[go: up one dir, main page]

DE1061462B - Verfahren zur Herstellung metallhaltiger Azofarbstoffe - Google Patents

Verfahren zur Herstellung metallhaltiger Azofarbstoffe

Info

Publication number
DE1061462B
DE1061462B DEF23564A DEF0023564A DE1061462B DE 1061462 B DE1061462 B DE 1061462B DE F23564 A DEF23564 A DE F23564A DE F0023564 A DEF0023564 A DE F0023564A DE 1061462 B DE1061462 B DE 1061462B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
group
amino
amino group
metal complex
compound
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEF23564A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Horst Nickel
Dr Fritz Suckfuell
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Bayer AG
Original Assignee
Bayer AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Bayer AG filed Critical Bayer AG
Priority to DEF23564A priority Critical patent/DE1061462B/de
Priority to CH6135358A priority patent/CH380842A/de
Publication of DE1061462B publication Critical patent/DE1061462B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B31/00Disazo and polyazo dyes of the type A->B->C, A->B->C->D, or the like, prepared by diazotising and coupling
    • C09B31/02Disazo dyes
    • C09B31/025Disazo dyes containing acid groups, e.g. -COOH, -SO3H, -PO3H2, -OSO3H, -OPO2H2; Salts thereof
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B43/00Preparation of azo dyes from other azo compounds
    • C09B43/06Preparation of azo dyes from other azo compounds by oxidation
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B45/00Complex metal compounds of azo dyes
    • C09B45/02Preparation from dyes containing in o-position a hydroxy group and in o'-position hydroxy, alkoxy, carboxyl, amino or keto groups
    • C09B45/24Disazo or polyazo compounds

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Coloring (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung metallhaltiger Azofarbstoffe Es wurde gefunden, daß man wertvolle Azofarbstoffe erhält, wenn man eine diazotierte 2-Amino-6-nitronaphthalinsulfonsäure mit einer aminogruppenhaltigen Azokomponente in o-Stellung zur Aminogruppe kuppelt, den Aminoazofarbstoff in die entsprechende Triazolverbindung überführt, in dieser die Nitrogruppe in eine Aminogruppe umwandelt, diazotiert, mit einer Aminoverbindung der Benzol- oder Naphthalinreihe, die in o-Stellung zur Aminogruppe eine metallkomplexbildende Gruppe oder einen Rest, der unter den Bedingungen der Metallisierung in eine metallkomplexbildende Gruppe übergeführt wird, enthält, derart vereinigt, daß die Kupplung in p-Stellung zur Aminogruppe erfolgt, nach Weiterdiazotieren mit einer in o-Stellung zu einer Hydroxylgruppe kuppelnden Azokomponente Vereinigt und den derart erhältlichen Farbstoff durch Einwirkung metallabgebender Mittel in dessen Metallkomplexverbin-Jung überführt.
  • Man gelangt zu den gleichen Farbstoffen, wenn man von 2-Acetylamino-6-aminonaphthalinsulfonsäüreri ausgeht, diazotiert und kuppelt, nach der Triazolierung die Acetylgruppe abspaltet und sonst in gleicher Weise - wie oben angegeben - verfährt.
  • Weitere Ausführungsformen des Verfahrens bestehen darin, daß man die Reihenfolge der verschiedenen erforderlichen Reaktionsschritte vertauscht. So kann man beispielsweise zunächst, von 2-Amino-6-nitronäphthalinsulfonsäuren ausgehend, durch Kupplung mit der erwähnten Aminoverbindung der Benzol- oder Naphthalülreihe, Weiterdiazotierung, Vereinigung mit einer in o-Stellung zu einer Hydroxylgruppe kuppelnden Azokomponente und Metallisierung den die Metallkomplexverbindung enthaltenden Molekülteil aufbauen, dann nach Überführung der Nitrogruppe in eine Aminogrüppe, Diazötierüng und Kupplung mit einer aminogruppenhaltigen Verbindung in o-Stellung zur Aminogruppe die Triazolierung vornehmen.
  • Eine Variante des letztgenannten Verfahrens besteht darin, daß man die Überführung in die Metallkomplexverbindung als letzte Stufe an die Triazolierung anschließt.
  • Die Überführung der o-Aminoazofarbstoffe in die entsprechenden Triazolverbindungen erfolgt nach an sich bekannten Verfahren, beispielsweise durch Einwirkung ammoniakalischer Küpfer(II)-salzlösung oder mit Chlorlauge.
  • Die Umwandlung der Nitrogruppe in eine Aminogruppe kann beispielsweise mit Natriumsulfid oder - bei der erstgenannten Ausführungsform des Verfahrens -auch mit Eisen und Essigsäure vorgenommen werden.
  • Als metalllkomplexbildende Gruppe in den Verwendeten Mittelkomponenten der Benzol- oder Naphthalinreihe kommen beispielsweise die Hydroxylgruppe oder die Carboxylgruppe in Frage. Substituenten, die unter den Bedingungen der Metallisierung in eine rnetalIkomplexbildende Gruppe übergeführt werden, sind beispielsweise die Alkoxygrüppe oder ein Hälögensubstituent. Im Falle einer Alkoxygruppe wird die Metällisierung, beispielsweise die Kupferung, in bekannter Weise unter Ersatz von Alkoxy gegen Hydroxyl und im Falle der Halogensubstitution nach ebenfalls bekannten Methoden durch Austausch des Halogensubstituenten gegen Hydroxyl vorgenommen. Der fragliche Rest kann außerdem auch ein Wasserstoffatom oder eine Sulfonsäuregruppe bedeuten, die nach den Verfahren der oxydativen Kupfereng (deutsche Patentschriften 807 289, 889196, 893 699 und deutsche Auslegeschrift 1006 098e in Hydroxylgruppen umgewandelt werden können.
  • Für das vorliegende Verfahren geeignete 2-Aminä-6-nitronaphthalinsulfönsäuren sind beispielsweise2-Amino-6-nitronaphthälin-8-sulfonsäure und 2-Amino-6-nitronaphthalin-4,8-disulfonsäure. Als Aminoverbindungen, die nach der Kupplung zur Triäzolierung befähigt sind, kommen beispielsweise in Frage: 2-Aminonaphthälin, 2-Aminonaphthalin-5-sulfonsäure, 2-Aminonaphthalin-6-sulfönsäure, 2-Aminonäphthalin-3,6-disulfonsäure lind 1-Aminonaphthalin-4-sulfonsäure.
  • Geeignete Mittelkomponenten der Benzol- oder Naphthalinreihe, die in p-Stellung zur Aminogrüppe kuppeln und die in o-Stellung zur Aminogruppe die für eine Metallisierung erforderlichen Substituenten tragen, sind z. B. Aminobenzol, 2-Methoxyaminobenzol, 5-Methyl-2-methoxyaminobenzol, 1-Aminonaphthalin, 1-Aminonaphthalin-6-sulfonsäure, 2-Chlor-l-aminonaphthalin-6-sulfonsäure und 2-Äthoxy-l-aminonaphthalin-6-sulfonsäure.
  • Als Azokomponenten, die in o-Stellung zu einer Hydroxylgruppe kuppeln, seien erwähnt: 1-Oxy-4-methylbenzol, 1-Oxynaphthalin-4-sulfonsäure, 2-Oxynaphthalin-4-sulfonsäure, 2-Oxynaphthalin-3,6-disulfonsäure, 1- Acetylamino - 8 - oxynaphthalin - 4 - sulfonsäure und Phenylmethylpyrazolon.
  • Die Farbstoffe färben Fasern aus natürlicher oder regenerierter Cellulose in vorwiegend grünen Tönen mit hervorragender Lichtechtheit.
  • Gegenüber dem aus Beispiel 2 der deutschen Patentschrift 737 941 bekannten kupferhaltigen Disazofarbstoff zeichnet sich der verfahrensgemäß gekupferte Disazofarbstoff der Formel durch bessere Lichtechtheit der Färbungen auf Baumwolle aus. Beispiel 1 55,1 Gewichtsteile (0,1 Mol) der Aminotriazolverbindung der Formel (hergestellt durch Kuppeln von dianotierter 2-Amino-6-nitronaphthalin-4,8-disulfonsäure mit 2-Aminonaphthalin-6-sulfonsäure (Triazolkomponente), Triazolierung und Reduktion der Nitrogruppe zur Aminogruppe) werden in 800 Volumteilen Wasser schwach sodaalkalisch gelöst und nach Zugabe von 69 Volumteilen 10°/°iger Natriumnitritlösung durch Einlaufenlassen in 35 Volumteile Salzsäure (d = 1,14) und 350 Volumteile Wasser bei ungefähr 20° C dianotiert. Nach beendeter Dianotierung werden 26,7 Gewichtsteile 1-Amino-2-äthoxynaphthalin-6-sulfonsäure, angerührt in 100 Volumteilen Wasser, zugegeben und das Gemisch durch Zusatz von annähernd 35 Volumteilen 200%iger Natriumacetatlösung auf einen p$-Wert von etwa 4 gebracht. Nach beendeter Kupplung wird abgesaugt und in Wasser sodaalkalisch umgelöst. Die erhaltene Paste wird in 1400 Volumteilen heißem Wasser gelöst und mit 69 Volumteilen 10°/°iger Natriumnitritlösung durch Einlaufenlassen in 100 Volumteile Salzsäure (d = 1,14) bei etwa 30° C dianotiert; das ausgefallene Diazoniumsalz wird anschließend abgesaugt. Die erhaltene Paste wird in die sodaalkalische Lösung von 30,4 Gewichtsteilen 2-Oxynaphthalin-3,6-disulfonsäure in 350 Volumteilen Wasser und 140 Volumteilen 20°/°iger Sodalösung eingetragen und so lange bei Raumtemperatur gerührt, bis die Kupplung beendet ist. Der ausgefallene Farbstoff wird isoliert und nach üblichen Methoden durch Behandlung mit Kupfersalzen in die Kupferkomplexverbindung übergeführt. Der getrocknete Farbstoff stellt ein dunkles Pulver dar, das sich in Wasser mit grüner Farbe löst und Baumwolle in grünen, lichtechten Tönen färbt.
  • 100 Gewichtsteile Baumwolle werden bei Raumtemperatur in ein Färbebad gegeben, das in 5000 Volumteilen Wasser 2 Gewichtsteile dieses Farbstoffes, 1 Gewichtsteil Soda und 20 Gewichtsteile Natriumsulfat enthält. Das Färbebad wird in etwa einer halben Stunde auf 90 bis 95'C erwärmt und i/2 Stunde bei 95° C gehalten. Danach wird die Baumwolle gespült und getrocknet. Man erhält eine grüne Färbung, die sehr gute Lichtechtheiten besitzt.
  • Wird die Metallisierung statt mit Kupfersalzen mit Nickelsalzen ausgeführt, so erhält man einen Farbstoff, der Baumwolle in blaustichigen Grüntönen färbt.
  • Ersetzt man die Endkomponente 2-Oxynaphthalin-3,6-disulfonsäure durch die äquivalente Menge an 1-Oxy-8-acetylaminonaphthalin-5-sulfonsäure, wobei die Schlußkupplung in Anwesenheit von Pyridin durchgeführt wird, so erhält man einen Farbstoff, der Baumwolle in gelbstichigen Grüntönen färbt.
  • Verwendet man statt der 2-Aminonaphthalin-6-sulfonsäure als Triazolkomponente und der 2-Oxynaphthalin-3,6-disulfonsäure als Endazokomponente die äquivalente Menge nachstehend angegebener Verbindungen und verfährt in sinngemäßer Weise wie beschrieben, so erhält man Farbstoffe, die Baumwolle in den in der folgenden Tabelle angegebenen Tönen färben.
    Triazolkomponente Endazokomponente Färbung des kupferhaltigen
    Farbstoffes auf Baumwolle
    2-Aminonaphthahn-6-sulfonsäure 2-Oxynaphthalin-5-sulfonsäure blaustichiggrün
    desgl. 2-Oxynaphthalin-6-sulfonsäure blaustichiggrün
    desgl. 1-Oxy-8-acetylaminonaphthalin- grün
    3,6-disulfonsäure
    desgl. 1-Oxynaphthalin-4-sulfonsäure grün
    desgl. 1-Oxynaphthalin-3,8-disulfonsäure grün
    2-Aminonaphthalin-5-sulfonsäure 2-Oxynaphthalin-3,6-disulfonsäure blaustichiggrün
    desgl. 2-Oxynaphthalin-5,7-disulfonsäure grün
    desgl. 1-Oxynaphthalin-4,8-disulfonsäure grün
    desgl. 1-Oxy-8-acetylaminonaphthalin- gelbstichiggrün
    5-sulfonsäure
    2-Aminonaphthalin-7-sulfonsäure 2-Oxynaphthalin-3,6-disulfonsäure blaustichiggrün
    desgl. 1-Oxy-8-acetylaminonaphthalin- grün
    5-sulfonsäure
    2 Aminonaphthalin-3,6-disulfonsäure 2-Oxynaphthalin-5-sulfonsäure blaustichiggrün
    desgl. 2-Oxynaphthalin-6-sulfonsäure blaustichiggrün
    desgl. 1-Oxy-8-acetylanvnonaphthalin- gelbstichiggrün
    5-sulfonsäure
    desgl. 1-Oxy-8-benzoylaminonaphthalin- gelbstichiggrün
    5-sulfonsäure
    desgl. 1-Chlor-2-acetylamino-5-oxynaphthalin- blaustichiggrün
    7-sulfonsäure
    1-Aminonaphthalin-4-sulfonsäure 2-Oxynaphthalin-3,6-disulfonsäure blaustichiggrün
    desgl. 1-Oxy-8-acetylaminonaphthalin- gelbstichiggrün
    - 5-sulfonsäure
    Ersetzt man die Mittelkomponente des Grundbeispiels 1-Amino-2-äthoxynaphthalin-6-sulfonsäure durch die äquivalente Menge 1-Amino-2-äthoxynaphthalin-7-sulfonsäure, so erhält man einen Farbstoff, der Baumwolle in grünen Tönen färbt.
  • Verwendet man statt der Aminotriazolverbindung (I) die äquivalente Menge der Aminotriazolverbindung, hergestellt durch Kuppeln von diazotierter 2-Amino-6-nitronaphthalin-8-sulfonsäure mit 2-Aminonaphthalin-3,6-disulfonsäure, Triazolierung und Reduktion der Nitrogruppe, so erhält man nach Diazotierung und Kupplung mit 1-Amino-2-äthoxynaphthalin-6-sulfonsäure, Weiterdiazotierung und Kupplung mit 1-Oxy-8-acetylaminonaphthalin-5-sulfonsäure einen Farbstoff, dessen Kupferkomplexverbindung Baumwolle in echten grünen Tönen färbt. Beispiel 2 55,1 Gewichtsteile (0,1 Mol) der Aminotriazolverbindung (I) werden, wie im Beispiel 1 beschrieben, diazotiert und nach beendeter Umsetzung mit 22,3 Gewichtsteilen 1-Aminonaphthalin-6-sulfonsäure, gelöst in 350 Volumteilen Wasser, vereinigt, essigsauer ausgekuppelt und isoliert.
  • Die erhaltene Paste wird in 1100 Volumteilen Wasser .angerührt, 69 Volumteile 10o%ige Natriumnitritlösung zugesetzt und bei etwa 10° C durch Einlaufenlassen in 42 Volumteile Salzsäure (d = 1,14), verdünnt mit 50 Volumteilen Wasser, diazotiert. Nach beendeter Diazotierung wird das Diazoniumsalz abgesaugt. Die sodaalkalische Lösung von 30,4 Gewichtsteilen 2-Oxynaphthalin-3,6-disulfonsäure in 350 Volumteilen Wasser wird mit der erhaltenen Diazoniumsalzpaste nach Zugabe von 140 Volumteilen 20o/oiger Sodalösung bei 0° C vereinigt und ausgekuppelt, dann mit Natriumchlorid ausgesalzen und isoliert. Die erhaltene Farbstoffpaste wird in 2100 Volumteilen Wasser verrührt, mit Essigsäure schwach angesäuert und mit 140 Volumteilen 20o/oiger Natriumacetatlösung sowie der Lösung von 25 Gewichtsteilen kristallisiertem Kupfersulfat in 130 Volumteilen Wasser versetzt. Nach Erwärmen auf 60° C werden in die Lösung in 3 Stunden ungefähr 280 Volumteile 3o/oiges Wasserstoffperoxyd eingetropft, bis die oxydierende Kupferung beendet ist. Der oxydativ gekupferte Farbstoff wird mit Natriumchlorid ausgesalzen. und isoliert. Er stellt getrocknet ein dunkles Pulver dar, das sich in Wasser mit grüner Farbe löst und Baumwolle in grünen Tönen färbt.
  • Verwendet man an Stelle der 1-Aminonaphthalin-6-sulfonsäure die äquivalente Menge 2-Chlor-l-aminonaphthalin-7-sulfonsäure und führt die Kupferung durch Kochen mit tartrathaltiger Kupfersalzlösung in alkalischem Medium durch, so erhält -man auf Baumwolle grüne Färbungen ähnlichen Farbtons.
  • Beispiel 3 Eine neutrale Lösung von 63,1 Gewichtsteilen (0,1 Mol) der Aminotriazolverbindung der Formel in 700 Volumteilen Wasser wird analog den Angaben des Beispiels 1 diazotiert, mit 13,7 Gewichtsteilen 1-Methyl-3-amino-4-methoxybenzol essigsauer bei 0° C gekuppelt und die erhaltene Monoazoverbindung isoliert. Die erhaltene Paste wird in 1400 Volumteilen Wasser gelöst und mit 69 Volumteilen 10°/oiger Natriumnitritlösung durch Einlaufenlassen in 42 Volumteile Salzsäure (d = 1,14) und 50 Volumteile Wasser bei 25° C diazotiert. Nach beendeter Diazotierung wird die Lösung von 30,4 Gewichtsteilen 2-Oxynaphthalin-3,6-disulfonsäure in 350 Volumteilen Wasser zugefügt, sodaalkalisch ausgekuppelt und isoliert. Die erhaltene Farbstoffpaste wird wie üblich mit Kupfersalzen nachbehandelt.
  • Der gekupferte Farbstoff stellt getrocknet ein dunkles Pulver dar, das sich in Wasser mit blauer Farbe löst und Baumwolle in grünstichigblaugrauem Ton färbt.
  • Verwendet man an Stelle der 2-Oxynaphthalin-3,6-disulfonsäure die äquivalente Menge 1-(4'-Sulfophenyl)-3-methyl-5-paryzolon, so erhält man einen Farbstoff, der Baumwolle in violettbraunen Tönen färbt.
  • Ersetzt man die Mittelkomponente 1-Methyl-3-arnino-4-methoxybenzol durch die äquivalente Menge 2-Aminobenzoesäure, so erhält man mit 2-Oxynaphthalin-3,6-disulfonsäure als Endkomponente auf Baumwolle eine rotbraune Färbung.
  • Verwendet man eine Aminotriazolverbindung mit 2 Aminonaphthalin-5-sulfonsäure als Triazolkomponente und setzt 2-Aminobenzoesäure als Mittelkomponente ein, so erhält man mit 2-Oxynaphthalin-3,6-disulfonsäure oder 1-Oxy-7-acetylaminonaphthalin-3-sulfonsäure oderl-Oxy-7-phenylaminonaphthalin-3-sulfonsäure als Endazokomponente Farbstoffe, die nach der Kupferung Baumwolle in rot- bis schwarzbraunen Tönen färben.

Claims (4)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zur Herstellung metallhaltiger Azofarbstoffe, dadurch gekennzeichnet, daß man eine diazotierte 2-Amino-6-nitronaphthalinsulfonsäure mit einer aminogruppenhaltigen Azokomponente in o-Stellung zur Aminogruppe kuppelt, den Aminoazofarbstoff in die entsprechende Triazolverbindung überführt, in dieser die Nitrogruppe in eine Aminogruppe umwandelt, diazotiert, mit einer Aminoverbindung der Benzol- oder Naphthalinreihe, die in o-Stellung zur Aminogruppe eine metallkomplexbildende Gruppe oder einen Rest der unter den Bedingungen der Metallisierung in eine metallkomplexbildende Gruppe übergeführt wird, enthält, in p-Stellung zur Aminogruppe kuppelt, nach Weiterdiazotieren mit einer in o-Stellung zu einer Hydroxylgruppe kuppelnden Azokomponente vereinigt und die derart erhältlichen Farbstoffe durch Einwirkung metallabgebender Mittel in ihre Metallkomplexverbindungen überführt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man von einer 2-Acetylamino-6-aminonaphthalinsulfonsäure ausgeht und die Acetylgruppe nach erfolgter Triazolierung abspaltet.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man eine diazotierte 2-Amino-6-nitronaphthalinsulfonsäure mit einer Aminoverbindung der Benzol- oder Naphthalinreihe, die in o-Stellung zur Aminogruppe eine metallkomplexbildende oder in eine solche überführbare Gruppe aufweist, in p-Stellung zur Aminogruppe kuppelt, nach Weiterdiazotieren mit einer in o-Stellung zu einer Hydroxylgruppe kuppelnden Azokomponente vereinigt, den so erhaltenen Farbstoff durch Einwirkung metallabgebender Mittel in dessen Metallkomplexverbindung überführt, in diesem Farbstoff die Nitrogruppe in eine Aminogruppe umwandelt, diazotiert, mit einer aminogruppenhaltigen Verbindung in o-Stellung zur Aminogruppe kuppelt und anschließend triazoliert.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß man die Metallkomplexbildung erst nach erfolgter Triazolierung in der Endstufe vornimmt. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 737 941. Bei der Bekanntmachung der Anmeldung ist eine Färbetafel ausgelegt worden.
DEF23564A 1957-07-23 1957-07-23 Verfahren zur Herstellung metallhaltiger Azofarbstoffe Pending DE1061462B (de)

Priority Applications (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEF23564A DE1061462B (de) 1957-07-23 1957-07-23 Verfahren zur Herstellung metallhaltiger Azofarbstoffe
CH6135358A CH380842A (de) 1957-07-23 1958-07-03 Verfahren zur Herstellung metallhaltiger Azofarbstoffe

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEF23564A DE1061462B (de) 1957-07-23 1957-07-23 Verfahren zur Herstellung metallhaltiger Azofarbstoffe

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1061462B true DE1061462B (de) 1959-07-16

Family

ID=7090891

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEF23564A Pending DE1061462B (de) 1957-07-23 1957-07-23 Verfahren zur Herstellung metallhaltiger Azofarbstoffe

Country Status (2)

Country Link
CH (1) CH380842A (de)
DE (1) DE1061462B (de)

Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE737941C (de) * 1938-11-15 1943-08-02 Ig Farbenindustrie Ag Verfahren zur Herstellung von kupferhaltigen Disazofarbstoffen

Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE737941C (de) * 1938-11-15 1943-08-02 Ig Farbenindustrie Ag Verfahren zur Herstellung von kupferhaltigen Disazofarbstoffen

Also Published As

Publication number Publication date
CH380842A (de) 1964-08-15

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1923680B2 (de) Disazofarbstoffe und ihre verwendung zum faerben und bedrucken von natuerlichen und synthetischen fasermaterialien
DE1061462B (de) Verfahren zur Herstellung metallhaltiger Azofarbstoffe
DE1419829C3 (de) Metallhaltige Azofarbstoffe und Verfahren zu ihrer Herstellung
DE1126541B (de) Verfahren zur Herstellung von Azofarbstoffen
DE1444671C3 (de) Metallhaltige Azofarbstoffe und ihre Verwendung zum Färben vegetabilischer Fasern
DE1419837C3 (de) Reaktive Monoazokupferkomplexfarbstoffe, Verfahren zu ihrer Herstellung und ihre Verwendung
DE1285644B (de) Verfahren zur Herstellung metallhaltiger Azofarbstoffe
DE908900C (de) Verfahren zur Herstellung von kupferbaren Polyazofarbstoffen
DE695400C (de) Verfahren zur Herstellung von Disazofarbstoffen
DE741086C (de) Verfahren zur Herstellung von Trisazofarbstoffen
DE888907C (de) Verfahren zur Herstellung von Azofarbstoffen
DE582644C (de) Verfahren zur Herstellung von Azofarbstoffen
DE927042C (de) Verfahren zur Herstellung kupferhaltiger Trisazofarbstoffe
DE834881C (de) Verfahren zur Herstellung von Disazofarbstoffen
DE956794C (de) Verfahren zur Herstellung von metallisierbaren Polyazofarbstoffen bzw. deren Metallkomplexverbindungen
DE842098C (de) Verfahren zur Herstellung von metallisierbaren Dis- oder Polyazofarbstoffen der Dipyrazolonreihe
DE946559C (de) Verfahren zur Herstellung metallhaltiger Trisazofarbstoffe
AT117029B (de) Verfahren zur Darstellung von Dis- und Polyazofarbstoffen.
DE1079760B (de) Verfahren zur Herstellung von Azofarbstoffen
DE672135C (de) Verfahren zur Herstellung von Stilbenazofarbstoffen
DE842097C (de) Verfahren zur Herstellung von in Kupferkomplexverbindungen ueberfuehrbaren Dis- und Polyazofarbstoffen
DE1061460B (de) Verfahren zur Herstellung von Azofarbstoffen und deren Kupferkomplexverbindungen
DE1061461B (de) Verfahren zur Herstellung metallhaltiger Azofarbstoffe
DE1046222B (de) Verfahren zur Herstellung metallhaltiger Polyazofarbstoffe
DE1098648B (de) Verfahren zur Herstellung metallhaltiger Azofarbstoffe