[go: up one dir, main page]

DE956954C - Verfahren zur Herstellung von in 4-Stellung ungesaettigten Pregnan-16-01-3, 20-dionen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von in 4-Stellung ungesaettigten Pregnan-16-01-3, 20-dionen

Info

Publication number
DE956954C
DE956954C DEC9455A DEC0009455A DE956954C DE 956954 C DE956954 C DE 956954C DE C9455 A DEC9455 A DE C9455A DE C0009455 A DEC0009455 A DE C0009455A DE 956954 C DE956954 C DE 956954C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
parts
free
solution
group
volume
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEC9455A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Charles Meystre
Dr Walter Voser
Dr Albert Wettstein
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Novartis AG
Original Assignee
Ciba Geigy AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Ciba Geigy AG filed Critical Ciba Geigy AG
Application granted granted Critical
Publication of DE956954C publication Critical patent/DE956954C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07JSTEROIDS
    • C07J3/00Normal steroids containing carbon, hydrogen, halogen or oxygen, substituted in position 17 beta by one carbon atom
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07JSTEROIDS
    • C07J5/00Normal steroids containing carbon, hydrogen, halogen or oxygen, substituted in position 17 beta by a chain of two carbon atoms, e.g. pregnane and substituted in position 21 by only one singly bound oxygen atom, i.e. only one oxygen bound to position 21 by a single bond

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von in 4-Stellung ungesättigten Pregnan-16-ol-3, 20-dionen Gegenstand der Erfindung ist die Herstellung von 2o-Ketopregnanen, die in 2i-Stellung eine Oxy- oder Acetoxy-, in i6-Stellung eine freie oder eine veresterte bzw. verätherte Oxygruppe, in 3-Stellung eine freie Ketogruppe und eine Doppelbindung in 4, (5)-Stellung enthalten. Diese 2o-Ketopregnane sind besonders wertvoll, weil sie die Wirkung von bis jetzt nicht bekannten Nebennierenrindenhormonen aufweisen. Sie können daher als Heilmittel Verwendung finden.
  • Es ist an sich bekannt, Verbindungen der Nebennierenrindenhormonreihe durch Einführung einer Acyloxygruppe in die 2i-Stellung von 2o-Ketopregnanen, die in i6-Stellung unsubstituiert sind, mit Metallacylaten oder Aryljodosoacylaten herzustellen. Das erfindungsgemäße Verfahren ist nun dadurch .gekennzeichnet, daB man Bleitetraacetat auf in 2i-Stellung unsubstituierte 2o-Ketopregnane, welche in 3-Stellung eine freie oder funktionell abgewandelte Hydroxyl-oder Ketogruppe und in i6-Stellung eine freie, veresterte oder verätherte Hydroxylgruppe besitzen, einwirken läßt, in auf diese Weise erhaltene Verbindungen mit einer freien Oxygruppe oder einer funktionell abgewandelten Oxy- oder Ketogruppe in 3-Stellung diese Gruppe nach bekannten Methoden in eine freie Ketogruppe überführt, in die in 4 (5)-Stellung gesättigten Verbindungen in an sich bekannter Weise eine 4 (5)-ständige Doppelbindung einführt und, wenn erwünscht, funktionell abgewandelte Oxygruppen in 16- und 2i-Stellung teilweise oder vollständig in Freiheit setzt.
  • Die 4-Pregnen-3, 2o-dion-i6, 2i-diole bzw. ihre funktionellen Derivate besitzen interessante pharmakologische Eigenschaften. Insbesondere weisen das i6a-Oxy-desoxycorticosteron und das i6ß-Acetoxy-i7aoxy-desoxycorticosteronacetat eine ausgesprochene Nebennierenrindenhormonwirkung auf, welche in der Art der Wirkung von ähnlichen in i6-Stellung unsubstituierten Verbindungen abweicht und sie teilweise übertrifft. So weist z. B. 16a-Oxy-desoxycorticosteron nach einer Bestimmungsmethode für die Wasser-Natrium- und Kalium-Retention, welche eine Modifikation des von K a z aw a angegebenen Testes für die Natriumretention darstellt, in bezug auf Wasser- und Natriumretention ein selir ähnliches Verhalten wie Desoxycorticosteron auf; gegenüber der Kaliumausscheidung weist es jedoch ein völlig verschiedenes Verhalten auf, indem bei steigenden Dosen die gesteigerte Kaliumausscheidung wiederum herabgesetzt wird. Eine ähnliche Wirkung in sogar noch höherem Maße weist das i6ß, 17a-Dioxy-desoxycorticosteron-i6, 2i-diacetat auf. Ferner ist z. B. das i6ß, i7a-Dioxydesoxycorticosteron-i6, 2i-diacetat dem i7a-Oxydesoxycorticosteron (Reichstein's Substanz S) auch in bezug auf Wirkungsintensität überlegen, indem z. B. eine sichtliche Wirkung bei ersterer schon bei einer Dosierung von 5 bis io y eintritt, wogegen bei letzterer ein solcher Effekt erst bei Verabreichung von ioo bis 400 y festzustellen ist.
  • In den Ausgangsstoffen können weitere Substituenten vorhanden sein, namentlich freie oder funktionell abgewandelte Hydroxyl- oder Ketogruppen, z. B. eine freie oder funktionell abgewandelte Hydroxylgruppe in i7-Stellung und bzw. oder eine freie oder funktionell abgewandelte Hydroxylgruppe oder Ketogruppe in ii-Stellung. Ferner können Doppelbindungen vorhanden sein, so z. B. ausgehend vom Kohlenstoffatom 5.
  • Als veresterte oder verätherte Hydroxylgruppen in i6-Stellung kommen insbesondere in Betracht Estergruppen mit den Resten der Essigsäure, Trimethylessigsäure, Propionsäure, 4-Methyl-5-acyloxyvaleriansäuren, Benzoesäure, Kohlensäuremonobenzylester, Kohlensäuremonodiphenyhnethylester, Methansulfonsäure oder p-Toluolsulfonsäure und Äthergruppen, z. B. Alkoxy-, wie Methoxy- oder Propyloxygruppen, Aryloxy-, wie Phenyloxy- oder Tolyloxygruppen, Aralkoxy-, wie Benzyloxy-, p-Methylbenzyloxy-, Diphenylmethoxy- oder Triphenylmethoxygruppen, oder solche mit heterocyclischen Resten, wie dem Dihydropyranylrest.
  • Zur Umsetzung mit Bleitetraacetat werden die genannten Verbindungen in Lösungsmitteln gelöst oder suspendiert. Als Lösungsmittel verwendet man insbesondere Essigsäure, oft mit einem Zusatz von Acetanhydrid. und gegebenenfalls eines weiteren inerten Lösungs- bzw. Verdünnungsmittels, wie Hexan, Heptan, Benzol oder Toluol. Im allgemeinen verwendet man Temperaturen um 70°. Zur Vermeidung der. oft teilweise auch in i7-Stellung eintretenden Reaktion kann man aber bei wesentlich tieferen Temperaturen, gegebenenfalls in Gegenwart kleiner Mengen Katalysatoren, wie Säuren oder Bortrifluorid, arbeiten.
  • Die Umwandlung der Umsetzungsprodukte der genannten Ausgangsstoffe mit Bleitetraacetat in die physiologisch wirksamen Verbindungen wird nach bekannten Methoden ausgeführt. Insbesondere kann eine Acyloxygruppe in 3-Stellung durch gelinde Einwirkung alkalischer, saurer oder umesternder Mittel, beispielsweise durch Hydrogencarbonatlösung oder verdünnte Mineralsäuren, hydrolysiert werden.
  • In den nach dem erfindungsgemäßen. Verfahren erhaltenen Verfahrensprodukten, die eine freie 3-ständige Hydroxylgruppe tragen, läßt sich diese in an sich bekannter Weise durch dehydrierende Mittel, wie Chromsäure in Eisessig, Chromsalze in einem sauren Mittel, Chromtrioxyd-Pyridin-Komplex, Permanganate, Metallalkoholate oder -phenolate in Ketonen, N-Bromacetamid beispielsweise in Dioxan-Wasser oder Pyridin-tert-Butanol, Hypohalogenite, Erhitzen mit Metallen oder Metalloxyden, wie Kupferoxyd, in eine Ketogruppe umwandeln. Eine Doppelbindung in 5, 6-Stellung läßt sich vorübergehend durch Anlagerung von Halogen oder Halogenwasserstoff oder durch Überführung der entsprechenden Steroide in 3, 5-Cyclosteroide (vgl. Helv. Chim. Acte, Bd. 34, 1951, S. 1682) schützen.. Sie wird dann verfahrensgemäß in bekannter Weise direkt oder indirekt in eine 4 (5)-ständige Doppelbindung verwandelt.
  • i6-Acyloxygruppen in in i7-Stellung unsubstituierten Verbindungen können ebenso wie die freien Substituenten in dieser Stellung bei der Hydrolyse leicht unter Bildung einer Doppelbindung abgespalten werden. Aralkoxy-, z. B. Benzyloxygruppen, und entsprechende Kohlensäureester lassen sich meist schon durch vorsichtige Hydrierung, z. B. in Gegenwart eines Palladium-Calciumcarbonat-Katalysators, spalten. Sie werden deshalb mit Vorteil z. B. in i6-Stellung verwendet, um die hier besonders leicht eintretende Abspaltung des Substituenten unter Ausbildung einer Doppelbindung zu vermeiden.
  • Die Verfahrensprodukte werden in üblicher Weise abgetrennt und gereinigt, beispielsweise durch Umkristallisieren, Chromatographie, z. B. nach dem Durchlaufverfahren, durch Verteilung zwischen nicht mischbaren Lösungsmitteln, beispielsweise nach dem Gegenstromverfahren, oder durch Sublimation.
  • Die folgenden Beispiele erläutern das erfindungsgemäße Verfahren. Die Temperaturen sind in Celsiusgraden angegeben.
  • Für die Herstellung der Ausgangsstoffe wird im Rahmen vorliegender Erfindung Schutz nicht begehrt. Beispiel i Zu einer Lösung aus i Gewichtsteil 4-Pregneni6ß, 17a-diol-3, 2o-dion-i6-acetat in 5o Volumteilen Eisessig gibt man o,9 Gewichtsteile Bleitetraacetat, erwärmt bis zum Verbrauch des Bleitetraacetates gelinde und gießt in Eiswasser. Die Suspension wird in Essigester aufgenommen, die Lösung mit verdünnter eiskalter Natriumbicarbonatlösung und Wasser gewaschen, getrocknet und im Vakuum eingedampft. Durch Chromatographie an Aluminiumoxyd erhält man das 4-Pregnen-i6ß, i7a, 2i-triol-3, 2o-dion-i6, 21-äiacetat vom F. = 167 bis i68°; [a] = +g9° (in Chloroform).
  • Zur Verseifung der Acetatgruppen löst man o,26 Gewichtsteile dieser Verbindung in o,6 Volumteilen Methanol und gibt eine Methylatlösung aus 0,03 Gewichtsteilen Natrium und 2,2 Volumteilen Methanol zu. Nach 3 Minuten fügt man i Volumteil einer Mischung gleicher Volumteile Wasser und Methanol zu und säuert nach weiteren 3 Minuten mit o,i Volumteil Eisessig an. Das Reaktionsgemisch wird dann im Vakuum eingeengt, mit 2o Volumteilen Wasser versetzt und mit Chloroform extrahiert. Aus dem mit Wasser, Natriumcarbonatlösung und Wasser gewaschenen und getrockneten Chloroformextrakt erhält man nach Eindampfen des Lösungsmittels auf Zusatz von Aceton o, i8 Gewichtsteile eines Kristallisates. Durch Umkristallisieren aus Aceton und Isopropyläther gewinnt man eine Trioxyverbindung vom F. = 225 bis 227°; [a] D = +ioi° (in Chloroform-Äthanol).
  • Der vorstehend verwendete Ausgangsstoff läßt sich vorteilhaft wie folgt gewinnen 3 Gewichtsteile 16, 17a-Oxido-4-pregnen-3, 2o-dion werden in 6o Volumteilen Eisessig gelöst und mit 6 Volumteilen einer Mischung aus io Volumteilen Eisessig und 2,5 Volumteilen konzentrierter Schwefelsäure versetzt. Nach 8 Stunden wird die stark rote, fluoreszierende Lösung in 350 Volumteile Eiswasser gegossen und mit Benzol extrahiert; die Benzolextrakte werden mit Wasser, Natriumbicarbonatlösung und Wasser gewaschen, getrocknet und eingedampft. Aus dem öligen gelben Rückstand gewinnt man durch Kristallisation aus einem Gemisch von Benzol und Hexan 1,83 Gewichtsteile rohes 4-Pregneni6ß, i7a-diol-3, 2o-dion-i6-acetat. Nach dem Umkristallisieren aus Benzol- Hexan und aus Aceton erhält man die reine Verbindung vom F. = 183 bis i84°; [a] D = -@- 1O1° (in Chloroform), welche im Ultraviolettspektrum bei 242 mA ein starkes Absorptionsmaximum (s = 16 6oo) aufweist.
  • Zur Verseifung der Acetoxygruppe werden 0,5 Gewichtsteile dieser Verbindung in i5 Volumteilen Methanol gelöst, mit einer Lösung von 0,15 Gewichtsteilen Kaliumcarbonat in 5 Volumteilen Wasser versetzt und 25 Stunden bei Raumtemperatur stehengelassen. Nach dem Ansäuern mit o,2 Volumteilen Eisessig wird das Reaktionsgemisch auf 5 bis 7 Volumteile eingeengt, mit 7o Volumteilen Wasser versetzt und der Niederschlag abgenutscht. Das erhaltene Rohprodukt wird in feuchtem -Zustand in Chloroform aufgenommen, mit in-Natriumcarbonatlösung und Wasser gewaschen, getrocknet und eingedampft. Aus den erhaltenen 0,41: Gewichtsteilen festem Rohprodukt gewinnt man durch Kristallisation aus einem Gemisch von Hexan und Aceton eine reine Dioxyverbindung vom F. = 217 bis 2i9°; [a] D = + 92° (in Chloroform). Die Verbindung weist im Ultraviolettspektrum bei 239 mg ein starkes Absorptionsmaximum (s = 1615o) auf.
  • Beispiel 2 Zu einer Lösung aus io Gewichtsteilen 5-Pregnen-3ß, 16a-diol-2o-on-3-formiat-i6-acetat in Soo Volumteilen eines Eisessig-Acetanhydrid-Gemisches (4:1) gibt man' i3 Gewichtsteile Bleitetraacetat, erwärmt bis zum Verbrauch des Bleitetraacetats gelinde und gießt dann in Eiswasser. Die Suspension wird mit Äther-Chloroform (4:1) ausgeschüttelt, die Äther -Chloroformlösung anschließend mit verdünnter eis kalter Kaliumcarbonatlösung und Wasser gewaschen, getrocknet und im Vakuum eingedampft. Der Rückstand wird aus Äther -Pentan umkristallisiert, wobei das 5-Pregnen-3ß, 16a, 2i-triol-2o-on-3-formiat-i6a, 2i-diacetat vom F. = 18o bis i82° und der spezifischen Drehung [a] ö = - 24° (in Chloroform) erhalten wird. Diese Verbindung reduziert alkalische Silberdiamminlösung rasch und stark.
  • Eine Lösung aus i Gewichtsteil 5-Pregnen-3ß, 16a, 2i-triol-2o-on-3-formiat-i6a, 2i-diacetat in 50 Volumteilen Dioxan versetzt man bei 15 ° mit einer Lösung aus 0,5 Gewichtsteilen Kaliumbicarbonat in 5 Volumteilen Wasser ünd läßt io Minuten stehen. Die Lösung wird dann mit verdünnter Essigsäure neutralisiert ünd im Vakuum stark eingeengt. Den Rückstand löst man in Essigester, wäscht die Essigesterlösung mit verdünnter Kaliumbicarbonatlösung und Wasser, trocknet und dampft sie ein. Durch Umkristallisieren des Rückstandes aus Äther oder Äther-Pentan erhält man das reine 5-Pregnen-3ß, 16a, 2i-triol-2o-on-i6, 2i-diacetat vom F. = 157 bis 159,5'.
  • Zum Schutz der 5 (6) -ständigen Doppelbindung löst man i Gewichtsteil 5-Pregnen-3ß, i6a, 2i-triol-2o-on-16, zi-diacetat in 2o Volumteilen Tetrachlorkohlenstoff und versetzt die Lösung langsam mit einer Lösung aus 0,4 Gewichtsteilen Brom in 5 Volumteilen Tetrachlorkohlenstoff. Hierauf wird der Bromüberschuß im Vakuum entfernt. Nun gibt man zur Lösung des Dibromids bei 2o° eine Lösung von o,i8 Gewichtsteilen Chromtrioxyd in 95 Volumteilen Eisessig und 5 Volumteilen Wasser und läßt io Stunden bei 2o' stehen. Den Chromsäureüberschuß zersetzt man mit etwas Natriumbisulfitlösung und engt im Vakuum stark ein. Die erhaltene Suspension extrahiert man mit Essigester, wäscht die Essigesterlösung @ unter Eiskühlung mit verdünnter Salzsäure, verdünnter Kaliumbicarbonatlösung und Wasser, trocknet sie und dampft sie ein. Den Rückstand löst man hierauf in 4o Volumteilen Aceton, versetzt ihn mit einer Lösung von Chrom-(2)-chlorid (hergestellt aus g Gewichtsteilen Chrom-(3)-chlorid) und läßt 2o Minuten bei 2o° stehen. Die Reaktionslösung versetzt man mit Wasser, dampft das Aceton im Vakuum ab, nimmt den Rückstand in Äther auf, wäscht die ätherische Lösung mit Wasser, trocknet sie und dampft sie ein. Das so gewonnene Rohprodukt wird an 3o Gewichtsteilen alkalifreiem Aluminiumoxyd chromatographiert. Die mit Benzol und Äther eluierten Fraktionen werden vereinigt und im Vakuum eingedampft. Den Rückstand kristallisiert man aus Aceton-Petroläther-Gemischen und erhält das 4-Pregnen-16a, 2i-diol-3, 2o-dion-16, 2i-diacetat vom F. = 150,5 bis i53°; [a] ö = -j- =13° (in Äthanol). Diese Verbindung reduziert Silberdiamminlösung rasch und stark und zeigt bei 240 mu (smax. = 16 4oo in Alkohol) eine starke Ultraviolet tabsorption.
  • Die beiden Acetoxygruppen lassen sich wie folgt hydrolysieren : Eine angereicherte aktive Cholinesterase -Fraktion wird mit ioo Volumteilen einer sterilen verdünnten wäßrigen Natriumacetatlösung versetzt. Unter gutem Rühren wird dann zwischen 3o bis 37° eine Lösung von i Gewichtsteil 4-Pregneni6a, 2i-diol-3, 2o-dion-i6, 2i-diacetat in wenig Aceton und etwas Toluol zugegeben. Die entstandene Suspension rührt man 2 bis 3 Tage bei der gleichen Temperatur, extrahiert sie dann mit Essigester, wäscht den Extrakt mit verdünnter Salzsäure, verdünnter Kaliumbicarbonatlösung und Wasser, trocknet sie und dampft sie im Vakuum ein. Den Rückstand chromatographiert man an 30 Gewichtsteilen Silicagel und erhält aus den eingedampften Äther-Essigester- und Essigester-Eluaten nach Umlösen aus Aceton und Methanol das in Nadeln kristallisierende 4-Pregneni6a, 2i-diol-3, 2o-dion vom F. = 2o3 bis 2o5°; Cal ü = -f- 1i4,5° (in Äthanol); Amax. 241 mu, s = 16 300 (in Äthanol).
  • Zur Monoacetyherung löst man i Gewichtsteil 4-Pregnen-16a, 2i-diol-3, 2o-dion in Aceton, versetzt mit Benzol und dampft im Vakuum ein. Die so getrocknete Verbindung löst man in 15 Volumteilen trockenem Pyridin, gibt 3,9 Volumteile einer io °/oigen Essigsäureanhydridlösung in trockenem Benzol zu und läßt 2o Stunden bei 2o° stehen. Die Reaktionslösung wird dann mit etwas Wasser versetzt und im Vakuum bei 35° eingedampft. Den Rückstand nimmt man in Äther-Chloroform (4: i) auf, wäscht die Lösung in der Kälte mit verdünnter Salzsäure, verdünnter Natriumbicarbonatlösung und Wasser, trocknet sie und dampft sie ein. Zur Reinigung wird der Rückstand in Benzol gelöst und an 3o Gewichtsteilen alkalifreiem Aluminiumoxyd chromatographiert. Aus den eingedampften Äther-Essigester-Eluaten läßt sich etwas unverändertes 4-Pregnen-16a, 2i-diol-3, 2o-dion gewinnen. Aus den weiteren Essigestereluaten trennt man das 4-Pregnen-i6a, 2i-diol-3, 2o-dion-2i-acetat ab. Aus Methanol -Äther kristallisiert es in Prismen vom F. = 207 bis 2o9°.
  • Das als Ausgangsmaterial verwendete 5-Pregnen-3ß, 16a-diol-2o-on-3-formiat-i6-acetat läßt sich z. B. aus dem 5-Pregnen-3ß, i6a-diol-2o-on-3-formiati6-phenylacetat durch Hydrierung in Gegenwart eines Palladium-Kohle-Katalysators in Äthanollösung und anschließende Acetylierung des Hydrierungsproduktes mit Acetanhydrid und Pyridin bei 2o° gewinnen.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von in 4-Stellung ungesättigten Pregnan-i6-ol-3, 2o-dionen, welche in 2i-Stellung eine freie oder acetylierte Oxygruppe tragen und in denen die i6-ständige Oxygruppe auch verestert oder veräthert sein kann, dadurch gekennzeichnet, daß man in 2i-Stellung unsubstituierte in 3-Stellung durch eine sauerstoffhaltige Gruppe substituierte 2o-Ketopregnane, welche in i6-Stellung eine freie, veresterte oder verätherte Oxygruppe besitzen, in bekannter Weise mit Bleitetraacetat umsetzt, in den erhaltenen Verbindungen, sofern sie eine freie Oxygruppe oder eine funktionell abgewandelte Oxy- oder Ketogruppe in 3-Stellung enthalten, diese Gruppe nach bekannten Methoden in eine freie Ketogruppe überführt, in die erhaltenen Verbindungen, sofern sie in 4 (5)-Stellung gesättigt sind,in bekannter Weise eine 4 (5)-ständige Doppelbindung einführt und, wenn erwünscht, funktionell abgewandelte Oxygruppen in 16- und 2i-Stellung in bekannter Weise teilweise oder vollständig in Freiheit setzt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß man 2o-Ketopregnane, welche in 16a- oder i6ß-Stellung eine freie, veresterte oder verätherte Oxygruppe besitzen, als Ausgangsstoffe verwendet.
DEC9455A 1953-06-12 1954-06-05 Verfahren zur Herstellung von in 4-Stellung ungesaettigten Pregnan-16-01-3, 20-dionen Expired DE956954C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CH956954X 1953-06-12

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE956954C true DE956954C (de) 1957-01-24

Family

ID=4550344

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEC9455A Expired DE956954C (de) 1953-06-12 1954-06-05 Verfahren zur Herstellung von in 4-Stellung ungesaettigten Pregnan-16-01-3, 20-dionen

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE956954C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP0110041B1 (de) Neue 6alpha-Methylkortikoide, ihre Herstellung und Verwendung
DE956954C (de) Verfahren zur Herstellung von in 4-Stellung ungesaettigten Pregnan-16-01-3, 20-dionen
EP0042606B1 (de) Verfahren zur Herstellung von 17 Alpha-Hydroxy- und 17a Alpha-Hydroxy-D-homo-etiocarbonsäuren
Jones et al. Selective Oxidation of Some Steroid Diols
DEC0009455MA (de)
DE843411C (de) Verfahren zur Gewinnung in 21-Stellung substituierter Pregnanderivate
DE2119708C3 (de) 4,14-Östradiene, Verfahren zu ihrer Herstellung und diese enthaltende Arzneipräparate
DE955145C (de) Verfahren zur Herstellung von Verbindungen der Androstanreihe
DE825686C (de) Verfahren zur UEberfuehrung von í¸-20-Cyanpregnenen mit einer oder mehreren kerngebundenen Hydroxylgruppen in 17 alpha-Oxy-20-ketopregnane
DE827947C (de) Verfahren zur Herstellung von Steroiden mit semicyclischer Doppelbindung und ihren Oxydationsprodukten
DE940587C (de) Verfahren zur Herstellung von in 7 (8)-Stellung ungesaettigten 11-Ketosteroiden bzw.von in 8 (9)-Stellung ungesaettigten 11-Ketosteroiden
DE960200C (de) Verfahren zur Herstellung von 4-Pregnen-16 ª‡-ol-3, 20-dionen
DE842490C (de) Verfahren zur Herstellung von Steroid-17-carbonsaeuren
DE1493163C3 (de) nalpha-Äthinyl-ie-methyl-Delta hoch 4-östren-3 beta-17 betadiole, Verfahren zu deren Herstellung sowie diese enthaltende Mittel
DE870102C (de) Verfahren zur Herstellung von 17, 20-Oxyketonen der Pregnanreihe
DE1000814B (de) Verfahren zur Herstellung von 17ª‡-Acyloxy-20-ketosteroiden der Pregnan-, Allopregnan- und Pregnenreihe
DEC0008002MA (de)
DE1094258B (de) Verfahren zur Herstellung von fluorierten 16-Methylsteroiden
DE1173465B (de) Verfahren zur oxydativen Umwandlung von Steroiden
DE1134987B (de) Verfahren zur Herstellung von 17ª‡-Acyloxy-6-methyl-16-methylen-pregna-4, 6-dien-3, 20-dionen
DE1003729B (de) Verfahren zur Herstellung von í¸-3-Oxo-16ª‰-acetoxy-17ª‡-ol-20-ketopregnenen
CH322805A (de) Verfahren zur Herstellung von 20-Oxo-21-acetoxy-pregnanen
DE1241825B (de) Ver fahren zur Herstellung von 6 Chlor 4 6diLirverbindungen der Pregnan-, Androstan oder Cholestanreihe
DE1168425B (de) Verfahren zur Herstellung von 17ª‡-AEthinyl-18-nor-13ª‰-n-propyl-oestradiol bzw. 3-Estern desselben
CH407108A (de) Verfahren zur Herstellung von 5-19-Hydroxy-steroiden