DE915335C - Verfahren zur Entfernung der Chlor-Schwefel-Verbindungen aus Perchlormethylmerkaptan und Chlorschwefel enthaltenden Gemischen - Google Patents
Verfahren zur Entfernung der Chlor-Schwefel-Verbindungen aus Perchlormethylmerkaptan und Chlorschwefel enthaltenden GemischenInfo
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Classifications
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
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- C07C—ACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
- C07C313/00—Sulfinic acids; Sulfenic acids; Halides, esters or anhydrides thereof; Amides of sulfinic or sulfenic acids, i.e. compounds having singly-bound oxygen atoms of sulfinic or sulfenic groups replaced by nitrogen atoms, not being part of nitro or nitroso groups
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Description
- Verfahren zur Entfernung der Chlor-Schwefel-Verbindungen aus Perchlormethylmerkaptan und Chlorschwefel enthaltenden Gemischen Bei der Herstellung von Perchlormethylmerkaptan, vor allem aus Schwefelkohlenstoff und Chlor, erhält man Reaktionsgemische, die außer dem Perchlormethyimerkaptan als störende Verunreinigung noch Chlor-Schwefel-Verbindungen enthalten, von denen das Produkt nur schwierig befreit werden kann. Bei der bisher üblichen Zersetzung dieser Verbindungen mit Wasser reagieren sie nur langsam unter Hinterlassung eines die weitere Aufarbeitung störenden Schwefelklumpens.
- Es wurde nun gefunden, daß Schwefel-Chlor-Verbindungen aus dem Perchlormethylmerkaptan einfach und bequem entfernt werden können, wenn man Gemische, die diese Verbindungen enthalten, kurzfristig mit Chlor in Gegenwart von Wasser behandelt. Überraschenderweise ist das Perchlormethylmerkaptan unter diesen Bedingungen so stabil, daß praktisch nichts davon während der Verarbeitung verlorengeht. Man kann derart arbeiten, daß man die Gemische in Wasser unter Kühlung verrührt, wobei man gleichzeitig Chlor so schnell einleitet, daß kein Schwefel ausfällt. Ebensogut kann man z. B. Eis und Chlorwasser vorlegen und die entsprechende Menge Chlorschwefel enthaltendes Rohperchlormethylmerkaptan einrühren. Wesentlich ist nur, daß eine so große Menge Wasser angewandt wird, daß sich die aus dem Chlorschwefelanteil gebildete Schwefel- und Salzsäure zu mäßig konzentrierten Säuren lösen.
- An Stelle von elementarem Chlor können ebensogut Chlor liefernde Stoffe, wie Chlorat in saurer Lösung oder Hypochlorit, angewandt werden. In den meisten Fällen ist der pH-Wert der Lösungen von untergeordneter Bedeutung. Eine Lesonders bequeme Variante des Verfahrens besteht in der Destillation des Rohperchlormethylmerkaptans im Strom von Wasserdampf und Chlor, die man zweckmäßigerweise kontinuierlich durchführt. Bei dieser Arbeitsweise erhält man unmittelbar in kürzester Zeit ein von Chlorschwefel freies Material, aus dem man durch Fraktionierung ohne Schwierigkeiten reines Perchlormethylrrerkaptan abtrennen kann.
- Die Entwicklung des vorliegenden Verfahrens und sein technischer Erfolg muß als überraschend angesehen «,-erden, da aus Journal of the Chemical Society«, Bd. 51(i887), S. 273 und :z74, und »Chemische Berichte«, Bd. 81 (z9¢8), S. 373 bis 375, bekannt ist, daß reines Perchlcrmethylmerkaptan durch Einwirkung von Chlor in C Cl, und S Cl, übergeführt wird. Auf Grund dieses Standes der Technik war im Grunde zu erwarten, daß bei der Einwirkung von Chlor in Gegenwart von Wasser bzw. Wasserdampf auf Gemische aus Perchlormethylmerkaptan und Chlor-Schwefel-Verbindungen, wie sie verfahrensgemäß als Ausgangsverbindungen dienen sollen, eine ähnliche Zersetzung des Perchlormethylmerkaptans eintreten würde. Dieser erwartete Reaktionsablauf tritt jedoch eigenartigerweise nicht ein; denn arbeitet man unter den Bedingungen des vorliegenden Verfahrens, so zeigt sich, daß offenbar infolge erheblicher Unterschiede in der Reaktionsfähigkeit und -geschwindigkeit von Perchlormethylmerkaptan bzw. Chlorschwefel einerseits und dem Chlor-Wasser-Gemisch andererseits der Chlorschwefel wesentlich schneller mit dem chlorhaltigen Gemisch reagiert, so daß praktisch eine selektive Extraktion des Chlorschwefels aus der nichtwäßrigen Phase erfolgt und das Perchlormethylmerkaptan innerhalb der Zeit, in der der Chlorschwefel völlig zersetzt wird, praktisch nicht angegriffen wird und in guter Ausbeute und hoher Reinheit als Verfahrensprodukt gewonnen werden kann. Damit wird durch die vorliegende Erfindung ein auf diesem Gebiet der technischen Chemie bestehendes Vorurteil beseitigt und durch die Auffindung eines mit gutem Erfolg durchführbaren Trennungsverfahrens für Perchlormethylmerkaptan und Chlorschwefel enthaltende Gemische die chemische Technik zweifellos bereichert. Beispiel i 25o g eines Chlorierungsgemisches aus 76 g Schwefelkohlenstoff und 174 9 Chlor, das dunkelrot gefärbt ist, werden zu 1 1 Wasser getropft, in das man unter Kühlen auf Temperaturen unter etwa + io° und Rühren gleichzeitig so viel Chlor leitet, daß keine oder nur eine schwache Trübung durch ausgeschiedenen Schwefel sichtbar wird. Die Farbe des Öles schlägt dabei nach hellgelb um. Es ergibt nach der Abtrennung und Fraktionierung Perchlormethylmerkaptan von ausgezeichneter Reinheit und in einer dem Gehalt des Rohproduktes praktisch quantitativ entsprechenden Ausbeute. Beispiel 2 Das nach Beispiel i erhaltene Chlorierungsgemisch wird langsam in eine mit Raschigringen gefüllte Kolonne getropft, in die von unten her ein Strom von Wasserdampf und Chlor in mindestens solcher Menge geleitet wird, daß die aus der Kolonne austretenden Dämpfe ein klares und nicht rauchendes Kondensat ergeben und auch am Fuß der Abtriebkolonne kein dünnflüssiges Öl, höchstens etwas zähflüssiger Schwefel erscheint. Im Kondensat scheidet sich aus der wäßrigen Phase ein hellgelbes Öl ab, aus dem durch Rektifikation Perchlormethylmerkaptan qualitativ und quantitativ in ausgezeichneter Ausbeute erhalten wird.
Claims (2)
- PATBXTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Entfernung der Chlor-Schwefel-Verbindungen aus Perchlormethylmerkaptan und Chlorschwefel enthaltenden Gemischen, dadurch gekennzeichnet, daß die Gemische mit Chlor bzw. Chlor liefernden Stoffen in Gegenwart von Wasser unter solchen Bedingungen kurzfristig behandelt werden, daß eine Zersetzung des Perchlormethylmerkaptans nicht eintritt.
- 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß man die Behandlung mit Chlor und Wasser mit einer gleichzeitigen Wasserdampfdestillation verbindet. Angezogene Druckschriften: Journal of the Chemical Society, Bd.51 (i887), S.273 und 274; Chemische Berichte, Bd. 81 (19q.8), S. 373 bis 375.
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1952
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Non-Patent Citations (1)
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