DE2059565C3 - Vorrichtung zum radialen Verstellen der Werkzeuge einer Schälmaschine - Google Patents
Vorrichtung zum radialen Verstellen der Werkzeuge einer SchälmaschineInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum radialen Verstellen der Werkzeuge des als Hohlwelle
ausgebildeten Messerkopfes einer Schälmaschine, wobei die Schneidmesserhalter in einer Ebene
angeordnet und über eine in etwa gleicher Ebene angeordnete, Konusflächen aufweisende, axial verstellbare
Hülse radial zum Werkstück anstellbar sind.
Von der Industrie wird immer mehr die Forderung erhoben, daß bei den Schälmaschinen für die Oberflächenbearbeitung
von Stranggut bzw. deren Abschnitte wie Stangen oder Rohre ein möglichst großer Durchmesserbereich beherrscht werden kann, damit
diese Maschinen für die Bearbeitung von Werkstücken mit den verschiedensten Durchmessern geeignet
sind, wobei allerdings Bedingung ist, daß die Hohlwellenlagerung möglichst schwingungsarm bzw.
nicht schwingungsanfachend sein soll. Müssen auf derartigen Maschinen Werkstücke mit großem
Durchmesser geschält werden, was entsprechend große Zerspanungskräfte erfordert, so ist es notwendig,
daß die beim Schneidvorgang auftretenden Rückstellkräfte der Messer bzw. deren Halter auf
kürzestem Wege in das Maschinenbett eingeleitet werden.
Ls ist bereits eine Vorrichtung der eingangs Renannten
Art bekannt, bei der für die axiale Verschiebung der Verstellhülse eines der beiden Haupt lager
des" umlaufenden Werkzeugkopfes herangezogen
wird. Hierbei sind der innenring des Haupthiiiers
drehfest mit der Verstellhülsc und dessen Außenring drehfest mit einem im Maschinenbett axial verschiebbaren
Ring verbunden. Die Verstellmittel für die Axialverschiebung der Verstellhülse greifen an dem
Außenring des Hauptlagers bzw. an dem mit diesem drehtest verbundenen Ring an.
Bei dieser Vorrichtung spart man zwar ein besonderes Verschiebelager für die Verstellhülse ein, muß
aber verschiedene Nachteile dafür in Kauf nehmen. Einmal ist die Kragweite der Verstellhülse ziemlich
groß und zum anderen ist eine schwingungsarme Lanerung der Hohlwelle bzw. des Werkzeugkopfes
nicht mehr gegeben, wenn man bei dieser Schälmaschine einen großen Durchmesserbereich bestreichen
will, weil das einen entsprechend großen Verschiebeweg dieses Lagers voraussetzen würde. Dadurch vird
aber die Schwinglänge, d. h. der Abstand der Abstützpunkte der Hohlwelle stetig verändert und kann
damit zu Schwingungsanfachungen führen. Außerdem ist der Weg für die Rückstellkräfte der Schneidmesser
unerwünscht lang (deutsche Patentschrift I 188413).
Ziel der Erfindung ist es, die Vorrichtung so auszubilden, daß ohne Beeinflussung der Lagerung für
den als Hohlwelle ausgebildeten Messerkopf ein großer Durchmesserbereich bei der Schälmaschine beherrscht
und die Rückstellkräfte der Schneidmesser auf einem kurzen Weg über eines der beiden Hauptlager
der Hohlwelle in das Maschinenbett geleitet werden können.
Dieses Ziel wird nach dem erfindungsgemäßen Vorschlag dadurch erreicht, daß die Ebene der
Schneidmesserhalter und die Ebene der innerhalb der Hohlwelle angeordneten Verstellhülse in etwa mit
der Ebene des vorderen Stützlagers der Hohlwelle zusammenfällt.
Es ist zwar schon bekannt, bei Drehautomaten mit mehreren, unabhängig voneinander verstellbaren
Werkzeugen, die zur Verstellung eingesetzten Verstellkeile etwa im Bereich des vorderen Stützlagers
anzuordnen (schweizerische Patentschriften 330 217 und 481 704). Durch diese Maßnahme allein ist aber
die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe, nämlich die Rückstellkräfte der Schneidmesser auf kurzem
Wege in das Maschinenbett einzuleiten, noch nicht gelöst, da die Schneidebene nach wie vor relativ
weit von der Stützebene entfernt ist. Die am Schneidmesser einwirkende Rückstellkraft wird demnach
über einen großen Hebelarm auf das Hauptlager übertragen. Hierdurch ergeben sich große Biegemomente,
die im Falle der genannten Vorrichtungen noch von Drehmomenten überlagert werden. Wegen
der damit verbundenen Schwingungsgefahr können mit diesen Drehautomaten nur Werkstücke mit verhältnismäßig
kleinen Durchmessern bearbeitet werden. Erst durch die erfindungsgemäße Verlegung
eines der Hauptlager in den Bereich der Schneidebene und die damit verbundene direkte Abstützung
der Schneidmesser über die Verstellhülsen war es möglich, eine schwingungsarme Verstellvorrichtung
für die Bearbeitung dickerer Werkstücke mit großem Durchmesserbereich zu schaffen.
Bei den genannten Drehautomaten erfolgt die Ver-
stellung der Keile über Zug- und Druckstangen, die die Verstellhülse 9 während des Betriebes axial vermit
dem !nnenring eines Lagers verbunden sind, wel- stellen zu können, trügt der Außenring 11 b des Ladies
zwischen den heiden Stu^lagern der Hohlwelle gers Il mehrere Spindelmuttern 13, die uter den
drehfest mil dieser, jedoch axial verschiebbar an- Umfang gleichmäßig verteilt angeordnet sind und dereordnei
ist. Die Drehstähle werden hierbei durch 5 ren Innengewinde mit dem Außengewinde 14« von
nicht dargestellte Mittel einzeln angestellt. Durch die Spindeln 14 im Eingriff steht, die drehbar, aber axial
Weiterbildung der Erfindung gemäß Anspruch 2 soll unverschiebbar im Maschinenbett gelagert sind. Jede
in vorteilhafter Weise erreicht werden, daß die dieser Spindeln 14 trägt außerdem ein drehfest mit
Schneidmesser gleichzeitig und mit zwei Geschwin- ihr verbundenes Ritzel 15, die alle mit einem Zahndigkeiten
angestellt werden können, wobei der io kranz 16 im Eingriff stehen, der lose drehbar im Maschnelle
Gang für eine rasche Umstellung auf einen schinenbett gelagert ist. Auf einer dieser Spindeln ist
anderen Werkstoffdurchmesser und der langsame ein Zahnrad 17 drehfest aufgesetzt, das entweder
Hang für das Nachstellen der Messer bei zu starker über die Teile 18, 19, 20, 21, 22 und 23 des Zwi-Ahnutzung
der Schneiden vorgesehen ist. schentriebes mit dem Antriebsmotor 24 oder über
Die F i g. 1 bis 3 zeigen ein Ausführungsbeispiel 15 die Teile 18, 25, 26, 27, 28, 29, 22 und 23 mit dem
der Erfindung in Anwendung bei einer Schälma- Antriebsmotor 24 verbunden werden kann. Der aus
chine für Stangen oder Rohre, wobei die den Teilen 18,19,20,21 bestehende Zwischentrieb ist
F i g. 1 den als Hohlwelle ausgebildeten Messer- als Schnellgang, der aus den Teilen 18, 25, 26, 27, 28
.iipf und teilweise das Maschinenbett in einem und 29 bestehende Zwischentrieb ist als Schleichgang
Längsschnitt wiedergibt; 20 ausgebildet, um einmal die Schälmesser 6 sehr
Fig. 2 und 3 veranschaulichen die Ausbildung schnell auf einen anderen Durchmesser und zum an-
UiK! Anordnung des Zwischentriebes Ft die Axial- deren die Schälmesser während des Bearbeitungsvor-
·, einteilung des Lagers bzw. für die Verschiebung der ganges exakt nachstellen zu können, wenn die
\ erstellhülse, wobei die Fig. 3 ein Schnitt nach der Schneiden abgenutzt sind, damit der gewünschte
ί inie/l-ß von Fig. 2 ist. a5 Enc*durchmesser beim Schälgut ein ehalten werden
Mit 1 ist das Maschinenbett bezeichnet, in dem der kann. Um die beiden Ritzel 21 und 29 drehfest mit
;tls Hohlwelle 2 ausgebildete Messerkopf mittels der der Welle 22 a des Schneckenrades 22 verbinden zu
hjiden Lager 3 und 4 drehbar gelagert ist. Das Werk- können, sind auf der Welle 22a zwei drehfest mit ihr
^lüek 5 wird vor den Schälmesscrn 6 durch nicht dar- verbundene Magnet-Zahnkupplungen 30 und 31 voryesielltc
Rollen, innerhalb der Hohlwelle 2 durch die 30 gesehen, durch weiche die lose drehbar auf der Welle
Rollen 7 abgestützt, von denen in zwei hintereinan- 22 angeordneten Ritzel 21 und 29 drehfest mit der
derliegenden Ebenen jeweils drei über den Umfang Welle 22 verbunden werden können. Der Antrieb der
des Werkstücks verteilt angeordnet sein können. Hohlwelle 2 erfolgt über die Verzahnung 2a durch
Diese Rollen sind bekannterweise sowohl einzeln als einen nicht dargestellten Zwischentrieb mit Regelmoauch
gemeinsam radial zum Werkstück einstellbar. 35 tor. Die Messerhaiter 8 sind in nicht dargestellter
Zum Verstellen der Messer 6 bzw. deren Halter 8 Weise derart mit der Verstellhülse 9 verbunden, daß
dient eine Verstellhülse 9, die mit einer Konusfläche sie sich, falls die Verstellhülse nr.ch rechts bewegt
9« versehen ist, an der sich die Messerhalter 8, von wird, gemeinsam radial nach außen bewein,
denen nur einer dargestellt ist, mit einer entsprechen- Wenngleich im Ausführungsbeispiel die Anwenden Konusfläche 8 a abstützen. Die Verstellhülse 9 4& dung der Vorrichtung nach der Erfindung bei einer ist etwa im Bereich des vorderen Stützlagers 4 inner- Schälmaschine gezeigt worden ist, so kann auch bei halb der Hohlwelle 2 angeordnet und über Zug- bzw. anderen Maschinen, beispielsweise bei Maschinen für Druckstangen 10 mit dem Innenring Il α des Lagers die Endbearbeitung von Stangen und Rohren (Anfall verbunden, der durch Keile 12 drehfest mit der sen, Entgraten, Gewindeschneiden) oder bei ähnli-Hohlwell«: 2 verbunden, aber uxial verschiebbar auf 45 chen Bearbeitungsvorgängen die Vorrichtung Andieser angeordnet ist. Um das Lager 11 und damit wendung finden.
denen nur einer dargestellt ist, mit einer entsprechen- Wenngleich im Ausführungsbeispiel die Anwenden Konusfläche 8 a abstützen. Die Verstellhülse 9 4& dung der Vorrichtung nach der Erfindung bei einer ist etwa im Bereich des vorderen Stützlagers 4 inner- Schälmaschine gezeigt worden ist, so kann auch bei halb der Hohlwelle 2 angeordnet und über Zug- bzw. anderen Maschinen, beispielsweise bei Maschinen für Druckstangen 10 mit dem Innenring Il α des Lagers die Endbearbeitung von Stangen und Rohren (Anfall verbunden, der durch Keile 12 drehfest mit der sen, Entgraten, Gewindeschneiden) oder bei ähnli-Hohlwell«: 2 verbunden, aber uxial verschiebbar auf 45 chen Bearbeitungsvorgängen die Vorrichtung Andieser angeordnet ist. Um das Lager 11 und damit wendung finden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (2)
1. Vorrichtung zum radialen Verstellen der
Werkzeuge des als Hohlwelle ausgebildeten Mosserkopfes
einer Schälmaschine, wobei die Schneidmesserhalter in einer Ebene angeordnet und über eine in etwa gleicher Ebene angeordnete,
Konusflächen aufweisende, axial verstellbare Hülse radial zum Werkstück anstellbar sind,
dadurch gekennzeichnet, daß die
Ebene der Schneidmesserhalter (8) und die Ebene der in an sich bekannterweise innerhalb
der Hohlwelle (2) angeordneten Verstellhülse (9) in etwa mit der Ebene des vorderen Stützlagers
(4) der Hohlwelle zusammenfällt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, bei der die Verstellung der Hülse über mit dieser verbundene
Zug- und Druckstangen vorgenommen wild. die mit dem »nnenring eines Lagers verbunden
sind, welches zwischen den beiden Stützlager der Hohlwelle drehfest mit dieser jedoch axial
verschiebbar angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Außenring (lift) des Lagers
(11) mehrere über den Umfang gleichmäßig verteilte Spindelmuttern (13) trag?, deren Innengewinde
mit dem Außengewinde (14 a) von Spindeln (14) im Eingriff steht, die drehbar, aber
axial unverschiebbar im Maschinenbett (1) gelagert sind und ;e ein Ritzel (15) tragen, das mil
einem !öse drehbar im Maschinenbett gelagerten Zahnkranz (16) kämmt, wobei jine der Spindeln
(14) ein Zahnrad (17) träjt, das über einen Zwischentrieb (18, 19, 20, 21, 22 und 23) bzw. (18,
25, 26, 27, 28, 29, 22 und 23) mit dem Antriebsmotor verbunden ist, und daß die Welle (22a) des
Schneckenrades (22) zwei drehfest mit ihr verbundene Magnet-Zahnkupplungen (30, 31) trägt,
durch welche die Ritzel (21, 29) drehfest mit der Welle verbindbar sind.
Priority Applications (8)
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| DE2059565C3 true DE2059565C3 (de) | 1974-04-11 |
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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- 1971-08-03 FR FR7128467A patent/FR2117027A5/fr not_active Expired
- 1971-08-10 GB GB3752771A patent/GB1334026A/en not_active Expired
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Also Published As
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