[go: up one dir, main page]

DE1008098B - Verfahren zur Herstellung von Futtermilch oder Futtermolke in Trockenform - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Futtermilch oder Futtermolke in Trockenform

Info

Publication number
DE1008098B
DE1008098B DEW14853A DEW0014853A DE1008098B DE 1008098 B DE1008098 B DE 1008098B DE W14853 A DEW14853 A DE W14853A DE W0014853 A DEW0014853 A DE W0014853A DE 1008098 B DE1008098 B DE 1008098B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
feed
milk
fat
whey
vitamins
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEW14853A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Georg Roeder
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
WUERTT MILCHVERWERTUNG SUEDMIL
Original Assignee
WUERTT MILCHVERWERTUNG SUEDMIL
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by WUERTT MILCHVERWERTUNG SUEDMIL filed Critical WUERTT MILCHVERWERTUNG SUEDMIL
Priority to DEW14853A priority Critical patent/DE1008098B/de
Publication of DE1008098B publication Critical patent/DE1008098B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23CDAIRY PRODUCTS, e.g. MILK, BUTTER OR CHEESE; MILK OR CHEESE SUBSTITUTES; MAKING OR TREATMENT THEREOF
    • A23C9/00Milk preparations; Milk powder or milk powder preparations
    • A23C9/152Milk preparations; Milk powder or milk powder preparations containing additives
    • A23C9/158Milk preparations; Milk powder or milk powder preparations containing additives containing vitamins or antibiotics
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23KFODDER
    • A23K20/00Accessory food factors for animal feeding-stuffs
    • A23K20/10Organic substances
    • A23K20/158Fatty acids; Fats; Products containing oils or fats

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Animal Husbandry (AREA)
  • Zoology (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Nutrition Science (AREA)
  • Feed For Specific Animals (AREA)
  • Fodder In General (AREA)

Description

DEUTSCHES
Es ist bekannt, daß namentlich zur Aufzucht von Jungtieren (Kälbern, Ferkeln usw.) eine erhebliche Menge Vollmilch als unerläßlich betrachtet wird. Die für Fütterungszwecke verwendete Vollmilch macht nach vorliegenden Statistiken etwa 10 bis 12% der gesamten Milcherzeugung aus, und in ihr geht also eine sehr erhebliche Menge Milchfett für den menschlichen Verzehr verloren. Man hat —■ offenbar von diesem Standpunkt ausgehend —■ auch schon versucht, an Stelle von Vollmilch Magermilch zu verfüttern, welcher billigere Fette in entsprechender Menge zugesetzt wurden. Die Versuche scheiterten jedoch; die Tiere zeigten, mit solchen Magermilch-Fett-Gemischen gefüttert, kein normales Wachstum oder gingen sogar zugrunde.
Auf Grund unserer neueren Erkenntnisse muß nach der Anschauung des Erfinders angenommen werden, daß die schlechten Erfolge der erwähnten Versuche darauf zurückzuführen sind, daß der Milch mit dem Milchfett auch die lebens- und insbesondere wachstumswichtigen fettlöslichen Vitamine (insbesondere Vitamin A und Vitamin D) entzogen worden waren, die in den verwendeten zugesetzten Fetten nicht enthalten sind und infolgedessen fehlten. Nachdem es inzwischen gelungen ist, die meisten Vitamine, insbesondere auch die hier in Frage stehenden fettlöslichen, künstlich zu gewinnen, ist es möglich geworden, diese irgendwelchen Fetten, die sie nicht enthalten, nachträglich zuzufügen. Von dieser Möglichkeit macht z. B. schon das deutsche Patent 663 943 Gebrauch, nach welchem Vitamine in durch Eindampfen von Milch unter Zugabe von Zucker im Vakuum hergestellte Kondensmilch eingetragen werden. Und von dieser Möglichkeit geht auch vorliegende Erfindung aus, deren Ziel es ist, die Magermilch durch gleichmäßige Verteilung einer entsprechenden Menge vitaminierten Fettes in ihr aufzuwerten.
Zu diesem Zweck werden nach der Erfindung in Fetten bzw. Fettgemischen, welche sich durch Homogenisieren in bleibende, feinstverteilte Form bringen lassen (Teilchengröße in der gleichen Größenordnung wie bei homogenisiertem Milchfett — etwa 2 bis 3 μ Durchmesser), die Vitamine in den erforderlichen Mengen (z.B. 3000 I.E. Vitamin A und 1000 I.E. Vitamin D3 pro Liter Milch) gelöst. Die Lösung wird der Magermilch bzw. auch Molke zugegeben und durch Homogenisieren in an sich bekannter Weise in dieser verteilt. Das so erhaltene Produkt kann in der vorliegenden Form verwendet oder auch in bekannter Weise eingedickt bzw. getrocknet oder mit anderen Futtermitteln (Getreideschrot, Kartoffelflocken, Häcksel od. dgl.) vermengt und mit diesen zusammen verfüttert oder getrocknet und dadurch haltbar gemacht werden.
Verfahren zur Herstellung
von Futtermilch oder Futtermolke
in Trockenform
Anmelder:
Württ. Milchverwertung-Südmilch-Aktiengesellschaft,
Stuttgart-N, Rosensteinstr. 20
Dr. Georg Roeder, Waiblingen,
ist als Erfinder genannt worden
Es ist bekannt, Emulsionen durch Homogenisieren haltbar zu machen, d. h. sie auf längere Zeit in dem Zustand der Emulsion zu erhalten; im vorliegenden Fall tritt hierzu jedoch ein neuer überraschender Effekt, nämlich der, daß bei dieser Behandlung die Vitamine, namentlich das empfindliche Vitamin A, eine weitgehend überlegene Haltbarkeit erlangen. Nach Untersuchungen im Laboratorium der Anmelderin sank der Gehalt an Vitamin A eines nach dem beschriebenen Verfahren hergestellten Milchpulvers von ursprünglich 148 I.E. pro Gramm nach 2 Monaten Lagerzeit nur auf 123 I.E., nach 6 Monaten auf 112 I.E. ab, während dieser unter Beimischung eines handelsüblichen Vitaminpräparates ohne den erfindungsgemäßen Vorgang bei einem Anfangsgehalt von 149 I.E. nach 2 Monaten nur noch 58 I.E. und nach 5V* Monaten 0 betrug.
Wichtig dabei ist, daß Fette bzw. Fettgemische verwendet werden, welche in ihren physikalischen Eigenschaften, z. B. in bezug auf den Schmelz- bzw. Erstarrungspunkt, dem Milchfett ähnlich sind (z. B. Palmöl, Oleomargarin od. dgl.), weil damit ihre Homogenisierfähigkeit zusammenhängt. Die entstehenden Teilchen fließen dann nachträglich nicht wieder zusammen, was zu einer raschen Aufrahmung und damit Entmischung der Produkte führen würde. Sie enthalten, nachdem die Auflösung der Vitamine vor dem Homogenisieren erfolgte, aliquote Mengen der letzteren; mit anderen Worten: Mit dem Fett bleiben auch die Vitamine in den Produkten in
709 508/57
feinster Verteilung — in analoger Weise, wie dies in der natürlichen Vollmilch der Fall ist. Es besteht also auch nicht die Gefahr, daß sich Teile der Vitamine abscheiden und dadurch der Ausnutzung entgehen, wie dies ebenfalls geschehen kann.
Ausführungsbeispiel
3 g eines Vitamin-A-Präparates, welche 3 Mill. I. E. (entsprechend 1,8 g /Ϊ-Carotin) enthalten, und 1 ecm einer Vitamin-D3-Lösung mit einem Gehalt von 1 Mill. IE. (= 25 mg Vitamin D3) werden in 25 kg durch Erwärmen auf etwa 50 bis 60° C verflüssigtem Fett unter kräftigem Umrühren (möglichst unter Luftabschluß) aufgelöst. Die Lösung wird mit 10001 auf gleiche Temperatur angewärmter Magermilch gründ-Hch vermischt und das Gemisch — durch weiteres Rühren in gleichmäßiger Verteilung gehalten — durch die Homogenisiermaschine gegeben. Fettgehalt 2,5 °/o.
Weiterbehandlung durch Trocknung — beispielsweise auf einem Walzentrockner mit oder ohne Zusatz sonstiger Futtermittel.
Handelt es sich nur um die Zugabe der Vitamine, so genügt ein Bruchteil des Fettes — z. B. 2 bis 2,5 kg entsprechend einem Fettgehalt des flüssigen Produktes von 0,2 bis 0,25% (ohne Eigenfett). Auch in diesem Fall wird durch die Homogenisierung eine bleibende gleichmäßige, feinste Verteilung erreicht.
Stehen anderweitig ausreichend eiweißhaltige Futtermittel zur Verfugung, so daß es auf den Kaseingehalt der Milch nicht ankommt, so kann an Stelle von Magermilch auch Molke Verwendung 5 finden.

Claims (2)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur Herstellung von Futtermilch oder Futtermolke in Trockenform unter Verwendung von in Fett gelösten Vitaminen, dadurch gekennzeichnet, daß fettlösliche Vitamine in einem über den Schmelzpunkt durch Erwärmen verflüssigtem Fett bzw. Fettgemisch, das in seinen physikalischen Eigenschaften, insbesondere in bezug auf Schmelz- bzw. Erstarrungspunkt, dem Milchfett ähnlich ist, aufgelöst, die Lösungen mit Magermilch oder Molke homogenisiert und dann in ein Trockenprodukt übergeführt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das homogenisierte Gemisch vor dem Trocknen mit anderen Futtermitteln vermischt wird.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 823 843, 663 943;
USA.-Patentschrift Nr. 2 472 663;
Römpp, »Chemie-Lexikon«, 1947, S. 383.
© 709 508/57 4.57
DEW14853A 1954-09-11 1954-09-11 Verfahren zur Herstellung von Futtermilch oder Futtermolke in Trockenform Pending DE1008098B (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEW14853A DE1008098B (de) 1954-09-11 1954-09-11 Verfahren zur Herstellung von Futtermilch oder Futtermolke in Trockenform

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEW14853A DE1008098B (de) 1954-09-11 1954-09-11 Verfahren zur Herstellung von Futtermilch oder Futtermolke in Trockenform

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1008098B true DE1008098B (de) 1957-05-09

Family

ID=7595377

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEW14853A Pending DE1008098B (de) 1954-09-11 1954-09-11 Verfahren zur Herstellung von Futtermilch oder Futtermolke in Trockenform

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE1008098B (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE4100711A1 (de) * 1990-06-13 1991-12-19 Sanchez Penate Jose Sa Milchprodukt und verfahren und ausruestung zu seiner herstellung

Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE663943C (de) * 1934-11-14 1938-08-17 Applic Ind Soc Et Verfahren zur Herstellung von mit Vitaminen angereicherten Milchprodukten
US2472663A (en) * 1940-11-20 1949-06-07 Kleine Carl Wilhelm August Cattle feed
DE823843C (de) * 1950-08-30 1951-12-06 Hugo Treyz Fa Futtermittel

Patent Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE663943C (de) * 1934-11-14 1938-08-17 Applic Ind Soc Et Verfahren zur Herstellung von mit Vitaminen angereicherten Milchprodukten
US2472663A (en) * 1940-11-20 1949-06-07 Kleine Carl Wilhelm August Cattle feed
DE823843C (de) * 1950-08-30 1951-12-06 Hugo Treyz Fa Futtermittel

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE4100711A1 (de) * 1990-06-13 1991-12-19 Sanchez Penate Jose Sa Milchprodukt und verfahren und ausruestung zu seiner herstellung
DE4100711C2 (de) * 1990-06-13 1998-09-17 Sanchez Penate Jose Sa Verfahren zur Herstellung eines Milchprodukts

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2913806C2 (de) Futtermittelblock und Verfahren zu seiner Herstellung
DE3390423T1 (de) Verfahren und Einrichtung zur Herstellung von Brause-Granulat und -Tabletten
DE2414774A1 (de) Essfertiges getreidegericht
EP0085865A1 (de) Verfahren zur Herstellung von pulverisierten Honigprodukten und ihre Verwendung
DE1134268B (de) Verfahren zur Herstellung von Milchpulverprodukten
DE3107656C2 (de) Strohstreu, insbesondere für Kleintiere
DE1008098B (de) Verfahren zur Herstellung von Futtermilch oder Futtermolke in Trockenform
DE4034955A1 (de) Modifizierter bienenhonig und verfahren zu seiner herstellung
AT398883B (de) In der tierzucht verwendetes präparat sowie verfahren zu dessen herstellung
DE2409790A1 (de) Verfahren zum rueckfetten von proteinmaterialien
DE19606024C2 (de) Mineralfutter für Nutztiere sowie Verfahren zu dessen Herstellung
DE2029749A1 (de) Geschrotetes Viehfutter, insbesondere Ferkelfutter und Verfahren zu seiner Her stellung
DE2555145C2 (de) Wasserlösliches Milchpulverprodukt und Verfahren zu dessen Herstellung
DE965180C (de) Verfahren zur Herstellung eines Vitamin-D-haltigen Beifuttermittels
EP1352566A1 (de) Verfahren zur Herstellung eines Präparates, welches Wirkstoffe aus Cannabis enthält
DE1811424C (de) Fettpulverpraparat zur Kraft futtermitteianreicherung
DE972610C (de) Verfahren zur Herstellung temperaturbestaendiger Veterinaer-Dorschlebertran-Emulsionen
AT62495B (de) Verfahren zur Herstellung eines salz- und zuckerarmen, als Kindernahrung bestimmten Milchpräparates.
AT162961B (de) Verfahren zur Herstellung von Vitamin-D-Präparaten
DE655934C (de) Verfahren zur Herstellung eines wasserfreien, festen Lebertranfuttermittels
DE305220C (de)
DE2822628C2 (de) Verfahren zur Herstellung von aromatischer, saurer Butter durch kontinuierliches Verbuttern ungesäuerten Rahms
AT164259B (de) Verfahren zur Herstellung lagerfähiger, vitaminhaltiger Futterkalkpräparate
CH654980A5 (en) Poison rat bait and process for its preparation
DE1692587A1 (de) Verfahren zur Behandlung von pflanzlichen Geweben,bzw. Stoffen