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DE603807C - Verfahren zur Gewinnung von reinem Schwefel - Google Patents

Verfahren zur Gewinnung von reinem Schwefel

Info

Publication number
DE603807C
DE603807C DEM116741D DEM0116741D DE603807C DE 603807 C DE603807 C DE 603807C DE M116741 D DEM116741 D DE M116741D DE M0116741 D DEM0116741 D DE M0116741D DE 603807 C DE603807 C DE 603807C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
sulfur
acid
solution
sulfuric acid
fuming sulfuric
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEM116741D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
MANCHESTER OXIDE CO Ltd
Original Assignee
MANCHESTER OXIDE CO Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by MANCHESTER OXIDE CO Ltd filed Critical MANCHESTER OXIDE CO Ltd
Priority to DEM116741D priority Critical patent/DE603807C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE603807C publication Critical patent/DE603807C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B17/00Sulfur; Compounds thereof
    • C01B17/02Preparation of sulfur; Purification
    • C01B17/0232Purification, e.g. degassing

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Gewinnung von reinem Schwefel Es ist bereits versucht worden, reinen Schwefel aus Lösungen von durch Teer oder andere organische Verbindungen verunreinigtem Schwefel in Schwefelkohlenstoff durch Behandlung mit rauchender Schwefelsäure zu gewinnen. Diese Versuche haben jedoch nicht zu einem technisch in größerem Umfange brauchbaren Verfahren geführt, da angenommen wurde, daß die mit der Anwendung rauchender Schwefelsäure verbundenen Schwierigkeiten die Brauchbarkeit des Verfahrens ausschließen. Diese Schwierigkeiten bestehen zunächst darin, daß die Einwirkung von rauchender Schwefelsäure auf die teerigen und sonstigen organischen Verunreinigungen des Schwefels ein Ansteigen der Temperatur zur Folge hat, wodurch nicht nur eine Zersetzung des verhältnismäßig flüchtigen Schwefelkohlenstoffes zumal bei längerer Einwirkung eintritt, sondern außerdem auch die Gefahr der Entzündung des Schwefelkohlenstoffes entsteht. Außerdem sind die Schwefelkohlenstoffdämpfe giftig und ließen auch aus diesem Grunde die Behandlung von Lösungen verunreinigten Schwefels in Schwefelkohlenstoff mit rauchender Schwefelsäure, welche bei längerer Einwirkung eine weitgehende Zersetzung des Schwefelkohlenstoffes verursacht, ungeeignet erscheinen.
  • Es ist nun gefunden worden, daß rauchende Schwefelsäure zur Gewinnung reinen Schwefels aus Lösungen von verunreinigtem Schwefel in Schwefelkohlenstoff gefahrlos auch im - Großbetriebe und besonders wirtschaftlich dann angewendet werden kann, wenn in bestimmter Weise verfahren wird, nämlich erfindungsgemäß die Schwefelkohlenstofflösungen und die notwendige rauchende Schwefelsäure in einem mit Rührwerk ausgestatteten Behälter kontinuierlich zur Einwirkung gebracht, die ständig überlaufende Lösung in ein Abscheidungsgefäß geleitet wird, aus dem am oberen Ende kontinuierlich die gereinigte und auch von Säure, die am Boden abgezogen wird, befreite Schwefellösung abläuft, worauf das Lösungsmittel verdampft wird. Dadurch, daß die unreine Schwefellösung und die rauchende Schwefelsäure kontinuierlich zur Einwirkung gebracht werden, gleichzeitig eine entsprechende Menge des Reaktionsgemisches in das Abscheidungsgefäß abgeführt wird und hier unmittelbar durch freiwillige Scheidung die Trennung erfolgt, kommt die rauchende Schwefelsäure nur für die überhaupt mögliche kürzeste Zeit mit dem Schwefelkohlenstoff in Berührung, und es wird ein unerwünschter Temperaturanstieg und eine Zersetzung des Schwefelkohlenstoffes mit den nachteiligen und gefährlichen Begleiterscheinungen vermieden. Außerdem wird durch das neue Verfahren der Vorteil einer besonders wirtschaftlichen Gewinnung reinen Schwefels erzielt, da nur eine verhältnismäßig geringe Menge von Säure zur Reinigung erforderlich ist, die Reinigung außerdem besonders schnell erfolgt und ein Lagern der Lösung fortfällt. Schließlich kann auch die gereinigte Schwefellösung kontinuierlich verdampft werden, wodurch eine weitere Ersparnis in der Menge des in einer bestimmten Zeit in Gebrauch befindlichen Lösungsmittels erzielt wird. Infolge der kontinuierlichen Ausführung der Reinigung des verunreinigten Schwefels kann im Gegenstromprinzip in einem einzigen Behälter gearbeitet werden, in welchem gegebenenfalls auch schon ein TeilderTrennung erfolgt, während die Vollendung der Trennung in einem besonderen Abscheidungsgefäß durchgeführt wird.
  • Die Zeichnung veranschaulicht eine zur Durchführung des neuen Verfahrens geeignete Vorrichtung in schematischer Darstellung.
  • Der Säurebehälter i weist ein Rührwerk X mit einer Anzahl von Flügeln und an der Innenseite Vorsprünge Y auf, so daß die Flüssigkeit in dem Behälter i eine starke Bewegung und Mischung erfährt. Unreine Schwefellösung fließt durch die Leitung A am Boden des Behälters i ein und nach Durchgang durch den Behälter durch die Leitung 2 am oberen Ende des Behälters aus. Die rauchende Schwefelsäure wird in den Behälter i bei B eingelassen und durch die Leitung 3 am unteren Ende des Behälters abgezogen. Die Leitung 3 steht mit einem Überlauf q. in Verbindung, welcher derart angeordnet ist, daß der Behälter stets voll Säure gehalten wird und die unreine Schwefellösung durch die Säure nach aufwärts fließen muß. Durch das Rührwerk X werden unreine Schwefellösung und rauchende Schwefelsäure im Gegenstrom innig vermischt, obwohl die Dauer der Vermischung nur kurz ist. Die Säure in der Nähe des Bodens des Behälters i enthält nicht viel Schwefellösung; dagegen enthält die durch die Leitung 2 abfließende Schwefellösung etwas Säure. Die ausfließende Schwefellösung wird kontinuierlich dem Behälter 5 zugeführt, in welchem eine kontinuierliche Trennung der Säure und der Schwefellösung stattfindet. Die Schwefellösung wird bei D und die Säure bei E aus dem Behälter 5 abgezogen. Der Abstand zwischen den Auslässen E und D und zwischen dem Auslaß 2 und dem Überlauf q. ist dem spezifischen Gewicht von Schwefellösung und rauchender Schwefelsäure anzupassen.
  • Die aus dem Behälter 5 bei D ausfließende gereinigte Schwefellösung kann vor der Verdampfung von letzten Säureresten erfindungsgemäß durch Neutralisieren dieser, z. B. durch Überfließen über Kalk, Marmor oder andere geeignete Neutralisationsmittel, befreit werden. Die durch die Leitung 3 aus dem Behälter i ausfließende, Teer oder sonstige organische Verunreinigungen enthaltende Säure kann gegebenenfalls dazu benutzt werden, die unreine Schwefellösung vor dem Eintritt in den Behälter i zu entwässern.
  • Das neue Verfahren kann zur Reinigung von Schwefel mit beliebigem Gehalt ari Teer oder sonstigen organischen Verunreinigungen angewendet werden. Besonders häufig enthält der Schwefel etwa 2 bis 5 °/o teerige Verunreinigungen. Durch das neue Verfahren wird der Schwefel von diesen Verunreinigungen praktisch vollkommen befreit.
  • Die in jedem Falle benötigte Menge an rauchender Schwefelsäure kann durch Vorversuche im Laboratorium oder dadurch bestimmt werden, daß die Säure in abgemessenen Mengen nach und nach zu der unreinen Schwefellösung gegeben und die Lösung jedesmal geprüft wird, bis eine Probe zeigt, daß der Schwefel von teerigen Bestandteilen vollständig befreit ist.
  • Es ist durch Versuche gefunden worden, daß etwa I,4 ccm einer 6oprozentigen rauchenden Schwefelsäure i g Teer aus dem Schwefel entfernt. Die je nach der Art der Schwefellösuug erforderliche Menge an rauchender Schwefelsäure kann demnach auch nach dieser Formel berechnet werden.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE; i. Verfahren zur Gewinnung von reinem Schwefel aus Lösungen von durch Teer oder andere organische Verbindungen verunreinigtem Schwefel in Schwefelkohlenstoff durch Behandlung mit rauchender Schwefelsäure, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwefelkohlenstofflösungen und die notwendige rauchende Schwefelsäure in einem mit Rührwerk ausgestatteten Behälter kontinuierlich zur Einwirkung gebracht, die ständig überlaufende Lösung in ein Abscheidungsgefäß geleitet wird, aus dem am oberen Ende kontinuierlich die gereinigte und auch von Säure, die am Boden abgezogen wird, befreite Schwefellösung abläuft, worauf das Lösungsmittel verdampft wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die gereinigte Schwefellösung vor der Verdampfung von letzten Säureanteilen durch Neutralisieren dieser, z. B. durch Überfließen über Kalk oder Marmor oder andere geeignete Neutralisationsmittel, befreit wird.
DEM116741D 1931-09-01 1931-09-01 Verfahren zur Gewinnung von reinem Schwefel Expired DE603807C (de)

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