DE1041490B - Verfahren zur Herstellung von 2-Methyl-2-sek.-butyl-1, 3-propandiol-dicarbaminat - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von 2-Methyl-2-sek.-butyl-1, 3-propandiol-dicarbaminatInfo
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- DE1041490B DE1041490B DEC14027A DEC0014027A DE1041490B DE 1041490 B DE1041490 B DE 1041490B DE C14027 A DEC14027 A DE C14027A DE C0014027 A DEC0014027 A DE C0014027A DE 1041490 B DE1041490 B DE 1041490B
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C07—ORGANIC CHEMISTRY
- C07C—ACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
- C07C271/00—Derivatives of carbamic acids, i.e. compounds containing any of the groups, the nitrogen atom not being part of nitro or nitroso groups
- C07C271/06—Esters of carbamic acids
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- Organic Chemistry (AREA)
- Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
Description
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung einer neuen Verbindung mit starker Schlafwirkung.
Verglichen mit anderen 2,2-disubstituierten Dicarbaminaten besitzt das erfindungsgemäß herstellbare
2-Methyl-2-sek.-butyl-l,3-propandiol-dicarbarninat eine bemerkenswert gute Schlafwirkung.
Die neue Verbindung stellt einen weißen kristallinen Feststoff dar, der in den meisten organischen Lösungsmitteln
löslich ist, sich in Wasser jedoch nur wenig löst. Er bildet mit Wasser und organischen Lösungsmitteln
beständige Lösungen. Beim Erhitzen oder Kochen mit Säure oder Alkali wird er unter Bildung des entsprechenden
2,2-disubstituierten 1,3-Propandiols, Ammoniaks und Kohlendioxyds hydrolysiert.
Die neue Verbindung wird hergestellt, indem man 2-Methyl-2-sek.-butyl-l ,3-propandiol mit Phosgen zum
entsprechenden Dichlorcarbonat umsetzt. Diese Reaktion wird durch Zusatz von säurebindenden Mitteln, wie
Natriumhydroxyd, Antipyrin, Dialkylanilin u. dgl., zu den Reaktionsteilnehmern begünstigt. Das Dichlorcarbonat
wird dann durch Behandlung mit Ammoniak, wobei man entweder wasserfreien oder wäßrigen Ammoniak
verwendet, zum Dicarbaminat umgewandelt.
Die Verbindung kann auch durch Umesterung eines niedermolekularen Urethans mit dem disubstituierten
Propandiol hergestellt werden. Das zur Herstellung des neuen Dicarbaminats verwendete 2-Methyl-2-sek.-butyl-1,3-propandiol
kann auf beliebige bekannte Weise, z. B., wie nachfolgend beschrieben, durch Reduktion des
entsprechenden disubstituierten Malonesters, hergestellt werden.
92 g sek.-Butyl-methylmalonsäurediäthylester wurden
auf die übliche Weise unter Verwendung von 22,8 g Lithiumaluminiumhydrid in einem geeigneten Volumen
wasserfreiem Äthyläther reduziert. Das erhaltene Gemisch wurde darauf mit 10°/0iger Schwefelsäure behandelt
und die ätherlöslichen Bestandteile extrahiert. Die Ätherlösung wurde unter Verwendung eines geeigneten
Trocknungsmittels getrocknet und der nach dem Entfernen des Äthers erhaltene Rückstand durch Destillation
unter vermindertem Druck gereinigt. Der erhaltene Stoff wurde durch nochmalige Destillation weitergereinigt.
Es wurden etwa 46 g 2-Methyl-2-sek.-butyl-l,3-propandiol
in Form einer klaren, farblosen Flüssigkeit erhalten, deren Siedepunkt 92 bis 97°C (0,1 mm Druck) betrug;
Brechungsindex n% = 1,4587. Die Löslichkeit in Wasser
betrug etwa 0,5%.
Analyse für C8H18O2:
Berechnet C 65,7%, H 12,4%;
gefunden C 66,1 %, H 12,1 %.
gefunden C 66,1 %, H 12,1 %.
Das folgende Beispiel erläutert die Herstellung von 2-Methyl-2-sek.-butyl-l,3-propandiol-dicarbaminat durch
Umesterung eines Urethans.
Verfahren zur Herstellung von 2-Methyl-2-sek.-butyl-lr3-propandiol-dicarbaminat
Anmelder:
Carter Products, Inc.,
New York, N. Y. (V. St. A.)
New York, N. Y. (V. St. A.)
Vertreter: Dr. W. Beil, Rechtsanwalt,
Frankfurt/M.-Höchst, Antoniterstr. 36
Frankfurt/M.-Höchst, Antoniterstr. 36
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 29. November 1955
V. St. v. Amerika vom 29. November 1955
Frank Milan Berger, Princeton, N. J.,
und Bernard J. Ludwig, Middlesex, N. J. (V. St. Α.),
sind als Erfinder genannt worden
14,6 g 2-Methyl-2-sek.-butyl-l ,3-propandiol und 18,7 g Äthylurethan werden in etwa 100 ecm wasserfreiem
Toluol gelöst. 3 g Aluminiumisopropylat werden zugegeben und das Gemisch zur Entfernung des durch die
Umsetzung des Äthylurethans mit dem Diol gebildeten Äthylalkohols destilliert. Der Alkohol destilliert in Form
eines azeotropen Gemisches mit Toluol ab. Die Destillation wird so lange fortgesetzt, bis die theoretische Menge
Äthanol entfernt ist.
Das Toluol wird unter vermindertem Druck aus dem Gemisch abdestilliert. Der Rückstand wird in heißem,
wäßrigem Isopropanol gelöst. Die heiße Lösung wird filtriert und abkühlen gelassen, worauf sich etwa 14 g
Produkt abscheiden. Das gereinigte Produkt wird in einer Ausbeute von etwa 60% der Theorie erhalten und
schmilzt bei 77 bis 790C. Die Löslichkeit in Wasser
beträgt etwa 0,1 %.
Analyse für C10H22O1N2:
Berechnet N 12,06%;
gefunden N 12,02%.
In einen 500 ecm fassenden Kolben, der 150 ecm
trockenes, auf — 10° C gekühltes Toluol enthält, werden 33 g Phosgen (0,3 Mol J- 10%) gegeben. Dem erhaltenen
Gemisch werden 21,9 g (0,15 Mol) 2-Methyl-2-sek.-butyl-1,3-propandiol
zugesetzt, das in 100 ecm 31,3 g (0,3 Mol)
80i 659/421
Ν,Ν-Dimethylanilin enthaltendem Toluol gelöst ist.
Die Temperatur des Kolbeninhalts wird auf — 5 bis — 51C gehalten. Die Zugabe erfordert etwa 20 Minuten.
Dann entfernt man das Eisbad, läßt das Reaktionsgemisch auf Raumtemperatur erwärmen und rührt ·
31O Stunden. Dann wird auf 00C gekühlt und mit
150 ecm S'/oiger Salzsäure extrahiert. Die Toluolschicht
wird über Natriumsulfat getrocknet und mit gasförmigem Ammoniak gesättigt, wobei die Temperatur auf 40° C
steigt. Dann wird das Gemisch zum Rückfluß erhitzt und nitriert. Nach dem Abkühlen des Filtrats wird das
feste 2-Methyl-2-sek.-butyl-l ,3-propandiol-dicarbaminat gesammelt und aus 150 ecm Benzol umkristallisiert.
Die Ausbeute beträgt 20 g (60% der Theorie). Schmelzpunkt: 75 bis 78° C.
Die erfindungsgemäß herstellbare Verbindung verursacht
bei Versuchstieren, wie Mäusen, eine stark einschläfernde Wirkung. Eine solche Wirkung wird bei dem
isomeren 2-Methyl-2-n-butyl-l ,3-propandiol-dicarbaminat überraschenderweise nicht beobachtet.
Ferner wirkt das 2-Methyl-2-sek.-butyl-l, 3-propandioldicarbaminat
den durch Elektroschock hervorgerufenen Konvulsionen entgegen, wie die folgenden Versuchsergebnisse zeigen, die unter Verwendung bekannter
Schlafmittel als Vergleichssubstanzen durchgeführt wurden.
| Gegen Elektroschock schützende mittlere intraperitoneale Dosis |
|
| mg/kg | |
| 2-Methyl-2-sek.-butyH ,3-propan diol-dicarbaminat |
170 ± 15 |
| 2-Methyl-2-isopropyl-l ,3-propan diol-dicarbaminat |
500 ± 23 |
| 3-JI ethyl-1 -pentm-3-olcarbaminat.. | >940 |
Die erfindungsgemäß herstellbare Verbindung führt bei ihrer Anwendung als Schlafmittel nicht zu unangenehmen
oder gefährlichen Nebenerscheinungen, die häufig bei den üblichen Schlafmitteln, z. B. den Barbitursäurepräparaten,
auftreten. Außerdem ist ihre Anwendung völlig gefahrlos, da zwischen der tödlichen und der einschläfernd
wirkenden Dosis ein "Standard-Sicherheitsbereich« liegt.
Das 2-Methyl-2-sek. - butyl -1,3 - propandiol-dicarbaminatist
in erster Linie für die orale Anwendung bestimmt und wird nach bekannten Verfahren zu Pillen, Tabletten
oder Kapseln verarbeitet. Es kann auch mit einem geeigneten Lösungsmittel, wie einem Gemisch aus Wasser
und Polyäthylenglykol, in eine zur Injektion oder zur Verwendung als Klistier geeignete Lösung übergeführt
werden.
Claims (2)
1. Verfahren zur Herstellung von 2-Methyl-2-sek.-butyl-1,3-propandiol-dicarbaminat,
dadurch gekennzeichnet, daß man 2-Methyl-2-sek.-butyl-l,3-propandiol
a) mit einem niedermolekularen Urethan umsetzt oder
b) das Diol mit Phosgen umsetzt und das erhaltene Dichlorcarbonat mit Ammoniak in das Dicarbaminat
umwandelt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß man die Umsetzung des Dichlorcarbonats in Gegenwart eines säurebindenden Mittels,
wie Natriumhydroxyd, durchführt.
35 In Betracht gezogene Druckschriften:
Österreichische Patentschriften Nr. 180 566, 180 063; Journ. amer. ehem. soc, 1951, S. 5780.
Österreichische Patentschriften Nr. 180 566, 180 063; Journ. amer. ehem. soc, 1951, S. 5780.
© 809 659/421 10.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US1041490XA | 1955-11-29 | 1955-11-29 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1041490B true DE1041490B (de) | 1958-10-23 |
Family
ID=22298898
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEC14027A Pending DE1041490B (de) | 1955-11-29 | 1956-11-28 | Verfahren zur Herstellung von 2-Methyl-2-sek.-butyl-1, 3-propandiol-dicarbaminat |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1041490B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1246709B (de) * | 1961-09-22 | 1967-08-10 | Simes | Verfahren zur Herstellung von 2-Methyl-2-(1-methyl-propyl)-propandiol-(1, 3)-dicarbamat und dessen N-Acylderivaten |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| AT180063B (de) * | 1952-02-22 | 1954-11-10 | Ciba Geigy | Verfahren zur Herstellung neuer Carbaminsäureester |
| AT180566B (de) * | 1952-10-01 | 1954-12-27 | Schering Ag | Verfahren zur Herstellung von neuen Estern der Karbaminsäure mit Acetylenalkoholen |
-
1956
- 1956-11-28 DE DEC14027A patent/DE1041490B/de active Pending
Patent Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| AT180063B (de) * | 1952-02-22 | 1954-11-10 | Ciba Geigy | Verfahren zur Herstellung neuer Carbaminsäureester |
| AT180566B (de) * | 1952-10-01 | 1954-12-27 | Schering Ag | Verfahren zur Herstellung von neuen Estern der Karbaminsäure mit Acetylenalkoholen |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1246709B (de) * | 1961-09-22 | 1967-08-10 | Simes | Verfahren zur Herstellung von 2-Methyl-2-(1-methyl-propyl)-propandiol-(1, 3)-dicarbamat und dessen N-Acylderivaten |
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