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DE856576C - Verfahren und Vorrichtung zum Verpacken von Faserstoffen - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Verpacken von Faserstoffen

Info

Publication number
DE856576C
DE856576C DEO1647A DEO0001647A DE856576C DE 856576 C DE856576 C DE 856576C DE O1647 A DEO1647 A DE O1647A DE O0001647 A DEO0001647 A DE O0001647A DE 856576 C DE856576 C DE 856576C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
mat
mandrel
paper
roll
winding
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEO1647A
Other languages
English (en)
Inventor
William H Mosier
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Owens Corning
Original Assignee
Owens Corning Fiberglas Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Owens Corning Fiberglas Corp filed Critical Owens Corning Fiberglas Corp
Application granted granted Critical
Publication of DE856576C publication Critical patent/DE856576C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B65CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
    • B65BMACHINES, APPARATUS OR DEVICES FOR, OR METHODS OF, PACKAGING ARTICLES OR MATERIALS; UNPACKING
    • B65B63/00Auxiliary devices, not otherwise provided for, for operating on articles or materials to be packaged
    • B65B63/02Auxiliary devices, not otherwise provided for, for operating on articles or materials to be packaged for compressing or compacting articles or materials prior to wrapping or insertion in containers or receptacles
    • B65B63/024Auxiliary devices, not otherwise provided for, for operating on articles or materials to be packaged for compressing or compacting articles or materials prior to wrapping or insertion in containers or receptacles for compressing by winding

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Making Paper Articles (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zum Verpacken von Faserstoffen Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Überführen von Faserstoffen in einen kompakten oder verpackten Zustand, um derart die Handhabung und den Transport solcher Werkstoffe zu erleichtern.
  • Die Erfindung umfaMt ein Verfahren und eine Vorrichtung zum wirksamen und zweckmäßigen Verbringen einer Nasse aus Mineralfasern oder anderen gleichartigen Isolierstoffen in verpacktem Zustand durch Verkleinerung des normalen, durch die Masse der Fasern eingenommenen Raumes, durch welches außerordentliche Ersparnisse an den Kosten für die Verpackung solcher Werkstoffe, wie auch des für den Transport desselben notwendigen Laderaumes erzielt werden, wobei die Gestaltung der Verpackung eine solche ist, daß sie die Handhabung wie auch die Anbringung der Fasermasse dort, wo sie Verwendung findet, erleichtert.
  • Ein Merkmal der Erfindung besteht in der Schaffung eines Verfahrens und von Vorrichtungen, mittels deren eine Masse aus Fasern, beispielsweise Glasfasern, aufeinanderfolgend während des Verpackungsvorganges zusammengepreßt wird, wobei der Zusammendrückungsgrad des ganzen Faserkörpers in dem sich ergebenden Paket im wesentlichen gleichmäßig ist, und ferner das neue Verfahren es ermöglicht, während der Bildung des Paketes den Zusammendrückungsgrad und demzufolge die Dicke des Paketes bzw. der Matte in gewunschter Weise zu ändern.
  • Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung, die sich auf die Anordnung, Arbeitsweise und Wirkung der einzelnen Elemente der Vorrichtung, Konstruktionseinzelheiten derselben und Kombinationen der für sich die Elemente der Vorrichtung bildenden Teile sowie Ersparnisse in der Herstellung und zahlreiche andere Merkmale beziehen, gehen aus der nachstehenden Erläuterung der Erfindung an Hand der Zeichnungen hervor, von denen Fig. 1 eine schematische Seitenansicht einer Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach der Erfindung darstellt; Fig. 2 ist eine Teilansicht in größerem Maßstabe, die ein Verfahren veranschaulicht, nach welchem ein blattartiger Werkstoff an den Enden der Fasermattenabschnitte angeordnet werden kann; Fig. 3 ist eine Seitenansicht, die eine Ausführungsform der Vorrichtung zur Überführung von Fasermassen in die Form einer Rolle veranschaulicht; Fig. 4 ist eine Vorderansicht der in Fig.3 dargestellten Vorrichtung unter Weglassung der Vorrichtungen zur Bildung der Rolle; Fig. 5 ist eine Seitenansicht, die die Stellungen der verschiedenen Teile des Mechanismus zueinander im Anfangsstadium des Verpackungsvorganges zeigt; Fig. 6 ist eine Vorderansicht, die die Vorrichtungen für die Bildung einer Packung von Rollenform veranschaulicht; Fig. 7 ist ein teilweiser Schnitt gemäß Linie 7-7 der Fig. 4 und veranschaulicht die Anordnung einer Vorrichtung zum Abst rei fen de r fertigen Packungen; Fig. 8 ist eine Seitenansicht, teilweise im Schnitt, die die Betätigungsvorrichtungen für die Abstreifvorrichtung zeigt; Fig. 9 ist eine schematische Darstellung der durch hydraulischen Antrieb betätigten Vorrichtungen und der Druckleitungen zu diesen; Fig. IO ist ein Schaltschema der elektrischen Betätigungs- und Steuervorrichtungen für die verschiedenen Teile der neuen Verpackungsmaschine; Fig. 1 1 ist eine halbschematische Seitenansicht, die eine Ausführungsform der Zuführungsvorrichtungen für den die Unterlage der Matten bildenden hlattförmigen Werkstoff zeigt, die einen Teil der Erfindung bilden; Fig. 12 ist eine Seitenansicht, die die gegenseitige Anordnung des blattförmigen oder Verpackungswerkstoffs zu aufeinanderfolgenden Abschnitten der Faserstoffmatte veranschaulicht; Fig. I3 ist eine perspektivische Darstellung einer abgeänderten Ausführungsform der Vorrichtung zur Bildung einer Rollenpackung, und Fig. 14 stellt einen Abschnitt von gepacktem Faserstoff dar.
  • In Fig. I der Zeichnung ist eine Vorrichtung zur Durchführung des neuen Verfahrens zum Zusammenpressen oder Aufrollen einer Matte aus Faserstoff zu einem Paket von im allgemeinen zylindrischer Gestalt veranschaulicht. Die Erfindung ist besonders geeignet für das Verfestigen und Verpacken von Matten, die aus geblasenen, auf die gewünschte Feinheit verjüngten Glasfasern hergestellt sind, jedoch ist ihre Anwendung nicht auf die Behandlung solcher Fasern beschränkt, sondern kann bei zahlreichen Arten von Matten od. dgl. aus nachgiebigen Fasern erfolgen. In Fig. I ist eine Speisevorrichtung 10 dargestellt, die geschmolzenes Glas oder einen anderen faserbildenden Stoff enthält.
  • Unterhalb dieses Behälters 10 ist eine Speisedüse 1 1 angebracht, die eine Mehrzahl von Öffnungen oder Auslässen aufweist, aus welchen Ströme 14 von geschmolzenem Material ausfließen, die durch geeignete Mittel, beispielsweise Dampf- oder Luftstrahlen, die durch Gebläse 15 erzeugt werden, zu feinen Fasern verjüngt werden. Das Ausziehen der Fasern erfolgt vorzugsweise innerhalb einer Haube oder eines Geh dieses I7, welches die Fasern nach einem sich fortlaufend bewegenden durchlässigen Förderer 20 hin leitet, auf welchem die Fasern sich in der Fasersammel- oder Mattenbildungszone 2I innerhalb der Haube I7 in einer Masse ansammeln und eine Matte M bilden. Unterhalb des durchlässigen Förderers 20, der Mattenbildungszone benachbart, ist eine Saugkammer 23 angeordnet, an die ein saugend wirkendes Gebläse angeschlossen ist, durch welches eine Zone von unterschiedlichem oder geringerem als dem Atmosphärendruck erzeugt wird, welche den Sammelvorgang der Glasfasern unterstützt.
  • Bei diesem Verfahren der Mattenbildung werden die Fasern in willkürlicher oder zufälliger Weise zu einer Matte M von erheblicher Dicke, die einen hohen Grad an Nachgiebigkeit aufweist, gesammelt.
  • Der durchlässige Förderer 20 besteht aus einem um Leitrollen 24 und 25 geführten endlosen Band. Der obere, die Fasern tragende Trum des sich gemäß Fig. I in Richtung nach links bewegenden Förderers fördert die Fasermatte aus der Mattenbildungszone 21 hinweg.
  • An den Förderer 20 anschließend ist mit diesem fluchtend ein zweiter, ebenfalls endloser Bandförderer 27 angeordnet, der um geeignete Leitrollen 28 und 29 läuft und dessen oberer Trum zusätzlich von Rollen 30 unterstützt wird, die in solchen Abständen voneinander angeordnet sind, wie es zweckmäßig ist, um eine lineare Bewegung der Matte M zu sichern. Der Förderer 27 läuft vorzugsweise in linearer Richtung mit im wesentlichen der gleichen Geschwindigkeit wie der Förderer 20. In Kombination mit demFörderer sindVorrichtungell vorgesehen, um einen blattförmigen Werkstoff, beispielsweise Papier oder ein anderes zur Verpackung oder zum Umhüllen der Matte geeignetes Material, in der entsprechenden Richtung zu der gebildeten Matte vorwärts zu bewegen oder zuzuführen. Dieser blattförmige Werkstoff wird zwischen die Oberfläche des Förderers 27 und der Matte M, der Matte anliegend. eingeführt. Zu diesem Zweck ist eine einen Vorrat von blattförmigem Werkstoff oder Papier enthaltende Rolle 32 in der Nähe eines Endes des Förderers 20 angeordnet, von der das Papier P durch geeignete Speisewalzen 34 abgerollt, derart vorwärts bewegt und durch einen Zwischenraum zwischen den endlosen Förderern 20 und 27 hindurchgeleitet wird, wie dies in Fig. I dargestellt ist.
  • Das Papierblatt gelangt über die obere Führung rolle 28 auf die Oberfliiche des Förderers 27 und wird durch diesen in linearer Richtung mit der sich vorwärts bewegenden Matte Ill vereint vorwärts bewegt.
  • Es sind ferner Vorrichtungen vorgesehen, um die sich bewegende Nasse oder Matte aus Fasern in Abschnitte .1/ von vorbestimmter Länge zu zerteilen.
  • Die diesem Zweck dienenden Trennvorrichtungen 31 können von beliebiger geeigneter Art sein, beispielsweise aus einer sich in der Querrichtung erstreckenden Abscherstange oder einem Messer 39 bestehen, welches durch eine Kurbel 40 über ein gecignetes Gestänge 41 angetrieben wird. Das Trennmesser 39 für die Matte kann so eingestellt werden, daß es gleichzeitig mit dem Schneiden der Mattenabschnitte auch das Papier oder das Unterlageblatt P abtreniit oder auch nur die Matte in aufeinanderfolgende Abschnitte unterteilt und andererseits das Papier in Zeitabschnitten so abtrennt, daß je zwei oder mehr Abschnitte von Matten auf einer Papierlänge angeordnet sind. Bei der in Fig. I dargestellten Anordnung wird die Pal)ierunterlage P zusammen mit der Matte abgetrennt, so daß die Länge des Papierabschnitts jeder Glatte die gleiche ist wie die des abgetrennten N1 attenabschnitts .II selbst. Bei einer weiter unten zu beschreibenden abgeänderten .-Nusführullgsform erhält die Papierunterlage eine größere Länge als die des zugehörigen Matten abschnitts.
  • Anschließend an den Förderer I7, mit diesem fluchtend, ist ein dritter Förderer 44, der auf Rollen 45 und 46 läuft, vorgesehen, der vorzugsweise derart angetrieben wird, daß er die aufeinanderfolgenden Mattenabschnitte mit einer größeren Geschwindigkeit vorwärts bewegt als der Förderer 27. Die höhere Geschwindigkeit des Förderers 44 dient dem Zweck, den vordersten der Mattenabschnitte M von dem darauffolgenden Abschnitt fortzubewegen, bevor der vorwärtigste Teil desselben in die Zusammendrück- und Packvorrichtung eintritt.
  • Wie aus Fig. I und 2 ersichtlich ist, wird ein Streifen 48 aus Papier, vorzugsweise von der gleichen Breite wie das Papierblatt P, durch Klebstoff mit dem die Unterlage eines Mattenabschnitts bildenden Papierabschnitt P verbunden. Ein Arbeiter bringt Klebstoff in der mit 50 bezeichneten Zone auf das PapierP und auf die mit 5I bezeichnete Zone des Papierstreifens 48 auf. Der Zweck des Streifens 48 besteht darin, eine Umhüllung aus Papier für die Rollenpackung zu bilden, nachdem diese in der Packmaschine in der nachstehend im einzelnen beschriebenen Weise hergestellt worden ist. Ferner kann ein Papierstreifen 54 beispielsweise bei 55 mit der vorwärtigen Kante der Papierunterlage P eines Mattenahschnitts verklebt und über die Platte in die in Fig. 2 dargestellte Lage gefaltet werden. Da sich die durch den Förderer 27 transl)ortierten hlattenabschnitte mit einer vergleichsweise niedrigen Geschwindigkeit bewegen, steht hinreichend Zeit für den Arbeiter zur Verfügung, um Klel>stoff auf die Streifen 43 und 54 aufzubringen und diese in den in Fig. 1 und 2 dargestellten Lagen anzubringen. Die Durchführung dieser Arbeitsvorgänge wird dadurch erleichtert, daß der vordere Abschnitt II durch den Förderer 44 schneller fortbewegt wird als der darauffolgende Abschnitt auf dem Förderer 27 und sich derart ein sich ständig vergrößernder Zwischenraum zwischen den aufeinanderfolgenden Mattenabschnitten ergibt, wenn der Förderer 44 arbeitet, um den vordersten Mattenabschnitt in die Packmaschine zu verbringen.
  • Die eigentliche Verpackungsmaschine oder -vorrichtung ist in den Fig. 3, 4, 5, 7 und 8 dargestellt und mit dem Bezugszeichen 60 bezeichnet. Sie ist auf einem Rahmen 6I mit vertikalen Trägern 62, die von einer Grundplatte oder -rahmen 63 getragen werden, angeordnet. Der Grundrahmen kann, falls erwünscht, auf geeigneten Rädern 53 od. dgl. verfahrbar sein. Die vertikalen Träger 62 sind durch sich längs erstreckende Streben 64, 65 und 69 und Querstreben 66, 67 und 68 miteinander verbunden.
  • Auf dem Grundrahmen 63 ist ferner ein Hilfsrahmen 70 aus kanalförmig profilierten Gliedern 7I aus sich nach oben erstreckenden Rahmengliedern 72 und horizontalen Gliedern 74 angeordnet. Die horizontalen Rahmenglieder 74 tragen Lager 76, in welchen eine Welle 78 drehbar gelagert ist. Wie insbesondere aus Fig. 4 ersichtlich ist, trägt die Welle 78 eine Vorrichtung zur Bildung der Packung in Form eines Dorns 80 von im Querschnitt nicht kreisförmiger Ausbildung, um derart eine auf Reibung beruhende treibende Komponente auf die Fasermatte auszuüben und derart die Fasermatte zu erfassen oder um den Dorn aufzuwickeln. Der Dorn hat gemäß dem Ausführungsbeispiel den Querschnitt eines griechischen Kreuzes, jedoch kann auch jedes andere geeignete Profil mit gewellter Oberfächenausbildung verwendet werden, welches einen zum Erfassen und Verformen der Matte zu einem Paket hinreichend wirksamen Eingriff mit dieser ermöglicht.
  • Der Dorn wird durch Mittel angetrieben, welche zum Ausgleich des sich vergrößernden Durchmessers der Matte, während sie in Form eines Wickels auf den Dorn aufgewunden wird, diesem eine veränderliche Drehgeschwindigkeit erteilen.
  • Obwohl an sich jede beliebige geeignete Antriebsart in wendung finden kann, ist gemäß dem Ausführungsbeispiel ein durch ein fließendes Medium angetriel>ener Motor 82, beispielsweise ein Luftmotor, vorgesehen, der mit veränderlichen Geschwindigkeiten arbeiten kann und ein hohes Drehmoment des Dornes ergibt, durch welches die Fasermatte in zweckmäßiger Weise auf ihn aufgewunden wird.
  • Der Motor 82 wird von dem Zusatzrahmen 70 getragen. Seine Welle ist durch Kette und Kettenrad mit der Welle 78 verbunden, um diese und damit den Dorn 80 anzutreiben. Er ist ferner so angeordnet, daß er außerdem über Zahnräder 92, 93, die Welle 95 und ein Kettenrad 96, welches über eine Kette 97 mit einem Kettenrad 98 verbunden ist, eine Vorrichtung antreibt, die das Anlaufen des Vorgangs der Rollenbildung, d. h. des Aufrollens der Matte auf dem Dorn 80 bewirkt. Diese Vorrichtung wird im folgenden noch beschrieben werden.
  • Die Rollenpackmaschine nach der Erfindung ist mit Vorrichtungen ausgerüstet, durch welche die Fasermatte in dem Dorn 8o benachbarte Lage gebracht wird, um derart das Aufnehmen der Fasern auf den Dorn zu erleichtern. Der in Fig. I dargestellte Förderer 44 endet einer Platte oder einem Mattenträger IOI benachbart, welcher schwenkbar mittels einer Welle 102 gelagert ist. Die Welle wird von einer an den Rahmenstreben 62 festen Konsole 103 getragen. Der vorwärtige Teil des Mattenträgers IOI ist mit Einstellvorrichtungen 105 ausgerüstet, durch die er gehoben oder gesenkt werden kann. Der Platte 101 benachbart ist ein Tisch oder eine Platte Io8 vorzugsweise mit ebener Oberfläche vorgesehen, welche die Matte trägt. An den Tisch 108 ist eine Stange 111 angeordnet, die in geeigneten, durch die Rahmenglieder 67 getragenen Lagern drehbar ist, so daß er um die Achse der Stange oder der Welle 1 1 1 schwenkbar ist. Der Zweck dieser Anordnung wird nachstehend im einzelnen beschrieben werden.
  • Auf den Tisch Io8 kann ein nach oben gerichteter Druck in der allgemeinen Richtung des Dornes 80 ausgeübt werden, um derart die Fasermatte in einem gewissen Grade bzw. auf eine gewisse Stärke zusammenzudrücken oder zu verfestigen, während aus ihr die Rolle gebildet wird. Als zweckmäßig für die Erzeugung des Druckes auf die Fasern erweist sich eine hydraulisch betätigte Vorrichtung. Wie insbesondere aus Fig. 3 und 5 hervorgeht, besteht die hydraulische Vorrichtung 115 aus einem Zylinder II7, dessen unteres Ende mittels eines Zapfens II8 verschwenkbar mit einer Konsole 119 an dem Rahmen der Maschine verbunden ist. In dem Zylinder II7 ist ein Kolben I2I mit der Kolbenstange I22 verschieblich. Das obere Ende der Stange ist mittels eines Drehzapfens 123 mit einer an dem Tisch 108 festen Konsole I24 verbunden. Durch den Eintritt des Druckmediums, wie Preßluft, in den Zylinder unterhalb des Kolbens 121 wird auf den Tisch eine Kraft ausgeübt, die diesen, wie in den Fig. 3 und 5 veranschaulicht, in seine oberste Stellung drückt.
  • Durch eine geeignete, verstellbare, in die Druckleitung eingeschaltete Druckentlastungsvorrichtung 126 kann der in Richtung nach oben wirkende Druck auf den Kolben I2I eingestellt werden, so daß während der Bewegung des Tisches 108 nach unten im Zuge der Bildung der Rolle oder Packung aus der Matte ein im wesentlichen gleichbleibender Druck aufrechterhalten werden kann, um derart während des Verpackungsvorganges eine unveränderliche Kraftkomponente auf die Fasermatte zur Einwirkung zu bringen, so daß die verschiedenen Windungen der Matte um den Dorn auf im wesentlichen gleiche Stärke zusammengedrückt werden.
  • Die Verpackungsmaschine ist ferner mit Vorrichtungen ausgerüstet, um die Schwenkbewegung der Platte oder des Tisches io8 nach oben zu bestimmen oder zu begrenzen. Wie in Fig.4 dargestellt, ist der Tisch Io8 mit nach unten gerichteten Konsolen I29 ausgerüstet, in denen eine Welle I33 gelagert ist, deren Enden mit Betätigungsvorrichtungen oder Handrädern I34 ausgerüstet sind, mittels deren die Welle gedreht werden kann. Ein Zwischenabschnitt 136 der Welle ist mit Gewinde versehen, und auf ihn eine Gewindemutter oder -buchse I37 aufgesetzt, die gegen relative Drehbewegung durch einen Ansatz I38 an dem Tisch IOe gesichert wird. Die Buchse I37 ist mit einem biegsamen Element oder einer Kette 141 verbunden, welche um eine auf einer an dem Tisch 108 angebrachten Konsole I43 gelagerte Rolle I42 läuft.
  • Diese Kette ist an dem Maschinenrahmen, wie bei I44 angedeutet, befestigt. Es ist ersichtlich, daß der vertikale Abschnitt der Kette 141 die oberste Stellung des Tisches Io8 bestimmt. Da die Kette mit der längs des Gewindeteils 136 durch Drehung der Welle bei Betätigung eines der Handräder I34 verstellbaren Buchse I37 verbunden ist, kann die Buchse I37 entsprechend der gewünschten obersten Begrenzung der Bewegungsmöglichkeit des Tisches iotl eingestellt oder verstellt werden.
  • Wie aus den Fig.4 und 5 ersichtlich, sind seitliche Führungsmittel für die Fasermatte vorgesehen, und zwar an Konsolen 148, die ihrerseits auf einer am Rahmen der Maschine befestigten Stange I49 angeordnet sind, befestigte Platten od. dgl. 147. Die Konsolen 140 können auf der Stange I49 mittels der Klemmen 150 verstellt und derart der Zwischenraum zwischen den Führungen 147 eingestellt und verschiedenen Breiten der Matten angepaßt werden.
  • Die Einleitung der Herstellung einer Rollenpackung dadurch, daß die Vorderkante der Fasermatte in Reibungseingriff oder Kontakt mit dem Dorn 80 gebracht wird, kann in verschiedener Weise erfolgen. So kann ein Arbeiter die Vorderkante der Matte von Hand in Eingriff mit dem sich drehenden Dorn bringen, bis eine erste Windung der Matte sich um den Dorn herumgelegt hat, worauf die Reibungskomponente zwischen dieser Mattenwindung und dem Dorn ausreicht, um die Matte weiter um den Dorn aufzuwinden und derart eine im wesentlichen zylindrische Packung zu bilden.
  • Bei der dargestellten Ausführungsform und, vorzugsweise ist die Maschine jedoch mit automatisch betätigten Vorrichtungen ausgerüstet, um die Mattenabschnitte M in wirksamen Eingriff mit dem Dorn 80 zu bringen, durch welche jeder Abschnitt und das ihm zugehörige anliegende Unterlageblatt auf dem Dorn zu einem Paket geformt werden kann.
  • Die Fig. 3, 5 und 6 veranschaulichen eine Ausbildungsform von diesem Zweck dienenden mechanischen Mitteln. An dem Rahmen 63 der Packmaschine sind Lagerböcke 155 angeordnet, in welchen eine Welle I56 gelagert ist, auf deren einem Ende das Kettenrad 98 sitzt, welches mittels der Kette 97 (aus Fig. 6 ersichtlich) mit einem Antrieb verbunden ist, der bei dieser Ausführungsform der den Dorn betätigende Motor 82 ist. Auf der Welle 156 ist (Fig. 5) ein geeigneter Anlaufrahmen I58 um die Achse der Welle verschwenkbar angeordnet, der Streben I59 und Querstreben I60 aufweist. An jeder der Streben 159 ist ein Glied I62 befestigt, an welchem übereinander Rollen I64, 165 und I66 gelagert sind. Mit den Streben I59 sind schwenkbar Konsolen I68 verbunden, die eine in ihnen gelagerte Rolle 169 tragen. Über die Rollen I64 und I69 laufen eine Mehrzahl von Bändern I70 für Matten, die derart den Endteil der Platte aufrichten. Die Konsolen I68 können durch Vorrichtungen I92 verstellt und derart die gewünschte Spannung der l3änder 170 eingestellt werden.
  • Auf der Welle I7I, welche die Rolle I66 trägt, ist ein Paar von Konsolen 173 schwenkbar gelagert, die miteinander durch ein Glied 174 verbunden sind und in denen ihrerseits Rollen I75 und I76 gelagert sind. Die Welle 156 trägt ein Kettenrad I78, welches über eine Kette mit einem auf der die Rolle 164 tragenden Welle angeordneten Kettenrad verhunden ist. Die Rollen 165, i66 und 175, 176 werden gleichzeitig durch einen geeigneten, aus Kette und Kettenrad bestehenden Antrieb angetrieben, der, wie in Fig. 6 dargestellt, an den Enden der Rollen angeordnet ist. Di-e Rollen I64, 165, I66, I75 und 176 laufen sämtlich, wie in Fig. 5 angedeutet, in Richtung des Uhrzeigers um und bringen derart die Matte M in Eingriff mit dem Dorn 80. Die Bänder 170 laufen ebenfalls in gleicher Richtung und wirken mit den Rollen so zusammen, daß sie das Auflegen einer vollständigen Windung der Matte auf den L)orn einleiten.
  • Die die angetriebenen Rollen 175 und I76 tragenden Konsolen 173 sind zu der Achse der Welle 171 drehbar gelagert, so daß sie in die in Fig. 5 dargestellte Lage verbracht werden können, um derart die Führung der Matte um den Dorn zu erleichtern.
  • Für die Bewegung der Konsolen I73 sind Vorrichtungen in Gestalt eines hydraulischen Antriebes I80 vorgesehen, der aus einem Zylinder I8I besteht, in dem ein Kolben I82 hin und her beweglich ist. Die Kolbenstange I83 besitzt einen gezahnten Teil 190, der mit einem in einem Gehäuse I83 untergebrachten, durch ein Handrad betätigten Mechanismus zusammenwirkt, mittels dessen die relative Stellung des Gehäuses I88 an der Stange I83 eingestellt wird.
  • Mit dem Gehäuse I88 ist schwenkbar ein Arm I86 verbunden, der auf der Stange I74 befestigt ist und derart die Bewegung der Konsolen 173 und der Rollen I75 und 176 bewirkt. Die Einleitung des Druckmediums in den Zylinder 181 unterhalb des Kolbens I82 bewirkt eine Bewegung der Stange I83 und des Gehäusegliedes I88 nach oben und demzufolge eine Relativbewegung der Konsolen I73, durch welche die Rollen I75 und I76 in die in vollen Linien in Fig. 5 dargestellte Lage verbracht werden. Der Zutritt des Druckmediums in den Zylinder I81 oberhalb des Kolbens 182 bewirkt eine Bewegung der Stange 183 nach unten und demzufolge eine Drehbewegung der Konsolen 173 und der Rollen 175, 176 in Richtung entgegengesetzt dem Uhrzeiger, durch welche die Rollen relativ zu dem Dorn 80 angehoben werden.
  • Der die Anlaufrolle tragende Rahmen I58 ist um die Achse der Welle 156 schwenkbar. Zu diesem Zweck ist, wie in Fig. 5 gezeigt, ein Antrieb 197 in Gestalt eines an einem Lagerbock I96 drehbar angeordneten Zylinders 195 vorgesehen. In dem Zylinder bewegt sich ein mit einer Kolbenstange I99 verbundener Kolben 197. Die Kolbenstange I99 ist mit einem in einem Gehäuse 200 untergebrachten Mechanismus verbunden, mittels dessen die wirksame Ausgangsstellung des die Anlaufrollen tragenden Rahmens und Mechanismus durch mit dem Rahmen durch Wellen 206 verbundene Verbindungsglieder 202 eingestellt wird. DieVerbindungsglieder 202 sind an ihren anderen Enden drehbar mit an einem Verbindungsglied 204 befestigten Armen 203 verbunden, und die relative Stellung der Glieder 203 und der Verbindungsglieder 202 zu dem Gehäuse 200 und der Kolbenstange I99 ist mittels eines durch eine Kurbel 205 zu betätigenden, nicht dargestellten Mechanismus verstellbar.
  • Zum Abstreifen oder Abnehmen der fertigen Packung von dem Dorn oder anderem Packmechanismus 80 sind aus den Fig.3, 4, 7 und 8 ersichtliche Mittel vorgesehen. Auf dem Hauptrahmen ist bei 209 ein Elektromotor 210 gelagert, der vorzugsweise mit einem in einem Gehäuse 2I2 untere brachten Geschwindigkeitsreduktionsgetriebe ausgerüstet ist. Die von diesem Getriebe aus angetriebene Welle 2I3 trägt ein Kettenrad 2I4, das über eine Kette 2I5 mit einem auf einer Welle 218 sitzenden Kettenrad 216 verbunden ist. Die Welle 218 iSt in geeigneten Lagern 220, die auf dem Rahmen der Maschine angeordnet sind, gelagert.
  • Ein auf der Welle 218 angeordnetes Kettenrad 219 ist über eine Kette oder andere Übertragungsmittel 222 mit einem Kettenrad 223 verbunden, das auf einer in von dem Rahmen getragenen Lagern angeordneten Welle 224 befestigt ist.
  • Auf dem Rahmen ist mittels Rollen 228, auf festen Schienen oder Führungen 230 laufend, ein Wagen 227 angeordnet. Ein Glied der Kette 222 weist (aus Fig. 7 ersichtlich) sich beiderseits von ihm erstreckende Zapfenvorsprünge 235 auf. Der Wagen ist mit Platten 236 und 237 ausgerüstet, in denen Schlitze 238 angeordnet sind, die die Enden des Zapfens 235 aufnehmen. Mittels der mit dem vorstehenden Zapfen 235 zusammenwirkenden Schlitze in den Platten 236 und 237 wird eine hin und her gehende Bewegung des Wagens 227 in Richtung parallel zu der Achse des Dornes erzielt.
  • An dem Wagen 227 ist ein sich nach unten erstreckender Arm oder ein Glied 241 angeordnet, welches eine Öffnung aufweist, in der eine ringförmige Platte 242 angeordnet ist. Durch die so in dem Glied 24I gebildete Öffnung erstreckt sich der Dorn 80. Der den Arm 241 tragende Wagen 227 bewirkt eine hin und her gehende Bewegung des Gliedes 241 parallel zu der Achse des Dornes 8o, durch welchen die fertige Packung von dem Dorn entfernt oder abgestreift wird.
  • Die verschiedenen angetriebenen Teile der Vorrichtung werden vorzugsweise durch ein Druckmedium, beispielsweise Preßluft, betrieben, obwohl als solches Medium auch eine Flüssigkeit, wie Ol, verwendet werden kann. Fig. g ist ein Leitungsplan, der die Zuführung des Druckmediums nach den verschiedenen angetriebenen Vorrichtungen erkennen läßt, und Fig. ro zeigt schematisch die elektrischen Strom'kreise und Steuervorrichtungen zur Schaltung der in der richtigen Weise aufeinanderfolgenden Arbeitsvorgänge der Mechanismen.
  • Gemäß Fig. g ist eine Hauptspeiseleitung 250 vorgesehen, durch welche Leitungen 25I, 252, 253, 254 und 255, in deren jeder ein verstellbarer Druckregler vorgesehen ist, Preßluft oder ein anderes Treibmedium zugeführt wird. Die Druckleitung 251 ist über ein geeignetes, von Hand betätigtes Ventil 26I und ein durch ein Solenoid betätigtes Ventil 262 an den hydraulischen Motor 82 angeschlossen, durch welchen die Packvorrichtung, wie der Dorn 80, angetrieben bzw. in Drehbewegung versetzt wird. Die in die Leitung 252 eingeschaltete Druckregelvorrichtung kann für verschiedene Drücke eingestellt werden, so daß durch Betätigung der Handsteueryorrichtungen 261 und 264 entsprechende Drücke des den hydraulischen Rotor 82 treibenden Druckmediums eingestellt werdenkönnen.
  • Elektrisch betätigte und gesteuerte Vorrichtungen in Form von Vierwegehähnen zur Leitung und Verteilung des Druckmediums können zur Betätigung des Anlaufrahmens 158 des Antriebes I80 für die die Rollenbildung einleitende Vorrichtung und des Antriebes IIS für das Anheben der Platte oder des Tisches vorgesehen werden. Solche elektrisch gesteuerten Ventile sind in den Abbildungen mit 267, 268 und 269 bezeichnet. Die Druckleitung 253 führt das Druckmedium dem Ventil 267 zu, vqn welchem Druckleitungen 270 und 27I ausgehen, die wahlweise das Druckmedium den Enden des Zylinders 195 zum Antrieb des den das Anlaufen bewirkenden Rahmens zuführen. Die Druckleitung 254 führt dem Vierwegeventil 263 das Druckmedium zu, von dem Leitungen 273 und 274 wahlweise das Druckmedium den entsprechenden Enden des Zylinders 117 für den Antrieb 115 des Tisches oder der Platte zuleiten. In die Leitung 273 ist ein verstellbares automatisches Druckentlastungsventil oder eine ebenso wirkende Regelvorrichtung 126 eingeschaltet, die unterhalb des Kolbens des den Tisch betätigenden Zylinders während jedes Packvorganges einen im wesentlichen konstanten Druck aufrechterhält. Das Druckentlastungsventil 275 kann so eingestellt oder geregelt werden, daß unterhalb des Kolbens ein besonderer gewünschter Druck aufrechterhalten wird, welcher einen vorbestimmten Zusammenpressungsgrad der Fasermatte ergibt. In den Steuerventilmechanismus 268 sind Steuerdruckleitungen 277 und 278 eingeschaltet und mit einer kleinen, nicht dargestellten Betätigungsvorrichtung für die in Fig. IO mit LS1 bezeichneten Grenzschalter verbunden.
  • Dem durch ein Solenoid betätigten Ventil 269, welches durch die Leitungen 28I und 282 mit den betreffenden Enden des einen Bestandteils der Vorrichtung I80 für die Einleitung der Rollenbildung bildenden Zylinders 181 verbunden ist, wird Druckluft zugeführt. Die Auspuff- oder verbrauchte Luft der Antriebe wird vorzugsweise über Auspuffleitungen 285, von denen eine in Fig. g gezeigt ist, nach einer Zone unterhalb der Maschine geleitet.
  • Falls beispielsweise für den Antrieb ein flüssiges Medium, beispielsweise Drucköl, verwendet wird, wird eine Öldruckleitung von den solenoidgesteuerten Ventilen zu einem Olvorratsbehälter vorgesehen.
  • In Fig. io ist die Kraftleitung mit Ll, L2 und L3 bezeichnet und bei 286 ein llauptschalter für dic Kraftleitung vorgesehen. Die Leitungen L1 und L2 sind an die verschiedenen Schalter und Steuervorrichtungen für die Antriebe der Maschine angeschlossen. Ein von ligand betätigter Schalter 292 stellt den Hauptschalter für die in Fig. 10 dargestellten elektrischen Stromkreise dar. Mit 2go ist ein Sicherheitsschalter und mit 291 ein Schalter für die Betätigung des Abstreifers für die fertige Packung dargestellt. In Verbindung mit dem Tisch io8 und dem Anlaufrahmen 158 sind Grenzschalter LS1 und Ln vorgesehen, die die Betätigung des seinerseits die AbstreifvorrichtullEg oder detl Arm 241 antreibenden Motors 210 ermöglichen. iii Fig. 10 ist das solenoidgesteuerte Ventil für die Steuerung des Tisches mit 268 und das für das Anlaufen des Aufrollvorganges mit 269, das für den Anlaufrahmen mit 267 und das für den Luftmotor mit 262 bezeichnet. Ein solenoidgesteuerter Ventilmechanismus 294 in der Hauptdruckleitung 250 bildet, wie aus Fig.g ersichtlich, das Hauptschaltorgan für die Druckleitungen.
  • In die Steuerleitungen liegen ferner ein Grenzschalter LSs, der von dem Rollenanlaufrahmen gesteuert wird, ferner Grenzschalter LS4 oder LS5, die von der besonderen Stellung des Schalters 298 abhängig arbeiten, und eine Betätigung des Abstreifmotorkreislaufes entsprechend der zweckmäßigen Aufeinauderfolge der verschiedenen Vorgänge bewirken. Ein Grenzschalter LS6 ist mit dem Antrieb für die Einleitung des Aufrollvorganges I80 verbunden und bewirkt die geeignete Arbeitsweise dieses Vorganges. Ein weiterer Grenzschalter LS7 wird durch die Stellung der die Matte tragenden Platte bzw. des Tisches IOg gesteuert und ein Grenzschalter LS8 in Abhängigkeit von dem Antrieb 195 des Anlaufrahmens. In den Stromkreisen sind verschiedene Kontrollrelais vorgesehen, die schematisch in Fig. IO dargestellt sind und in die Wirkung der Grenzschalter unterstützender Weise so arbeiten, daß sie den Stromfluß zu den verschiedenen Mechanismen in der richtigen Folge, die notwendig ist, um das aufeinanderfolgende Schalten der verschiedenen Mechanismen zum Zusammendrücken und Verpacken der Fasermatten zu bewirken, einzuschalten.
  • Die neue Packmaschine arbeitet in der nachstehend im einzelnen erläuterten Weise.
  • Das von der Speisevorrichtung IO kommende Glasmaterial, aus welchem die Fasern hergestellt werden, tritt aus dieser in Form von geschmolzenen Strömen 14 aus, die unter der Einwirkung von Luft-oder Dampfstrahlen zu feinen Fasern ausgezogen werden, welche ihrerseits in die Haube I7 gelangen und in dieser auf den sich fortlaufend bewegenden Förderer 20 abgelegt werden.
  • Die Fasern werden auf dem Förderer 20 gesammelt und aus ihnen eine Matte aus nachgiebigen Fasern aufgebaut, deren Stärke mehrere Zoll betragen kann. Der Förderer 20 bewegt die Fasermatte unter einer ihr Niveau ausgleichenden bzw. ihre Oberfläche vergleichsmäßigenden Vorrichtung 26 hindurch, worauf die derart kontinuierlich gebildete Matte M von dem Förderer 20 auf einen Förderer 27 weiterbewegt wird. Mittels der Blattzuführungsvorrichtung 34 wird ein Blatt aus Unterlagsmaterial, beispielsweise Papier od. dgl., von einem Vorrat 32 so zugeführt, daß es auf dem Förderer 27 zwischen diesem und der Matte liegt.
  • Bei der in Fig. 1 dargestellten Anordnung werden die Speisewalzen 34 durch nicht dargestellte Vorrichtungell mit einer Geschwindigkeit angetrieben, welche das Papierblatt P mit der gleichen Geschwindigkeit wie der Fortbewegungsgeschwindigkeit der platte Äl zuführt. L)ie Matte M und das Papier 1> werden durch den Förderer 27 gleichzeitig einer Mattentrennzone zugefördert. Sobald eine vorbestimmte Länge der platte sich bis über die 'Trennvorrichtungen 38 hinaus bewegt hat, wird diese durch einen in zeitlicher Abhängigkeit arbeitenden, nicht dargestellten Mechanismus betätigt und trennt die Matte mit dem Unterlagsblatt ab, so daß ein ,Llattenal>schnitt M gebildet wird. Der Förderer 27 bewegt die abgeschnittenen Mattenabschnitte M weiter, und der vorderste Abschnitt gelangt derart auf einen Förderer 44, welcher mit einer höheren Geschwindigkeit als der des Förderers 27 in linearer Richtung läuft. Auf diese Weise wird durch den Förderer 44 die Geschwindigkeit des vordersten Mattenal,schnitts gesteigert und dieser allmählich von dem folgenden hIattenabschnitt weggezogen, wie dies aus den Fig. l und 2 ersichtlich ist.
  • Wenn sich ein NIattenalsclinitt ilI' dem Förderer 4 nähert, so wird seine vorderste Kante durch ein l>lattförmiges Material eingehüllt oder abgedeckt, um derart die Gefahr eines rechens oder Zerfallens der Matte am Anfang des Verpackungsvorganges auf ein Mindestmaß zu verringern. Der Arbeiter führt zu diesem Zweck den Papierstreifen 54 ein, der bei 55 an den dem Mattenabschnitt anliegenden l apierabschnitt P angeklebt oder sonstwie an diesem befestigt wird. Bei der in den Fig. I und 2 dargestellten Ausführungsform wird dieser zusätzliche Papierstreifen 54 von Hand eingeführt, jedoch kann auch abweichend davon eine zusätzliche Papierlänge jedem Mattenabschnitt in der im folgenden beschriebenen Weise zugeführt werden. Der Papierstreifen 54 umhüllt die Vorderkante eines Mattenabschnitts ,ll in der aus Fig. 2 ersichtlichen Weise.
  • An dem rückwärtigen Ende jedes Mattenabschnitts wird ein zusätzlicher Abschnitt von Papier oder anderem blattförmigen Verpackungsmaterial angebracht, um derart ein völliges Umschließen der in die Form einer Rolle überführten Matte zu erleichtern. Zu diesem Zweck wird ein Papierabschnitt 48, der mit Klebstoff 50 versehen ist, mit dem benachbarten Papierabschnitt unter der Matte ill verbunden oder verklebt, dessen größerer Teil sich rückwärts des Mattenabschnitts und oberhalb des folgenden Mattenabschnitts M in der aus Fig. 2 ersichtlichen Weise erstreckt. In der Zone, in der die zusätzlichen Papierabschnitte angebracht werden, wird auf den Streifen 48 Klebstoff 51 aufgebracht, so daß bei Beendigung des Verpackungsvorganges das Papier P zusammen mit dem Streifen 48 die aufgerollte Matte völlig umgibt und umhüllt und mittels des Klebstoffes 51 oder anderer Befestigungsmittel mit der anschließenden Windung des Unterlagspapiers P verbunden ist.
  • Der Förderer 44 bewegt aufeinanderfolgend jeden mit den zusätzlichen Längen aus Papier oder blattförmigem Werkstoff an jedem Ende versehenen Mattenabschnitt nach dem geeigneten Träger oder der Führung IOI, von dort zwischen seitliche Führungsmittel 147 auf einen Tisch oder eine Platte io8 in eine Zone unterhalb der Packvorrichtung, d. h. des Dornes 80, diesem benachbart.
  • Wenn ein Mattenabschnitt eine Stellung erreicht, in welcher sein vorwärtiger Teil zur Anlage an den Dorn 8o kommt, schließt der Bedienungsmann den von Hand betätigten Schalter 295 und schaltet damit eine Aufeinanderfolge von Arbeitsvorgängen der Maschine ein. In diesem Zeitpunkt befindet sich der Tisch oder die Platte Io8 in ihrer höchsten Stellung, in welche sie durch den hydraulischen Antrieb II7 durch Betätigung des elektrisch gesteuerten Solenoidventils 268 (s. Fig. g) gelangt ist. Unter der Annahme, daß der Abstreifarm 24I sich in seiner unwirksamen Ausgangslage befindet, wird durch das Schließen des Schalters 295 von Hand das Solenoid 294 erregt, und das Druckmittel fließt durch die entsprechenden Leitungen nach den elektrisch gesteuerten Druckregelventilen.
  • Das Solenoid 262 für den Luftmotor wird erregt und derart dem Motor 82 das Druckmittel zugeführt, so daß dieser und damit der Dorn 80 anläuft. Der Antrieb I95 für den die Rollenbildung einleitenden Rahmen I95 wird durch das solenoidgesteuerte Ventil 267 betätigt und derart dieser Rahmen in die in Fig. 5 dargestellte Stellung verbracht. Gleichzeitig mit dieser Bewegung ermöglicht das Ventil 268 den Zufluß des Druckmediums zu dem Antrieb I80 und bewegt die durch diesen betätigte Vorrichtung nach oben, so daß die angetriebenen Führungsrollen I75 und I76 für die Matte in die richtige Stellung gelangen, in welcher sie mit den Bändern 170 und den Rollen I65 und I66 zusammenwirken, und die Matte und das ihr anliegende Papierblatt in der in Fig. 5 dargestellten Weise nach dem Dorn hin führen. Nach Bildung der ersten Windung der Matte M um den Dorn wird das Ventil 269 durch ein geeignetes Verzögerungsrelais betätigt und damit das Druckmittel über die Leitung 282 oberhalb des Kolbens geleitet, mit dem Ergebnis, daß die Konsolen 173 und die Rollen 175,176 von dem Dorn wegbewegt werden. Der die Rollenbildung einleitende Rahmen I53 wird dann von dem Dorn weg, und zwar in die in Fig. 5 in gestrichelten Linien angedeutete Stellung bewegt. Dies erfolgt durch Betätigung des solenoidgesteuerten Druckregelventils 267, welches das Druckmedium durch die Leitung 270 zuführt, so daß dieses den Kolben 197, wie in Fig. 5 dargestellt, in Richtung nach links bewegt.
  • Der Umlauf des Luftmotors bewirkt das weitere Aufwinden der Matte auf den Dorn 80 in einer Aufeinanderfolge von Windungen. Während des Aufwindens oder der Bildung der Rolle auf dem Dorn wird der Tisch 108 durch die mit fortschreitenden Aufwickeln immer dicker werdende Rolle allmählich nach unten bewegt.
  • Der Druck in dem Zylinder II7 wird aufrechterhalten, um derart auf die Matte M gleichzeitig mit dem Aufrollen einen Druck auszuüben, durch den sie zusammengedrückt und ihr Volumen verringert wird. Um eine gleichmäßige Dicke der auf den I)orn aufgewundenen Mattenwindungen zu erzielen, ist ein Druckregel- oder Druckentlastungsventil I26 (Fig. 9) vorgesehen, welches unterhalb des Kolbens I2I einen im wesentlichen konstanten Druck aufrechterhält, so daß die im Sinne des Zusammendrückens oder Zusammenpressens der Matte wirkende Kraft während der Bildung der Pakkung konstant gehalten wird. Wenn auf dem Dorn die letzte Windung gebildet worden ist, wird der Papierstreifen 48 an dem rückwärtigen Ende der Matte in die äußerste Windung des Papiers P überlappende Lage gebracht und durch Klebstoff 51 die anliegenden Flächen des Papiers damit verbunden, um derart die aufgerollte Packung in der zusammengepreßten und fixierten Form zu erhalten. In diesem Zeitpunkt des Verpackungsvorganges betätigt der Bedienungsmann den Schalter 291, welcher über geeignete Relais das Solenoid 262 des Luftmotors betätigt, derart den Motor 82 von der Druckmittelzufuhr abschaltet und demzufolge die Drehung des Dornes 80 mit dem darauf gebildeten Rollenpaket zum Stillstand bringt.
  • Durch Betätigung des Schalters 29I wird andererseits ein Stromkreis nach dem Motor 210 geschlossen, durch welchen durch Bewegung des Wagens 227 der Ahstreifarm 241 in Richtung parallel zu dem Dorii So betätigt wird. Die Bewegung des Abstreifers 24I in Richtung nach rechts, wie in Fig. 4 gezeigt, entfernt bzw. streift die fertige Packung voll Wm Dorn ab. Durch den Umlauf des Motors 210 wird der Abstreifer 24I in seine Ausgangsstellung zurückbewegt, bis ein durch den Wagen 227 betätigter Grenzschalter den Strom zu dem Motor 210 unterbricht. In diesem Zeitpunkt ist der Tisch lo8, wie in Fig.3 dargestellt, in seine oberste Stellung zurückgekehrt und kann nunmehr den folgenden Niattenabsehnitt in dem Dorn anliegende Lage verlringen, d. h. er befindet sich in dem .Nusgangszustand für den folgenden Kreislauf von Packvorgällgen.
  • Fig. 1 1 veranschaulicht eine ,usführungsform einer Vorrichtung zur Zuführung des Papiers oder Vnterlagsmaterials in einer solchen Weise, daß die jedem lattenabschnitt anliegende Papierlänge eine gröbere ist als die des Mattenabschnitts selbst, um derart die Vorderkante eines Mattenabschnitts ahzudecken und an der nachschleppenden Kante desselben die gewünschte Papiermenge zu belassen, die notwendig ist, um mittels einer einzigen Länge bzw. eines einzelnen Streifens von Papier die aufgerollte Matte völlig zu umschließen. Die Matte M wird durch den Förderer 27' kontinuierlich fortbewegt, während von einer Rolle 32' aus ein ununterbrochener Streifen von Papier P in der Matte anliegender Anordnung zugeführt wird. Das Papier wird mittels der Speiserollen 34 vorwärts bewegt, die mit einer solchen Geschwindigkeit getrieben werden, daß die Fortbewegung des Papiers mit einer größeren linearen Geschwindigkeit erfolgt als die der Matte 31.
  • Durch diese Erhöhung der Geschwindigkeit der Papierzuführungsrollen wird, wie aus Fig. 1 1 ersichtlich, eine Schlinge L aus dem Papier gebildet.
  • Diese Anordnung ist ferner mit Vorrichtungen versehen, durch welche die so gebildete Schleife periodisch in der in Fig. 12 dargestellten Weise in der Matte M anliegende Lage gebracht wird. Den Speiserollen 34 anliegend ist eine Stange 300 vorgesehen, die sich in der Querrichtung der Matte 211 parallel zu den Speiserollen 34 erstreckt. Die Enden dieser Stange können in Nockenschlitze 302 eingreifen, welche die Stange auf einem in Fig. II in gestrichelten Linien angedeuteten, durch die Konturen der Schlitze 302 bestimmten Wege führen. Die Stange 300 kann in den Schlitzen 302 durch geeignete Betätigungsmittel, beispielsweise einen um die Achse einer Antriebswelle 306 306 drehbaren Kurbel arm 305 hin und her bewegt werden.
  • Die Welle 306 ist so angeordnet, daß sie periodisch durch Vorrichtungen betätigt wird, die in Abhängigkeit von bzw. synchron mit der Betätigung der in Fig. 12 dargestellten Mattenabschneidevorrichtung 38 arbeiten. Wie in Fig. II dargestellt, ist die Stange 300 normalerweise den Speiserollen 34 anliegend angeordnet tllld die die Sl)eiserollen 34 passierende überschüssige Papierlänge überholt die Stange 300 und bildet die Schleife L. L)ie Stange 300 kann periodisch durch die Kurbel 305 betätigt werden, um die Schleife L in der Matte anliegende Lage zu verbringen, wobei die Reibung zwischen der Matte und dem Papier anschließend die Schleife in die in Fig. 12 dargestellte relative Lage verbringt.
  • Wie Fig. I2 erkennen läßt, ist es erwünscht, das Papier mit einer Geschwindigkeit zuzuführen, durch welche zwei Schleifen gebildet werden, und zwar jedem abgetrennten Mattenabschnitt Al benachbart, und deren vordere das Papier ergibt, welches um die Führungskante der Matte herumgefaltet wird, während die folgende Schleife das nachgeschleppte, zur Vervollständigung der Verpackung dienende Streifenmaterial bildet. Ein Bedienungsmann kann während der Vorwärtsbewegung der Mattenabschnitte -11' die Schleifen an einer geeigneten Stelle abziehen. Dieses Wegziehen kann erwünschtenfalls auch auf mechanischeWeiseerfolgen.Durch diese Anordnung wird jeder Mattenabschnitt mit einem aus einem Stück bestehenden Papierstreifen von für die obenerwähnten Zwecke ausreichender Länge versehen.
  • Die Matte M kann auch in zwei oder mehr Längsstreifen getrennt oder geschlitzt werden, deren neheneinanderliegende Abschnitte in einer einzigen Rolle verpackt werden. Wenn die Matten in dieser Weise vorbereitet werden so können ein oder mehrere Schlitzmesser 3 IO für die Matte auf einer Querwelle 3II vorgesehen werden. Diese Messer bestehen vorzugsweise aus runden, an ihrem Umfang geschärften Scheiben. Sie schlitzen die Matte in dem Augenblick, in dem diese sich unter den kreisförmigen Scheiben bewegt, von denen eine in Fig. 1 1 in gestrichelten Linien dargestellt ist. Bei diesem Verwahren zum Verpacken von Matten in nebeneinanderliegenden Streifen ist es erwünscht, das Unterlagsblatt oder Papier P in einer mit den Mattenschlitzmessern fluchtenden Zone, d. h. der Schlitzebene der Matte, mit Perforierungen zu versehen. Eine für die Herstellung dieser Perforierungen dienende Vorrichtung ist in Fig. 11 mit 315 bezeichnet, dargestellt. Sie besteht aus einem Gegen rad 316 und einem Perforierrad 3I7, welches von einem Glied 318 getragen wird, das seinerseits drehbar auf einer Konsole 319 angeordnet ist. Das Perforierrad 317 kann durch eine Feder 320 oder andere geeignete Mittel in wirksamen Eingriff mit dem Papier gebracht werden.
  • Statt der vorstehend beschriebenen Art des Perforierens des Papiers ist es zuweilen erwünscht, die Perforationen in dem nachgeschleppten Ende der Papierunterlage, welche die äußere Umhüllung der fertigen Packung bildet, fortfallen zu lassen. Zu diesem Zweck kann die Perforiervorrichtung 3I7 intermittierend während gewisser Zeitabschnitte der Fortbewegung des Papiers P ausgeschaltet werden, so daß sich in Abständen voneinander unperforierte Abschnitte des Blattes ergeben. Dies kann beispielsweise durch ein ì>i Nockenrad 322 erreicht werden, welches einen Vorsprung 323 aufweist, der, wenn er in Eingriff mit dem Glied 3I8 gelangt, und derart intermittierend die Perforierrolle 3I7 anhebt, so daß sie außer Eingriff mit dem Papier gelangt. Das Nockenrad 323 kann durch mit der in der Querrichtung liegenden Trennstange 38' zusammenwirkende Mittel betätigt werden, so daß die unperforierten Teile des Papiers anschließend an die rückwärtige Kante eines Mattenabschnittes liegen und sich so eine unperforierte äußere Papierwindung ergibt, wenn die Packung verschlossen ist.
  • Fig. I3 veranschaulicht eine abgeänderte Ausführungsform der Vorrichtung zur Einleitung des Rollenbildungsvorganges. Der Maschinenrahmen 6I' trägt eine in an dem Rahmen befestigten Lagerböcken 3II gelagerte Welle 310. An der Welle 310 sind nach oben gerichtete Streben 314 befestigt, deren obere Teile Glieder 315 tragen, die ihrerseits Lager für Rollen 3I6 und 3I7 bilden. Die Rollen 316 und 3I7 tragen eine Reihe von Zuführungsbändern 319 für die Matte, die zum Anliegen an einen Mattenabschnitt .ll' kommen, und diesen in Eingriff mit dem Dorn oder anderem Packwerkzeug 80' vorbringen. An den Streben 314 ist eine gebogene Metallplatte 320 befestigt, mit welcher durch Scharniere gelenkig eine zweite Platte oder ein Führungsglied 322 verbunden ist. Die Streben 314 und die damit verbundenen Zubehörteile können durch nicht dargestellte Betätigungsvorrichtungen, die an Hakengliedern 326 angreifen, auf den Dorn zu gedrückt werden, um derart die Mattenzuführungsbänder 319 und die Führungsplatten 320 und 322 in die dem Dorn So' anliegende Stellung zu bringen, und derart das Anlaufen oder den Beginn des Aufwindens der Matte auf den Dorn zu bewirken.
  • Im Betriebe wird die Vorderkante des Matten abschnitts M' durch die Zuführungsbänder 319 nach oben und um den Dorn 8o' herumbefordert, wobei die Fuhrungsplatten 320 und 322 so wirken, daß sie die Matte aut elner kreisförmigen Bahn führen und derart die erste oder Ausgangswindung auf dem Dorn gebildet wird.
  • A act Beendigung der ersten Windung ist die Keibungskomponente zwischen dem Dorn und der Matte ausrelcnend, um ein weiteres Aufrollen der Matte auf den Dorn in der oben erlauterten Weise zu bewirken. L)ie gelenkig mit der Platte 320 verbundene Fuhrungsplatte 322 wird in dem Maße, in welchem sich der Durchmesser der Matte vergroßert, um die Achse der Scharnlere 323 verschwenkt. N achdem die Packung tertig bzw. der V erpackungsvorgang beendet ist, entternt eine Abstreitplatte 241 dle lertige Packung von dem Dorn.
  • Fig. I4 veranschaulicht einen Abschnitt der aufgerollten oder gepackten Matte S und laßt die Verrlngerung der Dicke der Windungen C der Platte, verglichen mit dem offenen Endteil 330 des Mattenabschnitts, erkennen. Es ist darauf hlnzuweisen, daß der Teil 330 der Matte dicker ist als die Windung C, welche den zusammengedrückten oder gepreßten Zustand der Matte in autgewundener Form zeigt, d. h. verglichen mit dem Teil 330, in welchem die Fasern sich ausgedehnt haben und in ihren normalen oder unzusammengedrückten Zustand zurückgekehrt sind.
  • Es kann also durch Anwendung des Verfahrens und der Vorrichtung nach der Erfindung eine Matte aus nachgiebigen Mineralfasern auf ein sehr verringertes Volumen, verglichen mit ihren normalen Abmessungen, zusammengedrückt oder verpackt werden, wobei die Fasern der Windungen gleichmäßig auf ein vorbestimmbares Maß zusammengedrückt werden, welches keine Beschädigung oder ein Brechen der Fasern bewirkt, und sich doch eine verhältnismäßig kleine Packung ergibt, deren Handhabung sowie Transport erheblich erleichtert ist, und außerdem erhebliche Ersparnisse an Kosten für Verpackung und Transport erzielt werden.
  • Selbstverständlich sind zahlreiche Änderungen und Abweichungen gegenüber den vorstehend im einzelnen beschriebenen und in den Abbildungen dargestellten Ausführungsformen des neuen Verfahrens sowie der zu seiner Durchführung dienenden Vorrichtung möglich, ohne den Grundgedanken der Erfindung zu verlassen.

Claims (15)

  1. PATENTANSPRUCHE: 1. Verfahren zum Verpacken von in Mattenform vorliegenden mineralischen isolierenden Faserstoffen, dadurch gekennzeichnet, daß die Glatte aus Fasermaterial in der Längsrichtung bewegt und fortlaufend zu einer Rolle aufgewickelt wird, wobei während des Aufwickelns ein einseitiger Druck auf die Oberfläche der Rolle ausgeübt wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Druck auf die Rolle durch eine in tangentialer Richtung auf die Rolle im Zuge ihrer Bildung aufgepreßte Fläche ausgeübt wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß unter die Matte aus Faserstoff eine aus einem Blatt Papier od. dgl. bestehende Unterlage gebracht wird, auf welcher sie nach der Stelle, an welcher sie zu einer Rolle geformt wird, transportiert, und die mit ihr aufgewickelt wird.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Matte in im wesentlichen horizontaler Ebene zugeführt, bei Erreichen der Aufwickelstelle aufgerichtet und an den Wickeldorn angelegt wird.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch t bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß je eine Rolle bildende Mattenabschnitte von einem endlosen Matten strang abgetrennt und i'hre vorwärtigen Kanten durch Umhüllung mit einem dem die Unterlage bildenden wesensgleichen Werkstoff abgedeckt werden.
  6. 6. Verfahren nach Anspruch i bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß an der rückwärtigen Kante der Mattenabschnitte ein nachgeschleppter Streifen, aus dem Unterlagswerkstoff angebracht wird, der im Zuge der Rollenbildung auf die vorhergehende Windung aufgeklebt bzw. mit dieser verbunden wird und derart die Rolle zusammenhält.
  7. 7. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Unterlagsschicht beiderseits länger bemessen ist und aus den Verlängerungen die Abdeckung der Vorderkante des Mattenabschnitts sowie die Verbindung mit der darunterliegenden Windung der fertigen Rolle gebildet wird.
  8. 8. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1 bis 7, gekennzeichnet durch die Kombination von Fördervorrichtungen, mittels deren eine Matte aus Faserstoff in ihrer Längsrichtung einer Aufwickelvorrichtung zugeführt wird, mit einer solchen, durch welche die Matte im Zuge ihrer Vorwärtsbewegung zu einer Rolle aufgewunden wird und Druckvorrichtungen, durch welche auf die Ol)erfläche der Rolle im Zuge ihrer Bildung eill einseitiger Druck ausgeübt wird.
  9. 9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß mit den Fördervorrichtungen für die Matte zusammeiiwirkende Vorrichtungen für die fortlaufende Zuführung eines 131attes aus Papier od. dgl. Werkstoff nach der Unterseite der Matte vorgesehen sind.
  10. lO. Vorrichtung nach Allsprucll 1 l>is 9, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Förderer hintereinandergeschaltet sind und das die Unterlage bildende Papier od. dgl. zwischen zwei Förderern von unten eingeführt wird.
  11. 1 1. Vorrichtung nach Anspruch ö bis lo, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufwickelvorrichtung aus einem sich drehenden Dorn besteht. gegen den während des Äufwickelvorganges einseitig ein im wesentlichen Haches Glied gedrückt wird.
  12. 12. Vorrichtung nach Anspruch 8 bis 1l, dadurch gekennzeichnet, daß sich von der Zuführungsebene der Matte aus nach einem Punkte unterhalb des Dornes eine geneigte Unterlage erstreckt, über welche die Matte auf dem Dorn aufläuft.
  13. 13. Vorrichtung nach Anspruch 8 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die geneigte Unterlage an ihrem oberen Ende gelenkig befestigt ist und ihr unteres Ende federnd auf den Dorn zu gepreßt wird.
  14. 14. Vorrichtung nach Anspruch 8 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß mit dem Dorn Vorrichtungen kombiniert sind, welche den Zuführungsvorgang bzw. das Umlegen des vorwärtigen Endes der Matte um den Dorn einleiten.
  15. 15. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß mit dem Dorn Vorrichtungen verbunden sind, die die fertige Rolle in axialer Richtung des Dornes von diesem abschieben, nachdem der Aufrollvorgang beendet ist.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1236397B (de) * 1963-12-02 1967-03-09 Patentdienst Anstalt F Vorrichtung zum Abfuellen von bandfoermigen, nicht gebundenen endlosen Fadenscharen in Behaelter

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1236397B (de) * 1963-12-02 1967-03-09 Patentdienst Anstalt F Vorrichtung zum Abfuellen von bandfoermigen, nicht gebundenen endlosen Fadenscharen in Behaelter

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