DE1064451B - Gewinnungsgeraet zum Loesen von Kohle od. dgl. mit an dem Abbaustoss entlanggezogenem drehbarem Schneidkoerper - Google Patents
Gewinnungsgeraet zum Loesen von Kohle od. dgl. mit an dem Abbaustoss entlanggezogenem drehbarem SchneidkoerperInfo
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- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E21—EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
- E21C—MINING OR QUARRYING
- E21C27/00—Machines which completely free the mineral from the seam
- E21C27/02—Machines which completely free the mineral from the seam solely by slitting
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- Apparatuses For Bulk Treatment Of Fruits And Vegetables And Apparatuses For Preparing Feeds (AREA)
Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES Mfc«®S. PATENTAMT
kl. 5 b $$
INTERNAT. KL. E 21 C
AUSLEGESCHRIFT 1064 451
sue
H26325VI/5b
ANMKLDETAG: 18.FEBRUAR 1956
BEKANNTMACHUNG
DER ANMELDUNG
UND AUSGABE DER
AUSLEGESCHRIFT: 3. SEPTEMBER 1959
UND AUSGABE DER
AUSLEGESCHRIFT: 3. SEPTEMBER 1959
Schrämend arbeitende Kohlegewinnungseinrichtungen besitzen alle einen besonderen Antrieb für die
umlaufenden Schräm werkzeuge durch einen besonderen Motor oder durch eine endlos umlaufende
Kette, die in der Gewinnungseinrichtung um entsprechende Antriebsräder geführt ist.
Auch bei den hobelnd arbeitenden Gewinnungseinrichtungen sind Ausführungen bekanntgeworden,
die durch besonderen Antrieb die Hobelschneiden aktivieren.
Gewinnungsgeräte mit einem Schneidkörper, der aus einer drehbaren Gewinnungstrommel besteht und
an dem die Schneidwerkzeuge geneigt zur Vorschubrichtung des Gerätes angeordnet sind, wobei diese
aus der Trommelebene heraustreten, sind bekannt (britische Patentschrift 321 788). Auch bei diesem
Gerät wird die Schneidtrommel jedoch angetrieben und greift stets nur ein Teil der umlaufenden Schneidwerkzeuge
in den Abbaustoß ein.
Außerdem ist es bei einer am Stoß längs hin- und hergezogenen Gewinnungseinrichtung bekannt, die
auf dieser angeordnete Schrämvorrichtung durch das rücklaufende Trum des Zugmittels anzutreiben
(deutsche Patentanmeldung C 988 VI/5 b, bekanntgemacht am 13. 8. 1953). Bei dieser Einrichtung sind
zwei Trume im Streb längs verlegt. Das eine Trum ist fest mit dem Maschinengestell verbunden, während
das andere Trum über Räder, die im Maschinengestell angeordnet sind, geführt ist, wobei diese Räder Lösewerkzeuge
antreiben. Wird diese Maschine am Stoß hin- und herbewegt, so werden durch das über die
Räder geführte Trum diese in Drehung versetzt.
Demgegenüber befaßt sich die vorliegende Erfindung mit einer Gewinnungseinrichtung, welche
ähnlich wie ein Hobel am Stoß längs hin- und hergezogen wird, jedoch eine schrämend wirkende Einrichtung
besitzt, deren Antrieb durch den vom Mineral auf die Lösewerkzeuge ausgeübten Druck
erfolgt, wobei die Lösewerkzeuge vorzugsweise um eine Drehachse beweglich angeordnet sind. Die schrämende
Einrichtung nach der Erfindung besitzt also keinen unmittelbaren Antrieb. Die an einem drehbaren
Gewinnungsgestell in Schrägstellung hintereinanderfolgend befestigten Schneidwerkzeuge besitzen
eine derart geneigt zur Vorschubrichtung des Gerätes angeordnete, aus der Gestellebene heraustretende
Schneidbrust, daß das Schneidgerät allein durch die infolge der Vorwärtsbewegung der Gewinnungseinrichtung
auf die Schneidbrust ausgeübte schräge Kraftkomponente ohne besonderen Antrieb in
eine ständig gleichgerichtete Drehbewegung versetzt wird.
Es sind nun Abbau- oder Gewinnungsvorrichtungen bekanntgeworden, die aus sternförmigen, um ein Zug-Gewinnungsgerät
zum Lösen
von Kohle od. dgl. mit an dem Abbaustoß
entlanggezogenem drehbarem
Schneidkörper
Anmelder:
Dr.-Ing. Hans-Joachim von Hippel,
Lünen (Westf.), Mühlenkamp 12
Lünen (Westf.), Mühlenkamp 12
Dr.-Ing. Hans-Joachim von Hippel, Lünen (Westf.),
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
seil angeordneten Schrämpicken bestehen (s. deutsche Patentschrift 142 004). Soweit hierbei die Schrämwerkzeuge
fest mit dem Seil verbunden sind, können sie sich überhaupt nicht drehen, es sei denn durch eine
Drallbewegung des Seiles oder durch eine schraubengangförmig gewundene Ausbildung der Fräser (s.
deutsche Patentschrift 203 014), welche aber wegen der Haltbarkeit des Seiles unerwünscht ist. Soweit
mit Schrämpicken versehene Sterne frei drehbar in der Seillängsrichtung angeordnet sind (s. deutsche
Patentschrift 604 750), greifen sie nur mit einem Teil der Werkzeuge in den Abbaustoß ein und erzeugen
darin normalerweise nur Riefen. Nur wenn eine Schneide einseitig auf eine härtere Stelle im Stoß
trifft, weicht der Schneidkopf durch eine geringfügige Drehbewegung seitlich aus. Da sämtliche Schneidpicken
allein in Schneidrichtung angeordnet sind, kann auf sie durch den Schneiddruck keine Drallkraft
ausgeübt werden. Eine ständige, gleichmäßige Drehbewegung können sie somit nicht ausführen. Diese
Einrichtungen sind also nicht vergleichbar mit der ständig gleichgerichteten Bewegung, wie sie erfindungsgemäß
erzeugt wird.
Die Zeichnung zeigt ein Ausführungsbeispiel, in
Abb. 1 in der Vorschubrichtung gesehen,
Abb. 2 im Grundriß gesehen.
Die Gewinnungseinrichtung läuft wie üblich zwischen dem Stoß und dem Förderer 9, gezogen von
einer Kette oder Seil 7, deren rücklaufendes Trum 8 in bekannter Art durch die Gewinnungseinrichtung
leer durchläuft. Die Gewinnungseinrichtung besitzt Verlagerungen 1 für die Achse 2, auf der das mit
Messern oder Picken 4 besetzte Schneidgestell 3 sowie die Auswerfertrommel 5 läuft. Bodenmesser 6 nehmen
in bekannter Weise einen von dem Schneidgestell etwa nicht weggenommenen Packen auf.
Es ist nicht notwendig, daß die Lösewerkzeuge eine umlaufende Bewegung ausführen. Sie können bei
anderer Verlagerung beliebig andere Bewegungen machen, jedoch ist diese Bewegung eine ständig
gleichgerichtete bezüglich des Schneidens des Minerals.
Durch die Schrägstellung der Lösewerkzeuge 4, wie sie in beiden Abbildungen zu sehen ist — 4' zeigt als
Erläuterung eine entgegengesetzte Schrägstellung —, wird der in Vorschubrichtung wirkende, durch das
Zugmittel 7 erzeugte Druck beim Eingriff in das Mineral in eine Kraftkomponente aufgespalten, welche
tangential zur Achse 2 liegt und das Lösewerkzeug aus dem Stoß herauszudrehen bemüht ist. Diese Kraft
wächst mit der Härte des zu lösenden Minerals. Da die Anordnung der Lösewerkzeuge nun so getroffen
ist, daß bereits vor dem Ausweichen bzw. Heraustreten eines Werkzeuges aus dem Stoß ins Freie ein
oder mehrere andere Werkzeuge wieder in den Stoß arbeitend eingedrungen sind — indem die auf das
austretende Werkzeug ausgeübten Kräfte die eben freien Werkzeuge in den Stoß drücken —, ergibt sich
ein fortlaufender Umlauf. Als Ergebnis dieses Lösevorganges entsteht im Stoß in Streblängsrichtung
eine von den Werkzeugen eingerissene Schraubenlinie, deren Steigung um so kleiner ist, je härter das
Mineral ist, wobei natürlich die Art der Ausbildung der Werkzeuge und das Maß ihrer Schrägstellung
sowie die Vorschubgeschwindigkeit der Gewinnungseinrichtung von Bedeutung sind.
Durch die Vielzahl der Lösewerkzeuge und die sich automatisch einstellende Drehgeschwindigkeit ergibt
sich eine Schnittiefe des einzelnen Werkzeuges, die bedeutend kleiner ist als die eines rein schälend
arbeitenden Gerätes. Damit sinkt der Kraftaufwand. Das Auslaufen und Verkanten der Gewinnungseinrichtung
wird vermieden, und der Lösevorgang wird weitgehend unabhängig von der Härte der Kohle, so
daß die Notwendigkeit, besondere Führungen an dem Förderer anzubringen, verringert wird.
Die Drehrichtung der Trommel ist so gewählt, daß die Oberseite zum Förderer hinläuft, was durch die
Schrägstellung der Lösewerkzeuge erreicht wird, wie sie im Grundriß gezeigt ist. Zwischen den die Lösewerkzeuge
4 tragenden Gestellen 3 kann eine mit Auswerfern 5 besetzte Trommel angeordnet werden, die
von den werkzeugtragenden Gestellen angetrieben wird. Hierbei kann alles starr miteinander verbunden
werden, indem alle Teile auf der gleichen Achse angeordnet sind. Durch die Anordnung der Lösewerkzeuge
am Umfang eines umlaufenden kegelförmigen Gestelles erübrigt sich eine Schrägstellung der Einrichtung,
wie es beim Hobel üblich ist. Diese Schrägstellung kann aber zusätzlich angeordnet werden,
damit die jeweils in Vorschubrichtung rückwärtige Löseeinrichtung vom Stoß freikommt. Wenn, wie gezeichnet,
das Zugmittel 7 in Achsrichtung 2 an der Gewinnungseinrichtung angreift, können sich von den
Lösewerkzeugen herrührende Verkantungskräfte nicht mehr auf die Gewinnungsvorrichtung 1 auswirken,
sondern sie verursachen lediglich eine Änderung der Geschwindigkeit. Es ist des weiteren möglich, mehrere
Lösewerkzeuge in Vorschubrichtung hintereinander anzuordnen. Es ist natürlich möglich, durch Einbau
eines Triebwerkes die Auswerfertrommel 5 mit größerer oder kleinerer Geschwindigkeit laufen zu lassen
als sie der des die Lösewerkzeuge tragenden Gestelles 3 entspricht. Man kann die Auswerfertrommel
auch ganz weglassen und ihre Funktion durch die in Vorschubrichtung jeweils rückwärtigen Lösewerkzeuge übernehmen lassen. Die Anordnung weiterer
fest im Maschinengestell 1 angeordneter Lösewerkzeuge, insbesondere bei größeren Flözmächtigkeiten,
ist möglich. Es ist zweckmäßig, die Befestigung der
ίο Lösewerkzeuge 4 an dem sie haltenden Gestell radial
verstellbar auszubilden.
Die beschriebene Vorrichtung ist auch zum Erweitern von Bohrlöchern anwendbar, insbesondere,
wenn das Bohrloch oval zu erweitern ist, da dann nur jeweils ein Teil der Lösewerkzeuge im Eingriff steht,
bedarf die Einrichtung nur eines Haspels zum Durchziehen durch das Bohrloch. Der die Drehachse haltende
Körper wird dann mit einer Spreizeinrichtung versehen, die sich an die gegenüberliegende Bohrlochwandung
anlegt.
Da die Lösewerkzeuge bei zu großem Widerstand infolge ihrer Drehbewegung ausweichen können, ist es
möglich, derartige Gewinnungseinrichtungen rascher vorzuziehen als beispielsweise einen Hobel, so daß
bei gleicher zugeführter Leistung die Gewinnungsleistung wächst.
Claims (3)
1. Gewinnungsgerät zum Lösen von Kohle oder anderen Mineralien mit an dem Abbaustoß entlanggezogenem,
drehbarem Schneidkörper, der nur mit einem Teil seines mit Schneidwerkzeugen besetzten
Umfanges schrämend in den Abbaustoß eingreift, dadurch gekennzeichnet, daß die an
einem drehbaren Gewinnungsgestell (3) in Schrägstellung hintereinanderfolgend befestigten Schneidwerkzeugen
(4) eine derart geneigt zur Vorschubrichtung des Gerätes angeordnete, aus der Gestellebene
heraustretende Schneidbrust aufweisen, daß das Schneidgestell (3) allein durch die infolge der
Vorwärtsbewegung auf die Schneidbrust ausgeübte schräge Kraftkomponente ohne besonderen
Antrieb in eine die Schneidwerkzeuge (4) in den Stoß hineindrückende, das Mineral lösende, ständige,
gleichgerichtete Drehbewegung versetzbar ist.
2. Gewinnungsgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mit dem drehbaren Schneidgestell
(3) das gelöste Mineral einem Förderer zuführende Auswerfer (5) verbunden sind.
3. Gewinnungsgerät nach den Ansprüchen 1 und 2, gekennzeichnet durch eine derartige Schrägstellung
der Schneidwerkzeuge (4), daß das mit den Schneidwerkzeugen (4) besetzte drehbare
Schneidgestell (3) in Richtung zum Förderer hin drehbar ist.
4. Gewinnungsgerät nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Schneidwerkzeuge
(4) auf dem Schneidgestell (3) radial
verstellbar angeordnet sind.
5. Gewinnungsgerät nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das die Schneidwerkzeuge
(4) tragende Gestell (3) Kegelform hat.
6. Gewinnungsgerät nach den Ansprüchen 1 bis 5 mit je einem besonderen Schneidkopf für
jede Vorschubrichtung, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Schneidköpfe (3, 4) starr miteinander
verbunden und drehbar auf einer Achse (2)
vorzugsweise unter Zwischenmit Auswerfern (5) versehenen
verlagert sind,
Schaltung einer
Trommel.
Schaltung einer
Trommel.
7. Gewinnungsgerät nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß in jeder Vorschubrichtung
mehrere Schneidwerkzeuge (4) hintereinander angeordnet sind.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 142 004, 203 014, 750;
französische Patentschriften Nr. 1 038 050, 509;
britische Patentschrift Nr. 321 788; USA.-Patentschrift Nr. 2 049 172.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 909 610/7 8. 59
ZEICHNUNGEN BLATT 1
Abb./
Abb. 2
. E2 1CL
AUSGABETAG: 3. SEPTEMBER 1959
z f/zi
INTERNAT. KL. E 21 C
909 610/7
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEH26325A DE1064451B (de) | 1956-02-18 | 1956-02-18 | Gewinnungsgeraet zum Loesen von Kohle od. dgl. mit an dem Abbaustoss entlanggezogenem drehbarem Schneidkoerper |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEH26325A DE1064451B (de) | 1956-02-18 | 1956-02-18 | Gewinnungsgeraet zum Loesen von Kohle od. dgl. mit an dem Abbaustoss entlanggezogenem drehbarem Schneidkoerper |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1064451B true DE1064451B (de) | 1959-09-03 |
Family
ID=7150252
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEH26325A Pending DE1064451B (de) | 1956-02-18 | 1956-02-18 | Gewinnungsgeraet zum Loesen von Kohle od. dgl. mit an dem Abbaustoss entlanggezogenem drehbarem Schneidkoerper |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1064451B (de) |
Citations (7)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE203014C (de) * | ||||
| DE142004C (de) * | ||||
| GB321788A (en) * | 1928-10-10 | 1929-11-21 | George Arthur Hirst | Improvements relating to coal cutting machines |
| DE604750C (de) * | 1932-06-13 | 1934-10-27 | Louis Fillipp Gerdetz | Schraemseil mit in Abstaenden angeordneten Schraemwerkzeugen |
| US2049172A (en) * | 1933-12-22 | 1936-07-28 | Sullivan Machinery Co | Mining apparatus |
| FR1038050A (fr) * | 1951-06-04 | 1953-09-24 | Houilleres Bassin Du Nord | Procédé d'abatage, en particulier pour l'abatage du charbon dans les mines |
| FR1074509A (fr) * | 1950-06-05 | 1954-10-06 | Outillage et méthodes pour l'exécution de tracages activés et pour l'abatage en veines pentées à plus de 45 deg. |
-
1956
- 1956-02-18 DE DEH26325A patent/DE1064451B/de active Pending
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