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DE1011880B - Verfahren zur Herstellung von wenig toxischen Salzen von basischen Streptomycesantibiotika - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von wenig toxischen Salzen von basischen Streptomycesantibiotika

Info

Publication number
DE1011880B
DE1011880B DEC12428A DEC0012428A DE1011880B DE 1011880 B DE1011880 B DE 1011880B DE C12428 A DEC12428 A DE C12428A DE C0012428 A DEC0012428 A DE C0012428A DE 1011880 B DE1011880 B DE 1011880B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
panthenol
basic
sulfate
production
low
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEC12428A
Other languages
English (en)
Inventor
Rer Nat Dr Med Herbert Kell Dr
Dipl-Chem Dr Med Hein Mueckter
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Gruenenthal GmbH
Original Assignee
Chemie Gruenenthal GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Chemie Gruenenthal GmbH filed Critical Chemie Gruenenthal GmbH
Priority to DEC12428A priority Critical patent/DE1011880B/de
Publication of DE1011880B publication Critical patent/DE1011880B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07HSUGARS; DERIVATIVES THEREOF; NUCLEOSIDES; NUCLEOTIDES; NUCLEIC ACIDS
    • C07H15/00Compounds containing hydrocarbon or substituted hydrocarbon radicals directly attached to hetero atoms of saccharide radicals
    • C07H15/20Carbocyclic rings
    • C07H15/22Cyclohexane rings, substituted by nitrogen atoms
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07HSUGARS; DERIVATIVES THEREOF; NUCLEOSIDES; NUCLEOTIDES; NUCLEIC ACIDS
    • C07H15/00Compounds containing hydrocarbon or substituted hydrocarbon radicals directly attached to hetero atoms of saccharide radicals
    • C07H15/20Carbocyclic rings
    • C07H15/22Cyclohexane rings, substituted by nitrogen atoms
    • C07H15/238Cyclohexane rings substituted by two guanidine radicals, e.g. streptomycins

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
  • Biotechnology (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Genetics & Genomics (AREA)
  • Molecular Biology (AREA)
  • Preparation Of Compounds By Using Micro-Organisms (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von wenig toxischen Salzen von basischen Streptomycesantibiotika Gegenstand der Patente 951 567 und 954 874 ist ein Verfahren zur Verminderung der Toxizität basischer, von Streptomycesarten erzeugter Antibiotika, bei dem die basischen Streptomycesantibiotika mit Pantothensäure oder deren Derivaten in Gegenwart eines Lösungs- oder Suspensionsmittels in bekannter Weise umgesetzt werden. In der deutschen Auslegeschrift C 11008 IVb/12 o wurde gezeigt, daß auch das Leucin befähigt ist, eine Verminderung der toxischen Eigenschaften der basischen Streptomycesantibiotika herbeizuführen, ohne daß deren antibiotische Wirksamkeit herabgesetzt wird.
  • In weiterer Bearbeitung der Aufgabenstellung, basische Streptomycesantibiotika zu entgiften, wurde nunmehr gefunden, daß das Panthenol befähigt ist, mit basischen Streptomycesantibiotika neue Komplexverbindungen zu bilden, in denen die Toxizität der basischen Streptomycesantibiotika ebenfalls stark herabgesetzt ist.
  • Die Bildung der Komplexverbindungen ergibt sich aus folgenden Feststellungen: Läßt man 1 Mol Streptomycin als Sulfat mit 1 Mol Panthenol in wäßriger Lösung reagieren und behandelt das Reaktionsgemisch mit Alkohol, so wird eine kristallisierte Verbindung erhalten. In der Mutterlauge von diesem kristallisierten Produkt ist kein Panthenol nachweisbar. Auch wenn man die erhaltene Komplexverbindung mehrfach mit Alkohol behandelt, läßt sich daraus kein Panthenol isolieren, obwohl Panthenol leicht in Alkohol löslich ist. Setzt man dagegen mehr als 1 Mol Panthenol mit 1 Mol Streptomycin (als Sulfat) um, so kann die 1 12o1 übersteigende Menge Panthenol aus der Mutterlauge der kristallisierten Komplexverbindung zurückgewonnen werden.
  • Vergleicht man das Verhalten von Streptomycinsulfat mit dem der Streptomycinsulfatpanthenolkomplexverbindung im elektrischen Feld (Papierelektrophorese), so ergibt sich, daß die Wanderungsgeschwindigkeit des Streptomycins in der Komplexverbindung gegenüber der des Streptomycins in dem Salz deutlich herabgesetzt ist. Es wurden bei einer Spannung von 100V und bei Verwendung eines Acetatpuffers vom pH = 5,0 folgende Werte erhalten:
    Versuchs- Vom Streptomy-
    dauer ein durchlaufene
    Strecke
    Stunden cm
    Streptomycinsulfat . . . . . . . . . 4 5,9
    Streptomycinsulfat-Panthenol-
    Komplexverbindung ..... 4 4,7
    Die Toxizitätsverminderung, die durch die Bildung der Panthenolkomplexverbindung der basischen Streptomycesantibiotika erzielt wird, wurde folgendermaßen nachgewiesen: Gibt man 10 weißen Mäusen je 16,3 mg Streptomycinbase in Form des Sulfates, so sterben 1000i, der eingesetzten Tiere. Verabreicht man die gleiche Menge Streptomycinbase in Form der Panthenolverbindung, so sterben nur noch 50 bis 700/, der Tiere. Durch tägliche Verabreichung von 250 mg/kg Streptomycinsulfat an weiße Mäuse wurde in 25 Tagen der Nachnystagmus um 550/0 reduziert. Gibt man dagegen die gleiche Menge Streptomycin in Form der Verbindung mit Panthenol, so wird in 25 Tagen der Nachnystagmus nur um 22 0/0 reduziert.
  • Die Herstellung der neuen Verbindungen kann in Gegenwart oder auch in Abwesenheit eines Lösungs- oder Suspensionsmittels erfolgen. Beispiel 1 12,5 g Streptomycinsulfat werden in 50 cm3 Wasser gelöst und dann unter Rühren tropfenweise mit einer Lösung von 3,3 g Panthenol in 25 cm' Wasser versetzt. Das Reaktionsgemisch wird im Vakuum bei einer Radtemperatur von 45 bis 50° bis zur Sirupkonsistenz eingedampft. Der Rückstand wird mit Äthanol durchgerührt, wobei er kristallin wird. Die erhaltene kristalline Verbindung aus Panthenol und Streptomycinsulfat schmilzt bei 166° unter Zersetzung. Sie ist löslich in Wasser, unlöslich in den meisten der gebräuchlichen organischen Lösungsmittel.
  • Beispiel 2 Man verfährt wie im Beispiel 1, dampft jedoch das Reaktionsgemisch nicht ein, sondern versetzt die wäßrige Lösung mit 250 cm' Äthanol. Nach einiger Zeit kristallisiert das Reaktionsprodukt, vor allem, wenn man die Lösung im Eisschrank aufbewahrt, aus. Schmelzpunkt: 166 bis 168° unter Zersetzung. " Beispiel 3 7,6:g Streptomycinsulfat yverden einigeZeit-kräftig mit-2 g Panthenol verrieben, wobei nach- und nach das Panthenol aufgenommen wird. Das erhaltene Produkt schmilzt bei 165 bis 168° unter Zersetzung.
  • Beispiel 4 12,5g Dihydrostreptomycinsulfat werden in 50 cm3 Wasser gelöst und unter Rühren tropfenweise mit einer Lösung von 3,3 g Panthenol in 25 cm3 Wasser versetzt. Das Reaktionsgemisch wird dann der Gefriertrocknung unterworfen. Man erhält die Verbindung aus Dihydrostreptomycinsulfat und Panthenol als ein in Wasser leichtlösliches Produkt, das sich bei 185 bis 188° braun färbt und bei 232° verkohlt.
  • Beispiels Man verfährt wie im Beispiel 4, jedoch unter Verwendung von 12g Viomycinsulfat und 3,82g Panthenol. Nach der Gefriertrocknung erhält man die Verbindung aus. Viomycinsulfat und Panthenol, die bei 242° unter Zersetzung schmilzt.
  • Beispiel 6 Man verfährt wie im Beispiel 4, jedoch unter Verwendung. von 11,56 g Neomycinsulfat und 2,05 g Panthenol. Man erhält die Verbindung aus Neomycinsulfat und Panthenol, die sich ab 160° braun färbt und bei 190° verkohlt. Diese Verbindung ist sehr leicht löslich in Wasser, unlöslich in Alkohol.
  • Das als Ausgangsmaterial benutzte Neomycinsulfat beginnt ab 190° zu schmelzen und zersetzt sich langsam bei 235 bis 250°.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von wenig toxischen Salzen von basischen Streptomycesantibiotika nach den Verfahren der Patente 951567 und 954 874, dadurch gekennzeichnet, daß die Antibiotika mit Panthenol an Stelle von Pantothensäure oder deren Derivaten in An- oder Abwesenheit eines Lösungs- oder Suspensionsmittels, vorzugsweise Wasser, umgesetzt werden.
DEC12428A 1956-01-18 1956-01-18 Verfahren zur Herstellung von wenig toxischen Salzen von basischen Streptomycesantibiotika Pending DE1011880B (de)

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DEC12428A DE1011880B (de) 1956-01-18 1956-01-18 Verfahren zur Herstellung von wenig toxischen Salzen von basischen Streptomycesantibiotika

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DE (1) DE1011880B (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1043325B (de) 1956-03-29 1958-11-13 Lepetit Spa Verfahren zur Herstellung von wenig toxischen Calcium-Glucoheptonat-Komplexsalzen des Streptomycins und Dihydrostreptomycins
DE1104502B (de) * 1959-12-11 1961-04-13 Bayer Ag Verfahren zur Herstellung einer in Wasser schwerloeslichen Streptomycin-Verbindung mit protahierter Streptomycinwirkung

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1043325B (de) 1956-03-29 1958-11-13 Lepetit Spa Verfahren zur Herstellung von wenig toxischen Calcium-Glucoheptonat-Komplexsalzen des Streptomycins und Dihydrostreptomycins
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