DE3019872C2 - - Google Patents
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C07—ORGANIC CHEMISTRY
- C07C—ACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
- C07C45/00—Preparation of compounds having >C = O groups bound only to carbon or hydrogen atoms; Preparation of chelates of such compounds
- C07C45/78—Separation; Purification; Stabilisation; Use of additives
- C07C45/81—Separation; Purification; Stabilisation; Use of additives by change in the physical state, e.g. crystallisation
- C07C45/82—Separation; Purification; Stabilisation; Use of additives by change in the physical state, e.g. crystallisation by distillation
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C07—ORGANIC CHEMISTRY
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- C07C45/00—Preparation of compounds having >C = O groups bound only to carbon or hydrogen atoms; Preparation of chelates of such compounds
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Gewinnung von
Aceton aus einem wäßrigen Destillationsrückstand, der
nach der Reinigung von Rohaceton zurückbleibt.
Rohaceton, das nach verschiedenen Methoden oder als
Nebenprodukt gebildet wurde, enthält im allgemeinen
verschiedene Arten von Aldehyden, einschließlich Acetal
dehyd. Die vollständige Entfernung dieser Verunreinigungen
nur durch Rektifikation ist jedoch schwierig. Bekanntlich
wird daher das Rohaceton zuerst einer Alkalibehandlung
unterworfen, d.h., es wird in Kontakt mit Alkali oder ei
ner wäßrigen Alkalilösung gebracht, wonach erforderlichen
falls die Entfernung oder Neutralisation des alkalischen
Mittels erfolgt. Schließlich wird rektifiziert. Gemäß einer
anderen Ausführungsform wird das Rohaceton der Rektifika
tion unterworfen, während ein alkalisches Mittel oder eine
wäßrige Alkalilösung zugeführt wird. Dadurch kann aldehyd
freies Aceton mit höherer Reinheit erhalten werden. Bei
dieser Rektifikation verbleibt eine wäßrige Lösung als
Rückstand in der Destillationsvorrichtung (diese wäßrige
Lösung wird nachstehend kurz als "Rektifikationsrückstand"
bezeichnet), die zu Abwasser aufbereitet und verworfen wird.
Da jedoch der Rektifikationsrückstand organische Substanzen
in hohen Konzentrationen enthält, ist die Abwasserreinigung
nicht einfach und teuer.
Aus diesem Grund wurde bereits eine Methode zur Gewinnung von
Aceton aus dem Rektifikationsrückstand beschrieben (JA-AS
15 473/1977).
Bei der Herstellung von Aceton im Kumolprozeß unter Ver
wendung von Wasserstoffperoxid wird Rohaceton zusammen mit
Aldehyden gewonnen. Um von Verunreinigungen, wie Aldehyde usw.,
freies Aceton zu erhalten, ist es schwierig, die Alde
hyde nur durch Rektifikation vom Rohaceton zu trennen.
Gewöhnlich wird aldehydhaltiges Rohaceton einer Alkali
behandlung unterzogen, wobei die Aldehyde durch die so
genannte Aldolkondensation in hochsiedende Verbindungen
umgewandelt werden. Daraus wird dann Aceton durch Rekti
fikation gewonnen. Durch diesen konventionellen Prozeß
kann zwar hochreines Aceton, das im wesentlichen frei
von Aldehyden ist, gewonnen werden, aber bei der Alkali
behandlung wird eine beträchtliche Menge des Acetons auch
kondensiert und als von dem durch Rektifikation gewonnenen
hochreinen Aceton resultierender wäßriger Lösungsrückstand
abgegeben. Die vorliegende Erfindung ist auf den wäßrigen
Lösungsrückstand, der aus der Gewinnung von hochreinem Ace
ton durch Rektifikation resultiert, gerichtet.
Da der wäßrige Lösungsrückstand eine große Menge Acetonkon
densate enthält, ist es nicht möglich, diesen wie einfaches
Haushaltsabwasser zu behandeln. Die Beseitigung der organi
schen Stoffe ist naturgemäß mit hohen Kosten verbunden. Um
eine Vorbehandlung des Abwassers und gleichzeitig davon die
Gewinnung von Aceton zu erreichen, wird in der JA-AS 15 473/77
vorgeschlagen, dem wäßrigen Lösungsrückstand Alkali zuzuge
ben, um die Acetonkondensate in dem wäßrigen Lösungsrückstand
zu Aceton zu zersetzen, und das Aceton durch Destillation zu
gewinnen. Als Prozeß zur Gewinnung von Aceton ist das in der
JA-AS 15 473/77 beschriebene Verfahren wirklich bedeutend.
Allerdings enthält das gewonnene Aceton noch eine große Menge
an Aldehyden. Das bedeutet, es kann kein hochreines Aceton
erhalten werden. Sogar wenn es zum vorangehenden Schritt rück
geführt wird, zum Beispiel der Alkalibehandlung von Rohaceton,
treten die Aldehyde wieder in dem wäßrigen Lösungsrückstand
der Acetonreinigung auf. Die Aldehyde werden also nie aus dem
wäßrigen Lösungsrückstand entfernt und liegen schließlich im
gereinigten Aceton vor, so daß kein hochreines Aceton
erhalten werden kann. Die eigentliche Aufgabe der Reini
gung von Aceton kann nicht gelöst werden.
Aufgabe der Erfindung war es nun, die Reinigung des
Acetons von den darin enthaltenen Aldehyden zu verbessern,
und damit hochreines Aceton zu erhalten.
Diese Aufgabe wurde wie aus dem vorstehenden Anspruch er
sichtlich gelöst.
Der wäßrige Lösungsrückstand, der aus der Gewinnung von
Aceton durch die Reinigung stammt, wird mit Alkali behandelt,
und der alkalibehandelte Rückstand als solcher einmal auf
einen pH-Wert von 4 bis 9 ohne jegliche Destillation neutra
lisiert, und dann der an den pH-Wert angepaßte Rückstand
destilliert, wobei Aceton mit weniger Aldehyden erfolgreich
gewonnen werden kann.
Die Erfinder befürchteten, daß die Menge des gewonnenen Ace
tons kleiner sein könnte als die, des durch direkte Destilla
tion alkalibehandelten Rückstandes, gemäß der JA-AS 15 473/77.
Sie fanden jedoch heraus, daß die Menge des gewonnenen Acetons
nicht wesentlich verringert wird, und daß das vorliegende Ver
fahren wirtschaftlicher ist als das in JA-AS 15 473/77 be
schriebene.
Der wäßrige Rektifikationsrückstand ist eine wäßrige Rück
standslösung, die in der Destillationsvorrichtung verbleibt,
nachdem Aceton aus Rohaceton mit Hilfe der vorstehend be
schriebenen bekannten Methode gewonnen wurde, gemäß der das
Rohaceton einer Alkalibehandlung unterworfen wird, d.h., mit
Alkalien oder einer wäßrigen Alkalilösung in Kontakt gebracht
wird, wonach gegebenenfalls die Entfernung oder Neutralisation
von Alkali erfolgt, und schließlich der Rektifikation unter
worfen wird, oder gemäß der das Rohaceton der Rektifika
tion unterworfen wird, während Alkali oder eine wäßrige
Alkalilösung zugeführt wird. Wenn bei dieser Methode das
Rohaceton kein Wasser enthält oder nur wenig Wasser ent
hält, werden als Alkalien wäßrige Alkalilösungen ange
wendet. Wenn dagegen das Rohaceton Wasser enthält, werden
alkalische Substanzen als solche oder in wäßrigen Lö
sungen zugesetzt.
Erfindungsgemäß wird der wäßrige Rektifikationsrückstand
einer Alkalibehandlung durch Vermischen mit Alkalien unter
worfen. Als Alkalien können beispielsweise Natriumhydroxid,
Kaliumhydroxid oder deren wäßrige Lösungen verwendet werden.
Die Menge der Alkalien unterliegt keiner speziellen Be
schränkung. Es ist jedoch erforderlich, daß der pH-Wert des
Gemisches 10 oder mehr beträgt, wobei speziell ein pH-Wert von 12 oder dar
über bevorzugt wird.
Nach Beendigung der Alkalibehandlung wird das Gemisch mit
einer Säure neutralisiert. Zu diesem Zweck kann jede belie
bige Säure eingesetzt werden; bevorzugt werden jedoch
Schwefelsäure, Chlorwasserstoffsäure oder Phosphorsäure. Bei
dieser Neutralisation wird der pH-Wert des Gemisches auf 4
bis 9, vorzugsweise 5 bis 8, eingestellt.
Die Gewinnung des Acetons aus der neutralisierten wäßrigen
Lösung erfolgt dann durch Destillation. Die Destillation kann
eine einfache Destillation sein; eine Rektifikation ist jedoch
besonders wirksam. Dieser Vorgang kann diskontinuierlich oder
kontinuierlich in einer auf dem Fachgebiet gut bekannten Ver
fahrensweise durchgeführt werden.
Erfindungsgemäß enthält das aus dem wäßrigen Lösungsrück
stand gewonnene Aceton eine beachtlich niedrige Menge an Alde
hyden. Enthält er jedoch eine größere Menge an Aldehyden als
der des gewöhnlichen hochreinen Acetons, kann das er
findungsgemäß gewonnene Aceton zum vorangehenden Schritt
rückgeführt werden, zum Beispiel der Alkalibehandlung
des Rohacetons. Erfindungsgemäß ist der Umfang der ange
häuften Aldehyde durch die Wiederverarbeitung sehr gering,
und somit können die Probleme des höheren Aldehydgehalts im
System und das Scheitern hochreines Aceton zu erhalten,
vollständig gelöst werden.
Die vorliegende Erfindung ermöglicht somit eine wirtschaft
liche Methode der Acetongewinnung in großen Mengen und von
hoher Reinheit.
In den Beispielen sind alle angegebenen Teile Gewichtsteile.
Rohaceton (Acetongehalt etwa 95 Gew.-%, Wassergehalt etwa
5 Gew.-%), mit einem Gehalt an 400 ppm, bezogen auf das Ace
tongewicht, an niederen aliphatischen Aldehyden, wurde bei
50°C während etwa 10 Minuten mit einer wäßrigen Natriumhy
droxidlösung (Natriumhydroxidkonzentration etwa 0,5%) in
einer Menge von 20 Gew.-%, bezogen auf das Gewicht des Roh
acetons, in Berührung gebracht. Die Mischlösung wurde stehen
gelassen und eine daraus abgeschiedene geringe Menge einer
alkalischen Flüssigkeit wurde entfernt, wonach die Neutrali
sation mit 0,3%-iger wäßriger Schwefelsäure durchgeführt
wurde. Durch Rektifikation der Acetonlösung wurde als Destil
lat gereinigtes Aceton, welches nicht mehr als 10 ppm Alde
hyde enthielt, erhalten. Als Rektifikationsrückstand wurde
eine wäßrige Lösung mit einem Gehalt von nur etwa 1% Ace
ton erhalten. Der Rektifikationsrückstand enthielt etwa 25%
an hochsiedenden organischen Substanzen.
Zu 100 Teilen des Rektifikationsrückstandes wurde 0,5 Teil
Natriumhydroxid gegeben, um den pH-Wert auf etwa 13 einzu
stellen und das Gemisch wurde etwa 1 Stunde unter Rühren bei
60°C gehalten. Diese wäßrige Lösung wurde mit Schwefel
säure auf einen pH-Wert von 6 neutralisiert und dann rek
tifiziert, wobei 24,2 Teile Aceton (Acetongehalt 97 Gew.-%,
Aldehydgehalt 240 ppm, bezogen auf Aceton) gewonnen wurden.
Die Menge dieses gewonnenen Acetons entspricht 92% des
Acetons, welches durch Zersetzung bei der vorhergehenden
Rektifikation des Rohacetons verlorenging.
100 Teile des in Beispiel 1 erhaltenen Rektifikationsrück
stands wurden in gleicher Weise wie in Beispiel 1 einer Wärme
behandlung mit Natriumhydroxid unterworfen und danach in der
erhaltenen Form ohne Neutralisation mit Schwefelsäure rektifi
ziert. Dabei wurden 24,6 Teile Aceton gewonnen. Das gewonnene
Aceton enthielt 97 Gew.-% Aceton und 1200 ppm Aldehyde, bezo
gen auf Aceton.
Die Menge dieses gewonnenen Acetons entspricht 93,5% des Ace
tons, das durch Zersetzung bei der Rektifikation des Rohacetons
verlorenging.
Zu 100 Teilen des in Beispiel 1 erhaltenen Rektifikationsrück
stands wurde 1 Teil Kaliumhydroxid gegeben und das Gemisch
wurde etwa 1 Stunde unter Rühren bei 50°C gehalten. Die wäßri
ge Lösung wurde mit Schwefelsäure auf einen pH-Wert von 7 neu
tralisiert und dann rektifiziert, wobei 23,9 Teile Aceton ge
wonnen wurden.
Das gewonnene Aceton enthielt 97 Gew.-% Aceton und 210 ppm
Aldehyde, bezogen auf das Aceton.
Claims (1)
- Verfahren zur Gewinnung von Aceton aus einem wäßrigen Rektifikationsrückstand, der bei der Rektifikation von Rohaceton gebildet wird, die nach der Alkalibehandlung des Rohacetons oder während der Zuführung einer Alkali lösung oder einer wäßrigen Alkalilösung zu dem Rohace ton durchgeführt wird, wobei man den wäßrigen Rektifi kationsrückstand bei einer Temperatur von 40° bis 70°C mit einer solchen Menge an Alkali vermischt, daß der pH- Wert des Gemisches auf 10 oder mehr eingestellt wird, und danach das so erhaltene Gemisch unter Gewinnung von Aceton als Destillat der Destillation unterwirft, dadurch gekennzeichnet, daß man das Gemisch vor der Destillation auf einen pH-Wert von 4 bis 9 einstellt.
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