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DE1058185B - Verfahren zur Herstellung hochwertiger Heizoelgemische - Google Patents

Verfahren zur Herstellung hochwertiger Heizoelgemische

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Publication number
DE1058185B
DE1058185B DEE13203A DEE0013203A DE1058185B DE 1058185 B DE1058185 B DE 1058185B DE E13203 A DEE13203 A DE E13203A DE E0013203 A DEE0013203 A DE E0013203A DE 1058185 B DE1058185 B DE 1058185B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
fuel oil
oil
heating
uncleaved
mixed
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEE13203A
Other languages
English (en)
Inventor
Stanley O Bronson
Robert C Morbeck
Sumner B Sweetser
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
ExxonMobil Technology and Engineering Co
Original Assignee
Exxon Research and Engineering Co
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Exxon Research and Engineering Co filed Critical Exxon Research and Engineering Co
Publication of DE1058185B publication Critical patent/DE1058185B/de
Pending legal-status Critical Current

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10LFUELS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; NATURAL GAS; SYNTHETIC NATURAL GAS OBTAINED BY PROCESSES NOT COVERED BY SUBCLASSES C10G OR C10K; LIQUIFIED PETROLEUM GAS; USE OF ADDITIVES TO FUELS OR FIRES; FIRE-LIGHTERS
    • C10L1/00Liquid carbonaceous fuels
    • C10L1/04Liquid carbonaceous fuels essentially based on blends of hydrocarbons
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10GCRACKING HYDROCARBON OILS; PRODUCTION OF LIQUID HYDROCARBON MIXTURES, e.g. BY DESTRUCTIVE HYDROGENATION, OLIGOMERISATION, POLYMERISATION; RECOVERY OF HYDROCARBON OILS FROM OIL-SHALE, OIL-SAND, OR GASES; REFINING MIXTURES MAINLY CONSISTING OF HYDROCARBONS; REFORMING OF NAPHTHA; MINERAL WAXES
    • C10G27/00Refining of hydrocarbon oils in the absence of hydrogen, by oxidation
    • C10G27/04Refining of hydrocarbon oils in the absence of hydrogen, by oxidation with oxygen or compounds generating oxygen

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
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  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Production Of Liquid Hydrocarbon Mixture For Refining Petroleum (AREA)
  • Catalysts (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung hochwertiger Heizölgemische Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung hochwertiger Heizölgemische, die ungespaltene Öle und Spaltfraktionen, z. B. aus einer katalytischen Spaltung, enthalten.
  • Erfindungsgemäß wird eine Kohlenwasserstofffraktion, die mindestens in der Hauptsache aus ungespaltenen Bestandteilen besteht, einer katalytischen Entschwefelung unterworfen und dann mit einem bei einem Spaltverfahren gewonnenen Heizöl gemischt. Nach einer Ausführungsform der Erfindung kann die katalytische Entschwefelung nach dem Hydrofinierungsverfahren durchgeführt werden. Nach einer anderen Ausführungsform wird sie unter Verwendung von Kobaltmolybdat auf Tonerde oder Molybdänoxyd auf Tonerde als Katalysator in Abwesenheit von Fremdwasserstoff oder von im Kreislauf geführtem Wasserstoff bei einer Temperatur zwischen 288 und 343'C und einem Druck von 0 bis 27,2 atü ausgeführt. Nach einer weiteren Ausführungsform der Erfindung erfolgt die Entschwefelung in zwei Stufen, indem das Produkt der letztgenannten katalytischen Entschwefelung anschließend durch Einwirkung von Lauge und Luft gesüßt wird.
  • Zum Unterschied von den bekannten Reformier-, Hydrofinier- und Autofinierverfahren arbeitet die an zweiter Stelle genannte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens unter milden Reaktionsbedingungen, bei denen keine beträchtlichen Mengen an freiem Wasserstoff entstehen, ohne Zusatz von Fremdwasserstoff oder anderen reduzierenden Gasen. Da bei dem Verfahren keine wesentlichen Mengen an freiem Wasserstoff gebildet werden, wird auch im Gegensatz zu den bekannten Autofinierungsverfahren kein Wasserstoff im Kreislauf in das Reaktionssystem zurückgeführt.
  • Die erfindungsgemäß hergestellten Heizöle können in verschiedenen Brenneranlagen als Dieselkraftstoff oder für häusliche bzw. industrielle Heizzwecke verwendet werden. Heizöle können aus Röhölen nach verschiedenen Methoden hergestellt werden, z. B. durch direkte Destillation sowie durch thermische oder katalytische Spaltung verschiedener Erdölfraktionen.
  • Bisher enthielten Gemischheizöle verhältnismäßig viel mehr ungespaltene als gespaltene Bestandteile. Da aber ungespaltene Heizöle als Ausgangsgut für verschiedene Spaltverfahren, z. B. für die Wirbelschichtspaltung, benötigt werden, verwendete man zur Herstellung von Gemischheizölen größere Mengen von Spaltfraktionen. Ungespaltene Heizölfraktionen kommen auch als Dieselöle in Betracht, wodurch für Gemischheizöle noch geringere Mengen dieser Öle zur Verfügung stehen.
  • Es ist bekannt, daß Heizöle, die vollständig oder teilweise aus Produkten der katalytischen Spaltung bestehen, unbeständig sind und Sediment bilden. Es ist ferner bekannt, daß durch Vermischen von Spaltheizölen mit durch Umwandlungsbehandlung entschwefelten ungespaltenen Heizölen infolge der Unverträglichkeit dieser Öle miteinander bestimmte unerwünschte Eigenschaften verstärkt werden. Derartige Heizölgemische neigen zur Verstopfung von Filtern, Düsen oder Rohleitungen, die zu der betreffenden Brenneranlage führen.
  • Es ist ferner bekannt, daß beim Vermischen von gesüßten, ungespaltenen Heizölen mit Spaltheizölen der Conradson-Verkokungsrückstand des Gemisches in vielen Fällen die Werte sowohl für das ungespaltene Öl als auch für das Spaltheizöl übersteigt. Der Verkokungsrückstand nach Conradson ist bekanntlich ein Maß für die Brauchbarkeit des Heizöls, da er angibt, in welchem Grade das Gemischheizöl die Brenner, insbesondere rotierende Brenner, im praktischen Einsatz verrußt.
  • Man hat eine Reihe von Verfahren vorgeschlagen, um die Qualität der Gemischheizöle zu verbessern. So ist es bekannt, ungespaltene Heizöle durch Waschen mit Lauge zu süßen. Wenn aber das ungespaltene Heizöl einen hohen Mercaptangehalt hat, wird es einer Doctorbehandlung oder einem entsprechenden Süßungsverfahren unterworfen. Andererseits erfordern leichte Spaltheizöle in vielen Fällen lediglich eine alkalische Wäsche. Meistens verwendet man aber Spaltheizöle aus einer unter verhältnismäßig scharfen Bedingungen durchgeführten Spaltung. In diesem Falle ist es notwendig, das Spaltheizöl mit Säure zu raffinieren und anschließend mit Lauge zu waschen, um den Verkokungsrückstand niedrig zu halten. Dies ist jedoch von Nachteil, weil die Säureraffination zur Polymerisation vieler wertvoller Bestandteile führt und die Polymerisationsprodukte dann durch ein kostspieliges Verfahren entfernt werden müssen, wodurch Ausbeuteverluste entstehen. Außerdem läßt sich der Schlamm nur mit hohen Kosten und unter Schwierigkeiten verarbeiten.
  • Nach der Erfindung werden fertige Heizöle mit befriedigendem Verkokungsrückstand gewonnen, indem man katalytisch entschwefeltes ungespaltenes Heizöl mit Spaltheizöl vermischt, das vorzugsweise mit Lauge gewaschen worden ist. Dadurch wird eine weitere Raffination des Spaltheizöls überflüssig.
  • Als Heizölgemische, die erfindungsgemäß katalytisch entschwefelt werden können, kommen insbesondere Kohlenwasserstoffgemische in Betracht, die mehr als etwa 10, vorzugsweise etwa 15 bis 60 Volumprozent, Spaltbestandteile enthalten. Noch genauer können diese Heizölgemische als Erdölfraktionen bezeichnet werden, die mehr als 10, vorzugsweise etwa 15 bis 60 Volumprozent, Spaltanteile enthalten und der ASTM-Vorschrift D 396-48 T für Heizöle (Güteklasse 1 oder 2) entsprechen. Die Kennzahlen eines typischen Gemischheizöls dieser Art sind beispielsweise:
    Spezifisches Gewicht, dls,e . . . . . . . . . . 0,8524
    Destillation, ASTM, ° C
    Siedebeginn ..................... 184
    100/0........................... 226
    500/0 ............. .............. 262
    900/0 .......................... 306
    Siedeende ...................... 338
    Flammpunkt, ° C ..... . . : .- . . . . . . . . . 70
    Farbwert (Robinson) . . . . . . . . . . . . . . . 15
    Viskosität, ° Engler bei 37,8° ....... 1,192
    Fließpunkt, ° C . . . . . .- . : . . . . . . . . . . -18
    Schwefel, Gewichtsprozent . . . . . . . . . . 0,37
    Suspendiertes Sediment, mg/100 ccm . 1,0
    Verkokungsrückstand in Gewichts-
    prozent des 10 0/0igen Destillations-
    rückstandes........... .......... 0,08
    Korrosion, 1 Stunde bei @ 00°C ....... genügend
    Dieselindex ....................... 48,2
    Anilinpunkt, ° C . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 60
    Zur weiteren Erläuterung des Verfahrens gemäß der Erfindung dient die Zeichnung. Danach wird das Rohöl in Leitung 22 der Fraktionierzone 21 zugeführt. Temperatur und Druck in Zone 21 werden so eingestellt, daß über Kopf durch Leitung 23 normalerweise gasförmige Kohlenwasserstoffe, durch Leitung 24 Kohlenwasserstoffe im Siedebereich von Motortreibstoff und Schwerbenzin, durch Leitung 25 eine ungespaltene Heizöldestillatfraktion und durch Leitung 26 eine Gasölfraktion abströmen. Der Bodenrückstand wird durch Leitung 27 abgeführt. Die durch Leitung 25 abströmende Fraktion des ungespaltenen Heizöls kann in verschiedener Weise raffiniert werden. Erfindungsgemäß wird diese Fraktion katalytisch entschwefelt, wobei man als Katalysator Molybdänoxyd auf AluminiumoxydoderKobaltmolybdat auf Aluminiumoxyd verwendet.
  • Die Fraktionierzone 21 selbst kann jede zweckentsprechende Zahl und Anordnung von Stufen enthalten. Die durch Leitung 26 abgezogene Gasölfraktion wird in die Spaltzone 50 gefördert und kann dort jeder beliebigen Spaltbehandlung unterworfen werden, z. B. einer thermischen oder katalytischen Spaltung. Die Erfindung ist jedoch insbesondere auf die Herstellung eines hochwertigen Gemischheizöles aus ungespaltenen und gespaltenen Heizölen gerichtet, wobei das Spaltverfahren in einer katalytischen Spaltung besteht und z. B. in einer Anlage durchgeführt wird, die nach dem Wirbelschichtverfahren arbeitet.
  • Die Spaltprodukte werden aus der Spaltzone 50 über Kopf durch Leitung 48 abgezogen und in die Destillationszone 36 gefördert. Temperatur und Druck in der Zone 36 werden so eingestellt, daß über Kopf durch Leitung 37 normalerweise gasförmige Bestandteile, durch Leitung 38 Kohlenwasserstoffe im Siedebereich von Motortreibstoff und durch Leitung 39 eine oberhalb des Heizölbereichs siedende Bodenfraktion abströmen. Durch Leitung 40 wird die Heizölfraktion abgezogen. Sie kann erfindungsgemäß in Zone 41 mit Lauge gewaschen werden. Die frische Lauge oder ein anderes Behandlungsmittel wird dieser Zone durch Leitung 42 zugeführt, während das verbrauchte Behandlungsmittel durch Leitung 43 abströmt. Gemäß der Erfindung wird das alkalisch gewaschene Spaltheizöl mit dem katalytisch entschwefelten ungespaltenen Heizöl gemischt.
  • Das ungespaltene Heizöl, welches durch Leitung 25 aus der Fraktionierzone 21 abströmt, wird in der Zone 28 in Gegenwart von Kobaltmolybdat auf Aluminiumoxyd oder Molybdänoxyd auf Aluminium entschwefelt. Im allgemeinen beträgt die Menge an Aluminiumoxyd etwa 85 bis 95 Gewichtsprozent. Die Temperaturen liegen zwischen etwa 288 und 343°C, vorzugsweise zwischen 302 und 329°C, die Drücke zwischen 0 und 27,2 atü, vorzugsweise bei etwa 11,9 bis 17,0 atü. Die Beschickungsgeschwindigkeiten können je nach den gewählten Arbeitsbedingungen in weiten Grenzen variieren, liegen aber im allgemeinen bei 1 bis 16, vorzugsweise 4 bis 8 Raumteilen Beschickung (flüssig) pro Raumteil Katalysator pro Stunde.
  • Im allgemeinen werden die Bedingungen so eingestellt, daß in flüssiger Phase gearbeitet wird. Unter diesen Bedingungen ist der zur Wärmeübertragung notwendige apparative Aufwand geringer, weil man die Beschickung nicht zu verdampfen und das Produkt nicht zu kondensieren braucht. Ferner wird beim Arbeiten in flüssiger Phase der sich in der Reaktionszone bildende Koks stetig vom Katalysator heruntergewaschen.
  • Das katalytisch entschwefelte ungespaltene Heizöl wird aus der Zone 28 durch Leitung 70 abgezogen und nach einer Laugenwäsche oder einer anderen Behandlung zur Entfernung von Schwefelwasserstoff mit der alkalisch gewaschenen Spaltfraktion der Leitung 44 vermischt.
  • Während man in vielen Fällen ein brauchbares Produkt bereits in einer Verfahrensstufe, d. h. durch bloße katalytische Entschwefelung der ungespaltenen Bestandteile, erhält, ist es in vielen anderen Fällen zur Gewinnung eines Produktes von einwandfreiem Geruch zweckmäßig, die katalytische Entschwefelung mit einer Luftentschwefelung zu kombinieren. Zu diesem Zweck kann das katalytisch entschwefelte ungespaltene Öl durch Leitung 61 der Zone 60 zur Luft-Lauge-Süßung zugeführt werden. Zweckmäßiger ist es jedoch, das katalytisch entschwefelte Gut aus Zone 28 durch Leitung 71 der Zone 72 zuzuführen, in welche durch Leitung 73 Wasserdampf eingeblasen wird. Hierdurch wird der Schwefelwasserstoff abgestreift und zieht durch Leitung 74 ab.
  • Die praktisch schwefelwasserstofffreie Fraktion wird vom Boden der Zone 72 durch Leitung 75 abgezogen und in die Zone 76 eingeführt, wo sie mit schwacher Lauge von 10 bis 20° B6 behandelt wird, die durch Leitung 77 ein- und durch Leitung 78 abströmt. Man verwendet die Lauge in einer Menge von etwa 0,1 bis 2,0 Volumprozent des Öls.
  • Das so behandelte Öl gelangt in die Zone 60 zur Lauge-Luft-Süßung. Dort wird das Öl mit 1 bis 3 Volumprozent einer starken Lauge von etwa 45 bis 50° B6 in Kontakt gebracht, wobei man genügend Luft zuführt, damit eine gute Durchmischung erfolgt und der erforderliche Sauerstoff vorhanden ist. Die Kontaktzeit beträgt etwa 15 bis 240 Minuten.
  • Die katalytisch und durch Luft-Lauge-Behandlung entschwefelte ungespaltene Fraktion wird aus Zone 60 durch Leitung 62 abgezogen und mit der Spaltfraktion aus Leitung 44 vermischt.
  • Sehr wichtig ist, daB das Ausgangsgut im wesentlichen aus ungespaltenen Bestandteilen besteht. Wenn Spaltprodukte allein verwendet werden, wird der Verkokungsrückstand des behandelten Öls erheblich erhöht. Das Verfahren kann indessen unter Verwendung einer gewissen Menge von Spaltbestandteilen in Mischung mit ungespaltenen Bestandteilen durchgeführt werden. In diesem Falle soll der Anteil des gespaltenen Öls nicht mehr als 25 °/a, vorzugsweise weniger als 15 Volumprozent der Gesamtbeschickung betragen.
  • Im Verlaufe der Behandlung scheidet sich Koks auf dem Katalysator ab. Nachdem die Wirksamkeit des Katalysators auf einen vorbestimmten Wert abgesunken ist, wird dieser, vorzugsweise durch Abbrennen mit Luft, regeneriert.
  • Die Erfindung wird durch die nachfolgenden Beispiele erläutert.
  • Beispiel 1 Es wurde eine Reihe von Versuchen durchgeführt, bei denen man ein Heizöl von folgenden Eigenschaften als Ausgangsgut verwendete
    Siedebereich, ° C . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 153 bis 290
    Mercaptanzahl*)....................... 91
    Schwefel, Gewichtsprozent . . . . . . . . . . . . . . 0,68
    Verkokungsrückstand (des 10%igen Destil-
    lationsrückstandes) .................. 0,04
    *) DieMercaptanzahl ist als mgMercaptanschwefel pro 100 ccm
    der Probe definiert.
    Dieses Heizöl wurde mit einem Katalysator behandelt, der aus 10 °/o Molybdänoxyd auf Aluminiumoxyd bestand. Die Ergebnisse sind in Tabelle I zusammengestellt.
    Tabelle I
    Leichtes, ungespaltenes West-Texas-Heizöl
    A B C
    Verfahrensstufen Beschickung
    1. katalytische Entschwefelung) . . . . . . . . . . . . . . . . . . nein ja ja
    2. Luft-Lauge-SüBung**) ......................... nein nein ja
    Kennzahlen des Produktes
    Mercaptanzahl .................................. 91 4,5 0,0
    Schwefel, Gewichtsprozent . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 0,67 0,57 -
    Doctortest ...................................... genügt nicht genügt nicht genügt
    Verkokungsrückstand, Gewichtsprozent............. 0,04 0,00, 0,01 0,03, 0,03
    Verträglichkeit mit alkalisch gewaschenem Heizöl aus der katalytischen Spaltung***)
    Verkokungsrückstand des 10°/oigen Destillationsrück-
    Standes, Gewichtsprozent
    experimentell gefunden ........................... - 0,07, 0,08 0,09, 0,11
    errechnet aus den Bestandteilen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . - 0,05 0,07
    Mischwert des ungespaltenen Gutes . . . . . . . . . . . . . . . . - 0,04, 0,06 0,08, 0,12
    *) 8 Raumteile/Stunde/Raumteil, 316°C, 13,6 atü.
    **) 2 °/o Lauge von 48° B6, 52°C; Zeitdauer bis zum negativen Doctortest: 3 bis 4 Stunden.
    ***) Konzentration: 50 °/o in Spaltheizöl von einem Verkokungsrückstand von 0,10 Gewichtsprozent.
    Die vorstehenden Werte zeigen, daB zwar die katalytische Entschwefelung die Mercaptanzahl der Beschickung von 91 auf 4,5 herabsetzt, das entstandene Produkt aber nicht dem Doctortest genügt. Es sind also noch etwas Mercaptane zurückgeblieben. Wenn man indessen das katalytisch entschwefelte Produkt einer weiteren milden Behandlung mit Luft und verdünnter Lauge unterzieht, sinkt die Mercaptanzahl auf Null, und das Produkt genügt dem Doctortest. Dabei steigt der Verkokungsrückstand nicht merklich.
  • Beispiel 2 Es wurden weitere Versuche durchgeführt, um den EinfluB von Zufuhrgeschwindigkeit und Temperatur zu untersuchen. Die Ergebnisse dieser Versuchsreihen sind in Tabelle II angegeben:
    Tabelle II
    Katalytische Entschwefelungvon leichtem, ungespaltenem West-Texas-Heizöl an Mo03 auf Aluminiumoxyd
    als Katalysator
    EinfluB der Durchsatzgeschwindigkeit bei 316°C und 13,6 atü
    Beschickung
    Raumteile/Raumteil/Stunde . . . . . . . . . . . . 1 2 4 6 8
    Mercaptanzahl (als mg S/100 ccm) ...... 91 2 2 3 4 5
    Schwefel, Gewichtsprozent . . .. . . ....... 0,67 0,44 0,48 0,51 0,55 0,55
    Verkokungsrückstand, Gewichtsprozent
    unvermischt........................ 0,07 0,01 - 0,01 - 0,01
    vermischt) ........................ - 0,05 - 0,07 - 0,08
    *) Gemisch mit der gleichenMenge von mitLauge gewaschenemSpaltheizöl von einemVerkokungsrückstand von 0,10 Gewichtsprozent.
    Tabelle II (Fortsetzung)
    Einfluß der Temperatur bei 13,6 atü und einer Durchsatzgeschwindigkeit von 4 Raumteilen/Raumteil/Stunde
    Beschickung
    Temperatur, 0C....................... 204 260 316
    Mercaptanzahl........................ 91 68 45 2
    Schwefel, Gewichtsprozent ............. 0,67 0,60 0,55 0,50
    Verkokungsrückstand, Gewichtsprozent
    unvermischt........................ 0,07 0,07 0,04 0,03
    vermischt*)........................ 0,05 0,08
    *) Gemisch mit der gleichen Menge von mit Lauge gewaschenem Spaltheizöl von einem Verkokungsrückstand von 0,10 Gewichts-
    prozent.
    Aus den vorstehenden Zahlen ergibt sich, daß die Mercaptanzahl mit abnehmender Zufuhrgeschwindigkeit ebenfalls abnimmt. Man sieht ferner, daß die Mercaptane selbst bei verhältnismäßig geringen Zufuhrgeschwindigkeiten nicht vollständig entfernt werden, wohl aber durch eine anschließende Luft-Lauge-Behandlung. Der Verkokungsrückstand des Produktes ist wesentlich verbessert. Beispiel 3 Es wurden weitere Versuche durchgeführt, um eine Hydrofiningbehandlung und die katalytische Entschwefelung nach der Erfindung miteinander zu vergleichen. Die Ergebnisse sind in Tabelle III angegeben.
    Tabelle III
    Vergleich der Hydrofinierung und der katalytischen Entschwefelung von leichtem, ungespaltenem West-Texas-Heizö
    Hydrofinierung Katalytische Bauxit-
    Beschickung mit MO 0,
    auf A1203 Entschwefelung behandlung
    Zufuhrgeschwindigkeit, Raumteile/Raumteil/Stunde ... 8 8 1
    Wasserstoffgeschwindigkeit, Raumteile Gas/Raumteil Be-
    schickung (flüssig)................................ 178 0 0
    Druck, atü ....................................... 13,6 13,6 13,6
    Temperatur, °C ................................... 316 316 316
    Stoffwerte
    Mercaptanzahl, mg S/100 ccm ..................... 91 < 1 4 22
    Schwefel, Gewichtsprozent ........................ 0,68 0,47 0,50 0,60
    Verkokungsrückstand, Gewichtsprozent............. 0;04 0,01 0,00 0,03
    Verträglichkeit mit Spaltheizöl: Verkokungsrückstand
    eines Gemisches gleicher Teile von entsprechend dieser
    Tabelle behandeltem Heizöl und mit Lauge gewasche-
    nem Spaltheizöl) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 0,05 0,09
    *) Mit Lauge gewaschenes Spaltheizöl hat einen Verkokungsrückstand von 0;09 Gewichtsprozent. Wenn das gleiche Spaltöl mit
    der gleichen Menge eines leichten, ungespaltenen ZVest-Texas-IIeizöls gemischt wurde, welches nach der PbS-S-Methode gesüßt war,
    betrug der Verkokungsrückstand 0,42 Gewichtsprozent.
    Die vorstehenden Werte zeigen, daß die katalytische Entschwefelung zwar den Schwefel weniger stark entfernt als die Hydrofinierung, die Mercaptane aber, gemessen durch Bestimmung der Mercaptanzahl, praktisch beseitigt sind. Ferner führt die katalytische Entschwefelung zu einer wesentlichen Verminderung des Verkokungsrückstandes und verbessert die Verträglichkeit des entschwefelten Produktes mit alkalisch gewaschenem Spaltheizöl.
  • Man ersieht weiter aus der obigen Tabelle, daß auch die Hydrofinierungsbehandlung von ungespaltenem Heizöl zu einem Produkt führt, welches hinsichtlich des Verkokungswertes eine besonders gute Verträglichkeit mit gespaltenem Heizöl aufweist.

Claims (4)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zur Herstellung hochwertiger Heizölgemische aus gespaltenen und ungespaltenen Heizölen, dadurch gekennzeichnet, daß man das ungespaltene Heizöl einem katalytischen Entschwefe-Iungsverfahren unterwirft und das so erhaltene Produkt mit einer gespaltenen Heizölfraktion mischt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man die katalytische Entschwefelung nach dem Hydrofinierungsverfahren ausführt.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man das ungespaltene Heizöl in Abwesenheit von Fremdwasserstoff, im Kreislauf geführtem Wasserstoff oder anderen fremden oder im Kreislauf geführten reduzierenden Gasen an Kobaltmolybdat auf Tonerde oder Molybdänoxyd auf Tonerde als Katalysator bei einer Temperatur im Bereich von 288 bis 343°C, vorzugsweise von 302 bis 330°C, und einem Druck von 0 bis 27,2 atü entschwefelt und das Produkt mit einer gespaltenen Heizölfraktion mischt.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß man das katalytisch entschwefelte ungespaltene Heizöl vor dem Vermischen mit dem Spaltprodukt einer Süßungsbehandlung mit Lauge und Luft unterwirft.
DEE13203A 1952-11-20 1953-11-18 Verfahren zur Herstellung hochwertiger Heizoelgemische Pending DE1058185B (de)

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