DE603807C - Verfahren zur Gewinnung von reinem Schwefel - Google Patents
Verfahren zur Gewinnung von reinem SchwefelInfo
- Publication number
- DE603807C DE603807C DEM116741D DEM0116741D DE603807C DE 603807 C DE603807 C DE 603807C DE M116741 D DEM116741 D DE M116741D DE M0116741 D DEM0116741 D DE M0116741D DE 603807 C DE603807 C DE 603807C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- sulfur
- acid
- solution
- sulfuric acid
- fuming sulfuric
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
- NINIDFKCEFEMDL-UHFFFAOYSA-N Sulfur Chemical compound [S] NINIDFKCEFEMDL-UHFFFAOYSA-N 0.000 title claims description 31
- 229910052717 sulfur Inorganic materials 0.000 title claims description 31
- 239000011593 sulfur Substances 0.000 title claims description 31
- 238000000034 method Methods 0.000 title claims description 10
- 238000000605 extraction Methods 0.000 title claims description 3
- QGJOPFRUJISHPQ-UHFFFAOYSA-N Carbon disulfide Chemical compound S=C=S QGJOPFRUJISHPQ-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 36
- 239000002253 acid Substances 0.000 claims description 14
- HIFJUMGIHIZEPX-UHFFFAOYSA-N sulfuric acid;sulfur trioxide Chemical compound O=S(=O)=O.OS(O)(=O)=O HIFJUMGIHIZEPX-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 14
- 238000000926 separation method Methods 0.000 claims description 8
- 230000003472 neutralizing effect Effects 0.000 claims description 4
- 239000002904 solvent Substances 0.000 claims description 3
- 235000008733 Citrus aurantifolia Nutrition 0.000 claims description 2
- 235000011941 Tilia x europaea Nutrition 0.000 claims description 2
- 239000003795 chemical substances by application Substances 0.000 claims description 2
- 238000001704 evaporation Methods 0.000 claims description 2
- 230000008020 evaporation Effects 0.000 claims description 2
- 239000004571 lime Substances 0.000 claims description 2
- 239000004579 marble Substances 0.000 claims description 2
- 150000002894 organic compounds Chemical class 0.000 claims 1
- 239000012535 impurity Substances 0.000 description 5
- QAOWNCQODCNURD-UHFFFAOYSA-N Sulfuric acid Chemical compound OS(O)(=O)=O QAOWNCQODCNURD-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 4
- 238000004140 cleaning Methods 0.000 description 3
- 150000003463 sulfur Chemical class 0.000 description 3
- 238000000354 decomposition reaction Methods 0.000 description 2
- 230000002035 prolonged effect Effects 0.000 description 2
- 230000000391 smoking effect Effects 0.000 description 2
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 1
- 238000002474 experimental method Methods 0.000 description 1
- 239000003517 fume Substances 0.000 description 1
- 230000005484 gravity Effects 0.000 description 1
- 239000007788 liquid Substances 0.000 description 1
- -1 organic compounds contaminated sulfur Chemical class 0.000 description 1
- 231100000614 poison Toxicity 0.000 description 1
- 230000007096 poisonous effect Effects 0.000 description 1
- 239000011541 reaction mixture Substances 0.000 description 1
- 238000011084 recovery Methods 0.000 description 1
- 230000002747 voluntary effect Effects 0.000 description 1
Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C01—INORGANIC CHEMISTRY
- C01B—NON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
- C01B17/00—Sulfur; Compounds thereof
- C01B17/02—Preparation of sulfur; Purification
- C01B17/0232—Purification, e.g. degassing
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Inorganic Chemistry (AREA)
- Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
Description
- Verfahren zur Gewinnung von reinem Schwefel Es ist bereits versucht worden, reinen Schwefel aus Lösungen von durch Teer oder andere organische Verbindungen verunreinigtem Schwefel in Schwefelkohlenstoff durch Behandlung mit rauchender Schwefelsäure zu gewinnen. Diese Versuche haben jedoch nicht zu einem technisch in größerem Umfange brauchbaren Verfahren geführt, da angenommen wurde, daß die mit der Anwendung rauchender Schwefelsäure verbundenen Schwierigkeiten die Brauchbarkeit des Verfahrens ausschließen. Diese Schwierigkeiten bestehen zunächst darin, daß die Einwirkung von rauchender Schwefelsäure auf die teerigen und sonstigen organischen Verunreinigungen des Schwefels ein Ansteigen der Temperatur zur Folge hat, wodurch nicht nur eine Zersetzung des verhältnismäßig flüchtigen Schwefelkohlenstoffes zumal bei längerer Einwirkung eintritt, sondern außerdem auch die Gefahr der Entzündung des Schwefelkohlenstoffes entsteht. Außerdem sind die Schwefelkohlenstoffdämpfe giftig und ließen auch aus diesem Grunde die Behandlung von Lösungen verunreinigten Schwefels in Schwefelkohlenstoff mit rauchender Schwefelsäure, welche bei längerer Einwirkung eine weitgehende Zersetzung des Schwefelkohlenstoffes verursacht, ungeeignet erscheinen.
- Es ist nun gefunden worden, daß rauchende Schwefelsäure zur Gewinnung reinen Schwefels aus Lösungen von verunreinigtem Schwefel in Schwefelkohlenstoff gefahrlos auch im - Großbetriebe und besonders wirtschaftlich dann angewendet werden kann, wenn in bestimmter Weise verfahren wird, nämlich erfindungsgemäß die Schwefelkohlenstofflösungen und die notwendige rauchende Schwefelsäure in einem mit Rührwerk ausgestatteten Behälter kontinuierlich zur Einwirkung gebracht, die ständig überlaufende Lösung in ein Abscheidungsgefäß geleitet wird, aus dem am oberen Ende kontinuierlich die gereinigte und auch von Säure, die am Boden abgezogen wird, befreite Schwefellösung abläuft, worauf das Lösungsmittel verdampft wird. Dadurch, daß die unreine Schwefellösung und die rauchende Schwefelsäure kontinuierlich zur Einwirkung gebracht werden, gleichzeitig eine entsprechende Menge des Reaktionsgemisches in das Abscheidungsgefäß abgeführt wird und hier unmittelbar durch freiwillige Scheidung die Trennung erfolgt, kommt die rauchende Schwefelsäure nur für die überhaupt mögliche kürzeste Zeit mit dem Schwefelkohlenstoff in Berührung, und es wird ein unerwünschter Temperaturanstieg und eine Zersetzung des Schwefelkohlenstoffes mit den nachteiligen und gefährlichen Begleiterscheinungen vermieden. Außerdem wird durch das neue Verfahren der Vorteil einer besonders wirtschaftlichen Gewinnung reinen Schwefels erzielt, da nur eine verhältnismäßig geringe Menge von Säure zur Reinigung erforderlich ist, die Reinigung außerdem besonders schnell erfolgt und ein Lagern der Lösung fortfällt. Schließlich kann auch die gereinigte Schwefellösung kontinuierlich verdampft werden, wodurch eine weitere Ersparnis in der Menge des in einer bestimmten Zeit in Gebrauch befindlichen Lösungsmittels erzielt wird. Infolge der kontinuierlichen Ausführung der Reinigung des verunreinigten Schwefels kann im Gegenstromprinzip in einem einzigen Behälter gearbeitet werden, in welchem gegebenenfalls auch schon ein TeilderTrennung erfolgt, während die Vollendung der Trennung in einem besonderen Abscheidungsgefäß durchgeführt wird.
- Die Zeichnung veranschaulicht eine zur Durchführung des neuen Verfahrens geeignete Vorrichtung in schematischer Darstellung.
- Der Säurebehälter i weist ein Rührwerk X mit einer Anzahl von Flügeln und an der Innenseite Vorsprünge Y auf, so daß die Flüssigkeit in dem Behälter i eine starke Bewegung und Mischung erfährt. Unreine Schwefellösung fließt durch die Leitung A am Boden des Behälters i ein und nach Durchgang durch den Behälter durch die Leitung 2 am oberen Ende des Behälters aus. Die rauchende Schwefelsäure wird in den Behälter i bei B eingelassen und durch die Leitung 3 am unteren Ende des Behälters abgezogen. Die Leitung 3 steht mit einem Überlauf q. in Verbindung, welcher derart angeordnet ist, daß der Behälter stets voll Säure gehalten wird und die unreine Schwefellösung durch die Säure nach aufwärts fließen muß. Durch das Rührwerk X werden unreine Schwefellösung und rauchende Schwefelsäure im Gegenstrom innig vermischt, obwohl die Dauer der Vermischung nur kurz ist. Die Säure in der Nähe des Bodens des Behälters i enthält nicht viel Schwefellösung; dagegen enthält die durch die Leitung 2 abfließende Schwefellösung etwas Säure. Die ausfließende Schwefellösung wird kontinuierlich dem Behälter 5 zugeführt, in welchem eine kontinuierliche Trennung der Säure und der Schwefellösung stattfindet. Die Schwefellösung wird bei D und die Säure bei E aus dem Behälter 5 abgezogen. Der Abstand zwischen den Auslässen E und D und zwischen dem Auslaß 2 und dem Überlauf q. ist dem spezifischen Gewicht von Schwefellösung und rauchender Schwefelsäure anzupassen.
- Die aus dem Behälter 5 bei D ausfließende gereinigte Schwefellösung kann vor der Verdampfung von letzten Säureresten erfindungsgemäß durch Neutralisieren dieser, z. B. durch Überfließen über Kalk, Marmor oder andere geeignete Neutralisationsmittel, befreit werden. Die durch die Leitung 3 aus dem Behälter i ausfließende, Teer oder sonstige organische Verunreinigungen enthaltende Säure kann gegebenenfalls dazu benutzt werden, die unreine Schwefellösung vor dem Eintritt in den Behälter i zu entwässern.
- Das neue Verfahren kann zur Reinigung von Schwefel mit beliebigem Gehalt ari Teer oder sonstigen organischen Verunreinigungen angewendet werden. Besonders häufig enthält der Schwefel etwa 2 bis 5 °/o teerige Verunreinigungen. Durch das neue Verfahren wird der Schwefel von diesen Verunreinigungen praktisch vollkommen befreit.
- Die in jedem Falle benötigte Menge an rauchender Schwefelsäure kann durch Vorversuche im Laboratorium oder dadurch bestimmt werden, daß die Säure in abgemessenen Mengen nach und nach zu der unreinen Schwefellösung gegeben und die Lösung jedesmal geprüft wird, bis eine Probe zeigt, daß der Schwefel von teerigen Bestandteilen vollständig befreit ist.
- Es ist durch Versuche gefunden worden, daß etwa I,4 ccm einer 6oprozentigen rauchenden Schwefelsäure i g Teer aus dem Schwefel entfernt. Die je nach der Art der Schwefellösuug erforderliche Menge an rauchender Schwefelsäure kann demnach auch nach dieser Formel berechnet werden.
Claims (2)
- PATENTANSPRÜCHE; i. Verfahren zur Gewinnung von reinem Schwefel aus Lösungen von durch Teer oder andere organische Verbindungen verunreinigtem Schwefel in Schwefelkohlenstoff durch Behandlung mit rauchender Schwefelsäure, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwefelkohlenstofflösungen und die notwendige rauchende Schwefelsäure in einem mit Rührwerk ausgestatteten Behälter kontinuierlich zur Einwirkung gebracht, die ständig überlaufende Lösung in ein Abscheidungsgefäß geleitet wird, aus dem am oberen Ende kontinuierlich die gereinigte und auch von Säure, die am Boden abgezogen wird, befreite Schwefellösung abläuft, worauf das Lösungsmittel verdampft wird.
- 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die gereinigte Schwefellösung vor der Verdampfung von letzten Säureanteilen durch Neutralisieren dieser, z. B. durch Überfließen über Kalk oder Marmor oder andere geeignete Neutralisationsmittel, befreit wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEM116741D DE603807C (de) | 1931-09-01 | 1931-09-01 | Verfahren zur Gewinnung von reinem Schwefel |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEM116741D DE603807C (de) | 1931-09-01 | 1931-09-01 | Verfahren zur Gewinnung von reinem Schwefel |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE603807C true DE603807C (de) | 1934-10-09 |
Family
ID=7328617
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEM116741D Expired DE603807C (de) | 1931-09-01 | 1931-09-01 | Verfahren zur Gewinnung von reinem Schwefel |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE603807C (de) |
-
1931
- 1931-09-01 DE DEM116741D patent/DE603807C/de not_active Expired
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE1299291B (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Isolierung von Adipinsaeuredinitril aus Gemischen der elektrolytischen hydrierenden Dimerisierung von Acrylnitril | |
| DE603807C (de) | Verfahren zur Gewinnung von reinem Schwefel | |
| DE856690C (de) | Verfahren zur Wiedergewinnung von wasserfreiem Natriumsulfat aus einem verbrauchten Viscosefaellbad | |
| DE823445C (de) | Verfahren zur Herstellung von Carbodiimiden | |
| DE610840C (de) | Verfahren zur Gewinnung von Reinschwefel aus schwefelwasserstoffhaltigen Gasen | |
| DE637114C (de) | Verfahren und Einrichtung zur Ausscheidung und Gewinnung von Schwefel aus Gasen | |
| DE946059C (de) | Vorrichtung zur kontinuierlichen Durchfuehrung von Reaktionen unter Anwendung von Rueckflusskuehlung | |
| DE581147C (de) | Gewinnung von reinem Schwefel | |
| DE581654C (de) | Reinigung von teer- oder bitumenhaltigem Schwefel mittels Oleum | |
| DE369363C (de) | Verfahren zum Reinigen von mit organischen Nitrokoerpern durchsetztem Perchlorat | |
| DE603685C (de) | Gewinnung von reinem Schwefel | |
| DE915335C (de) | Verfahren zur Entfernung der Chlor-Schwefel-Verbindungen aus Perchlormethylmerkaptan und Chlorschwefel enthaltenden Gemischen | |
| DE707637C (de) | Herstellung von Schwefelkohlenstoff | |
| DE532637C (de) | Reinigung von Brom | |
| DE601022C (de) | Gewinnung von Ammonrhodanid | |
| DE616308C (de) | Verfahren zur Entfernung von korrodierend wirkenden Schwefelverbindungen aus Benzolerzeugnissen | |
| DE767052C (de) | Verfahren zur Gewinnung von reinem Wasserstoffperoxyd | |
| EP0019767B1 (de) | Verfahren zur Behandlung von Cyclohexanon und Cyclohexanonoxim enthaltenden Ammoniumhydrogensulfatlösungen | |
| DE923787C (de) | Verfahren zum Abtrennen des Schwefels aus Oxim-Schwefel-Gemischen | |
| DE474082C (de) | Verfahren zur Reinigung von rohem Ammonbicarbonat | |
| DE605686C (de) | Herstellung von arsenfreier Salzsaeure | |
| DE943769C (de) | Verfahren zum Entfernen von Verunreinigungen aus Naphthalin | |
| DE543758C (de) | Herstellung von Chlorsulfonsaeure | |
| DE485196C (de) | Aufarbeitung der Abfallschwefelsaeure bei der Benzolreinigung | |
| DE2135546B2 (de) | Verfahren und anlage zur reinigung von gelbem phosphor |