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DE1060602B - Verfahren zur Herstellung wasserloeslicher Polyacrylamide - Google Patents

Verfahren zur Herstellung wasserloeslicher Polyacrylamide

Info

Publication number
DE1060602B
DE1060602B DER22631A DER0022631A DE1060602B DE 1060602 B DE1060602 B DE 1060602B DE R22631 A DER22631 A DE R22631A DE R0022631 A DER0022631 A DE R0022631A DE 1060602 B DE1060602 B DE 1060602B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
water
methylglucamine
methyl acrylate
product
poly
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DER22631A
Other languages
English (en)
Inventor
Fred Easterday Boettner
Warren Dexter Niederhauser
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Rohm and Haas Co
Original Assignee
Rohm and Haas Co
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Rohm and Haas Co filed Critical Rohm and Haas Co
Publication of DE1060602B publication Critical patent/DE1060602B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08FMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED BY REACTIONS ONLY INVOLVING CARBON-TO-CARBON UNSATURATED BONDS
    • C08F8/00Chemical modification by after-treatment
    • C08F8/30Introducing nitrogen atoms or nitrogen-containing groups
    • C08F8/32Introducing nitrogen atoms or nitrogen-containing groups by reaction with amines
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08FMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED BY REACTIONS ONLY INVOLVING CARBON-TO-CARBON UNSATURATED BONDS
    • C08F2800/00Copolymer characterised by the proportions of the comonomers expressed
    • C08F2800/20Copolymer characterised by the proportions of the comonomers expressed as weight or mass percentages

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Addition Polymer Or Copolymer, Post-Treatments, Or Chemical Modifications (AREA)

Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES Mf*m< PATENTAMT
kl. 39 c 25/01
INTERNAT. KL. C 08 f
AUSLEGESCHRIFT 1060 602
R 22631 IVb/39 c
ANMELDETAG: 5. FEBRUAR 1958
BEKANNTMACHUNG DER ANMELDUNG UND AUSGABE DER AUS LE GE S CHRIFT:
2. JULI 1959
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung wasserlöslicher Polyacrylamide, die durch die Formeln
CH — CH2
CONCH3
CH2(CHOH)4CH2OH
CH-CH2
CONCH3
CH2(CHOH)4CH2OH
/CH-CH2X-
CH2(CHOH)4CH2OH
wiedergegeben werden.
Hierin bedeuten X und Y ganze Zahlen und M ein Kation.
Die neuen Verbindungen werden hergestellt, indem N-Methylglucamin mit Poly-(methylacrylaten) umgesetzt wird. Für diese Umsetzung eignen sich nur die Poly-(methylacrylate), d.h., zur Herstellung bestimmter, wasserlöslicher Polyacrylamide darf als polymerer Reaktionsteilnehmer nur ein Poly-(methylacrylat) verwendet werden.
Die den Formeln A und B entsprechenden Verbindungen werden durch Umsetzung von N-Methylglucamin mit Poly-(methylacrylaten) hergestellt, wobei solche Molverhältnisse angewendet werden, daß etwa 0,1 bis etwa 1,1 Äquivalente N-Methylglucamin je Äquivalent Methylacrylat anwesend sind. Formel A gibt Verbindungen mit einem 1 : 1-Verhältnis wieder, während Formel B Verbindungen anderer Verhältnisse veranschaulicht. Nach Formel B können zum Beispiel je Äquivalent Methylacrylat 1Z2, 1Z3 oder s/10 Äquivalent N-Methylglucamin verwendet werden. Formel B ändert sich je nach den angewandten Mengenverhältnissen der Reaktionsteilnehmer. Wird beispielsweise 1Z2 Äquivalent N-Methylglucamin je Äquivalent Methylacrylat verwen-Verfahren zur Herstellung wasserlöslicher Polyacrylamide
Anmelder:
Rohm & Haas Company, Philadelphia, Pa. (V. St. A.)
Vertreter: Dr. W. Beil und A. Hoeppener, Rechtsanwälte, Frankfurt/M.-Höchst, Antoniterstr. 36
Beanspruchte Priorität: V. St. v. Amerika vom 14. Februar 1857
Fred Easterday Boettner, Philadelphia, Pa., und Warren Dexter Niederhauser, Huntsville, AIa.
(V. StA.),
sind als Erfinder genannt worden
det, so ist das entstandene Produkt durch folgende Formel wiederzugeben:
-CH-CH- CH-CH2-
CONCH3
COOCH3
CH2(CHOH)4CH2OH
Wird 1I3 Äquivalent N-Methylglucamin je Äquivalent Methylacrylat verwendet, so kann das Produkt durch folgende Formel veranschaulicht werden:
- CH — CH2 /CH-CHA—
CONCH3 I COOCH
CH2(CHOH)4CH2OH
Dies zeigt, in welcher Weise sich Veränderungen des Wertes Y auf die Formel des Endproduktes auswirken. Die durch die Formel C wiedergegebenen Verbindungen
909 559/474
3 4
werden so hergestellt, daß N-Methylglucamin unter An- peraturen die erforderliche Umsetzungszeit bis zu etwa
Wendung der durch Formel B ausgedrückten Verhält- 24 Stunden betragen kann. Im allgemeinen ist jedoch die
nisse mit Poly-(methylacrylat) umgesetzt und die ent- Umsetzungszeit nicht entscheidend, sondern wirkt sich
standene Verbindung anschließend mit einem alkalischen lediglich auf die Ausbeuten aus. Wesentlich ist, daß die
Reagenz der Formel MOH hydrolysiert wird, wobei M 5 Umsetzung so lange durchgeführt wird, daß sich aus
vorzugsweise Ammonium, Natrium, Kalium, Lithium einem in Wasser nichtlöslichen, polymeren Produkt ein
usw. ist. Die Verbindungen der Formel C sind also als wasserlösliches polymeres Produkt bildet. Um den Er-
die hydrolysierten Verbindungen der Formel B anzu- fordernissen dieser Erfindung Rechnung zu tragen, darf
sehen, so daß das über die Verbindungen der Formel B also die Reaktionszeit weder zu kurz noch zu lang sein,
hinsichtlich der Moläquivalente der Bestandteile sowie io Ist sie zu kurz, so entsteht ein Produkt mit ungenügender
der Werte von Y Ausgesagte auch für die Verbindungen Wasserlöslichkeit. Wird die Umsetzung hingegen zu
der Formel C zutrifft. lange ausgedehnt, so findet in den Produkten, die bereits
Die ganze Zahl Y ändert sich je nach den angewendeten in ausreichendem Maße wasserlöslich waren, eine uner-
Äquivalentverhältnissen der vorhandenen Reaktions- wünschte Vernetzung statt, die Unlöslichkeit bewirkt,
teilnehmer. X schwankt im allgemeinen zwischen etwa 15 Daher wird als Maßstab kein absoluter Zeitabschnitt,
230 und 4700, wobei zu beachten ist, daß X und Y solche sondern vielmehr der Zeitraum angegeben, der notwendig
Werte darstellen müssen, mit denen ein wasserlösliches ist, um das Endprodukt wasserlöslich zu machen, wobei
Produkt erzielt wird. Die zur erfindungsgemäßen Ver- die Umsetzung beendet wird, bevor das Produkt wieder
wendung geeigneten Poly-(methylacrylate) weisen durch- wasserunlöslich wird. Zwischen diesen Begrenzungen
schnittliche Molekulargewichte von etwa 20 000 bis etwa 20 ergeben sich die erfindungsgemäßen Produkte.
400 000 auf. Die Ausbeuten betragen durchweg mehr als 60 bis 70 °/0.
Obwohl erfindungsgemäß alle hergestellten Produkte Die Verwendung eines katalytischen Mittels ist nicht erwasserlösliche Polyacrylamide sein müssen, besteht doch forderlich. Man kann annehmen, daß die Umsetzung insofern ein Unterschied zwischen den Verbindungen der deshalb so unerwartet glatt verläuft, weil die Amino-Formel A und denen der Formel B, als diese etwas ver- 25 gruppe des als Reaktionsmittel verwendeten N-Methylschiedene Eigenschaften aufweisen. Im allgemeinen ist es glucamins eine autogene katalytische Wirkung ausübt. z.B.so, daß die Menge N-Methylglucamin, die erforderlich Sollen aus den Produkten der Formel B Produkte der ist, um das Produkt wasserlöslich zu machen, um so größer Formel C hergestellt werden, so braucht man nur eine ist, je höher das Molekulargewicht des Polymeren ist, und Verbindung der Formel B mit einer ausreichenden Menge umgekehrt. Daher eignen sich niedrigermolekulare Poly- 30 eines alkalischen Mittels, z. B. von Natrium-, Kalium-, mere etwas mehr zur Herstellung von Verbindungen der Lithium-, Ammoniumhydroxyd od. dgl. zu hydrolysieren. Formel B als höhermolekulare. Ausschlaggebend ist immer, Gegebenenfalls kann auch ein Produkt der Formel B daß die gewonnenen Produkte wasserlöslich sein sollen. mit verhältnismäßig niedrigmolekularen Aminen um-Daher besteht eine der wesentlichsten Aufgaben dieser gesetzt werden, um weitere Aminoverbindungen zu geErfindung in der Herstellung wasserlöslicher Polyacryl- 35 winnen. Zu diesem Zwecke können Amine wie Dimethylamide aus wasserunlöslichen, polymeren Verbindungen. amin, Dibutylamin, N-Methyl-N-propylamin, Dimethyl-Es werden dadurch Produkte gewonnen, die für viele aminopropylamin, Diäthylaminobutylamin usw. verwen-Verwendungszwecke, für die die unlöslichen, polymeren det werden.
Reaktionsteilnehmer nicht in Frage kommen, geeignet Um das Endprodukt zu isolieren kann nach Bildung
sind. Die Formeln A und B sind also lediglich Modifika- 4.0 einer Verbindung der Formel A oder B das Umsetzungs-
tionen des gleichen, vorstehend besprochenen Grundprin- gemisch in Benzol oder in ein Gemisch aus Benzol und
zips dieser Erfindung. Die durch Formeln A, B und C Heptan od. dgl. gegossen werden, welches Lösungsmittel
wiedergegebenen Verbindungen sind analog und in der oder Lösungsmittelgemisch das Produkt nicht löst. Das
gleichen Weise erfindungsgemäß wertvoll. Endprodukt wird abfiltriert und gegebenenfalls auf die
Zur Durchführung der Umsetzung muß ein inertes, 45 übliche Weise, z. B. unter verringertem Druck, getrockorganisches Lösungsmittel, das vorzugsweise eine ver- net. Um ein Produkt der Formel C zu isolieren, kann hältnismäßig geringe Flüchtigkeit besitzt, verwendet zwecks Entfernung des überschüssigen alkalischen Hywerden. Zur Erzielung vorteilhaftester Ergebnisse sollten drolysiermittels ein Gemisch aus Kation- und Anionausbeide Reaktionsteilnehmer in dem Lösungsmittel im tauschharzen verwendet werden. Die Ionenaustauschwesentlichen vollständig löslich oder mit diesem mischbar 50 harze können durch Filtrierung entfernt und das Produkt sein und sich nicht mit ihnen umsetzen. Dies gilt ins- gegebenenfalls auf übliche Weise, z. B. unter verringertem besondere für N-Methylglucamin. Im allgemeinen ist ein Druck, getrocknet werden.
großer Lösungsmittelüberschuß, d. h. das Zwei- bis Zehn- Die Verfahrensprodukte fallen im allgemeinen in Form
fache des annnähernden Volumens der Reaktionsteil- einer weißen oder viskosen hellen Masse oder eines solchen
nehmer zweckmäßig. Geeignete Lösungsmittel sind 55 Pulvers an. Diese Produkte können in der Textilindustrie
Dimethylformamid, Dimethylsulfoxyd, Dioxan u. dgl. als Mittel zur Erhaltung der Weiße verwendet werden
Es werden Temperaturen zwischen 115 bis 155° C, vor- und sind der Carboxymethylcellulose insofern überzugsweise von 120 bis 145° C, angewendet. Bis zu etwa legen, als sie gegen Bakterien beständig sind. Sie eignen 110° C tritt innerhalb eines vernünftigen Zeitraumes im sich zur Bodenverbesserung, da sie eine zusammenwesentlichen keine Umsetzung ein. Dagegen ist bei etwa 60 ballende Wirkung besitzen, die mindestens der der bisher 115° C eine merkliche Reaktion festzustellen. Beiwesent- industriell angewendeten Aggregationsmittel entspricht. lieh über 155° C besteht die Möglichkeit, daß sich un- Sie bewirken beispielsweise eine Zusammenballung zu erwünschte, vernetzte, unlösliche Produkte bilden. Daher einer ausreichenden Teilchengröße von 90 bis über 98 % sollten solche Temperaturen vermieden werden. Im all- aller Teilchen. Die erfindungsgemäßen polymeren Progemeinen ist die Anwendung einer im oberen Teil des 65 dukte können als fettdicht machende Mittel für Papier genannten Bereiches liegenden Temperatur eine kürzere verwendet werden und sind wertvoll in wasserfest Reaktionszeit erforderlich, und umgekehrt. Beispiels- machenden Harzen. Sie eignen sich ferner als Verweise ist die Umsetzung gewöhnlich schon in 3 bis 4 Stun- dickungsmittel in Wasserfarben, da sie bei langsamem den beendet, wenn die erwähnten höheren Temperaturen Rühren eine hohe Viskosität und bei raschem Rühren angewendet werden, während bei den niedrigeren Tem- 70 eine geringe Viskosität aufweisen.
In den nachstehenden Beispielen beziehen sich die Mengenangaben auf das Gewicht.
Beispiel 1
In ein Reaktionsgefäß werden 58 Teile von in 300 Teilen Dimethylformamid gelöstem Poly-(methylacrylat) mit einem Molekulargewicht von 20 000 bis 25 000 gebracht. Das Reaktionsgefäß ist mit einem mechanischen Rührwerk, einem Thermometer und einem Rückflußkühler versehen, wobei sich zwischen dem Kühler und dem Gefäß ein Dean-Stark-Wassersack befindet. Unter Rühren werden 133,7 Teile N-Methylglucamin zugefügt. Das Umsetzungsgemisch wird während 41Z2 bis 5 Stunden auf 140 bis 145° C erhitzt, bis es bei einem Versuch mit kaltem Wasser sich als vollständig wasserlöslich erweist. Nach beendeter Erhitzung wird das Umsetzungsgemisch auf Zimmertemperatur abgekühlt und in 3000 Teile Benzol geschüttet. Das Endprodukt scheidet sich ab und wird aus der Benzollösung durch Filtrieren entfernt. Das feste Produkt wird in kleine Stücke geschnitten und über Nacht in frischem Benzol eingeweicht. Dann wird das Harz getrocknet, in Methanol gelöst und wieder aus Benzol ausgefällt. Anschließend wird es in einem Vakuumexsiccator getrocknet. Das in einer Ausbeute von 94% erhaltene getrocknete Harz hat einen Stickstoffgehalt von 5,1 % (theoretische Menge 5,6%). Eine darauf hergestellte, wäßrige 7,2%ige Lösung ist klar und hat bei Zimmertemperatur eine Viskosität von 70 bis 75 cP. Das Produkt kann durch folgende Formel wiedergegeben werden:
Beispiel 3
In ein Reaktionsgefäß werden 565 Teile von in 400 Teilen Dimethylformamid gelöstem Poly-(methylacrylat) mit einem Molekulargewicht von etwa 400 000 gebracht. Hinzugefügt wird unter Rühren eine Lösung von 85 Teilen N-Methylglucamin in 200 Teilen Dimethylformamid. Dieses Gemisch wird so lange auf 140 bis 150° C erhitzt, bis das Produkt vollständig wasserlöslich ist (etwa 31I2 Stunden). Anschließend wird die Lösung abgekühlt und in 2500 Teile Benzol eingetragen. Das Produkt wird aus dem Benzol abfUtriert, in kleine Stücke geschnitten und in frischem Benzol eingeweicht. Das in einer Ausbeute von 76 % gewonnene Harz wird in einem Vakuumexsiccator getrocknet. Das Produkt hat einen Stickstoffgehalt von 5,1 %. Auf entsprechende Weise wird ein ähnliches Produkt durch Erhitzen obiger Reaktionsteilnehmer während 8 Stunden auf 125 bis 135° C gewonnen. Dieses Produkt kann durch folgende Formel wiedergegeben werden:
-CH-CH9
CONCH,
CH2(CHOH)4CH2OH
80%
-CH-CH,-
COOCH,
Beispiel 4
-CH-CH2
CONCH3
CH2(CHOH)4CH2OH
80%
-CH-CH2-
COOCH,
35
20%
Beispiel 2
In ein Reaktionsgefäß werden 226,5 Teile von in 500 Teilen Dimethylformamid gelöstem Poly-(methylacrylat) mit einem Molekulargewicht von 250 000 bis 300 000 gebracht. Hinzugefügt werden unter Rühren 101,4 Teile N-Methylglucamin. Das Umsetzungsgemisch wird 3 bis 4 Stunden auf 140 bis 153° C erhitzt, bis es vollständig wasserlöslich wird. Es wird auf Zimmertemperatur abgekühlt und unter Rühren in einem Strom in 3000 Teile Benzol eingetragen. Das Produkt wird aus dem Benzol entfernt, in kleine Stücke geschnitten und über Nacht in frischem Benzol eingeweicht. Das Harz wird aus dem Benzol entfernt, getrocknet, in Methanol gelöst, aus Benzol wieder ausgefällt und schließlich in einem Vakuumexsiccator getrocknet.
Das Produkt hat einen Stickstoffgehalt von 4,7 % und entspricht einem etwa 65% N-Methyl-N-sorbitylacrylamid und 35% des Methylacrylatteiles der Verbindung enthaltendem Produkt. Eine 4,99%ige wäßrige Lösung des Produktes ist klar und hat bei Zimmertemperatur eine Viskosität von 65 cP. Das Produkt kann durch folgende Formel wiedergegeben werden:
70 Teile des Produktes von Beispiel 2 werden in ein Reaktionsgefäß gebracht, das 1130 Teile auf 90° C erhitztes Wasser enthält. Es wird bis zur Entstehung einer Lösung gerührt. Dann wird die Lösung durch ein Monelmetallsieb mit einer Maschenweite von 0,044 mm filtriert. Der Lösung werden anschließend 6,3 Teile Natriumhydroxyd, in 106,3 Teilen Wasser gelöst, zugesetzt. Während dieses bei Zimmertemperatur erfolgenden Zusatzes wird weitergerührt. Kurz nach dem Zusatz des Natriumhydroxyds wird die Lösung merklich dicker. Nach 2stündigem Rühren der Lösung bei Zimmertemperatur werden zwecks Entfernung von freiem Natriumhydroxyd etwa 4 Teile eines im Handel erhältlichen Gemisches von Kation- und Anionaustauschharzen zugefügt. Das Umsetzungsgemisch wird dann filtriert und der pH-Wert der Lösung durch den Zusatz von O.lfach normalem Natriumhydroxyd auf 8,0 eingestellt. Die Lösung wird in einem Luftstrom bis zur Trockne eingedampft, wonach ein weiches, klebriges Harz zurückbleibt, das in einem hohen Vakuum getrocknet wird. Das Harz enthält 3,46% Stickstoff (theoretische Menge 3,43% Stickstoff) und entsprach der folgenden Formel:
CH-CH2 CONCH,
CH9
(CHOH)4
CHpOH
-CH-CH,-
COON„
36%
65%
-CH-CH,
CONCH3
ι
CH2(CHOH)4CH2OH
65%
-CH-CH,
COOCH,
35%
Beispiel 5
In ein Reaktionsgefäß werden 58 Teile Poly-(methylacrylat) mit einem Molekulargewicht von 20 000 bis 25 000, 700 Teüe Dimethylformamid und 67 Teile N-Methylglucamin gebracht. Das Gemisch wird während 12 Stunden auf 120 bis 125° C erhitzt, wonach die ent-
standene Umsetzungslösung in ein Gemisch aus Benzol und Heptan geschüttet wird. Das Produkt scheidet sich hieraus ab, wird filtriert, gereinigt und getrocknet. Es hat einen Stickstoffgehalt von 4,0 % (theoretische Menge 4,18%) und entspricht einem zu gleichen Teilen aus N-Methyl-N-sorbitylacrylamid und Methylacrylat bestehenden Produkt. Die Ausbeute beträgt mehr als 99 %. 114 Teile dieses Produktes werden in 1026 Teilen Wasser gelöst und während 20 Stunden mit 83,5 Teilen wäßrigem, 20°/0igem Natriumhydroxyd bei Zimmertemperatur gerührt. Nach Ablauf dieser Zeit wird die Lösung zwecks Entfernung von überschüssigem Alkali mit einem Gemisch eines von Kation- und Anionaustauschharzes gerührt. Die Ionaustauschharze werden durch Filtrieren entfernt, das Produkt durch Eindampfung isoliert und getrocknet. Letzteres wird als Rückstand gewonnen und hat einen Stickstoffgehalt von 4,0% (theoretische Menge 4,08%).

Claims (7)

20 Patentansprüche:
1. Verfahren zur Herstellung wasserlöslicher Polyacrylamide, dadurch gekennzeichnet, daß bei etwa 115 bis 155° C ein Poly-(methylacrylat) mit N-Methylglucamin in Gegenwart eines inerten, flüchtigen, organischen Lösungsmittels bis zum Erhalt eines wasserlöslichen Produktes umgesetzt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei 115 bis 155° C ein Poly-(methylacrylat) in Gegenwart eines inerten, flüchtigen, organischen Lösungsmittels mit N-Methylglucamin umgesetzt wird, wobei ein solches Molverhältnis angewendet wird, daß 0,1 bis 1,1 Äquivalente N-Methylglucamin je Äquivalent Methylacrylat vorhanden sind.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei 115 bis 155° C ein Poly-(methylacrylat) in Gegenwart eines inerten, flüchtigen, organischen Lösungsmittels mit N-Methylglucamin umgesetzt wird, wobei ein solches Molverhältnis angewendet wird, daß im wesentlichen 1 Äquivalent N-Methylglucamin je Äquivalent Methylacrylat vorhanden ist.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei einer Reaktionstemperatur von 120 bis 145° C ein Poly-(methylacrylat) in Gegenwart eines inerten, flüchtigen, organischen Lösungsmittels mit N-Methylglucamin umgesetzt wird.
5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei einer Reaktionstemperatur von 115 bis 155° C ein Poly-(methylacrylat) in Gegenwart eines inerten flüchtigen, organischen Lösungsmittels mit N-Methylglucamin umgesetzt wird, die Umsetzung beendet wird, sobald ein wasserlösliches Produkt vorliegt und das wasserlösliche Produkt mit einem alkalischen Mittel hydrolysiert wird.
6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei einer Reaktionstemperatur von 115 bis 155° C ein Poly-(methylacrylat) mit einem Molekulargewicht von etwa 20 000 bis etwa 400 000 in Gegenwart eines inerten, flüchtigen, organischen Lösungsmittels mit N-Methylglucamin umgesetzt wird.
7. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei einer Reaktionstemperatur von 115 bis 155° C ein Poly-(methylacrylat) mit einem Molekulargewicht von etwa 20 000 bis etwa 400 000 in Gegenwart eines inerten, flüchtigen, organischen Lösungsmittels mit N-Methylglucamin umgesetzt wird, die Umsetzung beendet wird, sowie ein wasserlösliches Produkt vorliegt und das wasserlösliche Produkt mit einem alkalischen Mittel hydrolysiert wird.
909 559/474 6.59
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