DE1072978B - Verfahren zur Reinigung von Aceton, das mit Aldehyden, Säuren und Estern verunreinigt ist - Google Patents
Verfahren zur Reinigung von Aceton, das mit Aldehyden, Säuren und Estern verunreinigt istInfo
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Description
DEUTSCHES
Verfahren zur Reinigung von Aceton, bei denen das Rohaceton mit Aktivkohle, Graphit, Koks oder einem
anderen geeigneten Material behandelt wird, das zuvor mit Alkalihydroxyd imprägniert wurde, sind bekannt.
Die Behandlung mit dem Reinigungsmaterial kann beispielsweise so erfolgen, daß man das Aceton durch
ein in einer Röhre oder einer Kolonne befindliches Bett von alkalihaltiger Holzkohle leitet. Die Behandlung
muß hierbei über einen Zeitraum von mindestens einer Stunde oder mehr fortgesetzt werden.
Nach einem anderen bekannten Verfahren erfolgt die Reinigung dadurch, daß man das Aceton mit 20-bis
50°/oiger Alkalilauge bei Zimmertemperatur vermischt. Die Lauge kann dabei in einer Menge eingesetzt
werden, die dem Va- bis lOfachen der zu behandelnden Acetonmenge entspricht. Im allgemeinen wird
jedoch von großen Alkaliüberschüssen abgesehen und die Alkalilauge in einer Menge eingesetzt, die höchstens
derjenigen des Acetons entspricht. Hierbei müssen Verweilzeiten eingehalten werden, die bei etwa
einer halben Stunde liegen. Danach erfolgt eine fraktionierte Destillation des Acetons mit einer 2- bis
8fachen Wassermenge.
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Reinigung von Aceton, das mit Aldehyden, Säuren
. und Estern verunreinigt ist, durch Mischen des Rohacetons mit einem großen Überschuß an konzentrierter
wäßriger Alkalilösung und anschließender Destillation, das dadurch gekennzeichnet ist, daß das Rohaceton
mit der Alkalilösung in einer Kreisel- oder Turbulenzpumpe ganz kurz innigst vermischt wird.
Das Rohaceton wird z. B. mit 10- bis 3O°/oiger, vorzugsweise
15- bis 20%iger wäßriger Natronlauge in einem Verhältnis von 1 Teil Aceton zu 5 bis 10 Teilen
Alkali in einer Kreisel- oder Turbulenzpumpe rasch und innig gemischt. Da sich Aceton und Lauge der
genannten Konzentration nicht lösen, trennen sich die Phasen in einem nachgeschalteten Trenner sofort. Das
Alkali kehrt in den Kreislauf zurück und wird von Zeit zu Zeit durch frisches ergänzt, wobei das verbrauchte
Alkali in Form von Salzen organischer Säuren und freiem Alkali abgezogen wird. Es ist wichtig,
die Konzentration des Alkalis auf der angegebenen Höhe zu halten, weil bei stärkerem Absinken eine
merkliche Verschlechterung des Reinigungseffektes eintritt und besonders die verseifbaren Bestandteile
nicht restlos zerstört werden. Die Konzentration der Lauge ändert sich außerdem noch durch die dauernde
Entnahme von Wasser durch das Aceton. Die hierdurch bedingte Konzentrationserhöhung führt zu
Störungen durch Ausfallen von Salzen. Es ist deshalb erforderlich, durch dauernde geringe Zufuhr von
Wasser die Konzentration der Waschlauge immer auf derselben Höhe zu halten. Das Wasser wird dabei
Verfahren zur Reinigung von Aceton,
das mit Aldehyden, Säuren und Estern
verunreinigt ist
Anmelder:
Phenolchemie
Phenolchemie
Gesellschaft mit beschränkter Haftung,
Gladbeck (Westf.), Dechenstr.3
Gladbeck (Westf.), Dechenstr.3
Dr.-Ing. Heinrich Sodomann
und Dipl.-Ing. Rudolf Tomaschek, Gladbeck (Westf.),
sind als Erfinder genannt worden
zweckmäßig dem Aceton unmittelbar vor der Alkalibehandlung zugeführt.
Die Verseifung erfolgt bei nur einem Durchgang durch die Mischpumpe praktisch vollständig. Hat z. B.
das Aceton vor der Mischung eine Verseifungszahl von 1 bis 2 mg K O H/g, so findet man, wenn unter den
angegebenen Bedingungen gearbeitet wird, nach der Mischpumpe im Aceton nur noch eine Menge, welche
unter den Anforderungen der Gütevorschriften (0,028 mg K O H/g) liegt. Die aldehydischen Bestandteile
werden ebenfalls praktisch vollständig entfernt und sind mit den üblichen Labormethoden nicht mehr
nachzuweisen.
Das feuchte, aber von Verunreinigungen befreite Aceton wird gleichfalls aus dem Trenner abgezogen
und anschließend destilliert, wobei es vom Wasser, den in Wasser gelösten Spuren von Alkali, organischen
Alkalisalzen und Kondensationsprodukten getrennt wird. Dabei ist es zweckmäßig, auf einen der
unteren Böden über der Einspeisung der Destillationskolonne Wasser einzuführen, um möglicherweise auftretende
Verkrustungen der Böden oder der Heizflächen zu vermeiden. Es genügen hierbei bereits 1 bis
2% Wasser, bezogen auf die eingespeiste Menge gewaschenen Acetons.
Durch eine Kreiselpumpe mit einem Fassungsvermögen von 5 1 werden stündlich 2,5 ms Rohaceton
(Verseifungszahl: 3,1 mg K O H/g; Säurezahl: 0,0012% CO2; KMnO4-Wert: 3 min), das aus der
Säurespaltung von Cumolhydroperoxyd stammt, zusammen mit 21 m3 einer 15- bis 2O°/oigen Natronlauge
909 709/455
durchgesetzt und anschließend zu einem Trenner geleitet. Die Phasen trennen sich sofort. Man zieht dann
stündlich etwa 28751 Aceton-Wasser-Gemisch ab, das
anschließend destilliert wird. Für das hierbei gewonnene Reinaceton werden folgende Werte ermittelt:
Verseifungszahl: 0,028 mg KOH/g; Säurezahl:
0,0007*/oC02; KMnO4-Wert: 45 bis 60 min. Die
Ausbeute an chemisch reinem Aceton, bezogen auf das Rohaceton, liegt bei 99,5%. Entsprechend der Wasseraufnahme
durch das Aceton werden dem frischen Rohaceton, unmittelbar vor der Alkalibehandlung stündlich
etwa 375 1 Wasser zugegeben. Die aus dem Trenner abgezogene Waschlauge kehrt in den Kreislauf
zurück. Der Verbrauch an Lauge ist, wie die Verseifungszahl ergibt, außerordentlich gering. Es genügt
daher, von Zeit zu Zeit die gebildeten Salze organischer Säuren zusammen mit freiem Alkali abzuziehen
und durch Zugabe von frischem Alkali für eine gleichbleibende Konzentration zu sorgen.
Claims (4)
1. Verfahren zur Reinigung von Aceton, das mit Aldehyden, Säuren und Estern verunreinigt ist,
durch Mischen des Rohacetons mit einem großen
20 Überschuß an konzentrierter wäßriger Alkalilösung und anschließender Destillation, dadurch
gekennzeichnet, daß das Rohaceton mit der Alkalilösung in einer Kreisel- oder Turbulenzpumpe
ganz kurz innigst vermischt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man auf 1 Teil Aceton 5 bis 10 Teile
Alkali in Form einer 10- bis 30%igen, vorzugsweise 15- bis 20%igen wäßrigen Natronlauge anwendet.
3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß dem Rohaceton vor der
Alkalibehandlung geringe Mengen Wasser zugeführt werden, die der durch das Aceton bei der
Vermischung aufgenommenen Wassermenge entsprechen.
4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Destillationskolonne über
der Einspeisquelle geringe Mengen von 1 bis 2%> Wasser zugeführt werden.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Britische Patentschrift Nr. 742 496;
USA.-Patentschrift Nr. 2 624 699.
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USA.-Patentschrift Nr. 2 624 699.
© 909 709/455 1.
Publications (1)
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| DE1072978B true DE1072978B (de) | 1960-01-14 |
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ID=597339
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| DE (1) | DE1072978B (de) |
Citations (2)
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|---|---|---|---|---|
| US2624699A (en) * | 1951-09-28 | 1953-01-06 | Allied Chem & Dye Corp | Purification of crude acetone |
| GB742496A (en) * | 1952-09-08 | 1955-12-30 | Exxon Research Engineering Co | Improvements in or relating to purification of acetone by distillation |
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- DE DENDAT1072978D patent/DE1072978B/de active Pending
Patent Citations (2)
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|---|---|---|---|---|
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| GB742496A (en) * | 1952-09-08 | 1955-12-30 | Exxon Research Engineering Co | Improvements in or relating to purification of acetone by distillation |
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