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DE1018061B - Verfahren zur Herstellung von metallorganischen Verbindungen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von metallorganischen Verbindungen

Info

Publication number
DE1018061B
DE1018061B DEB34074A DEB0034074A DE1018061B DE 1018061 B DE1018061 B DE 1018061B DE B34074 A DEB34074 A DE B34074A DE B0034074 A DEB0034074 A DE B0034074A DE 1018061 B DE1018061 B DE 1018061B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
organometallic compounds
production
sesquichloride
aluminum
solvents
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEB34074A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Otto Ambros
Dr Guenther Keller
Dr Ermbrecht Rindtorff
Dr Karl Schmitt
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Bergwerksgesellschaft Hibernia AG
Original Assignee
Bergwerksgesellschaft Hibernia AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Bergwerksgesellschaft Hibernia AG filed Critical Bergwerksgesellschaft Hibernia AG
Priority to DEB34074A priority Critical patent/DE1018061B/de
Priority to GB3347955A priority patent/GB822484A/en
Publication of DE1018061B publication Critical patent/DE1018061B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07FACYCLIC, CARBOCYCLIC OR HETEROCYCLIC COMPOUNDS CONTAINING ELEMENTS OTHER THAN CARBON, HYDROGEN, HALOGEN, OXYGEN, NITROGEN, SULFUR, SELENIUM OR TELLURIUM
    • C07F5/00Compounds containing elements of Groups 3 or 13 of the Periodic Table
    • C07F5/06Aluminium compounds
    • C07F5/061Aluminium compounds with C-aluminium linkage
    • C07F5/064Aluminium compounds with C-aluminium linkage compounds with an Al-Halogen linkage

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

DEUTSCHES
Metallalkyle werden dadurch hergestellt, daß man auf aktivierte Metalle, wie z. B. Aluminium, halogenierte Kohlenwasserstoffe einwirken läßt und dann die halogenhaltigen metallorganischen Verbindungen mit äquivalenten Mengen von halogenbindenden Substanzen versetzt. Als solche kommen z. B. Natrium und Magnesium in Frage. Zur Reindarstellung der Metallalkyle destilliert man das Reaktionsprodukt im Vakuum und trennt so die Metallalkyle von den entstandenen Alkalichloriden. Auf diese Weise kann man die Metallalkyle auch von Zwischenprodukten, die z. B. noch Halogene enthalten, isolieren.
Diese Arbeitsweise ist mit vielen Gefahren verbunden, da ja bekanntlich die metallorganischen Verbindungen sehr leicht brennbar sind.
Es wurde nun gefunden, daß man diese Verfahren völlig gefahrlos gestalten kann, wenn man sie in geeigneten indifferenten Lösungsmitteln durchführt. Auf diese Weise kann man die Sesquichloridbildung und auch die Enthalogenisierung gefahrlos durchführen. Die bei der Reaktion gebildeten Alkali- oder Erdalkaliprodukte scheiden sich in der Lösung klar ab und ermöglichen die Isolierung der gewünschten metallorganischen Verbindungen in gefahrloser Weise.
Ein weiterer Vorteil des Verfahrens gemäß der Erfindung liegt darin, daß man auf diese Weise auch die Herstellung der metallorganischen Verbindungen kontinuierlich gestalten kann.
Als für die Durchführung des Verfahrens geeignete Lösungsmittel kommen verschiedene Kohlenwasserstoffe in Frage, zweckmäßigerweise auch solche, die für die nachfolgende Verwendung der Metallalkyle, wie z. B. zur Polymerisation von Olefinen, geeignet sind, so z. B. hydrierte Alkylbenzole.
Verfahren zur Herstellung
von metallorganischen Verbindungen
Anmelder:
Bergwerksgesellschaft Hibernia
Aktiengesellschaft, Herne (Westf.)
Dr. Otto Ambros, Mannheim,
Dr. Ermbrecht Rindtorff, Recklinghausen,
Dr. Karl Schmitt, Herne (Westf.),
und Dr. Günther Keller, Wanne-Eickel,
sind als Erfinder genannt worden
Beispiel
In einem Eisentopf von 10 1 Inhalt befinden sich 5 1 30%iges Sesquichlorid in Hydrocumol und etwa 500 g angeätzter Aluminiumgrieß bei einer Temperatur von 100 bis 120°. Unter starker Rührung läßt man ein Gemisch von 260 g Chloräthyl und 28 g Bromäthyl in 11 Hydrocumol zutropfen, und zwar mit solcher Geschwindigkeit, daß der Druck im Reaktor, gemessen mit einem mit Hydrocumol gefüllten U-Manometer, nicht merklich steigt. Dadurch wird alles Chloräthyl mit dem Aluminium umgesetzt zu Sesquichlorid. Eine dem Verbrauch entsprechende Aluminiummenge wird von Zeit zu Zeit durch einen Einfüllstutzen zugegeben und durch das mit dem Chlorätyl gleichzeitig zugegebene Bromäthyl angeätzt. Das gebildete 3O°/oige Sesquichlorid wird seitlich unten abgezogen und derart durch ein Filter gedrückt, daß das abgetrennte Aluminium immer wieder in den Topf zurückfällt. Das ziemlich klare Sesquichlorid wird dann in einer Vorratsflasche aufgefangen. Der Durchsatz beträgt etwa 5 l/h.
Anschließend wird das 30°/»ige Sesquichlorid oben in ein senkrecht stehendes Reaktionsrohr eingeführt und durch einen Blattrührer bei 130 bis 140° sehr stark gerührt. Gleichzeitig wird von oben Natrium so zugegeben, daß auf 1 1 3O°/oiges Sesquichlorid 42 g Natrium kommen. Das Gemisch geht unten in ein zweites aufsteigendes Rohr, in dem die Reaktion ebenfalls unter sehr starker Rührung bei 140 bis 150° zu Ende geführt wird. Das Reaktionsprodukt läuft dann oben über, durch ein Filter bzw. eine Zentrifuge, wobei der aus Aluminium und Natriumchlorid bestehende Reaktionsschlamm von der klaren, etwa 2O°/oigen Monochloridlösung abgetrennt wird.
In entsprechender Weise wird schließlich das Monochlorid in Triäthyl übergeführt. Ausbeute: etwa 85 bis 90% der Theorie. Die Durchführung des Verfahrens ist einfach und sicher.

Claims (2)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur Herstellung von metallorganischen Verbindungen, insbesondere Metall-
703 T57/341
3 4
alkylen, aus aktivierten Metallen, halogenierten
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekenn-
Kohlenwasserstoffen und halogenbindenden Stof- zeichnet, daß man als Lösungsmittel hydrierte
fen in zwei Stufen (Sesquichloridbildung und Alkylbenzole verwendet.
Enthalogenierung), dadurch gekennzeichnet, daß
man alle Reaktionsstufen des Verfahrens in in- 5 In Betracht gezogene Druckschriften:
differenten Lösungsmitteln durchführt. Deutsche Patentschrift Nr. 911 731.
© 709 757/341 10. 57
DEB34074A 1955-01-12 1955-01-12 Verfahren zur Herstellung von metallorganischen Verbindungen Pending DE1018061B (de)

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DEB34074A DE1018061B (de) 1955-01-12 1955-01-12 Verfahren zur Herstellung von metallorganischen Verbindungen
GB3347955A GB822484A (en) 1955-01-12 1955-11-22 Processes for the production of organo-aluminium compounds

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Application Number Priority Date Filing Date Title
DEB34074A DE1018061B (de) 1955-01-12 1955-01-12 Verfahren zur Herstellung von metallorganischen Verbindungen

Publications (1)

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DE1018061B true DE1018061B (de) 1957-10-24

Family

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DEB34074A Pending DE1018061B (de) 1955-01-12 1955-01-12 Verfahren zur Herstellung von metallorganischen Verbindungen

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DE (1) DE1018061B (de)
GB (1) GB822484A (de)

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE4215745A1 (de) * 1992-05-13 1993-11-18 Witco Gmbh Verfahren zur Herstellung von Trimethylaluminium durch Reduktion von Methylaluminiumchloriden mit Natrium unter Verwendung hoher Scherkräfte
US20110274626A1 (en) 2008-12-10 2011-11-10 University Of York Pulse sequencing with hyperpolarisable nuclei

Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE911731C (de) * 1952-05-13 1954-05-17 Dr Dr E H Karl Ziegler Verfahren zur Herstellung von Aluminiumtrialkylen

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DE911731C (de) * 1952-05-13 1954-05-17 Dr Dr E H Karl Ziegler Verfahren zur Herstellung von Aluminiumtrialkylen

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GB822484A (en) 1959-10-28

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