[go: up one dir, main page]

DE869815C - Verfahren zum Anbringen von Leuchtstoffen auf den Waenden elektrischer Entladungsgefaesse - Google Patents

Verfahren zum Anbringen von Leuchtstoffen auf den Waenden elektrischer Entladungsgefaesse

Info

Publication number
DE869815C
DE869815C DEW893A DEW0000893A DE869815C DE 869815 C DE869815 C DE 869815C DE W893 A DEW893 A DE W893A DE W0000893 A DEW0000893 A DE W0000893A DE 869815 C DE869815 C DE 869815C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
substances
wetting agents
walls
phosphors
dichloride
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEW893A
Other languages
English (en)
Inventor
Wilhelm Dipl-Chem Weber
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Flor & Sohn Albert
Original Assignee
Flor & Sohn Albert
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Flor & Sohn Albert filed Critical Flor & Sohn Albert
Priority to DEW893A priority Critical patent/DE869815C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE869815C publication Critical patent/DE869815C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09KMATERIALS FOR MISCELLANEOUS APPLICATIONS, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE
    • C09K11/00Luminescent, e.g. electroluminescent, chemiluminescent materials
    • C09K11/02Use of particular materials as binders, particle coatings or suspension media therefor

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Paints Or Removers (AREA)
  • Luminescent Compositions (AREA)

Description

  • Verfahren zum Anbringen von Leuchtstoffen auf den Wänden elektrischer Entladungsgefäße Die Erfindung betrifft ein Verfahren, um Leuchtstoffe oder feste pulverförmige Stoffe in Gasentladungsgefäße, Hochvakuumröhren, Kathodenstrahlröhren usw. einzubringen.
  • Als Haftmittel wird ein Siliconöl verwendet, das durch Hydrolyse und anschließende Polymerisation von silicoorganischen Verbindungen entsteht. Als silicoorganische Verbindungen können Stoffe vom Thypus des Dimethylsiliciumdichlorides verwendet werden. Es können auch solche Stoffe verwendet werden, bei denen die Methylgruppe durch eine Äthyl- oder Porpylgruppe ersetzt ist. Weiterhin kann auch das Chlor durch andere Halogene, Stickstoff, Schwefel oder oxyorganische Gruppen ersetzt werden. Normalerweise genügt der Wasserdampfgehalt der Luft oder die auf den Wänden haftende Wasserdampfschicht zur Hydrolyse bzw. Verseifung der silicoorganischen Verbindungen besonders dann, wenn diese vorher einer Wasserdampfatmosphäre ausgesetzt werden. Dem so entstandenen Siliconölfilm haften jedoch nachstehende Mängel an: z. Die Dicke des so entstandenen Siliconölfilms und damit auch die Dichte und Gleichmäßigkeit des Leuchtstoffilms hängen in starkem Maße von der vorhandenen Luftfeuchtigkeit ab, weiterhin von der Temperatur und von der Gleichmäßigkeit der Wasserdampfhaut der mit Leuchtstoffen zu überziehenden Wände; a. das durch Hydrolyse undPolymerisation entstandene - Siliconöl ist =stark wasserabweisend und beeinträchtigt den glatten Ablauf der Hydrolyse-der silicoörganischen Verbindungen.
  • Zur Beseitigung dieser Nachteile werden-erfindungsgemäß noch zusätzlich Stoffe verwendet, die nachstehende Eigenschaften haben: z. Hygroskopische Stoffe, 2: Stoffe, die stark wasserhaltig sind, 3: Stoffe, die durch entsprechende Vorbehandlung die unter i: und 2. angeführten Eigenschaften 'erlangen.
  • Stoffe mit vörbeschriebenen Eigenschaften werden einzeln. oder auch kombiniert für sich in die Entladungsgefäße in flüssigem oder dämpfföhnigem Zustand eingebracht. Das gleiche. gilt auch, für die anschließend einzubringenden silicoorganischen -Verbindungen. Auch hier können Kombinationen-verschiedener silicoorganischer Verbindungen Verwendung finden.
  • In Fällen, wo es möglich ist, können auch die silicoorganischen Verbindungen zusammen mit den unter A i bis A 3 angeführten Stoffen eingebracht werden. Die unter A i bis A 3 angeführten Stoffe werden nachstehend kurz als Benetzet bezeichnet. Als Benetzet können unter anderen nachstehend angeführte Stoffe Verwendung finden: - B.
  • i. Hydrazin, Hydroxylamminhydroxyd, mehrwertige Alkohole, 2. Phosphorsäure, -3. Stoffe, die durch Hydrolyse erst einen Aenetzer ergeben, wie z. B. Bortrichlorid, Siliciumtetrachlorid, Phosphortrichlorid, Stoffe, die' durch Wasseraufnahme erst zu Benetzern werden, wie z. B. Phosphorphentoxyd. Letzteres kann durch Verbrennen von Phosphor erzeugt werden. - - -Die unter B angeführten Stoffe sind- zum Teil als Haftmittel bekannt, reagieren jedoch zum Teil mit den Leuchtstoffen selbst und geben Anlaß zu unerwünschten Änderungen der Leuchtstoffe: Diese - ürierwünschten Eigenschaften zeigen diese Stoffe jedoch nicht; wenn sie in Form von Benetzern Verwendung finden. Der Grund hierfür ist der, daß durch den gebildeten Siliconölfilm der. Leuchtstoff 'von dem Benetzet isoliert wird. Somit kann auch keine Einwirkung auf den Leuchtstoff stattfinden. Das Haftmittel ist in allen Fällen das Siliconöl.
  • Wird Phosphorsäure als Benetzet verwendet, so reagiert diese bei thermischer Nachbehandlung mit dem Siliconöl unter Abspaltung der .organischen Grüppen des Silicons und mineralisiert dieses zu Kieselphosphat. Kieselphosphat ist ein ausgezeichnetes Bindemittel und verankert den Leuchtstoff sehr fest mit den Glaswänden der Entladungsröhren und zeigt auch eine genügende Haftfestigkeit bei metallischen Wänden. Weiterhin ist-- das gebildete Kieselphosphat für sichtbares und ultraviolettes Licht gut durchlässig. _ -Die thermische Nachbehandlung geschieht vorteilhafterweise am besten in einer oxydierenden Atmosphäre.
  • Bei Verwendung anderer Benetzet als Phosphorsäure verbleibt als Bindemittel ein Kieselsäureskelett, das ebenfalls gut haftet und auch keine schädliche Einwirkung auf den Leuchtstoff ausübt.
  • # Ein Teil der unter B angeführten Benetzet hat noch die Eigenschaft, die bei der Hydrolyse von Dimethylsiliciumdichlorid gebildete gasförmige Salzsäure zu neutralisieren: In Fällen, wo keine Neutralisation stattfindet, ist ein Durchblasen von mit Ammoniäkdämpfen beladener Luft zu empfehlen.
  • Das Überziehen -der Wände mit dem Siliconölfilm kann in einfacher Weise dadurch erfolgen, daß mit Dimethylsiliciumdichloriddämpfen beladene Luft durch die Gasentladungsröhren geblasen wird.
  • Das Einbringen des Leuchtstoffes erfolgt in bekannter Weise durch Einstäuben des Leuchtstoffes in trockner, pulvriger Form.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Einbringen von Leuchtstoffen oder festen pulverförmigen Stoffen in- Gasentlädungsgefäßen, Kathodenstrahlröhren, Hochvakuum- oder ähnlichen Röhren, dadurch gekennzeichnet, daß als Haftmittel ein durch Hydrolyse und Polymerisation von . Dimethylsiliciumdichlorid gebildetes Siliconöl in Gegenwart von Benetzern verwendet wird und daß als Benetzcr Stoffe dienen, die hygroskopisch oder stark wasserhaltig sind oder durch entsprechende Behandlung diese Eigenschaft annehmen. 2: Verfahren nach Anspruch i, dadurch Bekennzeichnet, daß an Stelle von Dimethylsilicium-- dichlorid solche Stoffe Anwendung finden, bei denen die Methylgrüppe durch die Äthyl- oder Prophylgruppe und/oder das Chlor durch andere Halogene, Schwefel, Stickstoff oder oxyorganische Gruppen ersetzt ist. 3. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Einbringen von Dimethylsiliciumdichlorid und. des Benetzers nacheinander oder auch gleichzeitig in flüssigem oder dampfförmigem Zustand erfolgt. . q.: Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet; daß Kombinationen von silicöörganischen Stoffen verwendet werden. 5. Verfahren nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, daß Kombinationen von Benetzern verwendet werden. 6. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, däß durch Wahl geeigneter Benetzet durch thermische Nachbehandlung Bindemittel von besonderen Eigenschaften erzielt werden.
DEW893A 1950-01-18 1950-01-18 Verfahren zum Anbringen von Leuchtstoffen auf den Waenden elektrischer Entladungsgefaesse Expired DE869815C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEW893A DE869815C (de) 1950-01-18 1950-01-18 Verfahren zum Anbringen von Leuchtstoffen auf den Waenden elektrischer Entladungsgefaesse

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEW893A DE869815C (de) 1950-01-18 1950-01-18 Verfahren zum Anbringen von Leuchtstoffen auf den Waenden elektrischer Entladungsgefaesse

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE869815C true DE869815C (de) 1953-03-09

Family

ID=7590991

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEW893A Expired DE869815C (de) 1950-01-18 1950-01-18 Verfahren zum Anbringen von Leuchtstoffen auf den Waenden elektrischer Entladungsgefaesse

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE869815C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1058153B (de) * 1957-10-19 1959-05-27 Auergesellschaft Ag Verfahren zur Herstellung von Leuchtkacheln

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1058153B (de) * 1957-10-19 1959-05-27 Auergesellschaft Ag Verfahren zur Herstellung von Leuchtkacheln

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2748256A1 (de) Kontaktlinse
DE19527785A1 (de) Wasserstoff-Trennmembran und Verfahren zu deren Herstellung
DE869815C (de) Verfahren zum Anbringen von Leuchtstoffen auf den Waenden elektrischer Entladungsgefaesse
DE734114C (de) Kolben fuer Braunsche Roehren zu Fernsehzwecken mit einer aus kolloidalen Kohlenstoffloesungen gebildeten Kohlenstoffschicht auf der Innenwandung des Kolbens
DE1545095A1 (de) Leuchtgemisch sowie Verfahren und Vorrichtung zu seiner Herstellung
US5200233A (en) Method of applying phosphor particles to surfaces
DE903011C (de) Verfahren zur Erzeugung einer UEberzugsschicht aus feinkoernigen Pulverstoffen auf den Glasgefaessen elektrischer Lampen
DE1644003A1 (de) Verfahren zum Dotieren von Halbleiterkristallen
DE908699C (de) Verfahren zur Herstellung lumineszierender Schirme, insbesondere bei elektrischen Entladungslampen
DE1301188B (de) Verfahren und Vorrichtung zum Aufbringen von Schichten aus Metalloxid
DE1415606A1 (de) Verfahren zur Regulierung der elektrischen Eigenschaften von kristallinem Siliziumkarbid
JPS52107769A (en) Color picture tube and its manufacture
GB1209211A (en) Improvements in and relating to a method for producing filamentary materials and apparatus therefor
DE444914C (de) Herstellung weitporiger aktiver Kieselsaeure
DE905453C (de) Verfahren zur Herstellung von lumineszierenden Schirmen, insbesondere in elektrischen Gasentladungslampen
DE1080275B (de) Verfahren zum UEberziehen von aus Glas, Quarz, keramischen Stoffen oder Metall bestehenden Gegenstaenden mit Metalloxydschichten
DE1046840B (de) Innenmattierte Gluehlampe und Verfahren zum Mattieren derselben
DE879510C (de) Verfahren zum Auftragen von Leuchtstoffpulvern auf Glas oder glasartige Unterlagen
DE1225939B (de) Verfahren zur Herstellung einer aus mehreren Lagen zusammengesetzten duennen Schicht durch Hochvakuumbedampfung
DE461635C (de) Verfahren zur Herstellung von Wasserstoffsuperoxyd
DE413347C (de) Verfahren zur lonisierung der Luft mit Hilfe von ultraviolettem Licht
DE464661C (de) Elektrische Gluehlampe
DE762385C (de) Elektrische Niederdruck-Quecksilberdampfentladungsroehre mit Leucht-stoffbelag und Verfahren zur Herstellung des Leuchtstoffpulvers
DE544194C (de) Verfahren zur Herstellung von Phosphorpentoxyd
AT241719B (de) Verfahren zur Herstellung dauerhafter Siliconüberzüge auf glasartigen und/oder verglasten Oberflächen