[go: up one dir, main page]

DE1045389B - Verfahren zur Herstellung von allylsubstituierten Acetylenverbindungen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von allylsubstituierten Acetylenverbindungen

Info

Publication number
DE1045389B
DE1045389B DEF22618A DEF0022618A DE1045389B DE 1045389 B DE1045389 B DE 1045389B DE F22618 A DEF22618 A DE F22618A DE F0022618 A DEF0022618 A DE F0022618A DE 1045389 B DE1045389 B DE 1045389B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
allyl
copper
acetylene
chloride
acetylene compounds
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEF22618A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Peter Kurtz
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Bayer AG
Original Assignee
Bayer AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Bayer AG filed Critical Bayer AG
Priority to DEF22618A priority Critical patent/DE1045389B/de
Publication of DE1045389B publication Critical patent/DE1045389B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C33/00Unsaturated compounds having hydroxy or O-metal groups bound to acyclic carbon atoms
    • C07C33/04Acyclic alcohols with carbon-to-carbon triple bonds
    • C07C33/048Acyclic alcohols with carbon-to-carbon triple bonds with double and triple bonds

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von allylsubstituierten Acetylenverbindungen Zusatz zum Patent 1 007 767 Gegenstand des Patentes 1 007 767 ist ein Verfahren zur Herstellung von allylsubstituierten Acetylenverbindungen, das dadurch gekennzeichnet ist, daß man Acetylenverbindungen, die noch wenigstens ein Wasserstoffatom an der Dreifachbindung enthalten, mit Halogeniden der Allylreihe in Gegenwart von Kupfer(I)-verbindungen in wäßrigem Medium umsetzt.
  • In weiterer Bearbeitung des dem Verfahren der Hauptpatentanmeldung zugrunde liegenden Erfindungsgedankens wurde nun gefunden, daß man ebenfalls allylsubstituierte Acetylenverbindungen erhält, wenn man tertiäre oder sekundäre Acetylencarbinole, deren Acetylenrest noch ein freies Wasserstoffatom an der Dreifachbindung enthält, mit Halogeniden der Allylreihe in Gegenwart von Kupfer (1)-verbindungen in wäßrigem Medium umsetzt. Für das erfindungsgemäße Verfahren als Ausgangsmaterial geeignete Acetylenverbindungen sind z. B. das 2-Methyl-butin-3-ol-2 oder das 3-Methyl-penten-in-4-ol-3.
  • Während man bei dem Verfahren der Hauptpatentanmeldung vorzugsweise in alkalischem Milieu arbeitet, nimmt man die Umsetzung der tertiären und sekundären Acetylencarbinole mit den Halogeniden der Allylreihe zweckmäßigerweise in saurem Milieu vor.
  • Im allgemeinen erweist sich ein Reaktionsmedium mit einem pH-Wert zwischen 4 und 5,5 als besonders zweckmäßig.
  • Als Lösungsmittel können für das erfindungsgemäße Verfahren außer Wasser auch Salzlösungen verwendet werden. Gegebenenfalls ist die zusätzliche Anwendung eines organischen Lösungs- bzw. Verdünnungsmittels, wie Benzol, Äthanol oder Aceton, notwendig.
  • Die Kupfer(I)-verbindung, wie z. B. Cuprochlorid, kann sowohl in molaren als auch in katalytischen Mengen zugesetzt werden, wobei letzteres meistens genügt. Die Bedingungen in der Lösung sind so zu wählen, daß die Kupfer(I)-verbindung möglichst löslich ist und sich in der Lösung vorübergehend Kupferacetylide bilden können. So empfiehlt es sich, dem Reaktionsgemisch bei Verwendung von Kupfer(I)-chlorid z. B. Natriumchlorid zuzusetzen, um eine Auflösung des Cuprochlorids zu erreichen.
  • Die Umsetzung wird im allgemeinen bei Raumtemperatur oder bei erhöhter Temperatur, z. B. bei Temperaturen bis 1000 C, vorgenommen.
  • Die erfindungsgemäß erhaltenen Produkte können als Zwischenprodukte für die Herstellung von Pharmazeutika verwendet werden.
  • Beispiel 1 Zu einer auf 54 bis 560 C erwärmten Lösung von 50 g Kupfer(I)-chlorid in einer Mischung von 1500 ccm gesättigter, wäßriger Natriumchloridlösung und 50 cm konzentrierter Salzsäure wird so viel einer 40%igen Natriumhydroxydlösung hinzugegeben, bis das Gemisch einen pH-Wert von 4,7 bis 5 erreicht hat. Dann werden 120 g 2-Methyl-butin-3-ol-2 hinzugegeben und im Verlauf von 31/2 Stunden 120 g Allylchlorid zugetropft. Gleichzeitig wird durch allmähliche Zugabe weiterer Mengen an Natriumhydroxydlösung der pH-Wert des Umsetzungsgemisches auf dem eingestellten Wert gehalten. Nach einer weiteren Stunde wird das Reaktionsprodukt mit Wasserdampf destilliert. Das abdestillierte Öl wird vom Wasser getrennt, getrocknet und fraktioniert destilliert. Nach einem Vorlauf, der hauptsächlich aus dem als Ausgangsmaterial verwendeten 2-Methyl-butin-3-ol-2 besteht, geht bei 68 bis 690 C/13 mm eine farblose Flüssigkeit über, das 2-Methyl-hepten-o -in-3-ol-2; n200 :1,4592.
  • Analyse: C8Hl2O, Molgewicht 124,18.
  • Berechnet .......... C = 77,37O/o, H = 9,74°/o; gefunden .......... C = 77,o0o/ H = 9,58°/o.
  • 77,30 9,6S0/o.
  • Die Ausbeute beträgt über 60°/e, berechnet auf eingesetztes 2-Methyl-butin-3-ol-2.
  • Beispiel 2 Eine auf 53 bis 560 C erwärmte Lösung, bestehend aus 15 g Kupfer(I)-chlorid, 1500 ccm gesättigter Natriumchloridlösung und 18 ccm konzentrierter Salzsäure, wird durch Zugabe von 40%iger Natriumhydroxydlösung auf einen pn-Wert von 5 bis 5,5 gebracht. Dann werden 78 g 3-Methyl-penten-1-in-4-ol-3 hinzugegeben. Im Verlauf von 21/2 Stunden werden dazu 90g Methallylchlorid getropft und durch allmähliche Zugabe von 40%iger Natriumhydroxydlösung der eingestellte pH-Wert aufrechterhalten. Nach weiteren 11/2 Stunden wird das Umsetzungsgemisch mit Wasserdampf behandelt. Die überdestillierten öligen Anteile werden vom Wasser getrennt, getrocl;net und fraktioniert destilliert. Nach einem Vorlauf von nicht umgesetztem Ausgangsmaterial erhält man eine bei 52 bis 600 C/0,35 mm siedende farblose Flüssigkeit, das 3,7-Dimethyl-octadien-1 ,7-in-4-ol-3.
  • :1,4742.
  • Analyse: C10H14O, Molgewicht 150,21.
  • Berechnet .......... C = 79,95%, H = 9,39 o/o; gefunden ........... C = 79,740/o, H = 9,000/0, 80,30%, 9,15 °/o.
  • Beispiel 3 Zu einer auf 54 bis 560 C erwärmten Lösung von 30 g Kupfer(I) -chlorid in einer Mischung von 3250 ccm gesättigter Natriumchloridlösung und 30 ccm konzentrierter Salzsäure werden etwa 54 ccm einer 40%igen wäßrigen Natriumhydroxydlösung hinzugegeben. Der pH-Wert stellt sich auf 5 bis 5,5 ein. Dann werden auf einmal 400 g 2-Methyl-butin-3-ol-2 der Mischung zugegeben und im Verlauf von 91/2 Stunden 480 g Methallylchlorid hinzugetropft. Gleichzeitig wird durch allmähliche Zugabe von 400/oiger Natronlauge der pH-Wert des Umsetzungsgemisches auf dem eingestellten Wert gehalten. Nach weiteren 31/2 Stunden wird das Reaktionsprodukt mit Wasserdampf destilliert und, wie im Beispiel 1 beschrieben, aufgearbeitet. Nach einem Vorlauf erhält man 428,0 g einer farblosen Flüssigkeit. Kp.,o = 78 bis 800 C. nD20: 1,4610. Diese Flüssigkeit ist das 2,6-Dimethylhepten-6-in-3-ol-2. Ausbeute 65 0/o der Theorie.
  • Analyse: C9H140> Molgewicht 138,2.
  • Berechnet .......... C = 72,210/0, H = 10,21°/o; gefunden .......... C = 77,870/0, H = 9,94°/o.
  • Beispiel 4 Eine auf 600 C erwärmte Mischung, bestehend aus 1600 ccm gesättigter wäßriger Natriumchloridlösung, 10 g Kupfer(I) -chlorid und 10 ccm konzentrierter Salzsäure, wird durch Zugabe von 400/oiger Natronlauge auf den pn-Wert von 7,5 bis 8,5 gebracht. Dann werden 100 g Butin-1-ol-3 zugegeben. Im Verlauf von 4 Stunden werden 120 g Allylchlorid und gleichzeitig 159 ccm 400/oige Natronlauge derart zugetropft, daß der eingestellte pEI-Wert eingehalten wird. Nach weiteren 3 Stunden wird das Umsetzungsgemisch mit Wasserdampf behandelt. Das überdestillierte Öl wird von der wäßrigen Phase getrennt, getrocknet und destilliert. Nach einem geringen Vorlauf gehen bei Kp.10 = 730 133,7 g einer farblosen Flüssigkeit (nD20:1,4688) über, die das Hepten-6-in-3-ol-2 dargestellt. Die Ausbeute beträgt 85% der Theorie.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Weitere Ausbildung des Verfahrens zur Herstellung von allylsubstituierten Acetylenverbindungen gemäß Patent 1 007 767, dadurch gekennzeichnet, daß man tertiäre oder sekundäre Acetylencarbinole, deren Acetylenrest noch ein freies Wasserstoffatom an der Dreifachbindung enthält, mit Halogeniden der Allylreihe in Gegenwart von Kupfer(I)-verbindungen in wäßrigem Medium umsetzt.
  2. 2.Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Umsetzung bei einem pWert zwischen 4 und 5,5 durchgeführt wird.
DEF22618A 1957-03-19 1957-03-19 Verfahren zur Herstellung von allylsubstituierten Acetylenverbindungen Pending DE1045389B (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEF22618A DE1045389B (de) 1957-03-19 1957-03-19 Verfahren zur Herstellung von allylsubstituierten Acetylenverbindungen

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEF22618A DE1045389B (de) 1957-03-19 1957-03-19 Verfahren zur Herstellung von allylsubstituierten Acetylenverbindungen

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1045389B true DE1045389B (de) 1958-12-04

Family

ID=7090511

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEF22618A Pending DE1045389B (de) 1957-03-19 1957-03-19 Verfahren zur Herstellung von allylsubstituierten Acetylenverbindungen

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE1045389B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1965782A1 (de) Verbessertes Verfahren zur Herstellung von aromatischen Trifluormethylverbindungen der Benzolreihe
DE1301313B (de) Verfahren zur Herstellung von Pyrryl-(2)-essigsaeureestern
DE1045389B (de) Verfahren zur Herstellung von allylsubstituierten Acetylenverbindungen
DE2207098A1 (de) Verfahren zur herstellung von 2,5-dimethyl-furan-3-carbon-saeureestern
DE2345360A1 (de) Verfahren zur herstellung von transchrysanthemummonocarbonsaeure und deren alkylestern
DE761526C (de) Verfahren zur Herstellung von fluorhaltigen Olefinen
DE872941C (de) Verfahren zur Herstellung von ungesaettigten Nitrilen
DE1060397B (de) Verfahren zur Herstellung von metallorganischen Verbindungen des Nickels
DE827494C (de) Verfahren zur Herstellung des symm. Dichlormethyltetramethyldisiloxans
DE951811C (de) Verfahren zur Herstellung von Propiolsaeure
DE1089749B (de) Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von Vinylthioaethern
DE705434C (de) Verfahren zur Herstellung von halogenierten Tetrahydrofuranabkoemmlingen
DE2234305A1 (de) Verfahren zur herstellung von 1,1difluoraethan
DE1111616B (de) Verfahren zur Herstellung von Perfluoralkylmethyl-vinylaethern
DE1643901C3 (de)
DE954157C (de) Verfahren zur Herstellung von 2-Dichloracetamido-1-p-nitrophenylpropan-1, 3-diol
DE3212137A1 (de) 5-trichlormethylisoxazol und verfahren zu seiner herstellung
DE1081898B (de) Verfahren zur Herstellung von ª‡-(2-Propyl-4, 5-methylendioxy-phenyl)-aethyl-acetalen
DE1064504B (de) Verfahren zur Herstellung von Allennitrilen
DE1035126B (de) Verfahren zur Herstellung von 2-Halogen-2-methylpentinen-4
DE1670196A1 (de) Verfahren zur Herstellung von 1,2-Benzisothiazolen
DE1693017A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Acetalen bzw. Ketalen alpha-chlorierter Aldehyde bzw. Ketone
CH389581A (de) Verfahren zur Herstellung von Alpha-Omega-Dinitroalkanen
DE1053497B (de) Verfahren zur Herstellung von Terpenketonen und -alkoholen
DE1130438B (de) Verfahren zur Herstellung von Tropolon