DE1070380B - Verfahren zur Herstellung von kautschukartigen Polymerisaten aus Cyanätherestern - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von kautschukartigen Polymerisaten aus CyanätheresternInfo
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- C08—ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
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- C08F214/00—Copolymers of compounds having one or more unsaturated aliphatic radicals, each having only one carbon-to-carbon double bond, and at least one being terminated by a halogen
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- C08F20/02—Monocarboxylic acids having less than ten carbon atoms, Derivatives thereof
- C08F20/10—Esters
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Description
DEUTSCHES Mmm, PATENTAMT
kl 39c 25/01
INTERNAT. KL.
AUSLEGESCHRIFT 1070 380
M 16274 IVb/39 c
ANMELDETAG: 13. NOVEMBER 1952
BEKANNTMACHUNG
DER ANMELDUNG
UND AUSGABE DER
AUSLEGESCHRIFT: 3. DEZEMBER 1959
DER ANMELDUNG
UND AUSGABE DER
AUSLEGESCHRIFT: 3. DEZEMBER 1959
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von kautschukartigen Polymerisaten aus ^ungesättigten
Cyanätheresjgrjk und zwar Cyanalkoxyalkylestern der
Xcryl-oderMethacrylsäure der allgemeinen Formel
CH2=C-COOCH- CH-O—CHI—CH-CN
in der Y, R, R1, R2 und R3 Wasserstoff oder Methyl und η
eine ganze Zahl von 1 bis 3 bedeuten. Man unterwirft die Ester erfindungsgemäß üblichen Polymerisationsbedingungen; die gewonnenen Polymerisate können in
^flitsich bekannter Weise vulkanisiert werden.
Die als Ausgangsstoffe verwendeten Ester entstehen, *5
wenn Acrylsäure oder Methacrylsäure oder eines ihrer Säurehalogenide, z. B. Acrylylchlorid oder Methacry_lyl-__
bromid, in Gegenwart eines bekannten Veresterungs-Tcataly_sators
mit einem Oxyalkoxynitril der allgemeinen Formel
HOCH— CH-O —CH I - CH-CN
zusammengebracht wird, in der R, R1, R2 und R3 und η
,jjie obige Bedeutung haben.
Die Ester können aber auch durch Umesterung, ζ. Β. durch Umsetzung eines geeigneten Alkylacrylats oder
-methacrylats mit einem geeigneten Ester, z. B. einem Cyanalkoxyalkylacetat, hergestellt werden. Um eine
Polymerisation der Acryl- oder Methacrylsäure oder des Säurehalogenids während der Umsetzung zu vermeiden,
wird die Kondensation vorteilhaft in Gegenwart eines Polymerisationsinhibitors, z. B. von Pyrogallol, Hydrochinon,
Diphenylamin, Methylenblau usw., bewirkt. Für die weitere Behandlung kann die rohe Umsetzungsmischung unmittelbar benutzt werden, ohne daß aus ihr
möglicherweise vorhandene Bestandteile, z. B. Veresterungskatalysator, Polymerisationsinhibitor, nicht umgesetzte
Säure oder nicht umgesetztes Oxynitril rr entfernt werden.
Für die Herstellung der Cyanätherester wird im Rahmen dieser Erfindung kein Schutz beansprucht.
Als Ausgangsstoffe für das beanspruchte Verfahren verwendet man bevorzugt Acrylsäure- oder Methacrylsäureester
von /3-(2-Oxyäthoxy)-propionitril, /3-(2-Oxyäthoxy)
-a- methyl - propionitril, β-[2- (2'-Oxyäthoxy)-äthoxyj-propionitril
oder /S-(2-Oxypropoxy)-propionitril.
Es wurde gefunden, daß die beschriebenen Cyanätherester, wenn man sie Polymerisationsbedingungen unterwirft,
leicht in kautschukartige Produkte übergeführt werden, die mit bekannten Füllmitteln, wie Ruß, Zinkoxyd
u. dgl., Vulkanisationsmitteln, wie Schwefel, und Verfahren zur Herstellung
von kautschukartigen Polymerisaten
aus Cyanätherestern
Anmelder:
Monsanto Chemical Company, St. Louis, Mo. (V. St. A.)
Vertreter: Dr.-Ing. H. Ruschke, Berlin-Friedenau,
und Dipl.-Ing. K. Grentzenberg, München 27, Pienzenauerstr. 2, Patentanwälte
Beanspruchte Priorität: V. St. v. Amerika vom 17. Dezember 1951
2^ David Thomas Mowry, Kirkwood, Mo.,
Eugene Lee Ringwald, Decatur, AIa.,
George Luther Wesp, Englewood, Ohio, und Richard Robinson Morner, Long Meadow, Mass.
(V. St. Α.),
sind als Erfinder genannt worden
Vulkanisationsbeschleunigern zu höchst wertvollen Produkten verarbeitet werden können. Die erfindungsgemäß
vorgeschlagenen vulkanisierten Kautschuke sind von besonderem Nutzen bei der Herstellung von Preß-
produkten für die Auto- und andere Industrien, in denen gegen Mineralöle und -fette, Bremsflüssigkeiten usw.
nochwiderstandsfähige Produkte verlangt werden.
Die neuen Polymerisate können nach jedem bekannten Polymerisationsverfahren hergestellt werden; die Emul-
sionspolymerisation ist jedoch am wirksamsten. Bei der Emulsionspolymerisation werden die Monomeren in
Gegenwart von Wasser zusammengebracht, das einen geeigneten Peroxydkatalysator und vorwiegend ein
Emulgiermittel gelöst enthält. Man kann zu Beginn der
Umsetzung gleich das gesamte Monomere in den Polymerisationsbehälter
geben, oder es kann allmählich zugesetzt werden. Ebenso kann man mit Katalysator und
Emulgiermittel verfahren. Bevorzugt wird das Monomere allmählich zugegeben.
909 687/438
3 4
Emulsionspolymerisationen werden durch jede wasser- als Emulgiermittel und 0,20 g Natriumbisulfit gegeben.
löslichePeroxyverbindung, z.B. Natriumperoxyd,Wasser- Diese Beschickung wurde in einer Stickstoffatmosphäre
stoffsuperoxyd, Natriumperborat, die Natriumsalze an- auf 41° C gebracht. Innerhalb einer Stunde wurden dann
derer Peroxysäuren, die Kalium-, Ammonium- oder hierzu kontinuierlich 100 g (von aus Acrylsäure und
anderen wasserlöslichen Salze von Peroxysäuren und jede 5 /3-[2-Oxyäthoxy]-propionitril hergestelltem) 2-(2'-Cyan-
andere wasserlösliche, einen Peroxyrest enthaltende äthoxy)-äthylacrylat (Siedepunkt 109 bis lll°C/5 bis
Verbindung katalytisch gefördert. Die Menge der Peroxy- 1,0 mm; n2i — 1,4510) und 13 ecm einer aus 25 g Wasser,
verbindung kann, bezogen auf polymerisierbare Ver- 0,04 g Kaliumpersulfat und 0,75 g des Emulgiermittels
bindung, zwischen 0,05 und 2,0 Gewichtsprozent liegen. bestehenden Katalysatormischung gegeben. Das Ganze
Bei allmählicher Zugabe des Katalysators zum Polymeri- io wurde auch während der nächsten Stunde auf etwa 40° C
sationsgemisch wird ein Polymerisat erhalten, das in erhitzt, während weitere 12,5 g der Katalysatormischung
seinen physikalischen und chemischen Eigenschaften zugegeben wurden. Die Mischung wurde dann weitere
gleichmäßiger ist. 2 Stunden unter Rühren auf 40 bis 410C gehalten. Nach
Obwohl die gleichmäßige Verteilung der Umsetzungs- Ablauf dieser Zeit wurde die erhaltene weiße Emulsion
teilnehmer durch die Umsetzungsmasse allein durch 15 abgekühlt und durch Filtration von Stücken befreit,
heftiges Bewegen erreicht werden kann, ist es zweckmäßig, Durch Zusatz von Alkohol wurde aus dem milchigen
in Gegenwart von Netzmitteln oder Emulsionsstabili- Filtrat ein weiches kautschukartiges Polymerisat gefällt,
satoren zu arbeiten. Geeignete Mittel sind die wasser- Das Gewicht des getrockneten Polymerisats betrug 86 g.
löslichen Salze von Fettsäuren, z. B. Natriumoleat und Dieses Polymerisat wurde auf Kaltwalzen gewalzt,
Kaliumstearat, Mischungen von wasserlöslichen fett- 20 bis eine abhebbare dünne Schicht entstanden war
sauren Salzen, z. B. die durch Verseifung von tierischen (3,5 Minuten). Diese Schicht wurde dann zwischen
und pflanzlichen Ölen hergestellten üblichen Seifen, die Polierplatten 10 Minuten bei einer Höchsttemperatur
;>Aminoseifen<i, z. B. Triäthanolamin und Dodecylmethyl- von 150°C und anschließend unter einem Druck von
amin, Salze von Kolophoniumharzsäuren und deren 35 at kalt gepreßt. Die Bewertung der mechanischen
Mischungen, die wasserlöslichen Salze von Halbestern 25 Eigenschaften des Preßproduktes erfolgte nach dem
der Schwefelsäure mit langkettigen Alkylalkoholen, Verfahren D638-46 T, D412-41 und D 445-46 der American
sulfonierte Kohlenwasserstoffe, z. B. Alkylarylsulfonate, Society for Testing Materials und der Clash-Berg-Methode
und jedes andere der vielen Netzmittel, die im allgemeinen zur Feststellung der Steifigkeit bei gegebener Temperatur,
organische, sowohl hydrophobe als auch hydrophile Reste wobei folgende Werte erhalten wurden:
enthaltende Verbindungen sind. Die Menge Emulgier- 30
mittel hängt von seiner besonderen Beschaffenheit, der Zugfestigkeit 10 kg/cm2
Natur des angewandten Monomeren und den Polymerisationsbedingungen ab. Im allgemeinen wendet man Gesamtdehnung 808 °/0
0,1 bis 5 Gewichtsprozent, bezogen auf Monomeres, an. Zugprodukt (tensile product) 1308
Die Emulsionspolymerisation wird zwischen 20 und 35 „ .
1000C, besonders zwischen 40 und 6O0C, durchgeführt. '
-Iifi C
Die Polymerisationstemperatur soll praktisch konstant ^2000
— 7,5° C
gehalten und die Zusatzgeschwindigkeit des Monomeren »Stifflex«-Bereich (Stifflex range) 16,3°C
so geregelt werden, daß diese Bedingung aufrechterhalten
bleibt. Unter diesen Bedingungen werden die besten 40
Produkte erhalten.
Produkte erhalten.
Die Umsetzung wird meist in der Weise eingeleitet, Das Polymerisat wurde auf Kaltwalzen wie folgt
daß man das Umsetzungsgefäß, das den Katalysator und compoundiert:
das Emulgiermittel gelöst enthält, mit Wasser füllt und Gewichtsteile
danach das Monomere allmählich in solchen Mengen 45 Polymerisat 100 0
zugibt, daß sich eine konstante Temperatur einstellt. '
Damit bei Beginn der Umsetzung zu hohe Emulgier- Mercaptobenzthiazol 0,5
mittelkonzentrationen in der Umsetzungsmasse vermieden Zinkoxyd 10 0
werden, wird der größte Teil des Emulgiermittels mit dem
Monomeren gemischt und mit diesem zusammen während 50 earmsaure 2,0
der Umsetzung zugegeben. Vorzugsweise wird zu Beginn Schwefel 2,0
der Umsetzung nur eine kleine Menge Katalysator und Kuß 2q q
der Rest während der Umsetzung zugegeben. Das Wasser, '
das eine kleine Menge Katalysator und Emulgiermittel Tetramethylthiuramdisulfid 1,0
enthält, soll für gewöhnlich auf etwa Polymerisations- 55
temperatur erhitzt und die Umsetzung durch Zugabe der
temperatur erhitzt und die Umsetzung durch Zugabe der
Monomeren in Gang gebracht werden. Die Vulkanisation der verarbeiteten Mischung wurde
Die Emulsionspolymerisation wird in Glas- oder mit in 4 Stunden bei 35 at und 298° C bewirkt. Proben aus den
Glas ausgekleideten Behältern ausgeführt, die mit erhaltenen Vulkanisaten hatten die folgenden Eigen-
Vorrichtungen zum Bewegen des Inhalts versehen sind. 60 schäften, die nach den erwähnten Bewertungsverfahren
Im allgemeinen sind rotierende Rührvorrichtungen am bestimmt wurden:
wirksamsten; man kann aber auch andere Verfahren mit
Erfolg anwenden. Zugfestigkeit 43 kg/cm2
Die Erfindung wird durch folgendes Beispiel näher Gesamtdehnung 463 °/0
erläutert. 65 ö /0
π . . , ' Zugprodukt 3438
Tf -23,80C
In ein mit einem mechanischen Rührer ausgerüstetes
und als geschlossenes System eingerichtetes Umsetzungs- 2000
~A8 <--
gefäß wurden 275 g Wasser, 0,25 g Natriumlaurylsulfat 70 »Stifflex«-Bereich 21 0C
Das Vulkanisat erwies sich als unlöslich in allen üblichen Lösungsmitteln einschließlich Tetrachlorkohlenstoff,
Hexan, Benzin und Kohlenwasserstoffölen.
Das vulkanisierte Polymerisat wurde nach dem ASTM-Verfahren D 471-46 T auf seinen Widerstand gegenüber
Abbau in verschiedenen handelsüblichen hydraulischen Flüssigkeiten einschließlich »Skydrol« (Verbindung auf
Esterbasis) und den auf Erdöl aufgebauten Flüssigkeiten ASTM-Öl Nr. 1 und Nr. 3 und Bezugsöl 366 geprüft.
Das vulkanisierte Polymerisat wurde praktisch von diesen Flüssigkeiten nicht angegriffen.
Claims (1)
- Patentanspruch:Verfahren zur Herstellung von kautschukartigen Polymerisaten, dadurch gekennzeichnet, daß man einen Cyanätherester der FormelΥ R Ri Ro RoCH2 = C-COOCH-CH -0 —CH-CH -CNworin Y, R, R1, R2 und R3 Wasserstoff oder Methyl und η eine ganze Zahl von 1 bis 3 bedeuten, polymerisiert.© 909 687/438 11.59
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US262159A US2723260A (en) | 1951-12-17 | 1951-12-17 | Copolymers of vinyl chloride and cyano ether-esters |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1070380B true DE1070380B (de) | 1959-12-03 |
Family
ID=22996397
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT1070380D Pending DE1070380B (de) | 1951-12-17 | Verfahren zur Herstellung von kautschukartigen Polymerisaten aus Cyanätherestern |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1070380B (de) |
| GB (2) | GB731720A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1298521B (de) * | 1963-02-16 | 1969-07-03 | Hoechst Ag | Verfahren zur Herstellung von Cyanmethylestern der Acrylsaeure, Methacrylsaeure oderCrotonsaeure |
Families Citing this family (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| JPH0774253B2 (ja) * | 1990-07-18 | 1995-08-09 | 東ソー株式会社 | アクリル系共重合体ゴム |
| US5512647A (en) * | 1994-05-27 | 1996-04-30 | Tosoh Corporation | Copolymer rubber and method for its production |
| EP0685500B1 (de) * | 1992-09-30 | 1999-08-04 | Tosoh Corporation | Copolymer-Kautschuk und Verfahren zu seiner Herstellung |
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1952
- 1952-12-17 GB GB3197152A patent/GB731720A/en not_active Expired
-
1954
- 1954-02-16 GB GB450954A patent/GB746914A/en not_active Expired
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1298521B (de) * | 1963-02-16 | 1969-07-03 | Hoechst Ag | Verfahren zur Herstellung von Cyanmethylestern der Acrylsaeure, Methacrylsaeure oderCrotonsaeure |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB746914A (en) | 1956-03-21 |
| GB731720A (en) | 1955-06-15 |
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