6 ist
eine Draufsicht des Stifts aus 4.
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7 ist
eine Ansicht von unten der Form aus 2,
wobei die Stifte aus 3 und 4 daran angebracht sind.
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8 ist
eine Ansicht der Modellform aus 7 von
oben, die an einer Basis angebracht ist, wobei der Teil der Modellform,
der den wiederherzustellenden Zahn zeigt, davon entfernbar ist.
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9 ist
eine perspektivische Ansicht des aus 8 entfernten
Modellformteils, der in einem Behälter zum Herstellen eines Abdrucks
positioniert ist.
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10 ist
eine perspektivische Ansicht eines refraktären Formteils des zu erneuernden
Zahnes.
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11 ist
dieselbe Ansicht wie 8,
wobei diese eine Modellform zeigt, in der mehrere Zähne zu erneuern
sind.
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12 ist
eine perspektivische Ansicht einer Hülse zum Anbringen des Stifts
aus 4.
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13 ist
eine Seitenansicht der Hülse
aus 12.
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BESCHREIBUNG
DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSBEISPIELE
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Um das Verständnis der Prinzipien der Erfindung
zu fördern,
wird nun auf das in den Zeichnungen dargestellte Ausführungsbeispiel
verwiesen und es wird eine bestimmte Terminologie verwendet, um dieses
zu beschreiben. Nichtsdestotrotz ist es selbstverständlich,
dass dadurch keine Beschränkung
des Rahmens der Erfindung vorgenommen werden soll, so dass Abwandlungen
und weitere Modifikationen der dargestellten Vorrichtung und weitere
Anwendungsfälle
der Prinzipien der Erfindung, wie sie dargestellt ist, als im Rahmen
dessen anzusehen sind, was von dem Fachmann, auf den sich die Erfindung bezieht,
als selbstverständlich
angesehen wird.
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Nimmt man nun insbesondere auf 1 Bezug, so ist dort ein
Zahnbogen 20 gezeigt, der in einem Mund einer Person gegeben
ist, wobei ein vorderer Zahn 21 dargestellt ist, der zwischen
und neben den Zähnen 22 und 23 zu
erneuern ist. Um den Zahn 21 zu erneuern, wird entweder
Porzellan oder ein anderes geeignetes Material verwendet, um den Zahn
zu einer abschließenden
Konfiguration aufzubauen.
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Bevor ein Abdruck (Abformung) der
Zähne 20 hergestellt
wird, wird der wiederherzustellende Zahn 21 durch Entfernen
von Fäulnisstellen,
alten Füllungen
etc. bearbeitet. In dem bevorzugten Ausführungsbeispiel wird dann ein
herkömmlicher
Abdruck von den Zähnen 20 durch
Einfüllen
von Abdruckmaterial, wie beispielsweise Polyvinylsiloxan, in eine
Form oder eine Schale und durch Positionieren der Schale in dem
Mund hergestellt, woraufhin man den Abdruck aushärten lässt. Die Schale wird dann mit
dem Abdruckmaterial entfernt, das Eindruckstellen aufweist, die
den Zähnen
entsprechen, so dass sich ein Negativmodell ergibt. Dann wird die
Modellform durch Einfüllen
einer Materialmischung in den Abdruck hergestellt. Eine herkömmliche
Mischung umfasst beispielsweise 20 ml Wasser mit 100 Gramm Formsteinmaterial,
das ein Gips mit einem Harz ist. Die Mischung wird unter Vakuum
zur Beseitigung von Lufteinschlüssen
angerührt.
Man lässt
die Mischung aushärten,
wodurch eine Positivmodellkopie 25 (2) entsteht. Die Modellform 25 wird
angepasst und die Unterseite wird geschliffen, um eine flache ebene
Oberfläche
zu erzeugen.
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Es werden zwei verschiedene Typen
von Befestigungsstiften an der Unterseite der Kopie 25 angebracht.
Die Stifte umfassen herkömmliche
Zylinderstifte 26 (3)
und einen neuartigen refraktären Formstift 27 (4 – 6).
Es werden Löcher
in die Bodenfläche
der Kopie 25 eingebohrt, wobei die Stifte 26 und
das zylindrische obere Ende 28 des Stifts 27 dann
in die zylindrischen Löcher
eingesetzt werden. Zunächst
wird ein herkömmlicher
Klebstoff, wie beispielsweise Cyanoacrylat in die Löcher eingefüllt, um die
Stifte sicher darin zu halten.
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Der Stift 27 weist einen
Hauptkörper 29 mit einem
oberen Ende 30, einem unteren Ende 31, einem Paar
entgegengesetzter Oberflächen 32 und 33, einer
Vorderfläche 35 und
eine Rückfläche 36 auf. Ein
Paar zylindrischer Stifte 28 und 34 steht jeweils vom
oberen Ende 30 und vom unteren Ende 31 des Hauptkörpers 29 nach
außen
vor. Der Hauptkörper verjüngt sich
sowohl in horizontaler als auch in vertikaler Richtung, wie in 4 und 5 gezeigt. Dies bedeutet, dass die Oberflächen 32 und 33 auseinander laufen,
während
sich die Oberflächen
von dem unteren Ende 31 zu dem Zwischenbereich 37 erstrecken, der
zwischen den Enden 30 und 31 liegt. Ähnlich laufen
die Oberflächen 35 und 36 auseinander,
während sie
sich von dem unteren Ende 31 zu dem Zwischenbereich 37 nach
oben erstrecken, der zwischen den Enden 30 und 31 liegt.
Die Oberflächen 32 und 33 verlaufen
vertikal vom Bereich 37 zu dem oberen Ende 30 entlang
Linien, die parallel zu der sich zentral durch den Stift erstreckenden
Längsachse 38 verlaufen.
Die vordere Fläche 35 und
die Rückfläche 36 sind
in konvexer Form abgerundet und gehen in die Seitenflächen 32 und 33 über, so
dass sich eine größere Breite 39 am
vorderen Ende des Stifts im Vergleich zu der Breite 40 an
der Rückseite
des Stifts ergibt. Die Oberflächen 32 und 33 erstrecken
sich konvergierend zum Ende 36 und bilden einen eingeschlossenen
Winkel 16. Die abgerundete vordere Fläche 35 und die abgerundete
Rückfläche 36 erstrecken
sich vertikal entlang Linien, die zwischen dem Bereich 37 und
dem oberen Ende 30 parallel zu der Achse 38 verlaufen.
Der Hauptkörper 29 weist
einen länglichen
horizontalen Querschnitt von dem Ende 30 zu dem Ende 31 auf.
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Die zylindrischen Stifte 26 (3) werden in die Löcher eingesetzt,
die vorangehend in der Unterseite des Modells 25 (7) angebracht wurden, mit Ausnahme
des Teils 44 des Modells, an dem der zu erneuernde Zahn 21 ausgebildet
wird. Anstelle der Anbringung von Stiften 26 an dem Teil 44 wird
der refraktäre
Formstift 27 durch Einsetzen des zylindrischen oberen Endes
in eine in der Unterseite des Teils 44 gebohrte zylindrische
Bohrung angebracht, wodurch der vergrößerte Hauptkörper 29 unterhalb des
Modells angebracht wird. Für
einen relativ klein dimensionierten Zahn, wie beispielsweise einem
vorderen Zahn, wird die Rückfläche 36 des
Stifts 27 in Richtung nach hinten des zu erneuernden Zahns
positioniert, wohingegen die vordere Fläche 35 nach außen und
in Vorwärtsrichtung
der Zahnreihe weist. Wenn sich der Klebstoff innerhalb der Zahnlöcher verfestigt
hat, werden Plastikhülsen
auf den Stiften 26 und 27 angebracht, um zu verhindern,
dass eine Basis an den Stiften haftet. Es werden auf dem Markt verfügbare Hülsen auf
den Stiften 26 angebracht, wohingegen eine spezielle Hülse 100 (12 und 13) auf dem Stift 27 angebracht
wird. Die Hülse 100 weist einen
hohlen Innenraum 101 auf, um den Hauptkörper des Stifts 27 aufzunehmen.
Die untere Wand 102 der Hülse ist verschlossen. Ein Loch 103 erstreckt sich
durch die Wand 102, wodurch es möglich wird, dass sich das Ende 34 des
Stifts durch die Wand hindurch erstreckt. Ferner wird ein Steintrennmittel
an der Unterseite des Modells 25 aufgetragen, um zu verhindern,
dass das Modell an der Gipsbasis haften bleibt. Es sind herkömmlich verfügbare Steintrennmittel
erhältlich,
wie beispielsweise eine Acrylflüssigkeit.
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Die Gipsbasis wird durch Einfüllen einer Gipsflüssigkeit
in eine Form hergestellt. Beispielsweise werden 100 Gramm Gips mit 23 ml
Wasser in eine Form eingefüllt
und unter Vakuum gemischt. Die Modellform 25 wird dann
in die Form eingeführt,
wobei die Modellzähne
nach oben weisen. Wenn der Gips ausgehärtet ist, wird das Modell mit
der Gipsbasis aus der Form entfernt. Eine Gipsbasis 48 (8) wird so mit einer Mehrzahl
sich nach oben öffnender Stiftlöcher versehen,
die darin ausgebildet sind und die nach unten weisende Stifte des
Modells 25 aufnehmen.
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Das Modell 25 wird dann
von der Basis 48 entfernt, wobei das Teil 44 aus
dem Modell durch Sägen
entlang der Doppellinien 49 und 50 ausgeschnitten
wird. Die Linie 49 (7)
erstreckt sich zwischen dem Modellzahn 54 (2), der dem Zahn 21 (1) entspricht, und dem benachbarten
Modellzahn 51, der dem Zahn 22 entspricht, wohingegen die
Linie 50 sich zwischen dem Modellzahn 54 und dem
benachbarten Modellzahn 52 erstreckt. Die Modellform wird
deshalb in ein Teil 23, ein Mittelteil 74, das
dem zu erneuernden Zahn 21 entspricht, und ein Teil 75 (8) unterteilt. Die abgegossene
Basis umfasst Stifte 26 und den Stift 27, der
den vergrößerten Hauptkörper 29 und
den unteren Stift 34 umfasst.
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Das Modellteil 74 (9), das aus dem den zu erneuernden
Zahn 21 repräsentierenden
Teil des Modells zusammen mit einem Stift 27 besteht, wird
in den Behälter 55 eingelegt,
der in der Folge mit einem flüssigen
Weichsilikon gefüllt
wird, wobei der Zahn nach oben weist. Der Behälter 55 weist eine
entfernbare Basis 80 mit einer weichen Oberfläche 81 auf,
in welche das Stiftende 34 eingesetzt werden kann, um den
Stift 27 entfernbar an der Basis anzubringen. Eine Hülle 82 ist
entfernbar an der Basis 81 angebracht und umgibt das Teil 74.
Das Silikon wird in die Hülle 81 eingefüllt, die
das Teil 74 umgibt. Wenn sich das Weichsilikon verfestigt
hat, wird die Basis 81 von der Hülle 82 entfernt und
das Teil 74 wird entfernt, so dass sich ein Negativloch
oder eine Form des Teils 74 bildet. Es wird ein Lösemittel
in das Loch einge sprüht
und es wird refraktäres
(widerstandsfähiges) Material
in das in dem Behälter 55 ausgebildete
Loch eingefüllt.
Das refraktäre
Material weist einen thermischen Expansionskoeffizienten auf, der
näherungsweise
gleich dem von Porzellan ist, das in der Folge auf dieses aufgebracht
wird. Somit kann das refraktäre
Material auf eine hohe Temperatur erhitzt werden, um das Porzellan
zu schmelzen, ohne dass das refraktäre Material bricht. Wenn das
refraktäre
Material sich über
eine Stunde verfestigt hat, kann die sich ergebende Kopie 76 (10), die eine Kopie des Modellteils 74 bildet,
aus dem Behälter 55 entfernt werden
und an der Basis 48 anstelle des Teils 74 angebracht
werden.
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Die Basis 48 und das refraktäre Formteil 76 werden
auf eine Anfangstemperatur erhitzt, beispielsweise auf ungefähr 700 °C, und dann über fünf Minuten
in herkömmlicher
Weise in einen Porzellanofen, bei beispielsweise 1000 °C, eingebracht.
Wenn das refraktäre
Formteil 76 sich abgekühlt
hat, kann das Porzellan auf dem Formteil 76 aufgebracht
werden oder es kann ein Veneer (Abdeckteil) angebracht werden, konfiguriert
werden und in einem Hochtemperaturofen in herkömmlicher Weise zum Erhalt der abschließenden Zahnkonfiguration
erhitzt werden. Die sich ergebende Krone kann dann entfernt und
in dem Mund des Patienten angebracht werden.
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Es ergeben sich einige Vorteile aus
der Verwendung einer Modellform, die aus den Steinteilen 73 und 75 besteht,
wohingegen der zu erneuernde Zahn aus einem refraktären Formteil 76 besteht.
Ein Vorteil liegt darin, dass dann wenn das Formteil 76 während der
Wärmeanwendung
und während
des Aufbringens von Porzellan bricht, ein neues refraktäres Formteil
durch Wiederholen der Prozedur des Abgießens eines neuen refraktären Formteils
in dem Behälter 55 unter
Verwendung des von dem Teil 74 gebildeten Loches 74 hergestellt
werden kann, ohne das Erfordernis der Herstellung neuer Formsteinmaterialteile 73 und 74 zusammen
mit der Basis 48. Ferner können in einem Fall, in dem
es gewünscht
ist, einen besseren Zugang zu den Seiten des refraktären Formteils 76 nach
Anbringung an der Basis zu haben, die Teile 73 und 74 während des
Aufbringens von Porzellan entfernt werden. Am bedeutendsten ist es,
dass es gemäß der vorliegenden
Erfindung nicht erforderlich ist, dass die Modellform in den Abguss wiedereingesetzt
wird, wenn das refraktäre
Formteil abgegossen wird, oder dass ein zweiter Abdruck der gesamten
Modellform abgenommen wird, da das refraktäre Formteil durch sich selbst
hergestellt wird. Zusätzlich
wird gemäß der vorliegenden
Erfindung im Gegensatz zu dem Verfahren nach dem Stand der Technik
lediglich eine einzige Basis 48 hergestellt.
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In vielen Fällen sind in derselben Zahnreihe mehrere
Zähne zu
erneuern, wobei die zu erneuernden Zähne nicht zueinander benachbart
liegen. Die zu erneuernden Zähne
können
an Positionen liegen, die durch Formteile 74 und 91 belegt
sind, die an der Basis 48 in 11 angebracht
sind. Die Teile 91 und 74 werden dann von einem
Formsteinmaterialteil 92 getrennt. Es können aus den Teilen 91 und 74 einzelne
refraktäre
Formteile in einer Art und Weise hergestellt werden, die identisch
zu der Herstellung des refraktären
Formteils 76 ist. In dem Fall, dass das dem Teil 91 entsprechende
refraktäre
Formteil bricht, wohingegen das dem Teil 74 entsprechende
refraktäre Formteil
erfolgreich hergestellt wurde, muss der Vorgang lediglich für das dem
Teil 91 entsprechende refraktäre Formteil wiederholt werden,
wodurch erhebliche Einsparungen sowohl hinsichtlich der Kosten als
auch hinsichtlich der Zeit erreicht werden können. Beide Teile 74 und 91 umfassen
einen Stift 27.
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Das Verfahren zur Herstellung einer
Krone oder eines Veneers zur Anbringung an dem zu erneuernden Zahn
umfasst den ersten Schritt der Herstellung eines ersten Abdrucks
(Abformung) der Zahnreihe. Eine Modellform aus Formsteinmaterial
wird dann aus dem ersten Abdruck hergestellt. Ein dem zu erneuernden
Zahn entsprechendes Teil der Modellform wird abgetrennt. Das abgetrennte
Teil des Modells wird verwendet, um einen weiteren Abdruck herzustellen,
der zur Erzeugung des refraktären Formteils
verwendet wird. Das refraktäre
Formteil und der verbleibende Teil der Modellform wird entfernbar
an einer Basis angebracht. Zylindrische Stifte halten die Modellform
an der Basis und ein Stift mit einem vergrößerten Abschnitt hält das Teil
der Modellform an der Basis, das dem zu erneuernden Zahn entspricht.
Dann wird Porzellan auf das refraktäre Formteil aufgebracht und
erhitzt und in der Folge an dem zu erneuerndem Zahn angebracht.
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Beim Anbringen des Stifts mit dem
vergrößerten Abschnitt
für einen
kleinen Zahn wird der vergrößerte Abschnitt
derart positioniert, dass sein vergrößerter vorderer Bereich nach
außen
und nach vorne bezüglich
der Zahnreihe vorsteht. In dem Fall, dass ein zweiter Zahn innerhalb
der Zahnreihe zu erneuern ist, wird das hierin beschriebene Verfahren
für den
zweiten Zahn wiederholt.
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Während
die Erfindung detailliert in den Zeichnungen und der vorangehenden
Beschreibung dargestellt und beschrieben wurde, sind diese Darstellung
und Beschreibung als illustrativ und nicht beschränkend anzusehen
und es ist selbstverständlich, dass
lediglich die bevorzugten Ausführungsbeispiele gezeigt
und beschrieben wurden, und dass alle Änderungen und Modifikationen,
die im Rahmen der Erfindung liegen, mit unter Schutz gestellt werden
sollen. 7036