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DE1083049B - Verfahren zur Herstellung eines haertbaren, lagerfaehigen fluessigen Vorkondensats durch saure Kondensation von Acrolein und Pentaerythrit - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines haertbaren, lagerfaehigen fluessigen Vorkondensats durch saure Kondensation von Acrolein und Pentaerythrit

Info

Publication number
DE1083049B
DE1083049B DEU4623A DEU0004623A DE1083049B DE 1083049 B DE1083049 B DE 1083049B DE U4623 A DEU4623 A DE U4623A DE U0004623 A DEU0004623 A DE U0004623A DE 1083049 B DE1083049 B DE 1083049B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
pentaerythritol
precondensate
acrolein
viscosity
acid
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEU4623A
Other languages
English (en)
Inventor
Howard Russell Guest
Joe Taylor Adams
Ben Wilton Kiff
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Union Carbide Corp
Original Assignee
Union Carbide Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Union Carbide Corp filed Critical Union Carbide Corp
Publication of DE1083049B publication Critical patent/DE1083049B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08GMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED OTHERWISE THAN BY REACTIONS ONLY INVOLVING UNSATURATED CARBON-TO-CARBON BONDS
    • C08G4/00Condensation polymers of aldehydes or ketones with polyalcohols; Addition polymers of heterocyclic oxygen compounds containing in the ring at least once the grouping —O—C—O—

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

DEUTSCHES
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung flüssiger Vorkondensate aus Acrolein und Pentaerythrit, die bei der Lagerung stabil sind und durch Zusatz eines weiteren Katalysators zu harten und zähen Harzen ausgehärtet werden können.
Die Herstellung von Polymerisaten durch Kondensation von Acrolein und Pentaerythrit ist bekannt, doch wurde diesem Verfahren nur eine beschränkte Aufmerksamkeit zuteil. Zur Zeit sind zwei Verfahren zur Durchführung der Polymerisation bekannt. Gemäß dem einen Verfahren wird die Reaktion ausgeführt, indem zunächst das ungesättigte Acetal aus Acrolein und Pentaerythrit hergestellt und isoliert wird. Es besitzt folgende Struktur:
C H — C H
OCH,
OCH,
CH9O
CH-CH = CH9
CH,0
F.
3,9-Divinylspirobi-(m-dioxan),
= 43°C (Diallyliden-pentaerythrit)
Dieses ungesättigte Acetal wird dann mit einem mehrwertigen Alkohol in Anwesenheit eines sauren Katalysators zur Reaktion gebracht, um ein Polymerisat herzustellen. Geeignete mehrwertige Alkohole sind z. B. Sorbit, Trimethyloläthan oder Trimethylolpropan. Dieses Verfahren hat den Nachteil, daß eine Abtrennung und Reinigung des als Zwischenprodukt anfallenden Acetals erforderlich ist.
Beim zweiten Verfahren wird ein flüssiges Vorkondensat durch die Reaktion von Acrolein und Pentaerythrit in ihrer Funktionalität entsprechenden Mengen hergestellt. So hat Pentaerythrit als mehrwertiger Alkohol eine Funktionalität von vier und Acrolein eine Funktionalität von drei, wobei sowohl die Carbonylgruppe als auch die Olefingruppe berücksichtigt sind. Das durch die Reaktion von etwa 3 Mol Pentaerythrit und ungefähr 4 Mol Acrolein in Anwesenheit eines Säurekatalysators hergestellte Vorkondensat ist eine viskose Flüssigkeit oder ein Harz der Α-Stufe, das langsam zu einem festen Kunststoff kondensiert. Für praktische Anwendungszwecke kann die Kondensation jedoch durch Neutralisierung des Katalysators unterbrochen werden. Das neutrale flüssige Vorkondensat kann bis zum Gebrauch gelagert und dann durch den Zusatz einer Mineralsäure oder einer starken organischen Säure zu einem Kunststoff gehärtet werden. Dieses Verfahren hat jedoch den Nachteil, daß die fertigen Kunststoffe eine sehr geringe Schlagzähigkeit besitzen.
Die vorliegende Erfindung stellt eine Verbesserung dieses zweiten Verfahrens dar, durch die ein stabiles Vorkondensat ohne Neutralisierung des Katalysators erhalten wird.
Verfahren zur Herstellung
eines härtbaren, lagerfähigen flüssigen
Vorkondensats durch saure Kondensation
von Acrolein und Pentaerythrit
Anmelder:
Union Carbide Corporation,
New York, N. Y. (V. St. A.)
Vertreter: Dr. W. Schalk, Dipl.-Ing. P. Wirth,
Dipl.-Ing. G. E. M. Dannenberg
und Dr. V. Schmied-Kowarzik, Patentanwälte,
Frankfurt/M., Große Eschenheimer Str. 39
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 9. Juli 1956
Howard Russell Guest, Charleston, W. Va.,
Joe Taylor Adams, St. Albans, W. Va.,
und Ben Wilton Kiff, Ona, W. Va. (V. St. A.},
sind als Erfinder genannt worden
Das erfindungsgemäße Verfahren zur Herstellung eines härtbaren, lagerfähigen flüssigen Vorkondensates durch saure Kondensation von Acrolein und Pentaerythrit ist nun dadurch gekennzeichnet, daß die Vorkondensation in an sich bekannter Weise bei 60 bis 100° C in Gegenwart von 0,1 bis 0,4 Gewichtsprozent Salzsäure als Katalysator ausgeführt wird und anschließend die flüchtigen Bestandteile des Reaktionsgemisches, die wenigstens noch einen Teil der angewandten Salzsäure enthalten, durch Destillation bei normalem Druck und bei einer Temperatur bis zu 1500C in bekannter Weise entfernt werden, ohne daß eine Neutralisation des sauren Vorkondensates vorgenommen wird.
Es wurde gefunden, daß Salzsäure ein guter Katalysator für die Acetalisierung zur Herstellung der Vorkondensate, jedoch ein schlechter Katalysator für die Aushärtung dieser Vorkondensate ist. So lassen sich erfindungsgemäß flüssige Vorkondensate mit einem weiten Viskositätsbereich herstellen, ohne daß die Gefahr einer vorzeitigen Aushärtung der Masse im Behälter besteht. Dies ist von wesentlicher Bedeutung, da sich herausgestellt hat, daß die Eigenschaften des fertig ausgehärteten Polymerisates von der Viskosität des flüssigen
009 529/317
Vorkondensates (A-Stufen-Harz) abhängen. Salzsäure hat den weiteren Vorteil, daß sie flüchtig ist und aus dem A-Stufen-Harz nach Beendigung der Reaktion durch Destillation teilweise entfernt werden kann. Ein Teil des Katalysators kann in dem Harz verbleiben, möglicherweise in chemischer Bindung mit den vorhandenen Olefingruppen, verursacht jedoch keine weitere Polymerisation. Tatsächlich zeigt das A-Stufen-Harz nach Entfernen von etwa der Hälfte des Katalysators keine merkliche Zunahme der Viskosität bei einer mehrmonatigen Lagerung bei Raumtemperatur. Nach dem Zusatz eines zweiten, anderen Säurekatalysators als Salzsäure und Erhitzen härtet das flüssige Harz der A-Stufe zu einem harten, farblosen bis hellfarbigen Kunststoff aus, der eine gute Wärmefestigkeit sowie eine gute Schlagzähigkeit besitzt. Es wird angenommen, daß diese Aushärtung durch eine Verätherung zwischen den olefinischen und Hydroxylgruppen des ursprünglich hergestellten cyclischen Acetals erfolgt. Bei dieser Verätherungsreaktion entsteht kein Wasser, so daß keine ao Schwierigkeiten hinsichtlich Schrumpfung oder Porenbildung in den Gußstücken auftreten. Daher kann das Härten gegebenenfalls ohne die Anwendung von Druck erfolgen.
Wie bereits zuvor erwähnt, können die Eigenschaften des fertig ausgehärteten Harzes durch eine Regelung der Viskosität des Vorkondensates beeinflußt werden. Falls die anfängliche Reaktion unterbrochen wird, wenn das Reaktionsgemisch eine Viskosität von 50 bis 75 cP bei 25° C besitzt, haben die gehärteten Harze eine höhere Wärmefestigkeit von etwa 90 bis 1000C oder noch höher, jedoch Izod-Schlagzähigkeiten von weniger als etwa 5,4 kg/cm Kerbe. Wenn das Vorkondensat weiterreagieren gelassen wird, was mit Salzsäure als Katalysator ohne weiteres möglich ist, bis es bei 25° C eine Viskosität zwischen 75 und 350 cP besitzt, haben die gehärteten Polymerisate Izod-Schlagzähigkeiten von ungefähr 5,4 und bis zu 9,2 bis 10,8 cm kg/cm Kerbe, jedoch Wärmefestigkeiten, die im allgemeinen unter 1000C liegen. Gemische von Harzen hoher und geringer Viskosität besitzen im gehärteten Zustand dazwischenliegende, jedoch sich mehr den Harzen mit hoher Viskosität nähernde Eigenschaften.
Nachdem die Reaktion bis zur gewünschten Viskosität durchgeführt wurde, ist es wesentlich, alle flüchtigen Stoffe aus dem Harz zu entfernen, wie z. B. nicht zur Reaktion gebrachtes Acrolein, Wasser aus der Acetalisierung und soviel Salzsäure (Chlorwasserstoff) wie möglich. Dies erfolgt vorzugsweise durch Destillation unter vermindertem Druck.
Obgleich die Viskosität des Reaktionsgemisches als Kontrolle für die Bestimmung der gewünschten Harzviskosität verwendet werden kann, wird eine genauere Bestimmung der Viskosität des Vorkondensates nach dem Entfernen der flüchtigen Stoffe durchgeführt.
So kann nach dem Entfernen der flüchtigen Stoffe, z. B. derjenigen, die bei weniger als 15O0C bei atmosphärischem Druck sieden, ein A-Stufen-Harz mit niedriger Viskosität als ein solches mit einer Viskosität von 5000 bis 2500OcP bei 4O0C definiert werden. In gleicher Weise kann als Harz mit hoher Viskosität ein solches mit einer Viskosität von 25000 bis 50000OcP bei 400C angesehen werden.
Die erfindungsgemäß zu verwendende Menge Salzsäure als Katalysator für die Reaktion zwischen Acrolein und Pentaerythrit beträgt zwischen 0,10 und 0,40%, bezogen auf das Gewicht der Reaktionsteilnehmer. Bei Mengen unter 0,10% ist die Reaktionsgeschwindigkeit zu niedrig. Wenn mehr als 0,40% verwendet werden, wird die Viskosität des Reaktionsgemisches zu hoch. Wenn der Katalysator innerhalb dieser Grenzen verwendet wird, kann etwa die Hälfte desselben während der Destillation entfernt werden, während der Rest zu einem Teil der Harzstruktur wird.
Die Herstellung des Vorkondensates erfolgt am besten bei 70 bis 8O0C, obgleich die Temperatur auch nur 6O0C oder bis zu 1000C betragen kann. Die Reaktionszeit kann zwischen 30 Minuten und 5 Stunden schwanken, je nach der gewünschten Viskosität. Das molare Verhältnis von Acrolein zu Pentaerythrit kann zwischen 1,3:1 und 1,9:1 liegen und beeinflußt ebenfalls die Harzviskosität.
Nachdem das Vorkondensat hergestellt und die flüchtigen Stoffe entfernt sind, kann — wie bekannt — jede beliebige starke Säure oder sauer reagierende Verbindung verwendet werden, um das Vorkondensat auszuhärten, zweckmäßig jedoch nicht Salzsäure. Zu diesen gehören z. B. Schwefelsäure, Toluolsulfonsäure, Phosphorsäure, Zinnchlorid, Titantetrachlorid, Aluminiumchlorid, Eisenchlorid, Bortrifluorid und »gemischte Alkansulfonsäuren« (ein handelsübliches Gemisch, das hauptsächlich aus Äthansulfonsäure besteht, jedoch auch etwas Methansulf on- und Propansulfonsäure enthält).
Die Aushärtungstemperatur für das Harz kann zwischen 50 und 2000C, vorzugsweise zwischen 70 und 1500C, liegen. Die erforderliche Härtezeit ändert sich selbstverständlich mit der Temperatur. Bei 50° C können bis zu 72 Stunden benötigt werden, während bei 1500C bereits 10 Minuten ausreichen können. Bei 700C beträgt die übliche Härtezeit 16 Stunden, während bei 1000C 3 bis 8 Stunden benötigt werden.
Die nachstehende Tabelle zeigt die schlechten physikalischen Eigenschaften von Harzen, die gemäß dem bekannten Verfahren hergestellt wurden, bei dem der A-Stufen-Katalysator vor dem Aushärten neutralisiert wird. Die Versuchsharze wurden in Anwesenheit eines Säurekatalysators durch Reaktion von Acrolein und Pentaerythrit in einem molaren Verhältnis von etwa 4:3 bei einer Temperatur von 70 bis 75°C bei Reaktionszeiten von 1,5 bis 2,5 Stunden hergestellt. Dann wurde der Katalysator, außer für einen Kontrollversuch (Schwefelsäure), mit verschiedenen Basen neutralisiert. Nach Beendigung der Neutralisierung wurden die flüchtigen Stoffe bei einer Blasentemperatur von 76°C/4 bis 6 mm gereinigt. Dann wurde dem neutralen Harz ein Säurekatalysator zugesetzt, das Gemisch mehrere Stunden bei 1000C ausgehärtet und dann die physikalischen Eigenschaften der gehärteten Proben bestimmt.
Katalysator zur Reaktion
%
Base zur
Neutralisation
Aushärtungs-Katalysator
%
Wärmefestigkeit
°C
Izod-Schlag-
zähigkeit
cm kg/cm Kerbe
Schwefelsäure 0,2
Schwefelsäure 0,08
Schwefelsäure 0,08
Toluolsulfonsäure 0,25
Toluolsulfonsäure 0,25
keine
Na2CO3
CaCO3
NaOOCCH3
NaOOCCH3
(Schwefelsäure)
Toluolsulfonsäure 0,3
Toluolsulfonsäure 0,3
Toluolsulfonsäure 0,3
Alkansulfonsäure 0,3
90
49
57
92
102
6,4
3,6
3,3
2,2
1,6
Aus den obigen Werten ist zu ersehen, daß eine Neutralisation der als Katalysator für die Herstellung der Vorkondensate verwendeten Säure in jedem Falle eine beträchtliche Verschlechterung der Wärmefestigkeit und der Schlagzähigkeit mit sich bringt. Der Kontrollversuch (Verwendung von Schwefelsäure ohne Neutralisierung) liefert zwar die jeweils besten Werte; die in diesem Falle erhaltenen Vorkondensate sind jedoch nicht lagerfähig, da die Schwefelsäure nicht nur ein guter Katalysator für die Herstellung des Vorkondensates, sondern auch für die Aushärtung desselben ist.
In der deutschen Patentschrift 870 032 wird ein Verfahren zur Herstellung von aushärtenden Vorkondensaten aus Pentaerythrit und Acrolein beschrieben. Als sator zugesetzt und die Probe 8 Stunden bei 1000C ausgehärtet. Das gehärtete Polymerisat hatte folgende Eigenschaften:
Wärmefestigkeit, 0C 93
Biegemodul, kg/cm2 ... - 25 830
Härte Durometer »D« 85
Schlagzähigkeit (Izod), cm kg/cm
Kerbe 4,34
Beispiel 2
Gereinigtes Vorkondensat mit hoher Viskosität In das gleiche wie im Beispiel 1 benutzte Reaktionen gefäß wurde ein Reaktionsgemisch mit den gleichen verwendbare Katalysatoren sind unter anderem Salz- 15 Eigenschaften eingebracht. Das Gemisch wurde auf säure, Schwefelsäure, Essigsäure und Chloressigsäure 74° C erhitzt und 55 Minuten auf 74 bis 760C gehalten.
genannt. Im einzigen Beispiel dieser Patentschrift ist jedoch angegeben, daß die Säure nach Herstellung des Vorkondensates neutralisiert werden soll. Dieser Patentschrift konnte demnach das vorliegende Verfahren, dessen besonderes Kennzeichen darin liegt, daß 0,1 bis 0,4 Gewichtsprozent Salzsäure als Katalysator verwendet werden, diese jedoch nach Herstellung des Vorkondensates durch Destillation wenigstens teilweise entfernt wird und eine Neutralisierung des Vorkondensates vermieden wird, nicht entnommen werden. Eigene Versuche ergaben, daß Essigsäure und Chloressigsäure in Mengen von 1 Gewichtsprozent als Katalysator zur Herstellung der flüssigen Vorkondensate nicht wirksam sind.
Die erfindungsgemäßen ausgehärteten Harze können 30 überall dort verwendet werden, wo feste Kunststoffe guter Festigkeit und Zähigkeit sowie heller Farbe erwünscht sind. Ferner eignen sie sich wegen ihrer ausgezeichneten Lichtstabilität und Widerstandsfähigkeit gegen Hydrolyse für viele Zwecke, für die jetzt Methyl- 35 gehärtet. Das methacrylatharze verwendet werden, wie z. B. Reklame- Eigenschaften: schilder, Verzierungen, Beschläge und Zahnprothesen. Die flüssigen Harze können auch für Abdicht- und Einbettungsmassen in der Elektroindustrie verwendet werden. Sie eignen sich darüber hinaus als Harze für Schicht- 4°
Am Ende dieser Zeit betrug die Viskosität des Reaktionsgemisches 312 cP bei 25° C. Dann wurden die flüchtigen Stoffe bis zu einer Blasentemperatur von 79° C/7 mm abdestilliert. Das so gereinigte Harz der Α-Stufe hatte die folgenden Eigenschaften:
Viskosität bei 400C 192 000 cP
Äquivalentgewicht durch Oxygruppen-
analyse 192
Beobachtetes Molekulargewicht (unkorrigiert für niedermolekulare Komponenten) 498
Äquivalentgewicht durch Analyse der
Ungesättigtkeit 314
Nicht umgesetztes Pentaerythrit .... 1 %
Zu einer Probe des gereinigten Harzes der A-Stufe wurden 0,3% gemischte Alkansulfonsäuren als Katalysator zugesetzt und die Probe 8 Stunden bei 1000C ausgehärtete Polymerisat hatte folgende
körper bei der Herstellung von Schichtkörpern aus Glasgewebe.
Die nachstehenden Beispiele dienen der Veranschaulichung der Erfindung.
Beispiel 1
Gereinigtes Vorkondensat mit geringer Viskosität In einen 2-1-Reaktionskolben, der mit einer Rührvorrichtung, Thermometer, Kühler und Leitung
Wärmefestigkeit, 0C 83
Biegemodul, kg/cm2 23 310
Härte Durometer »D« 85
Schlagzähigkeit (Izod), cm kg/cm
Kerbe 6,52
zum
Beispiel 3
Beispiele von Harzen, die mit Salzsäure als Katalysator der Vorkondensation und verschiedenen Aushärtungskatalysatoren hergestellt wurden
Eine Beschickung aus 232 g Acrolein (94,1 %), 320 g Pentaerythrit und 1,79 g 37%iger Salzsäure wurde in
Durchspülen mit Stickstoff versehen war, wurden 798 g 5° einen wie im Beispiel 1 ausgerüsteten 500-ccm-Reaktions-96,6%iges Acrolein (13,75 Mol), 1127 g Pentaerythrit kolben eingebracht. Nach einer Reaktion von 30 Minuten (9,29 Mol) und 6,24 g 37%ige Salzsäure eingebracht. Die Beschickung wurde auf 72° C erhitzt und 25 Minuten auf 72 bis 74° C gehalten. Am Ende dieser Zeit betrug die Viskosität des Reaktionsgemisches 63 cP bei 25° C. 55 Toluolsulfonsäure zugesetzt und dieser dann in Formen Dann wurden die flüchtigen Stoffe bis zu einer Blasen- gegossen und 8 Stunden bei 1000C ausgehärtet. Das getemperatur von 71° C/7,5 mm abdestilliert. Das restliche Harz der A-Stufe hatte folgende Eigenschaften:
Viskosität bei 400C 11 520 cP
Äquivalentgewicht durch Oxygruppen-
analyse 167
Beobachtetes Molekulargewicht (unkorrigiert für niedermolekulare Komponenten) 362
Äquivalentgewicht durch Analyse der bei 75° C hatte das Gemisch eine Viskosität von 89 cP bei 25° C. Die flüchtigen Stoffe wurden abdestilliert und der Rest in drei Teile geteilt. Einem Teil wurden 0,3 %
60 härtete Harz hatte folgende Eigenschaften:
Wärmefestigkeit, 0C
Schlagzähigkeit (Izod), cm kg/cm Kerbe
69 8,78
Ungesättigtheit
Nicht umgesetztes Pentaerythrit
234 3%
Zu einer Probe des gereinigten Harzes der A-Stufe wurden 0,3% gemischte Alkansulfonsäuren als Kataly-Einem anderen Teil wurde ein Gemisch aus 0,2 % Zinnchlorid und 0,2% Toluolsulfonsäure zugesetzt. Dieses Gemisch wurde 8 Stunden bei 1000C gehärtet. Eine der gegossenen Stangen hatte folgende Eigenschaften:
Wärmefestigkeit, 0C 65
Schlagzähigkeit (Izod), cm kg/cm
Kerbe 11,56
Dem letzten Teil wurden 0,25% Bortrifluoridätherat
zugesetzt. Nach 8 Stunden Härten bei 1000C besaß eine Stange dieses Materials die folgenden Eigenschaften:
Wärmefestigkeit, 0C 64
Biegemodul, kg/cm2 27 650
Härte Durometer »D« 84
Schlagzähigkeit (Izod), cm kg/cm
Kerbe 7,60
Beispiel 4
Eine Beschickung aus 310 g Pentaerythrit, 221 g Acrolein (96,2%) und 1,72 g 37%iger Salzsäure wurde in das im Beispiel 3 beschriebene Reaktionsgefäß eingebracht. Nach einer Reaktion von 1 ^2 Stunden bei 75 bis 780C wurden die flüchtigen Stoffe bis zu einer Blasentemperatur von 76°C/4mm entfernt. Ein Teil des so gereinigten Harzes (160 g) wurde mit einer Lösung von 0,4 g Schwefelsäure in 25 ecm Äthyläther gemischt. Der Äther wurde bei einer Blasentemperatur von 75°C/3,5 mm entfernt. In üblicher Weise gegossene Stangen wurden 16 Stunden bei 700C gehärtet und hatten folgende Eigenschaften :
Wärmefestigkeit, 0C 91
Biegemodul, kg/cm2 24 710
Härte Durometer »D« 84
Schlagzähigkeit (Izod), cm kg/cm
Kerbe 6,95
Beispiel 5
Eine Beschickung aus 86 g Acrolein (96,2%), 121 g Pentaerythrit und 0,898 g Salzsäure (37%) wurde in die im Beispiel 3 beschriebene Vorrichtung eingebracht. Nach lstündigem Erhitzen bei 76° C hatte das Gemisch eine Viskosität von 238 cP bei 25° C. Die flüchtigen Stoffe wurden dann abdestilliert und 144 g des gereinigten Harzes in einen mit einer Rührvorrichtung ausgestatteten Reaktionskolben eingebracht. Unter Rühren wurden 0,493 g gemischte Alkansulfonsäuren tropfenweise zugegeben. Aus diesem Material hergestellte Stangen, die 8 Stunden bei 1000C ausgehärtet wurden, besitzen folgende Eigenschaften:
Wärmefestigkeit, 0C 82
Biegemodul, kg/cm2 26 880
Härte Durometer >>D« 84
Schlagzähigkeit (Izod), cm kg/cm
Kerbe 7,38
Beispiel 6
Versuch zum Aushärten eines Harzes unter Verwendung großer Mengen Salzsäure als Katalysator
In die im Beispiel 3 beschriebene Vorrichtung wurden 407 g Acrolein (96,2%), 500 g Pentaerythrit und 3,93 g 37%ige Salzsäure eingebracht. Das Gemisch wurde auf 74° C erhitzt, 3Q Minuten auf dieser Temperatur gehalten und dann das Material bis zu 74° C bei 4 mm destilliert. Das Gewicht der so gereinigten Α-Stufe betrug 672 g. Zu 92 g dieses Materials wurden 0,755 g 37%ige Salzsäure zugesetzt, was etwa 0,30 % Katalysator entsprach. Dieses Material wurde in Formen gegossen und 3 Stunden bei 6O0C und dann 8 Stunden bei 1000C erhitzt. Das Harz wurde überhaupt nicht hart, sondern war ungefähr so flüssig und fließbar wie das ursprüngliche Gemisch der A-Stufe.
Zu weiteren 90 g des Harzes der Α-Stufe wurden 1,516 g 37%ige Salzsäure zugesetzt, was etwa 0,62% entsprach. Das Material wurde in Formen gegossen und 23/4 Stunden bei 600C und anschließend 8 Stunden bei 100° C erhitzt. Das Harz erhärtete erst gegen Ende der Zeit etwas zu einem weichen Gel.
Zu 90 g des gleichen Materials der Α-Stufe wurden 1,34% Salzsäure zugesetzt. Dieses Material wurde in Formen gegossen und stand 72 Stunden bei Raumtemperatur. Dann wurde das Harz 41Z2 Stunden auf 700C und 8 Stunden auf 1000C erhitzt. Die Stangen waren nur unvollständig gehärtet. Sie waren weich und flexibel und an den äußeren Flächen klebrig,
ίο Zu weiteren 91 g des Harzes der Α-Stufe wurden 3,574 g 37%ige Salzsäure zugesetzt, was etwa 1,45% entsprach. Das Material wurde in Formen gegossen und 2x/4 Stunden bei 600C und 8 Stunden bei 1000C gehärtet. Das gehärtete Harz hatte folgende Eigenschaften:
Wärmefestigkeit, 0C 46
Biegemodul, kg/cm2 26 180
Härte Durometer »D« 81
Schlagzähigkeit (Izod), cm kg/cm
Kerbe 8,15
Zu weiteren 90 g des Gemisches der Α-Stufe wurden 5,149 g 37%ige Salzsäure zugesetzt, was etwa 2,12% entsprach. Dieses Gemisch wurde in Formen gegossen und IV2 Stunden bei 600C und 8 Stunden bei 100° C gehärtet. Das gehärtete Harz hatte folgende Eigenschaften:
Wärmefestigkeit, °C 41
Biegemodul, kg/cm2 21 000
Härte Durometer »D« 79
Schlagzähigkeit (Izod), cm kg/cm
Kerbe 6,52
Diese Beispiele zeigen die Notwendigkeit der Verwendung eines anderen Säurekatalysators als Salzsäure für die zweite oder Härtungsreaktion. Nur bei übermäßig starken Säurekonzentrationen tritt überhaupt eine Härtung auf, und die gehärteten Stangen besitzen nur geringe Wärmefestigkeit.

Claims (4)

Patentansprüche.
1. Verfahren zur Herstellung eines härtbaren, lagerfähigen flüssigen Vorkondensates durch saure Kondensation von Acrolein und Pentaerythrit, dadurch ge kennzeichnet, daß die Vorkondensation in an sich bekannter Weise bei 60 bis 1000C in Gegenwart von 0,1 bis 0,4 Gewichtsprozent Salzsäure als Katalysator ausgeführt wird und anschließend die flüchtigen Bestandteile des Reaktionsgemisches, die wenigstens noch einen Teil der angewandten Salzsäure enthalten, durch Destillation bei normalem Druck und bei einer Temperatur bis zu 1500C in bekannter Weise entfernt werden, ohne daß eine Neutralisation des sauren Vorkondensats vorgenommen wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das molare Verhältnis von Acrolein zu Pentaerythrit 1,3 :1 bis 1,9:1 beträgt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß man die Vorkondensation derart unterbricht, daß das flüssige, von flüchtigen Bestandteilen befreite Vorkondensat eine Viskosität von 5000 bis 25000 cP bei 400C hat.
4. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß man die Vorkondensation derart unterbricht, daß das flüssige, von flüchtigen Bestandteilen befreite Vorkondensat eine Viskosität von 25 000 bis 500 000 cP bei 400C hat.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 852 301,868 351,870032,. 108, 885 806.
DEU4623A 1956-07-09 1957-06-29 Verfahren zur Herstellung eines haertbaren, lagerfaehigen fluessigen Vorkondensats durch saure Kondensation von Acrolein und Pentaerythrit Pending DE1083049B (de)

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US1083049XA 1956-07-09 1956-07-09

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DE (1) DE1083049B (de)

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