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DE1043325B - Verfahren zur Herstellung von wenig toxischen Calcium-Glucoheptonat-Komplexsalzen des Streptomycins und Dihydrostreptomycins - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von wenig toxischen Calcium-Glucoheptonat-Komplexsalzen des Streptomycins und Dihydrostreptomycins

Info

Publication number
DE1043325B
DE1043325B DEL27252A DEL0027252A DE1043325B DE 1043325 B DE1043325 B DE 1043325B DE L27252 A DEL27252 A DE L27252A DE L0027252 A DEL0027252 A DE L0027252A DE 1043325 B DE1043325 B DE 1043325B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
streptomycin
dihydrostreptomycin
water
glucoheptonate
sulfate
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEL27252A
Other languages
English (en)
Inventor
Gustavo Adolfo Weitnauer
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Gruppo Lepetit SpA
Original Assignee
Lepetit SpA
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Lepetit SpA filed Critical Lepetit SpA
Publication of DE1043325B publication Critical patent/DE1043325B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07HSUGARS; DERIVATIVES THEREOF; NUCLEOSIDES; NUCLEOTIDES; NUCLEIC ACIDS
    • C07H15/00Compounds containing hydrocarbon or substituted hydrocarbon radicals directly attached to hetero atoms of saccharide radicals
    • C07H15/20Carbocyclic rings
    • C07H15/22Cyclohexane rings, substituted by nitrogen atoms
    • C07H15/238Cyclohexane rings substituted by two guanidine radicals, e.g. streptomycins

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
  • Biotechnology (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Genetics & Genomics (AREA)
  • Molecular Biology (AREA)
  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von wenig toxischen Calcium-Glucoheptonat-Komplexsalzen des Streptomycins und Dihydrostreptomycins Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung neuer, kristalliner, wenig toxischer Streptomycin- und Dihydrostreptomycin-Glucoheptonat-Komplexsalzen.
  • Es ist bekannt, daß Streptomycin und Dihydrostreptomycin bei Verabreichung in verhältnismäßig hohen Dosen und über längere Zeit neurotoxische Erscheinungen verursachen, die ihre therapeutische Verwendung begrenzen. Die Herstellung von wenig toxischen Verbindungen, die eine Erhöhung der Dosen und eine Verlängerung der Therapie erlauben, ist daher von großer Bedeutung.
  • Man hat bereits Versuche zur Entgiftung von Streptomycin- und Dihydrostreptomycinsalzen durchgeführt, z. B. durch Überführung der genannten Verbindungen in Pantothenate. Wie aus der weiter unten folgenden Vergleichstabelle ersichtlich ist, besitzen die erfindungsgemäß herstellbaren Calcium-Glucoheptonat-Komplexsalze jedoch eine geringere Toxizität als die bekannten Komplexverbindungen des Streptomycins und Dihydrostreptomycins.
  • Es wurde nun gefunden, daß beim Versetzen von Streptomycin- oder Dihydrostreptomycinsulfat mit einer äquivalenten Menge Calcium-Glucoheptonat in Wasser überraschenderweise kein Calciumsulfat ausfällt, was in Anbetracht der geringen Wasserlöslichkeit des Calciumsulfates zu erwarten wäre. Vielmehr bildet sich ein lösliches Komplexsalz, das aus seiner wäßrigen Lösung durch Zusatz eines mit Wasser mischbaren organischen Lösungsmittels, z. B. Methanol oder Aceton, isoliert werden kann.
  • Unter der vorliegend verwendeten Bezeichnung »Glucoheptonate" sind die Komplexsalze der im Handel erhältlichen Glucoheptonsäure zu verstehen. Diese Säure wird bekanntlich aus d-Glucose über ihr Cyanhydrin hergestellt und besteht aus d-Gluco-d-guloheptonsäure (a-d-Glucoheptonsäure) neben kleinen Mengen von d-Glucod-idoheptonsäure (ß-d-Glucoheptonsäure). Ähnliche Komplexsalze werden auch mit allen bekannten Glucoheptonsäuren erhalten.
  • Die Komplexsalze der Erfindung können in folgender Weise hergestellt werden.
  • Eine wäßrige Lösung von Streptomycin- oder Dihydrostreptomycinsulfat und eine wäßrige Lösung einer äquivalenten Menge Calcium-Glucoheptonat werden miteinander vermischt und die entstandene Lösung im Vakuum auf eine Konzentration von etwa 1 Mol Komplexsalz je 6 bis 81 Wasser eingeengt, wobei eine Temperatur von 40°C nicht überschritten wird. Zur konzentrierten Komplexsalzlösung werden schnell 4 bis 6 Volumteile eines wasserlöslichen organischen Lösungsmittels, z. B. eines niederen aliphatischen Alkohols, Dioxans, Acetons oder deren Mischungen gegeben. Das abgeschiedene Produkt wird abgesaugt und im Vakuum getrocknet.
  • Man kann aber auch zu einer konzentrierten wäßrigen Lösung von Calcium-Glucoheptonat eine äquivalente Menge Streptomycin- oder Dihydrostreptomycinsulfat geben. Die Wassermenge wird dabei so berechnet, daß am Ende eine Lösung von 1 Mol Komplexsalz in 6 bis 81 Wasser entsteht. Das Komplexsalz wird dann wie oben angegeben isoliert.
  • Nach einer weiteren Verfahrensweise wird eine wäßrige Lösung von Glucoheptonsäure einer dicken wäßrigen Suspension von Calciumhydroxyd bis zur Erreichung eines neutralen pH-Wertes (5 bis 7) zugegeben. Der entstandenen Lösung wird dann eine äquivalente Menge Streptomycin- oder Dihydrostreptomycinsulfat zugesetzt. Auch in diesem Falle wird die Wassermenge in der Weise berechnet, daß eineEndkonzentration von 1 Mol Komplexsalz in 6 bis 81 Wasser entsteht. Die Isolierung wird wie oben beschrieben ausgeführt.
  • Das nach dem vorstehend beschriebenen Verfahren hergestellte Streptomycin-Glucoheptonat-Komplexsalz ist ein weißes, kristallines Pulver. Seine Bruttoformel ist C84H162Ca3N14084S3, sein Molekulargewicht 2928,76. Der theoretischeStreptomycingehaltbeträgtungefähr 397y/mg. Der pH-Wert einer 2000000 y/mg Streptomycin enthaltenden wäßrigen Lösung beträgt 5,95 :t 0,1. Das Komplexsalz ist in Wasser sehr gut löslich, in niederen aliphatischen Alkoholen, Aceton und Dioxan jedoch fast unlöslich.
  • Das Dihydrostreptomycin-Glucoheptonat-Komplexsalz ist ebenfalls ein weißes, kristallines Pulver. Seine Bruttoformel ist C84H1ssCa3N140$4S3, sein Molekulargewicht 2932,77. Der theoretische Dihydrostreptomycingehalt beträgt ungefähr 398 y/mg.DerpA-Werteiner 200000y/mg Dihvdrostreptomycin enthaltenden wäßrigen Lösung beträgt 6,0 + 0,1. Das Komplexsalz ist in Wasser sehr gut löslich, in niederen aliphatischen Alkoholen, Aceton und Dioxan dagegen fast unlöslich.
  • Die wäßrigen Lösungen der neuen Komplexsalze färben sich beim Stehen nicht braun. Das unterscheidet sie von den üblichen wäßrigen Lösungen des Streptomycin- bzw. Dihvdrostreptomy cinsulfats oder -hydrochlorids.
  • Es ist bekannt, daß sich die chronische Toxizität von Streptomycin und Dihydrostreptomycin durch schwere Schäden des achten Gehirnnervenpaares, Gleichgewichtsstörungen und Taubheit äußert.
  • Die außerordentlich geringe chronische Toxizität der Streptomycin- und Dihydrostreptomycin-Glucoheptonat-Komplexsalze wurde mit der von Ballard und Mitarbeitern, J. Amer. Pharmac. Assoc., Bd. 45, 1956, S. 181, beschriebenen Goldfisch-Methode untersucht.
  • Vier Gruppen von je zehn Goldfischen wurden in wäßrige Lösungen von Streptomycin-, Dihydrostreptomycinsulfat, Streptomyciu- und Dihydrostreptomycin-Glucoheptonat-Komplexsalz eingetaucht; eine fünfte Gruppe von zehn Goldfischen diente als Kontrolle.
  • Die folgende Tabelle gibt die Ergebnisse, die bei Verwendung der vier Substanzen in Konzentrationen von 200, 500 und 1000 mg/1 in ionenfreiem Wasser erhalten wurden, wieder. Wenn nicht anders angegeben, zeigt die Tabelle die nach 10 Tagen beobachteten Werte.
    Konzen- Galvano- Flossensenkung °%
    tration tropische Sterb@ich-
    mg/1 Reaktion" Rücken- Schwanz- keit °/°
    flosse flosse
    Kontrolle ...................................... 0 1 0 0 0
    i
    Streptomycinsulfat .............................. 200 1,5 100 i 50 30
    500 2,5 100 i 100 70
    Dihy drostreptomycinsulfat . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 500 2,8 90 50 0
    1000 2,8 100 100 10
    Streptomycin-Glucoheptonat-Komplexsalz ........ 200 1,05 10 10 0
    500 1,2 40 10 0
    1000 1,2 50 10 0
    Dihydrostreptomycin-Glucoheptonat-Komplexsalz ... 500 1,2 10 0 0
    1000 1,2 10 0 0
    2000 1,2 10 0 0
    Die Werte stellen das Verhältnis zwischen der Reaktion am 7. Tage und dem Anfangswert (1) dar.
    Besonders interessant sind aber die nach 50 Tagen beobachteten Ergebnisse, die in der folgenden Tabelle dargestellt sind
    Konzen- Galvano- Flossensenkung °/°
    Sterblich-
    tration tropische Rücken- I Schwanz- keit °/
    mg/1 Reaktion °
    flossen I flossen
    Kontrolle ...................................... 0 1 0 0 0
    Streptomycinsulfat ............................. 500 6,0 100 j 100 80
    Dihydrostreptomycinsulfat ....................... 500 5,0 100 100 40
    1000 6,0 100 100 50
    Streptomycin-Glucobeptonat-Komplexsalz ......... 500 1,5 50 10 0
    1000 1,5 50 10 0
    Dihydrostreptomycin-Glucoheptonat-Komplexsalz ... 500 1,0 10 0 0
    1000 1,0 10 5 0
    2000 1,0 10 I 5 0
    Die außerordentlich niedrige chronische Toxizität der neuen Komplexsalze wurde auch an Fröschen untersucht. Die Frösche u-urden in Lösungen eingetaucht, die verschiedene Konzentrationen an Streptomycinsulfat, Dihydrostreptomycinsulfat, Streptomycin-Glucoheptonat-Komplexsalz und Dihydrostreptomycin.-Glucoheptonat-Komplexsalz enthielten. Die Sterblichkeit ist in 0/a in der folgenden Tabelle zusammengefaßt, die Streptomycinsulfat mit Streptomycin-Glucoheptonat-Komplexsalz vergleicht.
    Konzentration Sterblichkeit (°/°) nach Tagen
    Substanz mg/1 5 I 10 I 15 ; 20 25 1 30 35 , 40 : 45 ; 50
    Tagen
    I
    Streptomycinsulfat . . . . . . . . . 50 0 25I _ 77 95 100
    100 0 77 100 -
    200 0 100 - -
    Streptomycin-Glucoheptonat-
    Komplexsalz ............. 1000 0 0 f 0 0 0 25 50 65 80 100
    1500 0 0 0 0 25 75I 80I 85 90 100
    I I
    Diese erhebliche Toxizitätsverminderung beschränkt sich nicht auf die chronische Toxizität, sondern betrifft auch die akute Toxizität bei Tieren.
  • In der folgenden Tabelle ist die Toxizität der Komplexsalze mit derjenigen von Streptomycin- und Dihydrostreptomycinsulfat und anderen bekannten Streptomycin- und Dihydrostreptomycinsalzen verglichen.
    LD;o bei Mäusen nach
    Verabreichung von
    0,5 ccm wäBriger Lösung')
    intravenös subkutan
    Streptomycinsulfat ... 90 bis 110 I 600 bis 700
    Streptomycin-
    Leucinat2) . . . . . . . . . . 150 bis 160 j 850 bis 900
    Streptomycin-Zri C12 3) . 125 bis 135 900 bis 950
    Streptomycin-
    Zn-Gluconat4) ....... 160 bis 180 1250 bis 1300
    Streptomycin-
    Pantothenat2) ....... 100 bis 120 580 bis 600
    Streptomycin-Ca-Gluco-
    heptonat-Komplexsalz 180 bis 200 I 1400 bis 1500
    Dihydrostreptomycin-
    sulfat . . . . . . . . . . . . . . 120 bis 140 1100 bis 1300
    Dihydrostreptomycin-
    Leucinat2) . . . . . . . . . . 190 bis 200 1400 bis 1450
    Dihydrostreptomycin-
    ZnC12 3) . . . . . . . . . . . . 195 bis 205 1500 bis 1550
    Dihydrostreptomycin-
    Pantothenat2) ....... 130 bis 150 I 1250 bis 1300
    Dihydrostreptomycin-
    Ca-Glucoheptonat-
    Komplexsalz . . . . . . . . 240 bis 260 1800 bis 1900
    11 Die Werte sind in mg Streptomycin bzw. Dihydrostreptomycin (freie Base) ausgedrückt.
  • ") Beschrieben in Arzneimittelf., Bd. 5, 1955, S. 170 bis 176. ") Nach Beispiel 1 der deutschen Auslegeschrift 1 002 336 hergestellt.
  • 4) Nach Beispiel 5 der deutschen Auslegeschrift 1 002 336 hergestellt. Die neuen Komplexsalze ermöglichen in bequemer Weise die gleichzeitige Verabreichung von Streptomycin bzw. Dihydrostreptomycin und Calciumionen. Diese gleichzeitige Verabreichung kann nicht dadurch erreicht werden, daß man z. B. eine Lösung aus den üblicherweise verwendeten anorganischen Streptomycin- bzw. Dihydrostreptomycinsalzen, z. B. dem Sulfat und einem wasserlöslichen Calciumsalz, z. B. dem Chlorid, herstellt, da sich in diesem Fall sofort Calciumsulfat abscheiden würde. Selbstverständlich können für die therapeutische Anwendung trockene Mischungen, die geeignete Mengen von Streptomycin- oder Dihydrostreptomycinsulfat und Calcium-Glucoheptonat enthalten, hergestellt und unmittelbar vor Gebrauch in Wasser gelöst werden. Dabei wird eine frische Lösung des Komplexsalzes erhalten, die sich in keiner Weise von den Lösungen unterscheidet, die aus einem nach den oben angegebenen Verfahren hergestellten Komplexsalz bereitet werden können.
  • Die neuen Streptomycin- und Dihydrostreptomycin-Glucoheptonatkomplexe können allein oder in Verbindung mit anderen Streptomycin- oder Dihydrostreptomycinsalzen, wie dem Sulfat, dem p-Aminosalicylat, dem Pantothenat und/oder dem Salz mit Brenztraubensäureisonicotinoylhydrazon, verabreicht werden. In jedem Falle erniedrigen sie die chronische Toxizität der bekannten Salze wesentlich.
  • Sie können auch mit anderen Calciumsalzen, mit anderen Antibiotika, z. B. mit Penicillinsalzen und/oder mit anderen pharmakologisch wirksamen Substanzen kombiniert werden. Ihren pharmazeutischen Zubereitungen können auch verdickende, stabilisierende, benetzende oder puffernde Stoffe zugesetzt werden.
  • In Anbetracht ihrer geringen Toxizität können die neuen Komplexsalze in täglichen Dosen angewendet werden, die weit über den gewöhnlichen täglichen Streptomycin- und Dihydrostreptomycindosen liegen. Tägliche Dosen von 5 g z. B., die einen Gehalt von etwa 2 g Streptomycin oder Dihydrostreptomycin entsprechen, können Menschen intramuskulär injiziert werden, ohne daß hierbei die neurotoxischen Erscheinungen beobachtet werden, die mit der bisher üblichen Art der Streptomycin-bzw. Dihydrostreptomycinverabreichung verbunden sind.
  • Die Komplexsalze sind auch für die intrathekale Anwendung geeignet, wobei in physiologischer Lösung gelöste tägliche Dosen von bis zu 20 mg verwendet werden können. Auch die intrapleurale Verabreichung erwies sich als sehr geeignet, wobei in physiologischer Lösung gelöste tägliche Dosen. bis zu 3 bis 4 g keine toxischen Folgen haben.
  • Lösungen von 200 bis 300 mg in 1 bis 2 ccm physiologischer Lösung wurden auch mit Erfolg als Aerosole verwendet.
  • Beispiel 1 Zu einer Lösung von 145,75g Streptomycinsulfat in 1000 ccm Wasser «Tird eine Lösung von 147,13 g Calcium-Glucoheptonat in 1000 ccm Wasser gegeben. Die entstandene, leicht opalisierende Lösung wird mittels eines Seitz-Filters sterilisiert und auf dem Wasserbad bis zu einem Volumen von 700 ccm eingeengt, wobei 40°C nicht überschritten werden. Die Mischung wird auf Raumtemperatur abgekühlt, dann werden schnell 3S00 ccm sterilisiertes Methanol zugefügt, wobei sich weiße Kristalle abscheiden. Die Masse wird 30 Minuten gerührt, dann wird der Niederschlag abgesaugt, mit kaltem sterilisiertem Methanol gewaschen und im Vakuum bei 40'C bis zu konstantem Gewicht getrocknet. Ausbeute 280 g (95,5 % der Theorie) Streptomycin-Glucoheptonat-Komplexsalz.
  • Aus der Analyse ergibt sich ein Streptomycingehalt von 376 y/mg, der 94,7 % der Theorie entspricht. Auf dieser Basis beträgt die Ausbeute 90,5 % der Theorie.
  • Beispiel 2 Zu einer Lösung von 147,13 g Calcium-Glucoheptonat in 700 ccm Wasser werden portionsweise unter Rühren 145,95 g Dihydrostreptomycinsulfat gegeben. Die entstandene klare Lösung wird mittels eines Seitz-Filters sterilisiert, dann werden 41 Dioxan zugegeben, wobei sich ein weißer Niederschlag bildet. Die Masse wird 30 Minuten gerührt, dann wird der Niederschlag abgesaugt, mit Dioxan gewaschen und im Vakuum bei 40°C getrocknet. Ausbeute 284 g (97 °/o) Dihydrostreptomycin-Glucoheptonat-Komplexsalz.
  • Aus der Analyse ergibt sich ein Dihydrostreptomycingehalt von 382 y/mg, der 96 % der Theorie entspricht. Auf dieser Basis beträgt die Ausbeute 93 % der Theorie. Beispiel 3 Zu einer Suspension von 22,2g Calciumhydroxyd in 50 ccm Wasser wird unter Rühren schnell eine Lösung von 13S,6 g Glucoheptonsäure in 750 ccm Wasser gegeben; der endgültige pH-Wert der entstandenen klaren Lösung beträgt 7,5.
  • Dieser Lösung werden portionsweise 145,75 g Streptomycinsulfat zugefügt. Die entstandene Lösung wird mittels eines Seitz-Filters sterilisiert und mit 3500 ccm Aceton verdünnt, wobei sich ein schwerer, weißer Niederschlag bildet. Die Masse wird 30 Minuten gerührt, dann wird der Niederschlag abgesaugt und im Vakuum bei 40°C getrocknet. Ausbeute 275 g Streptomycin-Glucoheptonat-Komplexsalz mit 385 y/mg Streptomycingehalt (90,8 °(o der Theorie).

Claims (2)

  1. PATFNTANSPP,ÜCHE: 1. Verfahren zur Herstellung von wenig toxischen Calcium-Glucoheptonat-Komplexsalzen des Streptomycins und Dihydrostreptomycins, dadurch gekennzeichnet, daß man Streptomycin- bzw. Dihydrostreptomycinsulfat mit einer äquivalenten Menge Calcium-Glucoheptonat in Wasser versetzt und die entstandene wäßrige Lösung mit einem organischen, mit Wasser mischbaren Lösungsmittel verdünnt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man als organisches Lösungsmittel einen niederen, wasserlöslichen aliphatischen Alkohol bzw. Aceton oder Dioxan verwendet. In Betracht gezogene Druckschriften: Arzneimittelf., Bd. 5, 1955, S. 170 bis 176. In Betracht gezogene ältere Patente: Deutsche Patente Nr. 951567, 1002 336, 1008 284, 1011880.
DEL27252A 1956-03-29 1957-03-28 Verfahren zur Herstellung von wenig toxischen Calcium-Glucoheptonat-Komplexsalzen des Streptomycins und Dihydrostreptomycins Pending DE1043325B (de)

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Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1104502B (de) * 1959-12-11 1961-04-13 Bayer Ag Verfahren zur Herstellung einer in Wasser schwerloeslichen Streptomycin-Verbindung mit protahierter Streptomycinwirkung

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