DE1263755B - Verfahren zur Herstellung von Thiophosphorsaeure-O, O-dialkylesterchloriden - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Thiophosphorsaeure-O, O-dialkylesterchloridenInfo
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Description
DEUTSCHES 4w9w^ PATENTAMT DeutscheKl.: 12 ο-23/03
Nummer: 1 263 755
Aktenzeichen: S105965IV b/12 ο
263 755 Anmeldetag: 20.September 1966
Auslegetag: 21. März 1968
Es ist bereits bekannt. Verbindungen der allgemeinen Formel
(RO)2Pf
nach einem Zweistufenverfahren herzustellen, das darin besteht, zunächst einen Dithiophosphorsäure-0,0-dialkylester
gemäß der Gleichung
,s
P2S5 + 4 ROH » 2' (RO)2P^' +H2S
xSH
herzustellen und den Dithiophosphorsäure-0,0-dialkylester zu chlorieren (USA.-Patentschrift 2 692 893,
deutsche Auslegeschrift 1 191 369).
Gemäß einer Ausführungsweise arbeitet man hierbei mit äquimolaren Mengen an Reaktionskomponenten
:
(RO)2PS — SH + Cl2 -> HCl + (RO)2PS — Cl + S
Die Reaktion erfolgt mit einer Ausbeute, die im allgemeinen unterhalb 75% der Theorie, bezogen auf
den Dithiophosphorsäure-0,0-dialky!ester liegt. Das Säurechlorid wird durch Destillation abgetrennt.
Die Nebenprodukte liegen im allgemeinen vermischt mit Schwefel in Form eines teerigen, übelriechenden
Destillationsrückstands vor.
Gemäß einer anderen Arbeitsweise führt man die folgende Reaktion durch:
2 (RO)2PS — SH + 3 Cl2
-» 2 HCl + 2 (RO)2PS — Cl + S2Cl2
Die Reaktion erfolgt mit besserer Ausbeute, jedoch ist die Entfernung des Dischwefeldichlorids problematisch.
Eine Destillation der Reaktionsmasse erniedrigt die Ausbeute, da Dischwefeldichlorid in der Wärme
mit dem Säurechlorid reagiert; die Hydrolyse des Dischwefeldichlorids durch Zugabe von Wasser führt
zu einem gummiartigen Niederschlag, in welchem der Schwefel in einer plastischen Form verteilt ist, was
die Isolierung des Säurechlorids erheblich stört; die Zerstörung des Dischwefeldichlorids durch ein Sulfit
(deutsche Patentschrift 951 718) ermöglicht, gute Ausbeuten zu erzielen, doch erfordert dies die Vorwendung
großer Reagensmengen. Außerdem treten hierbei als NebenpiOdukte Bisulfite, Thiosulfate und
Verfahren zur Herstellung von
Thiophosphorsäure-0,0-dialkylesterchloriden
Thiophosphorsäure-0,0-dialkylesterchloriden
Anmelder:
Rhone-Poulenc S. A., Paris
Vertreter:
Dr. F. Zumstein,
Dipl.-Chem. Dr. rer. nat. Ε. Assmann,
Dipl.-Chem. Dr. R. Koenigsberger
und Dipl.-Phys. R. Holzbauer, Patentanwälte,
8000 München 2, Bräuhausstr. 4
Dipl.-Chem. Dr. R. Koenigsberger
und Dipl.-Phys. R. Holzbauer, Patentanwälte,
8000 München 2, Bräuhausstr. 4
Als Erfinder benannt:
Jean-Francois Corbin, Montgeron, Essonnes;
Paul Anglaret,
Paul Anglaret,
PHay Ies Roses, Val de Marne (Frankreich)
Beanspruchte Priorität:
Frankreich vom 12. Oktober 1965 (34 718)
Polythionate auf, deren Beseitigung Schwierigkeiten bereitet. Man verliert so den durch die Erhöhung der
Ausbeute erzielten Vorteil.
Aus Houben — Weyl, Methoden der organischen Chemie, XII, 12 (1964), S. 613, ist bekannt,
daß bei der Chlorierung von Dithiophosphorsäure-Ο,Ο-diestern im Molverhältnis 1,5 : 1 im wesentlichen
als Nebenprodukt Dischwefeldichlorid entsteht; dieses Verfahren weist jedoch technische Nachteile
auf.
Es ist auch bekannt, das Säurechlorid direkt durch gleichzeitiges Zusammenbringen der folgenden drei
Reagenzien gemäß dem folgenden Schema herzustellen :
P2S5 + 4 ROH + 3 Cl2
2 (RO)2PS — Cl + 4 HCl + 3 S
Dieses Verfahren ist zwar einfacher durchzuführen, doch sind die Ausbeuten ziemlich gering; sie liegen in
der Größenordnung von 60 bis 73%, bezogen auf Phosphor(V) - sulfid (deutsche Auslegeschrift
191 369).
Die vorliegende Erfindung betrifft ein verbessertes Verfahren zur Herstellung von Thiophosphorsäure-
809 519/6*7
1 26
Ο,Ο-diallcylesterchloriden der allgemeinen Formel
(RO)2Pf
xCl
in der R jeweils einen Ci- bis C«-Alkyirest bedeutet, durch Reaktion von Phosphorpentasulfid mit einenv
entsprechenden aliphatischen Alkohol, Chlorierung des Dithiophosphorsäure-0,0-dialkylesters bei niedrigen
Temperaturen, wobei ein Molverhältnis von 1,25 bis 1,55 : 1 einzuhalten ist, und Abtrennung des
gebildeten Säurechlorids durch Destillation, das dadurch gekennzeichnet ist, daß man das Chlorierungsgemisch mit Schwefelwasserstoff behandelt. Man erhält
unter diesen Bedingungen einen Niederschlag von Schwefel mit einem Minimum an Nebenprodukten.
Es genügt, die Masse im Vakuum zu destillieren und das Destillat mit Wasser zu waschen, um das
Säurechlorid sowohl in hoher Ausbeute als auch mit hohem Reinheitsgrad zu erhalten. Man führt die
Reaktionen im allgemeinen in einem Lösungsmittel durch.
Beispiele für brauchbare Lösungsmittel sind die aromatischen Kohlenwasserstoffe (beispielsweise Benzol,
Toluol, Xylole) und die halogenierten Lösungsmittel (beispielsweise Tetrachlorkohlenstoff).
Die Chlorierung wird in der Kälte, im allgemeinen zwischen —5 und +30'C, vorzugsweise zwischen 0
und 10"C, durchgeführt. Der Mengenanteil an Chlor, der die besten Ergebnisse liefert, entspricht nicht
genau einem der Reaktionsschemas. Man erhält die besten Ergebnisse bei Umsetzung von 1,25 bis 1,55
und insbesondere 1,3*0 bis 1,45 Mol Chlor je Mol Dithiophosphorsäure-0,0-dialkylester.
Diese Mengenanteile entsprechen der Bildung von einer kleinen Menge freien Schwefels ab dieser Stufe, die nicht
stört, und einem geringen Verbrauch an Chlor.
Die Reaktion des Schwefelwasserstoffs mit Dischwefelchlorid
H2S + S2Cl2 -► 2 HCl + 3 S
erfolgt bei mäßiger Temperatur, insbesondere bei einer Temperatur zwischen 30 und 40' C, und im
allgemeinen in Abwesenheit von Feuchtigkeit.
Nach Zersetzung des Dischwefelchlorids ergibt eine einfache Destillation im Vakuum einerseits das
Säurechlorid, gelöst in seinem Lösungsmittel, mit ein wenig Verunreinigungen, und andererseits einen
festen Rückstand, der im wesentlichen aus Schwefel besteht.
Durch Waschen des Destillats mit wäßriger alkalischer Lösung und anschließendes Trocknen erhält
man eine reine Lösung des Säurechlorids in seinem Lösungsmittel, das direkt weiter verarbeitbar ist.
Die folgenden Beispiele erläutern die Erfindung.
In einen mit Rührer, Heizung, Rückflußkühler und Tropftrichter ausgestatteten 10 -1 - Dreihalskolben
bringt man 2,76 1 Xylol und 2,5 kg P2Ss ein. Man erwärmt die Masse auf 90° C und läßt dann innerhalb
von 2 Stunden 2,02 kg wasserfreies Äthanol einfließen, wobei man die Masse auf 90c C hält. Es entwickelt
sich Schwefelwasserstoff.
Anschließend hält man die Masse unter einem schwachen Stickstoffstrom 3 Stunden bei 90° C, läßt
sie dann abkühlen und filtriert.
3 755
Man erhält 6,820 kg einer Lösung, die nach einer acidimetrischen Titration 4,092 kg Dithiophosphorsäure-0,0-diäthylester
enthält.
In einen Kolben mit einem Fassungsvermögen von. 101 bringt man unter Kühlen die zuvor erhaltene Xylollösung und 44 g Phosphortrichlorid ein. Sobald die Temperatur ungefähr O0C beträgt, leitet man in den Kolben einen Chlorstrom in einer Menge von 360 g/h ein. Das zugeführte Chlorgas wird mit dem ίο durch die Reaktion gebildeten und im Kreislauf geführten Chlorwasserstoff verdünnt.
In einen Kolben mit einem Fassungsvermögen von. 101 bringt man unter Kühlen die zuvor erhaltene Xylollösung und 44 g Phosphortrichlorid ein. Sobald die Temperatur ungefähr O0C beträgt, leitet man in den Kolben einen Chlorstrom in einer Menge von 360 g/h ein. Das zugeführte Chlorgas wird mit dem ίο durch die Reaktion gebildeten und im Kreislauf geführten Chlorwasserstoff verdünnt.
Während der gesamten Chlorierung wird die Temperatur zwischen 0 und 2°C gehalten.
Wenn 2,187 kg Chlor absorbiert sind, überführt man die Reaktionslösung in einen 10-1-Dreihalskolben.
Dieser Kolben und alle mit ihm in Verbindung' stehenden Teile wurden zuvor mit Schwefelwasserstoff
gefüllt. Man bringt die Reaktionslösung auf 35°C und führt Schwefelwasserstoffgas ein.
Der gebildete Chlorwasserstoff führt bei seiner Entwicklung einen beträchtlichen Mengenanteil H2S
mit sich. Das Gemisch der beiden Gase wird durch eine Kolonne geleitet, die mit siedendem Wasser gespeist
wird, das den Chlorwasserstoff selektiv absorbiert.
Der den Absorber verlassende feuchte Schwefelwasserstoff wird in einer Gegenstromkolonne mit
Hilfe einer gesättigten Calciumbromidlösung getrocknet und in die Reaktionsmasse zurückgeführt.
Die Absorption von Schwefelwasserstoff hört auf, nachdem eine Menge Schwefelwasserstoff verbraucht
ist, die praktisch' der durch die Synthese des Dithiophosphorsäure-0,0-diäthy!esters
erzeugten Menge äquivalent ist.
Man spült mit Stickstoff nach und destilliert die Reaktionsmasse dann unter 4 mm Hg bis zu einer
Rückstandstemperatur von 150 C.
Man erhält so einen Destillationsrückstand, der 1,385 kg wiegt und im wesentlichen aus Schwefel besteht,
und 6,380 kg Destillat.
Dieses Destillat wird 10 Minuten mit 3,5 1 Wasser, das 220 g Na2COe enthält, durchgeschüttelt. Man
trennt die organische Schicht ab und trocknet sie über Natriumsulfat. Man erhält 6,1 kg einer Lösung,
die 3,950 kg Thiophosphorsäure-0,0-diäthylesterchlorid und praktisch keine Verunreinigungen enthält.
Die Ausbeute beträgt somit 95,3%, bezogen auf eingesetzten Dithiophosphorsäure-0,0-diäthylester,
und 91,5°/o, bezogen auf eingesetztes P2S.->.
B e i s ρ i e 1 2
Man arbeitet wie im Beispiel 1 und setzt so 2.5 kg P2S5 mit 1,4 kg Methanol in 2,65 1 Xylol um. Man erhält
5,575 kg Lösung, die nach ihrer acidimetrischen Titration 3,275 kg Dithiophosphorsäure-O.O-dimethylester
enthält.
Die erhaltene Reaktionsmasse wird mit 2.08 kg Chlor unter den gleichen Bedingungen wie im vorhergehenden
Beispiel behandelt.
Anschließend wird sie wie im Beispiel 1 mit dem Schwefelwasserstoff behandelt. In einer Stunde wird
praktisch die zu der Zusetzung des gebildeten Schwefelmonochlorids notwendige H2S-Menge absorbiert.
Nach Destillation und Waschen mit wäßriger Alkalicarbonatlösung fallen 5,47 kg einer Lösung an,
die 3,07 kg Thiophosphorsäure-0,0-dimethylester-
Claims (1)
1
chlorid und praktisch keine Verunreinigungen enthalten. Die Ausbeute beträgt somit 92,3%, bezogen
auf die titrierte Dithiophosphorsäure-0,0-dimethylester, und 85,l°/o, bezogen auf eingesetztes PoS.-,.
Patentanspruch:
Verfahren zur Herstellung von Thiophosphorsäure-0,0-dialkylesterchloriden der allgemeinen
Formel g
(RO)2-P^
xCl
xCl
in der R einen Ci- bis C«-Alkylrest bedeutet, durch
755
Reaktion von Phosphorpentasulfid mit einem entsprechenden aliphatischen Alkohol, Chlorierung
des Dithiophosphorsäure-0,0-diaIkylesters bei niedrigen Temperaturen, wobei ein Molverhältnis
von 1,25 bis 1,55 : 1 einzuhalten ist, und Abtrennung des gebildeten Säurechlorids durch Destillation,
dadurch gekennzeichnet, daß man das Chlorierungsgemisch mit Schwefelwasserstoff behandelt.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Houben — Weyl, Methoden der organischen Chemie«, Bd. 12/2, 1964, S. 613.
Houben — Weyl, Methoden der organischen Chemie«, Bd. 12/2, 1964, S. 613.
S09 519/617 3.6» G Buodeidruckerei BerUn
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| FR34718A FR1466354A (fr) | 1965-10-12 | 1965-10-12 | Procédé de préparation des chlordialcoylthiophosphates |
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| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
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| DE1263755C2 DE1263755C2 (de) | 1976-02-26 |
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ID=8590316
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
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- 1966-10-11 GB GB45467/66A patent/GB1153276A/en not_active Expired
Non-Patent Citations (1)
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| CH468412A (fr) | 1969-02-15 |
| GB1153276A (en) | 1969-05-29 |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| E77 | Valid patent as to the heymanns-index 1977 |