[go: up one dir, main page]

DE1059595B - Verfahren zur Chlorierung von Verbindungen mit der Tetraza-porphinstruktur - Google Patents

Verfahren zur Chlorierung von Verbindungen mit der Tetraza-porphinstruktur

Info

Publication number
DE1059595B
DE1059595B DEC12726A DEC0012726A DE1059595B DE 1059595 B DE1059595 B DE 1059595B DE C12726 A DEC12726 A DE C12726A DE C0012726 A DEC0012726 A DE C0012726A DE 1059595 B DE1059595 B DE 1059595B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
parts
compounds
melt
acid
chlorination
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEC12726A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Armin Caliezi
Dr Walter Kern
Dr Theodor Holbro
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Novartis AG
Original Assignee
Ciba Geigy AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Ciba Geigy AG filed Critical Ciba Geigy AG
Publication of DE1059595B publication Critical patent/DE1059595B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B47/00Porphines; Azaporphines
    • C09B47/04Phthalocyanines abbreviation: Pc
    • C09B47/08Preparation from other phthalocyanine compounds, e.g. cobaltphthalocyanineamine complex
    • C09B47/10Obtaining compounds having halogen atoms directly bound to the phthalocyanine skeleton

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Nitrogen Condensed Heterocyclic Rings (AREA)

Description

  • Verfahren zur Chlorierung von Verbindungen mit der Tetraza-porphinstruktur Es sind bereits viele Verfahren bekannt, die eine Einführung von Chloratomen in das Phthalocyaninmolekül erlauben. Diese bekannten Verfahren verwenden meistens freies Chlor oder Produkte wie Sulfurylchlorid, die sich wie eine Mischung von Schwefeldioxyd und freiem Chlor verhalten. So werden beispielsweise nach den Verfahren der deutschen Patentschrift 929081 und der USA.-Patentschrift 2662085 Phthalocyanine in Chlorsulfonsäure gelöst und in Gegenwart geeigneter Chlorierungskatalysatoren, wie Schwefeldichlorid oder Antimontrichlorid, der Einwirkung von freiem Chlor ausgesetzt. Nach den Verfahren der USA.-Patentschriften 2 253 560 und 2 247 752 andererseits werden Phthalocyanine in der Aluminiumchloridschmelze mit freiem Chlor behandelt. Diese bekannten Verfahren weisen jedoch erhebliche Nachteile auf, indem beispielsweise dieReaktion in großtechnischem Maßstab sehr langsam fortschreitet, oder indem durch das freie Chlor oder den sich bei der Chlorierung entwickelnden Chlorwasserstoff ein erheblicher Angriff der verwendeten Apparate stattfindet, um so mehr, da zur Herstellung von Phthalocyaninen mit hohem Chlorgehalt verhältnismäßig hohe Temperaturen erforderlich sind. Außerdem ist wegen der Flüchtigkeit von Chlorierungsmitteln eine genaue Dosierung mit Schwierigkeiten verbunden, und die Chlorierung muß unter dauernder Kontrolle gehalten werden. Die Chlorierungsprodukte aus verschiedenen Ansätzen des gleichen Ausgangsstoffes weichen häufig in der Zusammensetzung voneinander ab. Dies ist insbesondere bei den hochchlorierten Phthalocyaninen nachteilig, wo schon eine geringe Änderung in der Zusammensetzung zu relativ großen Farbto:nänderungen führen kann.
  • Es wurde nun gefunden, daß Verbindungen mit der Tetraza-porphinstruktur, so z. B. die bekannten Phthalocyanine, insbesondere Kupferphthalocyanin, vorteilhaft chloriert werden können, wenn man diese in einem wasserfreien Chlorierungsmittel erhitzt, das einerseits Verbindungen des Friedel-Crafts-Typus und anderseits Schwefeltrioxyd, wasserfreie §chwefelsäure oder Verbindungen der allgemeinen Formel R-S 02-Halogen enthält, worin R eine der Gruppen - OH, - O - Metall oder einen organischen Rest bedeutet.
  • Das vorliegende Verfahren ist besonders geeignet zur Einführung einer großen Zahl von Chloratomen in die genannten Verbindungen.
  • Als Verbindungen des Friedel-Crafts-Typus kommen in erster Linie die Trihalogenide des Eisens und des Aluminiums, so z. B. Aluminiumchlorid und Eisen(III)-chlorid, in Betracht.
  • Als Verbindungen der allgemeinen Formel R - S 02 - Halogen können beispielsweise Chlorsulfonsäure und Fluorsulfonsäure sowie ihre Metallsalze, beispielsweise die Natriumsalze, verwendet werden. Überraschenderweise wirken einfache organische Sulfo:nsäurechloride, die selbst nicht leicht chlorierbar sind, insbesondere Alkansulfonsäurechloride, wie Methansulfonsäurechlorid, in ähnlicher Weise. Im Regelfall kann auch Schwefeltrioxyd oder Schwefeltrioxyd in größeren Mengen enthaltende Schwefelsäure (Oleum) oder wasserfreie Schwefelsäure in gleicher Weise verwendet werden, insbesondere dann, wenn unter den Reaktionsbedingungen die Möglichkeit besteht, da,ß sich Verbindungen der obigen Formel R - S 02 - Halogen daraus bilden.
  • In vielen Fällen ist es zweckmäßig, dem wasserfreien Chlorierungsmittel der genannten Zusammensetzung noch Stoffe beizufügen, die eine Erniedrigung der Schmelztemperatur bewirken, beispielsweise Natriumchlorid, Natriumfluorid, Calciumchlorid, Kaliumchlorid, Schwefeldioxyd, Natriumsulfit und Magnesiumsulfat.
  • Das Chlorierungsmittel kann in einfacher Weise durch Zusammenmischen der erwähnten Stoffe erhalten werden, wobei es im einzelnen Fall dahingestellt bleiben kann, inwieweit vor dem Eintritt der Chlorierungsreaktion eine gegenseitige Reaktion zwischen den Mischungspartnern stattfindet. In vielen Fällen ist es zweckmäßig, die Verbindungen der Formel R - S 02 - Halogen (insbesondere Chlo:rsulfonsäure oder S 03 oder Oleum) zur festen oder geschmolzenen Verbindung des Friedel-Crafts-Typus (z. B. Aluminiumchlorid) zuzugeben; da häufig auf diese Art und Weise die Rührbarkeit der Schmelze erhöht wird. In vielen Fällen ist es auch möglich, die zu chlorierende Verbindung in eine Schmelze einer Verbindung vom Friedel-Crafts-Typus, zweckmäßig mit den obenerwähnten Stoffen hergestellt, einzutragen und das Schwefeltrioxyd oder die Verbindungen der Formel R - S 02 - Halogen als letzte Komponente zuzugeben.
  • Die Chlorierung soll in wasserfreiem Medium durchgeführt werden. Die zu verwendenden Temperaturen richten sich im allgemeinen nach der Temperatur, bei welcher das Chlorierungsmittel noch eine rührbare Schmelze bildet. Vorteilhaft werden Temperaturen von Tiber 50° C verwendet, beispielsweise etwa 120 bis 180° C, oder in einzelnen Fällen auch über 200° C.
  • Überraschenderweise kann das vorliegende Verfahren so geleitet werden, daß trotz Anwesenheit kräftig sulfonierender Verbindungen praktisch kein Eintritt von Schwefel bzw. von Sulfonsäuregruppen in das Molekül stattfindet. Daß trotzdem das Schwefeltrioxyd bzw. die Verbindungen der Formel R-S 02-Halogen bei der Durchführung der Chlorierungsreaktion eine wesentliche Rolle spielen, geht daraus hervor, daß im allgemeinen pro Molekül R-S 02-Halogen ein Chloratom in die zu chlorierende Verbindung eingeführt wird.
  • Der Reaktionsmechanismus der Chlorierung dürfte über eine Komplexsalzbildung gemäß Gleichung 1 und 2 zu formulieren sein; doch soll die Erfindung in ]<einer Weise an irgendeine Theorie gebunden sein. worin R eine der Gruppen -OH, -O-Metall oder einen organischen Rest darstellt und Y-H die zu chlorierende Verbindung bedeutet. Bei Verwendung von S 03 ist folgende Primärreaktion voranzunehmen so 3+A1 C13 ---> A1 C12 0 S 02 Cl, (3) für die weiteren Stufen gilt dann das angegebene Reaktionsschema.
  • Etwas schwieriger ist die Erklärung für Schwefelsäure. Wir nehmen an, daß sich ein Teil der Schwefelsäure in der Aluminiumchloridschmelze in SO, (-h H., O) spaltet, so daß das frei werdende S 03 die Chlorierung bewerkstelligen würde.
  • Da bei der in wasserfreiem, flüssigem Chlorierungsmittel durchgeführten Reaktion freies Chlor praktisch nicht auftritt, kann dieReaktion im allgemeinen unter erheblicher Schonung der Apparate durchgeführt werden. Ferner ist es vorteilhaft, daß in vielen Fällen die Chlorierung schon in 1 bis 2 Stunden beendet ist.
  • Die nach dem vorliegenden Verfahren erhältlichen Produkte sind zum Teil bekannt bzw. isomer mit bekannten Produkten. Die von wasserlöslichmachenden Gruppen freien Produkte stellen wertvolle blaue bis grüne Pigmente dar, oder sofern sie Sulfonsäuregruppen aufweisen, ergeben sie wertvolle Färbungen auf Textilfasern, insbesondere Baumwolle. Sie können jedoch nach dem vorliegenden Verfahren in besonders einfacher und zuverlässiger Weise unter Schonung der Reaktionsgefäße und in sehr oft verblüffend kurzer Zeit erhalten werden. Außerdem erhält man in verschiedenen Fällen reinere Produkte als nach anderen Halogenierungsverfahren. In den nachfolgenden Beispielen bedeuten die Teile. sofern nichts anderes angegeben wird, Gewichtsteile, die Prozente Gewichtsprozente, und die Temperaturen sind in Celsiusgraden angegeben. Beispiel 1 Ein Gemisch aus 100 Teilen wasserfreiem Aluminiumchlorid, 50 Teilen Chlorsulfonsäure, 10 Teilen Natriumchlorid und 1 Teil Natriumfluorid wird so lange auf 140 bis 160° erhitzt, bis eine klare Schmelze entstanden ist. In diese trägt man bei etwa 140° 10 Teile Kupferphthalocyanin ein, rührt anschließend 1 Stunde bei 140° und 2 Stunden bei 160° und trägt dann die Schmelze auf Wasser und Eis aus. Die Mischung wird mit Salzsäure angesäuert, 1 Stunde bei 40 bis 50° gerührt und filtriert. Der neutral gewaschene und getrocknete Farbstoff ist ein reines, grünes Pigment mit einem Chlorgehalt von 48 bis 49"/o. Beispiel 2 Eine Mischung aus 320 Teilen Aluminiumchlorid, 52 Teilen Natriumchlorid und 46,6 Teilen Chlorsulfonsäure wird so, lange auf 140'° erhitzt, bis eine klare Schmelze entstanden ist, Dann senkt man die Temperatur auf 120° und trägt 11,5 Teile Kupferphthalocyanin ein. Man rührt 1 Stunde bei 120° und 11/2 Stunden bei 160°. Hierauf wird der Farbstoff wie im Beispiel 1 aufgearbeitet. Sein Chlorgehalt beträgt 48,1,1/0. Beispiel 3 100 Teile Aluminiumchlorid und 40 Teile Chlorsulfonsäure werden so lange auf 140° erhitzt, bis eine klare Schmelze entstanden ist. In diese trägt man 10 Teile Kupferphthalocyanin ein und rührt anschließend 4 Stunden bei 150°. Dann arbeitet man. wie im Beispiel 1 angegeben, auf. Das erhaltene Pigment ist ähnlich demjenigen vom Beispiel 1. Beispiel 4 200 Teile Aluminiumchlorid und 25,5 Teile Oleum. 66o/oig, werden so lange auf 140° erhitzt, bis eine gut rührbare -Schmelze entstanden ist. In diese gibt man 10 Teile Kupferphthalocyanin, heizt die Schmelze auf 160° und rührt die Mischung 16 Stunden bei 160°. Nach der Aufarbeitung erhält man ein grünes Pigment ähnlich demjenigen im Beispiel 1. Beispiel 5 250 Teile Aluminiumchlorid, 50 Teile Natriumchlorid und 45,3 Teile Chlorsulfonsäure werden so lange auf 160° erhitzt, bis eine klare Schmelze entstanden ist. In diese trägt man 10 Teile metallfreies Phthalocyanin ein und rührt die Schmelze 4 Stunden bei 160°. Dann arbeitet man auf, wie im Beispiel 1 angegeben ist. Man erhält ein leuchtendgelbstichiggrünes Pigment.
  • Beispiel 6 Zu einer Schmelze aus 100 Teilen Aluminiumchlorid. 10 Teilen Natriumchlorid und 25,4 Teilen Chlorsulfonsäure gibt man bei 140° 5 Teile Nickelphthalocyanin und rührt 1 Stunde bei 140°, 1 Stunde .bei 160° und 1 Stunde bei 180°. Nach der üblichen Aufarbeitung erhält man ein blaugrünes Pigment, das etwa 48'°/o Chlor besitzt.
  • - Auf die gleiche Art und Weise lassen sich auch Kobalt-, Zink-, Eisen-, Aluminium-, Zinn-, Chrom-, Mangan-, Magnesiumphthalocyanin und andere Metallphthalocyanine chlorieren.
  • Beispiel ? In eine Schmelze aus 100 Teilen Aluminiumchlorid, 8 Teilen Natriumchlorid und 2,4 Teilen Chlorsulfonsäure gibt man bei 120° 10 Teile Kupferphthalocyanin. Dann wird die Schmelze auf 140° geheizt und 1 Stunde bei dieser Temperatur gerührt. Das erhaltene Pigment weist einen Chlorgehalt von 7%. auf. Beispiel 8 Ein Gemisch aus 160 Teilen Aluminiumchlorid, 36 Teilen Chlorsulfonsäure und 20 Teilen Kupferphthalocyanin wird auf 120° erhitzt, bis eine rührbare, homogene Schmelze entstanden ist. Dann läßt man im Laufe einer Stunde 36 Teile Chlorsulfonsäure zutropfen und heizt anschließend auf 150° auf. Man rührt 1 Stunde bei 150°, erhöht dann die Temperatur innerhalb von 3 Stunden auf 180°, ohne zu rühren, und hält die Temperatur weitere 2 Stunden bei 180°. Das isolierte Produkt ist praktisch identisch mit dem nach Beispiel 1 erhaltenen. Beispiel 9 Ein Gemisch aus 150 Teilen Aluminiumchlorid, 20 Teilen Natriumchlorid, 11,2 Teilen Methansulfochlorid und 10 Teilen Kupferphthalocyanin wird bei 120° geschmolzen, hierauf 1 Stunde bei 120° gerührt und eine weitere Stunde bei 140°. Nach der wie im Beispiel 1 beschriebenen Aufarbeitung erhält man ein schwefelfreies Pigment mit einem Chlorgehalt von etwa 8'°/0. Beispiel 10 Zu einer Schmelze aus 100, Teilen Aluminiumchlorid, 15 Teilen Natriumchlorid und 17 Teilen Schwefelsäure gibt man bei 140° 5 Teile Kupferphthalacyanin. Die Masse wird 11/2 Stunden bei 140° gerührt, anschließend weitere 11/2 Stunden bei 180°. Man erhält nach der üblichen Aufarbeitung ein Pigment, das etwa 231/o Chlor aufweist. Beispiel 11 Zu einer Schmelze aus 130 Teilen Aluminiumchlorid, 20 Teilen Natriumchlorid und 10,8 Teilen kupferphthalocyanindisulfonsaures Natrium läßt man bei 120° 10 Teile Chlorsulfonsäure zutropfen, heizt die Schmelze auf 160° und rührt sie 1/2 Stunde bei dieser Temperatur. Dann gießt man das Reaktionsprodukt auf ein Gemisch von 2000 Teilen Eis und Wasser, setzt 500 Teile konzentrierte Salzsäure zu und filtriert den Farbstoff ab, Er wird mit 10%iger Salzsäure gewaschen und im Vakuum getrocknet. Der etwa 16'% Chlor enthaltende Farbstoff färbt Baumwolle aus natriumcarbonatalkalischer Lösung in echten türkisblauen Tönen. Beispiel 12 In eine Schmelze aus 80 Teilen Eisen.(III)-chlorid, 16 Teilen Natriumchlorid und 10 Teilen Chlorsulfonsäure gibt man bei 160° 5 Teile Kupferphthalocyanin und rührt die Mischung 20 Minuten bei 160°. Dann trägt man sie auf 500 Teile heißes Wasser aus. Nachdem alles Eisensalz in Lösung gegangen ist, filtriert man das Pigment ab und wäscht es mit Wasser neutral. Es enthält etwa 33% Chlor. Beispiel 13 Über eine Schmelze aus 80 Teilen Aluminiumchlorid, 10 Teilen Natriumchlorid und 36,5 Teilen Chlorsulfonsäure leitet man bei 120, bis 140° 1/2 Stunde lang einen Schwefeldioxydstrom. Dann trägt man 10 Teile Kupferphthalocyanin ein und erhöht die Temperatur im Laufe von 4 Stunden auf 180°, wobei dauernd ein S O.- Strom über die Schmelze geleitet wird. Nach der üblichen Aufarbeitung erhält man ein Pigment, das etwa 47'°/o- Chlor enthält. Beispiel 14 Zu einer Schmelze aus 160 Teilen Aluminiumchlorid, 10 Teilen Natriumchlorid und 62,6 Teilen Fluorsulfonsäure gibt man bei 120° 20 Teile Kupferphthalocyanin. Man erhöht die Temperatur innerhalb von 3 Stunden auf 180° und rührt 2 Stunden bei 180 bis 190°. Nach der Aufarbeitung, wie im Beispiel 1 beschrieben, erhält man ein Pigment mit einem Chlorgehalt von etwa 42'°/o. Beispiel 15 160 Teile Aluminiumchlorid, 20 Teile Natriumchlorid und 46,5 Teile des Natriumsalzes der Chlorsulfonsäure werden so lange auf 120° erhitzt, bis eine homogene Schmelze entstanden ist. In diese gibt man bei 120° 10 Teile Kupferphthalocyanin und heizt anschließend innerhalb 4 Stunden auf 185°. Man hält die Temperatur 1 Stunde auf 185° und arbeitet dann, wie im Beispiel 1 beschrieben, auf. Man erhält ein grünes Pigment, das 45,3% Chlor enthält.

Claims (6)

  1. P A T E N T A N S P R I I C H E 1. Verfahren zur Chlorierung von Verbindungen mit der Tetraza-porphinstruktur, dadurch gekennzeichnet, daß man diese in einem wasserfreien Chlorierungsmittel erhitzt, das Verbindungen des Friedel-Crafts-Typus und Schwefeltrioxyd, wasserfreie Schwefelsäure oder Verbindungen der allgemeinen Formel R - S 02 -Halogen enthält. worin R eine der Gruppen -OH, -O-Metall oder einen organischen Rest bedeutet.
  2. 2. Verfahren gemäß Anspruch 1, gekennzeichnet durch die Verwendung von wasserfreiem Aluminiumchlorid als Verbindung vom Friedel-Crafts-Typus.
  3. 3. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 und 2, gekennzeichnet durch die Verwendung von Chlorsulfonsäure.
  4. 4. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß man in Anwesenheit schmelzpunktserniedrigender Mittel, insbesondere von schmelzpunktserniedrigenden Mitteln arbeitet.
  5. 5. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß man auf 1 Mol Halogensulfonsäure mindestens 1 Mol Aluminiumchlorid verwendet.
  6. 6. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß man bei Temperaturen von mindestens 50° arbeitet. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 929 081; USA.-Patentschriften Nr. 2 247 752, 2 253 560, 2662085. Bei der Bekanntmachung der Anmeldung ist eine Färbetafel ausgelegt worden.
DEC12726A 1955-03-18 1956-03-16 Verfahren zur Chlorierung von Verbindungen mit der Tetraza-porphinstruktur Pending DE1059595B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CH1059595X 1955-03-18

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1059595B true DE1059595B (de) 1959-06-18

Family

ID=4555328

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEC12726A Pending DE1059595B (de) 1955-03-18 1956-03-16 Verfahren zur Chlorierung von Verbindungen mit der Tetraza-porphinstruktur

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE1059595B (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4067881A (en) * 1976-07-12 1978-01-10 Basf Aktiengesellschaft Manufacture of polychloro-copper phthalocyanines

Citations (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2247752A (en) * 1937-06-23 1941-07-01 Du Pont Process for halogenation of phthalocyanines
US2253560A (en) * 1939-10-06 1941-08-26 Du Pont Manufacture of halogenated phthalocyanines
US2662085A (en) * 1950-06-29 1953-12-08 Ansbacher Siegle Corp Process for preparation of chlorinated copper phthalocyanine
DE929081C (de) * 1952-06-12 1955-06-20 Basf Ag Verfahren zur Herstellung von Halogenphthalocyaninen

Patent Citations (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2247752A (en) * 1937-06-23 1941-07-01 Du Pont Process for halogenation of phthalocyanines
US2253560A (en) * 1939-10-06 1941-08-26 Du Pont Manufacture of halogenated phthalocyanines
US2662085A (en) * 1950-06-29 1953-12-08 Ansbacher Siegle Corp Process for preparation of chlorinated copper phthalocyanine
DE929081C (de) * 1952-06-12 1955-06-20 Basf Ag Verfahren zur Herstellung von Halogenphthalocyaninen

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4067881A (en) * 1976-07-12 1978-01-10 Basf Aktiengesellschaft Manufacture of polychloro-copper phthalocyanines

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE939827C (de) Verfahren zur Herstellung von (o-Oxycarboxy)-phenylestern der Phthalocyanintetrasulfonsaeuren
DE1059595B (de) Verfahren zur Chlorierung von Verbindungen mit der Tetraza-porphinstruktur
CH333934A (de) Verfahren zur Halogenierung von Verbindungen mit dem Tetrazaporphingerüst
DE2334657C2 (de) Verfahren zur Herstellung von Brom enthaltenden anthrachinoiden Dispersionsfarbstoffen
DE923690C (de) Verfahren zur Herstellung metallhaltiger Phthalocyanine
DE600055C (de) Verfahren zur Herstellung von Polychlor- und Polybromderivaten des Pyrens
DE761599C (de) Verfahren zur Herstellung von Kuepenfarbstoffen
AT224783B (de) Verfahren zur Herstellung von gemischt halogenierten Phthalocyaninpigmenten
DE141296C (de)
DE531102C (de) Verfahren zur Darstellung von halogenierten Benzanthronpyrazolanthronen
DE566472C (de) Verfahren zur Darstellung von Kuepenfarbstoffen der Dibenzanthronreihe
DE564435C (de) Verfahren zur Herstellung von Dihalogenanthrachinonmono-ª‡-carbonsaeuren
DE926249C (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Bisazolen
DE172688C (de)
DE1058661B (de) Verfahren zur Chlorierung von cyclischen, ringfoermig gebundene Carbonylgruppen enthaltenden Verbindungen
DE890401C (de) Verfahren zur Herstellung von schwefelhaltigen Verbindungen
DE81244C (de)
DE636223C (de) Verfahren zur Herstellung von stickstoffhaltigen Kondensationsprodukten
DE912092C (de) Verfahren zur Herstellung von Sulfinsaeuren
DE611379C (de) Verfahren zur Darstellung von wasserecht faerbenden Polychlorisodibenzanthronen
DE343147C (de)
DE58197C (de) Verfahren zur Darstellung von Sulfosäuren eines rothen basischen Naphtalinfarbstoffes
DE737345C (de) Verfahren zur Herstellung von Leukoschwefelsaeureestern der Anthrachinonreihe
DE140964C (de)
DE695690C (de) Abtrennung von 1, 4-Dichlornaphthalin aus Gemischen von Mono- und Dichlornaphthalinen