DE1060251B - Wechseleinheit fuer photographische Kameras - Google Patents
Wechseleinheit fuer photographische KamerasInfo
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- G03—PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
- G03B—APPARATUS OR ARRANGEMENTS FOR TAKING PHOTOGRAPHS OR FOR PROJECTING OR VIEWING THEM; APPARATUS OR ARRANGEMENTS EMPLOYING ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ACCESSORIES THEREFOR
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Wechseleinheit, welche mittels einer lösbaren Halterung an einer
photographischen Kamera befestigt ist und mit einem Objektivverschluß, einer Blendeneinrichtung und einer
Tiefenschärfe-Anzeigeeinrichtung mit beweglichen An-zeigeorganen ausgerüstet ist, die von der Blendeneinrichtung
angetrieben werden und mit der Entfernungsskala zusammenarbeiten.
Es ist die Aufgabe der Erfindung, in der Wechseleinheit eine solche räumliche Zuordnung der einzelnen
Mechanismen zueinander zu schaffen, daß die Getriebekette zwischen den funktionsmäßig miteinander
in Verbindung stehenden Gliedern äußerst kurz ist, so daß das Eingriffsspiel auf ein Minimum herabgesetzt
wird. Dadurch wird die Einstell- bzw. Ablesegenauigkeit erhöht. Ein weiteres Ziel der Erfindung ist es, die
Tiefenschärfe-Anzeigeeinrichtung der EntfernungsAnzeigeeinrichtung derart zuzuordnen, daß eine unerwünschte
Relativverstellung der beiden zueinander in Richtung der optischen Achse vermieden und somit
eine fehlerfreie Tiefenschärfeablesung möglich wird. Weiterhin soll erfindungsgemäß eine Wechseleinheit
geschaffen werden, bei welcher auch die Anzahl der Betätiger auf ein Minimum herabgesetzt ist und die
Betätiger der einzelnen Mechanismen außerdem eng nebeneinanderliegen, so daß sie einfach bedient und
die ihnen zugeordneten Skalen leicht, vorzugsweise, aus einer Blickrichtung abgelesen werden können. Eine
weitere Aufgabe der Erfindung ist es, eine Wechseleinheit zu schaffen, welche eine raumgedrängte, nach
außen in sich geschlossene, gefällige Form aufweist.
Diese Aufgaben werden erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Tiefenschärfe-Anzeigeeinrichtung
innerhalb des der Wechseleinheit zugeordneten, vorzugsweise während der Entfernungseinstellung verstellbaren
Gliedes der Halterung angeordnet ist, daß auch die Blendeneinrichtung und der Objektivverschluß
von diesem Glied der Objektivhalterung getragen werden und daß eine lösbare Kupplung das
Zeitstellglied mit Blendenstellglied verbindet. -
Weitere Merkmale der Erfindung sind in der nachstehenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels
erläutert. Es zeigt
Fig. 1 ein Ausführungsbeispiel der Wechseleinheit im Teilschnitt,
Fig. 2 Tiefenschärf e-AnzeigeeinrichtunigderWechseleinheit in schematischer Darstellung,
Fig. 3 bis 7 Einzelheiten der Wechseleinheit in Teilschnitten und
Fig. 8 die Wechseleinheit in Draufsicht.
An der Vorderwand 10 einer nicht dargestellten photographischen Kamera ist gemäß Fig. 1 mit Hilfe
von einigen Schrauben 12 ein Führungsring 14 befestigt. Der vorspringende Bund 16 dieses Führungs-
Wechseleinheit
für photographische Kameras
für photographische Kameras
Anmelder:
Dr.-Ing. Hans Deckel,
München 25, Waakirchner Str. 7,
und Dipl.-Ing. Friedrich Wilhelm Deckel, Zug (Schweiz)
München 25, Waakirchner Str. 7,
und Dipl.-Ing. Friedrich Wilhelm Deckel, Zug (Schweiz)
Vertreter: Dr. jur. H. Lersch, Rechtsanwalt,
München 22, Maximilianstr. 35
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ringes 14 arbeitet mit einer entsprechenden Führungsfläche 18 eines Gewinderinges 20, der in einer zylindrischen
Senkung 22 der Kameravorderwand 10 drehbar gelagert ist. In den Gewindering 20 greift eine
Gewindebüchse 24 ein, welche durch einen ortsfesten Führungslappen 26 gegen Verdrehen gesichert ist, der
in ihren axial verlaufenden Schlitz 28 eingreift. Die Gewindebüchse 24 weist auf ihrer Stirnseite Bajonettschlitze
30 auf, die mit Bajonettvorsprüngen 31 eines Bajonettringes 32 zusammenarbeiten. Dadurch wird
eine in bekannter Weise herstellbare und lösbare Kupplungsverbindung der Teile 32 und 24 erreicht.
Mittels einiger Schrauben 33 ist der Bajonettring 32 mit einem Haltering 34 fest verbunden. In einen ringförmigen
Spalt 36 zwischen den Teilen 32 und 34 greift ein nach innen vorspringender Bund 37 eines
Betätigungsringes 38 ein, der am Umfang des Gewinderinges 20 geführt ist.
Am inneren Bund 40 des Halteringes 34 ist ein Verschlußgehäuse 42 der üblichen zylindrischen Rundform
mit Hilfe einer Überwurfmutter 44 befestigt, die auf das hintere Objektivrohr 46 des Verschluß gehäuses
42 aufschraubbar' ist. Im Innern des Verschlußgehäuses 42 sind die Verschlußmechanismen
bekannter Art und Arbeitsweise zum Antrieb und Steuern der nicht dargestellten Verschluß Sektoren
untergebracht. Die nicht dargestellten. Betätigungsglieder des Verschlusses,, d-h. sein Spann- und/oder
Auslöseorgan können dabei als achsparallele, teleskop-■ artige Wellen ausgebildet sein, die nach hinten heraus -
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geführt sind und mit kameraseitigen Antriebsmitteln im Eingriff stehen.
Im Verschlußgehäuse 42 ist ferner eine Blenden-Einrichtung ebenfalls bekannter Art und Arbeitsweise
eingebaut. Ihre Betätigung erfolgt mittels eines Stellringes 48, welcher an der Rückseite des Verschluß · gehäuses
42 drehbar gelagert ist. An der Frontseite Ies Verschlußgehäuses 42 ist zugleich ein Zeitstellring
50 drehbar gelagert. Am Rand des Zeitstellringes 50 ist ein Rohrstutzen 52 befestigt, welcher an seiner
anteren Stirnseite mehrere Kupplungsrasten 54 aufweist. In eine dieser Kupplungsrasten 54 greift ein
Kupplungszahn 56 eines Kupplungsringes 58, welcher Ien Rohrstutzen 52 umgreift und am Rand des
Blendenstellringes 48 aufsitzt. Eine Nase 60 des Blendenstellringes 48 greift dabei in einen Mitnehmerichlitz
62 des Kupplungsringes 58. Durch Verschieben Ies Kupplungsringes 58 in Richtung der optischen
A.chse und entgegen der Eigenfederung des Blendenätellringes 48 kann der Kupplungseingriff zwischen
Zeit- und Blendeneinstellglied gelöst und in neue Relativstellung gebracht werden.
Zwischen dem vorderen und hinteren Objektivrohr Ies Verschlußgehäuses 42 sind die Glieder 64 und 66
Ies Objektivs eingebaut, so daß beim Verdrehen des Giewindestellringes 24 das Verschlußgehäuse 42 zusammen
mit dem Objektiv 64, 66 axial verstellt und Iie Entfernung eingestellt wird.
In die Wechseleinheit, welche in vorliegendem Falle lurch den lösbaren, das Objektiv tragenden Verschluß
gebildet wird, ist eine Einrichtung zum Anzeigen der Tiefenschärfe eingebaut. Diese Einrichtung besteht
—■ wie aus Fig. 2 ersichtlich ist — in der Hauptsache lus zwei Zeigerarmen 70, 72, die mit der Entfernungsskala 74 zusammenarbeiten und auf ihr den jeweiligen
Bereich der Tiefenschärfe begrenzen. Die Zeiger 70,72 sind an Ringen 76, 78 vorgesehen, die koaxial zur
jptischen Achse der Kamera dicht nebeneinandei-iiegen. Diese beiden Ringe sind miteinander derart
verkuppelt, daß beim Bewegen des einen Ringes in jiner Richtung sich der andere Ring in entgegengesetzter
Richtung bewegt. Dieses Ziel wird mit Hilfe ;ines Zahnrad-Umkehrgetriebes erreicht, welches zwei
Zahnritzel 82,84 aufweist, die, auf verschiedener Höhe liegend, miteinander im Eingriff stehen. Das Zahnritzel
82 greift außerdem in die Verzahnung 86 des Ringes 76, während das Zahnritzel 84 mit der Verzahnung
88 des Ringes 78 im Eingriff steht.
Der Antrieb der Tiefenschärfe-Anzeigeeinrichtung geschieht von der Blendeneinrichtung aus. Zu diesem
Zweck ist das Blendenstellglied mit einem Stellring 90 der Anzeigeeinrichtung verbunden, und zwar mit
Hilfe eines abgebogenen Mitnehmerlappens 92 am Stellring 90 selbst. Die Blendeneinrichtung und ihr
Stellglied sind in Fig. 2 der Einfachheit halber nicht gezeigt; es ist nur eine linear geteilte Blendenskala 94
dem Mitnehmerlappen 92 symbolisch zugeordnet.
In die Antriebskette zwischen dem Stellring 90 und den Zeigern 70, 72 ist ein Umwandlungsglied eingeschaltet
zu dem Zweck, die gleichförmige Bewegung des Blendenstellgliedes in eine ungleichförmige Bewegung
der Zeiger nach den jeweils gegebenen Betriebsbedingungen umwandeln zu können. Am
Stellring 90 sitzt ein Mitnehmerzapfen 96, dessen Ende bei 98 abgesetzt ist, um einen Anlenk- und
Drehpunkt für eine Schwingplatte 100 zu bilden. Die Schwingplatte 100 liegt dabei zwischen den Ringen
76, 78 und trägt selbst einen Mitnehmerstift 102, der in einen radial liegenden Schlitz 104 des Zeigerringes
76 eingreift und die Mitnahme desselben bei einer
um die optische Achse gerichteten Drehbewegung des Stellringes 90 und somit auch der Schwingplatte 100
bewerkstelligt. Ferner trägt die Schwingplatte 100 einen Steuerstift 106, der mit einem als Umwandlungskurve
fungierenden Schlitz 108 des ortsfesten Ringes 80 zusammenarbeitet. Durch diese Überlagerung
wird eine Ungleichförmigkeit bei der Bewegungsübertragung von der Schwingplatte 100
auf den Zeigerring 76 und somit auch auf den Zeigerring 78 erreicht. Die Umwandlungskurve 108 und
somit auch der Grad der Bewegungsumwandlung zwischen Blendeneinstellung und Tiefenschärfeanzeige
kann den gegebenen Verhältnissen entsprechend beliebig gewählt bzw. eingestellt werden.
Die bauliche Unterbringung der in Fig. 2 schematisch angedeuteten Tiefenschärfe-Anzeigeeinrichtung
geht am besten aus den Fig. 3 bis 6 hervor. Erfindungsgemäß ist die Tiefenschärfe-Anzeigeeinrichtung
in dem Bajonettring 32 der Wechseleinheit untergebracht. Zu diesem Zweck ist der ortsfeste Ring 80
mit Hilfe einiger Abstandbüchsen 110 und Schrauben 112 am Haltering 34 festgezogen und bildet Auflager
für die übrigen Teile der Einrichtung, die mit den gleichen Bezugszeichen wie in Fig. 2 versehen sind.
Die Zeigerarme 70, 72 bewegen sich dabei in einem entsprechenden Schlitz 114 zwischen Haltering 34
und Betätigungsring 38. Der Stellring 90 der Tiefenschärfe-Anzeigeeinrichtung
hat den abgebogenen Mitnehmer 92, der in eine Mitnehmeröffnung 118 des
BlendenstellgHedes 48 eingreift.
Die Entfernungsskala 74 ist in vorliegendem Falle am Umfang des Betätigungsringes 38 angebracht. Um
eine Verbindung zwischen dem Betätigungsring 38 an der Wechseleinheit und dem verdrehbaren Glied 20
der Verstellmittel an der Kamera zu schaffen, ist eine lösbare Kupplungseinrichtung vorgesehen. Diese Einrichtung
besteht aus einem Kupplungszahn 120, der in einem mit dem Betätigungsring 38 fest verbundenen
Stellknopf 122 in radialer Richtung verstellbar angeordnet und durch eine Feder 124 belastet ist. Der
Kupplungszahn 120 greift in eine axiale Kupplungsnut 126 des Gewinderinges 20 ein. Beim Ansetzen der
Wechseleinheit an die Kamera legt sich der Kupplungszahn 120 auf den zylindrischen Umfang des
Gewinderinges 20 auf und schnappt bei der Drehbewegung zum Einrenken des Bajonettverschlusses in
die Kupplungsnut 126 ein. Eine Rille 128, die am Schaft des Kupplungszahnes 120 vorgesehen ist und
gegebenenfalls mit roter Farbe gekennzeichnet sein kann, ragt bei nicht vollständig hergestelltem Kupplungseingriff,
wie Fig. 7 zeigt, sichtbar aus dem Stellknopf 122 heraus.
Die Anbringung der einzelnen Skalen ist am besten aus Fig. 8 ersichtlich. Die Entfernungsskala 74 ist am
Umfang des axial verstellbaren und verdrehbaren Betätigungsringes 38 angebracht und arbeitet mit
einer Hauptmarke 130 des radial unbeweglichen Halteringes 34 zusammen. Die durch den Schlitz 114
herausragenden Enden der Zeigerarme 70, 72 spielen mit der Entfernungsskala 74 am Betätigungsring 38
zusammen und begrenzen dort den der eingestellten Entfernung und Blendenöffnung entsprechenden Bereich
der Tiefenschärfe, in vorliegendem Falle beispielsweise den Tiefenschärfebereich von 3 bis 8 m
bei Entfernung von 5 m und Blende 5,6. Die Blendenskala 94 ist dabei am Umfang des Kupplungsringes 58
angeordnet und arbeitet ebenfalls mit der Hauptmarke 130 zusammen. Da die eingestellte Blendenöffnung
bereits durch den angezeigten Tiefenschärfebereich bei der Einstellung berücksichtigt ist, könnte
Claims (4)
1. Wechsel einheit, welche mittels einer lösbaren Halterung an einer photographischen Kamera
befestigt ist und mit einem Objektivverschluß, einer Blendeneinrichtung und einer Tiefenschärfe-Anzeigeeinrichtung
mit beweglichen Anzeigeorganen ausgerüstet ist, die von der Blendeneinrichtung angetrieben werden und mit der
Entfernungsskala zusammenarbeiten, dadurch gekennzeichnet, daß die Tiefenschärfe-Anzeigeeinrichtung
innerhalb des der Wechseleinheit zugeordneten, vorzugsweise während der Entfernungseinstellung
verstellbaren Gliedes (32) der Halterung angeordnet ist, daß auch die Blendeneinrichtung
und der Objektivverschluß von diesem Glied der Objektivhalterung getragen werden und
daß eine lösbare Kupplung das Zeitstellglied mit Blendenstellglied verbindet.
2. Wechseleinheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das mit der Wechseleinheit
verbundene Glied (32) der Halterung als ein Bajonettring ausgebildet ist, welcher die Tiefenschärfe-Anzeigeeinrichtung
umschließt.
3. Wechseleinheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Tiefenschärfe-Anzeigeeinrichtung
zwei Zeiger (70, 72) aufweist, die vom Blendenstellglied (48) angetrieben werden, aus
dem Innern der Wechseleinheit herausragen und mit der am Umfang des Betätigungsringes (38)
angeordneten Entfernungsskala (74) zusammenarbeiten.
4. Wechseleinheit nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß in der Getriebekette zwischen
dem Blendenstellglied (48) und den Zeigern (70, 72) ein Umwandlungsgetriebe (82 bis 108) vorgesehen
ist, welches die gleichförmige Bewegung des Blendenstellgliedes (48) in eine ungleichförmige
Bewegung der Zeiger (70, 72) umwandelt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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| DE1060251B true DE1060251B (de) | 1959-06-25 |
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Family Applications (1)
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| DED21412A Pending DE1060251B (de) | 1955-09-30 | 1955-09-30 | Wechseleinheit fuer photographische Kameras |
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1955
- 1955-09-30 DE DED21412A patent/DE1060251B/de active Pending
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