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DE1068887B - - Google Patents

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Publication number
DE1068887B
DE1068887B DENDAT1068887D DE1068887DA DE1068887B DE 1068887 B DE1068887 B DE 1068887B DE NDAT1068887 D DENDAT1068887 D DE NDAT1068887D DE 1068887D A DE1068887D A DE 1068887DA DE 1068887 B DE1068887 B DE 1068887B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
polyvinyl chloride
additional component
stabilizers
hexynediol
rolled
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DENDAT1068887D
Other languages
English (en)
Publication date
Publication of DE1068887B publication Critical patent/DE1068887B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08KUse of inorganic or non-macromolecular organic substances as compounding ingredients
    • C08K5/00Use of organic ingredients
    • C08K5/04Oxygen-containing compounds
    • C08K5/05Alcohols; Metal alcoholates
    • C08K5/053Polyhydroxylic alcohols
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08KUse of inorganic or non-macromolecular organic substances as compounding ingredients
    • C08K5/00Use of organic ingredients
    • C08K5/04Oxygen-containing compounds
    • C08K5/09Carboxylic acids; Metal salts thereof; Anhydrides thereof
    • C08K5/098Metal salts of carboxylic acids

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Compositions Of Macromolecular Compounds (AREA)

Description

  • Verfahren zum Stabilisieren chlorhaltiger Polymerisate Polyvinylchlorid und Mischpolymerisate auf Basis von Vinylchlorid werden in der Praxis fast ausschließlich in Gegenwart von Stabilisatoren verarbeitet. Bei einem nach dem Emulsionsverfahren hergestellten Polyvinylchlorid ist es zwar durch die alkalische Vorstabilisierung möglich, auch ohne Zusatz von weiteren Stabilisatoren auszukommen, aber im allgemeinen setzt man zur weiteren Verbesserung noch zusätzliche Stabilisatoren, wie z. B. Harnstoffderivate, zu.
  • Die Entwicklung neuer Polyvinylchloridtypen geht nun immer mehr von nach dem Emulsionsverfahren hergestelltem Polyvinylchlorid zu nach dem Suspensionsverfahren hergestelltem über, und bei dem letzteren ist eine ausreichende Stabilisierung Grundvoraussetzung für Verarbeitung in der Praxis. Es ist daher verständlich, daß die Ansprüche an die Stabilisatoren immer höher geschraubt werden, so daß Stabilisatoren, die vor gar nicht langer Zeit das Optimum der Entwicklung darstellten, durch die schnelle Entwicklung dieses Gebietes durch Verbindungen mit verbesserter Wirkung bereits wieder überholt sind, dennoch sind aber bis jetzt noch keine Stabilisatoren oder Stabilisatorsysteme gefunden, die den harten Anforderungen der Praxis in allen Punkten genügen.
  • Es ist bereits bekannt, die Stabilisatorwirkung einer Verbindung durch Kombination mit einer ihr chemisch ganz ähnlichen zu erhöhen. Zum Beispiel ergeben Kombinationen verschiedener fettsaurer Salze sogenannte »Mischseifen«, einen zusätzlichen, einen synergistischen Effekt, der über die aus einer einfachen Summierung der Wirkung der Einzelbestandteile von vornherein zu erwartenden Höhe hinausgeht.
  • Dieser Entwicklungsrichtung war aber durch die verhältnismäßig kleine Zahl der für die Polyvinylchloridstabilisierung technisch interessanten Metalle Grenzen gesetzt, die bald erreicht waren.
  • Eine weitere Steigerung der stabilisierenden Wirkung von »Mischseifen« konnte durch eine Kombination mit von ihnen hinsichtlich ihres Aufbaus völlig abweichenden Verbindungen, wie z. B. Epoxystabilisatoren, erreicht werden. In wirtschaftlicher Hinsicht bieten aber diese Stabilisatoren vor der Mehrzahl der anderen praxisüblichen keinen Vorteil, so daß man bestrebt sein mußte, sie nur in geringer Menge einzusetzen, wobei aber naturgemäß eine Wirksamkeitsminderung nicht zu vermeiden war.
  • Es wurde nun gefunden, daß Gemische von Stearaten oder Lauraten des Calciums, Bariums und/oder Cadmiums mit zweiwertigen Alkoholen, die im Molekül eine Dreifachbindung enthalten, wie z. B. Butindiol oder.Hexindiol, bei der Stabilisierung einen-Synergismus ergeben, der über die Wirksamkeit der Epoxydstabilisatoren hinausgeht.
  • Im allgemeinen haben sich Kombinationen aus 0,5 bis 5,() °/e, vorzugsweise 1,0 bis 3,0 O/o einer der obengenannten Seifen oder Mischseifen mit 0,5 bis 3,0ovo, vorzugsweise 1,5 bis 2,5 O/ol eines oder mehrerer zweiwertiger Alkohole mit einer Dreifachbindung als ausgezeichnet wirksam erwiesen, es können jedoch unter Umständen auch kleinere oder größere Mengen zweckdienlich sein.
  • Verbindungen mit Dreifachbindung, darunter auch Alkohole, wie z. B. Propargylalkohol oder Butindiol, sind als Inhibitoren oder Korrosionsschutzmittel für organische plastische Massen bereits vorgeschIagen worden. Es zeigte sich jedoch, daß diese Alkohole bei tieferen Verarbeitungstemperaturen zwar eine stabisierende Wirkung entfalten, bei den technisch heute im Vordergrund des Interesses stehenden höheren "erarbeitungstemperaturen und in Bezug auf Lichtbeständigkeit aber völlig versagen. Es zeigte sich ferner, daß Stabilisatorkombinationen von Seifen mit einwertigen Alkoholen mit Dreifachbindung den synergistischen Effekt nicht gehen und nur die Kombination von Seifen mit zweiwertigen Alkoholen mit einer Dreifachbindung einen befriedigenden Effekt ergeben. Als Beispiel für zweiwertige Alkohole mit einer Dreifachbindung seien Butindiol und Hexindiol genannt.
  • Die erfindungsgemäßen Stabilisatorkombinationen sind nicht nur vorteilhaft für Poiyvinylchloride und Mischpolymerisate mit einem überwiegenden Anteil an Vinylchlorid einsetzbar, sondern auch überall dorti wo die Stabilisierung durch reine Seifen oder »Mischseifen« nicht ausreichte. So z. B. bei der Stabilisie- rung von Chlorkautschuk, Polychloropren, Polyvinylidenchlorid und Mischpolymerisaten mit überwiegen den Anteil an Vinylidenchlorid, nachchloriertem Polyvinylchlorid. nachchlorierten Mischpolymerisaten des Vynilchlorids, chloriertem Polyäthylen und chlovierten Mischpolymerisaten des Ätylens und Mischungen dieser Polymerisate untereinander.
  • Beispiel 1 Eine Mischung von 70 Gewichtsteilen Suspensions-Polyvinylchlorid vom K-Wert 70 und 30 Gewichtsteilen Dioctylphthalat wird mit einem Zusatz von 1,5 % einer aus Barium- und Cadmiumlaurat bestehenden Mischseife und der in der Tabelle aufgeführten zweiten Zusatzkomponente bei einer Walztemperatur von 1750 C gewalzt und die Zeit bestimmt, bis zu der die Mischung auf der Walze klebt. Zum Vergleich wurde als zweite Zusatzkomponente noch ein handelsiiblicher epoxydierter Sojafettsäureester aufgenommen.
    Thermo-
    Prozent Zweite Zusatzkomponente stabilität
    in Minuten
    ohne zweite Zusatzkomponente 43
    2 Propargylalkohol 43 bis 44
    2 2-Methyl-3-butin-2-ol 42
    2 3-Methyl-l-pentin-3-ol 43 bis 44
    2 3,5-Dimethyl-l-hexin-3-ol 41
    2 n-Butin-(2)-diol-(1,4) 76
    2 n-Hexin-(3)-diol-(2,5) 56
    2 Epoxydverbindung 52
    Wird dasselbe Suspensions-Polyvinylchlorid unter den gleichen Bedingungen gewalzt wie oben, jedoch die erste Komponente, die Mischseife auf Barium-Cadmium-Laurat-Basis, fortgelassen und nur mit Zusatz von 2°/o Hexindiol stabilisiert, so verfärbt sich die Mischung sofort auf der Walze und klebt nach 10 Minuten. Die Lichtstabilität, mit einer Lichtquelle geprüft, die annähernd Tageslicht liefert, ist sehr schlecht, während die Stabilisatorkombination des Barium-Cadmium-Laurats mit dem Butindiol und Hexindiol nach 500 Stunden keine Verfärbung der Folienstreifen zeigte.
  • Beispiel 2 Eine Mischung von 70 Teilen eines thermostabileren Suspensions-Polyvinylchlorids als im Beispiel 1 vom K-Wert 70 wird mit 30 Teilen Dioctylphthalat und unter Zusatz von 1,5% Barium-Cadmium-Laurat als erster Zusatzkomponente und den in der Tabelle aufgeführten zweiten Zusatzkomponenten bei 1750 C verwalzt und die Zeit bestimmt, bis zu der die Mischung auf der Walze klebt.
    Thermo-
    Prozent Zweite Zusatzkomponente stabilität
    in Minuten
    ohne zweite Zusatzkomponente 55
    2 Propargylalkohol 51
    2 Hexin-(3)-diol-(2,5) 72
    2 Epoxydverbindung 64
    Beispiel 3 Eine Mischung von 70Teilen eines Suspensions-Polyvinylchlorids vom K-Wert 70 und 30 Teilen Dioctylphthalat wird mit den in der Tabelle aufgeführten Zusätzen bei 1500 C 10 Minuten verwalzt und Folienstreifen bei 1800 C im Umluftschrank aufgehängt, wobei in Abständen von 10 Minuten Proben entnommen werden. Die stabilisierende Wirkung wird an der Verfärbung der einzelnen Probestreifen ermittelt.
    Prozent | Erste Zusatzkomponente | Prozent | Zweite Zusatzkomponente | Thermostabilität | Lichtstabilität
    ohne Zusatz - ohne Zusatz schlecht sehr schlecht
    2 2 n-Butindiol schlecht sehr schlecht
    2 2 n-Hexindiol schlecht sehr schlecht
    2 2 Propargylalkohol schlecht sehr schlecht
    2 Cd-stearat 2 n-Hexindiol sehr gut sehr gut
    2 Ca-stearat 2 n-Butindiol schlecht sehr gut
    2 Ba-Cd-laurat 2 n-Hexindiol sehr gut sehr gut
    2 Ba-Cd-laurat 2 n-Butindiol sehr gut sehr gut
    2 Ba-Cd-laurat gut sehr gut
    2 Cd-stearat schlecht sehr gut
    Beispiel 4 Eine Mischung von 70 Teilen eines Suspensions-Polyvinylchlorids mit dem K-Wert 70 und 30 Teilen Dioctylphthalat wird auf der Walze mit den in der Tabelle aufgeführten Zusätzen bei einer Temperatur von 1800 C so lange gewalzt, bis ein Kleben und starke Verfärbung einsetzt.
    Thermostabilität
    Prozent | Erste Zusatzkomponente | Prozent Zweite Zusatzkomponente | in Minuten
    2 Ba-Cd-laurat ohne Zusatz | 36
    2 Ba-Cd-laurat 2 n-Hexindiol 46
    Beispiel 5 Ein Suspensions - Polyvinylchlorid (PVC) mit K-Wert 62 wurde weichmacherfrei unter Zusatz der unten angegebenen Stabilisatoren bei einer Walz- temperatur von 1800 C verwalzt. Es wurde die Zeit bestimmt, bei der das Walzfell auf der Walze haftet, d. h. nicht mehr als Fell abzuziehen ist. Weiterhin wurde der Zeitpunkt festgehalten bei dem das Walzfell sich braunschwarz verfärbte.
    Zeit in Minuten
    Prozent Erste Zusatzkomponente Prozent Zweite Zusatzkomponente bis zum Haften | bis zum Verfärben
    des Walzfells des Walzfells
    1 Cd-stearat - - 13 14
    1 Cd-stearat 2 Butindiol 23 25
    1 Cd-stearat 2 Hexindiol 22 25
    1 Cd-stearat 2 2,5-Dimethyl-hexindiol-2,5 18 18
    Die stabilisierende Wirkung der oben aufgeführten Gemische zeigt sich nicht nur in einer starken Erhöhung der Walzthermostabilität im Vergleich zum Cd-stearat allein, sondern auch in der Helligkeit des Walzfells bis kurz vorm Zusammenbrechen der stabilisierenden Wirkung der oben angeführten Zusätze im Polyvinylchlorid. Diese konstante Helligkeit des Walzfells mit fortschreitender Walzzeit hat für die Praxis eine große Bedeutung, da frühzeitige Verfärbungen, wie sie von einer Reihe von in der Praxis angewandten Stabilisatoren bekannt sind, zu je nach thermischer Beanspruchung unterschiedlich gefärbten Endprodukten führen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Stabilisieren chlorhaltiger Polymerisate, dadurch gekennzeichnet, daß man diesen ein Gemisch eines oder mehrerer Alkindiole mit Stearaten oder Lauraten des Calciums, Barium und/oder Cadmiums zusetzt.
DENDAT1068887D Pending DE1068887B (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1068887B true DE1068887B (de) 1959-11-12

Family

ID=594132

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT1068887D Pending DE1068887B (de)

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE1068887B (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3356636A (en) * 1964-09-30 1967-12-05 Basf Ag Production of fast flowing polyamides

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3356636A (en) * 1964-09-30 1967-12-05 Basf Ag Production of fast flowing polyamides

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