DE10048107A1 - Tür - Google Patents
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Abstract
Eine Tür umfaßt eine Türfüllung oder ein Türblatt, das eine sich über zumindest einen Teilbereich des Türblatts ersteckende Glasscheibe aufweist, die beidseitig von jeweils einer Blendenplatte überdeckt ist. In der Blendenplatte ist zumindest eine Druchtrittsöffnung ausgebildet. Um in konstruktiv einfacher Weise einen seitlichen Einblick in das Innere des Türblattes zu verhindern, ist im Umfangsbereich der Durchtrittsöffnung zwischen zumindest einer der Blendenplatten und der Glasscheibe eine lichtabsorbierende Lage angeordnet, bei der es sich um eine dunkle Lackschicht, eine dunkle Klebefolie oder eine dunkle Kunststoffplatte handeln kann.
Description
Die Erfindung betrifft eine Tür mit einem Türblatt, das
eine sich über zumindest einen Teilbereich des Türblattes
erstreckende Glasscheibe aufweist, die beidseitig von je
weils einer Blendenplatte überdeckt ist, in der zumindest
eine Durchtrittsöffnung ausgebildet ist.
Mit dem im folgenden verwendeten Begriff "Türblatt" ist
nicht nur eine stabile, aus einem oder mehreren Materialien
bestehende Platte gemeint, sondern unter diesem Begriff ist
auch eine rahmenartig aufgebaute Tragkonstruktion zu ver
stehen, die mit einer Füllung ausgefüllt ist.
Um Licht durch eine Tür hindurchtreten zu lassen und um ge
gebenenfalls den hinter der Tür liegenden Bereich überblic
ken zu können, ist es bekannt, in das Türblatt lichtdurch
lässige und zumindest teilweise durchsichtige Öffnungen
einzubauen, die von einer Glasscheibe abgedeckt sind. Frü
her wurde jede Öffnung mit einer separaten Glasscheibe aus
gefüllt, was bei einem Türblatt mit mehreren oder gar einer
Vielzahl von Öffnungen sehr arbeitsaufwendig und somit
teuer ist. Es ist deshalb bekannt, ein Türblatt sandwichar
tig aus einer mittleren Glasscheibe, die sich vorzugsweise
über die gesamte Fläche des Türblattes erstreckt, und von
beiden Seiten auf die Glasscheibe aufgebrachten Blenden
platten aufzubauen, wobei die Blendenplatten eine oder meh
rere Durchtrittsöffnungen aufweisen, die den Lichtdurch
tritt durch das Türblatt ermöglichen. Obwohl auf diese
Weise die Montage einer Vielzahl einzelner Glasscheiben
vermieden ist, tritt bei einem Türblatt mit den genannten
Sandwich-Aufbau das folgende Problem auf.
Die den Kern des Türblattes bildende Glasscheibe ist übli
cherweise aus wärme- und schalltechnischen Gründen als so
genannte Doppel- oder Mehrfachglasscheibe mit zumindest
zwei auf Abstand angeordneten Einzelglasscheiben ausgebil
det, zwischen denen ein innerer Zwischenraum gebildet ist,
der mit Luft oder einem Edelgas gefüllt ist. Von der Außen
seite des Türblattes läßt sich durch die Durchtrittsöffnun
gen einer Blendenplatte schräg in den Zwischenraum zwischen
den Einzelglasscheiben bzw. in das Innere des Türblattes
hineinsehen, was aus ästhetischen Gründen unerwünscht ist.
Um die Einsichtnahme zu verhindern, ist es bekannt, in den
zwischen den Einzelglasscheiben gebildeten Zwischenraum be
reits bei der Herstellung der Doppelglasscheibe ringförmige
oder rechteckige Sichtblenden einzulegen. Jede Sichtblende
entspricht in ihrer Konfiguration der Form einer der Durch
trittsöffnungen. Dabei müssen die Sichtblenden sehr genau
plaziert werden, um zu verhindern, daß sie bei dem fertigen
Türblatt zwischen zwei zusammenwirkenden Durchtrittsöffnun
gen der beiden Blendenplatten liegen und somit von der Au
ßenseite des Türblattes ständig sichtbar sind. Durch das
Einlegen der Sichtblenden, die gleichzeitig als Abstands
halter der Einzelglasscheiben dienen, wird die Herstellung
der Doppelglasscheibe und somit des Türblattes sehr teuer.
Besonders aufwendig ist die Ausbildung und Anordnung von
entsprechenden Sichtblenden, wenn die Durchtrittsöffnungen
keine geometrisch einfachen Formen wie beispielsweise eine
Kreisform, Polygonform, Rechteckform oder Quadratform be
sitzen, sondern wenn in das Türblatt Durchtrittsöffnungen
mit komplizierten geometrischen Formen, beispielsweise ge
genständlichen Darstellungen von Tieren etc., eingebracht
werden sollen. Die Sichtblenden müssen in diesem Fall exakt
dem Umriß der ungleichmäßig geformten Durchtrittsöffnungen
folgen, was jedoch einen sehr hohen Arbeits- und entspre
chenden Kostenaufwand mit sich bringt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Türblatt der
genannten Art zu schaffen, bei dem in konstruktiv einfacher
Weise der seitliche Einblick in das Innere des Türblattes
vermieden ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß bei einem Türblatt der
genannten Art dadurch gelöst, daß im Umfangsbereich der
Durchtrittsöffnung zwischen zumindest einer der Blenden
platten und der Glasscheibe eine lichtabsorbierende Lage
angeordnet ist, wobei diese lichtabsorbierende Lage vor
zugsweise zwischen jeder Blendenplatte und der Glasscheibe
angeordnet ist.
Die Erfindung geht von der Erkenntnis aus, daß die seitli
che Einblicknahme in den Zwischenraum des Türblattes im we
sentlichen nur dadurch ermöglicht ist, daß an den Oberflä
chen der Einzelglasscheiben oder der Blendenplatten und
insbesondere an der Grenzschicht zwischen den Einzelglas
scheiben und der zugeordneten Blendenplatte Lichtreflexio
nen auftreten. Diese werden erfindungsgemäß verhindert oder
zumindest soweit reduziert, daß für das menschliche Auge
bei normalen Lichtverhältnissen der Einblick in den Zwi
schenraum der Doppelglasscheiben nicht möglich ist. Die
lichtabsorbierende Lage, die zwischen der Blendenplatte und
der jeweils zugeordneten Einzelglasscheibe angeordnet ist,
umgibt jede Durchtrittsöffnung in einer ausreichenden
Breite und kann in einer möglichen Ausgestaltung von einer
dunklen und insbesondere schwarzen Lackschicht gebildet
sein, die bei der Herstellung des Türblattes aufgesprüht
wird. Alternativ ist es auch möglich, daß die lichtabsor
bierende Lage von einer dunklen und insbesondere schwarzen
Klebefolie gebildet ist, die gegebenenfalls doppelseitig
klebend ausgebildet ist.
Statt von einer aufzubringenden Schicht kann die lichtab
sorbierende Zwischenlage auch von einer dunklen und insbe
sondere schwarzen Kunststoffplatte beispielsweise aus Hart-
PVC gebildet sein. Die Kunststoffplatte weist vorzugsweise
eine Stärke von 1 bis 3 mm auf und bringt den zusätzlichen
Vorteil einer sehr guten thermischen Trennung bzw. Abschir
mung mit sich, wodurch das Auftreten von Kondenswasser ver
mieden ist.
Um den Lichteinfall durch die Durchtrittsöffnungen nicht zu
behindern, sind in der Kunststoffplatte entsprechend der
Anzahl und Anordnung der Durchtrittsöffnungen der Blenden
platte gleichartige Ausschnitte ausgebildet. Jeder Aus
schnitt ist relativ zu der zugeordneten Durchtrittsöffnung
der Blendenplatte zentriert und weist zumindest die gleiche
Größe wie die Durchtrittsöffnung auf. In bevorzugter Ausge
staltung der Erfindung ist vorgesehen, daß der Ausschnitt
um ein geringes Maß, beispielsweise in alle Richtungen um 1
bis 4 mm größer als die Durchtrittsöffnung ist. Auf diese
Weise ist zuverlässig vermieden, daß die Kunststoffplatte
von der Außenseite der Tür sichtbar ist und darüber hinaus
können bei der Herstellung der Tür eventuell auftretende
Toleranzen ausgeglichen werden.
Besonders einfach läßt sich die lichtabsorbierende Lage
bzw. Schicht einbauen, wenn sie auf der Innenseite der
Blendenplatte aufgebracht wird, wobei in Weiterbildung der
Erfindung vorgesehen sein kann, daß die Blendenplatte auf
ihrer Innenseite vollflächig mit der lichtabsorbierenden
Lage oder Schicht versehen ist. Auf diese Weise ist es mög
lich, eine handelsübliche Doppelglasscheibe ohne spezielle
innere Abstandshalter zu verwenden und ohne die Doppelglas
scheibe außenseitig mit speziellen Beschichtungen versehen
zu müssen, wodurch der Aufbau wesentlich vereinfacht und
die Herstellung des Türblattes stark verbilligt werden.
Weitere Einzelheiten und Merkmale der Erfindung sind aus
der folgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels unter
Bezugnahme auf die beigefügte Zeichnung ersichtlich. Es
zeigen:
Fig. 1 eine schematische Ansicht einer Tür mit
Licht-Durchtrittsöffnungen,
Fig. 2 einen ausschnittsweisen Querschnitt durch
das Türblatt der Tür gemäß Fig. 1 und
Fig. 3 eine Fig. 2 entsprechende Darstellung ei
nes alternativen Ausführungsbeispiels.
Fig. 1 zeigt in schematischer Darstellung eine Tür 1 be
kannten Aufbaus mit einem Türrahmen bzw. einer Türzarge 2,
in die ein Türblatt 3 eingesetzt ist. In dem Türblatt 3
sind eine Vielzahl von quadratischen Licht-Durchtrittsöff
nungen 4 ausgebildet, die in einem gleichmäßigen Muster an
geordnet sind.
Fig. 2 zeigt den konstruktiven Aufbau des Türblattes 3 im
Bereich einer Licht-Durchtrittsöffnung 4. Das Türblatt 3
ist sandwichartig aufgebaut und besteht aus einer mittig
angeordneten Doppelglasscheibe 6, die sich über die gesamte
Fläche des Türblattes 3 erstreckt und aus zwei Einzelglas
scheiben 7 besteht, die über Abstandshalter 9 unter Bildung
eines inneren Zwischenraums 8 auf Abstand gehalten sind.
Auf den Außenseiten der Doppelglasscheibe 6 ist jeweils
eine Blendenplatte 5 aus Metall, Kunststoff oder Holz auf
gebracht. Jede Blendenplatte 5 besitzt Licht-Durchtritts
öffnungen 4 in gleichem Anordnungsmuster, so daß auf entge
gengesetzten Oberflächen der Doppelglasscheibe 6 angeord
nete Licht-Durchtrittsöffnungen 4 miteinander fluchten.
Beide Blendenplatten 5 sind auf ihrer Innenseite, mit der
sie auf der Oberfläche der jeweiligen Einzelglasscheibe 7
aufliegen, mit einer lichtabsorbierenden Schicht 10 aus ei
nem dunklen oder schwarzen Lack bzw. einer entsprechenden
Klebefolie versehen. Die lichtabsorbierende Schicht 10 ver
hindert Lichtreflexionen an der Grenzschicht zwischen der
Außenseite der Doppelglasscheibe 6 und der Innenoberfläche
der Blendenplatten 5 und verhindert oder erschwert somit
den seitlichen Einblick in den Zwischenraum 8 der Doppel
glasscheibe 6 bzw. des Türblattes 3.
Fig. 3 zeigt ein alternatives Ausführungsbeispiel des Tür
aufbaus gemäß Fig. 2 und unterscheidet sich von diesem le
diglich dadurch, daß die lichtabsorbierende Zwischenlage
von einer eigenstabilen Kunststoffplatte 11 gebildet ist,
die auf der Innenseite der Blendenplatte 5 angeordnet ist.
In der Kunststoffplatte 11 sind Ausschnitte 12 angeordnet,
die in ihrer Größe und ihrer Anordnung entsprechend der
Anzahl und Größe der Durchtrittsöffnungen 6 der
Blendenplatte 5 ausgebildet sind. Wie Fig. 3 zeigt, ist der
Ausschnitt 12 relativ zu der zugeordneten
Durchtrittsöffnung 4 zentriert und etwas größer als diese
ausgebildet, so daß der innere Rand 12a des Ausschnitts 12
gegenüber dem inneren Rand der Durchtrittsöffnung 4
allseitig zurückgesetzt ist.
Claims (9)
1. Tür mit einem Türblatt (3), das eine sich über zumin
dest einen Teilbereich des Türblattes erstreckende
Glasscheibe (6) aufweist, die beidseitig von jeweils
einer Blendenplatte (5) überdeckt ist, in der zumin
dest eine Durchtrittsöffnung (4) ausgebildet ist, da
durch gekennzeichnet, daß im Umfangsbereich der Durch
trittsöffnung (4) zwischen zumindest einer der Blen
denplatten (5) und der Glasscheibe (6) eine lichtab
sorbierende Lage (10; 11) angeordnet ist.
2. Tür nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
lichtabsorbierende Lage (10; 11) zwischen jeder Blen
denplatte (5) und der Glasscheibe (6) angeordnet ist.
3. Tür nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die lichtabsorbierende Lage (10) eine dunkle, ins
besondere schwarze Lackschicht ist.
4. Tür nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die lichtabsorbierende Lage (10) eine dunkle, ins
besondere schwarze Klebefolie ist.
5. Tür nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die lichtabsorbierende Lage (11) eine dunkle
Kunststoffplatte ist.
6. Tür nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß in
der Kunststoffplatte (11) zumindest ein zu der Durch
trittsöffnung (4) der Blendenplatte (5) zentrierter
Ausschnitt (12) ausgebildet ist, der zumindest die
gleiche Größe wie die Durchtrittsöffnung (4) besitzt.
7. Tür nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der
Ausschnitt (12) um ein geringes Maß größer als die
Durchtrittsöffnung (4) ist.
8. Tür nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekenn
zeichnet, daß die lichtabsorbierende Lage (10; 11) auf
der Innenseite der Blendenplatte (5) aufgebracht ist.
9. Tür nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die
Blendenplatte (5) auf ihrer Innenseite vollflächig mit
der lichtabsorbierenden Lage (10; 11) versehen ist.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
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| Country | Link |
|---|---|
| DE (2) | DE20006385U1 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102004011757B4 (de) * | 2003-03-12 | 2006-08-03 | Sälzer Sicherheitstechnik GmbH | Plattenförmiges Abschlusselement für eine Gebäudeöffnung |
| WO2012121590A1 (en) * | 2011-03-07 | 2012-09-13 | Allure Bouw B.V. | Assembly of a leaf and a frame adapted to rotatably receive the leaf |
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-
2000
- 2000-04-06 DE DE20006385U patent/DE20006385U1/de not_active Expired - Lifetime
- 2000-09-28 DE DE10048107A patent/DE10048107A1/de not_active Withdrawn
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE20006385U1 (de) | 2000-08-10 |
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