DE1133887B - Zu Elastomeren hitzehaertbare Organopolysiloxanmassen, die Ester aliphatischer Alkohole als Plastifizierungs-mittel enthalten - Google Patents
Zu Elastomeren hitzehaertbare Organopolysiloxanmassen, die Ester aliphatischer Alkohole als Plastifizierungs-mittel enthaltenInfo
- Publication number
- DE1133887B DE1133887B DEG24746A DEG0024746A DE1133887B DE 1133887 B DE1133887 B DE 1133887B DE G24746 A DEG24746 A DE G24746A DE G0024746 A DEG0024746 A DE G0024746A DE 1133887 B DE1133887 B DE 1133887B
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- plasticizers
- phthalate
- organopolysiloxane
- convertible
- contain
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Pending
Links
Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C08—ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
- C08K—Use of inorganic or non-macromolecular organic substances as compounding ingredients
- C08K5/00—Use of organic ingredients
- C08K5/04—Oxygen-containing compounds
- C08K5/10—Esters; Ether-esters
- C08K5/11—Esters; Ether-esters of acyclic polycarboxylic acids
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C08—ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
- C08K—Use of inorganic or non-macromolecular organic substances as compounding ingredients
- C08K5/00—Use of organic ingredients
- C08K5/04—Oxygen-containing compounds
- C08K5/10—Esters; Ether-esters
- C08K5/12—Esters; Ether-esters of cyclic polycarboxylic acids
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Health & Medical Sciences (AREA)
- Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
- Medicinal Chemistry (AREA)
- Polymers & Plastics (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Compositions Of Macromolecular Compounds (AREA)
Description
INTERNAT. KL. C 08 g
DEUTSCHES
PATENTAMT
G 24746 IVd/39b
BEKANNTMACHUNG
DER ANMELDUNG
UNDAUSGABE DER
AUSLEGESCHRIFT: 26. JULI 1962
UNDAUSGABE DER
AUSLEGESCHRIFT: 26. JULI 1962
Die Erfindung beschäftigt sich mit Organopolysiloxanen, die zu Elastomeren härtbar sind. Es handelt
sich um Massen, die aus einem Organopolysiloxan, einem feinverteilten anorganischen Füllstoff
und einem Plastifizierungsmittel besteht, das aus aromatischen oder aliphatischen Dicarbonsäuren mit
mindestens 6 Kohlenstoffatomen und aus Alkoholen mit mindestens 4 Kohlenstoffatomen hergestellt
worden ist.
Gehärtete oder feste, elastische Organopolysiloxane haben zwar eine gute Hitzewiderstandsfähigkeit und
sind in der Lage, sich bei niedrigen Temperaturen leicht biegen zu lassen, sie haben aber unerwünscht
niedrige Rißfestigkeiten. Außerdem sind unter üblichen Bedingungen Zugfestigkeiten oder Dehnun- *5
gen solcher gehärteter Erzeugnisse ganz wenig niedriger als dieselben Eigenschaften anderer Kunstkautschuke
der Kohlenwasserstofftype oder der Mischpolymertype, wie beispielsweise der Mischpolymere
von Butadien und Styrol, Butadien und Akrylnitril, Isoprenpolymeren, Naturkautschuk usw.
Außerdem hat gehärteter Siliconkautschuk sich bei verschiedenen Verwendungen als etwas steif erwiesen,
insbesondere wenn man ihn für die Herstellung von Saugern oder Rohrstutzen für sanitäre Zwecke
benutzt.
Es wurde auch festgestellt, daß gewisse feinverteilte
Kieselsäurefüllstoffe dem in den gehärteten, festen, elastischen Zustand umwandelbaren Organopolysiloxan
unerwünschte Eigenschaften erteilen, wenn es für eine längere Zeit gelagert wird. So machen diese
feinverteilten Füllstoffe das umwandelbare Organopolysiloxan zäh und nervig; diese Zähigkeit und der
Nerv des gefüllten härtbaren Organopolysiloxans ist als »Struktur« bekannt und macht sich durch das
Vorhandensein eines unerwünschten Schnappern und die Schwierigkeit bemerkbar, die Kautschukmasse
durch übliche mechanische Bearbeitung plastisch zu machen.
Es ist daher eine der Aufgaben der Erfindung, die Zerreißfestigkeit gehärteter, fester, elastischer Organopolysiloxane
sowie auch ihre Dehnungseigenschaften zu steigern. Weiterhin soll die Rißfestigkeit gehärteter
Siliconkautschukmassen verbessert werden.
Weiterhin hat die Erfindung sich die Aufgabe gestellt, die Verknüpfungsdauer zu verbessern, d. h. die
Zeit herabzusetzen, die erforderlich ist, um ein leichtes und zuverlässiges Erweichen der Lappen und
Falten einer vulkanisierbaren Siliconkautschukmasse unter Bildung eines zusammenhängenden homogenen
Bogens von richtiger Struktur während des Mahlens hervorzurufen. Eine andere Aufgabe der Erfindung
Zu Elastomeren hitzehärtbare Organopolysiloxanmassen, die Ester aliphatischer Alkohole als Plastifizierungsmittel
enthalten
Anmelder:
General Electric Company, New York, N. Y. (V. St. A.)
Vertreter: Dr. H.-H. Willrath, Patentanwalt, Wiesbaden, Hildastr. 32
Beanspruchte Priorität: V. St. v. Amerika vom 17. Juni 1957 (Nr. 666 253)
Richard Miner Savage, Loudonville, N. Y.
(V. St. A.),
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
besteht darin, die Füllstoffmengen zu steigern und noch eine befriedigende Dehnung in den gehärteten
Organopolysiloxanprodukten beizubehalten.
Gemäß der Erfindung ist man in der Lage, die vorerwähnten
Ziele dadurch zu erreichen, daß man in ein gefülltes Organopolysiloxan, das in den gehärteten,
festen, elastischen Zustand umwandelbar ist, geringe Mengen eines Dialkoholesters als Plastifizierungsmittel
einarbeitet, der aus einer aromatischen Dicarbonsäure oder aliphatischen Dicarbonsäure mit
mindestens 6 Kohlenstoffatomen und aus einem Alkohol mit mindestens 4 Kohlenstoffatomen hergestellt
worden ist.
Im nachstehenden werden der Kürze halber die umwandelbaren Organopolysiloxane, die aus viskosen
Massen oder gummiartigen festen Stoffen bestehen können, als »umwandelbare Organopolysiloxane«
oder genauer als »umwandelbare Methylpolysiloxane« bezeichnet.
Die feinverteilten Füllstoffe, die die oben beschriebene Strukturbildung und unerwünschte Zeitdauer
für die Verknüpfung des umwandelbaren Organopolysiloxans verursachen, sind üblicherweise feinverteilte
Kieselsäurefüllstoffe, von denen einige von Hydroxylgruppen entweder in Form adsorbierter Feuchtigkeit
oder siliciumgebundener Hydroxylgruppen sind, je nach der Methode, nach welcher sie herge-
209 627/352
stellt worden sind. Unter gewissen Herstellungbedingungen steigern Kieselsäurefüllstoffe, welche unmittelbar
an das Silicium des Kieselsäuremoleküls gebundene Hydroxylgruppen oder auch siliciumgebundene
Alkoxygruppen enthalten, die Struktur und erhöhen die Verknüpfungsdauer, wenn diese Kieselsäurefüllstoffsorten
in umwandelbare Organopolysiloxane eingearbeitet werden. Solche Kieselsäurefüllstoffe
sind Verstärkerfüllstoffe im Gegensatz zu anderen Füllstoffen der nicht verstärkenden und gewöhnlich
nicht strukturbildenden Art, wie Titandioxyd, Lithopone, Calaciumcarbonat.
Ein anderer feinverteilter Verstärkerfüllstoff, der für umwandelbare Organopolysiloxane verwendet
worden ist, aber ebenfalls dem umwandelbaren Organopolysiloxan unerwünschte Struktur erteilt, ist
eine feinverteilte /-Tonerde von einer mittleren Teilchengröße von weniger als 100 ΐημ.
Als Dialkylester von Dicarbonsäuren müssen solche verwendet werden, in denen der Alkoholrest
mindestens 4 Kohlenstoffatome enthält. Solche Alkohole sind z. B. Butanol, Isobutanol, Tertiärbutanol,
die verschiedenen isomeren Pentanole, Hexanole (z. B. 2-Äthylbutanol), Octanole (z. B. 2-Äthylhexanol),
Nonylalkohole, Decylalkohole, Dodecylalkohole. Im allgemeinen enthält der Alkohol 4 bis 12 Kohlenstoffatome
in der aliphatischen Kette. Der aliphatische Alkohol kann eine gerade Kette haben oder verzweigt
sein, und er kann primär, sekundär oder tertiär sein.
Als aromatische Dicarbonsäuren, die bei der Herstellung
der Ester verwendet werden können, seien z. B. genannt: Phthalsäure, Phthalsäureanhydrid, Isophthalsäure,
Terephthalsäure, Benzophenon-2,4'-dicarboxylsäure, im Kern halogenierte aromatische Dicarboxylsäuren,
z. B. die Mono- bis Tetrachlorphthalsäuren usw. Anhydride solcher Säuren können ebenfalls
verwendet werden.
Als aliphatische Dicarbonsäuren, die benutzt werden können, kommen in Frage z. B. Adipin-, Pimelin-,
Kork-, Azelain-, Sebacinsäure.
Unter den Estern, die bei der praktischen Durchführung der Erfindung verwendet werden können,
befinden sich z. B. Dibutylphthalat, Dibutylisophthalat, Di-(n-hexyl)-azelat, Di-(2-äthylbutyl)-adipat, Di-(n-hexyl)-phthalat,
Dibutyladipat, Di-(2-äthylhexyl)-phthalat, Di-(2-äthylhexyl)-azelat, Dinonylsebacat,
Dibenzylsebacat, Di-(2-äthylbutyl)-phthalat, Dicyclohexylphthalat, Dioctyltetrachlorphthalat.
Obgleich die benutzte Estermenge verschieden sein kann, kann man im allgemeinen für die günstigsten
Ergebnisse unter Berücksichtigung der erwünschten Aufrechterhaltung der Wärmefestigkeit und Biegsamkeitseigenschaften
bei niedrigen Temperaturen in den gehärteten, festen, elastischen Produkten etwa 1 bis
20 Teile des Esters je 100 Teile des umwandelbaren Organopolysiloxans benutzen. Auf verschiedenen
Anwendungsgebieten, z. B. bei Verwendungen, die den Gebrauch der offenbarten Massen zur Herstellung
von sanitären Mitteln oder Schlauchstücken umfassen, ist es zweckmäßig, daß die Menge des Esterzusatzes
2 bis 8 Gewichtsteile je 100 Teile des umwandelbaren Organopolysiloxans beträgt.
Das Organopolysiloxan wird in der Hitze in Gegenwart
von 0,5 bis 6% Peroxydhärter, z. B. Benzoylperoxyd, Tertiärbutylperbenzoat, Ditertiärbutylperoxyd,
Bis-(2,4-dichlorbenzoyl)-peroxyd, gehärtet.
Die Härtung erfolgt vorzugsweise bei Temperaturen von 125 bis 200° C während 5 bis 30 Minuten,
wobei ein Druck von 17,5 bis 140 kg/cm2 oder mehr
angewandt wird.
Die folgenden Beispiele dienen als Erläuterung.
Alle in den Beispielen angegebenen Bestandteile werden
in Gewichtsteilen verwendet. Der Ausdruck »Hexyl« in den folgenden Beispielen bezeichnet die
2-Äthylgruppe.
In den folgenden Beispielen wurden drei umwandelbare Organopolysiloxane verwendet. Das eine
ίο Organopolysiloxan wurde durch Mischpolymerisation
von Octamethylcyclotetrasiloxan mit Tetramethyltetravinylcyclotetrasiloxan unter Zusatz einer kleinen
Menge Kaliumhydroxyd erhalten; die an Silicium gebundenen Vinylgruppen umfaßten etwa 0,1 bis
0,2 Molprozent der Gesamtzahl an Methyl- und Vinylgruppen in den beiden Cyclotetrasiloxanen. Die
Mischpolymerisationstemperatur lag während etwa 5 Stunden in der Größenordnung von etwa 140 bis
150° C. Das so erhaltene umwandelbare Methylvinylpolysiloxan wurde auf erhöhte Temperaturen von
etwa 200 bis 250° C erhitzt, um alles flüchtige Material, das innerhalb dieses Bereiches siedet, zu entfernen.
Dieses umwandelbare Methylvinylpolysiloxan wird im nachstehenden als »Silicon 1« bezeichnet.
Ein zweites umwandelbares Organopolysiloxan wurde in identischer Weise, wie dies beim Silicon 1
geschah, zubereitet, jedoch wurde kein flüchtiges Material entfernt. Dieses nicht ausgedampfte Silicon
wurde als »Silicon 2« bezeichnet.
Ein in den gehärteten, festen, elastischen Zustand umwandelbares Methylphenylpolysiloxan wurde hergestellt,
indem man Octamethylcyclotetrasiloxan und Octaphenylcyclotetrasiloxan mit einer kleinen Menge
Kaliumhydroxyd bei einer Temperatur von 140 bis 150° C in solchem Verhältnis zusammenpolymerisierte,
daß in dem mischpolymerisierten Produkt etwa 8 Molprozent siliciumgebundene Phenylgruppen vorhanden
waren. Dieses in den gehärteten, festen, elastischen Zustand umwandelbare Methylphenylpolysiloxan
wurde bei etwa 200 bis 250° C ausgedünstet, um flüchtige Bestandteile.zu entfernen, die in diesem
Bereich sieden. Dieses Organopolysiloxan wird im nachstehenden als »Silicon 3« bezeichnet.
In diesem Beispiel wurden verschiedene Ansätze zubereitet, für die die benutzten Bestandteile in der
folgenden Tabelle I aufgeführt sind, wobei Silicon 1 als umwandelbares Organopolysiloxan verwendet
wurde.
| Bestandteile | 1 | Probenummern a) | 3 | 4 | 5 |
| 100 | 2 | 100 | 100 | 100 | |
| 55 Silicon 1 | 100 | ||||
| Rauchkiesel | 40 | 40 | 40 | 40 | |
| säure | 40 | ||||
| Bis-(2,4-di- | |||||
| 60 chlor- | |||||
| benzoyl)- | 0,84 | 0,84 | 0,84 | 0,84 | |
| peroxyd6) .. | 0,84 | ||||
| Di-(2-äthyl- | |||||
| hexyl)- | 0 | 4 | 8 | 16 | |
| 65 phthalat | 2 | ||||
a) Die Bestandteile sind alle in Gewichtsteilen angegeben.
·>) In Form einer 40%igen flüssigen Methylpolysiloxandispersion.
Jeder der in Tabelle I angegebenen Ansätze wurde 10 Minuten bei etwa 140° C unter einem
Druck von etwa 35 kg/cm2 verpreßt, aus der Form entfernt und darauf in einem Luftumwälzofen
1 Stunde bei 150° C erhitzt. Die folgende Tabelle II zeigt die Eigenschaften der verschiedenen
Ansätze nach dieser Verformung und Wärmebehandlung.
| 1 | 2 | Probenummern 3 I 4 |
103,42 525 22,32 |
5 | |
| Zugfestigkeit, kg/cm2 Prozent Dehnung Einreißfestigkeit, kg/cm |
57,15 190 7,68 |
88,58 330 11,61 |
96,04 390 15,36 |
106,94 675 32,50 |
In diesem Beispiel wurden Ansätze aus Silicon 2 und zwei Diestern, nämlich Di-(2-äthylhexyl)-phthalat
und Dihexylacelat, hergestellt. In jedem Fall wurden die Proben geformt und darauf in ähnlicher
Weise, wie dies bei den im Beispiel 1 beschriebenen Proben geschah, erhitzt. Die folgende Tabelle
III zeigt die bei der Herstellung des Ansatzes verwendeten Bestandteile, während Tabelle IV die
Eigenschaften der geformten und warmbehandelten Proben angibt. In Tabelle III wurde das Bis-(2,4-dichlorbenzoyl)-peroxyd
wiederum in Form einer Dispersion von 40 Gewichtsprozent in einem flüssigen Methylpolysiloxan verwendet. Die Bestandteile sind
in Tabelle III alle in Gewichtsteilen angegeben.
| Bestandteile | 6 | 7 | Probem 8 |
immern Q |
10 | 11 |
| Silicon 2 | 100 | 100 | 100 | 100 | 100 | 100 |
| Rauchkieselsäure | 40 | 40 | 40 | 40 | 40 | 40 |
| Bis-(2,4-dichlorbenzoyl)-peroxyd .. Di-(2-äthylhexyl)-phthalat |
0,84 16 |
0,84 | 0,84 2 |
0,84 4 |
0,84 8 |
0,84 |
| Dihexylacelat | 16 |
Probenummern
8 I 9
10
11
Zugfestigkeit, kg/cm2 ..
Prozent Dehnung
Einreißfestigkeit, kg/cm
105,11
780
38,75
780
38,75
89,29 295 14,11 92,16
350
21,79
350
21,79
105,46
465
23,93
465
23,93
106,51
520
28,22
520
28,22
98,08
715
36,42
715
36,42
In diesem Beispiel wurde Silicon 3 mit einem feinverteilten Kieselsäurefüllstoff vermischt, der siliciumgebundene
Alkoxygruppen enthielt und gemäß dem Verfahren nach der USA.-Patentschrift 2 657 149
hergestellt war. Die folgende Tabelle V zeigt die zur Herstellung der verschiedenen Ansätze benutzten Bestandteile.
Das in Tabelle V angegebene Benzoylperoxyd wurde in Form einer 50gewichtsprozentigen
Dspersion in einem flüssigen Methylpolysiloxan verwendet. Jeder der Ansätze wurde in ähnlicher Weise,
wie dies im Beispiel 1 geschah, geformt und darauf außerhalb der Form 24 Stunden bei 150° C warm
behandelt. Die folgende Tabelle VI zeigt die Eigenschaften der geformten Proben als Ergebnis dieser
Wärmebehandlung. Die Bestandteile sind in Tabelle V alle in Gewichtsteilen aufgeführt.
Bestandteile
Silicon 3
Feinverteilte Kieselsäure
Benzoylperoxyd ...
Di-(2-äthylhexyl)-phthalat
| Probenummern | 14 | |
| 12 | 13 | 100 |
| 100 | 100 | 50 |
| 50 | 50 | 1,75 |
| 1,75 | 1,75 | 4 |
| 2 |
100
50
1,75
1,75
Zugfestigkeit, kg/cm2
Prozent Dehnung ..
Einreißfestigkeit,
kg/cm
Prozent Dehnung ..
Einreißfestigkeit,
kg/cm
| Probenummern | 14 | |
| 12 | 13 | 82,56 |
| 76,99 | 82,56 | 550 |
| 410 | 475 | 35,25 |
| 33,40 | 34,65 |
15
91,05 620
33,22 ίο
Die Verknüpfungszeiten der Beispiele 12 bis 15 wurden auch wie folgt ermittelt. Ein Laboratoriumsdifferentialzweiwalzenstuhl
von etwa 7,5 · 20 cm wurde verwendet, in dem das Geschwindigkeitsverhältnis
1,4:1 betrug und die schnellere Walze sich mit einer Geschwindigkeit von etwa 60 U/min drehte.
Der Stuhlwalzenspalt war auf einem Durchgang eines 0,30 mm dicken weichen Lotstückes bei einer Temperatur
von ungefähr 21 bis 32° C eingestellt. Bei Durchführung des Versuches für die Verknüpfungsdauer wurden 30 g der in Prüfung befindlichen Masse
auf den Einzug der Walze in kleinen Stücken gegeben, um den Durchgang zu ermöglichen. Häufig
war ein vorheriger Durchgang bei einer ganz wenig weiteren Einstellung erforderlich, um die Dicke der
Probe zu reduzieren. Wenn die ganze Masse einmal durch den Einzug durchgegangen war, wurde eine
Stoppuhr ausgelöst. Die Masse wurde wiederum auf den Einzug gegeben, und um die »Bank« der Masse
in Bewegung zu halten, war es bisweilen notwendig, den Stuhl für einen kurzen Zwischenraum etwas zu
öffnen und dann auf die festgelegte Einstellung von 0,30 mm zurückzuführen. Die Zeitnahme wurde fortgeführt,
bis die Masse plastisch geworden war und völlig die Breite der schnelleren Walze in Form eines
zusammenhängenden festen Films bedeckte. Sobald dies eintrat, wurde die Zeitmessung gestoppt, und die
verstrichene Zeit wurde als »Verknüpfungszeit« vermerkt.
Tabelle VII zeigt die Verknüpfungszeit in Sekunden für jeden dieser Ansätze; aus Tabelle VII ist
ersichtlich, daß die Einarbeitung der Ester die Verknüpfungszeit stark herabsetzt und somit einen
wesentlichen Vorteil für die Benutzung der Ester bei dem gefüllten Organopolysiloxan ergibt.
40
Dauer
der Lagerung
vor der Prüfung
vor der Prüfung
ITag .
7 Tage
14 Tage
28 Tage
14 Tage
28 Tage
Verknüpfungszeit in Sekunden
Probenummern
12 I 13 Γ 14 I 15
12 I 13 Γ 14 I 15
29
73
109
283
183
11
30
49
130
10
19
29
93
19
29
93
55
Für den Fachmann ist ersichtlich, daß natürlich andere Ester an Stelle derjenigen verwendet werden
können, die in den vorstehenden Beispielen benutzt wurden, ohne vom Wesen der Erfindung abzugehen.
Außerdem kann die benutzte Estennenge abgewandelt werden, jedoch liegt sie vorzugsweise im Bereich
von etwa 1 bis 20 Gewichtsprozent, bezogen auf das Gewicht des umwandelbaren Organopolysiloxans.
Andere umwandelbare Organopolysiloxane, z. B. umwandelbare Äthylpolysiloxane, sowie andere Härter
können an Stelle der umwandelbaren Organopolysiloxane und Härtemittel verwendet werden, die in
den vorstehenden Beispielen beschrieben wurden. Das Verhältnis der Bestandteile kann in weitem Rahmen
abgewandelt werden, ebenso die anderen Bedingungen, ohne vom Wesen der Erfindung abzuweichen.
Die hier beschriebenen Massen, insbesondere solche, die reduzierte Struktur und geringere Verknüpfungszeiten
haben, können vorteilhafterweise bei Anwendungszwecken mit Ausstoßung, Verformung
und Kalanderung gebraucht werden. Glasgewebe kann mit den umwandelbaren Organopolysiloxanen,
wie sie hier beschrieben wurden und die Füllstoff, Härtemittel und den besonderen Diesterzusatz enthalten,
überzogen werden, und darauf kann das überzogene Glasgewebe um Dorne zur Herstellung von
Heizleitungen gewickelt und unter Wärme und Druck gehärtet werden, um einheitliche Konstruktionen von
hervorragender Wärmefestigkeit zu ergeben. In der obigen Weise zubereitete Massen können leicht über
elektrische Leiter ausgepreßt und bei erhöhten Temperaturen warm behandelt werden, um eine glatte,
zusammenhängende, gehärtete Isolierung von guter thermischer Stabilität zu erzielen.
Claims (3)
1. Zu Elastomeren unter Formgebung hitzehärtbare Organopolysiloxanmassen auf Basis von
Organopolysiloxanen, anorganischen Füllstoffen, Peroxyden als Härter und Estern aliphatischer
Alkohole als Plastifizierungsmittel, dadurch ge kennzeichnet, daß sie als Plastifizierungsmittel
Dialkylester aromatischer oder aliphatischer Dicarbonsäuren enthalten, die aus gesättigten
aromatischen oder aliphatischen Dicarbonsäuren mit mindestens 6 Kohlenstoffatomen und aus Alkoholen
mit mindestens 4 Kohlenstoffatomen hergestellt worden sind.
2. Massen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sie als Plastifizierungsmittel Di-(2-äthylhexyl)-phthalat,
Dihexylazelat, Dihexylphthalat, Dibutylphthalat oder Di-(2-äthylhexyl)-phthalat enthalten.
3. Massen nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß sie als Organopolysiloxan ein
Methylpolysiloxan oder ein Methylvinylpolysiloxan, gegebenenfalls zusätzlich ein Diphenylsilandiol
enthalten.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Französische Patentschrift Nr. 1132 041.
Französische Patentschrift Nr. 1132 041.
In Betracht gezogene ältere Patente:
Deutsche Patente Nr. 1069 872, 1 081 664.
Deutsche Patente Nr. 1069 872, 1 081 664.
© 209 627/352 7.62
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US666253A US2938007A (en) | 1957-06-17 | 1957-06-17 | Compositions comprising an organopolysiloxane, silica and a dicarboxylic acid ester plasticizer and the heat cured product thereof |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1133887B true DE1133887B (de) | 1962-07-26 |
Family
ID=24673435
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEG24746A Pending DE1133887B (de) | 1957-06-17 | 1958-06-13 | Zu Elastomeren hitzehaertbare Organopolysiloxanmassen, die Ester aliphatischer Alkohole als Plastifizierungs-mittel enthalten |
Country Status (3)
| Country | Link |
|---|---|
| US (1) | US2938007A (de) |
| DE (1) | DE1133887B (de) |
| FR (1) | FR1208514A (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2439881A1 (de) * | 1973-08-20 | 1975-03-06 | Dart Ind Inc | Hohe dehnung aufweisende organopolysiloxanelastomere |
| EP0285327A3 (en) * | 1987-04-02 | 1989-10-25 | Bp Chemicals Limited | Crosslinkable silyl polymer composition |
Families Citing this family (9)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3051678A (en) * | 1958-11-24 | 1962-08-28 | Grace W R & Co | Scratch masking coating composition for masonry comprising a polyester resin, sand and mineral oil |
| US3859247A (en) * | 1970-11-20 | 1975-01-07 | Gen Electric | Pressureless cure system for chemically cross-linking ethylene containing polymers |
| US3946099A (en) * | 1972-11-10 | 1976-03-23 | General Electric Company | Pressureless cure system for chemically cross-linking ethylene containing polymers, to form an insulated conductor |
| US3889023A (en) * | 1973-01-02 | 1975-06-10 | Dow Corning | Silicone elastomers bonded to solid substrates |
| GB1581727A (en) * | 1976-12-21 | 1980-12-17 | Shell Int Research | Coated marine structure |
| ES8103128A1 (es) * | 1979-01-16 | 1981-02-16 | Krafft S A | Mejoras introducidas en los procesos de fabricacion de composiciones endurecibles a base de silicona. |
| FR2579605B1 (fr) * | 1985-03-29 | 1987-10-23 | Rhone Poulenc Chimie | Additif ester et diester organique pour prevenir la cristallisation du methyltriacetoxysilane dans les compositions organopolysiloxaniques monocomposantes |
| DE60202456T2 (de) * | 2002-07-05 | 2005-12-01 | Zhermack S.P.A., Badia Polesine | Silikonzusammensetzung zum Verlegen von Fliesen und Sanitäraritkeln, deren Herstellung und Verwendung |
| KR20110133608A (ko) * | 2009-03-12 | 2011-12-13 | 다우 코닝 코포레이션 | 열계면 물질 및 이의 제조 및 사용을 위한 방법 |
Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1069872B (de) | ||||
| FR1132041A (fr) * | 1954-05-24 | 1957-03-04 | Dow Corning | Composés organosiliciques |
| DE1081664B (de) | 1955-10-18 | 1960-05-12 | Ici Ltd | Verfahren zur Herstellung von Organopolysiloxanelastomeren |
Family Cites Families (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2508196A (en) * | 1945-06-02 | 1950-05-16 | Westinghouse Electric Corp | Siloxane polymers |
| US2717258A (en) * | 1953-02-25 | 1955-09-06 | Gen Electric | Methods for preparing dimethyl silanediol |
-
1957
- 1957-06-17 US US666253A patent/US2938007A/en not_active Expired - Lifetime
-
1958
- 1958-06-13 DE DEG24746A patent/DE1133887B/de active Pending
- 1958-06-17 FR FR1208514D patent/FR1208514A/fr not_active Expired
Patent Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1069872B (de) | ||||
| FR1132041A (fr) * | 1954-05-24 | 1957-03-04 | Dow Corning | Composés organosiliciques |
| DE1081664B (de) | 1955-10-18 | 1960-05-12 | Ici Ltd | Verfahren zur Herstellung von Organopolysiloxanelastomeren |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2439881A1 (de) * | 1973-08-20 | 1975-03-06 | Dart Ind Inc | Hohe dehnung aufweisende organopolysiloxanelastomere |
| EP0285327A3 (en) * | 1987-04-02 | 1989-10-25 | Bp Chemicals Limited | Crosslinkable silyl polymer composition |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| FR1208514A (fr) | 1960-02-24 |
| US2938007A (en) | 1960-05-24 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| EP0051788B1 (de) | Stabilisatorkombination für Thermoplaste, insbesondere Polymerisate auf Basis von Vinylchlorid sowie Verfahren zur Warmverformung derartiger Polymerisate | |
| DE1133887B (de) | Zu Elastomeren hitzehaertbare Organopolysiloxanmassen, die Ester aliphatischer Alkohole als Plastifizierungs-mittel enthalten | |
| DE2022011C3 (de) | Glycerintrimontanate, Verfahren zu ihrer Herstellung und deren Verwendung | |
| CH501033A (de) | Verfahren zur Stabilisierung eines halogenhaltigen organischen Polymers | |
| DE1494212A1 (de) | Plastifizierte halogenhaltige Harze | |
| EP0174479A2 (de) | Polyvinylbutyral mit reduzierter Klebrigkeit und verbesserter Reissfestigkeit | |
| DE2362254C3 (de) | Tetrafluoräthylen-Äthylen-Copolymerisatmasse sowie deren Verwendung | |
| DE2937552C3 (de) | Überzugsmassen auf Basis von Vinylchloridpolymerisaten und einem aminofunktionellen Organotrialkoxysilan | |
| EP0115829B1 (de) | Weichmacherhaltige Polyvinylbutyralfolien mit reduziertem Haftvermögen an Glas | |
| DE1817575A1 (de) | Waermehaertende Formmasse | |
| DE2229574A1 (de) | Bei Raumtemperatur vulkanisierbare Siliconelastomere | |
| DE1669989A1 (de) | Verwendung von Stabilisatormischungen zur Stabilisierung von halogenhaltigen Polymerisatkunststoffmischungen | |
| DE2546698A1 (de) | Siliconkautschukschwamm und verfahren und masse zu seiner herstellung | |
| CH429158A (de) | Stabilisatormischung für Vinylhalogenidharze | |
| DE1219223B (de) | Stabilisierung von Vinylhalogenidpolymerisaten und -mischpolymerisaten | |
| CH417949A (de) | Verfahren zur Herstellung von plastischen Massen aus Polyvinylchlorid bzw. vinylchloridhaltigen Mischpolymerisaten | |
| DE1492533A1 (de) | Dichtungsmasse | |
| DE2302673C3 (de) | Schaumstoffe aus Piastisolen von Polyvinylchlorid oder Vinylchlorid -Vinylacetat-Mischpolymerisat und Verfahren zu ihrer Herstellung | |
| DE1103578B (de) | Weichmacher fuer Vinylchloridpolymerisate | |
| CH424241A (de) | Mittel zur Stabilisierung von Vinylpolymerisaten gegen Licht- und Wärmeeinwirkung | |
| AT233264B (de) | Verfahren zur Stabilisierung von Polyvinylchloridharzen und Stabilisator hiefür | |
| DE1258085B (de) | Schmiermittel in Vinylpolymerisaten bei der Herstellung von Formkoerpern | |
| DE3212336C1 (de) | Mittel und Verfahren zur Waerme- und Lichtstabilisierung von Polyvinylchlorid | |
| DE904466C (de) | Stabilisierte Massen aus halogenhaltigen Vinylharzen | |
| AT228492B (de) | Weichgemachte, thermoplastische Masse |