DE1046840B - Innenmattierte Gluehlampe und Verfahren zum Mattieren derselben - Google Patents
Innenmattierte Gluehlampe und Verfahren zum Mattieren derselbenInfo
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Classifications
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- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01K—ELECTRIC INCANDESCENT LAMPS
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- H01K1/28—Envelopes; Vessels
- H01K1/32—Envelopes; Vessels provided with coatings on the walls; Vessels or coatings thereon characterised by the material thereof
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Description
- Innenmattierte Glühlampe und Verfahren zum Mattieren derselben Die Erfindung bezieht sich auf elektrische Glühiampen mit innenmattiertem Kolben und auf das Mattieren derselben.
- Bekanntlich ist es allgemein üblich, die Glühlampenkolben mit Fluorwasserstoff oder fluorhaltigen Verbindungen zu mattieren, doch sind auch mechanische Mattierungsverfahren bekannt. Ein gemeinsamer Nachteil all dieser Verfahren ist die ihrerseits verursachte Verringerung der mechanischen Festigkeit von derart mattierten Glaskolben. Bei der chemischen Mattierung bleiben außerdem am Kolben schwer entfernbare Fluoridreste haften, die, in Innenform in. den Gasraum gelangend, schädlich sein können.
- Neuerdings wurden auch solche Glühlampen bekannt, deren Kolben an ihren Innenwandflächen mit lichtverteilenden Überzügen diverser Beschaffenheit versehen sind. Diese Überzüge können aus Oxyden verschiedenster Art oder aus farbigen Pigmenten bestehen, von denen einige auch Getterwirkung aufweisen. Diese Überzüge dienen zum Erzielen von opalähnlichen oder farbigen Lichteffekten. Ein sehr oft hierfür verwendetes Pigment ist das Siliciumdioxyd, welches in Form von feinen, in der Größenordnung des Mikrons liegenden Körnchen und in einer durchschnittlich etwa 1 mg/cm2 betragenden Menge auf die Kolbenwand aufgetragen wird. Diese Siliciumdioxyd-Körnchen sind meistens amorphe, kugelförmige Körper, die durch Verbrennung von organischen Siliciumverbindungen hergestellt werden. Zum Erzielen mattierter Effekte sind jedoch diese Körnchen gerade wegen ihrer Kugelform selbst bei Verwendung noch geringerer Mengen pro cm2 Kolbenfläche ungeeignet, da diese Körnchen keine spiegelnde Oberfläche bilden können.
- Es ist ferner auch bekannt, daß verschiedene organische Siliciumverbindungen, an Glasoberflächen zersetzt, als Bindemittelschichten dienen können, oder mit anderen geeigneten Stoffen vermischt und gemeinsam aufgetragen, Bindemittel bilden können. In solchen Fällen besitzt das infolge einer Wärmeeinwirkung und/oder hydrolytischer Wirkung entstehende Siliciumdioxyd eine filmartige Struktur, die das durchfallende Licht nicht zerstreut.
- Die Erfindung beruht auf der Erkenntnis, daß das Siliciumdioxyd auch zum Herstellen von Glühlampenkolben mattierten Charakters geeignet ist, falls die an der Innenwandfläche des Kolbens befindliche Menge desselben unter 0,3 mg/cm2 liegt und außerdem die die Größenordnung des Mikrons aufweisenden Siliciumdioxydkörnchen nicht kugelförmig, sondern durch ebene Flächen begrenzt sind. Es wurde ferner erkannt, daß ein solcher Überzug derart hergestellt werden kann, daß man organische Siliciumverbindungen hydrolytisch, bei unter 100° C liegenden Temperaturen, zersetzt und den derart gewonnenen Überzug erforderlichenfalls erst hiernach einer Wärmebehandlung unterwirft, in deren Verlauf das gegebenenfalls verwendete, eine gleichmäßigere Verteilung der Körnchen sichernde, Silicium nicht enthaltende, organische Bindemittel ausgebrannt wird.
- Die Erfindung wird nachstehend im Zusammenhang mit einem Ausführungsbeispiel näher beschrieben.
- In einem in bekannter Weise gereinigten und getrockneten Glühlampenkolben, dessen Innenwandfläche also rein und trocken ist, wird durch Eingießen oder Einspritzen eine Lösung eingebracht, die aus in 100 ml Aceton gelösten 1 g Kollo dium und 10 ml Tetraäthylkieselsäureester mit einem Gehalt an etwa 40% Si02 besteht. Nach Entfernung der Flüssigkeit trocknet die an,der Kolbenwand haftend bleibende Flüssigkeitshaut ein und enthält den Ausgangsstoff, aus welchem die erforderliche, unter 'J,3 mg/cm2 liegende Menge des Siliciumdioxy ds gebildet werden kann. Nach der Trocknung dieses Überzugs wird der Kolben mit Wasserdampf behandelt, wodurch der überwiegende Teil des Tetraäthylkieselsäureesters im Kollodiumfilm hydrolysiert und zu Siliciumdioxyd umgewandelt wird. Hiernach wird der Kolben einer Wärmebehandlung unterworfen, die das Ausbrennen sämtlicher organischer Stoffe bewirkt.
- An der Innenwandfläche des derart behandelten Kolbens wird sich reines Siliciumdioxyd in Form von solchen Körnchen befinden, deren Begrenzungsflächen eben sind, und deren Durchmesser bzw. Größe unter einem Mikron liegt. Die mit einem solchen Kolben versehene Glühlampe besitzt matten Charakter, d. h., strahlt zerstreutes Licht aus. Der durch den neuen Überzug des Kolbens verursachte Lichtverlust der Lampe ist- gering, da er zwischen -etwa 2 und 5 %O liegt.
- Der die obengenannten Eigenschaften aufweisende Überzug der Kolbeninnenwandfläche kann erfindungsgemäß auch anderswie hergestellt werden, als im obigen Beispiel angegeben wurde, indem man z. B. statt Tetraäthylkieselsäureester eine andere geeignete organische Siliciumverbindung ähnlicher Struktur verwendet, z. B. Methylsilicat oder ein Alkyl- oder Arylsilicat. An Stelle des Köllodiums kann auch ein anderer geeigneter filmbildender Stoff verwendet werden, dessen Verwendung aber auch ganz wegbleiben kann, da die meisten organischen Siliciumverbindungen obengenannter Struktur schon an sich filmbildende Stoffe sind. Der hydrolysierende Stoff kann nicht nur in Dampfform, sondern auch in Flüssigkeitsform zur Verwendung gelangen.
- Die Erfindung kann mit gleichen Vorteilen sowohl bei Weichglaskolben wie bei Hartglaskolben, j a sogar auch bei siliciumarmen oder sogar ganz siliciumfreien Spezialglasflächen Verwendung finden.
Claims (3)
- - PATENTANSPRÜCH I# 1. Innenmattierte Glühlampe, deren Kolben an seiner Innenwandfläche einen aus Siliciumdioxyd bestehenden Überzug trägt, dadurch gekennzeichnet, daß der den mattierten Charakter der Lampe sichernde Siliciumdioxydüberzug aus Körnchen von Mikrongrößenanordnung besteht, deren Begrenzungsflächen ebene Flächen sind und die an der Kolbenwand in einer 0,3 mg pro cm2 nicht übersteigenden Menge vorhanden sind.
- 2. Verfahren zum Mattieren der Glühlampe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß auf die Kodbeninnenwand eine hydrolysierhare organische Siliciumverbindung, vorteilhaft Tetraäthylkieselsäureester mit einem Gehalt an etwa 40"/o S'02, in der Form eines Films aufgetragen, hiernach bei einer unterhalb 100° C liegenden Temperatur mit vorteilharft dampffärmigem Wasser hydrolysiert und danach die organischen Reste mittels einer Wärmebehandlung entfernt werden.
- 3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß zusammen mit der organischen Siliciumverbindung auf die Kolbeninnenwand auch ein filmbildender organischer Stoff, vorteilhaft Kollodium, aufgetragen wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| HU1046840X | 1956-09-27 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1046840B true DE1046840B (de) | 1958-12-18 |
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ID=11003119
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEE14684A Pending DE1046840B (de) | 1956-09-27 | 1957-09-17 | Innenmattierte Gluehlampe und Verfahren zum Mattieren derselben |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1046840B (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1295766B (de) * | 1962-12-13 | 1969-05-22 | Philips Nv | Verfahren zum UEberziehen eines Glasgegenstandes mit einer gleichmaessigen lichtstreuenden Schicht |
| EP0007527A1 (de) * | 1978-07-28 | 1980-02-06 | Rudolf Zimmermann GmbH & Co. KG. | Notleuchte |
-
1957
- 1957-09-17 DE DEE14684A patent/DE1046840B/de active Pending
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|---|---|---|---|---|
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| EP0007527A1 (de) * | 1978-07-28 | 1980-02-06 | Rudolf Zimmermann GmbH & Co. KG. | Notleuchte |
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