BENZIMIDAZOLE DERIVATIVES, METHOD FOR THEIR PRODUCTION AND USE THEREOF AS TRYPTASE INHIBITORS
Die Erfindung betrifft Benzimidazoldenvate der Formel (I)
worin die Reste X, R1 , R
2, R3 und R
4 die in den Ansprüchen und in der Beschreibung genannten Bedeutungen haben können, Verfahren zu deren Herstellung sowie die Verwendung von Benzimidazoldenvaten als Arzneimittel, insbesondere als Arzneimittel mit Tryptase-inhibierender Wirkung.
Hintergrund der Erfindung
Benzimidazoldenvate sind als Wirkstoffe mit wertvollen pharmazeutischen Eigenschaften aus dem Stand der Technik bekannt. So offenbart die Internationale Patentanmeldung WO 98/37075 neben anderen bicyclischen Heterocyclen auch Benzimidazole, die sich aufgrund einer thrombinhemmenden Wirkung zur Vorbeugung und Behandlung venöser und arterieller thrombotischer Erkrankungen wirksam einsetzen lassen.
Anders als der vorstehend beschriebenen und im Stand der Technik bereits bekannten Verwendung von Benzimidazoldenvaten, liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, neue Tryptase-inhibitoren bereitzustellen, die aufgrund ihrer Tryptase-inhibierenden Eigenschaften zur Vorbeugung und Behandlung entzündlicher und/oder allergischer Erkrankungen eingesetzt werden können.
Detaillierte Beschreibung der Erfindung
Überraschenderweise wurde gefunden, daß Benzimidazoldenvate der Formel (I), worin die Reste R1 , R2, R3 und R4 die nachstehend genannten Bedeutungen tragen können, eine Tryptase-inhibierende Wirkung aufweisen und erfindungsgemäß zur Vorbeugung und Behandlung von Erkrankungen Verwendung finden können, in denen Tryptase-inhibitoren einen therapeutischen Nutzen entfalten können.
Die vorliegende Erfindung betrifft somit Benzimidazoldenvate der Formel (I)
R1 einen Rest ausgewählt aus der Gruppe C-| -C<|2-Alkyl, C2-C-|2-Alkenyl und
C2-C-| 2-Alkinyl, welcher gegebenenfalls ein-, zwei- oder dreifach durch einen oder mehrere der Reste Hydroxy, C-| -C4-Alkoxy, CF3, Phenoxy, COOH,
Halogen, -CO(C-ι -Cπ 2-alkoxy), -CO-NR5R6, -NR5R6 oder C-| -C-|2-Alkoxy-phenoxy substituiert sein kann, oder
Phenyl-C-ι-C-12-alky1. welches gegebenenfalls ein-, zwei- oder dreifach durch einen oder mehrere der Reste Hydroxy, C-| -C-|2-Alkoxy, Carboxy, Halogen,
C-|-Ci2-Alkoxycarbonyl oder CF3 substituiert sein kann, oder ein direkt oder über eine C-| -C-|2-Alkylen-Brücke verknüpfter 5- oder 6- gliedriger, gesättigter oder ungesättigter Heterocyclus, der ein oder zwei Heteroatome ausgewählt aus der Gruppe Sauerstoff, Stickstoff oder Schwefel enthalten kann und de Gegebenenfalls durch C-ι -C<i2-Alkyl oder Benzyl substituiert sein kann, bedeutet; R2 -C(=NH)NH2 oder -CH2-NH2 bedeutet;
R3 ein Wasserstoffatom oder eine C-|-C-|2-Alkylgruppe bedeutet, welche gegebenenfalls ein- oder zweifach durch einen oder zwei Reste ausgewählt aus der Gruppe -COOH, -COO-C-i^-Alkyl, Furanyl, Benzofuranyl,
Thiophenyl, Benzothiophenyl, Anthracenyl, Phenyl, Pyridyl und Naphthyl substituiert sein kann, wobei die genannten aromatischen und heteroaromatischen Substituenten ihrerseits jeweils ein-, zwei- oder dreifach durch einen oder mehrere der Reste ausgewählt aus der Gruppe C1-C-12- Alkyl, C-|-Ci2-Alkoxy, Halogen,
-NH2, -NH(C-|-C-|2- alkyl), -N(C-|-Ci2-alkyl)2, NO
2, Hydroxy, -CF
3, -NHCO-C-|-Cι
2-alkyl, - COOH, -COO(C
1-C
12-alkyl), -CONH
2, -CONHfC-i-C^-alkyl), -CON(C-| -C
12- alkyl)2, -CONH(Cι-Ci2-alkyl)-COO(C-|-C-|2-alkyl) und Phenyl-C-|-Ci2-alkyl substituiert sein können; X für >C=O, >CH2 oder -CH
2CH
2- steht;
R4 einen Rest der Formel (A)
bedeutet; W für N oder CH steht;
A im Falle n = 0, für NR6, und im Falle n = 1 für O, CHR6 oder NR6 steht; R5 und R6 jeweils unabhängig voneinander ein Wasserstoffatom oder eine Gruppe der Formel
-B-(CO)m-, wobei
B für eine C-|-C-i 2-Alkyl-, Cß-Cs-Cycloalkyl-, Phenyl-, Naphthyl oder eine
Fluorenylguppe oder eine 5- oder 6-gliedrige Stickstoff-, Sauerstoff- und/oder Schwefelhaltige heterocylische Gruppe steht, wobei die Gruppe B jeweils gegebenenfalls durch einen oder mehrere Reste ausgewählt aus der Gruppe Halogen, Halo-Cι -Ci2-Alkyl, Halo-Cι -C-12-Alkoxy, -OH, Cι-C-12-Alkyl, C-| -C-i 2-Alkoxy, Phenyl, Naphthyl, Phenoxy, Benzyl, Benzyloxy, -CO-O-H,
-CO-O-C-|-C-|2-alkyl, -NO2, Pyrrolidin-1-yl, Piperidin-1-yl, -NH2,
-NH-C-ι-C-12-alkyl, -NH-Phenyl, -NH-Pyridyl, -N(Cι-Cι2-alkyl)2 und -
C(=NH)NH2 substituiert sein können, und m 0 oder 1 bedeutet, oder R5 und RÖ zusammen mit dem verknüpften Stickstoffatom einen 5- bis 8-gliedrigen Heterocyclus bilden, welcher durch einen Rest ausgewählt aus der Gruppe Halogen, Halo-C-|-Ci2-Alkyl, -OH, -C-|-C<|2-Alkyl,
Phenoxy,
Benzyloxy, -CO-O-C-|-C-|2-alkyl, -NO2, Phenyl, Pyrrolidin-1-yl, Piperidin-1-yl,
-NH2, -NH-C-ι-C-12-alkyl, -NH-Pyridyl, -N(C1-C-|2-a"<yl)2 und -C(=NH)NH2 substituiert sein können, n 0 oder 1 ist; gegebenenfalls in Form ihrer Tautomeren, ihrer Racemate, ihrer Enantiomere, ihrer
Diastereomere und ihrer Gemische, sowie gegebenenfalls ihrer pharmakologisch unbedenklichen Säureadditionssalze.
Als Alkylgruppen (auch soweit sie Bestandteil anderer Reste, insbesondere von Alkoxy sind) werden, falls nicht anders definiert, verzweigte und unverzweigte Alkylgruppen mit 1 bis 12 Kohlenstoffatomen, bevorzugt 1 bis 8 Kohlenstoffatomen, besonders bevorzugt mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen, insbesondere mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen betrachtet. Beispielsweise werden genannt: Methyl, Ethyl, Propyl, Butyl, Pentyl, Hexyl etc. Sofern nicht anders genannt, sind von den vorstehend genannten Bezeichnungen Propyl, Butyl, Pentyl oder Hexyl sämtliche der möglichen isomeren Formen umfaßt. Beispielsweise umfaßt die Bezeichnung Propyl die beiden isomeren Reste n-Propyl und iso-Propyl, die Bezeichnung Butyl n-Butyl, iso-Butyl, sec. Butyl und tert.-Butyl, die Bezeichnung Pentyl, iso-Pentyl, Neopentyl etc.
Gegebenfalls werden zur Bezeichnung der vorstehend genannten Alkylreste auch gängige Abkürzungen wie Me für Methyl, Et für Ethyl etc. verwendet.
Als Haloalkylgruppen (auch soweit sie Bestandteil anderer Reste, insbesondere von Haloalkoxy sind) werden, falls nicht anders definiert, verzweigte und unverzweigte
Haloalkylgruppen mit 1 bis 12 Kohlenstoffatomen, bevorzugt 1 bis 6 Kohlenstoffatomen, besonders bevorzugt mit 1 bis 3 Kohlenstoffatomen, welche durch mindestens ein Halogenatom, insbesondere Fluoratom substituiert sind, betrachtet. Bevorzugt sind fluorierte Reste der Formel
-(CH2)p-(CF2)q-Y wobei p 0 oder eine ganze Zahl von 1 bis 4 bedeutet, q eine ganze Zahl von 1 bis 4 bedeutet, und Y für Wasserstoff oder Fluor steht.
Beispielsweise seien genannt: Trifluormethyl, Trifluormethoxy, Difluormethoxy, Perfluorethyl, Perfluorpropyl, 2,2,2-Trifluorethyl, 2,2,2-Trifluorethoxy, 1 ,1 ,1- Trifluorprop-2-yl, etc..
Als Alkenylgruppen (auch soweit sie Bestandteil anderer Reste sind) werden verzweigte und unverzweigte Alkenylgruppen mit 2 bis 12 Kohlenstoffatomen, bevorzugt 2 bis 6 Kohlenstoffatomen, insbesondere 2 bis 4 Kohlenstoffatomen genannt, soweit sie mindestens eine Doppelbindung aufweisen, beispielsweise auch oben genannte Alkylgruppen bezeichnet, soweit sie mindestens eine Doppelbindung aufweisen, wie zum Beispiel Vinyl (soweit keine unbeständigen Enamine oder Enolether gebildet werden), Propenyl, iso-Propenyl, Butenyl, Pentenyl, Hexenyl.
Als Alkinylgruppen (auch soweit sie Bestandteil anderer Reste sind) werden Alkinylgrupppen mit 2 bis 12 Kohlenstoffatomenn, bevorzugt 2 bis 6
Kohlenstoffatomen, insbesondere 2 bis 4 Kohlenstoffatomen bezeichnet, soweit sie mindestens eine Dreifachbindung aufweisen, beispielsweise Ethinyl, Propargyl, Butinyl, Pentinyl, Hexinyl.
Als Halogen wird im allgemeinen Fluor, Chlor, Brom oder Jod bezeichnet.
Der Begriff "5- oder 6-gliedrige Stickstoff-, Sauerstoff- und/oder Schwefelhaltige heterocylische Gruppe" wie er bezüglich des Restes B verwendet wird, steht in der Regel für einen aromatischen oder gesättigten Rest mit 5 oder 6 Ringatomen, wobei mindestens ein Ringatom ein Heteroatom ausgewählt aus der Gruppe N, O und S ist, welcher gegebenenfalls mit einem weiteren Ringsystem kondensiert sein kann.
Der Begriff "5- bis 8-gliedriger Heterocyclus" wie er für die Gruppe benutzt wird, die R5 und R6 zusammen mit dem eingeschlossenen Stickstoffatom bilden, steht in der Regel für einen gesättigten Stickstoffhaltigen Rest mit 5 bis 8 Ringatomen, welcher gegebenenfalls ein oder mehrere Heteroatome ausgewählt aus der Gruppe N, O und S aufweisen kann.
Als besondere heterocyclische Gruppen seien beispielsweise Acridinyl, Acridonyl, Alkylpyridinyl, Anthrachinonyl, Ascorbyl, Azaazulenyl, Azabenzanthracenyl, Azabenzanthrenyl, Azachrysenyl, Azacyclazinyl, Azaindolyl, Azanaphthacenyl,
Azanaphthalenyl, Azaprenyl, Azatriphenylenyl, Azepinyl, Azinoindolyl, Azinopyrrolyl, Benzacridinyl, Benzazapinyl, Benzofuryl, Benzonaphthyridinyl, Benzopyranonyl, Benzopyranyl, Benzopyronyl, Benzochinolinyl, Benzochinolizinyl, Benzothiepinyl, Benzothiophenyl, Benzylisoquinolinyl, Bipyridinyl, Butyrolactonyl, Caprolactamyl, Carbazolyl, Carbolinyl, Catechinyl, Chromenopyronyl, Chromonopyranyl, Cumarinyl, Cumaronyl, Decahydrochinolinyl, Decahydrochinolonyl, Diazaanthracenyl, Diazaphenanthrenyl, Dibenzazapinyl, Dibenzofuranyl, Dibenzothiphenyl, Dichromylenyl, Dihydrofuranyl, Dihydroisocumarinyl, Dihydroisochinolinyl, Dihydropyranyl, Dihydropyridinyl, Dihydropyridonyl, Dihydropyronyl, Dihydrothiopyranyl, Diprylenyl, Dioxanthylenyl, Oenantholactamyl, Flavanyl, Flavonyl, Fluoranyl, Fluoresceinyl, Furandionyl, Furanochromanyl, Furanonyl, Furanochinolinyl, Furanyl, Furopyranyl, Furopyronyl, Heteroazulenyl, Hexahydropyrazinoisoquinolinyl, Hydrofuranyl, Hydrofuranonyl, Hydroindolyl, Hydropyranyl, Hydropyridinyl, Hydropyrrolyl, Hydrochinolinyl, Hydrothiochromenyl, Hydrothiophenyl, Indolizidinyl, Indolizinyl, Indolonyl, Isatinyl, Isatogenyl, Isobenzofurandionyl, Isobenzfuranyl, Isochromanyl, Isoflavonyl, Isoindolinyl, Isoindolobenzazapinyl, Isoindolyl,
Isochinolinyl, Isochinuclidinyl, Lactamyl, Lactonyl, Maleimidyl, Monoazabenzonaphthenyl, Naphthalenyl, Naphthimidazopyridindionyl, Naphthindolizinedionyl, Naphthodihydropyranyl, Naphthofuranyl, Naphthyridinyl, Oxepinyl, Oxindolyl, Oxolenyl, Perhydroazolopyridinyl, Perhydroindolyl, Phenanthrachinonyl, Phthalideisoquinolinyl, Phthalimidyl, Phthalonyl, Piperidinyl, Piperidonyl, Prolinyl, Parazinyl, Pyranoazinyl, Pyranoazolyl, Pyranopyrandionyl, Pyranopyridinyl, Pyranochinolinyl, Pyranopyrazinyl, Pyranyl, Pyrazolopyridinyl, Pyridinethionyl, Pyridinonaphthalenyl, Pyridinopyridinyl, Pyridinyl, Pyridocolinyl, Pyridoindolyl, Pyridopyridinyl, Pyridopyrimidinyl, Pyridopyrrolyl, Pyridochinolinyl, Pyronyl, Pyrrocolinyl, Pyrrolidinyl, Pyrrolizidinyl, Pyrrolizinyl, Pyrrolodioazinyl,
Pyrrolonyl, Pyrrolopyrmidinyl, Pyrrolochinolonyl, Pyrrolyl, Chinacridonyl, Chinolinyl, Chinolizidinyl, Chinolizinyl, Chinolonyl, Chinuclidinyl, Rhodaminyl, Spirocumaranyl, Succinimidyl, Sulpholanyl, Sulpholenyl, Tetrahydrofuranyl, Tetrahydroisochinolinyl, Tetrahydropyranyl, Tetrahydropyridinyl, Tetrahydrothiapyranyl, Tetrahydrothiophenyl, Tetrahydrothipyranonyl, Tetrahydrothipyranyl, Tetronyl, Thiaphenyl, Thiachromanyl, Thiadecalinyl, Thianaphthenyl, Thiapyranyl, Thiapyronyl, Thiazolopyridinyl, Thienopyridinyl, Thienopyrrolyl, Thienothiophenyl, Thiepinyl, Thiochromenyl, Thiocumarinyl, Thiopyranyl, Triazaanthracenyl, Triazinoindolyl, Triazolopyridinyl, Tropanyl, Xanthenyl, Xanthonyl, Xanthydrolyl, Adeninyl, Alloxanyl, Alloxazinyl, Anthranilyl, Azabenzanthrenyl, Azabenzonaphthenyl, Azanaphthacenyl,
Azaphenoxazinyl, Azapurinyl, Azinyl, Azoloazinyl, Azolyl, Barbituric Acid, Benzazinyl, Benzimidazolethionyl, Benzimidazolonyl, Benzisothiazolyl, Benzisoxazolyl, Benzocinnolinyl, Benzodiazocinyl, Benzodioxolanyl; Benzodioxolyl, Benzopyridazinyl, Benzothiazepinyl, Benzothiazinyl, Benzothiazolyl, Benzoxazinyl, Benzoxazolinonyl, Benzoxazolyl, Cinnolinyl, Depsidinyl, Diazaphenanthrenyl, Diazepinyl, Diazinyl, Dibenzoxazepinyl, Dihydrobenzimidazolyl, Dihydrobenzothiazinyl, Dihydrooxazolyl, Dihydropyridazinyl, Dihydropyrimidinyl, Dihydrothiazinyl, Dioxanyl, Dioxenyl, Dioxepinyl, Dioxinonyl, Dioxolanyl, Dioxolonyl, Dioxopiperazinyl, Dipyrimidopyrazinyl, Dithiolanyl, Dithiolenyl, Dithiolyl, Flavinyl, Furopyrimidinyl, Glycocyamidinyl, Guaninyl, Hexahydropyrazinoisoquinolinyl, Hexahydropyridazinyl, Hydantoinyl,
Hydroimidazolyl, Hydroparazinyl, Hydropyrazolyl, Hydropyridazinyl, Hydropyrimidinyl,
Imidazolinyl, Imidazolyl, Imidazoquinazolinyl, Imidazothiazolyl, Indazolebenzopyrazolyl, Indoxazenyl, Inosinyl, Isoalloxazinyl, Isothiazolyl, Isoxazolidinyl, Isoxazolinonyl, Isoxazolinyl, Isoxazolonyl. Isoxazolyl, Lumazinyl, Methylthyminyl, Methyluracilyl, Morpholinyl, Naphthimidazolyl, Oroticyl, Oxathianyl, Oxathiolanyl, Oxazinonyl, Oxazolidinonyl, Oxazolidinyl, Oxazolidonyl, Oxazolinonyl, Oxazolinyl, Oxazolonyl, Oxazolopyrimidinyl, Oxazolyl, Perhydrocinnolinyl, Perhydropyrroloazinyl, Perhydropyrrolothiazinyl, Perhydrothiazinonyl, Perimidinyl, Phenazinyl, Phenothiazinyl, Phenoxathiinyl, Phenoxazinyl, Phenoxazonyl, Phthalazinyl, Piperazindionyl, Piperazinodionyl, Polyquinoxalinyl, Pteridinyl, Pterinyl, Purinyl, Pyrazinyl, Pyrazolidinyl, Pyrazolidonyl, Pyrazolinonyl, Parazolinyl, Pyrazolobenzodiazepinyl, Pyrazolonyl, Pyrazolopyrimidinyl, Pyrazolotriazinyl, Pyrazolyl, Pyridazinyl, Pyridazonyl, Pyridopyrazinyl, Pyridopyrimidinyl, Pyrimidinethionyl, Pyrimidinyl, Pyrimidionyl, Pyrimidoazepinyl, Pyrimidopteridinyl, Pyrrolobenzodiazepinyl, Pyrrolodiazinyl, Pyrrolopyrimidinyl, Chinazolidinyl, Chinazolinonyl, Chinazolinyl, Chinoxalinyl, Sultamyl, Sultinyl, Sultonyl, Tetrahydrooxazolyl, Tetrahydropyrazinyl, Tetrahydropyridazinyl, Tetrahydroquinoxalinyl, Tetrahydrothiazolyl, Thiazepinyl, Thiazinyl, Thiazolidinonyl, Thiazolidinyl, Thiazolinonyl, Thiazolinyl, Thiazolobenzimidazolyl, Thiazolyl, Thienopyrimidinyl, Thiazolidinonyl, Thyminyl, Triazolopyrimidinyl, Uracilyl, Xanthinyl, Xylitolyl, Azabenzonapththenyl, Benzofuroxanyl, Benzothiadiazinyl,
Benzotriazepinonyl, Benzotriazolyl, Benzoxadiazinyl, Dioxadiazinyl, Dithiadazolyl, Dithiazolyl, Furazanyl, Furoxanyl, Hydrotriazolyl, Hydroxytrizinyl, Oxadiazinyl, Oxadiazolyl, Oxathiazinonyl, Oxatriazolyl, Pentazinyl, Pentazolyl, Pentazinyl, Polyoxadiazolyl, Sydonyl, Tetraoxanyl, Tetrazepinyl, Tetrazinyl, Tetrazolyl, Thiadiazinyl, Thiadiazolinyl, Thiadiazolyl, Thiadioxazinyl, Thiathazinyl, Thiatriazolyl, Thiatriazolyl, Triazepinyl, Triazinoindolyl, Triazinyl, Triazolinedionyl, Triazolinyl, Triazolyl, Trioxanyl, Triphenodioxazinyl, Triphenodithiazinyl, Trithiadiazepinyl, Trithianyl oder Trioxolanyl genannt.
Als besonders bevorzugte 5- ,6- oder 7-gliedrige, gesättigte oder ungesättigte Heterocyclen, die als Heteroatome Stickstoff, Sauerstoff oder Schwefel enthalten
können, werden, soweit in den Definitionen nicht anders beschrieben beispielsweise Furan, Tetrahydrofuran, Tetrahydrofuranon, γ-Butylrolacton, α-Pyran, γ-Pyran, Dioxolan, Tetrahydropyran, Dioxan, Thiophen, Dihydrothiophen, Thiolan, Dithiolan, Pyrrol, Pyrrolin, Pyrrolidin, Pyrazol, Pyrazolin, Pyrazolidin, Imidazol, Imidazolin, Imidazolidin, Triazol.Tetrazol, Pyridin, Piperidin, Pyridazin, Pyrimidin, Pyrazin,
Piperazin, Triazin, Tetrazin, Morpholin, Thiomorpholin, Diazepan, Oxazol, Isoxazol, Oxazin, Thiazol, Isothiazol, Thiadiazol, Oxadiazol, Pyrazolidin genannt, wobei der Heterocyclus wie in den Definitionen angegeben substituiert sein kann.
Verbindungen der Formel (I), worin X für >C=O, W für N und A für NR6 steht, sind bevorzugt.
m ist vorzugsweise 0, und n ist vorzugsweise 1.
R5 ist vorzugsweise Naphthyl, insbesondere Naphth-2-yl, Pyridyl, insbesondere Pyrid-2-yl oder Pyrid-3-yl oder eine gegebenenfalls durch ein oder zwei Halogenatome substituierte Phenylgruppe, insbesondere ausgewählt der Formel
worin i für ein Fluor-, Chlor-, Brom- oder Jodatom steht, und
L2 und L3 jeweils unabhängig voneinander für ein Wasserstoff, Fluor- oder Chloratom stehen.
Erfindungsgemäß bevorzugt sind Verbindungen der Formel (I), worin R1 eine C-i -Cß-Alkylgruppe, insbesondere Methyl, Ethyl, Propyl oder Butyl bedeutet, welche gegebenenfalls ein-, zwei- oder dreifach durch einen oder mehrere der Reste Hydroxy, C-|-C4-Alkoxy, CF3, Phenoxy, COOH, Halogen,
-CO(C-ι-C4-alkoxy), -CO-NR5R6, -NR5R6 oder C-|-C -Alkoxy-phenoxy substituiert sein kann.
Weiterhin bevorzugt sind Verbindungen der Formel (I), worin R4 einen Rest der Formel (A) bedeutet, A NR6 bdeutet,
R5 eine C-|-C4-Alkyl-, Phenyl-, Naphthyl-, Fluorenyl-, Pyridyl-, Pyrrolidinyl- oder
Benzylgruppe bedeutet, wobei diese Gruppen jeweils gegebenenfalls durch einen, zwei oder drei Reste ausgewählt aus der Gruppe Halogen, -OH, Halo-C<ι-C4-Alkyl, Halo-C-| -C4-Alkoxy, C-|-C4-Alkyl, Cι-C4-Alkoxy, Phenyl, Naphthyl, Phenoxy, Benzyl, Benzyloxy, -CO-OH, -CO-O-C-|-C4-alkyl, -NO2,
Pyridyl, Pyrrolidin-1-yl, Piperidin-1-yl, -NH2, -NH-C-|-C4-alkyl, substituiert sein können, und
R6 ein Wasserstoffatom oder eine C-j-C4-Alkylgruppe bedeutet.
Besonders bevorzugt sind die Verbindungen der Formel (I), worin R1 Methyl, Ethyl oder Propyl bedeutet; und
R4 einen Rest der Formel (A1 )
bedeutet; X für >C=O steht;
R5 ein Wasserstoffatom oder eine C-]-C4-Alkyl-, C-|-C4-Alkanoyl-, Phenyl-,
Naphthyl-, Fluorenyl-, Anthracenyl-, Pyridyl-, Pyrrolidinyl-, Benzylgruppe bedeutet, wobei diese Gruppen jeweils gegebenenfalls durch einen oder mehrere Reste, vorzugsweise einen oder zwei Reste ausgewählt aus der Gruppe Halogen, Halo-Cι-C4-Alkyl, Halo-Cι-C4-Alkoxy, -OH, C-| -C4-Alkyl,
C-|-C4-Alkoxy, Phenyl, Naphthyl, Phenoxy, Benzyl, Benzyloxy, -CO-O-C-|-C4-alkyl, -NO2, Pyridyl, Pyrrolidin-1-yl, Piperidin-1-yl, -NH2,
-NH-C-| -C4-alkyl, -N(Cι -C4-alkyl)2 und -C(=NH)NH2 substituiert sein können, und R6 ein Wasserstoffatom oder eine C-|-C4-Alkylgruppe bedeutet.
Bevorzugt sind ferner Benzimidazol-Derivate der allgemeinen Formel (I), worin
R1 C-| -C4-Alkyl bedeutet, welches gegebenenfalls ein-, zwei- oder dreifach durch einen oder mehrere der Reste Hydroxy, C-| -C4-Alkoxy, CF3, Phenoxy, COOH, Halogen, -CO(Cι -C4-alkoxy oder Cι-C4-Alkoxy-phenoxy substituiert sein kann, R2 -C(=NH)NH2 oder -CH2-NH2 bedeutet;
R3 Methyl, -CH2-COOH, -CH2-COO- C-j-C^alkyl, Naphthylmethyl, Benzyl oder
Pyridylmethyl, die am jeweiligen aromatischen und heteroaromatischen Ring durch einen Rest ausgewählt aus der Gruppe Ci -Cß-Alkyl, -NH2, -NH(C-|-C4- alkyl) und -N(C-| -C4-alkyl)2 substituiert sein können, R4 einen Rest der Formel (A), worin A NR6 bedeutet; X >C=O bedeutet;
R5 Methyl, Ethyl, Propyl, Butyl, Phenyl, Naphthyl, Pyridyl oder Benzyl, welches gegebenenfalls durch einen oder zwei Reste ausgewählt aus der Gruppe Halogen, Trifluormethyl, Trifluormethoxy, Methyl, -OH, Methoxy, -NO2, Phenyl, Naphthyl, Pyrrolidin-1-yl, -NH2, -NH-Methyl, -N(Methyl)2, -NH-Ethyl,
-N(Ethyl)2 und -C(=NH)NH2 substituiert sein kann, bedeutet,
R6 Wasserstoff, Methyl, Ethyl, Propyl oder Butyl, bedeutet gegebenenfalls in Form ihrer Tautomeren, ihrer Racemate, ihrer Enantiomere, ihrer Diastereomere und ihrer Gemische, sowie gegebenenfalls ihrer pharmakologisch unbedenklichen Säureadditionssalze.
Besonders bevorzugt sind Benzimidazol-Derivate der Formel (I), worin R1 Methyl, Ethyl, Propyl oder Butyl, bevorzugt Methyl bedeutet;
R2 -C(=NH)NH2 oder -CH2-NH2, bevorzugt -C(=NH)NH2 bedeutet; R3 Methyl, -CH2-COOH, -CH2-COO-Ethyl, Naphthylmethyl, Benzyl oder
Pyridylmethyl bedeutet, R4 einen Rest der Formel (A1 ) bedeutet; X >C=O bedeutet;
R5 Phenyl, Naphthyl, Pyridyl oder Benzyl, welches gegebenenfalls durch einen oder zwei Reste ausgewählt aus der Gruppe Fluor, Chlor, Brom, Jod,
Trifluormethyl, Methyl, -OH, Methoxy und Phenyl substituiert sein kann, bedeutet, R6 Wasserstoff oder Methyl bedeutet gegebenenfalls in Form ihrer Tautomeren, ihrer Racemate, ihrer Enantiomere, ihrer Diastereomere und ihrer Gemische, sowie gegebenenfalls ihrer pharmakologisch unbedenklichen Säureadditionssalze.
Besonders bevorzugt sind ferner Benzimidazol-Derivate der Formel (I), worin R Methyl; R2 -C(=NH)NH2;
R3 Methyl, -CH2-COOH, -CH2-COO-Ethyl, Naphthylmethyl, Benzyl oder Pyridylmethyl; R4 einen Rest der Formel (A1 ); X >C=O;
R5 Phenyl, Naphthyl, Pyridyl oder Benzyl, welches gegebenenfalls durch einen oder zwei Reste ausgewählt aus der Gruppe Fluor, Chlor, Brom, Jod, Trifluormethyl, Methyl, -OH, Methoxy und Phenyl substituiert sein kann, bedeutet,
R6 Wasserstoff oder Methyl bedeutet bedeuten, gegebenenfalls in Form ihrer Tautomeren, ihrer Racemate, ihrer
Enantiomere, ihrer Diastereomere und ihrer Gemische, sowie gegebenenfalls ihrer pharmakologisch unbedenklichen Säureadditionssalze.
Erfindungsgemäß von besonderer Bedeutung sind Benzimidazol-Derivate der Formel (I), worin
R1 Methyl; R2 -C(=NH)NH2;
R3 Methyl, -CH2-COOH, -CH2-COO-Ethyl, Benzyl, Naphth-1-ylmethyl oder Pyrid-
4-ylmethyl;
R4 einen Rest der Formel (A1 ); X >C=O; bedeuten, gegebenenfalls in Form ihrer Tautomeren, ihrer Racemate, ihrer Enantiomere, ihrer Diastereomere und ihrer Gemische, sowie gegebenenfalls ihrer pharmakologisch unbedenklichen Säureadditionssalze.
Besonders bevorzugt sind die Verbindungen der Formeln (IA) und (IB)
worin jeweils R
3 Wasserstoff, -CH
2-COOH, -CH
2-COO-Ethyl, Methyl, Butyl, Benzyl,
Pyridylmethyl oder Naphthalinylmethyl bedeutet, wobei die aromatischen Gruppen jeweils durch C-i-Cß-Alkyl, -NO2, -NH2, -NH-C-|-C4-alkyl, oder N(C-]-C4-alkyl)2 substituiert sein können;
R5 eine C-| -C4-Alkyl-, C-|-C4-Alkanoyl-, Phenyl-, Pyridyl-, Benzoyl- oder
Pyridylcarbonylgruppe bedeutet, wobei diese Gruppen jeweils gegebenenfalls durch einen oder mehrere, vorzugsweise einen, zwei oder drei, insbesondere einen oder zwei Reste ausgewählt aus der Gruppe Halogen, -OH, -C-]-C4-Alkyl, C-|-C4-Alkoxy, Phenyl, Naphthyl, Phenoxy, Benzyl, Benzyloxy,
-CO-O-C-|-C4-alkyl, -NO2, Phenyl, -NH2, -NH-C-|-C4-alkyl und -N(C-|-C4-alkyl)2 substituiert sein können, und
R6 ein Wasserstoffatom oder eine Methylgruppe bedeutet, gegebenenfalls in Form ihrer Tautomeren, ihrer Racemate, ihrer Enantiomere, ihrer Diastereomere und ihrer Gemische, sowie gegebenenfalls ihrer pharmakologisch unbedenklichen Säureadditionssalze.
Neben den vorstehend genannten Verbindungen der allgemeinen Formel (I) zielt die vorliegende Erfindung ferner auf Verbindungen, die aufgrund einer in vivo abspaltbaren Funktionalität erst nach ihrer Einnahme durch den Patienten vom Organismus in die therapeutisch wirksamen Verbindungen der allgemeinen Formel (I) überführt werden. Solche Verbindungen werden als Prodrugs bezeichnet. Ein weiterer Aspekt der vorliegenden Erfindung zielt dementsprechend auf Prodrugs der Formel (II)
X, R^ , R3 und R4 die vorstehend genannten Bedeutungen aufweisen und R7 Hydroxy, -COO-C-|-C-|2-Alkyl, -COO-C<|-C-|2-Haloalkyl, -CO-Phenyl, -CO-Pyridyl, -COO-Phenyl oder -COO-C-i-Cs-Alkyl-Phenyl, wobei in den vorstehend genannten Gruppen der Phenylring jeweils durch C-|-C4-Alkyl,
Cι-C4-Alkoxy, OH, Halogen, -NH2, C -C4-Alkyl-NH, di-(Cπ -C4-Alkyl)N oder
CF3 substituiert sein kann, bedeutet, gegebenenfalls in Form ihrer Tautomeren, ihrer Racemate, ihrer Enantiomere, ihrer Diastereomere und ihrer Gemische, sowie gegebenenfalls ihrer pharmakologisch unbedenklichen Säureadditionssalze.
Bevorzugt sind Prodrugs der Formel (II), worin
R7 Hydroxy, -COO-C-|-C6-Alkyl, -COO-C-|-C6-Haloalkyl, -CO-Phenyl, -CO-Pyridyl,
-COO-Phenyl oder -COO-Cι-C6-Alkyl-Phenyl, wobei in der vorstehend genannten Gruppe der Phenylring jeweils durch C-ι-C4-Alkyl, C-|-C4-Alkoxy,
OH, Halogen oder CF3 substituiert sein kann, bedeutet, gegebenenfalls in Form ihrer Tautomeren, ihrer Racemate, ihrer Enantiomere, ihrer Diastereomere und ihrer Gemische, sowie gegebenenfalls ihrer pharmakologisch unbedenklichen Säureadditionssalze.
Besonders bevorzugt sind Prodrugs der allgemeinen Formel (II), worin
R7 Hydroxy, Methoxycarbonyl, Ethoxycarbonyl, Propyloxycarbonyl, 2,2,2-
Trichlorethoxycarbonyl, Butyloxycarbonyl, Benzoyl, Benzyloxycarbonyl oder Nicotinoyl bedeutet, gegebenenfalls in Form ihrer Tautomeren, ihrer Racemate, ihrer Enantiomere, ihrer
Diastereomere und ihrer Gemische, sowie gegebenenfalls ihrer pharmakologisch unbedenklichen Säureadditionssalze.
Die vorliegende Erfindung zielt ferner auf die Verwendung der vorstehend definierten Verbindungen der allgemeinen Formel (I) sowie auf die der Prodrugs der allgemeinen Formel (II) zur Herstellung eines Arzneimittels zur Behandlung von Krankheiten, in denen Tryptase-inhibitoren einen therapeutischen Nutzen entfalten können. Erfindungsgemäß bevorzugt ist die vorstehend genannte Verwendung von Verbindungen der allgemeinen Formel (I) zur Herstellung eines Arzneimittels zur Vorbeugung und/oder Behandlung entzündlicher und/oder allergischer
Erkrankungen. Besonders bevorzugt ist die eingangs genannte Verwendung der Verbindungen der allgemeinen Formel (I) zur Herstellung eines Arzneimittels zur Vorbeugung und/oder Behandlung von Asthma bronchiale, allergischer Rhinitis, allergischer Conjunctivitis, atopischer Dermatitis, Urticaria, allergischer Otitis, allergischer Magen-Darmerkrankungen, Morbus Crohn, Colitis ulcerosa, anaphylaktischer Schock, septischer Schock, Schocklunge (ARDS) und Arthritis. Ferner ist von Interesse die eingangs genannte Verwendung der Verbindungen der allgemeinen Formel (I) zur Herstellung eines Arzneimittels zur Vorbeugung und/oder Behandlung von Erkrankungen mit Umbauvorgängen in den Atemwegen und dem Lungenparenchym wie chronisch (obstruktive) Bronchitis und interstitielle
Lungenerkrankungen wie idiopathische Lungenfibrose, fibrosierende Alveolitis, Sarkoidose und Histiozytose X und anderen fibrosierenden Erkrankungen wie Narbenbildung, weiterhin von Kollagenosen wie Lupus erythematodes und Sklerodermie sowie von Arteriosklerose, Psoriasis und Neoplasien.
Die Synthese der substituierten Benzimidazol-Derivate der Formel (I) sowie die der Prodrugs der allgemeinen Formel (II) kann über unterschiedliche synthetische Zugänge erfolgen. Mögliche Zugänge in Anlehnung an und unter Verwendung von konventionellen chemischen Synthesemethoden werden im Folgenden exemplarisch dargestellt. Aus Schema 1 ist eine mögliche Vorgehensweise zum Aufbau des Benzimidazolgrundkörpers der erfindungesgemäßen Verbindungen ersichtlich.
Ausgehend von den 2-Halogen-5-nitro-anilinen (1) kann zunächst eine Aminolyse zu den Diaminonitrobenzolen (2) gemäß Schema 1 (Stufe i) erfolgen. Die Aminolyse der
Verbindungen (1) mit den primären Aminen RI-NH2 erfolgt in geeigneten organischen Lösemitteln wie beispielsweise Dimethylsulfoxid, N,N-
Dimethylformamid, N-Methylpyrrolidon, Aceton oder gegebenenfalls auch in Wasser oder Alkoholen bei Raumtemperetur oder in einem Temperaturbereich von 30-80°C, bevorzugt 40-50°C.
Die Umsetzung der Verbindungen (2) mit p-Cyanophenylpropionsäure führt in
Gegenwart dehydratisierender Reagentien zu den Nitro-benzimidazolen (3, Stufe ii). Die Umsetzung wird gegebenenfalls in einem Lösungsmittel oder Lösungsmittelgemisch wie Essigsäure, Methylenchlorid, Dimethylformamid, Benzol, Toluol, Chlorbenzol, Tetrahydrofuran, Benzol/Tetrahydrofuran oder Dioxan durchgeführt. Als dehydratisierende Mittel kommen beispielsweise in Betracht Chlorameisensäureisobutylester, Orthokohlensäuretetraethylester, Ortho- essigsäuretri ethylester, 2,2-Dimethoxypropan, Tetramethoxysilan, Phosphoroxychlorid, Thionylchlorid, Trimethylchlorsilan, Phosphortrichlorid, Phosphorpentoxid, 1 ,2-Dihydro-2-ethoxy-chinolin-1 -carbonsäureethylester (EEDQ), 1 ,2-Dihydro-2-/-propyloxy-chinolin-1-carbonsäure-/-propylester (IIDQ),
N.N'-Dicyclohexylcarbodiimid, N,N'-Dicyclohexylcarbodiimid/N-Hydroxysuccinimid, N,N'-Dicyclohexylcarbodiimid/1-Hydroxy-benztriazol, 2-(1 H-Benzotriazol-1-yl)- 1 , 1 ,3,3-tetramethyluronium-tetrafluorborat, 2-(1 H-Benzotriazol-1 -yl)-1 , 1 ,3,3- tetramethyluronium-tetrafluorborat/1-Hydroxy-benztriazol, N.N'-Carbonyldiimidazol oder Triphenylphosphin/Tetrachlorkohlenstoff. Gegebenenfalls kann sich der Zusatz einer Base wie Pyridin, 4-Dimethylaminopyridin, N-Methyl-morpholin oder Triethylamin als zweckmäßig erweisen. Die Umsetzung erfolgt üblicherweise bei Temperaturen zwischen 0 und 150°C, vorzugsweise bei Temperaturen zwischen 20 und 120°C.
Die gemäß vorstehend beschriebener Vorgehensweise erhältlichen Nitrobenzimidazol-Derivate (3) können reduktiv in die Aminobenzimidazole (4) überführt werden (Stufe iii, Schema 1). Die Reduktion der Nitrogruppe zu den Verbindungen (3) gelingt beispielsweise durch katalytische Hydrierungen in organischen Lösemitteln wie beispielsweise Methanol, Ethanol, Isopropanol, Tetrahydrofuran, gegebenenfalls auch im Gemisch mit Dimethylformamid, Ethylacetat, Dioxan oder Essigsäure, bei erhöhtem Wasserstoffdruck oder bei Normaldruck bei Temperaturen zwischen 0-50 °C, vorzugsweise bei 20-40 °C. Als Katalysatoren kommen gängige Hydrierkatalysatoren in Betracht. Bevorzugt sind Palladium und Raney-Nickel. Erfindungsgemäß kommt vorzugsweise Palladium in Betracht. Besonders bevorzugt ist als Katalysator Palladium auf Kohle (5%). Eine alternative Vorgehensweise zur Reduktion der Nitroverbindungen (3) sieht die Verwendung von Reduktionsmitteln wie Na2S2O oder SnCl2 vor. Diese Umsetzung erfolgt in protischen, mit Wasser mischbaren organischen Lösemitteln wie kurzkettigen Alkoholen (Methanol, Ethanol, Isopropanol) oder in einer Mischung vorstehend genannter Lösemittel mit Wasser, gegebenenfalls mit Essigsäure, Dimethylformamid oder Ethylacetat. Die Reaktion wird üblicherweise bei erhöhter Temperatur, vorzugsweise unter Rückfluß des jeweiligen Lösemittels oder Lösemittelgemischs geführt. Nach vollständigem Umsatz der Ausgangsverbindungen (3) wird auf üblichem Wege aufgearbeitet. Eine Reinigung der Verbindungen (4) kann beispielsweise durch Kristallisation aus unpolareren organischen Lösemitteln wei Diethylether, Petrolether, gegebenenfalls im Gemisch mit Ethylacetat erfolgen.
Ausgehend von den gemäß Schema 1 erhältlichen Benzimidazolen (4) erfolgt die Bildung der Verbindungen (5) gemäß Schema 2 durch Umsetzung mit den Verbindungen R -Nu, wobei Nu für eine nukleofuge Austrittsgruppe wie beispielsweise Chlor, Brom, lod, Methansulfonat, Methyltriflat, p-Toluolsulfonat etc. steht. Alternativ dazu können die Verbindungen (5) ausgehend von den Verbindungen (4) auch im Sinne einer reduktiven Aminierung durch Umsetzung mit entsprechend substituierten Ketonen oder Aldehyden unter reduktiven Bedingungen erhalten werden.
Schema 2:
Zur Umsetzung der Verbindungen (4) mit R3-Nu gemäß Stufe iv kann wie folgt vorgegangen werden. Eine Verbindung (4) wird in einem polaren Lösungsmittels, wie Dimethylformamid, Dimethylactamid, Methylenchlorid, Tetrahydrofuran, bevorzugt Dimethylformamid und besonders bevorzugt wasserfreies, gegebenenfalls absolutes Dimethylformamid gelöst. Die so erhaltene Lösung wird mit einer Base und dem entsprechenden Alkylierungsmittel R3-Nu versetzt. Als Base kommen die Alkali- oder die Erdalkalicarbonate des Lithiums, Natriums, Kaliums, Calciums wie Natriumcarbonat, Lithiumcarbonat, Kaliumcarbonat, Calziumcarbonat und bevorzugt Kaliumcarbonat in Betracht. Ferner sind die Alkali- oder Erdalkalihydroxide des Lithiums, Natriums, Kaliums, Magnesiums, Calziums, bevorzugt jedoch Natriumhydroxid, Kaliumhydroxid, Lithiumhydroxid und Calziumhydroxid in Alkoholen oder Wasser einsetzbar. Das Reaktionsgemisch wird 0.5-8h, bevorzugt 1-4h bei erhöhter Temperatur, vorzugsweise bei 50-120°C, besonders unter Rückfluß des verwendeten Lösemittels gerührt. Nach vollständigem Umsatz wird auf üblichem Wege aufgearbeitet und das erhaltene Rohprodukt durch Kristallisation oder Chromatographie an Kieselgel gereinigt.
Werden die Verbindungen (5) aus den Verbindungen (4) durch reduktive Aminierung erhalten, wird wie folgt vorgegangen. In einem geeigneten Lösemittel wie beispielsweise Dichlormethan, Dichlorethan, Methanol, Ethanol, Tetrahydrofuran oder Toluol wird die Verbindung (4) gelöst und zwischen 0-60°C, vorzugsweise bei 20-40°C mit der entsprechenden Carbonylverbindung in Gegenwart einer Säure, vorzugsweise einer Carbonsäure, besonders bevorzugt einer kurzkettigen Carbonsäure, höchst bevorzugt Essigsäure versetzt. Anschließend erfolgt die Zugabe eines geeigneten Reduktionsmittels. Als Reduktionsmittel kommen
erfindungsgemäß in Betracht Na[HB(OAc)3], Na[BH3CN], NaBH4, Pd/C-H2, bevorzugt ist Na[HB(OAc)3J. Nach üblicher Aufarbeitung erfolgt die Reinigung des Produkts durch Kristallisation oder Chromatographie an Kieselgel.
Aus den Verbindungen (5) lassen sich, wie aus Schema 3 ersichtlich, durch
Acylierung (Stufe va) bzw. Alkylierung (Stufe vb) die lntermediate der allgemeinen Formel (III), worin n 1 ist, erhalten.
R1 va
Schema 3: Die Umsetzung der Verbindungen (5) mit den Chloressigsäure zu den Intermediaten der allgemeinen Formel (III) kann in einem Lösungsmittel oder Lösungsmittelgemisch wie Methylenchlorid, Dimethylformamid, Benzol, Toluol, Chlorbenzol, Tetrahydrofuran, Benzol/Tetrahydrofuran oder Dioxan, gegebenenfalls in Gegenwart
eines wasserentziehenden Mittels, z.B. in Gegenwart von Chlorameisensäureisobutylester, Orthokohlensäuretetraethylester, Orthoessigsäuretrimethylester, 2,2-Dimethoxypropan, Tetramethoxysilan, Thionylchlorid, Trimethylchlorsilan, Phosphortrichlorid, Phosphorpentoxid, N,N'-Dicyclohexylcarbodiimid, N.N'-Dicyclohexylcarbodiimid/N-Hydroxysuccinimid, N,N'-Dicyclohexylcarbodiimid/1 -Hydroxy-benztriazol, 2-(1 H-Benzothazol-1 -yl)-1 ,1 ,3,3- tetramethyluronium-tetrafluorborat, 2-(1 H-Benzotriazol-1-yl)-1 ,1 ,3,3- tetramethyluronium-tetrafluorborat/1 -Hydroxy-benztriazol, N.N'-Carbonyldiimidazol oder Triphenylphosphin/Tetrachlorkohlenstoff, und gegebenenfalls unter Zusatz einer Base wie Pyridin, 4-Dimethylaminopyridin, N-Methyl-morpholin oder Triethylamin zweckmäßigerweise bei Temperaturen zwischen 0 und 150°C, vorzugsweise bei Temperaturen zwischen 0 und 100°C, durchgeführt werden. Alternativ dazu können die Intermediate der allgemeinen Formel (III) auch über
Standardverfahren durch Umsetzung mit Alkylierungsreagenzien R4-CH2X1 (mit X1 : Halogenid, Mesylat, Tosylat, etc.) oder aktivierten Carbonsäurederivaten R4-COX2
(mit X2: Halogenid, Alkoxy, etc.) in den vorstehend genannten Lösemitteln bzw. Lösemittelgemischen in Gegenwart von Basen wie Pyridin, 4-Dimethylaminopyridin, N-Methyl-morpholin oder Triethylamin erhalten werden.
Die Verbindungen (IIIA) können mit den Aminen gemäß Stufe vi zu den Intermediaten (III) umgesetzt werden. Die Verbindung (IIIA) wird in einem polaren Lösungsmittel, wie Dimethylformamid, Dimethylactamid, Methylenchlorid, Tetrahydrofuran, bevorzugt Dimethylformamid und besonders bevorzugt wasserfreies, gegebenenfalls absolutes Dimethylformamid gelöst. Die so erhaltene Lösung wird mit einer Base und dem entsprechenden Amin versetzt. Als Base kommen die Alkali- oder die
Erdalkalicarbonate des Lithiums, Natriums, Kaliums, Calziums wie Natriumcarbonat, Lithiumcarbonat, Kaliumcarbonat, Calziumcarbonat und bevorzugt Kaliumcarbonat in Betracht. Das Reaktionsgemisch wird 0.5-8h, bevorzugt 1-4h bei erhöhter Temperatur, vorzugsweise bei 50-120°C, besonders unter Rückfluß des verwendeten Lösemittels gerührt. Nach vollständigem Umsatz wird auf üblichem Wege
aufgearbeitet und das erhaltene Rohprodukt durch Kristallisation oder Chromatographie an Kieselgel gereinigt.
Aus den Verbindungen (5) lassen sich, wie aus Schema 4 ersichtlich, durch Umsetzung mit den entsprechenden Isocyanaten die Intermediate der allgemeinen
Formel (III), worin R6 Wasserstoff bedeutet und 0 ist, erhalten. Die Verbindungen der
Formel (III), worin R6 von Wasserstoff verschieden ist, lassen sich durch Alkylierung mit einem Alkylierungsreagenz R6-X3 (mit X3: Halogenid, Mesylat, Tosylat, etc.) oder durch reduktive Aminierung entsprechend der zu Schema 2 beschriebenen Methoden erhalten.
R1
Schema 4:
Gemäß Stufe vii in Schema 5 sind aus den Intermediaten (III) die erfindungsgemäßen Verbindungen der Formel (I) zugänglich.
R1
Schema 5 Zur Herstellung der erfindungsgemäßen Verbindungen der allgemeinen Formel (I) in denen R2 -C(=NH)NH2 bedeutet, kann auf unterschiedliche Art und Weise vorgegangen werden.
Eine Verbindung der allgemeinen Formel (I) erhält man beispielsweise durch Behandlung einer Verbindung der allgemeinen Formel (III) mit einem entsprechenden Alkohol wie Methanol, Ethanol, n-Propanol, Isopropanol oder Benzylalkohol gegebenenfalls im Gemisch mit einem anderen organischen Lösungsmittel wie beispielsweise Chloroform, Nitrobenzol oder Toluol in Gegenwart einer Säure wie Salzsäure oder durch Umsetzung eines entsprechenden Amids mit einem Thalkyloxoniumsalz wie Triethyloxonium-tetrafluorborat in einem Lösemittel wie Methylenchlorid, Tetrahydrofuran oder Dioxan bei Temperaturen zwischen -10 und 50°C, vorzugsweise jedoch bei 0-20°C und nachfolgender Aminolyse mit beispielsweise alkoholischer Ammoniaklösung. Alternativ dazu lassen sich die Verbindungen der allgemeinen Formel (I) erhalten durch Umsetzung einer Verbindung der allgemeinen Formel (III) mit Schwefelnukleophilen wie z.B. Schwefelwasserstoff, Ammonium- bzw. Natriumsulfid, Natriumhydrogensulfid,
Kohlenstoffdisulfid, Thioacetamid oder Bistrimethylsilylthioether gegebenenfalls in Gegenwart von Basen wie Triethylamin, Ammoniak, Natriumhydrid oder Natriumalkoholat in Lösungsmitteln wie Methanol, Ethanol, Wasser, Tetrahydrofuran, Pyridin , Dimethylformamid oder 1 ,3-Dimethyl-imidazolidin-2-on bei 20-100 °C und anschließende Behandlung mit einem geeigneten Methylierungsmittel wie z.B. Methyliodid oder Dimethylsulfat in einem Lösungsmittel wie Acetonitril oder Aceton bei Temperaturen zwischen -10 und 50°C, vorzugsweise jedoch bei 0-20°C und anschließende Behandlung mit Ammoniak, Ammoniumcarbonat oder Ammoniumchlorid in einem geeigneten Alkohol, wie beispielsweise Methanol, Ethanol, Isopropanol etc. bei Temperaturen zwischen -10 und 50°C, vorzugsweise jedoch bei 0-20°C.
Ferner sind die erfindungsgemäßen Verbindungen der allgemeinen Formel (I) zugänglich durch Behandlung einer Verbindung der allgemeinen Formel (IM) mit Lithiumhexamethyldisilazid in einem geeigneten organischen Lösungsmittel wie z.B. Tetrahydrofuran bei Temperaturen zwischen -20 und 50 °C, vorzugsweise jedoch bei 0-20 °C und anschließende Hydrolyse mit verdünnter Salzsäure bei 0-5 °C. Ein weiterer alternativer Zugang zu Verbindungen der allgemeinen Formel (I) gelingt durch Behandlung einer Verbindung der allgemeinen Formel (III) mit Ammoniumchlorid und Trimethylaluminium in einem geeigneten organischen Lösungsmittel wie z.B. Toluol bei Temperaturen zwischen 20 und 150 °C, vorzugsweise jedoch bei 110 °C.
Verbindungen der allgemeinen Formel (I) in denen R2 -CH2-NH2 bedeutet, lassen sich aus den Intermediaten (III) beispielsweise durch katalytische Hydrierung an Raney-Nickel erhalten. Diese Umsetzungen werden vorzugsweise in protischen organischen Lösemitteln wie kurzkettigen Alkoholen (Methanol, Ethanol oder Isopropanol) bei Temperaturen zwischen 10-40°C, vorzugsweise bei 20-30°C unter Normaldruck durchgeführt.
Eine Verbindung der allgemeinen Formel (II) erhält man beispielsweise durch Behandlung einer Verbindung der allgemeinen Formel (III), (Schema 3, Stufe vii) mit Hydroxylamin in Gegenwart von Carbonaten oder Alkoholaten der Alkali- oder Erdalkalimetalle in Lösemitteln wie Methanol, Ethanol, n-Propanol oder Isopropanol gegebenenfalls im Gemisch mit Dioxan oder Tetrahydrofuran. Die Alkoholate können dargestellt werden aus den jeweiligen Alkalimetallen oder Metallhydriden und dem entsprechenden Alkohol. Die Reaktion wird vorzugsweise bei 20-100°C, besonders bevorzugt bei der Siedetemperatur des verwendeten Lösemittels durchgeführt. Verbindungen der allgemeinen Formel (II) sind alternativ zugänglich durch Behandlung einer Verbindung der allgemeinen Formel (III) mit einem entsprechenden Alkohol wie Methanol, Ethanol, n-Propanol, Isopropanol oder Benzylalkohol in Gegenwart einer Säure wie Salzsäure oder durch Umsetzung eines entsprechenden Amids mit einem Trialkyloxoniumsalz wie T ethyloxonium-tetrafluorborat in einem Lösemittel wie Methylenchlorid, Tetrahydrofuran oder Dioxan bei Temperaturen zwischen -10 und 50°C, vorzugsweise jedoch bei 0-20°C und anschließende
Behandlung mit Hydroxylamin in Gegenwart von Basen in einem geeigneten Alkohol, wie Methanol, Ethanol, Isopropanol etc. bei Temperaturen zwischen -10 und 50°C, vorzugsweise jedoch bei 0-20°C.
Eine Verbindung der allgemeinen Formel (I) erhält man beispielsweise durch
Behandlung einer Verbindung der allgemeinen Formel (II), (Schema 3, Stufe viii) mit Wasserstoff in Gegenwart von Hydrierkatalysatoren wie Raney-Nickel oder Rhodium/Aluminiumoxid in Wasser oder Methanol gegebenenfalls unter Zusatz von Säuren wie Salzsäure oder Methansulfonsäure oder durch Behandlung mit Wasserstoff in Gegenwart von Palladium/Kohle in Essigsäure/Essigsäureanhydrid bei 20-50 βC und 1-5 bar Wasserstoffdruck, bevorzugt bei Raumtemperatur und Normaldruck.
Die Acyl- oder Alkoxycarbonyl-Prodrugs (II) der Verbindung mit der allgemeinen Formel (I) erhält man durch Umsetzung der Verbindungen der allgemeinen Formel (I) mit den entsprechenden Säurechloriden in Gegenwart von Basen wie z.B.
Triethylamin, N-Methylmorpholin, Diethylisopropylamin oder DBU in einem geeigneten Lösungsmittel wie Methylenchlorid, Chloroform, Tetrahydrofuran, Acetonitril, Dimethylformamid oder Dimethylsulfoxid.
Ihrer zentralen Bedeutung für die Synthese der erfindungsgemäßen Verbindungen der allgemeinen Formel (I) sowie für die Synthese der Prodrugs der allgemeinen Formel (II) entsprechend, zielt ein weiterer Aspekt der vorliegenden Erfindung auf die Intermediate der allgemeinen Formel (IM)
worin die Reste X, R1 , R3 und R4 die voranstehenden genannten Bedeutungen aufweisen.
Die Verbindungen der Formel (IM) stellen wertvolle Zwischenprodukte zur Herstellung der erfindungsgemäßen Benzimidazol-Derivate der allgemeinen Formel (I) sowie der der erfindungsgemäßen Prodrugs der allgemeinen Formel (II) dar.
Aufgrund ihrer pharmakologischen Eigenschaften können die erfindungsgemäßen Verbindungen als Arzneimittel, insbesondere als Arzneimittel mit Tryptase- inhibierender Wirkung Verwendung finden. Sind überall dort anwendbar, wo Tryptase-inhibitoren einen therapeutischen Nutzen entfalten können.
Erfindungsgemäß bevorzugt ist die Verwendung von Verbindungen der allgemeinen Formel (I) zur Herstellung eines Arzneimittels zur Vorbeugung und/oder Behandlung entzündlicher und/oder allergischer Erkrankungen. Besonders bevorzugt ist die eingangs genannte Verwendung der Verbindungen der allgemeinen Formel (I) zur Herstellung eines Arzneimittels zur Vorbeugung und/oder Behandlung von Asthma bronchiale, allergischer Rhinitis, allergischer Conjunctivitis, atopischer Dermatitis,
Urticaria, allergischer Otitis, allergischer Magen-Darmerkrankungen, Morbus Crohn, Colitis ulcerosa, anaphylaktischer Schock, septischer Schock, Schocklunge (ARDS) und Arthritis.
Ferner ist von Interesse die eingangs genannte Verwendung der Verbindungen der allgemeinen Formel (I) zur Herstellung eines Arzneimittels zur Vorbeugung und/oder Behandlung von Fibrösen wie Lungenfibrose, fibrosierende Alveolitis und Narbenbildung, von Kollagenosen wie Lupus erythematodes und Sklerodermie sowie von Arteriosklerose, Psoriasis und Neoplasien.
Im Folgenden werden exemplarische Vorgehensweisen zur Herstellung der erfindungsgemäßen Verbindungen detaillierter beschrieben. Die nachfolgenden Synthesebeispiele dienen ausschließlich einer detaillierteren Erläuterung, ohne den Gegenstand der Erfindung auf selbige zu beschränken.
Beispiel 1 : N-f2-r2-(4-Amidinophenvl)-ethvlM-methvl-benzimidazol-5-vlVN- [naphth-1 -ylmethyl]-2-(4-phenylamino-piperid-1 -yl)-acetamid, dihydrochlorid
a) N
1-Methyl-1 ,2-diamino-4-nitrobenzol
2-Fluor-5-nitro-anilin (15,0 g, 160 mmol) wird in 480 mL 40%iger wäßriger
Methylaminlösung aufgenommen, 2,5 Tage bei Raumtemperatur und 2 h bei 40-
50 °C gerührt. Es wird mit Wasser verdünnt, der Feststoff abfiltriert, mit Wasser gewaschen und getrocknet.
Ausbeute: 26 g (97 %); Schmp.: 171 -173 °C.
b 2-r2-(4-Cvanophenvπ-ethyll-1 -methyl-5-nitro-benzimidazol N1-Methyl-1,2-diamino-4-nitrobenzol (8,3 g, 49,6 mmol) und p-Cyano-phenyl- propionsäure (9,6 g, 55 mmol) werden in 90 mL POCI3 aufgenommen, und 1 ,5 h unter Rückfluß erhitzt. Nach dem Abkühlen wird das überschüssige POCI3 mit
Eiswasser zersetzt. Es wird mit NH3 unter Rühren/Kühlung alkalisch gestellt und 1 h bei Raumtemperatur gerührt. Der Feststoff wird abfiltriert, mit Wasser gewaschen und aus DMF umkristallisiert. Ausbeute: 11 ,7 g (76,4 %); Schmp.: 202-204 °C.
c) 5-Amino-2-f2-(4-cvanophenyl)-ethyll-1 -methyl-benzimidazol 2-[2-(4-Cyanophenyl)-ethyl]-1-methyl-5-nitro-benzimidazol (5,5 g, 18 mmol) in 150 mL THF und 75 mL Methanol wird in Gegenwart von 1 ,0 g 5% Pd/C bei
Raumtemperatur und Normaldruck hydriert. Der Katalysator wird abfiltriert, das Filtrat nicht komplett zur Trockene eingeengt, mit 100 mL Acetonitril verdünnt und bis zu einem Restvolumen von 30 mL eingeengt. Der Kristallbrei wird abgekühlt und filtriert. Die Kristalle werden mit kaltem Acetonitril und Ether gewaschen. Ausbeute: 4,7 g (94 %); Schmp.: 187-192 °C.
d 2-r2-(4-Cvanophenvπ-ethyll-1 -methyl-5-naphth-1 -ylmethylamino-benzimidazol 1.0 g (3.6 mmol) 5-Amino-2-[2-(4-cyanophenyl)-ethyl]-1-methyl-benzimidazol und 1- Naphthylaldehyd (0.33 mL, 3.6 mmol) werden in 25 mL Dichlormethan mit 0,22 mL Essigsäure bei Raumtemperatur und unter Rühren mit Na[HB(OAc)3] versetzt. Es wird 1 h bei Raumtemperatur gerührt, mit Wasser überschichtet, vorsichtig mit konzentrierter, wässriger Salzsäure angesäuert und im Anschluß mit 4N NaOH- Lösung alkalisch gestellt. Die organische Phase wird abgetrennt, getrocknet und eingeengt. Das Produkt wird über Kieselgel chromatographiert und gegebenenfalls aus Diethylether kristallisiert. Ausbeute: 0.8 g (67%); Schmp.: 112-114 °C.
e) N 2-f2-(4-Cvanophenyl)-ethyl1-1 -methyl-benzimidazol-5-yl!-N-(naphth-1 -ylmethvO- 2-chlor-acetamid
Eine Mischung aus 4.0 g (9.6 mmol) 2-[2-(4-Cyanophenyl)-ethyl]-1-methyl-5-naphth- 1-ylmethylamino-benzimidazol und 1.1 mL (10.0 mmol) N-Methylmorpholin in 80 ml Dichlormethan wurden auf 10 °C gekühlt. Eine Lösung von 0.8 mL (10.0 mmol) Chloracetylchlorid in 15 ml Dichlormethan wurden innerhalb von 15 min zu der Lösung getropft. Anschließend wurde 30 min bei Raumtemperatur gerührt. Es wird mit Wasser und verdünnter Kaliumcarbonat-Lösung gewaschen, getrocknet und eingeengt. Das Produkt wird über Kieselgel chromatographiert. Ausbeute: 4.1 g, 87 %.
fi N-{2-r2-(4-Cvanophenyl)-ethyll-1 -methyl-benzimidazol-5-yl -N-(naphth-1 -ylmethvH- 2-(4-phenylamino-piperid-1-vπ-acetamid
Eine Lösung von 2.1 g (4,3 mmol) N-{2-[2-(4-Cyanophenyl)-ethyl]-1-methyl- benzimidazol-5-yl}-N-(naphth-1-ylmethyl)-2-chlor-acetamid, 1 ,5 g (6,0 mmol) 4- Phenylamino-1-piperidin, 2.2 mL N-Methylmorpholin in 15 mL Dimethylformamid werden 8 Stunden bei 70-80 °C gerührt. Anschließend wird auf Eis gegossen, mit Essigester extrahiert und mit Wasser gewaschen, getrocknet und abdestilliert. Das Produkt wird über Kieselgel chromatographiert. Ausbeute: 2.0 g (73 %).
g) N-(2-r2-(4-Amidinophenvπ-ethyll-1-methyl-benzimidazol-5-yl)-N-fnaphth-1-yl- methyll-2-(4-phenylamino-piperid-1-yl)-acetamid. dihydrochlorid N-{2-[2-(4-Cyanophenyl)-ethyl]-1-methyl-benzimidazol-5-yl}-N-methyl-[3-(4-cyano- phenyl)-propionamid] (1.3 g, 2.9 mmol) wird in 50 mL einer gekühlten bei 0 °C gesättigten ethanolischen HCI-Lösung aufgenommen. Es wird bis zur vollständigen Auflösung des Eduktes gerührt und anschließend über Nacht bei 0-5 °C gehalten. Das Ethanol wird bei maximal 40 °C abdestilliert und der Rückstand in 40 mL einer bei 0 °C gesättigten ethanolischen Ammoniak-Lösung aufgenommen. Es wird 2 h bei Raumtemperatur, 3 h bei 50-60 ° gerührt, mit weiteren 10 mL ges. Ammoniak- Lösung versetzt, 2 h unter Rückfluß gekocht und über Nacht bei Raumtemperatur gehalten. Die ausgefallenen anorganischen Salze werden abfiltriert, das Filtrat eingeengt und der Rückstand über Kieselgel chromatographiert. Ausbeute: 1.0 g (62 %); 1 H-NMR (250 MHz, CD3OD): δ= 8.21 -6.55 (19H, Aryl-H), 5.52 (2H, s, napht.-CH2- N), 3.87 (2H, CH2-CO), 4.74 (3H, s, N-CH3), 3.24 (4H, aryl-CH2CH2-), 3.63, 2.36- 1.64 (9H, m, pip.CH2; CH).
Beispiel 2: N-{2-[2-(4-Amidinophenyl)-ethyl]-1 -methyl-benzimidazol-5-yl}-N- [naphth-1-ylmethyl]-2-{4-[N-methyl-N-(3-hydroxypropyl)-amino]-piperid-1-yl}- acetamid, trihydrochlorid
a) N-(2-r2-(4-Cvanophenyl)-ethyll-1 -methyl-benzimidazol-5-ylVN-(naphth-1 -ylmethvO- 2-(4-rN-methyl-N-(3-hvdroxypropyl)-amino1-piperid-1-yl)-acetamid Die Synthese gelingt ausgehend von gemäß Beispiel 1 , Stufe e erhältlichem N-{2-[2- (4-Cyanophenyl)-ethyl]-1-methyl-benzimidazol-5-yl}-N-(naphth-1-ylmethyl)-2-chlor- acetamid, 4-[N-Methyl-N-(3-hydroxypropyl)-amino]-1-piperidin und Kaliumcarbonat analog zu der in Beispiel 1 , Stufe f beschriebenen Vorgehensweise. Ausbeute: 92 %.
b) N-{2-r2-(4-Amidinophenv0-ethyll-1 -methyl-benzimidazol-5-yl)-N-f naphth-1 -ylme- thyl1-2-(4-fN-methyl-N-(3-hvdroxypropyl)-amino1-piperid-1-yl)-acetamid, trihydrochlorid Die Synthese der Titelverbindung erfolgt wie für Beispiel 1 Stufe g beschrieben ausgehend aus N-{2-[2-(4-Cyanophenyl)-ethyl]-1 -methyl-benzimidazol-5-yl}-N- (naphth-1-ylmethyl)-2-{4-[N-methyl-N-(3-hydroxypropyl)-amino]-piperid-1-yl}- acetamid. Ausbeute: 37 %.
1H-NMR (250 MHz, DMSO-d6): δ= 9.38; 9.16 (4H, 2s, NH2-C=N+H2), 8.19-6.66 (14H, m, aryl/naphthyl-H), 5.36 (2H, s, naphth.-CH2-N), 3.63 (3H, s, NCH3), 3.43 (2H, t, J= 6.5Hz, OCH2-), 3.32 (2H, s, CH2C=O), 3.13 (4H, s, aryl-CH2CH2), 2.93, 2.56 (3H, N- CH3), 2.17-1.39 (14H, m, pip. CH2, CH, OH).
Beispiel 3: N-(2-r2-(4-Amidinoρhenyl)-ethvn-1 -methyl-benzimidazol-5-ylVN-(4- tert-butylphenylmethyl)-2-r4-f2-pyridylamino)-piperid-1-vn-acetamid. dihydrochlorid
a) 2-r2-(4-Cvanophenvh-ethyl1-1-methyl-5-(4-tert-butylphenylmethvπ-amino-benzimi- dazol
Die reduktive Aminierung gelingt ausgehend von gemäß Beispiel 1 , Stufe c erhältlichem 5-Amino-2-[2-(4-cyanophenyl)-ethyl]-1-methyl-benzimidazol und 4-tert- Butyl-benzaldehyd analog zu der in Beispiel 1 , Stufe d beschriebenen Vorgehensweise. Ausbeute: 60 %
b) N-{2-r2-(4-Cvanophenvπ-ethvn-1-methyl-benzimidazol-5-yl)-N-(4-tert-butylphenyl- methvO-2-chlor-acetamid
Analog Beispiel 1 , Stufe e wurde 2-[2-(4-Cyanophenyl)-ethyl]-1-methyl-5-(4-tert-butyl- phenylmethyl)-amino-benzimidazol mit Chloracetylchlorid umgesetzt. Die Reinigung erfolgte chromatographisch an Kieselgel. Ausbeute: 100 %.
c) N-{2-r2-(4-Cvanophenvπ-ethyl1-1-methyl-benzimidazol-5-yl N-f4-tert-butylphenyl- methyl)-2-f4-(2-pyridylamino)-piperid-1-yll-acetamid
N-{2-[2-(4-Cyanophenyl)-ethyl]-1 -methyl-benzimidazol-5-yl}-N-(4-tert-butylphenyl- methyl)-2-chlor-acetamid wurde nach Beispiel 1 , Stufe f mit 4-(2-Pyridyl)-amino- piperidin umgesetzt. Die chromatographische Reinigung erfolgte an Kieselgel. Ausbeute: 56 %
d) N-f2-f2-(4-Amidinoρhenyl)-ethvn-1-methyl-benzimidazol-5-yl>-N-(4-tert-butyl- phenylmethylV2-r4-(2-pyridylaminoVpiperid-1-vfl-acetamid, dihydrochlorid
Analog Beispiel 1 , Stufe g wurde N-{2-[2-(4-Cyanophenyl)-ethyl]-1-methyl- benzimidazol-5-yl}-N-(4-tert-butylphenylmethyl)-2-[4-(2-pyridylamino)-piperid-1-yl]- acetamid zur Titelverbindung umgesetzt. Die Reinigung erfolgte chromatographisch an Kieselgel.
Ausbeute: 53 %.
1 H-NMR (250 MHz, CD3OD): δ= 7.89-6.45 (15H, m, aryl/pyridyl-H), 4.93 (2H, s, aryl- CH2-N), 3.74 (3H, s, N-CH3), 3.64, 3.26 (4H, m, aryl-CH2CH2), 2.45-1.62 (11 H, m, pip.-CH2, CH, CH2C=O), 1.25 [9H, s, C(CH3)3].
Beispiel 4: N-(2-r2-(4-Arnidinophenyl)-ethyl1-1 -methyl-benzimidazol-5-yll-N- (methyl)-2-[4-(2-Chlorphenylamino)-piρerid-1-yl]-acetamid-dihydrochlorid

a^ N-{2-r2-(4-Cvanophenvπ-ethvn-1-methyl-benzimidazol-5-ylHrifluoracetamid 27.6 g (100.0 mmol) 5-Amino-2-[2-(4-cyanophenyl)-ethyl]-1-methyl-benzimidazol werden in 270 mL Pyridin bei 5-20 tropfenweise mit Trifluoressigsäureanhydrid (15.0 mL) versetzt. Es wird 15 min bei Raumtemperatur gerührt und mit Wasser verdünnt. Der Feststoff wird abfiltriert und mit Wasser gewaschen. Die Kristalle werden unter Erwärmen in 300 mL Ethylacetat gelöst, getrocknet und nicht ganz zur Trockene eingeengt. Es wird abgekühlt, der ausgefallene Feststoff abfiltriert und mit Diethylether gewaschen. Ausbeute: 32.2 g (86 %); Schmp.: 225-228 °C.
b) 2-f2-(4-Cvanophenyl)-ethyll-1-methyl-5-methylamino-benzimidazol 11.2 g (30.0 mmol) N-{2-[2-(4-Cyanophenyl)-ethyl]-1-methyl-benzimidazol-5-yl}- trifluoracetamid, 10.5 g (76.0 mmol) Kaliumcarbonat und 2.0 mL Methyliodid werden in 80 mL Dimethylsulfoxid 3 Stunden bei 40-50 °C gerührt. Anschließend wird mit 100 mL Ethylacetat verdünnt, auf Wasser gegossen und extrahiert. Die organische Phase wird nochmals mit Wasser gewaschen, gertrocknet und eingeengt. Der Rückstand wird über Kieselgel chromatographiert. Das methylierte Trifluoracetamid wird in MeOH aufgenommen, mit 10 mL konz. wässriger Ammoniaklösung versetzt und 4 h bei 30-40 °C gerührt. Das Methanol wird abdestilliert, der Rückstand in 75 mL Ethylacetat aufgenommen, mit Wasser gewaschen, getrocknet und eingeengt. Das Produkt wird aus Diethylether kristallisiert. Ausbeute: 6.5 g (75 %); Schmp.: 155-158 °C.
c) N-f2-r2-(4-CvanophenylVethvn-1 -methyl-benzimidazol-5-yl' -N-methyl-2-chlor-acet- amid
Nach Beispiel 1 , Stufe e werden 2-[2-(4-Cyanophenyl)-ethyl]-1-methyl-5-methyl- amino-benzimidazol mit Choracetylchlorid umgesetzt. Die Reinigung erfolgte chromatographisch an Kieselgel. Ausbeute: 68 %.
d N-(2-f2-(4-Cvanophenvn-ethvn-1-methyl-benzimidazol-5-yl>-N-(methvn-2-f4-f2- chlorphenyl)amino-piperid-1-vn-acetamid Analog Beispiel 1 , Stufe f wurde N-{2-[2-(4-Cyanophenyl)-ethyl]-1-methyl-benzimi- dazol-5-yl}-N-methyl-2-chlor-acetamid mit 4-(2-Chlorphenyl)-amino-1 -piperidin umgesetzt. Die Reinigung erfolgte säulenchromatographisch an Kieselgel. Ausbeute: 86 %.
e) N 2-r2-(4-Amidinophenvn-ethyll-1-methyl-benzimidazol-5-ylVN-methyl-2-f4-f2- chlorphenvπamino-piperid-1 -yll-acetamid, dihydrochlorid
N-{2-[2-(4-Cyanophenyl)-ethyl]-1-methyl-benzimidazol-5-yl}-N-(methyl)-2-[4-(2-chlor- phenyl)amino-piperid-1-yl]-acetamid wurde analog Beispiel 1 , Stufe g zur Titelverbindung umgesetzt. Der Rückstand wurde über Kieselgel chromatographiert. Ausbeute: 1.1 g (73 %).
1H-NMR (250 MHz, DMSO-d6): δ= 9.40, 9.05 (4H,2s, NH2-C=N+H2), 7.90-6.52 (11 H, m, aryl-H), 4.76 (1 H, d, J= 8.0 Hz, NH-CH), 3.81 (3H, N-CH3), 3.31 (4H, s, aryl- CH2CH2-), 2.80 (2H, s, CH2C=O), 3.22 (3H, s, N-CH3), 3.35, 2.86-1.38 (9H, m, pip.- CH2, CH).
Beispiel 5: N-{2-[2-(4-Amidinophenyl)-ethyl]-1-methyl-benzimidazol-5-yl}-N- (naphth-1 -ylmethyl)-N'-benzyl-harnstoff, hydrochlorid
a) 1 -(2-r2-(4-Cvanophenyl)-ethvn-1 -methyl-benzimidazol-5-yl)-1 -maphth-1 -ylmethvh-
3-benzylharnstoff
1.37 g (3.3 mmol) aus BeispieM , Stufe d erhältliches 2-[2-(4-Cyanophenyl)-ethyl]-1- methyl-5-naphth-1-ylmethylamino-benzimidazol wurden in 20 mL Dichlormethan gelöst bei Raumtemperatur wurde 0.40 g (3.0 mmol) Benzylisocyanat zu der Lösung getropft. Anschließend wurde 6 h bei 50 °C gerührt und über Nacht stehengelassen.
Die Lösung wurde am Rotationsverdampfer im Vakuum eingedampft und säulenchromatographisch an Kieselgel gereinigt. Ausbeute: 1.28 g (71 %).
b) 1 -f2-r2-(4-AmidinophenvO-ethvπ-1 -methyl-benzimidazol-5-yl)-1 -(naphth-1 -yl- methyl)-3-benzylhamstoff, hvdrochlorid
1.25 g (2.27 mmol) 1-{2-[2-(4-Cyanophenyl)-ethyl]-1-methyl-benzimidazol-5-yl}-1-
(naphth-1 -ylmethyl)-3-benzylharnstoff wurde nach Beispiel 1 , Stufe g zum Amidin umgesetzt. Die Reinigung erfolgte säulenchromatographisch an Kieselgel.
Ausbeute: 1.23 g (67 %).
1 H-NMR (250 MHz, CD3OD): δ= 8.33-6.85 (19H, m, aryl-H), 5.40 (2H, s, naphth.-
CH2-N), 4.34 (2H, s, aryl-CH2-N), 3.63 (3H, s, NCH3), 3.19 (4H, s, aryl-CH2CH2-).
Die nachfolgenden Tabellen fassen in Analogie zu den vorstehend beschriebenen Beispielen weitere, erfindungsgemäß synthetisierte Verbindungen der allgemeinen Formel (I) zusammen.
Tabelle 1 :
Tabelle 2:
Tabelle 3:
Beispiel 84: N-f 2-.2-(4-Aminobenzvl .-ethvl]-1 -methyl-benzimidazol-5-vl)-N- methyl-2-[4-(2-chlor-4-fluorphenylamino)-piperid-1-yl]-acetamid. ditrifluoracetat
Stufe a) 2-f2-(4-Aminobenzvπ-ethvn-1 -methyl-5-methylamino-benzimidazol Nach Beispiel 4 Stufe b synthetisiertes 2-[2-(4-Cyanophenyl)-ethyl]-1-methyl-5- methylamino-benzimidazol (4,9 g, 17 mmol) wird in 100 mL Methanol und 25 mL Tetrahydrofuran in Gegenwart von 1 g Raney-Nickel und 4 mL gesättigter alkoholischer Ammoniaklösung bei Raumtemperatur und Normaldruck 10 Stunden hydriert. Anschließend wird die Lösung noch 2 Stunden bei 30-40 °C und 5 bar geschüttelt. Es wird von der Mutterlauge abdestilliert und der Rückstand an Kieselgel chromatographiert. Ausbeute: 3,4 g (69%).
Stufe b) 2-r2-(4-(tert-Butyloxycarbonylamino)benzyl)-ethvn-1 -methyl-5-methylamino- benzimidazol
2-[2-(4-Aminobenzyl)-ethyl]-1-methyl-5-methylamino-benzimidazol (3,4 g, 11 ,6 mmol) werden in 50 mL Dichlormethan gelöst und auf 5 °C abgekühlt. Innerhalb von 30 min wird eine Lösung von 2,5 g (11 ,5 mmol) Di-tert-butyldicarbonat in 10 mL Dichlormethan dazugetropft. Man rührt 2 Stunden bei ca. 5 °C und anschließend 2 Stunden bei Raumtemperatur. Die Reinigung der Verbindungen erfolgte säulenchromatographisch an Kieselgel. Ausbeute: 3,0 g (66%).
Stufe c) N-{2-r2-(4-(tert-Butyloxycarbonylamino)benzvD-ethvπ-1 -methyl-benzimidazol- 5-yl)-N-methyl-2-chloracetamid
Nach Beispiel 1 , Stufe e werden 2-[2-(4-(tert-Butyloxycarbonylamino)benzyl)-ethyl]-1- methyl-5-methylamino-benzimidazol (2,1 g, 5,3 mmol) mit Chloracetylchlorid umgesetzt. Die Reinigung erfolgte chromatographisch an Kieselgel. Ausbeute: 2,5 g (100%).
Stufe d) N-(2-f2-(4-(Aminobenzyl)-ethvn-1 -methyl-benzimidazol-5-ylVN-methyl-2-f4- (2-chlor-4-fluorphenylamino)-piperid-1 -yll acetamid, ditrifluoracetat 1 ,2 g (3,5 mmol) 4-(2-Chlor-4-Fluorphenylamino)-1 -piperidin wurden mit 1 ,3 g (2,7 mmol) N-{2-[2-(4-(tert-Butyloxycarbonylamino)benzyl)-ethyl]-1 -methyl- benzimidazol-5-yl}-N-methyl-2-chloracetamid und 2,8 g Kaliumcarbonat in 15 mL Dimethylformamid innerhalb von 3 Stunden bei 80-90 °C alkyliert. Anschließend wurde mit Trifluoressigsäure die Schutzgruppe abgespalten. Die Reinigung der Titelverbindung erfolgte säulenchromatographisch an Kieselgel. Ausbeute: 1 ,5 g (84%).
1H-NMR (250 MHz, CD3OD): δ= 7.95-6.61 (m, 10 H, aryl-H), 4.09 (s, 2H, Ph-CH2-N), 3.94-3.50 und 3.18-2.93 (m, 5H, Piperidin), 3.82 (s, 3H, lmidazol~CH3), 3.42 (t, 2H, J = 67 Hz, CH2-PI-1), 3.38 (s, 3H, N-CH3), 3.23 (t, 2H, J = 8.2 Hz, CH2-Ph), 2.41-2.07 ( , 2H, CH2-Piperidin), 1.97-1.68 (m, 2H, CH2-Piperidin).
Die nachfolgende Tabelle 4 fasst in Analogie zu dem vorstehend beschriebenen Beispiel 84 weitere, eriϊndungsgemäß synthetisierte Verbindungen der allgemeinen Formel (I) zusammen.
Tabelle 4:
Die nachfolgende Tabelle 5 fasst in Analogie zu dem vorstehend beschriebenen Beispielen weitere, erfindungsgemäß synthetisierte Verbindungen der allgemeinen Formel (I) zusammen.
Tabelle 5:
Die erfindungsgemäßen Verbindungen zeichnen sich durch ihre Tryptase- inhibierende Wirksamkeit aus. Besagte Fähigkeit, die Tryptase zu inhibieren, wurde gemäß der nachfolgenden Testbeschreibung untersucht. Die Bestimmung wird in Tris HCI Puffer (100 mM), der zusätzlich Calcium (5 mM) und Heparin (100 mg/ml) enthält, bei pH 7.4 durchgeführt. Als Standard wird rh beta Tryptase eingesetzt, die beispielsweise von Promega käuflich zu erwerben ist. Als Substrat dient N-p-Tosyl-Gly-Pro-Lys-para-nitroanilin in einer Konzentration von 0.6 mM. Das Substrat wird durch Tryptase verdaut wobei p-Nitroanilin entsteht, das bei 405 nm gemessen werden kann. Üblicherweise wird eine Inkubationszeit von 5 Minuten und eine Inkubationstemperatur von 37°C gewählt. Als Enzymaktivität
werden 0.91 U/ml eingesetzt. Die Bestimmung erfolgt in einem Autoanalyser (Cobas Bio) der Firma Hofmann LaRoche. Die potentiellen Hemmsubstanzen werden in Konzentrationen von 10 μM im Screening eingesetzt, wobei die Hemmung der Tryptase in Prozent angegeben wird. Bei über 70 % Hemmung wird die IC50 bestimmt (Konzentration bei der 50% der Enzymaktivität gehemmt ist). Nach 5- minütiger Vorinkubation der potentiellen Hemmsubstanzen, wird das Substrat zum Starten der Reaktion zugegeben, wobei die Bildung von p-Nitroanilin nach 5 Minuten, nach Testung der Linearität, als Maß für die Enzymaktivität genommen wird.
Die nachfolgende Tabelle 6 enthält die gefundenen Ergebnisse des in vitro-Tests; es bedeuten:
+++ IC50: 0,0005 - 0,0030 μM,
++: IC50: 0,0040 - 0,0300 μM
+: IC50: 0.0310 - 1 ,0000 μM
Tabelle 6:
Die erfindungsgemäßen Tryptase-inhibitoren können oral, transdermal, inhalativ oder parenteral verabreicht werden. Die erfindungsgemäßen Verbindungen liegen hierbei als aktive Bestandteile in üblichen Darreichungsformen vor, beispielsweise in Zusammensetzungen, die im wesentlichen aus einem inerten pharmazeutischen Träger und einer effektiven Dosis des Wirkstoffs bestehen, wie beispielsweise Tabletten, Dragees, Kapseln, Oblaten, Pulver, Lösungen, Suspensionen, Emulsionen, Sirupe, Suppositorien, transdermale Systeme etc.. Eine wirksame Dosis der erfindungsgemäßen Verbindungen liegt bei einer oralen Anwendung zwischen 1 und 100, vorzugsweise zwischen 1 und 50, besonders bevorzugt zwischen 5-30 mg/Dosis, bei intravenöser oder intramuskulärer Anwendung zwischen 0,001 und 50, vorzugsweise zwischen 0,1 und 10 mg/Dosis. Für die Inhalation sind erfindungsgemäß Lösungen geeignet, die 0,01 bis 1 ,0, vorzugsweise 0,1 bis 0,5 % Wirkstoff enthalten. Für die inhalative Applikation ist die Verwendung von Pulvern bevorzugt. Gleichfalls ist es möglich, die erfindungsgemäßen Verbindungen als
Infusionslösung, vorzugsweise in einer physiologischen Kochsalzlösung oder Nährsalzlösung einzusetzen.
Die erfindungsgemäßen Verbindungen können allein oder in Kombination mit anderen erfindungsgemäßen Wirkstoffen, gegebenenfalls auch in Kombination mit weiteren pharmakologisch aktiven Wirkstoffen, zur Anwendung gelangen. Geeignete Anwendungsformen sind beispielsweise Tabletten, Kapseln, Zäpfchen, Lösungen, Säfte, Emulsionen oder dispersible Pulver. Entsprechende Tabletten können beispielsweise durch Mischen des oder der Wirkstoffe mit bekannten Hilfsstoffen, beispielsweise inerten Verdünnungsmitteln, wie Calciumcarbonat, Caiciumphosphat oder Milchzucker, Sprengmitteln, wie Maisstärke oder Alginsäure, Bindemitteln, wie Stärke oder Gelatine, Schmiermitteln, wie Magnesiumstearat oder Talk, und/oder Mitteln zur Erzielung des Depoteffektes, wie Carboxymethylcellulose, Celluloseacetatphthalat, oder Polyvinylacetat erhalten werden. Die Tabletten können auch aus mehreren Schichten bestehen.
Entsprechend können Dragees durch Überziehen von analog den Tabletten hergestellten Kernen mit üblicherweise in Drageeüberzügen verwendeten Mitteln, beispielsweise Kollidon oder Schellack, Gummi arabicum, Talk, Titandioxid oder Zucker, hergestellt werden. Zur Erzielung eines Depoteffektes oder zur Vermeidung von Inkompatibilitäten kann der Kern auch aus mehreren Schichten bestehen. Desgleichen kann auch die Drageehülle zur Erzielung eines Depoteffektes aus mehreren Schichten bestehen wobei die oben bei den Tabletten erwähnten Hilfsstoffe verwendet werden können.
Säfte der erfindungsgemäßen Wirkstoffe beziehungsweise Wirkstoffkombinationen können zusätzlich noch ein Süßungsmittel, wie Saccharin, Cyclamat, Glycerin oder Zucker sowie ein geschmacksverbesserndes Mittel, z.B. Aromastoffe, wie Vanillin oder Orangenextrakt, enthalten. Sie können außerdem Suspendierhilfsstoffe oder Dickungsmittel, wie Natriumcarboxymethylcellulose, Netzmittel, beispielsweise
Kondensationsprodukte von Fettalkoholen mit Ethylenoxid, oder Schutzstoffe, wie p- Hydroxybenzoate, enthalten.
Injektionslösungen werden in üblicher weise, z.B. unter Zusatz von Konservierungsmitteln, wie p-Hydroxybenzoaten, oder Stabilisatoren, wie Alkalisalzen der Ethylendiamintetraessigsäure hergestellt und in Injektionsflaschen oder Ampullen abgefüllt.
Die eine oder mehrere Wirkstoffe beziehungsweise Wirkstoffkombinationen enthaltenden Kapseln können beispielsweise hergestellt werden, indem man die Wirkstoffe mit inerten Trägern, wie Milchzucker oder Sorbit, mischt und in Gelatinekapseln einkapselt.
Geeignete Zäpfchen lassen sich beispielsweise durch Vermischen mit dafür vorgesehenen Trägermitteln, wie Neutralfetten oder Polyäthylenglykol beziehungsweise dessen Derivaten, herstellen.
Eine therapeutisch wirksame Tagesdosis beträgt zwischen 1 und 800 mg, bevorzugt 10 - 300 mg pro Erwachsener.
Die nachfolgenden Beispiele illustrieren die vorliegende Erfindung ohne sie jedoch in ihrem Umfang zu beschränken:
Pharmazeutische Formulierungsbeispiele
A) Tabletten pro Tablette
Wirkstoff 100 mg Milchzucker 140 mg
Maisstärke 240 mg
Polyvinylpyrrolidon 15 mg Magnesiumstearat 5 mq
500 mg
Der feingemahlene Wirkstoff, Milchzucker und ein Teil der Maisstärke werden miteinander vermischt. Die Mischung wird gesiebt, worauf man sie mit einer Lösung von Polyvinylpyrrolidon in Wasser befeuchtet, knetet, feuchtgranuliert und trocknet.
Das Granulat, der Rest der Maisstärke und das Magnesiumstearat werden gesiebt und miteinander vermischt. Das Gemisch wird zu Tabletten geeigneter Form und Größe verpreßt.
B) Tabletten pro Tablette
Wirkstoff 80 mg
Maisstärke 190 mg
Milchzucker 55 mg
Mikrokristalline Cellulose 35 mg Polyvinylpyrrolidon 15 mg
Natrium-carboxymethylstärke 23 mg
Magnesiumstearat 2 mq
400 mg
Der feingemahlene Wirkstoff, ein Teil der Maisstärke, Milchzucker, mikrokristalline Cellulose und Polyvinylpyrrolidon werden miteinander vermischt, die Mischung gesiebt und mit dem Rest der Maisstärke und Wasser zu einem Granulat verarbeitet, welches getrocknet und gesiebt wird. Dazu gibt man die Natrium- carboxymethylstärke und das Magnesiumstearat, vermischt und verpreßt das Gemisch zu Tabletten geeigneter Größe.
C) Dragees pro Dragee
Wirkstoff 5 mg
Maisstärke 41 ,5 mg Milchzucker 30 mg
Polyvinylpyrrolidon 3 mg
Magnesiumstearat 0.5 mα
80 mg
Der Wirkstoff, Maisstärke, Milchzucker und Polyvinylpyrrolidon werden gut gemischt und mit Wasser befeuchtet. Die feuchte Masse drückt man durch ein Sieb mit 1 mm-Maschenweite, trocknet bei ca. 45°C und schlägt das Granulat anschließend durch dasselbe Sieb. Nach dem Zumischen von Magnesiumstearat
Der Wirkstoff, Maisstärke, Milchzucker und Polyvinylpyrrolidon werden gut gemischt und mit Wasser befeuchtet. Die feuchte Masse drückt man durch ein Sieb mit 1 mm-Maschenweite, trocknet bei ca. 45°C und schlägt das Granulat anschließend durch dasselbe Sieb. Nach dem Zumischen von Magnesiumstearat werden auf einer Tablettiermaschine gewölbte Drageekerne mit einem
Durchmesser von 6 mm gepreßt. Die so hergestellten Drageekerne werden auf bekannte Weise mit einer Schicht überzogen, die im wesentlichten aus Zucker und Talkum besteht. Die fertigen Dragees werden mit Wachs poliert.
D) Kapseln pro Kapsel
Wirkstoff 50 mg
Maisstärke 268,5 mg
Magnesiumstearat 1 ,5 mg
320 mg
Substanz und Maisstärke werden gemischt und mit Wasser befeuchtet. Die feuchte Masse wird gesiebt und getrocknet. Das trockene Granulat wird gesiebt und mit Magensiumstearat gemischt. Die Endmischung wird in Hartgelatinekapseln Größe 1 abgefüllt.
E) Ampullenlösunq
Wirkstoff 50 mg
Natriumchlorid 50 mg
Aqua pro inj. 5 ml
Der Wirkstoff wird bei Eigen-pH oder gegebenenfalls bei pH 5,5 bis 6,5 in Wasser gelöst und mit Natriumchlorid als Isotonans versetzt, die erhaltene Lösung wird pyrogenfrei filtriert und das Filtrat unter aseptischen Bedingungen in Ampullen abgefüllt, die anschließend sterilisiert und zugeschmolzen werden. Die Ampullen enthalten 5 mg, 25 mg und 50 mg Wirkstoff.
F) Suppositorien
Wirkstoff 50 mg
Adeps solidus 1650 mα
1700 mg
Das Hartfett wird geschmolzen. Bei 40°C wird die gemahlene Wirksubstanz homogen dispergiert. Es wird auf 38°C abgekühlt und in schwach vorgekühlte Suppositorienformen ausgegossen.