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CH476817A - Verfahren zur Herstellung von Reaktivfarbstoffen der Phthalocyaninreihe - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Reaktivfarbstoffen der Phthalocyaninreihe

Info

Publication number
CH476817A
CH476817A CH1029968A CH1029968A CH476817A CH 476817 A CH476817 A CH 476817A CH 1029968 A CH1029968 A CH 1029968A CH 1029968 A CH1029968 A CH 1029968A CH 476817 A CH476817 A CH 476817A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
acid
group
sep
sulfonic acid
formula
Prior art date
Application number
CH1029968A
Other languages
English (en)
Inventor
Tobel Hans Dr Von
Original Assignee
Sandoz Ag
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Sandoz Ag filed Critical Sandoz Ag
Priority to CH1029968A priority Critical patent/CH476817A/de
Priority claimed from CH1747465A external-priority patent/CH476815A/de
Publication of CH476817A publication Critical patent/CH476817A/de

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B62/00Reactive dyes, i.e. dyes which form covalent bonds with the substrates or which polymerise with themselves
    • C09B62/002Reactive dyes, i.e. dyes which form covalent bonds with the substrates or which polymerise with themselves with the linkage of the reactive group being alternatively specified
    • C09B62/006Azodyes
    • C09B62/0068Azodyes dyes containing in the molecule at least one azo group and at least one other chromophore group

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
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Description


  Verfahren zur Herstellung von     Reaktivfarbstof%n    der     Phthalocyaninreihe       Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von     Reaktivfarbstoffen    der       Phthalocyaninreihe    der Formel  
EMI0001.0005     
    worin PC den Rest eines metallfreien oder metallhaltigen       Phthalocyanins,        R1    den Rest     einer        Diazokomponente    der       aromatischen    oder     heterocyclischen    Reihe,     R2    den Rest  einer Kupplungskomponente, X Wasserstoff, Halogen,

         niedrigmolekulares        Alkyl    oder     Alkoxy    oder die     Sulfon-          säuregruppe,    Y einen mindestens einen als Anion ab  spaltbaren     Substituenten    und/oder eine zur Addition  befähigte     C-C-Mehrfachbindung    enthaltenden     Acylrest,     einen     Halogenpyrimidyl-    oder     Halogentriazinylrest,    Z  Wasserstoff oder     gegebenenfalls    substituiertes niedrig  molekulares     Alkyl,    m eine der     Zahlen    1, 2 oder 3,  n eine der Zahlen 1,

   2 oder 3 und r eine der Zahlen    1 oder 2 bedeuten, wobei die Summe m + n + r minde  stens 3 und höchstens 5 beträgt und das Farbstoff  molekül die zur Wasserlöslichkeit notwendige     Anzahl          wasserlöslichmachender        Gruppen    enthält.  



  Das erfindungsgemässe Verfahren ist dadurch ge  kennzeichnet, dass man r     Mol    der     Diazoverbindung    aus  einem Amin der Formel       (w)p    -     i-Ri-NI2        (II),     worin w eine reduzierbare Nitrogruppe oder eine     ver-          seifbare        Acylaminogruppe    und p eine der Zahlen 1 oder  2 bedeuten, mit 1     Mol    einer Verbindung der Formel  
EMI0001.0038     
    kuppelt, hierauf die     Aminogruppe        diazotiert    und mit r       Mol    einer Kupplungskomponente der Formel       H-R2-(v)

  2-p    (IV),  worin v eine reduzierbare Nitrogruppe oder     verseifbare          Acylaminogruppe    bedeutet, kuppelt, den     Substituenten     v bzw. w durch Reduktion oder     Verseifung    in die         Aminogruppe    überführt und diese letztere mit einem       Acylierungsmittel,    welches zudem     mindestens    einen als  Anion     abspaltbaren        Substituenten        und/oder    eine zur  Addition befähigte     C-C-Mehrfachbindung    enthält,

   mit  einem     Polyhalogentriazin    oder     Polyhalogenpyrimidin    um  setzt.  



  Nachträglich kann man noch die Gruppe     -S02--NH-          alkylieren.         Geeignete     Acylaminogruppen    v bzw. w sind z. B.  die     Acetylamino-,        Methoxycarbonylamino-    oder     Äthoxy-          carbonylaminogruppen.     



  Als     wasserlöslichmachende    Gruppen kommen z. B.  in Betracht: die     Sulfonsäuregruppe,    die     Carbonsäure-          gruppe,    die     Methylsulfonyl-    oder     Äthylsulfonylgruppe     und die gegebenenfalls, vorzugsweise durch niedrig  molekulare     Kohlenwasserstoffreste,    monosubstituierte       Sulfonsäureamidgruppe.    Die     Farbstoffe    der Formel (I)  tragen vorteilhaft mindestens drei     wasserlöslichmachende     Gruppen, vorzugsweise     Sulfonsäuregruppen,    um die für  die Praxis benötigte Wasserlöslichkeit zu besitzen.

    Anderseits können mehr als zehn     Sulfonsäuregruppen     kaum in das     Farbstoffmolekül    eingeführt werden. Vor  zugsweise enthalten die Farbstoffe der Formel (I) vier  bis sieben     Sulfonsäuregruppen,    welche teilweise durch       Carbonsäure-,        Alkylsulfonyl-    oder gegebenenfalls mono  substituierte     Sulfonsäureamidgruppen    ersetzt werden  können.

   Dabei ist allerdings zu bemerken, dass die       wasserlöslichmachende    Wirkung der     Carbonsäuregruppe     und der gegebenenfalls monosubstituierten     Sulfonsäure-          amidgr        uppe    stark     pH-abhängig    ist. In der Kälte be  sitzen nur die     Alkalimetallsalze    dieser Gruppen eine gute  Wirksamkeit, während die Säureformen deutlich weniger  wirksam sind.  



       Anders.    schwache bis sehr schwache     wasserlöshch-          machende    Gruppen, wie     Hydroxylgruppen,        Acetyl-          amino-,        Carbomethoxyamino-    oder     Carbäthoxyamino-          gruppen    oder     disubstituierte        Sulfonsäureamidgruppen,     besitzen nur eine untergeordnete Bedeutung.  



  Die als Ausgangsprodukte verwendeten     Phthalo-          cyanindi-,        -tri-    oder     -tetrasulfonsäurechloride    und deren  Gemische leiten sich vom metallfreien     Phthalocyanin     oder von den metallhaltigen     Phthalocyaninen    z. B. vom  Kobalt- und vorzugsweise vom Nickel- oder Kupfer  phthalocyanin ab. Sie tragen die     Sulfonsäurechlorid-          aruppen    in den Stellungen 3 der     Benzolkerne,    wenn sie  durch direkte     Sulfochlorierung    hergestellt werden bzw.

    in den Stellungen 4, wenn sie aus den entsprechenden       Sulfonsäuren    hergestellt werden.  



  Der     Substituent    X ist vorzugsweise ein Wasserstoff  atom oder ein     Chloratom,    eine     Methyl-,    Äthyl-,     Meth-          oxy-    oder     Äthoxygruppe    oder eine     Sulfonsäuregruppe.     



  Der Rest Z kann ein Wasserstoffatom oder z. B. ein       Alkylrest    mit 1 bis 5     Kohlenstoffatomen,    ein     Hydroxy-          alkyl-    oder     Halogenalkylrest    mit 2 bis 5 Kohlenstoff  atomen, ein     Alkoxyalkylrest    mit 3 bis 6 Kohlenstoff  atomen oder ein     Phenylalkylrest    mit 1 bis 2 Kohlenstoff  atomen im     Alkylrest    sein.  



  Die dem Rest     R,    zugrunde liegenden     Diazokompo-          n;.nten    sind z. B. primäre aromatische Amine der  Benzol-, Naphthalin- oder     Diphenylreihe    oder primäre       heterocyclische    Amine.

   Geeignete Verbindungen sind:       Aminobenzol,        1-Amino-2-,    -3- oder     -4-methylbenzol,          1-Amino-4-äthyl-,    -4     isopropyl-,        -4-n-butyl-,          -4-tert.-butyl-    oder     -4-tert.-amylbenzol,          1-Amino-2,4-,    -2,5- oder     -3,5-dimethylbenzol,          1-Amino-2,4,6-    oder     -2,3,6-trimethylbenzol,          1-Amino-2-,    -3- oder     -4-chlor-    oder     -brom-    oder       -fluorbenzol,

            1-Amino-2-,    -3- oder     -4-nitrobenzol,          1-Amino-2-chlor-4        nitrobenzol.          1-Amino-4-methyl-2-nitrobenzol,          1-Amino-4-acetylamino-    oder     -4-benzoylamino-          benzol,          1-Amino-2-    oder     -4-methoxy-    oder     äthoxybenzol,          1-Amino-2-methoxy-5-methylbenzol,            1-Aminobenzol-2-,    -3- oder     -4-carbonsäure,          1-Aminobenzol-2-,

      -3- oder     -4-sulfonsäure    oder       -sulfonsäureamid,          1-Aminobenzol-2,5-dicarbonsäure,          1-Aminobenzol-2,4-    oder     -2,5-disulfonsäure,          1-Amino-2-chlorbenzol-4-    oder     -5-sulfonsäure,          1-Amino-2-methylbenzol-4-sulfonsäure,          1-Amino-2,5-dichlor-    oder     1-Amino-2-chlor-          6-methylbenzol-4-sulfonsäure,     1- oder     2-Aminonaphthalin,          1-Aminonaphthalin-4-,    -5-, -6-, -7- oder       -8-sulfonsäure,

            2-Aminonaphthalin-l-,    -5-, -6-, -7- oder       -8-sulfonsäure,          1-Aminonaphtbalin-3,6-,    -3,7-, -4,6- oder       -4,8-disulfonsäure,    oder     -3,6,8-trisulfonsäure,          2-Aminonaphthalin-1,5-,    -3,6-, -3,8-, -4,8-,     -5,7-          oder        -6,8-disulfonsäure    oder -3,6,8- oder       -4,6,8-trisulfonsäure,          4-Amino-4'-acetyl        arnino-2,2'-dimethyl-1,1'-          diphenyl-5-sulfonsäure,          4-Amino-4'-acetylamino-1,

  1'-diphenyl-5-sulfon-          säure,          4-Amino-1,1'-diphenylamin-2-sulfonsäure,          1-Amino-4-(4'-cyclohexylphenoxy)-benzol-          2-sulfonsäure,          1-Amino-4-(4'-octylphenoxy)-benzol-2-sulfonsäure,          4-Amino-1,1'-azobenzol-4'-sulfonsäure    oder       -3,4'-disulfonsäure,          1-Amino-3-acetylamino-    oder     -4-acetylaminobenzol-          6-sulfonsäure,          2-Anino-nitro-    oder     -6-acetylaminonaphthalin-          4,8-disulfonsäure,

      ferner       2-Aminothiazol,          2-Aminobenzthiazol-6-sulfonsäure    oder     2-(4'-Amino-          phenyl)-6-methylbenzthiazol-sulfonsäure.     



  Für die Kupplung kommen alle Klassen von  Kupplungskomponenten in Betracht, z. B. in     para-Stel-          lung    zu einer     dialkylierten        Aminogruppe    kuppelnde       Aminobenzol    oder     1-Aminonaphthaline,    wie       N-Äthyl-N-ss-hydroxyäthylaminobenzol,          N-Äthyl-N-ss-cyanäthylaminobenzol,          N,N-Dimethylamino-    oder     N,N-Diäthylamino-          benzol,          1-N,N-Dimethylamino-    oder     1-N,

  N-Diäthylamino-          3-methylbenzol     in     ortho-Stellung    zu einer gegebenenfalls monosubsti  tuierten     Aminogruppe    kuppelnde     Aminonaphthaline,    wie       1-Aminonaphthalin-4-sulfonsäure,          2-Aminonaphthalin-5-    oder     -6-sulfonsäure,          2-Methylaminonaphthalin-6-sulfonsäure,     2- oder     3-Amino-,    2- oder     3-Methylamino-,     2- oder     3-Phenylamino-5-hydroxynaphthalin-          7-sulfonsäure,          2-(4'-Methoxyphenylamino)

  -5        hydroxynaphthalin-          7-sulfonsäure,          2-(2',4',6'-Trimethylphenylamino)-          8-hydroxynaphthalin-6-sulfonsäure;     in     ortho-    oder     para-Stellung    zu einer     phenolischen        Hy-          droxygruppe    kuppelnde     :

  Hydroxybenzole,          1-Hydroxy-2-,    -3- oder     -4-methyl-    oder       -äthylbenzol,          1-Hydroxy-4-isopropyl-,        -isobutyl-    oder       -tert.-amylbenzol,          1-Hydroxy-4-acetylamino-    oder     -propionylamino-          benzol,          1-Hydroxy-4-methoxy-    oder     -äthoxybenzol,              1-Hydroxy-4-chlorbenzol,        1-Hydroxynaphthalin,          2-Hydroxynaphthalin,

            1-Hydroxynaphthalin-4-    oder     -5-sulfonsäure,    -3,6-,  -3,7-, -3,8-, -4,6-, -4,7- oder     -4,8-disulfonsäure     oder     -3,6,8-trisulfonsäure,          2-Hydroxynaphthalin-3-carbonsäure,          2-Hydroxynaphthalin-4-,    -6-, -7- oder     -8-sulfonsäure,     -3,6-, -3,7-, -4,8-, -5,7- oder     -6,8-disulfonsäure,          -3,6,8-trisulfonsäure,          1,8-Dihydroxynaphthalin-4-sulfonsäure    oder       -3,6-disulfonsäure,

            1-Hydroxy-8-chlor-    oder     -8-äthoxynaphthalin-          3,6-disulfonsäure,          2-Hydroxynaphthalin-6-sulfonsäureamid    oder       -3,6-disulfonsäureamid,          1-Hydroxy-8-acetylaminonaphthalin-5-sulfonsäure,     -3,5- oder     -3,6-disulfonsäure,          1-Hydroxy-6-acetylaminonaphthalin-3-sulfonsäure     oder     -3,5-disulfonsäure,          1-Hydroxy-6-N-acetyl-N-methylaminonaphthalin-          3-sulfonsäure,          1-Hydroxy-7-acetylaminonaphthalin-3-sulfonsäure     oder     -3,

  6-disulfonsäure,     in Nachbarstellung zu einer     enolischen        Hydroxygruppe          kuppelnde    Verbindungen mit einer reaktionsfähigen       Methylengruppe,    wie       Acetoacetylaminobenzol,          1-Acetoacetylamino-4-methyl-    oder     -4-methoxy-          benzol,          1-Acetoacetylaminobenzol-2-,    3- oder     -4-carbonsäure     oder     -sulfonsäure,        -2,5-dicarbonsäure,     -2,4- oder     -2,5-disulfonsäure    oder       -4-sulfonsäureamid,

            1-Acetoacetylaminonaphthalin-4-sulfonsäure,     -3,6- oder     -4,6-disulfonsäure,          2-Acetoacetylaminonapht#halin-5-,    -6-, -7- oder       -8-sulfonsäure    oder -5,7- oder     -6,8-disulfonsäure     oder     -4,6,8-trisulfonsäure     sowie die entsprechenden     Benzoylacetylaminoverbin-          dungen:

            1-Phenyl-3-methyl-5-pyrazolon-2'-,    -3'- oder       -4'-sulfonsäure,    -2',4'-, -2',5'- oder       -3',5'-disulfonsäure,          1-(2'-Chlorphenyl)-3-methyl-5-pyrazolon-4'-    oder       -5'-sulfonsäure,          1-(2'-Methylphenyl)-3-methyl-5-pyrazolon-4'-    oder       -5'-sulfonsäure,          1-(2'-Methyl-6'-chlorphenyl)-    oder       1-(2',5'-Dichlorphenyl)-3-methyl-5-pyrazolon-          4'-sulfonsäure,          1-Phenyl-3-methyl-5-pyrazolon-3'-sulfonsäureamid,          1-Phenyl-3-carboxy-5-pyrazolon-4'-sulfonsäure,

            1-(2',5'-Dichlorphenyl)-3-carboxy-5-pyrazolon-          4'-sulfonsäure,          1-(Naphthyl-1')-3-mebhyl-5-pyrazolon-4'-,    -5'-,  -6'- oder     -7'-sulfonsäure,    -3',6'-, -3',7'-     -4',6'-          oder        -4',7'-disulfonsäure,          1-(Naphthyl-2')-3-methyl-5-pyrazolon-5'-,        -6'-          oder        -8'-sulfonsäure,    -4',8'-, -5',7'- oder       6',8'-disulfonsäure,    -3',6',8'- oder     -4',6',8'-          trisulfonsäure,

            1-(3'-Nitrophenyl)-    oder     1-(4'-Nitrophenyl)-          3-methyl-    oder     -3-carboxy-5-pyrazolon,            1-(3'-Acetylaminophenyl)-    oder     1-(4'-Acetylamino-          phenyl)-3-methyl-5-pyrazolon,          1-(3'-Acetylaminophenyl)-3-methyl-5-pyrazolon-          4'-sulfonsäure,          1-(4"-Acetylamino-1',1        "-stilbenyl-4')-3-methyl-          5-pyrazolon-2',2"-disulfonsäure;

       ferner in Nachbarstellung zur     Aminogruppe        kuppelnde          5-Aminopyrazole,    wie       1-Phenyl-3-methyl-5-aminopyrazol-2'-,    -3'- oder       -4'-sulfonsäure    oder -2',4'- oder       -2',5'-dsulfonsäure.     



  Die     Reaktivgruppe    Y kann sich von folgenden  Säuren ableiten: Chloressigsäure, Bromessigsäure, ss  Chlor- und     ss-Brompropionsäure,        a,ss-Dichlor-    und     a,ss-          Dibrompropionsäure,        Acrylsäure,        Methacrylsäure,        a-          Chlor-    und     a-Bromacrylsäure,    ss- oder     y-Chlor-    oder       -Bromcrotons:

  äure,        a,ss-    und     ss,ss-Dichlor-    oder     -D.ibrom-          acrylsäure,    ferner     2,4-Di-    oder     2,4,6-Trihalogenpyri-          midin-5-carbonsäure,        2,3-Dihalogenchinoxalin-5-    oder       -6-carbonsäure,        -sulfonsäure    oder     -aminocarbonsäure.     Sie kann auch der Rest eines der nachstehend verzeich  neten     heterocyclischen    Verbindungen     sein.        Cyanurchlo-          rid,

          Cyanurbromid,    primäre Kondensationsprodukte  eines     Cyanurhalogenids    der Formel  
EMI0003.0123     
    worin     Hal    Chlor oder Brom und v den gegebenenfalls  weitersubstituierten Rest eines primären oder sekun  dären     aliphatischen,        alicyclischen,    aromatischen oder       heterocyclischen    Amins, einer     alsphatischen,        alicy-          clischen,

      aromatischen oder     heterocyclischen        Hydroxy-          oder        Thiolverbindung    insbesondere aber den Rest von  Anilin, dessen     Alkyl-    und     Sulfonsäure-    oder     Carbon-          säurederivaten,    von niedrigen Mono- und     Dialkylaminen     sowie den Rest von Ammoniak bedeutet; ferner 2,4,6  Trichlorpyrimidin und     2,4,6-Tribrompyrimidin,    .sowie  deren Derivate, welche in     5-Stellung    beispielsweise fol  gende     Substituenten    tragen:

       Methyl,    Äthyl,     Carboxy,     substituiertes     Alkyl,    z. B.     Carboxymethyl,        Chlor-    oder       Brommethyl;        5-Brom-2,4,6-trichlorpyrimidin,        2,4,5,6-          Tetrachlor-    oder     -Tetrabrompyrimidin,        2,4-Dichlor-5-          chlormethylpyrimidin,        2,4-Dichlor-5-chlormethyl-6-me-          thylpyrimidin,        2,4-Dibrom-5-brommethyl-pyrimidin    und       2,

  4-Dibrom-5-brommethyl-6-methylpyrimidin.     



  Die Kupplung der     Diazoverbindung    des Amins der  Formel     (II)    mit der Verbindung der Formel     (III)    wird  vorteilhaft in     wässrigem    Medium bei Temperaturen von  0 bis 20  C,     vorzugsweise    bei 0 bis 5  C, und bei  neutraler bis alkalischer Reaktion,     vorzugsweise    im     pH-          Bereich    von 7 bis 9, ausgeführt.  



  Das erhaltene Kupplungsprodukt kann durch     Salz-          oder    Säurezugabe     ausgefällt,    dann abgesaugt und ge  gebenenfalls gewaschen und getrocknet werden. Die       feuchte    Paste oder das getrocknete Produkt der Formel    
EMI0004.0001     
    werden hierauf in Wasser gelöst und nach der direkten  oder nach der indirekten Methode bei Temperaturen  von 0 bis 15  C, vorzugsweise bei 0 bis 5  C,     diazotiert.     



  Man kann auch das erhaltene Kupplungsprodukt  ohne     Isolierung    sofort weiterverarbeiten. Dabei ist jedoch  zu berücksichtigen, dass die Isolierung zugleich eine  wirksame Reinigung darstellt, und dass bei der Kupplung  unerwünschte Nebenprodukte entstehen und/oder nicht  umgesetzte Ausgangsprodukte verbleiben können, so dass  die     Isolierung    als sicherster Weg zu empfehlen ist.  



  Die Kupplung kann, je nach     der    verwendeten  Kupplungskomponente in saurem, neutralem oder alka  lischem Medium bei     Temperaturen    von z. B. -5 bis     40     C  erfolgen. In     para-Stellung    zu einer     dialkylierten        Amino-          gruppe    oder in     ortho-Stellung    zu einer     gegebenenfalls     mit     Alkyl-,        Aryl-,

          Cycloal'kyl-    oder     Aralkylresten        mono-          oder        disubstituierten        Aminogruppe    kuppelnde     Amine     werden     vorteilhaft    in saurem bis neutralem Medium,  z. B. im     pH-Bereich    von 1,0 bis 7,0 und bei Tempera  turen unterhalb von etwa 40  C, z. B. von 0 bis 30  C,  gekuppelt. Sie werden in Wasser, in einer     verdünnten     Säurelösung oder in einem Gemisch aus Wasser bzw.  einer verdünnten Säurelösung und einem organischen  Lösungsmittel, z. B.

   Alkohol, Aceton,     Dioxan,        Dimethyl-          formamid    usw., gelöst oder, gegebenenfalls unter Zu  hilfenahme eines     Dispergier-    oder     Emulgiermittels,    fein  verteilt.

   Zweckmässig arbeitet man so, dass man die  Kupplung in deutlich saurem Medium beginnt und, nach  und nach die Säure mit Natrium- oder     Kaliumacetat,          -bicarbonat    oder     -carbonat    abstumpft bzw.     neutralisiert.     Mit den eine     phenolische    oder     enolische        Hydroxylgruppe          enthaltenden    Kupplungskomponenten arbeitet man vor  teilhaft in schwach saurem, neutralem bis     alkalischem     Medium, z. B. im     pH-Bereich    von 5 bis 11, vorzugsweise  7 bis 9, bei niedriger Temperatur, z. B. bei -5 bis 25  C,  vorzugsweise bei 0 bis 15  C.  



  Die     Überführung    eines in eine     Aminogruppe    über  führbaren     Substituenten    in eine     Aminogruppe    kann  durch     Reduktion    einer     Nitrogruppe,    z.

   B. mit     Alkali-          rnetallsulfid    oder     Alkahmetallhydrogensulfid    unter so  milden Bedingungen, dass die     Azogruppen    nicht aufge  spalten werden, oder durch saure oder alkalische Hydro  lyse von     Acylaminogruppen        (Acetylamino,        Äthoxy-          carbonylamino,        Methoxycarbonylamino),    z. B. in 2 bis  10     iger        Salzsäure    oder in 3 bis 10%iger     Natriumhy-          droxidlösung    bei 70 bis 100  C, ausgeführt werden.  



  Die     Acylierung    der     Aminogruppe        erfolgt    in der  Regel am einfachsten durch Verwendung der betreffen  den     Säurehalogenide,    zum Teil auch der     Säureanhydride.     Man arbeitet vorzugsweise bei     niedrigen        Temperaturen,     z.

   B. bei 0 bis 20  C, und in Gegenwart säurebindender  Mittel, wie     Natriumcarbonat,        Natriumhydroxid,        Calcium-          hydroxid    oder     Natriumacetat,    bei schwach saurer, neu  traler oder schwach alkalischer Reaktion, beispielsweise  im     pH-Bereich    4 bis 9.

   Zur     Acylierung    werden die       Carbonsäurechloride,    als solche oder in der doppelten    bis fünffachen Menge Benzol,     Chlorbenzol,        Methyl-          benzol,        Dimethylbenzol    oder Aceton gelöst, in die     wäss-          rige,    gut     gepufferte    Lösung des die     Aminogruppe    tra  genden Körpers eingetropft, z. B. bei einer Temperatur  von 2 bis 5  C. In gleicher Weise kann man auch  die     Acylierung    mit den     Anhydriden    durchführen.

   Zur  Einführung der     2,4-Dichlor-    bzw.     2,4-Dibrompyrimidyl-          5-carbonyl-    oder der     2,3-Dichlor-    bzw.     2,3-Dibrom-          chinoxalyl-6-carbonylreste    verwendet man zweckmässig       die        Säurehalogenide,        vorzugsweise    die Säurechloride.

    Man kann die     Säurehalogenide    als solche oder in Form  einer Lösung in einem organischen Lösungsmittel, wie       Dioxan,    Aceton, Benzol,     Toluol    oder Chlorbenzol, ein  setzen und die Umsetzung im Temperaturbereich von 0  bis etwa 50  C, vorzugsweise bei 0  bis 25  C für die       2,4-Dichlor-    oder     2,4-Dibrompyrimidin-5-carbonsäure-          halogenide    bzw. bei 20 bis 45  C für die     2,3-Dichlor-          oder        2,3-Dibrom-chinoxalin-6-carbonsäurehalogenide,     und bei einem     pH-Wert    zwischen 3 und 8, vorzugsweise  zwischen 4 und 7, ausführen.  



  Die     Einführung    eines     Dihalogencyanurrestes    wird am  besten in     wässrigem    Medium bei etwa 0  C und bei  schwach saurer Reaktion, z. B. bei     pH-Werten    zwischen  3 und 5, vorgenommen. Man verwendet das     Cyanur-          halogenid    als solches in fester Form oder in einem  organischen Lösungsmittel gelöst, z. B. in Aceton.

   Für  die primären Kondensationsprodukte     eines        Cyanurhalo-          genids    wählt man am besten eine Temperatur von 30 bis  60  C und einen     pH-Wert    von 4 bis 6, während für  die     Di-,        Tri-    oder     Tetrahalogenpyrimidine    Temperaturen  zwischen 40 und 100  C am geeignetsten sind.

   Müssen  höhere Temperaturen als etwa 50  C angewendet wer  den, so ist es im Hinblick auf die     Wasserdampfflüchtig-          keit    einzelner     Halogenpyrimidine    angezeigt, in gege  benenfalls mit einem     Rückflusskühler        ausgerüsteten    Ge  fässen zu arbeiten. Die Reaktion kann in schwach saurem,  neutralem bis schwach alkalischem Medium, vorzugs  weise im     pH-Bereich    3 bis 9, ausgeführt werden.

   Zur       Konstanthaltung    des     pH-Wertes    wird dem Reaktions  gemisch entweder zu Beginn ein säurebindendes Mittel,  wie beispielsweise     Natriumacetat    oder ein Phosphat  puffer, zugesetzt oder man fügt während der Umsetzung  in kleinen Portionen Natrium- oder     Kaliumcarbonat    bzw.       -bicarbonat    in fester, pulverisierter Form oder als     wäss-          rige    Lösung hinzu.

   Als     Neutralisationsmittel    eignen  sich aber auch     wässrige    Lösungen von Natrium- oder       Kaliumhydroxid.    Der Zusatz von geringen Mengen eines  Netz- oder     Emulgiermittels    zur Reaktionsmischung     kann     die Umsetzungsreaktion beschleunigen.  



  Die     Reaktion    mit den halogenhaltigen     heterocycli-          sehen    Verbindungen wird so geleitet, dass nur ein Halo  genatom mit einem austauschfähigen Wasserstoffatom  der     Aminogruppe    reagiert.  



  Die     Alkylierung    der     -S02-NH-Gruppe    kann nach  der Kupplung mit der Kupplungskomponente H     R2     bzw. nach der Umsetzung mit der     Reaktivkomponente     oder in einem Zwischenstadium erfolgen. Man arbeitet      vorteilhaft bei erhöhter Temperatur, vorzugsweise bei  60 bis 80 C, in alkalischem Medium, vorzugsweise  im     pH-Bereich    von 9 bis 12. Geeignete     Alkylierungs-          mittel    sind die     Alkylhalogenide,    z.

   B.     Alkylbromide    so  wie     2-Hydroxyäthylchlorid    oder     -bromid,        2-Methoxy-          äthylbromid,        3-Methoxypropylbromid    oder     Benzylehlo-          rid,    ferner die     Dialkylsulfate,    wie     Dimethyl-    oder     Di-          äthylsulfat,    sowie die     Sulfonsäurealkylester,    z.

   B. die       Arylsulfonsäurealkylester,        wie    Benzol- oder     4-Methyl-          benzolsulfonsäure-methyl-,        -äthyl-,        -propyl-,        -butyl-    oder       -amylester,    oder auch die     Alkansulfonsäurealkylester.     



  Die fertigen Farbstoffe können aus ihren     wässrigen     Lösungen durch Zugabe von Salz abgeschieden, hernach       abfiltriert,    gegebenenfalls gewaschen und dann ge  trocknet werden.  



  Die neuen     Reaktivfarbstoffe    der     Phthalocyaninreihe,     welche 4 und vorzugsweise 5 oder mehr     wasserlöslich-          machende    Gruppen,     vorzugsweise        Sulfonsäuregruppen,     tragen, besitzen gute Löslichkeit in Wasser, gute Stabili  tät in Druckpasten und     Klotzlösungen,    gute Verträglich  keit mit     Salzen    und Hartwasser, gute     Reaktivität    mit  vegetabilischen Fasern, animalischen und synthetischen       Polyamidfasern;

      sie     sind        unempfindlich    gegen Schwer  metallionen, wie Kupfer-, Eisen- und Chromionen, und  reservieren     Acetat-,        Triacetat-,    Polyester-, Polyacryl  nitril-,     Polyvinylchlorid-,        Polyvinylacetat-    und     Poly-          alkylenfasern.    Dank ihrer guten Löslichkeit ist der     un-          fixierte        Farbstoffanteil    aus den Drucken oder Färbungen  auf     Cellulosefasern    leicht     auswaschbar.     



  Die     Reaktivfarbstoffe,    welche 3 bis 5     wasserlöslich-          machende    Gruppen, vorzugsweise     Sulfonsäuregruppen     tragen, eignen sich gut für das sogenannte Auszieh  verfahren für     Cellulosefasern    und für das saure Färben  von Wolle, Seide und synthetischen     Polyamidfasern.     



  Die neuen     Reaktivfarbstoffe    eignen sich zum Färben  von Leder, zum Färben, Klotzen und Bedrucken von  Fasern     tierischer        Herkunft,    z. B. Wolle, Seide, von  synthetischen     Polyamidfasern,    z. B. Nylon, von     Cellu-          losefasern,    z. B. Baumwolle oder Leinen, und von Fasern  aus regenerierter     Cellulose,    z. B.     Viskosereyon,    Kupfer  reyon oder Zellwolle, sowie von Gemischen und/oder  Gebilden aus diesen Fasern.

   Die     optimalen        Applikations-          bedingungen    sind je nach der Art der Faser und der  zur Anwendung gelangenden Farbstoffe verschieden.  



  Tierische Fasern und synthetische     Polyamidfasern     wird man vorzugsweise in saurem, neutralem oder  schwach alkalischem Medium färben und bedrucken  bzw. fixieren, z. B. in Gegenwart von Essigsäure,  Ameisensäure, Schwefelsäure,     Ammoniumsulfat,    Na  triummetaphosphat usw. Man kann auch in Gegen  wart von     Egalisiermitteln,    z. B.     polyoxäthylierten    Fett  aminen, oder Gemischen derselben mit     Alkylpoly-          glykoläthern,    essigsauer bis     neutral    färben und am Schluss  der Färbung das Bad durch Zusatz von geringen Mengen  eines alkalisch reagierenden Mittels, z. B.

   Ammoniak,       Natriumbicarbonat    oder     -carbonat    usw., oder Verbin  dungen, welche in der Hitze     alkalisch    reagieren, z. B.       Hexamethylentetramin    oder Harnstoff bis zur neutralen  oder schwach alkalischen Reaktion abstumpfen. Hier  auf wird gründlich gespült und gegebenenfalls mit etwas  Essigsäure     abgesäuert.     



  Die erhaltenen Färbungen besitzen gute Licht- und       Nassechtheiten    (Wasch-, Schweiss-, Walk-, Wasser-,  Meerwasser-,     Pottingechtheiten),    sowie gute Reib- und       Trockenreinigungsechtheiten    (organische Lösungsmittel).  



  Das Färben, Klotzen und     Bedrucken,    bzw. Fixieren  der Farbstoffe auf     Cellulosefasern    erfolgt vorteilhafter-    weise in alkalischem Medium, z. B. in Gegenwart von       Natriumbicarbonat,        Natriumcarbonat,    Natronlauge, Kali  lauge,     Natriummetasilikat,        Natriumborat        Trinatrium-          phosphat,    Ammoniak usw. Zur Vermeidung von Reduk  tionserscheinungen, werden beim Färben, Klotzen oder  Bedrucken der Fasern oft mit Vorteil milde Oxydations  mittel, wie     1-nitrobenzol-3-sulfonsaures    Natrium, zu  gesetzt.

   Die Fixierung der Farbstoffe erfolgt auch bei den       Cellulosefasern    in der Regel in der Wärme. Ein Teil  der Farbstoffe kann je nach der Reaktionsfähigkeit der  reaktiven Gruppierungen auch bei tiefen Temperaturen,  z. B. 20 bis 40  C, gefärbt bzw. fixiert werden.  



  Der Zusatz gewisser     quaternierbarer    Amine, wie       Trimethylamin,        Triäthylendiamin,    oder von asymmetri  schem     Dimethylhydrazin,    vorzugsweise in     stöchiometri-          schen    Mengen, beschleunigt die Fixierung des Farbstoffes  auf der Faser, so dass die Fixiertemperatur erniedrigt  und/oder die Fixierdauer verkürzt werden können.  



  Die Färbungen und Drucke auf     Cellulosefasern     zeichnen .sich durch gute Lichtechtheit, hervorragende       Nassechtheiten    (Wasch-, Schweiss-, Wasser-, Meer  wasser- und     Alkaliechtheiten)    sowie Reib- und Trocken  reinigungsechtheiten aus. Diese sind in der Bildung  einer stabilen chemischen Bindung zwischen dem     Farb-          stoffmolekül    und dem     Cellulosemolekül    begründet. Oft  nimmt nicht die gesamte     Farbstoffmenge    an der chemi  schen Umsetzung mit der Faser teil.

   Der Anteil des nicht  umgesetzten Farbstoffes wird in diesen Fällen, durch ge  eignete Operationen, wie Spülen und/oder Seifen, gege  benenfalls unter Anwendung von höheren Temperaturen,  von der Faser entfernt, wobei auch synthetische Wasch  mittel, z. B.     Alkylarylsulfonate,        Natriumlaurylsulfat,        Na-          triumlaurylpolyglykoläthersulfat,    gegebenenfalls     cabroxy-          methylierte        Alkylpolyglykoläther    sowie Mono- und     Di-          alkylphenylpolyglykoläther,    Verwendung finden.  



  In den nachfolgenden Beispielen bedeuten die Teile  Gewichtsteile, die Prozente Gewichtsprozente und die  Temperaturen sind in Celsiusgraden angegeben.    <I>Beispiel 1</I>  106,1 Teile     Nickelphthalocyanintrisulfonsäure        sul-          fonsäure-(3'-amino-4'-sulfophenyl)-amid    werden in 1000  Teilen Wasser angerührt und mit     Natriumhydroxid-          lösung    auf den     pH-Wert    8,5 gestellt.

   Die auf 0 bis  5  abgekühlte Lösung wird langsam mit der     salzsauren          D.iazosuspension    aus 15 Teilen     1-Amino-3-acetylamino-          benzol    versetzt, wobei durch allmählichen Zusatz von  verdünnter     Natriumhydroxidlösung    der     pH-Wert    auf  7,5 bis 8,5 gehalten wird. Nach 1 Stunde wird die  Lösung auf 70  erhitzt und zur Fällung des Zwischen  produktes mit 250 Teilen     Natriumchlond    und 150 Teilen  30 %     iger    Salzsäure versetzt.

   Der Niederschlag wird     ab-          genutscht    und mit angesäuerter     Natriumchloridlösung     gewaschen. Der Filterrückstand wird mit 1000 Teilen  Wasser angerührt und mit 50 Teilen 30 %     iger    Salzsäure  angesäuert.

   Nun wird bei 0 bis 5  mit einer Lösung  aus 6,9 Teilen     Natriumnitrit    in 50 Teilen Wasser       diazotiert    und diese     Diazoniumsalzlösung    bei 0 bis 5   zu einer Lösung von 33 Teilen     1-(2',5'-Dichlorphenyl)-          3-methyl-5-pyrazolon-4'-sulfonsäure    und 40 Teilen     Na-          triumbicarbonat    in 500 Teilen Wasser gegossen. Nach  1- Stunde gibt man 350 Teile 30 %     ige    Salzsäure zu und  erhitzt 5 Stunden auf 85 , wobei die     Acetylgruppe    abge  spalten wird. Man setzt noch 200 Teile     Natriumchlorid     zu und filtriert den Niederschlag ab.

   Er wird mit ange  säuerter     Natriumchloridlösung    gewaschen und hierauf  unter Zusatz von     Natriumhydroxidlösung    in 1000 Teilen      Wasser gelöst. Nun werden 22 Teile     2,4,5,6-Tetrachlor-          pyrimidin    zugesetzt und das Gemisch auf 80 bis 85   erhitzt.  



  Solange der     pH-Wert    sinkt, hält man ihn durch  Zugabe von     Natriumhydroxidlösung    zwischen 6 und 7.  Dann wird der Farbstoff durch Zusatz von Natrium  chlorid ausgefällt,     abfiltriert    und im Vakuum bei 80   getrocknet. Er färbt Baumwolle in waschechten oliv  grünen Tönen.  



  <I>Färbevorschrift</I>  Man löst 1,5 Teile des nach den     obestehenden    An  gaben erhaltenen Farbstoffes in 3000 Teilen enthärtetem  Wasser von 40 , geht mit 100 Teilen     rnercerisiertem     Baumwollsatin in dieses Färbebad ein, erhitzt es nach  Zugabe von 75 Teilen     kalziniertem    Natriumsulfat in    30 Minuten auf 100  und gibt hierauf weitere 75 Teile       kalziniertes        Natriumsulfat    und 60 Teile     kalziniertes          Natriumcarbonat        zu.    Man färbt 1 Stunde bei 100 ;

   dann  wird das Färbegut herausgenommen, kalt und heiss  gespült, während 10 bis 20     Minuten    mit einer Lösung  von     2g/1    eines     Alkylpolyglykoläthersulfats    kochend ge  seift, dann wiederum gut gespült und     schliesslich    ge  trocknet. Man erhält so eine licht- und     nassechte    oliv  grüne Färbung.  



  Einen ähnlichen, aber etwas weniger lichtechten  Farbstoff erhält man bei Verwendung der entsprechen  den     Kupferphthalocyaninverbindung.     



  Die folgende Tabelle enthält weitere     Reaktivfarb-          stoffe    der Formel  
EMI0006.0022     
    Diese Farbstoffe werden nach den Angaben des  Beispiels 1 hergestellt und sind durch die Symbole PC,    X,     Rt,        R,    und Y sowie durch den Farbton der Färbung  auf     Cellulosefasern    gekennzeichnet.

    
EMI0006.0026     
  
    <I>Tabelle</I>
<tb>  Beispiel <SEP> PC= <SEP> Rest <SEP> aus <SEP> X <SEP> RI <SEP> R2 <SEP> Y <SEP> Farbton
<tb>  Nr. <SEP> (I) <SEP> (1I) <SEP> (11I) <SEP> (IV) <SEP> (V) <SEP> (V1)
<tb>  2 <SEP> Ni-Phthalo- <SEP> H <SEP> 3-Y-Amino- <SEP> 1-(2',5'-Disulfophenyl)  cyanin <SEP> 6-sulfophenyl <SEP> 3-methyl-5-pyrazolonyl-4 <SEP> 2,5,6-Trichlorpyrimidyl-4 <SEP> oliv
<tb>  3 <SEP> do. <SEP> S03H <SEP> do. <SEP> 1-(2',5'-Dichlor-4'-sulfo  phenyl)-3-methyl  5-pyrazolonyl-4 <SEP> do. <SEP> do.
<tb>  4 <SEP> do. <SEP> S03H <SEP> do. <SEP> 1-Hydroxy-4-sulfo  naphthyl-2 <SEP> do. <SEP> braunoliv
<tb>  5 <SEP> do. <SEP> S03H <SEP> 2,4-Disulfo- <SEP> 6-Y-Amino-l-hydroxy  phenyl <SEP> 3-naphthyl-2 <SEP> 2,6-Dichlorpyrimidyl-4 <SEP> do.
<tb>  6 <SEP> do. <SEP> H <SEP> do.

   <SEP> 1-(4'-Y-Aminophenyl)-3- <SEP> 4-Chlor-6-(4'-sulfophenyl  methyl-5-pyrazolonyl-4 <SEP> amino)-1,3,5-triazinyl-2 <SEP> oliv
<tb>  7 <SEP> do. <SEP> S03H <SEP> 4-Sulfophenyl <SEP> do. <SEP> f-Chlorpropionyl <SEP> do.
<tb>  8 <SEP> do. <SEP> S03H <SEP> do. <SEP> do. <SEP> 4,6-Dichlor-1,3,5-triazinyl-2 <SEP> do.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von Reaktivfarbstoffen der Phthalocyaninreihe der Formel EMI0006.0029 worin PC den Rest eines metallfreien oder metallhaltigen Phthalocyanins, Rt den Rest einer Diazokomponente der aromatischen oder heterocyclischen Reihe, R2 den Rest einer Kupplungskomponente, X Wasserstoff, Halogen, niedrigmolekulares Alkyl oder Alkoxy oder die Sulfon- säuregruppe,
    Y einen mindestens einen als Anion ab- spaltbaren Substituenten und/oder eine zur Addition befähigte C-C-Mehrfachbindung enthaltenden Acylrest, einen Halogenpyrimidyl- oder ,Halogentriazinylrest, Z Wasserstoff oder gegebenenfalls substituiertes niedrig molekulares Alkyl, m eine der Zahlen 1, 2 oder 3, n eine der Zahlen 1, 2 oder 3 und r eine der Zahlen 1 oder 2 bedeuten, wobei die Summe m + n + r minde stens 3 und höchstens 5 beträgt, die Gruppe EMI0007.0010 an R,
    oder an R2 gebunden ist und das Farbstoffmolekül die zur Wasserlöslichkeit notwendige Anzahl wasser- löslichmachender Gruppen enthält, dadurch gekenn zeichnet, dass man r Mol der Diazoverbindung aus einem Amin der Formel (w)a-i-Ri-NH2 (II)@ worin w eine reduzierbare Nitrogruppe oder eine verseif- bare Acylaminogruppe und p eine der Zahlen 1 oder 2 bedeuten, auf 1 Mol einer Verbindung der Formel EMI0007.0024 kuppelt,
    hierauf die Aminogruppe diazotiert und mit r Mol einer Kupplungskomponente der Formel H-R2-(v)2-n (IV), worin, v eine reduzierbare Nitrogruppe oder eine verseif- bare Acylaminogruppe bedeutet, kuppelt, den Substi- tuenten v bzw.
    w durch Reduktion oder Verseifung in die Aminogruppe überführt und diese letztere mit einem Acylierungsmittel, welches zudem mindestens einen als Anion abspaltbaren Substituentern und/oder eine zur Addition befähigte C-C-Mehrfachbindung enthält, oder mit einem Polyhalogentriazin oder Polyhalogenpyrimidin umsetzt. UNTERANSPRUCH Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass man den Farbstoff der Formel (I) zusätz lich alkyliert. - .
    <I>Anmerkung des</I> Eidg. <I>Amtes für geistiges Eigentum:</I> Sollten Teile der Beschreibung mit der im Patentanspruch gegebenen Definition der Erfindung nicht in Einklang stehen, so sei daran erinnert, dass gemäss Art. 51 des Patentgesetzes der Patentanspruch für den sachlichen Geltungs bereich des Patentes massgebend ist.
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