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DE1064063B - Verfahren zur Herstellung von Alkylborwasserstoffen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Alkylborwasserstoffen

Info

Publication number
DE1064063B
DE1064063B DEK30194A DEK0030194A DE1064063B DE 1064063 B DE1064063 B DE 1064063B DE K30194 A DEK30194 A DE K30194A DE K0030194 A DEK0030194 A DE K0030194A DE 1064063 B DE1064063 B DE 1064063B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
boron
production
alkyl
parts
alkyl boron
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEK30194A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Herbert Jenkner
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Kali Chemie AG
Original Assignee
Kali Chemie AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Kali Chemie AG filed Critical Kali Chemie AG
Priority to DEK30194A priority Critical patent/DE1064063B/de
Publication of DE1064063B publication Critical patent/DE1064063B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07FACYCLIC, CARBOCYCLIC OR HETEROCYCLIC COMPOUNDS CONTAINING ELEMENTS OTHER THAN CARBON, HYDROGEN, HALOGEN, OXYGEN, NITROGEN, SULFUR, SELENIUM OR TELLURIUM
    • C07F5/00Compounds containing elements of Groups 3 or 13 of the Periodic Table
    • C07F5/02Boron compounds
    • C07F5/027Organoboranes and organoborohydrides

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Alkylborwasserstoffen Es ist bekannt, Alkylborwasserstoffe aus Bortrialkylen und Diboran herzustellen. Weiterhin ist es bekannt, Alkylborwasserstoffe durch Umsetzung von Bortrialkyl mit Wasserstoff bei Anwendung von höherem Druck zu erhalten. Während im ersten Fall die Herstellung und der Umgang mit dem hochempfindlichen gasförmigen Diboran Schwierigkeiten bereitet, ist es im zweiten Fall ein Nachteil, daß Alkylgruppen bei der Druckhydrierung mit Wasserstoff unter Abspaltung von Alkan vom Bor teilweise wieder entfernt werden, wobei die Art des Hydrierungsproduktes außerdem schwer vorauszusehen ist.
  • Es wurde ein neues und einfach durchzuführendes Verfahren zur Herstellung von Alkylborwasserstoffen gefunden, das darin besteht, daß Alkylborhalogenide, wie Dialkylborchlorid, Alkylbordichlorid oder die Anlagerungsverbindungen aus beiden, Trialkyldibortrichlorid, in Gegenwart von Lösungs- oder Suspensionsmitteln mit Alkalihydrid oder mit Alkalimetall und Wasserstoff bei erhöhtem Druck zwischen etwa Zimmertemperatur und 200° C umgesetzt werden.
  • Bei der Reaktion wird unter Abspaltung von Alkalichlorid das Chlor am Boratom gegen Wasserstoff ausgetauscht, und es wirken die der Reaktion zugeführten organischen Borverbindungen dabei gleichzeitig als Katalysatoren. Die Reaktion verläuft beispielsweise folgendermaßen
    B2 R3 C13 -I- 3 Na H- #- B2 R3 H3 -I- Na Cl
    Ein besonderer Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens liegt darin, daß die Alkylgruppen an der Reaktion nicht teilnehmen, so daß der Grad der Alkylierung nach beendeter Reaktion erhalten bleibt. Die Reaktion verläuft viel schneller als bei dem bisherigen Verfahren zur Herstellung von Alkylborwasserstoffen.
  • Die hergestellten Alkylborwasserstoffe sind unter anderem wertvolle Ausgangsprodukte für die Herstellung von komplexen Borhydriden. Sie sind außerdem vorzügliche Reduktionsmittel für organische und anorganische Verbindungen. Auch als Brennstoffe oder Treibmittel können die Alkylborwasserstoffe wegen ihres hohen Energiegehaltes, gegebenenfalls in Mischungen mit anderen organischen Metallverbindungen oder Kohlenwasserstoffen, eingesetzt werden. Eine weitere Verwendungsmöglichkeit finden sie, beispielsweise bei der Siliconherstellung, als Polymerisationskatalysatoren.
  • Beispiel 1 Zu einer Suspension von 19,3 Gewichtsteilen Natriumhydrid in 300 Gewichsteilen eines technischen Mineralöls mit dem Siedepunkt von 190 bis 220° C unter 1 mm Hg wurden zwischen 50 und 80° C unter Rühren tropfenweise 65,7 Gewichtsteile Äthylborchlorid mit einem Chlorgehalt von 43,519/o zugegeben. Das Äthylborchlorid wurde durch Einleiten von Bortrichlorid in Bortriäthyl hergestellt und bestand zu etwa 2,2 Teilen aus Diäthylborchlorid und 1 Teil aus Äthylbordichlorid. InexothermerReaktion entstand ein Gemisch von Diäthylborhydrid und Äthylbordihydrid, während Natriumchlorid ausfiel. Zur Vervollständigung der Reaktion ließ man 1/z Stunde unter Rückfluß nachreagieren, worauf durch Destillation 35 Gewichtsteile = 94 19/o der Theorie eines Äthylborhydridgemisches mit etwa 2,1 Teilen Diäthylborhydrid und 1 Teil Äthylbordihydrid erhalten wurden.
  • Beispiel 2 Als Lösungsmittel wurde ein nachhydriertes synthetisches Dieselöl mit einem Siedepunkt von 200 bis 250° C eingesetzt. Die Reaktion verlief analog, und die Ausbeuten waren etwa die gleichen. Beispiel 3 63,5 Gewichtsteile Diäthylborchlorid, welches aus 39,5 Gewichtsteilen Bortriäthyl und 24 Gewichtsteilen Bortrichlorid bei 220° C hergestellt worden war, wurden mit 60 Gewichtsteilen Decan verdünnt und in ein Druckgefäß eingefüllt. Nach Zugabe von 15 Gewichtsteilen Natrium wurde das Druckgefäß verschlossen, unter einen Wasserstoffdruck von 170 atü versetzt und unter Schütteln während 7 Stunden auf 170° C erhitzt. Anschließend wurde durch Destillation das Reaktionsprodukt vom Lösungsmittel getrennt. Erhalten wurden 28 Gewichtsteile Diäthylborhydrid.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Alkylborwasserstoffen, dadurch gekennzeichnet, daß Alkylborhalogenide in Gegenwart von Lösungs- oder Suspensionsmitteln mit Alkalihydrid oder mit Alkalimetall und Wasserstoff bei erhöhtem Druck zwischen etwa Zimmertemperatur und 200° C umgesetzt werden.
DEK30194A 1956-10-27 1956-10-27 Verfahren zur Herstellung von Alkylborwasserstoffen Pending DE1064063B (de)

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