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DE928735C - Verfahren zur Herstellung fester polymerer Produkte - Google Patents

Verfahren zur Herstellung fester polymerer Produkte

Info

Publication number
DE928735C
DE928735C DEP8254A DEP0008254A DE928735C DE 928735 C DE928735 C DE 928735C DE P8254 A DEP8254 A DE P8254A DE P0008254 A DEP0008254 A DE P0008254A DE 928735 C DE928735 C DE 928735C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
pyrolysis
vapors
pseudocumene
temperature
vapor
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEP8254A
Other languages
English (en)
Inventor
Alec Norman Roper
Michael Mojzesz Dr Szwarc
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
PETROCARBON Ltd
Original Assignee
PETROCARBON Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by PETROCARBON Ltd filed Critical PETROCARBON Ltd
Application granted granted Critical
Publication of DE928735C publication Critical patent/DE928735C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08GMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED OTHERWISE THAN BY REACTIONS ONLY INVOLVING UNSATURATED CARBON-TO-CARBON BONDS
    • C08G61/00Macromolecular compounds obtained by reactions forming a carbon-to-carbon link in the main chain of the macromolecule
    • C08G61/02Macromolecular compounds containing only carbon atoms in the main chain of the macromolecule, e.g. polyxylylenes

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Polyoxymethylene Polymers And Polymers With Carbon-To-Carbon Bonds (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung fester polymerer Produkte Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung fester polymerer Produkte.
  • Gegenstand des Patents 849 007 ist ein Verfahren zur Herstellung eines festen Polymeren, bei ,velchem der Dampf eines aromatischen Kohlenwasserstoffes, der einen Benzolkern oder zwei o-kondensierte Bemzolkerne im Molekül enthält sowie in den Para-Stellungen eines Benzolkernes durch zwei Methylgruppen substituiert ist, pyrolysiert wird., indem man ihn auf die Dauer von nicht mehr als io Sekunden einer Temperatur zwischen 700 und iooo'° aussetzt und die sich dabei ergebenden Dämpfe auf eine Temperatur abkühlt, bei welcher sich ein festes Polymeres abscheidet. In dem besagten Patent wird die Herstellung von Polymeren aus p-Xylol und i, 4-Dimethylnaphthalin nach diesem Verfahren besonders beansprucht. Die aus p-Xylol und i, 4-Dimethylnaphthalin hergestellten Polymeren besitzen ;große Hitzebeständigkeit und haben gute elektrische Isolationseigenschaften; sie können mit Vorteh für elektrische Isolierungen verwendet werden, falls dabei mit dem Auftreten hoher Temperaturen zu rechnen ist. Indessen sind diese Polymeren ziemlich schwierig zu formen oder in eine bestimmte Gestalt zu bringen, und außerdem sind die daraus hergestellten Formstücke vielfach äußerst spröde.
  • Es wurde nun gefunden, daß man Polymere, welche leichter geformt - oder in eine bestimmte Gestalt gebracht werden können, dabei aber immer noch eine hohe Hitzebeständigkeit und gute elektrische Isolationseigenschaften besitzen, durch Pyrolyse von Polymethylbenzolen, welche drei bis sechs Methyl-Substituenten im Benzolkern, davon zwei in den Para-Stellungen, enthalten, erhalten werden können.
  • Weiterhin wurde gefunden, daß feste Mischpolymere, welche in ähnlicher Weise leichter geformt und in eine .bestimmte Gestalt gebracht werden können und ähnliche wertvolle Eigenschaften besitzen, erhalten werden können, wenn man die gemischten Dämpfe von zwei oder mehr der vorgenannten Pölymethylbenzole, einschließlich des p-Xylols, der Pyrolyse unterwirft und die sich dabei ergebenden Dämpfe abkühlt.
  • Die vorliegende Erfindung besteht daher in einem Verfahren zur Herstellung eines festen polymeren Produkts, bei welchem der Dampf eines Pölymethylibenzols, welches zwei Methyl-Substituenten in den Para-Stellungen und mindestens einen zusätzlichen Methyl-Substituenten im Kern enthält, pyrolysiert wird, indem man ihn für die Dauer von nicht mehr als io Sekundenbei einem Druck unterhalb des der Atmosphäre einer Temperatur zwischen 700 und iooo° aussetzt und die pyrolysierten Dämpfe auf eine Temperatur abkühlt, bei welcher ein festes Polymeres niedergeschlagen wird.
  • In weiterer Ausbildung besteht die vorliegende Erfindung in einem Verfahren, bei welchem die gemischten Dämpfe von zwei oder .mehr der @genannten, Polymethylbenzole, einschließlich des p-Xylols, pyrolysiert und die erhaltenen Reaktionsprodukte anschließend albgekühlt werden.
  • Die Ausgangsmaterialien, welche zur Herstellung der erfindungsgemäßen polymeren Produkte verwendet werden können, sind Pseudocumol, Durol, Isodur.ol, Prehnitol, Pentamethylbenzol und Hexamethylbenzol.Werden einzelne Verbindungen als Ausgangsmaterialien verwendet, so werden Pseudöcumol, Durol und Isodurol bevorzugt.
  • Werden Gemische von Ausgangsmaterialien verwendet, dann bestehen die bevorzugten Gemische aus p-Xylol und Pseudocumol, Pseudocumol und Durol, Durol und Isodurol, p-Xylol und Isodurol. Vorzugsweise wird ein binäres Gemisch mit einem größeren Anteil an Pseudocumol verwendet.
  • Die erfindungsgemäß erzeugten Polymeren besitzen wertvolle Eigenschaften, und zwar insofern, als sie gute elektrische Isolationseigenschaften und verhältnismäßig hohe Hitzebeständigkeit aufweisen, sich nicht in den üblichen organischenLösungsmitteln bei normalen Temperaturen lösen und konzentrierten Mineralsäuren bei normalen Temperaturen wiederstehen; sie können also für Zwecke verwendet werden, bei welchen derartige Eigenschaften verlangt -,verden.
  • Die geeignetste Behandlungsdauer in-` dem Verfahrensgang der Pyrolyse hängt in weitem Maße von der Temperatur ab, ,bei welcher die Pyrolyse ausgeführt wird. Es wurde gefunden, daß je höher die Temperatur ist, desto kürzer die Behandlungsdauer ist, welche erforderlich ist, um optimale Umwandlungen zu erhalten und den Verlust an Ausgangsmaterial, welches nicht in das feste Polymere umgewandelt wird, herabzusetzen.
  • Der günstige Temperaturbereich liegt bei 8oo bis iooo°, und zwar bevorzugt bei 85o bis iooö°. Die Behandlungsdauer soll vorzugsweise i Sekunde nicht überschreiten und sich innerhalb des Temperaturbereiches von 85o bis iooo° zweckmäßig auf o,5 bis herab zu o,o2 Sekundenbelaufen.
  • Die zufriedenstellendsten Resultate erhält man dann, wenn die Pyrolyse bei Drücken unter Atmosphärendruck ausgeführt wird, vorzugsweise bei Drücken im Bereiche von etwa io mm 1-Ig absolut und darunter. Die Pyrolyse kann. in Gegenwart eines inerten Gases, wie z. B. Kohlendioxyd oder Stickstoff, ausgeführt werden, in welchem Falle der von dem Kohlenwasserstoffdampf ausgeübte Druck vorzugsweise in dem Bereich von etwa io mm Hg absolut und darunter liegen sollte. Bei Anwesenheit eines inerten Gases ist es wünschenswert, daß der Gesamtdruck Zoo mm Hg absolut nicht übersteigt; zweckmäßig beläuft sich derselbe dann auf ioo bis Zoo mm Hg absolut.
  • Die polymeren Produkte gemäß der vorliegenden Erfindung bilden sich spontan beim Abkühlen der pyrolysierten Dämpfe. Die Temperatur, auf welche die Dämpfe abgekühlt werden müssen, damit die Kondensation und Polymerisation stattfinden kann, kann leicht durch entsprechende ,kleine Vorversuche bestimmt werden; sie :hängt von; dem Partialdruck des monomeren Dampfes in der Gasphase ab und steigt mit zunehmendem Partialdampfdruck an. Im allgemeinen wird man feststellen, daß ein Abkühlen auf o bis 5o°, vorzugsweise auf Zimmertemperatur, für diesen Zweck bei den erfindungsgemäßen Verfahren genügt.
  • Die Polymeren können in Filmform gewonnen werden, und zwar durch Abkühlen an einer kalten Oberfläche. Sie können mit Benzol, Äther oder einem sonstigen geeigneten Lösungsmittel gewaschen werden, um kondensiertes Ausgangsmaterial oder sonstiges vorhandenes lösliches Material zu entfernen.
  • Bei den polymeren Produkten, welche nach dem erfindungsgemäßen Verfahren aus einer einzigen Verbindung als Ausgangsmaterial hergestellt werden, schwanken die Eigenschaften der Produkte je nach den verwendeten verschiedenen Ausgangsmaterialien.
  • Während -z. B. das aus Durol hergestellte polymere Produkt sich erstbei Temperaturen über 300° in aromatischen Lösungsmitteln mit einem über dieser Temperatur liegenden Siedepunkt löst, lösen sich die aus Pseudocumol und Isodurol hergestellten Produkte bei Temperaturen über 200° in aromatischen Lösungsmitteln mit einem Siedepunkt über 2oo°.
  • Auch die Erweichungspunkte der verschiedenen Produkte schwanken. So z. B. erweicht das aus Durol hergestellte Produkt nicht merklich unter 3oo°. Das aus Pseudocumol hergestellte Produkt erweicht bei etwa 28o°, und das aus Isodurol hergestellte Produkt erweicht bei etwa 24o°.
  • Die aus Pseudocumol oder Isodurol hergestellten Produkte können bei einer Temperatur von 3oo bis 32o°' unter einem Druck von i/2 t je Quadratzoll (rund 79 Atm.) verformt werden und ergeben dabei ,biegsame Produkte. Das Produkt aus Durol kann ebenfalls verformt werden und ergibt ein zähes unbiegsames Erzeugnis.
  • Alle diese Produkte widerstehen dem Angriff kalter konzentrierter Salzsäure, Salpetersäure und Schwefelsäure sowie heißer konzentrierter Salzsäure, werden aber sämtlich durch heiße konzentrierte Salpetersäure und Schwefelsäure angegriffen.
  • Die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren her-,gestellten Mischpolymeren besitzen Eigenschaften, «-elche ähnlich sind denjenigen der aus jedem der Bestandteile des Ausgangsmaterials nach einem ähnlichen Verfahren hergestellten Polymeren. Die vorliegende Erfindung stellt daher ein wertvolles Mittel dar, um die Eigenschaften des erhaltenen Mischpolymeren in gewissem Ausmaß zu steuern bzw. zu beeinflussen.
  • So z. B. ist aus p-Xylol allein erhaltenes Polyrneres ziemlich schwierig zu formen oder in eine Gestalt zu bringen; ein leichter verformbares Alischpolymeres kann man aus einem Gemisch von p-Xylol und Pseudocumol erhalten.
  • Je höher der Anteil des Pseudocumols in den als Ausgangsmaterial verwendetengemischtenDämpfen ist, desto niedriger ist der Erweichungspunkt des sich dabei ergebenden Produkts. So z. B. hat das aus gemischten Dämpfen mit einem Gehalt von 65 Gewichtsprozent Pseudocumol und 35 Gewichtsprozent p-Xylol erzeugte Mischpolymere einen Erweichungspunkt von etwa 26o°. Auch aus einem solchen Produkt können biegsame Körper hergestellt werden.
  • Beläuft sich der Anteil des Pseudocumols auf nur 27 Gewichtsprozent, dann liegt der Erweichungspunkt des sich ergebenden Produkts bei etwa 29o°, und man erhält aus demselben ein weniger biegsames Formstück. Dieses Produkt ist auch in hochsiedenden Lösungsmitteln weniger löslich als das vorhergehende.
  • Wie oben bereits angegeben, wurde, sind die polymeren Produkte, welche man aus einem Gemisch von Pseudocumol und p-Xylol, welches einen größeren Anteil an Pseudocumol enthält, leichter zu verformen und ergeben biegsamere Formstücke als diejenigen Produkte, welche man aus p-Xylol allein erhält. Ähnliche Ergebnisse erhält man durch die Einverleibung eines größeren Anteils von Isodurol in p-Xy lol oder Durol oder durch Einverleibung eines größeren Anteils von Pseudocumol in Durol im Ausgangsmaterial.
  • Die monomeren Einheiten der aus einzelnen Verbindungen als Ausgangsmaterialien hergestellten erfindungsgemäßen Polymeren, sind die aus den Ausgangsmaterialien während der Pyrolyse durch Abspalten zweier Wasserstoffatome, und zwar je eines aus den beiden in den Para-Stellungen befindlichen Methylgrup.pen, gebildeten Radikale.
  • So z. B. stellen sich die monomeren Einheiten der aus Pseudocumol, Durol und Isodurol erhaltenen Polymeren als die Radikale, i, 4-Dimethylen-2-methyl-benzol, i, 4-Dimethylen-2, 5-dimethyl-benzol, 2, 5-Dimethyleti-i, 3-dimethyl-benzol dar. Die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren erhaltenen Mischpolymeren werden gebildet durch die Copolymerisation der aus den Ausgangsmaterialien durch das während der Pyrolyse erfolgende Abspalten von zwei Wasserstoffatomen, und zwar je eines aus den beiden in den Para-Stellungen befindlichen Methylgruppen, gebildeten Di-Radikale.
  • So z. B. wird das aus einem Gemisch von Pseudocumol und p-Xylol als Ausgangsmaterial erhaltene Mischpolymere durch die Copolymerisation der Radikale i, 4-Dimethylen-2-methyl-benzol und i, 4-Dimethvlen-benzol gebildet.
  • In ähnlicher Weise wird das aus einem Gemisch von Durol und Isodurol erhaltene Mischpolymere durch die Copolymeri°sation der Radikale i, 4-Dimethylen-2, 5-dimethyl-benzol und 2, 5-Dimethyleni, 3-dimethyl-benzol erhalten.
  • An erfindungsgemäßen polymeren Produkten vorgenommene Röntgenstrahlenuntersuchungen haben ergeben, daß dieselben eine kristalline Struktur besitzen.
  • Die vorliegende Erfindung wird durch die nachstehenden Beispiele im einzelnen noch näher erläutert. Alle darin angegebenen Drücke sind absolute Drücke. Beispiel i Kohlendioxyd wurde bei Atmosphärendruck durch flüssiges, auf einer Temperatur von: i4o°. gehaltenes Pseudocumol hindurchgeführt, um Pseudocumoldampf aufzunehmen, so daß der Partialdruck des letzteren im Gemisch sich auf etwa ioo mm Hg belief. Das Gemisch von Kohlendioxyd und Pseudocumoldampf wurde dann bei einem Druck von ioo mm Hg durch ein auf 85o° erhitztes Quarzrohr geleitet, und zwar mit einer solchen Geschwindigkeit, daß es dieser Temperatur o,2 Sekunden ausgesetzt war. Das das Rohr verlassende gasförmige Gemisch wurde in einem U- oder Knierohr auf Zimmertemperatur abgekühlt, wobei sich das Polymere in Form eines gelblichen Films abschied. Be is_pie12 Pseudocumoldampf wurde bei einem Druck von 2 mm Hg durch ein auf 85o° erhitztes Quarzrohr geleitet, und zwar mit einer solchen Geschwindigkeit, daß der Dampf dieser Temperatur für die Dauer von o,i2 Sekunden ausgesetzt war. Der das Rohr verlassende Dampf wurde in ein U-Rohr geleitet, in welchem er auf etwa i8° abgekühlt wurde, und zwar durch Berührung mit einer kalten Oberfläche, auf welcher sich ein polymeres Produkt in Form eines gelblichen, zusammenhängenden Films abschied. Auch Pseudocumol wurde in diesem U-Rohr kondensiert.
  • Der gelbe Film wurde mit Äther ausgewaschen, um irgendwelches kondensiertes, lösliches Material zu entfernen. Beispiel 3 Pseudocumoldampf wurde bei einem Druck von 2 mm Hg durch ein auf goo° erhitztes Quarzrohr mit einer solchen Geschwindigkeit geleitet, daß der Dampf dieser Temperatur für die Dauer von 0,04 Sekunden ausgesetzt war. Der das Rohr verlassende Dampf wurde, wie im Beispiel i, auf etwa r8° gekühlt. Man erhielt ein polymeres Produkt in Form eines gelblichen Films, welches mit Äther ausgewaschen wurde, um irgendwelches kondensiertes lösliches Material zu entfernen.
  • Die nach den Beispielen i, 2 und 3 erhaltenen polymeren Produkte waren biegsam und ergaben beim Verformen bei einer Temperatur von etwa 300° und unter mäßigem Druck ein zähes bieg-. sames Produkt. Dieses Produkt hatte gute elektrische Isolationseigenschaften und konnte Temperaturen bis zu mindestens 2oo° widerstehen.
  • Beispiel 4 Duroldämpf wurde bei einem Druck von 2 mm Hg durch ein auf 845° erhitztes Quarzrohr mit einer solchen Geschwindigkeit geleitet, daß der Dampf dieser Temperatur für die Dauer von o,2 i Sekunden ausgesetzt war. Der das Rohr verlassende Dampf wurde wie im Beispiel 2 gekühlt, um ein polymeres Produkt zu ergeben, welches mit Benzol gewaschen wurde, um irgendwelches kondensiertes, lösliches Material zu entfernen. Das polymere Produkt wurde als undurchsichtiger, weißer, zäher und biegsamer Film gewonnen. .
  • Das polymere Produkt wurde bei etwa 32o° und unter Druck in zufriedenstellender Weise verformt. Das Formstück war indessen spröder als die in den vorhergehenden Beispielen erhaltenen Formstücke.
  • Beispiel s Beispiel 4 wurde unter den gleichen Temperatur-und Druckverhältnissen, aber bei einer Behandlungsdauer von o,o5 Sekunden für die Pyrolyse, wiederholt. Das sich dabei ergebende Polymere wurde bei etwa 300° und unter Druck in zufriedenstellender Weise verformt und ergab ein sehr biegsames Produkt. Beispiel 6 Ein Gemisch der Dämpfe von Pseudocumol und p-Xylol mit 65 Gewichtsteilen Pseudocumol und 35 Gewichtsteilen :p-Xylol wurde bei einem Druck von 2 mm Hg absolut durch ein auf goo° erhitztes Quarzrohr mit einer solchen Geschwindigkeit geleitet, .daß der Dampf dieser Temperatur auf die Dauer von o,6 Sekunden ausgesetzt war. Der das Rohr verlassende Dampf wurde in ein U-Rohr geleitet, in welchem er auf etwa i8° gekühlt wurde, und zwar in Berührung mit einer kalten Oberfläche, auf welcher sich ein polymeres Produkt in Form eines gelblichen, zusammenhängenden Films ausschied.
  • Der gelbe Film wurde mit Äther ausgewaschen, um kondensiertes lösliches Material zu entfernen. Das polymere Produkt war biegsam und ergab beim Verformen bei einer Temperatur von etwa 300° und unter mäßigem Druck ein biegsames, kautschukartiges Produkt. Dieses Produkt hatte gute elektrische Isolationseigenschaften und Sonnte Temperaturen bis zu mindestens 2oo° widerstehen. Beispiel 7 Ein Gemisch aus 8o Gewichtsteilen Isoduroldampf und 2o Gewichtsteilen Duroldampf wurde bei einem Druck von 5 mm H- absolut durch ein auf 87o° erhitztes Quarzrohr mit einer solchen Geschwindigkeit geleitet, daß der Dampf dieser Temperatur für die Dauer von o,o7 Sekunden ausgesetzt war. Der das Rohr verlassende Dampf wurde wie im Beispiel 6 gekühlt; der sich dabei ausscheidende gelbliche, biegsame Film wurde wie im Beispiel 6 mit Äther ausgewaschen. Durch Verformen des Produkts wie in dem vorhergehenden Beispiel erhielt man. ein biegsames Produkt von etwa den gleichen Eigenschaften. Beispiel 8 Ein Gemisch aus 2o Gewichtsteilen p-Xyloldampf, 2o Gewichtsteilen Duroldampf und 6o Gewichtsteilen Isoduroldampf wurde bei einem Druck von 5 mm H- absolut durch ein auf 87o° erhitztes Quarzrohr geleitet, und zwar bei einer Behandlungsdauer von 0,07 Sekunden innerhalb des Rohrs. Der das Rohr verlassende Dampf wurde gekühlt, und das sich dabei ausscheidende biegsame Produkt wurde mit Äther ausgewaschen. Beispiele g und io Das Verfahren des Beispiels 2 wurde mit einem Gemisch aus 6o Gewichtsteilen Pseudocumoldampf und 4o Gewichtsteilen Duroldampf sowie mit einem Gemisch aus 35 Gewichtsteilen Duroldampf, 25 Gewichtsteilen Isoduroldampf und 4o Gewichtsteilen Pseudocumoldampf wiederholt. Man erhielt in jedem Falle schmiegsame Produkte, welche beim Verformen schmiegsame Formstücke ergaben.

Claims (9)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung fester polymerer Produkte, dadurch gekennzeichnet, daß der Dampf eines Polymethylbenzols mit zwei Methyl-Substituenten in den Para-Stellungen und mindestens einem zusätzlichen Methyl-Substituenten im Kern bei einem Druck unterhalb des der Atmosphäre einer Temperatur von 70o bis iooo° für die Dauer von nicht mehr als io Sekunden ausgesetzt wird und anschließend die sich dabei ergebenden Dämpfe auf eine Temperatur, bei welcher sich ein festes Polymeres ausscheidet, abgekühlt werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Polymethylbenzoldampf unter Beimischung eines oder mehrerer anderer Polymethylbenzole mit zwei bis sechs Methyl-Substituenten im Kern, davon zwei in den Para-Stellungen, pyrolysiert und das Reaktionsprodukt anschließend abgekühlt wird.
  3. 3. Verfahren, nach Anspruch i oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Pyrolysierungstemperatur sich auf 8oo bis iooo° beläuft, die Behandlungsdauer i Sekunde nicht'übersteigt und der Behandlungsdruck nicht über aoo mm Hg absolut hinausgeht.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch z, dadurch gekennzeichnet, daß die Pyrolysierungstemperatur sich auf 85o bis iooo° und die Behandlungsdauer sich auf o,5 bis o,oa Sekunden beläuft.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch i bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Pyrolyse derart durchgeführt wird, daß die Dämpfe einen Druck von nicht über io mm Hg absolut ausüben.
  6. 6. Verfahren nach Anspruch i .bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß für die Pyrolyse der Dampf des aromatischen Kohlenwasserstoffes mit einem inerten Gas verdünnt verwendet wird und die Pyrolyse bei einem Gesamtdruck von nicht über aoo mm Hg absolut ausgeführt wird.
  7. 7. Verfahren nach Anspruch i .bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die pyrolysierten Dämpfe zur Ablagerung eines festen Polymeren auf eine Temperatur von unter 5o° gekühlt werden. B.
  8. Verfahren nach Anspruch i und 3 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß Dampf von Pseudocumol, Durol oder Isodurol pyrolysiert wird.
  9. 9. Verfahren nach Anspruch z bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß ein Gemisch von Dämpfen mit einem größeren Anteil an Pseudocumol der Pyrolyse unterzogen wird. io. Verfahren gemäß Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß ein Gemisch aus den Dämpfen von p-Xylol und Pseudocumol pyrolysiert wird. i i. Verfahren nach Anspruch 2 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß ein Gemisch aus den Dämpfen von Durol und Isodurol der Pyrolyse unterzogen wird.
DEP8254A 1951-08-29 1952-08-29 Verfahren zur Herstellung fester polymerer Produkte Expired DE928735C (de)

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