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DE1067843B - Schaltung fuer Stellwerke mit elektrischen Verschluessen, insbesondere fuer Spurplanstellwerke - Google Patents

Schaltung fuer Stellwerke mit elektrischen Verschluessen, insbesondere fuer Spurplanstellwerke

Info

Publication number
DE1067843B
DE1067843B DEL26377A DEL0026377A DE1067843B DE 1067843 B DE1067843 B DE 1067843B DE L26377 A DEL26377 A DE L26377A DE L0026377 A DEL0026377 A DE L0026377A DE 1067843 B DE1067843 B DE 1067843B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
switch
circuit
track plan
switches
route
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEL26377A
Other languages
English (en)
Inventor
Heinrich Walter
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Alcatel Lucent Deutschland AG
Original Assignee
Standard Elektrik Lorenz AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Standard Elektrik Lorenz AG filed Critical Standard Elektrik Lorenz AG
Priority to DEL26377A priority Critical patent/DE1067843B/de
Publication of DE1067843B publication Critical patent/DE1067843B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61LGUIDING RAILWAY TRAFFIC; ENSURING THE SAFETY OF RAILWAY TRAFFIC
    • B61L19/00Arrangements for interlocking between points and signals by means of a single interlocking device, e.g. central control
    • B61L19/06Interlocking devices having electrical operation

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Train Traffic Observation, Control, And Security (AREA)

Description

  • Schaltung für Stellwerke mit elektrischen Verschlüssen, insbesondere für Spurplanstellwerke Die Erfindung betrifft eine Schaltung für Stellwerke mit elektrischen Verschlüssen, vor allem für Spurplanstellwerke, bei denen eine selbsttätige Flankenschutzsuche vorgenommen wird.
  • Bei derartigen Stellwerken ergeben sich Schwierigkeiten, wenn eine Schutzweiche von derselben Fahrstraße her doppelseitig, also aus den Richtungen ihrer beiden stumpfen Stränge her, beansprucht wird. In diesen Fällen müssen immer ein dahinterliegendes Flankenschutzglied oder auch deren mehrere den Flankenschutz übernehmen. In den meisten Fällen, vor allem dann, wenn die beiden von dieser Schutzweiche auf die Fahrstraße hin führenden Wege unterschiedlich lang sind, ist es erwünscht oder sogar gefordert, daß die doppelseitig beanspruchte Schutzweiche eine bestimmte Lage einnimmt, und zwar diejenige, die auf den längeren Weg weist. Ein solches Beispiel ist in Fig. 1 am Fall einer doppelten Gleisverbindung über eine Kreuzung dargestellt; es ergibt sich aus dieser Anordnung für die Schutzweichen W2 und W 4 immer eine bestimmte Lage, die stark ausgezogen dargestellt ist.
  • Bei selbsttätiger Flankenschutzsuehe ist nicht ohne weiteres gewährleistet, welche Lage solche Weichen einnehmen; denn die Kennzeichen für die Flankenschutzeinstellung können abhängig von der Fahrtrichtung zu verschiedenen Zeitpunkten eintreffen. Deshalb hat man schon vorgeschlagen, den Flankenschutz - unabhängig von der Lage der doppelseitig beanspruchten Weiche - vom dahinterliegenden Flankenschutzglied gewährleisten zu. lassen; dabei soll die doppelseitig beanspruchte Weiche steilbar bleiben, um sie gegebenenfalls in die betrieblich günstigere Lage stellen zu können. Bei echten Z.wieschutzweichen, welche also Flankenschutz für zwei voneinander unabhängige Fahrstraßen gewährleisten sollen, hat das eine gewisse Berechtigung. Bei allen doppelseitig von derselben Fahrstraße beanspruchten Schutzweichen gibt es jedoch stets nur eine bevorzugte Lage, und es ist eine. unnötige Belastung des Wärters, wenn, dieser die bevorzugte Lage nachträglich von Hand einstellen muß.
  • Aufgabe der Erfindung ist es, eine Schaltung zu schaffen, welche es ermöglicht, daß derartige Weichen entsprechend ihrer Anordnung im Spurplan im Bedarfsfall immer eine bestimmte Lage einnehmen.
  • Erfindungsgemäß wird die Schaltung bestimmter Spurplanglieder derart eingerichtet, daß diese entsprechend ihrer Lage im Spurplan beim Einstellen einer Fahrstraße das Kennzeichen für die Flankenschutzsuche zeitlich bevorzugt gegenüber anderen im Fahrweg liegenden Spurplangliedern abgeben können, um Schutzweichen, welche von derselben Fahrstraße doppelseitig beansprucht werden, in eine bestimmte, vom zuerst eintreffenden Kennzeichen für die Flankenschutzsuehe abhängige Lage zu stellen. Die Relaissätze der Weichen sind hierzu zweckmäßig so eingerichtet, daß von ihnen in normalen Anordnungsfällen das Kennzeichen für die Flankenschutzsuche verzögert, vorzugsweise erst beim Eintreten des Verschlusses, in Sonderfällen bei entsprechender Lage im Spurplan dagegen schon zeitlich bevorzugt, vorzugsweise bei Auswahl der Fahrstraße, an die benachbarten Schutzweichen abgegeben wird. Umgekehrt sind die Relaissätze der Kreuzung zweckmäßig derart eingerichtet, daß von ihnen in normalen Anordnungsfällen das Kennzeichen für die Flankenschutzsuche schon zeitlich bevorzugt, vorzugsweise bei Auswahl der Fahrstraße, in Sonderfällen bei entsprechender Lage im Spurplan dagegen verzögert. vorzugsweise erst bei Eintreten des Verschlusses, an die benachbarten Schutzweichen. abgegeben wird. Der ordnungsgemäße Flankenschutz kommt dann dadurch zustande, daß das bei einer doppelseitig beanspruchten Schutzweiche später eintreffende Kennzeichen für die Flankenschutzsuche in an sich bekannter Weise zum hinter dieser Weiche liegenden Flankenschutzglied durchgeschaltet wird.
  • Fig. 1 bis 4 zeigen mehrere mögliche Anwendungsbeispiele der Erfindung.
  • In Fig. 1 ist ein Ausschnitt aus einem Gleisplan dargestellt, der eine über die Weichen W 1 und W 5 sowie die Kreuzung K1 verlaufende Fahrstraße enthält, zu der die doppelseitig beanspruchten Schutzweichen W 2 und W 4 sowie die hinter der Weiche W 2 liegende Schutzweiche W 3 gehören.
  • Fig. 2 gibt Ausschnitte aus den Relaissätzen der Weiche W 2, der Kreuzung K 1 und der Weiche W 1 wieder, welche die nach der Erfindung ausgestalteten Stromkreise der Flankenschutzsuche enthalten und nur so weit dargestellt sind, wie es zum Verständnis der Erfindung erforderlich ist. Die Schaltung im Relaissatz der Kreuzung K 1 ist so eingerichtet, daß das Kennzeichen für die Flankenschutzsuche an die Weiche W2 schon abgegeben wird, bevor das gleiche Kennzeichen vom Relaissatz der Weiche W 1 an die Weiche W2 gelangt, so daß diese immer in die bevorzugte (in Fig. 1 stark gezeichnete) Lage gestellt wird, sofern die in Fig. 1 angedeutete Fahrstraße eingestellt wird. In gleicher Weise wird auch die Weiche W4 gesteuert; die hierzu erforderlichen Stromkreise sind nicht dargestellt, da die vollständig denjenigen für die Steuerung der Weiche W 2 dargestellten gleichen.
  • Die aus den Relaissätzen der Kreuzung K1 und der Weiche W 1 dargestellten Ausschnitte sind unter sich gleich; sie enthalten je einen Kontakt FZSK11 bzw. FIS11, die zu nicht dargestellten Flankenschutzstellrelais gehören, je einen Kontakt FSK 11 bzw. FS 11, die zu nicht dargestellten Fahrstraßenstellrelais gehören, und j e einen Kontakt FVK 11 bzw. FV 11, die zu nicht dargestellten Verschußrelais gehören. Beim Einstellen einer Fahrstraße wird in bekannter Weise in jedem Relaissatz zuerst das Fahrstraßenstellrelais und anschließend oder auch gleichzeitig das Flankenschutzstellrelais eingeschaltet; befindet sich das entsprechende Spurplanglied in der für die Fahrstraße erforderlichen Lage, so kommt anschließend das Verschlußrelais zur Wirkung und verhindert weitere Betätigungen, bis die einzustellende Fahrstraße wieder aufgelöst ist. Im Relaissatz der Weiche W2 ist ein Weichenstellrelais WS2 dargestellt, welches in nicht gezeichneten Stromkreisen das Umstellen dieser Weiche bewirkt; ferner ist ein Prüfrelais WLP2 mit einem Kontakt WLP21 dargestellt, welches die Weichenlage prüft und bei seinem Ansprechen das Relais WS2 abschaltet. Zwei weitere Kontakte WL21 und WL 22 sind in beliebiger, an sich bekannter Weise von der Weichenlage abhängig. Sie sind in Fig. 2 so dargestellt, daß sich die Weiche W2 in einer Lage entgegen derjenigen Lage befindet, die sie nach Fig. 1 einnehmen soll.
  • Bei der Auswahl der in Fig. 1 stark ausgezogenen dargestellten Fahrstraße laufen folgende für die Erfindung wesentliche Schaltvorgänge ab: Zunächst werden in den Relaissätzen der Kreuzung K1 und der Weiche W 1 durch die nicht dargestellten Fahrstraßenstellrelais die Kontakte FSK 11 und FS 11 und anschließend durch die ebenfalls nicht dargestellten Flankenschutzstellrelais die Kontakte FZSK11 und FZS11 geschlossen. Dadurch bildet sich ein Stromweg für das Weichenstellrelais WS2 im Relaissatz der Weiche W2 über die Kontakte WLP21, WL21, FZSK 11, Brücke x-x und Kontakt FSK 11, so daß das Relais WS2 anspricht und das Umstellen der Weiche W2 in die in Fig. 1 gezeichnete Lage bewirkt. Dabei werden auch die Kontakte WL 21 und WL 22 entgegen ihrer gezeichneten Lage umgestellt, so daß nunmehr über Kontakt FSK11, Brücke x-x und Kontakte FISK11 und WL21 das Relais WLP2 anspricht und seinen Kontakt WLP21 umlegt. Das Schließen der Kontakte FIS 11 und FS11 im Relaissatz der Weiche W1 kommt jedoch noch nicht zur Wirkung, da hier die Brücke 3,-y fehlt und der Kontakt FV11 offen ist.
  • Ist die Auswahl der gesamten Fahrstraße beendet, so werden in bekannter Weise die Verschlußrelais in den einzelnen Relaissätzen nacheinander wirksam; dadurch werden auch die -Kontakte FVK 11 und FV 11 geschlossen. Während das Schließen des Kontaktes FVK 11 ohne Wirkung bleibt, stellt das Schließen des Kontaktes FV11 einen Stromweg her, der über die Kontakte FLS11, WL22 und WLP21 zum Relaissatz der Weiche W 3 weitergeschaltet wird und diese Weiche in die in Fig. 1 dargestellte Lage bringt. Die Weiche W3 übernimmt dadurch den Flankenschutz für die Weiche W l. Die Weiche W 2 kann von dem zuletzt genannten Stromweg nicht mehr beeinflußt werden, da das Relais WLP2 bereits angesprochen hat und das Relais WS2 nicht mehr zur Wirkung kommen kann. Die eingelegte Brücke x-x im Relaissatz der Kreuzung K 1 gibt das Schaltkennzeichen zur bevorzugten Abgabe eines Kennzeichens für die Flankenschutzsuche bei der Weiche W2.
  • In Fig. 3 und 4 sind zwei weitere Anordnungsfälle dargestellt. In Fig. 3 ist die Weiche W 6 von den Kreuzungen K2 und K3 aus doppelseitig beansprucht; sie muß in die bevorzugte, stark gezeichnete Lage gestellt werden. Dazu gibt die Kreuzung K2 zeitlich bevorzugt ein Kennzeichen für die Flankenschutzsuche ab (Brücke x-x ist eingelegt), während die Kreuzung K3 dieses Kennzeichen erst bei Eintreten des Verschlusses abgibt. In Fig. 4 ist die Weiche W 11 von der Weiche W 9 und der Weiche W10 aus doppelseitig beansprucht. Hier gibt die Weiche W 9 bevorzugt das Kennzeichen ab und erst später die Weiche W10; dieses wird über die Weiche W12 zur Weiche W 11 übertragen. Von dieser wird es weiter zum dahinterliegenden Flankenschutzglied durchgeschaltet, da die Weiche W 11 vorher bereits in die bevorzugte, stark gezeichnete Lage gestellt worden ist.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Schaltung für Stellwerke mit elektrischen Verschlüssen, insbesondere für Spurplanstellwerke, mit selbsttätiger Flankenschutzsuche, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaltung bestimmter Spurplanglieder (z. B. Kreuzung K 1 in Fig. 1, Kreuzung K2 in Fig. 3, Weiche W9 in Fig. 4) derart eingerichtet ist, daß diese Spurplanglieder entsprechend ihrer Lage im Spurplan beim Einstellen einer Fahrstraße das Kennzeichen für die Flankenschutzsuche zeitlich bevorzugt gegenüber anderen im Fahrweg liegenden Spurplangliedern (z. B. Weichen W 1 und W 5 in Fig. 1, Weiche W8 und Kreuzung K3 in Fig. 3, Weiche W 10 in Fig. 4) abgeben können, um Schutzweichen (Weichen W 2 und W 4 in Fig. 1, Weichen W 6 und W 7 in Fig. 3, Weiche W 11 in Fig. 4), welche von derselben Fahrstraße doppelseitig beansprucht werden, in eine bestimmte, vom zuerst eintreffenden Kennzeichen für die Flankenschutzsuche abhängige Lage zu stellen.
  2. 2. Schaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Relaissätze der Weichen derart eingerichtet sind, daß von ihnen in normalen Anordnungsfällen (Fig. 1, Weichen W 1 und W 5) das Kennzeichen für die Flankenschutzsuche verzögert, vorzugsweise erst beim Eintreten des Verschlusses, in Sonderfällen bei entsprechender Lage im Spurplan (Weiche W 9 in Fig. 4) dagegen schon zeitlich bevorzugt, vorzugsweise bei Auswahl der Fahrstraße, an die benachbarten Schutzweichen abgegeben wird.
  3. 3. Schaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Relaissätze der Kreuzungen derart eingerichtet sind, daß von ihnen in normalen Anordnungfällen (Fig. 1, Kreuzung K l) das Kennzeichen für die Flankenschutzsuche schon zeitlich bevorzugt, vorzugsweise bei Auswahl der Fahrstraße, in Sonderfällen bei entsprechender Lage im Spurplan (Kreuzung K3 in Fig. 3) dagegen verzögert, vorzugsweise erst beim Eintreten des Verschlusses, an die benachbarten Schutzweichen abgegeben wird.
  4. 4. Schaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das bei einer doppelseitig beanspruchten Schutzweiche (z. B. Weiche W 2 in Fig. 1) später eintreffende Kennzeichen für die Flankenschutzsuche in an sich bekannter Weise zum hinter dieser Weiche liegenden Flankenschutzglied (z. B. Weiche W3 in Fig. 1) durchgeschaltet wird.
  5. 5. Schaltung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß zur zeitlich bevorzugten Abgabe eines Kennzeichens für die Flankenschutzsuche Brücken (x-x, Fig. 2) in den Relaissätzen bestimmter kennzeichenabgebender Spurplanglieder vorgesehen sind.
  6. 6. Schaltung nach den Ansprüchen 1 bis 3 und 5, in welcher im Regelfall das Kennzeichen für die Flankenschutzsuche erst beim Eintreten des Verschlusses abgegeben wird, dadurch gekennzeichnet, daß eine Brücke (x-x, Fig.2) für die bevorzugte Kennzeichenabgabe einen noch offenen Kontakt (FVK11) des Verschlußrelais überbrückt.
  7. 7. Schaltung nach Anspruch 1 bis 3, 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß in dem über die Brücke (x-x, Fig. 2) verlaufenden Stromkreis ein Kontakt (FSK 11) des Fahrstraßenstellrelais angeordnet ist.
DEL26377A 1956-12-06 1956-12-06 Schaltung fuer Stellwerke mit elektrischen Verschluessen, insbesondere fuer Spurplanstellwerke Pending DE1067843B (de)

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DE (1) DE1067843B (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1116715B (de) 1958-02-04 1961-11-09 Standard Elektrik Lorenz Ag Schaltungsanordnung fuer die Gewaehrleistung von Flankenschutz bei Stellwerken

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1116715B (de) 1958-02-04 1961-11-09 Standard Elektrik Lorenz Ag Schaltungsanordnung fuer die Gewaehrleistung von Flankenschutz bei Stellwerken

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