[go: up one dir, main page]

DE834881C - Verfahren zur Herstellung von Disazofarbstoffen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Disazofarbstoffen

Info

Publication number
DE834881C
DE834881C DEP27891A DEP0027891A DE834881C DE 834881 C DE834881 C DE 834881C DE P27891 A DEP27891 A DE P27891A DE P0027891 A DEP0027891 A DE P0027891A DE 834881 C DE834881 C DE 834881C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
parts
dyes
dye
amino
acid
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEP27891A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Philippe Grandjean
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Sandoz AG
Original Assignee
Sandoz AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Sandoz AG filed Critical Sandoz AG
Application granted granted Critical
Publication of DE834881C publication Critical patent/DE834881C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B31/00Disazo and polyazo dyes of the type A->B->C, A->B->C->D, or the like, prepared by diazotising and coupling
    • C09B31/02Disazo dyes
    • C09B31/08Disazo dyes from a coupling component "C" containing directive hydroxyl and amino groups

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Coloring (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Disazofarbstoffen Es wurde gefunden, daß man zu wertvollen Disazofarbstoffen gelangen kann, wenn man Aminoazofarbstoffe der allgemeinen Formel in welcher Z eine Alkyl-, eine Alkoxy- oder eine Acylaminogruppe, Y i `'Wasserstoffatom oder eine Alkyl- oder eine Alkoxygruppe bedeuten und die Benzol,kerne A und 13 noch weitere Substituenten enthalten können, diazotiert und die erhaltenen Diazoazoverbindungen mit 2-(: -Aminobenzovlamino)-5-oxynap lltlialin-7-sulfonsäitre kuppelt.
  • Die Aminoazofarl>stoffe der obengenannten Formel sind erhältlich durch Diazotieren von Aminobenzoylamino) - i -oxybenzol-2 - carbonsäure oder einem Derivat dieser Säure und durch Kuppeln der Diazoverbindung mit Aminen der Benzolreihe, welche eine freie p-Stellung und einen Substituenten, z. B. eine Alkylgruppe, eine Alkoxygruppe oder eine Acylaminogruppe, in m-Stellung zur Aminogruppe besitzen, wobei noch ein weiterer Substituent, z. B. eine Alkyl- oder eine Alkoxygruppe, in p-Stellung zum ersten Substituenten zugegen sein kann. An Stelle der freien Amine können auch deren orMethansulfonsäuren zur Anwendung gelangen; im letzteren Fall muß die Sulfomethylgruppe nach der Kupplung durch Erhitzen mit einem Alkali oder einer verdünnten Säure noch abgespalten werden.
  • Die nach diesem Verfahren erhältlichen neuen Farbstoffe sind dunkle Pulver, die leicht wasserlöslich sind. Sie färben Baumwolle und regenerierte Cellulose in roten, bordoroten, violetten und blauen Tönen von .guter Lichtechtheit. Sie können auf der Faser diazotiert und mit ß-Naphthol entwickelt werden. Durch diese Behandlung werden die Farbtöne nur wenig verändert; die Wasser-, Wasch-, Schweiß- und Überfärbeechthei.ten werden erheblich verbessert. Durch die Behandlung der Färbungen mit den für die Knitterechtheitsverbesserung üblichen Mitteln weisen sowohl die direkten als auch die entwickelten Färbungen eine überraschende Lichtechtheitserhöhung auf.
  • Die vorliegende Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß die als Zwischenprodukte zur Anwendung kommenden Aminoazofarbstoffe der oben angegebenen allgemeinen Formel in o-Stellung zur Azogruppe einen von Wasserstoff verschiedenen Substituenten X besitzen, wodurch die aus ihnen erhältlichen neuen Farbstoffe bedeutend wasser-, wasch- und lichtechter werden als ;die Farbstoffe, in denen `X Wasserstoff ist. Der günstige Einfluß des Substituenten X auf die Echtheiten der neuen Farbstoffe muß als völlig unerwartet bezeichnet werden.
  • Die neuen Farbstoffe übertreffen ferner die nach dem Verfahren der französischen Patentschrift N r. 882 4o6 durch Diazotieren von Aminoazofarbstoffen der obigen Formel und Kuppeln der so erhaltenen Diazoazoverbindungen mit 2-Acylamino-5-oxynaphtlialin-7-sulfonsäuren, welche keine diazotierbaren Aminogruppen enthalten, z. B. mit 2-lknzoylamino-5-oxynaphthalin-7-sulfonsäure, erhältlichen Farbstoffe dadurch, daß die mit ß-Naphthol entwickelten Färbungen viel bessere Naßechbheiten aufweisen und daß sowohl die direkten wie die mit ß-Naphthol entwickelten Färbungen für die Knitterechtheitsbehandlung besser geeignet sind, weil die Farbtöne weniger verändert und ihre Lichtechtheiten eindeutig verbessert werden.
  • Die folgenden Beispiele sollen die Erfindung erläutern; die Teile sind Gewichtsteile. Beispiel i Man dianotiert in üblicher Weise 272 Teile 4-(4'-.ilminobenzoylamino) - i -oxybenzol - 2 -carbonsäure und trägt die Diazoverbindung in eine wäßrige Lösung von 107 Teilen j-Amino-3-methylbenzol und 125 Teilen 3o°/oige Salzsäure ein. Man neutralisiert langsam mit einer wäßrigen Natriumacetatlösung, bis die Kupplung beendet ist; dies ist nach einigen Stunden der Fall, worauf :man den Monoazofarbstoff abfiltriert. Für die zweite Dianotierung wird er in Wasser suspendiert, 69 Teile Natriumnitrit werden zugegeben, und es wird mit Salzsäure angesäuert. Wenn die Dianotierung beendet ist, kuppelt inan in Gegemvart von Natriunicarbonat mit einer wäßrigen Lösung von 338 Teilen 2-(4'-Aminobenzoylamino) - 5 -oxynal)litlialin - 7 - sulfOnsäure und 133 Teilen 3oo/oiger Natronlauge. Die Kupplung geht rasch vor sich, und der Disazofarbstoff wird alsdann warm mittels N atriunichlorid abgeschieden, filtriert und getrocknet.
  • Es wird ein dunkles Pulver erhalten, welches Baumwolle und Fasern aus regenerierter Cellulose in bordoroten Tönen färbt, welche ausgezeichnet lichtecht sind. Durch Diazotieren auf der Faser und Entwickeln mit fl-Naplitliol werden die Färbungen etwas blaustichiger, und die Wasser-, Wasch- und Schweißechtheiten werden bedeutend erhöht. Durch Behandlung nach den üblichen Methoden zur Erhöhung der Knitterfestigkeit wird der Farbton nur leicht verändert, und die Lichtechtheit wird bedeutend verbessert.
  • Wird das verwendete i-Aniino-3-inetliyllienzol durch i-Amino-3-acetylaminobenzol ersetzt, so wird ein rötlicher Bordoton von ähnlichen Eigenschaften erhalten; verwendet man i-:lniino-3-methoxybenzol an Stelle des i-Amino-3-metliyllienzols, so erhält man einen dunklen Bordoton. Beispiel 2 Man diazotiert auf übliche Weise 272Teile 4-(4'-Aminol),enzoylamino) - i -oxybenzol-2-car@bonsäure und kuppelt die Diazoverbindung in Gegenwart von Natriumacetat mit einer wäßrigen Lösung von toi Teilen i-Amino-3-metliylbenzol-N-(o-methansulfonsäure und 133 Teilen 3oo/oiger -"Tatronlauge. Die Kupplung erfolgt bei Zimmertemperatur und ist nach 2 Stunden beendigt. Die Sulfomethylgruppe wird durch Erhitzen auf 5o b.is 6o° mit ioo/oiger Natronlauge abgespalten. Der Aminoazofarbstoff wird mittels Salzsäure gefällt, diazotiert und, wie im Beispiel i beschrieben, mit 2-(4'-Aminobenzoylamino) - 5 -oxynaplithalin - 7 - sulfonsäure gekuppelt. -Man erhält einen mit demjenigen des Beispiels i identischen Disazofarbstoff.
  • Beispiel 3 Die Diazoverbindung aus 272 Teileu 4-(4 -Aminob-enzoylamino) - i -oxylienzol-2-carbonsäure wird in eine Lösung von 121 Teilen i-Amino-2, 5-diniethyl,benzol in 3ooo Teilen Wasser und i25 Teilen 3oo/oiger Salzsäure eingetragen. Man neutralisiert langsam mittels einer Natriumacetatlösung bis zur Beendigung der Kupplung. Man filtriert den Aminoazofarbstoff ab und diazotiert dessen Suspension in verdünnter Salzsäure mittels 69 Teilen Natriumnitrit. Sobald die Dianotierung beendet ist, kuppelt man die Diazoazoverbindung in Gegenwart von Natriumcarbonat mit einer wäßrigen Lösung von 358 Teilen 2-(4' -Aminobenzoylamino)-5-oxynaphthalin-7-sulfonsäure und i33 Teilen 3oo/oiger Natronlauge. Man fällt den Disazofarbstoff in der Wärme mittels Natriumchlorid, filtriert und trocknet.
  • Der Farbstoff ist ein dunkles Pulver. Er färbt Baumwolle und Fasern aus regenerierter Cellulose in dunkelbordoroten Tönen von ausgezeichneter Lichtechtheit. Durch Diazotieren auf der Faser und Entwickeln mit ß-Naphthol wird der Farbton nur leicht verändert und die Wasser-, Wasch.-, Schweiß-und Überfärbeechtheit erheblich verbessert. Durch Knitterfestbehandlung wird der Farbton sowohl der direkten als auch der entwickelten Färbung wenig verändert und die Lichtechtheit erhöht.
  • Beispiel 4 Man diazotiert in üblicher Weise 272 Teile 4-(4 -Aminobenzoylamino) - i -oxybenzol-2-carbonsäure und kuppelt die Diazoverbindung mit einer wäßrigen Lösung von I37 Teilen i-Amino-2-:methoxy-5-methylhenzol und 125 Teilen Salzsäure, indem man mit einer wäßrigen Natriumacetatlösung neutralisiert. Nach Beendigung der Kupplung wird der Aminoazofarbstoff filtriert und in Wasser suspendiert; man fügt 69 Teile Natriumnitrit zu, worauf mittels Salzsäure angesäuert wird. Nach Beendigung der Diazotierung kuppelt man in Genwart von Natriumcarbonat mit einer wäßrigen Lösung von 358 Teilen 2-(4 -Aminobenzoylamino)-5-oxynaphthalin-7-*sulfonsäure und 133 Teilen 3oo/oger Natronlauge. Man fällt :den Disazofarbstoff in der Wärme mittels Natriumchlorid aus, filtriert und trocknet.
  • Der Disazofarbstoff stellt ein dunkles Pulver dar, das Baumwolle und Fasern aus regenerierter Cellulose in sehr lichtechten violetten Tönen färbt. Durch worin X eine Alkyl-, Alkoxy- oder Acylaminogruppe :und Y i Wasserstoffatom, eine Alkyl-oder Alkoxygruppe bedeuten und die Benzol-, kerne A und B weitere Substituenten ent-Diazotieren auf der Faser und Entwickeln mit ß-Naphthol werden die NaBechtheiten bedeutend verbessert; die Farbtöne werden dabei leicht verändert.
  • Ersetzt man. das i-Amino-2-methoxy-5 methylbenzol durch das i-Amino-2, 5-dimethoxybentol, so wird ein blauer Farbstoff mit denselben Eigenschaften erhalten.
  • Beisp',ie1 5 Man diazotiert in üblicher Weise 286Teile 4-(4'-Am inobenzoylamino) - i -oxybenzol-6-.met@hyl-2-carbonsäure und kuppelt die Diazoverbindung mit einer wäßrigen Lösung aus 107 Teilen i-Amino-3-methylbenzol und 125 Teilen 3oo/oiger Salzsäure. Man neutralisiert langsam mit einer wäßrigen Natriumacetatlösung. Man isoliert hierauf den Aminoazofarbstoff, diazotiert und. kuppelt die Diazoazoverbindung mit 358 Teilen 2-(4 -Aminobenzoylamino)-5-oxynaphthalin-7-sulfonsäure, wie im Beispiel i beschrieben. Man erhält einen Disazofarbstoff von dem gleichen Farbton und den gleichen Eigenschaften wie der im Beispiel i beschriebene Farbstoff.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCII: Verfahren zur Herstellung von Disazofarbstoffen, dadurch gekennzeichnet, -daB man Aminoazofarbstoffe der allgemeinen Formel halten können, diazotiert und die erhaltenen Diazoazoverbindungen mit 2-(4 -Aminobenzoylamino) - 5 - oxynaphthalin - 7-sulfonsäure kuppelt.
DEP27891A 1946-05-29 1948-12-30 Verfahren zur Herstellung von Disazofarbstoffen Expired DE834881C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CH834881X 1946-05-29

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE834881C true DE834881C (de) 1952-03-24

Family

ID=4540592

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEP27891A Expired DE834881C (de) 1946-05-29 1948-12-30 Verfahren zur Herstellung von Disazofarbstoffen

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE834881C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1215282B (de) Verfahren zur Herstellung von wasserloeslichen Disazofarbstoffen
DE2154942A1 (de) Neue monoazo-reaktivfarbstoffe, ihre verwendung und verfahren zu ihrer herstellung
DE917989C (de) Verfahren zur Herstellung neuer kobalthaltiger Monoazofarbstoffe
DE834881C (de) Verfahren zur Herstellung von Disazofarbstoffen
DE2126299C3 (de) Phenyl-naphthotrlazolmonoazofarbstoffe, deren Herstellung und Verwendung
DE515231C (de) Verfahren zur Darstellung von Disazofarbstoffen
DE888904C (de) Verfahren zur Herstellung chromierbarer Disazofarbstoffe
DE908900C (de) Verfahren zur Herstellung von kupferbaren Polyazofarbstoffen
DE845084C (de) Verfahren zur Herstellung neuer Disazofarbstoffe
DE917990C (de) Verfahren zur Herstellung neuer Trisazofarbstoffe
DE882452C (de) Verfahren zur Herstellung von Azofarbstoffen
DE1079760B (de) Verfahren zur Herstellung von Azofarbstoffen
DE881092C (de) Verfahren zur Herstellung von Disazofarbstoffen
DE888903C (de) Verfahren zur Herstellung von aetzbaren Azofarbstoffen
DE921225C (de) Verfahren zur Herstellung von Disazofarbstoffen
DE956794C (de) Verfahren zur Herstellung von metallisierbaren Polyazofarbstoffen bzw. deren Metallkomplexverbindungen
DE714864C (de) Verfahren zur Herstellung von wasserunloeslichen Monoazofarbstoffen
DE548614C (de) Verfahren zur Herstellung von Trisazofarbstoffen
DE832181C (de) Verfahren zur Herstellung von in Kupferkomplexverbindungen ueberfuehrbaren Tetrakisazofarbstoffen
DE961562C (de) Verfahren zur Herstellung von Polyazofarbstoffen
DE1808587A1 (de) Wasserloesliche Monoazofarbstoffe und Verfahren zu ihrer Herstellung
AT240998B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen, von sauren, wasserlöslichmachenden Gruppen freien Disazofarbstoffen
DE957150C (de) Verfahren zur Herstellung von Disazofarbstoffen
DE1644364A1 (de) Verfahren zur Herstellung wasserloeslicher Monoazofarbstoffe
DE1019025B (de) Verfahren zur Herstellung von Monoazofarbstoffen