DE1063450B - Verfahren und Vorrichtung zur Vorbereitung von Holzschnitzeln oder aehnlichen zellulosehaltigen Rohstoffen zwecks Gewinnung von Halbzellstoff oder Zellstoff - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Vorbereitung von Holzschnitzeln oder aehnlichen zellulosehaltigen Rohstoffen zwecks Gewinnung von Halbzellstoff oder ZellstoffInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Vcifahren zui
Voi bereitung -vonHol/schnit/eln oder ähnlichen /elluloschaltigen
Rohstoffen /weeks Gewinnung von HaIb-/ellstoff
oder gegebenenfalls von Zellstoff, wobei der Rohstoff mit Dampf hoheien Übet drucks und an
schließend mit Dampf geringeren Überdrucks behandelt und gegebenenfalls anschließend nach Einfühlung
von Aufschlußchemikahcn in dampfformigei odei
flussiger Phase gekocht wird
Es sind Verfahren /ui Gewinnung von Halb/ellstoff
oder Zellstoff bekannt bei denen Hol/schnit/cl in
tiockenem Zustand odei gegebenenfalls mit Zusatz
von aufschließenden Chemikalien einem hohen Dampfoder
Gasdiuck ausgesetzt und dann plot/hch vollständig
entlastet oder explosionsartig aus dem Druck kochet hei ausgepreßt A\etden Bei diesen Verfahien
beruht die Auffaseiung auf der Auswnkung des plötzlichen
Druckabfalls, wobei es im allgemeinen gleichgültig ist, ob die Druckatmosphaie Dampf, Luft oder
Gas ist
Es sind auch bereits Vci fahren bekanntgeworden
die ohne explosionsartigen Druckabfall arbeiten Bei einem bekannten Verfahren dieser Art wild das Rohmaterial
einer ein- oder mehrmaligen Dampf voi behandlung unterzogen, bei weichet dei Druck auf 0,35
bis 3,5 atu gesteigert und dann wiedei abgesenkt wild
Anschließend wird Kochflussigkeit eingeführt und das
Material kuiz/citig unter Druck bis /u 7 atu impui
gnicit worauf der gioßte Teil der Kochflussigkeit abge/ogen
und das Kochen fur 2 bis 3 Stunden foitgeset/t
wnd
Dieses Verfahien weist den Nachteil einet langen Gesamtbehandlungs/eit auf die mindestens 2 Stunden
betragt
Das Ziel der Erfindung hegt demgegenubei in dei
Schaffung eines Verf.ah 1 ens der eingangs angegebenen Alt das ebenfalls ohne explosionsartiges Nachlassen
des Drucks aibeitet, aber eine wesentlich kur/eie Gesamtbehandlungs/eit
ergibt
Dies wird eifindungsgemaß dadurch en eicht, daß in
dei ei sten Dampfstufc auf einen Druck von 5 3 bis
20 atu aufgeheizt und dicsei Druck nach Ei reichen
des Höchstwertes sofoit odei nach einer Verwcil/eit
bis /u 5 Minuten auf 0,35 bis 3,5 atu vci mindert wnd p„
Bei der Herstellung von Faserstoffen fm Isolationsmateiial
oder Hartfaserplatten genügt diese Dampfstufe als alleinige Behandlung In diesem Fall betiagt
die Dauer eines vollständigen Arbeits/yklus 6 bis
8 Minuten
Zur Gewinnung von Zellstoff genügt eine anschließende
Weiterbehandlung mit Kochflussigkeit durch Imprägnieren unter einem Druck von 7 bis
20 atu fur 1 bis 5 Minuten, Abziehen der ubei schussigen
Kochflussigkeit und Kochen unter Dampf chuck Verfahren und Vorrichtung
zur Vorbereitung von Holzschnitzeln oder ähnlichen zellulosehaltigen
Rohstoffen zwecks Gewinnung von Halbzellstoff oder Zellstoff
Anmelder
The Bauer Bros. Company, Sprmgnelct:"(5hTo (V. St. A.)
Vertreter Dipl -Ing E Prinz, Patentanwalt,
Munchen-Pasing, Bodenseestr 3 a
Anton J Horstman und Lee E Eberhard,
Springfield Ohio (V St A), sind als Erfinder genannt worden
λ on etwa 17,5 atu fur 5 bis 15 Minuten In diesem
Fall betragt die Gesamtdauer eines Arbeitszyklus etwa 25 Minuten
Gemäß einer bevorzugten Durchfuhiungsart des erfmdungsgemaßen
Verfahrens wird von der ersten Dampfstufe an bis /ur chemischen Fertigkochung auch
/wischen den einzelnen Behandlungsstufen ein ubetatmosphanscher
Druck im Kocher aufrechterhalten
Zur Duichfuhrung des eifindungsgemaßen Verfahrens
kann eine an sich bekannte Vonichtung verwen
det werden, die aus einem senkiecht stehenden Kocher
besteht, in dessen unterem Teil ein nach unten konisch
\^erjungtes Sieb angeoidnet ist
Diese Vorrichtung wird erfindungsgemaß so ausgebildet,
daß zwischen dem Sieb und den Seltenwanden des Kochers ein großei Zwischenraum besteht und der
Dampfeinlaß so angeoidnet ist, daß der Dampf m diesen
Zwischenraum eintritt
Det Vorteil dieser Konstruktion hegt darin, daß dei Dampf sehr schnell über die gesamte Siebflache
mit dem Rohmateiiai m Berührung kommt
Die Erfindung wird an Hand der in der Zeichnung
dargestellten Vorrichtung erläutert In der Zeichnung zeigt
Fig 1 einen Schnitt durch einen zur Durchfuhrung
des Verfahrens dienenden Kocher und Fig 2 ein Schema der verwendeten Gesamtanlage
In Fig 1 ist ein Kocher 10 dargestellt, der etwa die
Gestalt eines senkrecht stehenden, geschlossenen,
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zylindrischen Tanks hat. An der Obci- und Unterseite
des Kochers 10 sind axiale öffnungen 11 bzw. 12 angebracht,
und es sind weitere öffnungen 13 und 14 an der Oberseite des Kochers und weitere Öffnungen 15
und 16 an der Unterseite des Kochers vorhanden. Die öffnungen dienen zum Anschluß von 'Rohrleitungen 17
bis 23 (Fig. 2). Γη das Rohr 17 ist vor der öffnung 11 ein Absperrventil 24 eingefügt, das mittels einer Vorrichtung
25 fernbedient wind. Entsprechende Ventilvorrichtungen 26 bis 31 sind in die verschiedenen
!Rohrleitungen 18 bis 23 eingefügt.
Im Kocher 10 ist ein nach unten konisch verjüngtes Sieb 32 angeordnet, dessen offene Schmalseite in die
öffnung 12 mündet. Die Seitenwand des Kochers 10
sind auf der Höhe des Siebes etwa gerade, so daß ein verhältnismäßig großer Raum zwischen der Innenwand
des Kochers und dem Sieb 32 besteht.
Dem Rohr 17 wird das zu behandelnde Rohmaterial, z. B. Rohholzschnitzcl oder anderes faseriges Material
zugeführt. Das !Rohr 18 dient zum Ablassen des bearbeiteten
Fasermatcrials. Das Rohr 19 dient zur Entlüftung
und führt beispielsweise in den freien Luftraum. Das Rohr 21 dient zur Zuführung eines Druckmittels,
z. B. Luft oder Dampf. Das Rohr 22 führt zu einem Dampferzeuger.
Das Rohr 23 steht mit der Unterseite eines Vorratsbehälters 33 für Kochflüssigkeit in Verbindung. Parallel
zum Rohr 23 liegt ein Rohr 34, welches an seinem
einen Ende gleichfalls mit der öffnung 16 in Verbindung steht, während sein anderes Ende am unteren
Teil des Behälters 33 angeschlossen ist. Das Rohr 23 enthält zusätzlich zum Ventil 31 emc Pumpe 35. In
das IRohr34 sind im Abstand voneinander Absperrventile 36 und 37 eingefügt.
Zwischen den Ventilen 36 und 37 mündet in das Rohr 34 eine Leitung 38, die zum Boden eines Drucktanks
39 führt. In der Leitung 38 beendet sich ein Absperrventil
41. In das obere Ende de;, Tanks 39 mündet ein Rohr 42. welches das zuvor erwähnte Druckmittel
in Form von Luft oder Dampf zuführt und in welches ein Absperrventil 43 eingefügt ist. Ferner ist das obere
Ende des Tanks 39 über ein Rohr 44 mit dem Behälter 33 verbunden. Tn der Leitung 44 sitzen eine Pumpe 45
sowie zwischen der P'umpe 45 und dem Tank 39 ein Absperrventil 46.
Zur Durchführung des Verfahrens werden die faserhaltigen Stoffe, z. B. Holzschnitzcl, durch die öffnung
11 in den Kocher 10 gebracht. Zu diesem Zeitpunkt sind natürlich die Ventile 24 und 27 geöffnet, während
die übrigen Ventile der Anlage geschlossen sind. Wenn der Kocher 10 teilweise gefüllt ist, wird das Ventil 29
geöffnet, um Dampf unter Druck in den Zwischenraum zwischen das Sieb und die Wand des Kochers einzulassen.
Beim weiteren Füllen des Kochers wird also die Luft aus diesem ausgestoßen, da der Dampf aus
der öffnung 15 durch den Kocher und durch das darin enthaltene Rohmaterial nach oben steigt und die Luft
zum oberen Ende des Kochers und durch die Entlüftungsöffnung 13 nach außen treibt.
Sobald der Kocher mit Rohmaterial angefüllt ist, werden alle Ventile außer dem Ventil 29 geschlossen.
Dann wird Dampf in den Kocher eingelassen. Da der Kocher nun nicht mehr entlüftet wird, steigt der Druck
im Kocher schnell an. Das Sieb 32 s.ctzt dem eintretenden
Dampf nur wenig oder gar 'icincn Widerstand
entgegen, so daß die Geschwindigkeit des Druckanstiegs durch Reibungsverluste nicht wesentlich verringert
wird. Man läßt den Dampfdruck im Kocher 10 ansteigen, bis er einen hohen Wert von mehr als
5 atü bis zu 20 atü erreicht. Dann bleibt der Druck für
0 bis 5 Minuten auf dem hohen Wert. Nach Beendigung dieser Zeit wird das Ablaßventil 27 geöffnet,
worauf der Druck im Kocher schnell abnimmt.
Das beschriebene Dämpfen dsr Holzschnitzel bringt die gesamte Menge der Schnitzel auf einen gleichmäßigen
Feuchtigkeitsgehalt. Dies ermöglicht das gleichzeitige Kochen von Holzschnitzeln mit verschiedenem
Feuchtigkeitsgehalt, z. B. Mischungen von grünem Schnitzelholz und gedarrtem Holz oder zerschnitzcltem
Furnierabfall.
Durch den beschriebenen Druckanstieg im Kocher und das darauffolgende Absinken dieses Druckes vor
dem Einbringen der Kochflüssigkeit werden die Schnitzel verschiedenster Art äußerst aufnahmefähig
für das Eindringen und die Absorption der Kochflüssigkeit.
Beim Ablassen des Dampfdruckes wird das Auslaßventil 27 offengehalten, bis ein bestimmter niedriger
Druck erreicht ist, der zwischen 0,35 und 3,5 atii liegen kann, welcher jedoch über dem Druck der Außenluft
gehalten wird, so daß keine Luft in den Kocher zurückkommen und die Luft ersetzen kann, welche zuvor
ausgetrieben worden war. Nun können die gedämpften Holzschnitzel aus dem Kocher entnommen
werden, oder ihre Behandlung kann durch Hinzufügen der Kochflüssigkeit fortgesetzt werden.
In dem zuerst erwähnten Fall wird das \^cntil 26
geöffnet, und das gesamte, im Kocher enthaltene Material wird durch den inneren Druck zur Öffnung
12 ausgeblasen. Falls in den Kocher 10 Flüssigkeit eingeführt werden soll, wird diese aus dem Behälter
33 in den Kocher gefördert und für eine bestimmte Zeit unter Druck gesetzt. Dadurch wird das Material
gründlich mit der Flüssigkeit getränkt. Auf diesen \forgang kann eine weitere Behandlung folgen, nach
welcher das Material abgelassen wird.
Beispielsweise kann das faserige Material nach der Tränkung in der Flüssigkeit gekocht werden, oder die
Flüssigkeit kann abgelasser werden, worauf das Material in einer Dampfphase ohne Flüssigkeit gekocht
wird. Während des Tränkungsvorgangs tritt eine beträchtliche Menge der Flüssigkeit in die Zellenstruktur
des faserigen Materials ein, wodurch der Spiegel der Kochflüssigkeit abgesenkt wird, wenn diese nicht nachgefüllt
wird. Hierzu dient der Drucktank 39.
Nach Einbringen des Rohmaterials in den Kocher wird der Anfangsdampfdruck auf 20 atü erhöht und
für ungefähr 5 Minuten auf diesem Wert gehalten. Dann wird der Dampf bis auf einen Druck von 3,5 atü
abgelassen. Darauf wird das Ablaß\^entil 26 geöffnet
und die im Kocher enthaltene Schnitzelladung ausgetrieben. Man erhält dadurch ein Fasermaterial, das
sich zur Herstellung von Isoliermaterial oder Hartfaserplatten eignet. Der vollständige Arbeitszyklus
dauert 6 bis 8 Minuten.
Nach dem Füllen des Kochers wird der Anfangsdampfdruck auf einen Wert zwischen 5 und 20 atü erhöht.
Er wird für 0 bis 5 Minuten auf diesem Wert gehalten. Dann wird der Druck durch öffnen des Ventils
27 auf einen Wert zwischen 0,35 und 1,75 atü verringert. Nach dieser Verringerung des Druckes wird
das Ventil 31 in der Leitung 23 geöffnet, und die Pumpe 35 in dieser Leitung wird in Gang gesetzt, um
Flüssigkeit aus dem Behälter 33 in den Kocher 10 zu fördern. Wenn der Kocher ganz oder teilweise mit
Flüssigkeit gefüllt ist, wird das Ventil 31 geschlossen
und die Pumpe 35 außer Betrieb gesetzt. Das Rohr 21 wird dann mit einem Luftdruckerzeuger verbunden,
und das Ventil 28 wird geöffnet, so daß Luftdruck auf die Kochflüssigkeit einwirken kann. Man läßt den
Luftdruck auf einen Wert zwischen 7 und 20 atü ansteigen, auf welchem er für 1 bis 5 Minuten gehalten
wird. Dann wird der Luftdruck abgelassen und Dampf über das Ventil 28 eingelassen, wobei gleichzeitig die
Ventile 36 und 37 geöffnet sind. Dieses bewirkt, daß die im Kocher 10 enthaltene Flüssigkeit in den Behälter
33 zurückgebracht wird. Nach dem Füllen des Kochers wird dabei während des ganzen Zyklus der
Druck niemals wieder auf den Druck der Außenluft reduziert, so daß keine Luft von außen eintreten kann.
Dadurch, daß gleichzeitig mit dem Einfüllen der Holzschnitzel Dampf in den Kocher eingelassen wird, wird
die meiste Luft aus dem Kocher getrieben, so daß sie vom Arbeitsgang ausgeschlossen ist.
1 ao
In Abänderung des Verfahrens nach Beispiel 2 wird das Ventil 28 nicht abwechselnd an Luft und Dampf
angeschlossen, sondern nur mit einem Dampferzeuger verbunden. Ferner bleibt das Ventil 28 geschlossen,
während das Holz mit der Flüssigkeit getränkt wird, und zum Nachfüllen der absorbierten Flüssigkeit dient
die Pumpe 45. Dazu wird das Ventil 31 geschlossen, und die Ventile 36, 41 und 46 werden geöffnet, nachdem
der Kocher 10 durch die Pumpe 35, welche zweckmäßigerweise eine Niederdruckpumpe mit großem
Förderraum ist, gefüllt worden ist. Dann wird die Pumpe 45 angelassen, durch welche ein hydrostatischer
Druck über den Tank 39, das Rohr 38 und das Rohr 34 auf die im Kocher 10 enthaltene Flüssigkeit
ausgeübt wird. Dieser Druck gewährleistet den erwünschten Druck im Kocher und die Aufrechterhaltung
der vollen Flüssigkeitsmenge. Die Pumpe 45 ist vorzugsweise eine Hochdruckpumpe mit kleinem
Förderraum. Ein ähnlicher hydrostatischer Druck kann dadurch erzeugt werden, daß das Ventil 43 geöffnet
wird, um Luft- oder Dampfdruck in den oberen Teil des Tanks 39 einzulassen, wo er auf die im Tank
befindliche Flüssigkeit und damit auf die Flüssigkeit im Kocher 10 einwirkt.
45
Nachdem die Tränkung der Schnitzel entsprechend einem der Verfahren nach Beispiel 2 oder 3 beendet
ist, werden die Schnitzel in der Dampfphase gekocht. Hierzu wird die im Kocher befindliche Flüssigkeit in
der oben beschriebenen Weise in den Behälter 33 zurückgedrückt. Dann wird das Ventil 36 geschlossen,
und das Ventil 29 wird geöffnet, um Dampf in den Kocher einzulassen. Die im Kocher enthaltenen
Schnitzel werden dann für eine Dauer von 5 bis 10 Minuten durch den Dampf gekocht, welcher durch
das Ventil 29 eintritt. Die Länge dieser Zeit hängt von der Art des verarbeiteten Materials und von der besonderen
Beschaffenheit des erwünschten Endprodukts ab.
Nach Beendigung des Kochvorgangs wird das Ventil 29 geschlossen, während das Ablaßventil 26 und
das obere Dampfventil 28 geöffnet werden. Der durch das Ventil 28 in den Kocher eintretende Dampf bläst
das gekochte Material aus dem Kocher durch die Auslaßöffnung 18 in einen (nicht dargestellten) Behälter.
Danach können die gekochten Schnitzel entsprechend dem erwünschten Endergebnis weiterbehandelt werden.
Wenn die Schnitzel in der Flüssigkeit gekocht werden sollen, wird die Flüssigkeit nach dem Tränkungsvorgang nicht aus dem Kocher entfernt. Das Ventil
bleibt geschlossen, und das Ventil 28 wird geöffnet, um Dampf in den Kocher einzulassen, welcher mit
Schnitzeln und mit Kochflüssigkeit gefüllt ist. Das Kochen der Schnitzel in der Flüssigkeit dauert beträchtlich
länger als das Kochen in Dampf, da sowohl die Temperatur der Kochflüssigkeit als auch die der
Schnitzelmasse erhöht werden muß.
Nach Beendigung des Kochens der Schnitzel in der Flüssigkeit werden die Ventile 36 und 37 geöffnet,
worauf die Flüssigkeit in den Behälter 33 zurückgeführt wird. Nachdem die Flüssigkeit aus dem Kocher
entleert ist, wird das Ventil 36 geschlossen und das Ablaßventil 26 geöffnet. Durch die fortdauernde Einwirkung
von Dampf über das Ventil 28 werden die gekochten Schnitzel aus dem Kocher über die Ablaßöffnung
18 in einen (nicht dargestellten) Behälter geblasen. Die weitere Verarbeitung der gekochten
Schnitzel hängt von dem erwünschten Endprodukt ab.
Claims (3)
1. Verfahren zur Vorbereitung von Holzschnitzeln oder ähnlichen zellulosehaltigen Rohstoffen
zwecks Gewinnung von Halbzellstoff oder gegebenenfalls von Zellstoff, wobei der Rohstoff mit
Dampf höheren Überdrucks und anschließend mit Dampf geringeren Überdrucks behandelt und gegebenenfalls
anschließend nach Einführung von Aufschlußchemikalien in dampfförmiger oder flüssiger Phase gekocht wird, dadurch gekennzeichnet,
daß in der ersten Dämpfstufe auf einen Druck von 5,3 bis 20 atü aufgeheizt und dieser Druck
nach Erreichen des Höchstwertes sofort oder nach einer Vcrweilzeit bis zu 5 Minuten auf 0,35 bis
3,5 atü vermindert wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß von der ersten Dämpfstufe an bis zur
chemischen Fertigkochung auch zwischen den einzelnen Behandlungsstufen ein überatmosphärischer
Druck im Kocher aufrechterhalten wird.
3. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 und 2, bestehend aus einem
senkrecht stehenden Kocher, in dessen unterem Teil ein nach unten konisch verjüngtes Sieb angeordnet
ist, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Sieb (32) und den Seitenwänden des Kochers
(10) ein großer Zwischenraum besteht und der Dampfeinlaß (15) so angeordnet ist, daß der
Dampf in diesen Zwischenraum eintritt.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 492 795, 492 796,
228, 559 405;
228, 559 405;
britische Patentschrift Nr. 738 815;
USA.-P'atentschriften Nr. 2 640 774, 2 711 369;
Das Papier, 7. Jahrgang, 1953, S. L 109 (Referat über eine Arbeit von N. N.).
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 909 607/120 8.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEB40213A DE1063450B (de) | 1956-05-11 | 1956-05-11 | Verfahren und Vorrichtung zur Vorbereitung von Holzschnitzeln oder aehnlichen zellulosehaltigen Rohstoffen zwecks Gewinnung von Halbzellstoff oder Zellstoff |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEB40213A DE1063450B (de) | 1956-05-11 | 1956-05-11 | Verfahren und Vorrichtung zur Vorbereitung von Holzschnitzeln oder aehnlichen zellulosehaltigen Rohstoffen zwecks Gewinnung von Halbzellstoff oder Zellstoff |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1063450B true DE1063450B (de) | 1959-08-13 |
Family
ID=6966021
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEB40213A Pending DE1063450B (de) | 1956-05-11 | 1956-05-11 | Verfahren und Vorrichtung zur Vorbereitung von Holzschnitzeln oder aehnlichen zellulosehaltigen Rohstoffen zwecks Gewinnung von Halbzellstoff oder Zellstoff |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1063450B (de) |
Citations (7)
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1956
- 1956-05-11 DE DEB40213A patent/DE1063450B/de active Pending
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