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DE1069618B - Verfahren zur Herstellung von Streptomycylidenisoniikotinsäurehydrazon bzw. dessen Salzen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Streptomycylidenisoniikotinsäurehydrazon bzw. dessen Salzen

Info

Publication number
DE1069618B
DE1069618B DENDAT1069618D DE1069618DA DE1069618B DE 1069618 B DE1069618 B DE 1069618B DE NDAT1069618 D DENDAT1069618 D DE NDAT1069618D DE 1069618D A DE1069618D A DE 1069618DA DE 1069618 B DE1069618 B DE 1069618B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
salts
streptomycin
acid
hydrazone
vol
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DENDAT1069618D
Other languages
English (en)
Inventor
Mincola N. Y. und Isäiha Abraham Solomons Garden City N. Y. Frank Cook Pennington (V. St. A.)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Pfizer Inc
Original Assignee
Charles Pfizer and Co Inc
Publication date
Publication of DE1069618B publication Critical patent/DE1069618B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D213/00Heterocyclic compounds containing six-membered rings, not condensed with other rings, with one nitrogen atom as the only ring hetero atom and three or more double bonds between ring members or between ring members and non-ring members
    • C07D213/02Heterocyclic compounds containing six-membered rings, not condensed with other rings, with one nitrogen atom as the only ring hetero atom and three or more double bonds between ring members or between ring members and non-ring members having three double bonds between ring members or between ring members and non-ring members
    • C07D213/04Heterocyclic compounds containing six-membered rings, not condensed with other rings, with one nitrogen atom as the only ring hetero atom and three or more double bonds between ring members or between ring members and non-ring members having three double bonds between ring members or between ring members and non-ring members having no bond between the ring nitrogen atom and a non-ring member or having only hydrogen or carbon atoms directly attached to the ring nitrogen atom
    • C07D213/60Heterocyclic compounds containing six-membered rings, not condensed with other rings, with one nitrogen atom as the only ring hetero atom and three or more double bonds between ring members or between ring members and non-ring members having three double bonds between ring members or between ring members and non-ring members having no bond between the ring nitrogen atom and a non-ring member or having only hydrogen or carbon atoms directly attached to the ring nitrogen atom with hetero atoms or with carbon atoms having three bonds to hetero atoms with at the most one bond to halogen, e.g. ester or nitrile radicals, directly attached to ring carbon atoms
    • C07D213/78Carbon atoms having three bonds to hetero atoms, with at the most one bond to halogen, e.g. ester or nitrile radicals
    • C07D213/86Hydrazides; Thio or imino analogues thereof
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07HSUGARS; DERIVATIVES THEREOF; NUCLEOSIDES; NUCLEOTIDES; NUCLEIC ACIDS
    • C07H15/00Compounds containing hydrocarbon or substituted hydrocarbon radicals directly attached to hetero atoms of saccharide radicals
    • C07H15/20Carbocyclic rings
    • C07H15/22Cyclohexane rings, substituted by nitrogen atoms
    • C07H15/238Cyclohexane rings substituted by two guanidine radicals, e.g. streptomycins

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  • Biochemistry (AREA)
  • Biotechnology (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Genetics & Genomics (AREA)
  • Molecular Biology (AREA)
  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)

Description

DEUTSCHES
Die Erfindung betrifft die Herstellung von biologisch aktivem Streptomycylidenisonikotinsäurehydrazon bzw. dessen Salzen.
Streptomycin hat sich als wirksamer Antagonist von Mycobakterien erwiesen. Isonikotinsäurehydrazid (Handelsname »Isoniazid«) und gewisse chemisch verwandte Verbindungen, wie sein Isopropylderivat, besitzen gleichfalls dieselbe Wirksamkeit. Jedoch neigen diese Stoffe dazu, bei längerer Anwendung oder bei Verabfolgung von besonders großen Dosen gewisse toxische Wirkungen hervorzurufen. Bei Anwendung von Streptomycin allein kann bei längerer Behandlungszeit das Nervensystem geschädigt werden. Werden andererseits große Dosen Isonikotinsäurehydrazid angewandt, so treten z. B. Krämpfe und gesteigerte Reflexe auf. Ein besonderer Nachteil ist die Tatsache, daß die Behandlung mit einer dieser Verbindungsarten das Auftreten resistenter Mikroorganismen zur Folge haben kann.
Es wurde nun gefunden, daß man durch Reaktion von Streptomycin bzw. dessen Salzen und Isonikotinsäurehydrazid das Streptomycylidenisonikotinsäurehydrazon bzw. dessen Salze herstellen kann, das besonders wirksam gegenüber Micobakterien ist und bei richtiger Anwendung bestimmte überraschende Vorteile gegenüber der Anwendung von Streptomycin oder dessen Salzen bzw. Isonikotinsäurehydrazid oder deren Gemischen aufweist. Als Streptomycinsalze können z. B. das Sulfat, Hydrochlorid oder Calciumchloriddoppelsalz verwendet werden. Auch Isonikotinsäurehydrazid kann in Form seiner Salze, z. B. als Acetat, Sulfat oder Hydrochlorid, verwendet werden.
Es wurde gefunden, daß die neue chemische Verbindung durch Umsetzung von Isonikotinsäurehydrazid bzw. dessen Salzen mit Streptomycin bzw. dessen Salzen in wasserfreien Alkanolen in guter Ausbeute erhalten werden kann. Streptomycylidenisonikotinsäurehydrazon kann in Form seiner Salze mit einer oder mehreren verschiedenen anorganischen oder organischen Säuren oder als freie Base erhalten und die freie Base kann dann anschließend wieder in ein Salz umgewandelt werden; die ursprünglich erhaltenen Salze können ihrerseits gewünschtenfalls in die freie Base umgewandelt werden. Es können z. B. das Sulfat, Hydrochlorid oder Phosphat hergestellt werden. Außerdem kann man gemischte Salze, die unterschiedliche Mengen einer oder mehrerer Säuren enthalten, herstellen. Zum Beispiel können Verbindungen, die 1 Molekül der freien Base und 3 Äquivalente Schwefelsäure enthalten, hergestellt werden. Es kann auch ein Trihydrochlorid oder ein Salz mit einem geringeren Anteil an Salzsäure hergestellt werden.
Das hergestellte Streptomycylidenisonikotinsäure-Verfahren zur Herstellung
von Streptomycylidenisonikotinsäure-
hydrazon bzw. dessen Salzen
Anmelder:
Cas. Pfizer & Co., Inc.,
Brooklyn, N. Y. (V. St. A.)
Vertreter Dr. W. Beil, Rechtsanwalt,
Frankfurt/M.-Höchst, Antoniterstr. 36
Beanspruchte Priorität:
V. St v. Amerika vom 1. Juli 1952, 27. Mai und 28. Mai 1953
Frank Cook Pennington, Mineola, N. Y.,
und Isaiha Abraham Solomons, Garden City, N. Y.
(V. St. A.),
sind als Erfinder genannt worden
hydrazon bzw. dessen Salze haben gegenüber anderen Antituberkulosemitteln bedeutende Vorteile.
Diese Stoffe sind beständig. Sie haben eine wohldefinierte Zusammensetzung. Sie sind leichter wasserlöslich, was bei der parenteralen Verabfolgung von großem Vorteil ist. Wenn z. B. ein Gemisch aus Streptomycinsulfat und Isonikotinsäurehydrazid in molekularen Verhältnissen hergestellt wird, wird gefunden, daß ein solches Gemisch nur langsam löslich ist. Wird jedoch keine klare Lösung erhalten, bevor das Material in einer Spritze aufgezogen wird, besteht ständig die Gefahr, daß die Nadel verstopft oder daß große nicht gelöste Teilchen in den Muskel eingespritzt werden, wo sie eine Entzündung hervorrufen können. Im Gegensatz dazu sind die erfindungsgemäß erhältlichen Produkte, wie Streptomycylidenisonikotinsäurehydrazonsulfat, in Wasser viel leichter löslich. Bei Zugabe des Verdünnungsmittels zu der kristallinen Verbindung wird in sehr kurzer Zeit unter geringfügigem Rühren eine klare, leicht zu verabfolgende Lösung erhalten. Dies ist für Ärzte und anderes Personal, das, z. B. in Krankenhäusern, bei Tuberkulosekranken eine große Zahl dieser Einspritzungen vornehmen muß, von großem Vorteil. Außerdem scheinen die festen Verbindungen besonders in kristalliner Form besser beständig zu sein als die Gemische der Ausgangsverbindungen. Die nach dem
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3 . 4
vorliegenden Verfahren hergestellten kristallinen eine Resistenz entwickelt haben, den erfindungsgemäß Produkte sind sehr rein. Sie können auch aus Strep- hergestellten \Aerbindungen gegenüber nicht die tomycin geringerer Reinheit hergestellt werden. Sie gleiche Resistenz aufweisen. Die neuen Verbindungen dienen daher auch zur Reinigung von Streptomycin. können per oral entweder als Tabletten, Kapseln oder Rohe Streptomycynlösungen, die z. B. durch Adsorp- 5 Lösungen verabreicht werden, oder sie können intration an Kohle und Auswaschung, und Ionenaus- muskulär oder subcutan injiziert werden. Besonders tauscheradsorption und Auswaschung erhalten wer- wertvoll ist das Streptomycylidenisonikotinsäureden, können z. B. im Vakuum eingeengt und anschlie- hydrazonsulfat, das in trockener, steriler Form abßend erfindungsgemäß umgesetzt werden. Zum gefüllt werden kann. Der Zusatz von sterilem Was-Beispiel kann das Calciumchloriddoppelsalz des io ser ergibt eine Lösung, die zur Behandlung von Streptomycinhydrochlorids, das technisch als Zwi- Tuberkulose leicht injiziert werden kann. Die Verschenprodukt bei der Reinigung des Antibiotikums wendung eines Präparats, welches das Äquivalent verwendet wird, auf diese Weise in sehr reines eines Gramms Streptomycin für einen Erwachsenen Streptomycylidenisonikotinsäurehydrazon umgewan- pro Tag enthält, ist, wie gefunden wurde, zufriedendelt werden. Dadurch werden verschiedene Reini- 15 stellend. Geeignete Dosierungen können im übrigen gungsstufen, die bei anderen Verfahren erforderlich durch Versuche von Fall zu Fall festgestellt werden, sind, überflüssig. Die gereinigte feste Verbindung Im allgemeinen sollen Dosierungen von etwa 5 kann, falls gewünscht, in einfache Streptomycinsalze, bis 30 mg der Verbindmag je kg Körpergewicht tägz. B. das Sulfat, übergeführt werden. lieh verabreicht werden.
Die Herstellung des Streptomycylidenisonikotin- 20 Das Streptomycylidenisonikotinsäurehydrazon bzw. säurehydrazons erfolgt in wasserfreien Alkanolen, seine Salze besitzen eine erhöhte therapeutische Wirinsbesondere in niederen aliphatischen Alkoholen mit kimg und sind weniger toxisch.
1 bis 4 Kohlenstoffatomen in unverzweigter Kette. Die Vorteile der erfindungsgemäßen Arbeitsweise,
Vorteilhaft wird die erfindungsgemäße Konden- bei der in wasserfreien Alkanolen gearbeitet wird, sation unter leicht sauren bis basischen Bedingungen 25 sind im Vergleich zu der im deutschen Patent 965 325 durchgeführt. Der pH-Wert der Reaktionsmischung beschriebenen Verfahrensweise, bei der die Ausgangssoll mindestens etwa 5 betragen und nicht höher als stoffe in wäßriger Lösung umgesetzt werden, vor 10,5 sein. Während der Reaktion kann man Wärme allem darin zu sehen, daß in wesentlich kürzerer zuführen, um die Kondensation zu beschleunigen. Zeit bessere Ausbeuten an gewünschtem Konden-Eine Temperatur zwischen 30 und etwa 100° C ist 30 sationsprodukt erhalten werden. Zum Beispiel wird zufriedenstellend. Ein längeres Erhitzen der Reak- das Streptomycylidenisonikotinsäurehydrazonsulfat, tionsmischung ist nicht ratsam, obgleich Strepto- wenn es in einem wasserfreien niederen Alkanol hermycylidenisonikotinsäurehydrazon und seine Salze gestellt wird, in Ausbeuten von 90% oder mehr der ziemlich beständig sind. Theorie erhalten bei einer Gesamtkonzentration der
Da Isonikotinsäurehydrazid weniger kostspielig ist 35 Reaktionskomponenten von etwa 10 bis 15%. Da-
als Streptomycin, kann es vorteilhaft sein, einen gegen entsteht der gleiche Stoff, wenn in wäßriger
Überschuß dieses Reaktionsteilnehmers zu verwenden. Lösung gearbeitet wird, nur in einer Ausbeute von
Wenn man das Verfahren unter Bedingungen durch- etwa 55 bis 60%.
führt, bei denen das feste Kondensationsprodukt so- Beispiel 1
fort abgetrennt wird, verschiebt sich das Gleich- 40
gewicht, und es bildet sich weiteres Verfahrenspro- Eine Mischung aus 15 g Streptomycinhydrochlorid dukt. Auf diese Weise ist es möglich, praktisch die und 3·0 S Isonikotinsäurehydrazid wurde in 100 cm3 gesamte bei dem molekularen Verhältnis vorhandene trockenem Methanol unter Rückfluß 4V2 Stunden erMenge jedes der Reaktionsteilnehmer in Streptomycyl- hltzt· Dann ließ man die Mischung 2V2 Tage bei idenisonikotinsäurehydrazon umzuwandeln. 45 Raumtemperatur stehen. Die bernsteinfarbene Mi-
Das bei diesen Reaktionen gebildete Produkt kann schung wurde filtriert und das Filtrat mit Methanol auf verschiedene Weise isoliert werden. Wird ein auf em Volumen von 150 cm3 verdünnt. Ein Papierniederer aliphatischer Alkohol als Reaktionsmedium chromatogramm der Lösung zeigte die Anwesenheit verwendet, so fallen bei entsprechend hohen Konzen- von Streptomycylidenisonikotinsäurehydrazonhydrotrationen der Ausgangsstoffe die Salze des neuen 50 chlorid an. Die Lösung wurde dann in einen Kühl-Produktes, z. B. dessen Hydrochlorid, aus. Dies kann schrank gesetzt, worauf Kristalle des Produktes langerleichtert werden, indem man nach Beendigung der sam ausfielen. Nach dem Abfiltrieren und Entfernen Reaktion das Gemisch auf eine niedrige Temperatur, des anhaftenden Lösungsmittels zeigte das Produkt z. B. etwa 0° C, bringt. Es kann jedoch auch ein im Infrarotspektrum, besonders bei 6,4 ηαμ, sowohl anderes Salz des Reaktionsproduktes mit einer ge- 55 gegenüber dem Streptomycinhydrochlorid als auch ringen Löslichkeit aus der Reaktionslösung gefällt gegenüber dem Isonikotinsäurehydrazid gewisse Abwerden; das Sulfat hat z. B. eine ziemlich geringe weichungen. Das Produkt schmolz unter Zerfall bei Löslichkeit in Methanol und kann daher aus Methanol etwa 2I50 c und zeigte eine biologische Wirksamkeit leicht durch Zusatz eines methanollöslichen Sulfats, von 695 7/mS-z.B. Triäthylaminsulfat, gefällt und abgetrennt 60 Analyse für C27H47N10O12Cl3:
werden. ,....,...,, , . Berechnet ... C 40,03, H 5,85, N 17,29, Cl 13,13%:
Streptomycyhdenisonikotinsaurehydrazon und seme gefunden ... C 40,01, H 5,90, N 17,19, Cl 13,09%. Salze sind nicht nur wie die Ausgangsstoffe zur Behandlung von Tuberkulose geeignet, sondern besitzen Beispiel 2
Eigenschaften, die auf Grund der Eigenschaften der 65
Ausgangsmaterialien, aus denen sie hergestellt wer- Eine Mischung aus 20 g Streptomycinhydrochlorid
den, d. h. Streptomycin und Isonikotinsäurehydrazid, und 32 g Isonikotinsäurehydrazid in 350 cm3 trockenicht vorgesehen werden konnten. Vor allem wurde nem Methanol wurde im Wasserbad bei 70 bis 75° C
gefunden, daß Mikroorganismen, die entweder gegen 1 Stunde erhitzt. Die Mischung wurde dann gekühlt
Streptomycin oder gegen Isonikotinsäurehydrazid 70 und das überschüssige Isonikotinsäurehydrazid ab-
filtriert. Das Filtrat wurde mit einer methanolischen Triäthylaminsulfatlösung behandelt. Es fiel Streptomycylidenisonikotinsäurehydrazonsulfataus. Es wurde abfiltriert, mit Methanol gewaschen und über Calciumchlorid lösungsmittelfrei gemacht. Die Ausbeute betrug 90% der Theorie. Die mikrobiologische Wirksamkeit dieses Produktes betrug nach Hydrolyse unter Verwendung von Klebsiella pneumoniae in einem turbidimetrischen Verfahren 600 bis 630 y/mg. Die Analyse zeigte, daß es sich um das gewünschte Produkt handelte.
Beispiel 3
Rohes Streptomycin wurde an einem Ionenaustauscherharz vom Carbonsäuretyp (Handelsnahme »Amberlite IRC 50«) adsorbiert und durch Auswaschen mit verdünnter Salzsäure als Hydrochlorid erhalten. Die Salzsäurelösung wurde eingeengt und das Wasser durch Methanol ersetzt. Das unlösliche Material wurde abfiltriert und das rohe Methanolkonzentrat des Streptomycinhydrochlorids zur Trockne eingedampft. 21,3g des rohen Produktes (490 y/mg) wurden in 150 cm3 wasserfreiem Methanol mit 4,26 g Entfärbungskohle erhitzt. Die Lösung wurde IV2 Stunden gerührt, und dann nitriert. Die filtrierte Lösung wurde mit 3 g Isonikotinsäurehydrazid versetzt und 20 Minuten am Rücknußkühler erhitzt. Die Lösung wurde dann gekühlt, mit einer kleinen Menge Streptomycylidenisonikotinsäurehydrazonhydrochloridkristallen geimpft und über Nacht bei Raumtemperatur stehengelassen. Am Morgen wurde das kristalline Produkt abfiltriert, mit Methanol gewaschen und getrocknet. Es wog 7,49 g. Seine Wirksamkeit war größer als 490 y/mg und betrug etwa 600 y/mg.
Beispiel 4
Streptomycin-Gärbrühe wurde filtriert und über ein Ionenaustauscherharz vom Carbonsäuretyp (Handelsname »Amberlite IRC 50«) geleitet. Mittels verdünnter Salzsäure wurde das Streptomycin dann wieder ausgewaschen und nach Neutralisierung der Säure durch Absprühen getrocknet. 110,6 g dieses Materials mit einem Gehalt von 230 y/mg wurden in 200 cm3 kochendem wasserfreiem Methanol verrührt. Die Mischung wurde dann gekühlt und das unlösliche organische Salz abfiltriert. Die Methanollösung wurde dann auf die Hälfte ihres Volumens eingeengt und weiteres ausgefälltes Salz abfiltriert. 6,0 g Isonikotinsäurehydrazid wurden der Streptomycinlösung dann zugesetzt und 8,5 g Entfärbungskohle. Nach V2Stündigem Rühren der Mischung wurde diese filtriert, mit Kristallen von Streptomycylidenisonikotinsäurehydrazonhydrochlorid geimpft und im Kühlschrank aufbewahrt. Es wurden 14,6 g Streptomycylidenisonikotinsäurehydrazonhydrochlorid erhalten. Seine Wirksamkeit war größer als 230 y/mg und betrug etwa 400 bis 500 y/mg.

Claims (2)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur Herstellung von Streptomycylidenisonikotinsäurehydrazon bzw. dessen Salzen, dadurch gekennzeichnet, daß man Streptomycin bzw. dessen Salze mit Isonikotinsäurehydrazid bzw. dessen Salzen in wasserfreien Alkanolen bei einem pH-Wert von etwa 5,0 bis etwa 10,5 und zweckmäßig bei 30 bis 100° C umsetzt und das gebildete Reaktionsprodukt in üblicher Weise, wie Kristallisation, abtrennt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man in Gegenwart von Triäthylaminsulfat arbeitet.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 814 316, 830 994;
kanadische Patentschrift Nr. 474 055;
USA.-Patentschrift Nr. 2 634 264;
J. biol. Chem., Bd. 164, 1946, S. 173;
Florey, Chain u.a., Antibiotics, 1949, Bd. II, S. 1310;
Lanat, Bd. 262, 1952, S. 1113;
Amer. Rev. of Tuberculosis, Bd. 65, 1952, S. 777, 778.
In Betracht gezogene ältere Patente:
Deutsches Patent Nr. 965 325.
© 909 650/540 11.59
DENDAT1069618D Verfahren zur Herstellung von Streptomycylidenisoniikotinsäurehydrazon bzw. dessen Salzen Pending DE1069618B (de)

Publications (1)

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