DE1092010B - Verfahren zur Herstellung von Cyclopentenylphenolen - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von CyclopentenylphenolenInfo
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- C07—ORGANIC CHEMISTRY
- C07C—ACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
- C07C37/00—Preparation of compounds having hydroxy or O-metal groups bound to a carbon atom of a six-membered aromatic ring
- C07C37/11—Preparation of compounds having hydroxy or O-metal groups bound to a carbon atom of a six-membered aromatic ring by reactions increasing the number of carbon atoms
- C07C37/14—Preparation of compounds having hydroxy or O-metal groups bound to a carbon atom of a six-membered aromatic ring by reactions increasing the number of carbon atoms by addition reactions, i.e. reactions involving at least one carbon-to-carbon unsaturated bond
-
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- C07C2601/00—Systems containing only non-condensed rings
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Description
DEUTSCHES
Es ist bekannt, daß Phenole mit Cyclopentadien in Gegenwart von Friedel-Crafts-Katalysatoren zu Cyclopentenylphenolen
umgesetzt werden können (vgl. deutsche Auslegeschrift 1023 762). Unter Friedel-Crafts-Katalysatoren
werden dabei Mineralsäuren, wie Schwefelsäure oder Phosphorsäure und Metallhalogenide, wie Aluminiumchlorid,
Eisenchlorid oder Antimonpentachlorid, verstanden. Bei Anwendung von Temperaturen unterhalb
50° C soll bei diesem Verfahren in Gegenwart von großen Mengen Katalysator das p-Cyclopentenylphenol erhalten
werden, während das o-Cyclopentenylphenol bei höheren Temperaturen und kleinen Katalysatormengen gebildet
werden soll. Die bei diesem Verfahren erhaltenen Ausbeuten, insbesondere an o-Cyclopentenylphenol, sind
jedoch nicht zufriedenstellend. Weiterhin entstehen auch noch größere Mengen weiterer Reaktionsprodukte.
Es wurde nun gefunden, daß Cyclopentenylphenole und insbesondere o-Cyclopentenylphenole mit sehr guten
Ausbeuten in einfacher Weise erhalten werden, wenn man gegebenenfalls substituierte Phenole, die wenigstens eine
freie o- oder p-Stellung zur Hydroxylgruppe enthalten, mit Cyclopentadien in Gegenwart von Bleicherden bei
erhöhter Temperatur umsetzt.
Für das erfindungsgemäß geeignete Verfahren sind außer
dem Phenol selbst auch solche Phenole geeignet, die durch Alkylgruppen substituiert sind, wie das p-Kresol, das
2,4-Xylenol, das zweitertiäre Butyl-p-Kresol oder das
zweitertiäre Butylphenol.
Für das erflndungsgemäße Verfahren sind praktisch neutrale, durch eine Säurebehandlung aktivierte Bleicherden
vom Typ des Montmorillonits geeignet, die z. B. unter dem Handelsnamen »Tonsile« in der Literatur beschrieben
werden (vgl. »Ullmanns Encyclopädie der technischen Chemie«, 3. Auflage,. Bd. 4, 1953, S. 544, und
Houben — Weyl, »Methoden der organischen Chemie«, 1955, Bd. 4, Teil 2, S. 149). Vorzugsweise werden solche
Bleicherden verwendet, die eine Säurezahl von ungefähr 0,35 bis 1,5 vorteilhafterweise 0,5 bis 0,8, besitzen. Die
Bleicherden werden im allgemeinen in katalytischen Mengen zugesetzt. Mengen von 0,1 bis 20 Gewichtsprozent,
bezogen auf das Phenol, sind im allgemeinen ausreichend. Falls es gewünscht wird, können natürlich auch noch
größere Mengen zugesetzt werden.
Die Durchführung des neuen Verfahrens erfolgt bei erhöhter Temperatur, zweckmäßigerweise zwischen 100
und 200° C, vorzugsweise zwischen 120 und 160° C. Die Umsetzung kann z. B. so erfolgen, daß man das Cyclopentadien
zu dem Gemisch von Phenol und Bleicherde allmählich zusetzt, wobei die Umsetzung sofort stattfindet.
Es kann zweckmäßig sein, das Phenol in einem inerten Lösungsmittel, wie Xylol oder Isopropylbenzol,
zu lösen. Es ist weiterhin ebenfalls möglich, weitere Bleicherde während der Umsetzung zuzusetzen, z. B. in
Form einer Aufschlämmung in einem inerten Lösungs-Verfahren zur Herstellung
von Cyclopentenylphenolen
von Cyclopentenylphenolen
Anmelder:
Farbenfabriken Bayer Aktiengesellschaft, Leverkusen-Bayerwerk
Dr. Arnold Hausweiler, Dr. Klaus Schwarzer,
Köln-Flittard,
und Dr. Rudolf Stroh, Leverkusen-Bayerwerk,
sind als Erfinder genannt worden
sind als Erfinder genannt worden
mittel. Die Aufarbeitung der Reaktionsprodukte kann in üblicher Weise vorgenommen werden, z. B. nach Abtrennung
des Katalysators durch Destillation.
Die Cyclopentenylphenole werden bei dem erfindungsgemäßen Verfahren mit guten bis sehr guten Ausbeuten
erhalten. Falls Phenole verwendet werden, die wenigstens eine freie o-Stellung zur Hydroxylgruppe enthalten,
beträgt der Anteil an dem entsprechenden o-Cyclopentenylphenol je nach der verwendeten Reaktionstemperatur
im allgemeinen 70 oder mehr Prozent des Reaktionsproduktes.
Gegenüber den aus der deutschen Patentschrift 1023 762
bekannten Katalysatoren besitzen die Bleicherden den Vorteil, daß die das Cyclopentadien nicht polymerisieren,
wie Flußsäure, Schwefelsäure, Bortrifluorid oder AIuminuimchlorid,
und daß die Bildung unerwünschter Nebenprodukte, wie Di- und Tricyclopentenylphenole
oder Dicyclopentenylphenyläther, weitgehend unterbleibt. Die Bleicherden können außerdem leicht aus dem Reaktionsgemisch
entfernt werden und greifen die Reaktionsgefäße nicht so stark wie die Friedel-Crafts-Katalysatoren
an.
94 g Phenol werden mit 100 ecm Xylol und 2 g einer durch eine Säurebehandlung aktivierten Bleicherde vom
Montmorillonittyp mit der Säurezahl 0,40 bis 0,45 auf 145° C erwärmt. Dazu tropft man unter Rühren aus
zwei Tropftrichtern im Laufe von 2 Stunden 68 g Cyclopentadien und eine Aufschlämmung von 3 g der Bleicherde
in 20 ecm Xylol. Wenn alles zugetropft ist, wird das Gemisch abgekühlt, der Katalysator abgesaugt und das
Reaktionsgemisch destilliert. Neben 20 g Phenol gewinnt man 90 g eines Gemisches von o- und p-Cyclopentenyl-
009 630/423
phenol vom Kp. 5 110 bis 135° C. Das entspricht einer
Ausbeute von 72%, bezogen auf umgesetztes Phenol. Der Rückstand besteht aus Bis-cyclopenteny!phenolen.
Das Gemisch der isomeren Cyclopentenylphenole, das 75 bis 80% o-Cyclopentenylphenol enthält, läßt sich
durch Destillation über eine gut wirkende Kolonne leicht trennen. o-Cyclopentenylphenol siedet bei 5 Torr/180° C
und p-Cyclopentenylphenol bei 5 Torr/133° C.
Die Säurezahl der verwendeten Bleicherde wurde auf folgende Weise bestimmt:
Die Bleicherde wurde fein gerieben und durch ein DIN-Sieb 0,06/10000 Maschen gesiebt. Vom gesiebten Anteil
werden 100 mg mit 5 ml einer Lösung von 0,2 mg 4-Dimethylaminoazobenzol in 100 ml Benzol Übergossen.
Die Bleicherde färbt sich dabei rotviolett. Dann wurden je nach dem Säureäquivalent 0,5 bis 1,5 ml n/10-Butylamin
in Benzol zugegeben. Die Farbe der Bleicherde muß dabei verschwinden. Anschließend wird mit n/10-Trichloressigsäure
in Benzol bis zu· eben rötlicher Färbung der Bleicherde zurücktitriert.
Der Verbrauch an Butylamin minus Verbrauch an Trichloressigsäure dividiert durch 10 ergibt die Säurezahl.
106 g p-Kresol werden in der im Beispiel 1 beschriebenen
Weise mit 66 g Cyclopentadien in Gegenwart von durch eine Behandlung mit Mineralsäure aktivierter Bleicherde
mit der Säurezahl 0,90 bei 145° C umgesetzt. Die Ausbeute an 2-Cyclopentenyl-4-methylphenol vom Kp. 5 128 bis
130° C beträgt 78%, bezogen auf das umgesetzte p-Kresol
(82%). Der Rückstand im Destillationskolben besteht in der Hauptsache aus 2,6-Bis-cyclopentenyl-4-methylphenol
und wenig Verharzungsprodukt.
106 go-Kresol werden in der im Beispiel 1 beschriebenen
Weise mit 66 g Cyclopentadien in Gegenwart von durch Säurebehandlung aktivierter Bleicherde mit der Säurezahl
0,72 bei 145° C umgesetzt. Die Ausbeute an einem Gemisch aus 2-Cyclopentenyl-6-methylphenol und 4-Cyclopentenyl-6-methylphenol
beträgt 70% der Theorie, bezogen auf das umgesetzte o-Kresol (73%). Das Gemisch
enthält 65 bis 75% 2-Cyclopentenyl-6-methylphenol vom Kp. 5121° C neben 4-Cyclopentenyl-2-methylphenol.
Claims (1)
- Patentanspruch:Verfahren zur Herstellung von Cyclopentenylphenolen aus gegebenenfalls substituierten Phenolen, die wenigstens eine freie o- oder p-Stellung zur Hydroxygruppe enthalten, durch Umsetzung mit Cyclopentadien in Gegenwart eines Katalysators und zweckmäßig in Gegenwart eines inerten Lösungsmittels, dadurch gekennzeichnet, daß als Katalysator Bleicherden verwendet werden.In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Auslegeschrift Nr. 1 023 762.© 009 630/423 10.60
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEF28169A DE1092010B (de) | 1959-04-10 | 1959-04-10 | Verfahren zur Herstellung von Cyclopentenylphenolen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEF28169A DE1092010B (de) | 1959-04-10 | 1959-04-10 | Verfahren zur Herstellung von Cyclopentenylphenolen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1092010B true DE1092010B (de) | 1960-11-03 |
Family
ID=7092770
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEF28169A Pending DE1092010B (de) | 1959-04-10 | 1959-04-10 | Verfahren zur Herstellung von Cyclopentenylphenolen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1092010B (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1278431B (de) * | 1962-05-04 | 1968-09-26 | Consortium Elektrochem Ind | Verfahren zur Anlagerung von Alkoholen an Dicylopentadien in Gegenwart von Katalysatoren |
| DE1291741B (de) * | 1962-11-08 | 1969-04-03 | Consortium Elektrochem Ind | Verfahren zur Anlagerung von Alkoholen an das Bicyclo-[2, 2, 1]-heptensystem |
| US4484010A (en) * | 1983-01-10 | 1984-11-20 | The B. F. Goodrich Company | Hydroxybenzylcyclopentadienes and derivatives thereof |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1023762B (de) * | 1952-07-22 | 1958-02-06 | Pittsburgh Plate Glass Co | Verfahren zur selektiven Herstellung von o- und p-Cyclopentenylphenolen |
-
1959
- 1959-04-10 DE DEF28169A patent/DE1092010B/de active Pending
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1023762B (de) * | 1952-07-22 | 1958-02-06 | Pittsburgh Plate Glass Co | Verfahren zur selektiven Herstellung von o- und p-Cyclopentenylphenolen |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1278431B (de) * | 1962-05-04 | 1968-09-26 | Consortium Elektrochem Ind | Verfahren zur Anlagerung von Alkoholen an Dicylopentadien in Gegenwart von Katalysatoren |
| DE1291741B (de) * | 1962-11-08 | 1969-04-03 | Consortium Elektrochem Ind | Verfahren zur Anlagerung von Alkoholen an das Bicyclo-[2, 2, 1]-heptensystem |
| US4484010A (en) * | 1983-01-10 | 1984-11-20 | The B. F. Goodrich Company | Hydroxybenzylcyclopentadienes and derivatives thereof |
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