DE1063847B - Zufuehrungsvorrichtung mit Stopffingern an einer Ballenpresse - Google Patents
Zufuehrungsvorrichtung mit Stopffingern an einer BallenpresseInfo
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- A01—AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
- A01F—PROCESSING OF HARVESTED PRODUCE; HAY OR STRAW PRESSES; DEVICES FOR STORING AGRICULTURAL OR HORTICULTURAL PRODUCE
- A01F15/00—Baling presses for straw, hay or the like
- A01F15/08—Details
- A01F15/10—Feeding devices for the crop material e.g. precompression devices
- A01F15/101—Feeding at right angles to the compression stroke
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Description
DEUTSCHES
Bei Ballenpressen, insbesondere selbsttätigen Ballenpressen für Heu od. dgl., wird vielfach das Preßgut
durch eine öffnung in der Seitenwandung einer Preßkammer mittels einer Zuführungsvorrichtung mit
Stopffingern in die Preßkammer eingeführt.
Die Erfindung bezieht sich auf eine solche Zuführungsvorrichtung in einer der senkrechten Seitenwände
der Preßkammer. In dieser Kammer ist ein an der öffnung vorbei hin- und hergehender Preßkolben
angeordnet. Ferner ist eine zur Aufnahme des Preßgutes dienende Plattform vorgesehen, die sich von der
Zuführungsöffnung aus quer zum Kolben weg erstreckt. Eine Stopfvorrichtung mit wenigstens einem
Stopffinger, der über im wesentlichen die ganze Länge der Plattform bewegbar ist, dient dazu, das Preßgut
im Takt mit dem Kolben über die Plattform, durch die öffnung und in die Kammer zu führen.
Erfindungsgemäß ist zur selbsttätigen mengenmäßigen Regelung der Zuführung des Preßgutes in
die Preßkammer eine mit der Stopfvorrichtung zusammenwirkende Regelvorrichtung vorgesehen, die
. eine Federvorrichtung umfaßt, welche zwischen dem hin- und hergehenden, die Stopfvorrichtung tragenden
Teil und dessen Antriebseinrichtung eingefügt ist, so daß eine Relativbewegung zwischen dem hin- und hergehenden
Teil und seiner Antriebseinrichtung möglich ist, wenn die Stopfvorrichtung bei ihrer Bewegung in
der einen Richtung einer Widerstand leistenden Kraft begegnen sollte, die größer ist als die Kraft der
Federeinrichtung.
Die Antriebseinrichtung kann eine Stange aufweisen und das hin- und hergehende, die S topf einrichtung
tragende Teil aus einem rohrförmigen Tragbalken für diese Stange bestehen.
Der Tragbalken kann ein der Preßkammer zunächst liegendes vorderes Ende und ein davon entfernt liegendes
hinteres Ende aufweisen, und die Federeinrichtung kann sich längs der Stange von einem mit dieser verbundenen
Anschlagglied aus bis zu einem Tragglied erstrecken, das fest mit dem rohrförmigen Balken an
dessen vorderem Ende verbunden ist, durch das sich die Stange hindurch erstreckt, so daß eine Bewegung
der Stange aus dem rohrförmigen Balken heraus in der einen Richtung durch die federnde Einrichtung gehemmt
wird.
Die Stange kann in den rohrförmigen Tragbalken durch dessen vorderes Ende hindurch vorstehen, und
das Anschlagglied kann, an der Stange, und zwar an deren dem rückwärtigen Ende des rohrförmigen Balkens
zunächst liegenden Ende befestigt sein, während das Tragglied fest mit dem rohrförmigen Balken an
dessen vorderem Ende verbunden ist, durch das sich die Stange hindurch erstreckt.
Das hintere Ende des Tragbalkens kann in einer
Zuführungsvorrichtung mit Stopffingern an einer Ballenpresse
Anmelder:
Sperry Rand Corporation,
New York, N.Y. (V.St.A.)
New York, N.Y. (V.St.A.)
Vertreter: Dr. E. Wiegand, München 15,
und Dipl.-Ing. W. Niemann,
Hamburg 1, Ballindamm 26, Patentanwälte
und Dipl.-Ing. W. Niemann,
Hamburg 1, Ballindamm 26, Patentanwälte
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 29. März 1956
V. St. v. Amerika vom 29. März 1956
Edwin Burkholder Nolt, New Holland, Pa.,
Harry Correll Eberly1 Navon, Pa.,
und James William McDuffie1 New Holland, Pa.
(V. St. A.),
sind als Erfinder genannt worden
Harry Correll Eberly1 Navon, Pa.,
und James William McDuffie1 New Holland, Pa.
(V. St. A.),
sind als Erfinder genannt worden
bogenförmigen, durch Nockenschienen gebildeten Kulisse geführt sein, während das vordere Ende der
in dem Tragbalken gleitenden Stange an einer um zwei Kettenräder umlaufenden Kette angebracht ist,
so daß der Tragbalken bei seiner Bewegung, vom hinteren Totpunkt ausgehend, zunächst nach unten zur
Plattform hin geneigt, dann parallel zu ihr verschoben und schließlich von der Plattform weg nach oben abgehoben
wird.
Die Erfindung ist an Hand der Zeichnung beispielsweise näher erläutert.
Fig. 1 ist ein Vertikalschnitt durch eine selbsttätige Ballenpresse für Heu mit einer Zuführungsvorrichtung,
die eine Ausführungsform der Erfindung darstellt; der Schnitt verläuft allgemein nach der Linie
1-1 von Fig. 2 bei der durch Pfeile angegebenen Blickrichtung;
Fig. 2 ist ein Schnitt längs der Linie 2-2 von Fig. 1 bei der dort durch Pfeile angegebenen Blickrichtung;
Fig. 3 ist eine Seitenansicht, teilweise im Schnitt, längs der Linie 3-3 von Fig. 1, in Pfeilrichtung gesehen
;
Fig. 4 ist eine teilweise Schnittansicht längs der Linie 4-4 von Fig. 3;
Fig. 5 und 6 sind ähnliche Darstellungen wie Fig. 1 und zeigen die Stopfvorrichtung in verschiedenen
Stadien ihres Arbeitszyklus;
909 608/121
Fig. 7 ist ein Schnitt durch den Tragbalken für die Stopffinger und erläutert die Federeinrichtung
innerhalb des Balkens zum Steuern der Einführung des Preßgutes in die Preßkammer und zum Schutz
der Stopfvorrichtung gegen Beschädigung im Falle, daß die Finger auf einen nicht beweglichen Widerstand
treffen;
Fig. 8 ist eine teilweise im Schnitt, teilweise als Ansicht gezeigte Darstellung der Steuereinrichtung
der Stopfvorrichtung zur Erläuterung von deren Arbeitsweise.
10 (Fig. 3) ist die Aufsammei- und Zuführungsvorrichtung.
Die Preßkammer 11 hat rechteckigen Hohlquerschnitt und eine Einführungsöffnung 12 (Fig. 1) in
einer senkrechten Seitenwandung. Ein Kolben 13 kann in der Preßkammer 11 und an der öffnung 12 vorbei
hin- und hergehen. Er wird von einer umlaufenden Welle 14 mittels eines Kurbelarmes 15 und einer
Pleuelstange 16 angetrieben (in Fig. 3 schematisch so angedeutet).
Ein Messerblatt 18 wird von dem arbeitenden Ende des Kolbens 13 getragen. Es arbeitet mit einem Quermesser
19 (Fig. 1) zusammen, das an der Kammer 11, nahe der hinteren Kante der öffnung 12, befestigt ist,
um das in die Kammer eingeführte Heu in getrennte Schwaden aufzuteilen.
Die Aufsammelvorrichtung hat eine an einer Welle 21 befestigte Rolle 20, die von einer (nicht dargestellten)
Kraftquelle angetrieben wird. Die Rolle 20 hat Zinken 22, die zwischen im Abstand befindlichen parallelen
Streiferplatten 23 beweglich sind, um das Gut vom Boden aufzunehmen und nach hinten zu fördern.
Die Zinken 22 werden durch eine auf einer Welle 27 befestigte drehbare Trommel oder Walze 26 unterstützt,
die in Pfeilrichtung (Fig. 3) angetrieben wird. Die Trommel ragt durch eine öffnung in der Abdekkung
28 des Gehäuses 29 nach unten. Die Welle 27 ist in Tragsupporten 30 und 30' auf der oberen Wandung
28 bzw. der Preßkammer 11 (Fig. 4) gelagert.
Die Zuführungsplattform 25 erstreckt sich von der Unterkante der Zuführungsöffnung 12 in der Preßkammer
11 horizontal und quer zur Arbeitsrichtung des Kolbens 13; das auf die Plattform 25 geförderte
Heu od. dgl. wird durch eine Seitenwandung 31, eine Rückwandung 32 und eine Deckplatte 33 festgehalten.
Oberhalb der Plattform 25 und der Preßkammer 11 befindet sich ein Gehäuse (Fig. 1 bis 3) mit einer vorderen
Wandung 34, einer rückwärtigen Wandung 35, S ei ten wan düngen 36 und einer oberen Wandung 38.
Es enthält die Stopfvorrichtung, die das Preßgut über die Plattform 25, durch die öffnung 12 und in die
Preßkammer 11 vor dem darin hin- und hergehenden Kolben 13 fördert.
Die Stopfvorrichtung besteht aus Fingerpaaren 40 (vorn), 41 (in der Mitte) und 42 (hinten). Die Finger
sind an einem rohrförmigen Balken oder Träger 43 angebracht. Das vordere und mittlere Fingerpaar ist
durch Bolzen 44 starr an dem Balken befestigt. Die hinteren Finger 42 sind schwenkbar an einer Welle 45
angebracht, die durch den Balken 43 hindurchragt (Fig. 1 und 7).
Die Welle 45 trägt an ihren Enden Rollen 46 und 46', wovon die letztere auf parallele Nockenschienen
48 bzw. 48' paßt.
Die hinteren Finger 42 haben einen horizontalen Teil 42 a, der sich über die Oberseite des Balkens 43
erstreckt, Schleifen 42 b auf entgegengesetzten Seiten des Balkens, die sich um die Welle 45 herum erstrecken,
horizontale Teile 42 c, die sich längs der Seiten des
Balkens erstrecken, und ragen dann nach unten um die nach außen vorstehenden Enden eines Bolzens 49
herum, der durch den Balken 43 hindurchgeht und daran befestigt ist, wie es Fig. 7 erkennen läßt. Ein
Streifen 50 umgibt den Balken 43 an einem Punkt etwa in der Mitte zwischen den Fingern 41 und 42.
Dieser Streifen hat Ösen, an welchen ein Ende einer Zugfeder 52 angebracht ist; das andere Ende der
Feder 52 ist an dem horizontalen Teil 42 a der Finger 42 angebracht. Die Feder 52 drückt die Feder 42 in
einer dem Uhrzeigerdrehsinn (Fig. 1) entsprechenden Richtung und gegen den Bolzen 49. Die Finger 42 können
sich entgegen dem Uhrzeigerdrehsinn und gegen die Kraft der Feder 52 um die Welle 45 drehen, wenn
die Stopfvorrichtung einen Rückhub ausführt.
Durch den rohrförmigen Balken 43 geht eine Stange 53 (Fig. 7) mit einem Kolbenglied 54, das in dem Balken
verschiebbar ist. Das Kolbenglied 54 liegt gegen einen elastischen Puffer 55 an, der sich gegen einen
Anschlag 56 abstützt. Das äußere Ende der Stange 53 reicht durch einen Führungsblock 58 in dem Balken
43, der an diesem mit Bolzen befestigt ist. Zwischen dem festen Führungsblock 58 und dem verschiebbaren
Glied 54 ist eine die Stange 53 umgebende, den Hauptbestandteil der für die Erfindung wesentlichen
Regelvorrichtung bildende Meßfeder 59 angeordnet, die einer Bewegung der Stange 53 aus dem Balken 43
heraus Widerstand entgegensetzt.
An dem äußeren Ende der Stange 53 ist eine Hülse 60 mit Buchsen 61 angeschweißt, in denen eine Welle
62 drehbar ist. Die Welle 62 wird gegen eine Axialbewegung in der Hülse 60 durch einen Haltestift 63,—
der durch ein Ende der Welle hindurchragt, und durch einen verdickten Kopf 64 an ihrem anderen Ende festgehalten.
An dem Kopf 64 ist ein U-förmiger Arm 65 angeschweißt, der eine endlose Kette 66 bestreicht und
mit einem daran befindlichen Lenker durch Bolzen 68 verbunden ist. Die Kette 66 wird um Kettenräder 69
und 70 herumgezogen, deren Naben auf Wellen 69 a bzw. 70 a montiert sind.
Die Welle 69 a geht durch einen länglichen Schlitz 71 (Fig. 2) in der vorderen Wandung 34 des Gehäuses
der Stopfvorrichtung. Sie wird an einem Ende eines Balkens 72 (Fig. 1) getragen, der an der Wandung 34
durch Bolzen 73 befestigt ist, die sich durch längliche Schlitze 73' in dem Balken erstrecken. Der Balken
kann nach dem Lösen der Muttern 73 seitlich eingestellt werden, um auf diese Weise die Welle 69 α auf
die Welle 70a hin oder von dieser weg zu justieren und die Spannung der endlosen Kette 66 richtig einzustellen.
Mit dem Bolzen 73 wirkt ein Bolzen 74 (Fig. 1 und 2) zusammen, um den Balken 72 in der
richtigen Stellung zu halten; der Bolzen 74 wird auf einem Vorsprung 74', der an die Wandung 34 angeschweißt
ist, getragen. Er kann an einen Flansch 72' am Ende des Balkens 72 befestigt werden.
Wie in den Fig. 2 und 3 gezeigt, besitzt die obere Platte oder Wandung 33 der Kammer, in die das aufgesammelte
Preßgut gefördert wird, einen Querschlitz 33', durch welchen die Finger 40, 41 und 42 hineingestreckt
werden können, um das Preßgut über die Plattform 25 in die Preßkammer 11 zu führen. Die
obere Wandung der Preßkammer hat einen Schlitz 11', der mit dem Schlitz 33' übereinstimmt, so daß die
vorderen Finger 40 in die Kammer über die öffnung 12 eintreten und dann daraus durch den Schlitz 11'
hinausgezogen werden können. Um zu verhindern, daß das Preßgut sich aufwärts in das Gehäuse der Stopfvorrichtung
durch die Schlitze 33' und 11' bewegt, und um alles Preßgut, das an den Streiffingern nach einem
Arbeitshub haftet, gut abzustreifen, ist eine Streiferstange 76 vorgesehen. Die Stange 76 wird an einem
Ende der Preßkammer 11 und an ihrem anderen Ende an einem Arm 78 (Fig. 1 und 2) getragen, der an der
vorderen Wandung 34 und der Rückwandung 35 des Gehäuses der Stopfvorrichtung befestigt ist. Die
Stange erstreckt sich zwischen jedem Fingerpaar, wie es in Fig. 3 gezeigt ist.
Es ist wesentlich für die Erfindung, daß die endlose Kette 66 ständig in einer zeitlich geregelten Beziehung,
d. h. im Takt, zum jeweiligen Hin- und Rückgang des Preßkolbens angetrieben wird. Zu diesem
Zweck wird die endlose Kette 66 von einem Kettenrad 80 (Fig. 3), das sich an der Kolbenkurbelwelle befindet,
mittels einer endlosen Kette 81 angetrieben, die um ein Kettenrad 82 läuft, das auf einer Welle 83
(Fig. 4) befestigt ist. Die Welle 83 ist an einem Ende sowie innerhalb des Kettenrades 82 in einem Arm 84,
der an der Preßkammer 11 befestigt ist, und an ihrem anderen Ende an einem Getriebekasten 85 gelagert, der
auf Ständern 86 montiert ist, die auf der Preßkammer 11 angeordnet sind. Ein auf der Welle 83 in dem Getriebekasten
85 angeordnetes Kegelrad 87 steht im Eingriff mit einem Kegelrad 88, das auf der Welle
70 a des Kettenrades 70 befestigt ist.
Der Antrieb der Stopfvorrichtung von der Welle 14 aus erfolgt in solcher Weise im Takt mit dem Antrieb
des Kolbens, daß die Finger 40 in die Kammer 11 eintreten, während der Kolben 13 zurückgezogen ist,
und aus dem oberen Schlitz 11' in der Preßkammer in einer Zeit herausgezogen werden, die genügt, um eine
Beschädigung durch den Kolben bei seinem Preßhub zu vermeiden.
Zwischen dem Tragarm 84 und dem Getriebekasten 85 befindet sich ein auf der Welle 83 befestigtes und
von dieser angetriebenes Kettenrad. Eine endlose Kette 91 ist um das Kettenrad 90 und ein Kettenrad
92 herumgeführt, das mit einem Ende der Welle 27 verbunden ist, auf der die Zuführungswalze 26 angebracht
ist, um diese anzutreiben.
Die Arbeitsweise ist folgende:
Wenn sich die Ballenpresse längs einer Schwade von Heu bewegt, so nehmen die Zinken 22 auf dem
Rad 20 das Heu auf und fördern es über Streiferplatten 23 und Vorsprünge 23' auf die Zuführungsplattform
25. Die Zuführungswalze 26, die von der Welle 14 über die endlose Kette 81, die Welle 83, das Kettenrad
90, die Kette 91, das Kettenrad 92 und die Welle 27 angetrieben wird, hilft beim Zuführen des Heues
auf die Plattform 25 mit und verhindert die Anhäufung von Heu vor der oberen Wandung 28 des Aufsammlergehäuses.
Die Sätze von Stopffingern 40, 41 und 42 führen das Heu über die Plattform 25 durch die öffnung 12
in die Preßkammer 11 und in den Weg des Kolbens 13. Der Kolben 13 wird von der Welle 14 aus über
einen Kurbelantrieb 15, 16 ständig hin- und herbewegt. Das Kolbenblatt 18, das mit dem Messerblatt
19 zusammenarbeitet, schneidet jedesmal das in die Preßkammer 11 eingeführte Heu ab, wenn der Kolben
auf seinem Arbeitsweg nach vorn läuft. Der Kolben preßt die getrennten Schwaden zusammen und drückt
den Ballen, sobald er geformt ist, nach hinten. Eine Einrichtung, wie z. B. eine in Abhängigkeit von dem
Anwachsen des Ballens drehbare Sternwelle, leitet, sobald ein jeder Ballen fertiggestellt ist, die Arbeit
einer Bindevorrichtung ein (nicht dargestellt), um diesen automatisch zu binden und zu verschnüren.
Der Bindevorgang findet zwischen den Hüben des Kolbens 13 statt.
Die Stopffinger 40 und 42 werden ständig im Takt mit dem Kolben 13 von der Welle 14 aus über eine
endlose Kette 81, ein Kettenrad 82, eine Welle 83, Kettenräder 87 und 88 und eine Welle 70 ο für ein
Kettenrad 70 hin- und herbewegt, so daß die vorderen Finger 40 zwischen den Hüben des Kolbens in die
Kammer ein und aus dieser heraustreten.
Beim Beginn eines Arbeits- oder Stopfhubes nimmt die Vorrichtung mit den Fingern die in Fig. 1 dargestellte
Lage ein, wobei der Tragbalken 43 horizontal zur Plattform 25 verläuft. Wenn der Arbeitshub beginnt,
wird der Balken 43 nach unten gegen die Zuführungsplattform geneigt, und die Finger 40, 41 und
42 laufen nach unten und nach vorn, wenn sie das Heu ergreifen (Fig. 5). Wenn die Finger vollständig
durch die obere Platte 33 hindurchreichen, so laufen sie im wesentlichen horizontal zur Plattform 25 bis
zum letzten Teil des Arbeitshubes, worauf der Balken
43 plötzlich nach oben geneigt wird (Fig. 6). Die vorderen Finger 40 treten in die Preßkammer 11 durch
Öffnungen 12 ein und schwingen in einem Bogen gegen die obere äußere Ecke der Preßkammer, wodurch sie
eine einwandfreie Ausfüllung dieser in der Kammer gewährleisten. DieFinger 40 werden durch den Schlitz
11'in der oberen Wandung der Preßkammer herausgezogen. Wie in Fig. 6 gezeigt, treten die mittleren
Finger 41 nicht in die Kammerll ein; sie werden durch den Schlitz 33' in der oberen Wandung 33 herausgezogen,
wenn der Stopfhub vollendet ist.
Die Ausbildung der Nockenschienen 48, 48' in Verbindung mit der Stellung der Stopffingerantriebsarme
66 bewirkt die vorerwähnten Neigungsbewegungen des Balkens 43 bei einem Stopfhub, wobei die aufwärts
gerichtete Bewegung der Finger 40 auf einer bogenförmigen Bahn am Ende des Hubes ganz besonders
wichtig ist, damit feste, gut ausgefüllte Ballen zustande gebracht werden.
Am Ende des Stopfhubes werden die Finger 40, 41 auf die Oberseite der Preßkammer 11 bzw. der Deckplatte
33 gebracht; alles Heu, das an den Stopf fingern zu haften sucht, ist dann durch die Streiferstange 76
abgestreift. Die hinteren Finger 42 bleiben während des Hauptteiles des Rückkehrhubes oder bis die Rollen
46 und 46' auf die bogenförmigen Teile der Nockenschienen 48 und 48' auflaufen, unterhalb der Deckplatte
33. Aus diesem Grunde sind die hinteren Finger 42 so angebracht, daß sie eine Schwenkbewegung entgegen
dem Uhrzeigerdrehsinn ausführen. Bei einer Rückzugsbewegung ergreifen die Finger 42 das Heu auf der
Plattform 25, wie in Fig. 6 mit gestrichelten Linien angedeutet, und werden entgegen dem Widerstand
der Feder 52 nach oben geschwungen. Die Feder 52 ist eine leichte Feder, die lediglich genügend Kraft
ausübt, um die Finger 42 im Uhrzeigerdrehsinn zu schwenken, sobald sie über die Deckplatte 33, wie in
Fig. 1 gezeigt, hochgeschwungen werden. Der Streiferbalken nimmt alles Heu weg, das an den Fingern 42
anzuhaften sucht, wenn sie herausgezogen werden.
Die Ballenpresse gemäß der Erfindung ist so ausgebildet, daß sie Heu unter allen normalerweise auftretenden
Bedingungen zu Ballen zu pressen vermag. Wenn die Ballenpresse über das Feld läuft, so kann
das von den erhöhten Stellen aufgesammelte Heu völlig ausgetrocknet sein, während das von den tieferen
Stellen in dem Felde noch feucht sein kann. Das Heu wird, wenn es trocken ist, noch größerem Druck und
umgekehrt, wenn es feucht ist, einem geringeren Druck ausgesetzt. Deswegen ist eine Meßvorrichtung
zum mengenmäßigen Regeln der Zuführung des Heues in der Preßkammer 11 vorgesehen.
Claims (5)
1. Zuführungsvorrichtung mit Stopffingern an einer Ballenpresse, insbesondere für Heu, mit einer
Preßkammer, die eine Zuführungsöffnung in einer ihrer senkrechten Seitenwände hat, einem in dieser
Kammer und an der öffnung vorbei hin- und hergehenden Preßkolben und einer zur Aufnahme des
Preßrutes dienenden Plattform, die sich von der Zuführungsöffnung aus quer zum Kolbenweg
erstreckt, sowie einer Stopfvorrichtung mit wenigstens einem Stopffinger, welcher über im wesentlichen
die ganze Länge der Plattform bewegbar ist, um das Preßgut im Takt mit dem Kolben
über die Plattform, durch die Öffnung und in die Kammer zu führen, dadurch gekennzeichnet, daß
zur selbsttätigen, mengenmäßigen Regelung der Zuführung des Preßgutes in die Preßkammer eine
mit der Stopfvorrichtung zusammenwirkende Regelvorrichtung vorgesehen ist, die eine Federeinrichtung
(59) umfaßt, welche zwischen dem hin- und hergehenden, die Stopfvorrichtung (40,
41, 42) tragenden Teil (43) und dessen Antriebseinrichtung (53, 69, 70) eingefügt ist, so daß eine
Relativbewegung zwischen dem hin- und hergehenden Teil und seiner Antriebseinrichtung möglich
ist, wenn die Stopfvorrichtung bei ihrer Bewegung in der einen Richtung einer Widerstand leistenden
Kraft begegnen sollte, die größer ist als die Kraft der Federeinrichtung.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zu der Antriebseinrichtung eine
Stange (53) gehört und daß das hin- und hergehende, die Stopfvorrichtung tragende Teil aus
einem rohrförmigen Tragbalken (43) für diese Stange besteht.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Tragbalken (43) ein der
Preßkammer zunächst liegendes vorderes Ende und ein davon entfernt liegendes rückwärtiges
Ende aufweist und daß sich die Federeinrichtung (59) längs der Stange (53) von einem mit der
Stange verbundenen Anschlagglied (54) aus bis zu einem Tragglied (58) erstreckt, das fest mit dem
rohrförmigen Balken (43) an dessen vorderem Ende verbunden ist, durch welches sich die Stange
hindurch erstreckt, so daß eine Bewegung der Stange aus dem rohrförmigen Balken heraus in
einer Richtung durch die federnde Einrichtung gehemmt wird.
4. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Stange (53) in den rohrförmigen
Tragbalken (43) durch dessen vorderes Ende hindurch vorsteht und daß das Anschlagglied
(54) an der Stange (53) an deren dem rückwärtigen Ende des rohrförmigen Balkens (43) benachbart
liegenden Ende befestigt ist, während das Tragglied (58) fest mit dem rohrförmigen Balken
(43) an dessen vorderem Ende verbunden ist, durch welches sich die Stange hindurch erstreckt.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das hintere Ende
des Tragbalkens (43) in einer bogenförmigen Kulisse (48') geführt ist, während das vordere Ende
der in dem Tragbalken gleitenden Stange (53) an einer um zwei Kettenräder (69, 70) umlaufenden
Kette (66) angebracht ist, so daß der Tragbalken bei seiner Bewegung, vom hinteren Totpunkt ausgehend,
zunächst nach unten zur Plattform hin geneigt, dann parallel zu ihr verschoben und schließlich
von der Plattform weg nach oben abgehoben wird.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 847 827, 869 278, 19 643, 913 715.
Deutsche Patentschriften Nr. 847 827, 869 278, 19 643, 913 715.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
© 909 608/121 8.59
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US1063847XA | 1956-03-29 | 1956-03-29 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1063847B true DE1063847B (de) | 1959-08-20 |
Family
ID=22311120
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES51179A Pending DE1063847B (de) | 1956-03-29 | 1956-11-07 | Zufuehrungsvorrichtung mit Stopffingern an einer Ballenpresse |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1063847B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1142074B (de) | 1960-06-16 | 1963-01-03 | Sperry Rand Corp | Ballenpresse fuer Heu od. dgl. |
Citations (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE847827C (de) * | 1951-01-04 | 1952-08-28 | Welger Geb | Aufsammel-Ballenpresse |
| DE869278C (de) * | 1951-01-04 | 1953-03-02 | Welger Geb | Aufsammel-Ballenpresse |
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| DE913715C (de) * | 1951-01-04 | 1954-06-18 | Welger Maschinenfabrik Geb | Aufsammel-Ballenpresse |
-
1956
- 1956-11-07 DE DES51179A patent/DE1063847B/de active Pending
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