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Verfahren und Vorrichtung zum Verpacken von Faserstoffen
Die Erfindung
betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Überführen von Faserstoffen in einen
kompakten oder verpackten Zustand, um derart die Handhabung und den Transport solcher
Werkstoffe zu erleichtern.
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Die Erfindung umfaMt ein Verfahren und eine Vorrichtung zum wirksamen
und zweckmäßigen Verbringen einer Nasse aus Mineralfasern oder anderen gleichartigen
Isolierstoffen in verpacktem Zustand durch Verkleinerung des normalen, durch die
Masse der Fasern eingenommenen Raumes, durch welches außerordentliche Ersparnisse
an den Kosten für die Verpackung solcher Werkstoffe, wie auch des für den Transport
desselben notwendigen Laderaumes erzielt werden, wobei die Gestaltung der Verpackung
eine solche ist, daß sie die Handhabung wie auch die Anbringung der Fasermasse dort,
wo sie Verwendung findet, erleichtert.
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Ein Merkmal der Erfindung besteht in der Schaffung eines Verfahrens
und von Vorrichtungen, mittels deren eine Masse aus Fasern, beispielsweise Glasfasern,
aufeinanderfolgend während des Verpackungsvorganges zusammengepreßt wird, wobei
der Zusammendrückungsgrad des ganzen Faserkörpers in dem sich ergebenden Paket im
wesentlichen gleichmäßig ist, und ferner das neue Verfahren es ermöglicht, während
der Bildung des Paketes den Zusammendrückungsgrad und demzufolge die Dicke des Paketes
bzw. der Matte in gewunschter Weise zu ändern.
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Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung, die sich auf die Anordnung,
Arbeitsweise und
Wirkung der einzelnen Elemente der Vorrichtung,
Konstruktionseinzelheiten derselben und Kombinationen der für sich die Elemente
der Vorrichtung bildenden Teile sowie Ersparnisse in der Herstellung und zahlreiche
andere Merkmale beziehen, gehen aus der nachstehenden Erläuterung der Erfindung
an Hand der Zeichnungen hervor, von denen Fig. 1 eine schematische Seitenansicht
einer Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach der Erfindung darstellt;
Fig. 2 ist eine Teilansicht in größerem Maßstabe, die ein Verfahren veranschaulicht,
nach welchem ein blattartiger Werkstoff an den Enden der Fasermattenabschnitte angeordnet
werden kann; Fig. 3 ist eine Seitenansicht, die eine Ausführungsform der Vorrichtung
zur Überführung von Fasermassen in die Form einer Rolle veranschaulicht; Fig. 4
ist eine Vorderansicht der in Fig.3 dargestellten Vorrichtung unter Weglassung der
Vorrichtungen zur Bildung der Rolle; Fig. 5 ist eine Seitenansicht, die die Stellungen
der verschiedenen Teile des Mechanismus zueinander im Anfangsstadium des Verpackungsvorganges
zeigt; Fig. 6 ist eine Vorderansicht, die die Vorrichtungen für die Bildung einer
Packung von Rollenform veranschaulicht; Fig. 7 ist ein teilweiser Schnitt gemäß
Linie 7-7 der Fig. 4 und veranschaulicht die Anordnung einer Vorrichtung zum Abst
rei fen de r fertigen Packungen; Fig. 8 ist eine Seitenansicht, teilweise im Schnitt,
die die Betätigungsvorrichtungen für die Abstreifvorrichtung zeigt; Fig. 9 ist eine
schematische Darstellung der durch hydraulischen Antrieb betätigten Vorrichtungen
und der Druckleitungen zu diesen; Fig. IO ist ein Schaltschema der elektrischen
Betätigungs- und Steuervorrichtungen für die verschiedenen Teile der neuen Verpackungsmaschine;
Fig. 1 1 ist eine halbschematische Seitenansicht, die eine Ausführungsform der Zuführungsvorrichtungen
für den die Unterlage der Matten bildenden hlattförmigen Werkstoff zeigt, die einen
Teil der Erfindung bilden; Fig. 12 ist eine Seitenansicht, die die gegenseitige
Anordnung des blattförmigen oder Verpackungswerkstoffs zu aufeinanderfolgenden Abschnitten
der Faserstoffmatte veranschaulicht; Fig. I3 ist eine perspektivische Darstellung
einer abgeänderten Ausführungsform der Vorrichtung zur Bildung einer Rollenpackung,
und Fig. 14 stellt einen Abschnitt von gepacktem Faserstoff dar.
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In Fig. I der Zeichnung ist eine Vorrichtung zur Durchführung des
neuen Verfahrens zum Zusammenpressen oder Aufrollen einer Matte aus Faserstoff zu
einem Paket von im allgemeinen zylindrischer Gestalt veranschaulicht. Die Erfindung
ist besonders geeignet für das Verfestigen und Verpacken von Matten, die aus geblasenen,
auf die gewünschte Feinheit verjüngten Glasfasern hergestellt sind, jedoch ist ihre
Anwendung nicht auf die Behandlung solcher Fasern beschränkt, sondern kann bei zahlreichen
Arten von Matten od. dgl. aus nachgiebigen Fasern erfolgen. In Fig. I ist eine Speisevorrichtung
10 dargestellt, die geschmolzenes Glas oder einen anderen faserbildenden Stoff enthält.
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Unterhalb dieses Behälters 10 ist eine Speisedüse 1 1 angebracht,
die eine Mehrzahl von Öffnungen oder Auslässen aufweist, aus welchen Ströme 14 von
geschmolzenem Material ausfließen, die durch geeignete Mittel, beispielsweise Dampf-
oder Luftstrahlen, die durch Gebläse 15 erzeugt werden, zu feinen Fasern verjüngt
werden. Das Ausziehen der Fasern erfolgt vorzugsweise innerhalb einer Haube oder
eines Geh dieses I7, welches die Fasern nach einem sich fortlaufend bewegenden durchlässigen
Förderer 20 hin leitet, auf welchem die Fasern sich in der Fasersammel- oder Mattenbildungszone
2I innerhalb der Haube I7 in einer Masse ansammeln und eine Matte M bilden. Unterhalb
des durchlässigen Förderers 20, der Mattenbildungszone benachbart, ist eine Saugkammer
23 angeordnet, an die ein saugend wirkendes Gebläse angeschlossen ist, durch welches
eine Zone von unterschiedlichem oder geringerem als dem Atmosphärendruck erzeugt
wird, welche den Sammelvorgang der Glasfasern unterstützt.
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Bei diesem Verfahren der Mattenbildung werden die Fasern in willkürlicher
oder zufälliger Weise zu einer Matte M von erheblicher Dicke, die einen hohen Grad
an Nachgiebigkeit aufweist, gesammelt.
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Der durchlässige Förderer 20 besteht aus einem um Leitrollen 24 und
25 geführten endlosen Band. Der obere, die Fasern tragende Trum des sich gemäß Fig.
I in Richtung nach links bewegenden Förderers fördert die Fasermatte aus der Mattenbildungszone
21 hinweg.
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An den Förderer 20 anschließend ist mit diesem fluchtend ein zweiter,
ebenfalls endloser Bandförderer 27 angeordnet, der um geeignete Leitrollen 28 und
29 läuft und dessen oberer Trum zusätzlich von Rollen 30 unterstützt wird, die in
solchen Abständen voneinander angeordnet sind, wie es zweckmäßig ist, um eine lineare
Bewegung der Matte M zu sichern. Der Förderer 27 läuft vorzugsweise in linearer
Richtung mit im wesentlichen der gleichen Geschwindigkeit wie der Förderer 20. In
Kombination mit demFörderer sindVorrichtungell vorgesehen, um einen blattförmigen
Werkstoff, beispielsweise Papier oder ein anderes zur Verpackung oder zum Umhüllen
der Matte geeignetes Material, in der entsprechenden Richtung zu der gebildeten
Matte vorwärts zu bewegen oder zuzuführen. Dieser blattförmige Werkstoff wird zwischen
die Oberfläche des Förderers 27 und der Matte M, der Matte anliegend. eingeführt.
Zu diesem Zweck ist eine einen Vorrat von blattförmigem Werkstoff oder Papier enthaltende
Rolle 32 in der Nähe eines Endes des Förderers 20 angeordnet, von der das Papier
P durch geeignete Speisewalzen 34 abgerollt, derart vorwärts bewegt und durch einen
Zwischenraum zwischen den endlosen Förderern 20 und 27 hindurchgeleitet wird, wie
dies in Fig. I dargestellt ist.
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Das Papierblatt gelangt über die obere Führung rolle 28 auf die Oberfliiche
des Förderers 27 und
wird durch diesen in linearer Richtung mit
der sich vorwärts bewegenden Matte Ill vereint vorwärts bewegt.
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Es sind ferner Vorrichtungen vorgesehen, um die sich bewegende Nasse
oder Matte aus Fasern in Abschnitte .1/ von vorbestimmter Länge zu zerteilen.
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Die diesem Zweck dienenden Trennvorrichtungen 31 können von beliebiger
geeigneter Art sein, beispielsweise aus einer sich in der Querrichtung erstreckenden
Abscherstange oder einem Messer 39 bestehen, welches durch eine Kurbel 40 über ein
gecignetes Gestänge 41 angetrieben wird. Das Trennmesser 39 für die Matte kann so
eingestellt werden, daß es gleichzeitig mit dem Schneiden der Mattenabschnitte auch
das Papier oder das Unterlageblatt P abtreniit oder auch nur die Matte in aufeinanderfolgende
Abschnitte unterteilt und andererseits das Papier in Zeitabschnitten so abtrennt,
daß je zwei oder mehr Abschnitte von Matten auf einer Papierlänge angeordnet sind.
Bei der in Fig. I dargestellten Anordnung wird die Pal)ierunterlage P zusammen mit
der Matte abgetrennt, so daß die Länge des Papierabschnitts jeder Glatte die gleiche
ist wie die des abgetrennten N1 attenabschnitts .II selbst. Bei einer weiter unten
zu beschreibenden abgeänderten .-Nusführullgsform erhält die Papierunterlage eine
größere Länge als die des zugehörigen Matten abschnitts.
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Anschließend an den Förderer I7, mit diesem fluchtend, ist ein dritter
Förderer 44, der auf Rollen 45 und 46 läuft, vorgesehen, der vorzugsweise derart
angetrieben wird, daß er die aufeinanderfolgenden Mattenabschnitte mit einer größeren
Geschwindigkeit vorwärts bewegt als der Förderer 27. Die höhere Geschwindigkeit
des Förderers 44 dient dem Zweck, den vordersten der Mattenabschnitte M von dem
darauffolgenden Abschnitt fortzubewegen, bevor der vorwärtigste Teil desselben in
die Zusammendrück- und Packvorrichtung eintritt.
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Wie aus Fig. I und 2 ersichtlich ist, wird ein Streifen 48 aus Papier,
vorzugsweise von der gleichen Breite wie das Papierblatt P, durch Klebstoff mit
dem die Unterlage eines Mattenabschnitts bildenden Papierabschnitt P verbunden.
Ein Arbeiter bringt Klebstoff in der mit 50 bezeichneten Zone auf das PapierP und
auf die mit 5I bezeichnete Zone des Papierstreifens 48 auf. Der Zweck des Streifens
48 besteht darin, eine Umhüllung aus Papier für die Rollenpackung zu bilden, nachdem
diese in der Packmaschine in der nachstehend im einzelnen beschriebenen Weise hergestellt
worden ist. Ferner kann ein Papierstreifen 54 beispielsweise bei 55 mit der vorwärtigen
Kante der Papierunterlage P eines Mattenahschnitts verklebt und über die Platte
in die in Fig. 2 dargestellte Lage gefaltet werden. Da sich die durch den Förderer
27 transl)ortierten hlattenabschnitte mit einer vergleichsweise niedrigen Geschwindigkeit
bewegen, steht hinreichend Zeit für den Arbeiter zur Verfügung, um Klel>stoff
auf die Streifen 43 und 54 aufzubringen und diese in den in Fig. 1 und 2 dargestellten
Lagen anzubringen. Die Durchführung dieser Arbeitsvorgänge wird dadurch erleichtert,
daß der vordere Abschnitt II durch den Förderer 44 schneller fortbewegt wird als
der darauffolgende Abschnitt auf dem Förderer 27 und sich derart ein sich ständig
vergrößernder Zwischenraum zwischen den aufeinanderfolgenden Mattenabschnitten ergibt,
wenn der Förderer 44 arbeitet, um den vordersten Mattenabschnitt in die Packmaschine
zu verbringen.
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Die eigentliche Verpackungsmaschine oder -vorrichtung ist in den
Fig. 3, 4, 5, 7 und 8 dargestellt und mit dem Bezugszeichen 60 bezeichnet. Sie ist
auf einem Rahmen 6I mit vertikalen Trägern 62, die von einer Grundplatte oder -rahmen
63 getragen werden, angeordnet. Der Grundrahmen kann, falls erwünscht, auf geeigneten
Rädern 53 od. dgl. verfahrbar sein. Die vertikalen Träger 62 sind durch sich längs
erstreckende Streben 64, 65 und 69 und Querstreben 66, 67 und 68 miteinander verbunden.
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Auf dem Grundrahmen 63 ist ferner ein Hilfsrahmen 70 aus kanalförmig
profilierten Gliedern 7I aus sich nach oben erstreckenden Rahmengliedern 72 und
horizontalen Gliedern 74 angeordnet. Die horizontalen Rahmenglieder 74 tragen Lager
76, in welchen eine Welle 78 drehbar gelagert ist. Wie insbesondere aus Fig. 4 ersichtlich
ist, trägt die Welle 78 eine Vorrichtung zur Bildung der Packung in Form eines Dorns
80 von im Querschnitt nicht kreisförmiger Ausbildung, um derart eine auf Reibung
beruhende treibende Komponente auf die Fasermatte auszuüben und derart die Fasermatte
zu erfassen oder um den Dorn aufzuwickeln. Der Dorn hat gemäß dem Ausführungsbeispiel
den Querschnitt eines griechischen Kreuzes, jedoch kann auch jedes andere geeignete
Profil mit gewellter Oberfächenausbildung verwendet werden, welches einen zum Erfassen
und Verformen der Matte zu einem Paket hinreichend wirksamen Eingriff mit dieser
ermöglicht.
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Der Dorn wird durch Mittel angetrieben, welche zum Ausgleich des
sich vergrößernden Durchmessers der Matte, während sie in Form eines Wickels auf
den Dorn aufgewunden wird, diesem eine veränderliche Drehgeschwindigkeit erteilen.
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Obwohl an sich jede beliebige geeignete Antriebsart in wendung finden
kann, ist gemäß dem Ausführungsbeispiel ein durch ein fließendes Medium angetriel>ener
Motor 82, beispielsweise ein Luftmotor, vorgesehen, der mit veränderlichen Geschwindigkeiten
arbeiten kann und ein hohes Drehmoment des Dornes ergibt, durch welches die Fasermatte
in zweckmäßiger Weise auf ihn aufgewunden wird.
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Der Motor 82 wird von dem Zusatzrahmen 70 getragen. Seine Welle ist
durch Kette und Kettenrad mit der Welle 78 verbunden, um diese und damit den Dorn
80 anzutreiben. Er ist ferner so angeordnet, daß er außerdem über Zahnräder 92,
93, die Welle 95 und ein Kettenrad 96, welches über eine Kette 97 mit einem Kettenrad
98 verbunden ist, eine Vorrichtung antreibt, die das Anlaufen des Vorgangs der Rollenbildung,
d. h. des Aufrollens der Matte auf dem Dorn 80 bewirkt. Diese Vorrichtung wird im
folgenden noch beschrieben werden.
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Die Rollenpackmaschine nach der Erfindung ist mit Vorrichtungen ausgerüstet,
durch welche die
Fasermatte in dem Dorn 8o benachbarte Lage gebracht
wird, um derart das Aufnehmen der Fasern auf den Dorn zu erleichtern. Der in Fig.
I dargestellte Förderer 44 endet einer Platte oder einem Mattenträger IOI benachbart,
welcher schwenkbar mittels einer Welle 102 gelagert ist. Die Welle wird von einer
an den Rahmenstreben 62 festen Konsole 103 getragen. Der vorwärtige Teil des Mattenträgers
IOI ist mit Einstellvorrichtungen 105 ausgerüstet, durch die er gehoben oder gesenkt
werden kann. Der Platte 101 benachbart ist ein Tisch oder eine Platte Io8 vorzugsweise
mit ebener Oberfläche vorgesehen, welche die Matte trägt. An den Tisch 108 ist eine
Stange 111 angeordnet, die in geeigneten, durch die Rahmenglieder 67 getragenen
Lagern drehbar ist, so daß er um die Achse der Stange oder der Welle 1 1 1 schwenkbar
ist. Der Zweck dieser Anordnung wird nachstehend im einzelnen beschrieben werden.
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Auf den Tisch Io8 kann ein nach oben gerichteter Druck in der allgemeinen
Richtung des Dornes 80 ausgeübt werden, um derart die Fasermatte in einem gewissen
Grade bzw. auf eine gewisse Stärke zusammenzudrücken oder zu verfestigen, während
aus ihr die Rolle gebildet wird. Als zweckmäßig für die Erzeugung des Druckes auf
die Fasern erweist sich eine hydraulisch betätigte Vorrichtung. Wie insbesondere
aus Fig. 3 und 5 hervorgeht, besteht die hydraulische Vorrichtung 115 aus einem
Zylinder II7, dessen unteres Ende mittels eines Zapfens II8 verschwenkbar mit einer
Konsole 119 an dem Rahmen der Maschine verbunden ist. In dem Zylinder II7 ist ein
Kolben I2I mit der Kolbenstange I22 verschieblich. Das obere Ende der Stange ist
mittels eines Drehzapfens 123 mit einer an dem Tisch 108 festen Konsole I24 verbunden.
Durch den Eintritt des Druckmediums, wie Preßluft, in den Zylinder unterhalb des
Kolbens 121 wird auf den Tisch eine Kraft ausgeübt, die diesen, wie in den Fig.
3 und 5 veranschaulicht, in seine oberste Stellung drückt.
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Durch eine geeignete, verstellbare, in die Druckleitung eingeschaltete
Druckentlastungsvorrichtung 126 kann der in Richtung nach oben wirkende Druck auf
den Kolben I2I eingestellt werden, so daß während der Bewegung des Tisches 108 nach
unten im Zuge der Bildung der Rolle oder Packung aus der Matte ein im wesentlichen
gleichbleibender Druck aufrechterhalten werden kann, um derart während des Verpackungsvorganges
eine unveränderliche Kraftkomponente auf die Fasermatte zur Einwirkung zu bringen,
so daß die verschiedenen Windungen der Matte um den Dorn auf im wesentlichen gleiche
Stärke zusammengedrückt werden.
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Die Verpackungsmaschine ist ferner mit Vorrichtungen ausgerüstet,
um die Schwenkbewegung der Platte oder des Tisches io8 nach oben zu bestimmen oder
zu begrenzen. Wie in Fig.4 dargestellt, ist der Tisch Io8 mit nach unten gerichteten
Konsolen I29 ausgerüstet, in denen eine Welle I33 gelagert ist, deren Enden mit
Betätigungsvorrichtungen oder Handrädern I34 ausgerüstet sind, mittels deren die
Welle gedreht werden kann. Ein Zwischenabschnitt 136 der Welle ist mit Gewinde versehen,
und auf ihn eine Gewindemutter oder -buchse I37 aufgesetzt, die gegen relative Drehbewegung
durch einen Ansatz I38 an dem Tisch IOe gesichert wird. Die Buchse I37 ist mit einem
biegsamen Element oder einer Kette 141 verbunden, welche um eine auf einer an dem
Tisch 108 angebrachten Konsole I43 gelagerte Rolle I42 läuft.
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Diese Kette ist an dem Maschinenrahmen, wie bei I44 angedeutet, befestigt.
Es ist ersichtlich, daß der vertikale Abschnitt der Kette 141 die oberste Stellung
des Tisches Io8 bestimmt. Da die Kette mit der längs des Gewindeteils 136 durch
Drehung der Welle bei Betätigung eines der Handräder I34 verstellbaren Buchse I37
verbunden ist, kann die Buchse I37 entsprechend der gewünschten obersten Begrenzung
der Bewegungsmöglichkeit des Tisches iotl eingestellt oder verstellt werden.
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Wie aus den Fig.4 und 5 ersichtlich, sind seitliche Führungsmittel
für die Fasermatte vorgesehen, und zwar an Konsolen 148, die ihrerseits auf einer
am Rahmen der Maschine befestigten Stange I49 angeordnet sind, befestigte Platten
od. dgl. 147. Die Konsolen 140 können auf der Stange I49 mittels der Klemmen 150
verstellt und derart der Zwischenraum zwischen den Führungen 147 eingestellt und
verschiedenen Breiten der Matten angepaßt werden.
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Die Einleitung der Herstellung einer Rollenpackung dadurch, daß die
Vorderkante der Fasermatte in Reibungseingriff oder Kontakt mit dem Dorn 80 gebracht
wird, kann in verschiedener Weise erfolgen. So kann ein Arbeiter die Vorderkante
der Matte von Hand in Eingriff mit dem sich drehenden Dorn bringen, bis eine erste
Windung der Matte sich um den Dorn herumgelegt hat, worauf die Reibungskomponente
zwischen dieser Mattenwindung und dem Dorn ausreicht, um die Matte weiter um den
Dorn aufzuwinden und derart eine im wesentlichen zylindrische Packung zu bilden.
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Bei der dargestellten Ausführungsform und, vorzugsweise ist die Maschine
jedoch mit automatisch betätigten Vorrichtungen ausgerüstet, um die Mattenabschnitte
M in wirksamen Eingriff mit dem Dorn 80 zu bringen, durch welche jeder Abschnitt
und das ihm zugehörige anliegende Unterlageblatt auf dem Dorn zu einem Paket geformt
werden kann.
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Die Fig. 3, 5 und 6 veranschaulichen eine Ausbildungsform von diesem
Zweck dienenden mechanischen Mitteln. An dem Rahmen 63 der Packmaschine sind Lagerböcke
155 angeordnet, in welchen eine Welle I56 gelagert ist, auf deren einem Ende das
Kettenrad 98 sitzt, welches mittels der Kette 97 (aus Fig. 6 ersichtlich) mit einem
Antrieb verbunden ist, der bei dieser Ausführungsform der den Dorn betätigende Motor
82 ist. Auf der Welle 156 ist (Fig. 5) ein geeigneter Anlaufrahmen I58 um die Achse
der Welle verschwenkbar angeordnet, der Streben I59 und Querstreben I60 aufweist.
An jeder der Streben 159 ist ein Glied I62 befestigt, an welchem übereinander Rollen
I64, 165 und I66 gelagert sind. Mit den Streben I59 sind schwenkbar Konsolen I68
verbunden, die eine in ihnen gelagerte Rolle 169 tragen. Über die Rollen I64 und
I69 laufen eine Mehrzahl von Bändern I70 für Matten,
die derart
den Endteil der Platte aufrichten. Die Konsolen I68 können durch Vorrichtungen I92
verstellt und derart die gewünschte Spannung der l3änder 170 eingestellt werden.
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Auf der Welle I7I, welche die Rolle I66 trägt, ist ein Paar von Konsolen
173 schwenkbar gelagert, die miteinander durch ein Glied 174 verbunden sind und
in denen ihrerseits Rollen I75 und I76 gelagert sind. Die Welle 156 trägt ein Kettenrad
I78, welches über eine Kette mit einem auf der die Rolle 164 tragenden Welle angeordneten
Kettenrad verhunden ist. Die Rollen 165, i66 und 175, 176 werden gleichzeitig durch
einen geeigneten, aus Kette und Kettenrad bestehenden Antrieb angetrieben, der,
wie in Fig. 6 dargestellt, an den Enden der Rollen angeordnet ist. Di-e Rollen I64,
165, I66, I75 und 176 laufen sämtlich, wie in Fig. 5 angedeutet, in Richtung des
Uhrzeigers um und bringen derart die Matte M in Eingriff mit dem Dorn 80. Die Bänder
170 laufen ebenfalls in gleicher Richtung und wirken mit den Rollen so zusammen,
daß sie das Auflegen einer vollständigen Windung der Matte auf den L)orn einleiten.
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Die die angetriebenen Rollen 175 und I76 tragenden Konsolen 173 sind
zu der Achse der Welle 171 drehbar gelagert, so daß sie in die in Fig. 5 dargestellte
Lage verbracht werden können, um derart die Führung der Matte um den Dorn zu erleichtern.
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Für die Bewegung der Konsolen I73 sind Vorrichtungen in Gestalt eines
hydraulischen Antriebes I80 vorgesehen, der aus einem Zylinder I8I besteht, in dem
ein Kolben I82 hin und her beweglich ist. Die Kolbenstange I83 besitzt einen gezahnten
Teil 190, der mit einem in einem Gehäuse I83 untergebrachten, durch ein Handrad
betätigten Mechanismus zusammenwirkt, mittels dessen die relative Stellung des Gehäuses
I88 an der Stange I83 eingestellt wird.
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Mit dem Gehäuse I88 ist schwenkbar ein Arm I86 verbunden, der auf
der Stange I74 befestigt ist und derart die Bewegung der Konsolen 173 und der Rollen
I75 und 176 bewirkt. Die Einleitung des Druckmediums in den Zylinder 181 unterhalb
des Kolbens I82 bewirkt eine Bewegung der Stange I83 und des Gehäusegliedes I88
nach oben und demzufolge eine Relativbewegung der Konsolen I73, durch welche die
Rollen I75 und I76 in die in vollen Linien in Fig. 5 dargestellte Lage verbracht
werden. Der Zutritt des Druckmediums in den Zylinder I81 oberhalb des Kolbens 182
bewirkt eine Bewegung der Stange 183 nach unten und demzufolge eine Drehbewegung
der Konsolen 173 und der Rollen 175, 176 in Richtung entgegengesetzt dem Uhrzeiger,
durch welche die Rollen relativ zu dem Dorn 80 angehoben werden.
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Der die Anlaufrolle tragende Rahmen I58 ist um die Achse der Welle
156 schwenkbar. Zu diesem Zweck ist, wie in Fig. 5 gezeigt, ein Antrieb 197 in Gestalt
eines an einem Lagerbock I96 drehbar angeordneten Zylinders 195 vorgesehen. In dem
Zylinder bewegt sich ein mit einer Kolbenstange I99 verbundener Kolben 197. Die
Kolbenstange I99 ist mit einem in einem Gehäuse 200 untergebrachten Mechanismus
verbunden, mittels dessen die wirksame Ausgangsstellung des die Anlaufrollen tragenden
Rahmens und Mechanismus durch mit dem Rahmen durch Wellen 206 verbundene Verbindungsglieder
202 eingestellt wird. DieVerbindungsglieder 202 sind an ihren anderen Enden drehbar
mit an einem Verbindungsglied 204 befestigten Armen 203 verbunden, und die relative
Stellung der Glieder 203 und der Verbindungsglieder 202 zu dem Gehäuse 200 und der
Kolbenstange I99 ist mittels eines durch eine Kurbel 205 zu betätigenden, nicht
dargestellten Mechanismus verstellbar.
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Zum Abstreifen oder Abnehmen der fertigen Packung von dem Dorn oder
anderem Packmechanismus 80 sind aus den Fig.3, 4, 7 und 8 ersichtliche Mittel vorgesehen.
Auf dem Hauptrahmen ist bei 209 ein Elektromotor 210 gelagert, der vorzugsweise
mit einem in einem Gehäuse 2I2 untere brachten Geschwindigkeitsreduktionsgetriebe
ausgerüstet ist. Die von diesem Getriebe aus angetriebene Welle 2I3 trägt ein Kettenrad
2I4, das über eine Kette 2I5 mit einem auf einer Welle 218 sitzenden Kettenrad 216
verbunden ist. Die Welle 218 iSt in geeigneten Lagern 220, die auf dem Rahmen der
Maschine angeordnet sind, gelagert.
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Ein auf der Welle 218 angeordnetes Kettenrad 219 ist über eine Kette
oder andere Übertragungsmittel 222 mit einem Kettenrad 223 verbunden, das auf einer
in von dem Rahmen getragenen Lagern angeordneten Welle 224 befestigt ist.
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Auf dem Rahmen ist mittels Rollen 228, auf festen Schienen oder Führungen
230 laufend, ein Wagen 227 angeordnet. Ein Glied der Kette 222 weist (aus Fig. 7
ersichtlich) sich beiderseits von ihm erstreckende Zapfenvorsprünge 235 auf. Der
Wagen ist mit Platten 236 und 237 ausgerüstet, in denen Schlitze 238 angeordnet
sind, die die Enden des Zapfens 235 aufnehmen. Mittels der mit dem vorstehenden
Zapfen 235 zusammenwirkenden Schlitze in den Platten 236 und 237 wird eine hin und
her gehende Bewegung des Wagens 227 in Richtung parallel zu der Achse des Dornes
erzielt.
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An dem Wagen 227 ist ein sich nach unten erstreckender Arm oder ein
Glied 241 angeordnet, welches eine Öffnung aufweist, in der eine ringförmige Platte
242 angeordnet ist. Durch die so in dem Glied 24I gebildete Öffnung erstreckt sich
der Dorn 80. Der den Arm 241 tragende Wagen 227 bewirkt eine hin und her gehende
Bewegung des Gliedes 241 parallel zu der Achse des Dornes 8o, durch welchen die
fertige Packung von dem Dorn entfernt oder abgestreift wird.
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Die verschiedenen angetriebenen Teile der Vorrichtung werden vorzugsweise
durch ein Druckmedium, beispielsweise Preßluft, betrieben, obwohl als solches Medium
auch eine Flüssigkeit, wie Ol, verwendet werden kann. Fig. g ist ein Leitungsplan,
der die Zuführung des Druckmediums nach den verschiedenen angetriebenen Vorrichtungen
erkennen läßt, und Fig. ro zeigt schematisch die elektrischen Strom'kreise und Steuervorrichtungen
zur Schaltung der in der richtigen Weise aufeinanderfolgenden Arbeitsvorgänge der
Mechanismen.
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Gemäß Fig. g ist eine Hauptspeiseleitung 250 vorgesehen, durch welche
Leitungen 25I, 252, 253, 254 und 255, in deren jeder ein verstellbarer Druckregler
vorgesehen ist, Preßluft oder ein anderes Treibmedium zugeführt wird. Die Druckleitung
251 ist über ein geeignetes, von Hand betätigtes Ventil 26I und ein durch ein Solenoid
betätigtes Ventil 262 an den hydraulischen Motor 82 angeschlossen, durch welchen
die Packvorrichtung, wie der Dorn 80, angetrieben bzw. in Drehbewegung versetzt
wird. Die in die Leitung 252 eingeschaltete Druckregelvorrichtung kann für verschiedene
Drücke eingestellt werden, so daß durch Betätigung der Handsteueryorrichtungen 261
und 264 entsprechende Drücke des den hydraulischen Rotor 82 treibenden Druckmediums
eingestellt werdenkönnen.
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Elektrisch betätigte und gesteuerte Vorrichtungen in Form von Vierwegehähnen
zur Leitung und Verteilung des Druckmediums können zur Betätigung des Anlaufrahmens
158 des Antriebes I80 für die die Rollenbildung einleitende Vorrichtung und des
Antriebes IIS für das Anheben der Platte oder des Tisches vorgesehen werden. Solche
elektrisch gesteuerten Ventile sind in den Abbildungen mit 267, 268 und 269 bezeichnet.
Die Druckleitung 253 führt das Druckmedium dem Ventil 267 zu, vqn welchem Druckleitungen
270 und 27I ausgehen, die wahlweise das Druckmedium den Enden des Zylinders 195
zum Antrieb des den das Anlaufen bewirkenden Rahmens zuführen. Die Druckleitung
254 führt dem Vierwegeventil 263 das Druckmedium zu, von dem Leitungen 273 und 274
wahlweise das Druckmedium den entsprechenden Enden des Zylinders 117 für den Antrieb
115 des Tisches oder der Platte zuleiten. In die Leitung 273 ist ein verstellbares
automatisches Druckentlastungsventil oder eine ebenso wirkende Regelvorrichtung
126 eingeschaltet, die unterhalb des Kolbens des den Tisch betätigenden Zylinders
während jedes Packvorganges einen im wesentlichen konstanten Druck aufrechterhält.
Das Druckentlastungsventil 275 kann so eingestellt oder geregelt werden, daß unterhalb
des Kolbens ein besonderer gewünschter Druck aufrechterhalten wird, welcher einen
vorbestimmten Zusammenpressungsgrad der Fasermatte ergibt. In den Steuerventilmechanismus
268 sind Steuerdruckleitungen 277 und 278 eingeschaltet und mit einer kleinen, nicht
dargestellten Betätigungsvorrichtung für die in Fig. IO mit LS1 bezeichneten Grenzschalter
verbunden.
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Dem durch ein Solenoid betätigten Ventil 269, welches durch die Leitungen
28I und 282 mit den betreffenden Enden des einen Bestandteils der Vorrichtung I80
für die Einleitung der Rollenbildung bildenden Zylinders 181 verbunden ist, wird
Druckluft zugeführt. Die Auspuff- oder verbrauchte Luft der Antriebe wird vorzugsweise
über Auspuffleitungen 285, von denen eine in Fig. g gezeigt ist, nach einer Zone
unterhalb der Maschine geleitet.
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Falls beispielsweise für den Antrieb ein flüssiges Medium, beispielsweise
Drucköl, verwendet wird, wird eine Öldruckleitung von den solenoidgesteuerten Ventilen
zu einem Olvorratsbehälter vorgesehen.
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In Fig. io ist die Kraftleitung mit Ll, L2 und L3 bezeichnet und
bei 286 ein llauptschalter für dic Kraftleitung vorgesehen. Die Leitungen L1 und
L2 sind an die verschiedenen Schalter und Steuervorrichtungen für die Antriebe der
Maschine angeschlossen. Ein von ligand betätigter Schalter 292 stellt den Hauptschalter
für die in Fig. 10 dargestellten elektrischen Stromkreise dar. Mit 2go ist ein Sicherheitsschalter
und mit 291 ein Schalter für die Betätigung des Abstreifers für die fertige Packung
dargestellt. In Verbindung mit dem Tisch io8 und dem Anlaufrahmen 158 sind Grenzschalter
LS1 und Ln vorgesehen, die die Betätigung des seinerseits die AbstreifvorrichtullEg
oder detl Arm 241 antreibenden Motors 210 ermöglichen. iii Fig. 10 ist das solenoidgesteuerte
Ventil für die Steuerung des Tisches mit 268 und das für das Anlaufen des Aufrollvorganges
mit 269, das für den Anlaufrahmen mit 267 und das für den Luftmotor mit 262 bezeichnet.
Ein solenoidgesteuerter Ventilmechanismus 294 in der Hauptdruckleitung 250 bildet,
wie aus Fig.g ersichtlich, das Hauptschaltorgan für die Druckleitungen.
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In die Steuerleitungen liegen ferner ein Grenzschalter LSs, der von
dem Rollenanlaufrahmen gesteuert wird, ferner Grenzschalter LS4 oder LS5, die von
der besonderen Stellung des Schalters 298 abhängig arbeiten, und eine Betätigung
des Abstreifmotorkreislaufes entsprechend der zweckmäßigen Aufeinauderfolge der
verschiedenen Vorgänge bewirken. Ein Grenzschalter LS6 ist mit dem Antrieb für die
Einleitung des Aufrollvorganges I80 verbunden und bewirkt die geeignete Arbeitsweise
dieses Vorganges. Ein weiterer Grenzschalter LS7 wird durch die Stellung der die
Matte tragenden Platte bzw. des Tisches IOg gesteuert und ein Grenzschalter LS8
in Abhängigkeit von dem Antrieb 195 des Anlaufrahmens. In den Stromkreisen sind
verschiedene Kontrollrelais vorgesehen, die schematisch in Fig. IO dargestellt sind
und in die Wirkung der Grenzschalter unterstützender Weise so arbeiten, daß sie
den Stromfluß zu den verschiedenen Mechanismen in der richtigen Folge, die notwendig
ist, um das aufeinanderfolgende Schalten der verschiedenen Mechanismen zum Zusammendrücken
und Verpacken der Fasermatten zu bewirken, einzuschalten.
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Die neue Packmaschine arbeitet in der nachstehend im einzelnen erläuterten
Weise.
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Das von der Speisevorrichtung IO kommende Glasmaterial, aus welchem
die Fasern hergestellt werden, tritt aus dieser in Form von geschmolzenen Strömen
14 aus, die unter der Einwirkung von Luft-oder Dampfstrahlen zu feinen Fasern ausgezogen
werden, welche ihrerseits in die Haube I7 gelangen und in dieser auf den sich fortlaufend
bewegenden Förderer 20 abgelegt werden.
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Die Fasern werden auf dem Förderer 20 gesammelt und aus ihnen eine
Matte aus nachgiebigen Fasern aufgebaut, deren Stärke mehrere Zoll betragen kann.
Der Förderer 20 bewegt die Fasermatte unter einer ihr Niveau ausgleichenden bzw.
ihre Oberfläche vergleichsmäßigenden Vorrichtung 26
hindurch, worauf
die derart kontinuierlich gebildete Matte M von dem Förderer 20 auf einen Förderer
27 weiterbewegt wird. Mittels der Blattzuführungsvorrichtung 34 wird ein Blatt aus
Unterlagsmaterial, beispielsweise Papier od. dgl., von einem Vorrat 32 so zugeführt,
daß es auf dem Förderer 27 zwischen diesem und der Matte liegt.
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Bei der in Fig. 1 dargestellten Anordnung werden die Speisewalzen
34 durch nicht dargestellte Vorrichtungell mit einer Geschwindigkeit angetrieben,
welche das Papierblatt P mit der gleichen Geschwindigkeit wie der Fortbewegungsgeschwindigkeit
der platte Äl zuführt. L)ie Matte M und das Papier 1> werden durch den Förderer
27 gleichzeitig einer Mattentrennzone zugefördert. Sobald eine vorbestimmte Länge
der platte sich bis über die 'Trennvorrichtungen 38 hinaus bewegt hat, wird diese
durch einen in zeitlicher Abhängigkeit arbeitenden, nicht dargestellten Mechanismus
betätigt und trennt die Matte mit dem Unterlagsblatt ab, so daß ein ,Llattenal>schnitt
M gebildet wird. Der Förderer 27 bewegt die abgeschnittenen Mattenabschnitte M weiter,
und der vorderste Abschnitt gelangt derart auf einen Förderer 44, welcher mit einer
höheren Geschwindigkeit als der des Förderers 27 in linearer Richtung läuft. Auf
diese Weise wird durch den Förderer 44 die Geschwindigkeit des vordersten Mattenal,schnitts
gesteigert und dieser allmählich von dem folgenden hIattenabschnitt weggezogen,
wie dies aus den Fig. l und 2 ersichtlich ist.
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Wenn sich ein NIattenalsclinitt ilI' dem Förderer 4 nähert, so wird
seine vorderste Kante durch ein l>lattförmiges Material eingehüllt oder abgedeckt,
um derart die Gefahr eines rechens oder Zerfallens der Matte am Anfang des Verpackungsvorganges
auf ein Mindestmaß zu verringern. Der Arbeiter führt zu diesem Zweck den Papierstreifen
54 ein, der bei 55 an den dem Mattenabschnitt anliegenden l apierabschnitt P angeklebt
oder sonstwie an diesem befestigt wird. Bei der in den Fig. I und 2 dargestellten
Ausführungsform wird dieser zusätzliche Papierstreifen 54 von Hand eingeführt, jedoch
kann auch abweichend davon eine zusätzliche Papierlänge jedem Mattenabschnitt in
der im folgenden beschriebenen Weise zugeführt werden. Der Papierstreifen 54 umhüllt
die Vorderkante eines Mattenabschnitts ,ll in der aus Fig. 2 ersichtlichen Weise.
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An dem rückwärtigen Ende jedes Mattenabschnitts wird ein zusätzlicher
Abschnitt von Papier oder anderem blattförmigen Verpackungsmaterial angebracht,
um derart ein völliges Umschließen der in die Form einer Rolle überführten Matte
zu erleichtern. Zu diesem Zweck wird ein Papierabschnitt 48, der mit Klebstoff 50
versehen ist, mit dem benachbarten Papierabschnitt unter der Matte ill verbunden
oder verklebt, dessen größerer Teil sich rückwärts des Mattenabschnitts und oberhalb
des folgenden Mattenabschnitts M in der aus Fig. 2 ersichtlichen Weise erstreckt.
In der Zone, in der die zusätzlichen Papierabschnitte angebracht werden, wird auf
den Streifen 48 Klebstoff 51 aufgebracht, so daß bei Beendigung des Verpackungsvorganges
das Papier P zusammen mit dem Streifen 48 die aufgerollte Matte völlig umgibt und
umhüllt und mittels des Klebstoffes 51 oder anderer Befestigungsmittel mit der anschließenden
Windung des Unterlagspapiers P verbunden ist.
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Der Förderer 44 bewegt aufeinanderfolgend jeden mit den zusätzlichen
Längen aus Papier oder blattförmigem Werkstoff an jedem Ende versehenen Mattenabschnitt
nach dem geeigneten Träger oder der Führung IOI, von dort zwischen seitliche Führungsmittel
147 auf einen Tisch oder eine Platte io8 in eine Zone unterhalb der Packvorrichtung,
d. h. des Dornes 80, diesem benachbart.
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Wenn ein Mattenabschnitt eine Stellung erreicht, in welcher sein
vorwärtiger Teil zur Anlage an den Dorn 8o kommt, schließt der Bedienungsmann den
von Hand betätigten Schalter 295 und schaltet damit eine Aufeinanderfolge von Arbeitsvorgängen
der Maschine ein. In diesem Zeitpunkt befindet sich der Tisch oder die Platte Io8
in ihrer höchsten Stellung, in welche sie durch den hydraulischen Antrieb II7 durch
Betätigung des elektrisch gesteuerten Solenoidventils 268 (s. Fig. g) gelangt ist.
Unter der Annahme, daß der Abstreifarm 24I sich in seiner unwirksamen Ausgangslage
befindet, wird durch das Schließen des Schalters 295 von Hand das Solenoid 294 erregt,
und das Druckmittel fließt durch die entsprechenden Leitungen nach den elektrisch
gesteuerten Druckregelventilen.
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Das Solenoid 262 für den Luftmotor wird erregt und derart dem Motor
82 das Druckmittel zugeführt, so daß dieser und damit der Dorn 80 anläuft. Der Antrieb
I95 für den die Rollenbildung einleitenden Rahmen I95 wird durch das solenoidgesteuerte
Ventil 267 betätigt und derart dieser Rahmen in die in Fig. 5 dargestellte Stellung
verbracht. Gleichzeitig mit dieser Bewegung ermöglicht das Ventil 268 den Zufluß
des Druckmediums zu dem Antrieb I80 und bewegt die durch diesen betätigte Vorrichtung
nach oben, so daß die angetriebenen Führungsrollen I75 und I76 für die Matte in
die richtige Stellung gelangen, in welcher sie mit den Bändern 170 und den Rollen
I65 und I66 zusammenwirken, und die Matte und das ihr anliegende Papierblatt in
der in Fig. 5 dargestellten Weise nach dem Dorn hin führen. Nach Bildung der ersten
Windung der Matte M um den Dorn wird das Ventil 269 durch ein geeignetes Verzögerungsrelais
betätigt und damit das Druckmittel über die Leitung 282 oberhalb des Kolbens geleitet,
mit dem Ergebnis, daß die Konsolen 173 und die Rollen 175,176 von dem Dorn wegbewegt
werden. Der die Rollenbildung einleitende Rahmen I53 wird dann von dem Dorn weg,
und zwar in die in Fig. 5 in gestrichelten Linien angedeutete Stellung bewegt. Dies
erfolgt durch Betätigung des solenoidgesteuerten Druckregelventils 267, welches
das Druckmedium durch die Leitung 270 zuführt, so daß dieses den Kolben 197, wie
in Fig. 5 dargestellt, in Richtung nach links bewegt.
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Der Umlauf des Luftmotors bewirkt das weitere Aufwinden der Matte
auf den Dorn 80 in einer Aufeinanderfolge von Windungen. Während des Aufwindens
oder der Bildung der Rolle auf dem Dorn wird der Tisch 108 durch die mit fortschreitenden
Aufwickeln
immer dicker werdende Rolle allmählich nach unten bewegt.
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Der Druck in dem Zylinder II7 wird aufrechterhalten, um derart auf
die Matte M gleichzeitig mit dem Aufrollen einen Druck auszuüben, durch den sie
zusammengedrückt und ihr Volumen verringert wird. Um eine gleichmäßige Dicke der
auf den I)orn aufgewundenen Mattenwindungen zu erzielen, ist ein Druckregel- oder
Druckentlastungsventil I26 (Fig. 9) vorgesehen, welches unterhalb des Kolbens I2I
einen im wesentlichen konstanten Druck aufrechterhält, so daß die im Sinne des Zusammendrückens
oder Zusammenpressens der Matte wirkende Kraft während der Bildung der Pakkung konstant
gehalten wird. Wenn auf dem Dorn die letzte Windung gebildet worden ist, wird der
Papierstreifen 48 an dem rückwärtigen Ende der Matte in die äußerste Windung des
Papiers P überlappende Lage gebracht und durch Klebstoff 51 die anliegenden Flächen
des Papiers damit verbunden, um derart die aufgerollte Packung in der zusammengepreßten
und fixierten Form zu erhalten. In diesem Zeitpunkt des Verpackungsvorganges betätigt
der Bedienungsmann den Schalter 291, welcher über geeignete Relais das Solenoid
262 des Luftmotors betätigt, derart den Motor 82 von der Druckmittelzufuhr abschaltet
und demzufolge die Drehung des Dornes 80 mit dem darauf gebildeten Rollenpaket zum
Stillstand bringt.
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Durch Betätigung des Schalters 29I wird andererseits ein Stromkreis
nach dem Motor 210 geschlossen, durch welchen durch Bewegung des Wagens 227 der
Ahstreifarm 241 in Richtung parallel zu dem Dorii So betätigt wird. Die Bewegung
des Abstreifers 24I in Richtung nach rechts, wie in Fig. 4 gezeigt, entfernt bzw.
streift die fertige Packung voll Wm Dorn ab. Durch den Umlauf des Motors 210 wird
der Abstreifer 24I in seine Ausgangsstellung zurückbewegt, bis ein durch den Wagen
227 betätigter Grenzschalter den Strom zu dem Motor 210 unterbricht. In diesem Zeitpunkt
ist der Tisch lo8, wie in Fig.3 dargestellt, in seine oberste Stellung zurückgekehrt
und kann nunmehr den folgenden Niattenabsehnitt in dem Dorn anliegende Lage verlringen,
d. h. er befindet sich in dem .Nusgangszustand für den folgenden Kreislauf von Packvorgällgen.
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Fig. 1 1 veranschaulicht eine ,usführungsform einer Vorrichtung zur
Zuführung des Papiers oder Vnterlagsmaterials in einer solchen Weise, daß die jedem
lattenabschnitt anliegende Papierlänge eine gröbere ist als die des Mattenabschnitts
selbst, um derart die Vorderkante eines Mattenabschnitts ahzudecken und an der nachschleppenden
Kante desselben die gewünschte Papiermenge zu belassen, die notwendig ist, um mittels
einer einzigen Länge bzw. eines einzelnen Streifens von Papier die aufgerollte Matte
völlig zu umschließen. Die Matte M wird durch den Förderer 27' kontinuierlich fortbewegt,
während von einer Rolle 32' aus ein ununterbrochener Streifen von Papier P in der
Matte anliegender Anordnung zugeführt wird. Das Papier wird mittels der Speiserollen
34 vorwärts bewegt, die mit einer solchen Geschwindigkeit getrieben werden, daß
die Fortbewegung des Papiers mit einer größeren linearen Geschwindigkeit erfolgt
als die der Matte 31.
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Durch diese Erhöhung der Geschwindigkeit der Papierzuführungsrollen
wird, wie aus Fig. 1 1 ersichtlich, eine Schlinge L aus dem Papier gebildet.
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Diese Anordnung ist ferner mit Vorrichtungen versehen, durch welche
die so gebildete Schleife periodisch in der in Fig. 12 dargestellten Weise in der
Matte M anliegende Lage gebracht wird. Den Speiserollen 34 anliegend ist eine Stange
300 vorgesehen, die sich in der Querrichtung der Matte 211 parallel zu den Speiserollen
34 erstreckt. Die Enden dieser Stange können in Nockenschlitze 302 eingreifen, welche
die Stange auf einem in Fig. II in gestrichelten Linien angedeuteten, durch die
Konturen der Schlitze 302 bestimmten Wege führen. Die Stange 300 kann in den Schlitzen
302 durch geeignete Betätigungsmittel, beispielsweise einen um die Achse einer Antriebswelle
306 306 drehbaren Kurbel arm 305 hin und her bewegt werden.
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Die Welle 306 ist so angeordnet, daß sie periodisch durch Vorrichtungen
betätigt wird, die in Abhängigkeit von bzw. synchron mit der Betätigung der in Fig.
12 dargestellten Mattenabschneidevorrichtung 38 arbeiten. Wie in Fig. II dargestellt,
ist die Stange 300 normalerweise den Speiserollen 34 anliegend angeordnet tllld
die die Sl)eiserollen 34 passierende überschüssige Papierlänge überholt die Stange
300 und bildet die Schleife L. L)ie Stange 300 kann periodisch durch die Kurbel
305 betätigt werden, um die Schleife L in der Matte anliegende Lage zu verbringen,
wobei die Reibung zwischen der Matte und dem Papier anschließend die Schleife in
die in Fig. 12 dargestellte relative Lage verbringt.
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Wie Fig. I2 erkennen läßt, ist es erwünscht, das Papier mit einer
Geschwindigkeit zuzuführen, durch welche zwei Schleifen gebildet werden, und zwar
jedem abgetrennten Mattenabschnitt Al benachbart, und deren vordere das Papier ergibt,
welches um die Führungskante der Matte herumgefaltet wird, während die folgende
Schleife das nachgeschleppte, zur Vervollständigung der Verpackung dienende Streifenmaterial
bildet. Ein Bedienungsmann kann während der Vorwärtsbewegung der Mattenabschnitte
-11' die Schleifen an einer geeigneten Stelle abziehen. Dieses Wegziehen kann erwünschtenfalls
auch auf mechanischeWeiseerfolgen.Durch diese Anordnung wird jeder Mattenabschnitt
mit einem aus einem Stück bestehenden Papierstreifen von für die obenerwähnten Zwecke
ausreichender Länge versehen.
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Die Matte M kann auch in zwei oder mehr Längsstreifen getrennt oder
geschlitzt werden, deren neheneinanderliegende Abschnitte in einer einzigen Rolle
verpackt werden. Wenn die Matten in dieser Weise vorbereitet werden so können ein
oder mehrere Schlitzmesser 3 IO für die Matte auf einer Querwelle 3II vorgesehen
werden. Diese Messer bestehen vorzugsweise aus runden, an ihrem Umfang geschärften
Scheiben. Sie schlitzen die Matte in dem Augenblick, in dem diese sich unter den
kreisförmigen
Scheiben bewegt, von denen eine in Fig. 1 1 in gestrichelten Linien dargestellt
ist. Bei diesem Verwahren zum Verpacken von Matten in nebeneinanderliegenden Streifen
ist es erwünscht, das Unterlagsblatt oder Papier P in einer mit den Mattenschlitzmessern
fluchtenden Zone, d. h. der Schlitzebene der Matte, mit Perforierungen zu versehen.
Eine für die Herstellung dieser Perforierungen dienende Vorrichtung ist in Fig.
11 mit 315 bezeichnet, dargestellt. Sie besteht aus einem Gegen rad 316 und einem
Perforierrad 3I7, welches von einem Glied 318 getragen wird, das seinerseits drehbar
auf einer Konsole 319 angeordnet ist. Das Perforierrad 317 kann durch eine Feder
320 oder andere geeignete Mittel in wirksamen Eingriff mit dem Papier gebracht werden.
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Statt der vorstehend beschriebenen Art des Perforierens des Papiers
ist es zuweilen erwünscht, die Perforationen in dem nachgeschleppten Ende der Papierunterlage,
welche die äußere Umhüllung der fertigen Packung bildet, fortfallen zu lassen. Zu
diesem Zweck kann die Perforiervorrichtung 3I7 intermittierend während gewisser
Zeitabschnitte der Fortbewegung des Papiers P ausgeschaltet werden, so daß sich
in Abständen voneinander unperforierte Abschnitte des Blattes ergeben. Dies kann
beispielsweise durch ein ì>i Nockenrad 322 erreicht werden, welches einen Vorsprung
323 aufweist, der, wenn er in Eingriff mit dem Glied 3I8 gelangt, und derart intermittierend
die Perforierrolle 3I7 anhebt, so daß sie außer Eingriff mit dem Papier gelangt.
Das Nockenrad 323 kann durch mit der in der Querrichtung liegenden Trennstange 38'
zusammenwirkende Mittel betätigt werden, so daß die unperforierten Teile des Papiers
anschließend an die rückwärtige Kante eines Mattenabschnittes liegen und sich so
eine unperforierte äußere Papierwindung ergibt, wenn die Packung verschlossen ist.
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Fig. I3 veranschaulicht eine abgeänderte Ausführungsform der Vorrichtung
zur Einleitung des Rollenbildungsvorganges. Der Maschinenrahmen 6I' trägt eine in
an dem Rahmen befestigten Lagerböcken 3II gelagerte Welle 310. An der Welle 310
sind nach oben gerichtete Streben 314 befestigt, deren obere Teile Glieder 315 tragen,
die ihrerseits Lager für Rollen 3I6 und 3I7 bilden. Die Rollen 316 und 3I7 tragen
eine Reihe von Zuführungsbändern 319 für die Matte, die zum Anliegen an einen Mattenabschnitt
.ll' kommen, und diesen in Eingriff mit dem Dorn oder anderem Packwerkzeug 80' vorbringen.
An den Streben 314 ist eine gebogene Metallplatte 320 befestigt, mit welcher durch
Scharniere gelenkig eine zweite Platte oder ein Führungsglied 322 verbunden ist.
Die Streben 314 und die damit verbundenen Zubehörteile können durch nicht dargestellte
Betätigungsvorrichtungen, die an Hakengliedern 326 angreifen, auf den Dorn zu gedrückt
werden, um derart die Mattenzuführungsbänder 319 und die Führungsplatten 320 und
322 in die dem Dorn So' anliegende Stellung zu bringen, und derart das Anlaufen
oder den Beginn des Aufwindens der Matte auf den Dorn zu bewirken.
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Im Betriebe wird die Vorderkante des Matten abschnitts M' durch die
Zuführungsbänder 319 nach oben und um den Dorn 8o' herumbefordert, wobei die Fuhrungsplatten
320 und 322 so wirken, daß sie die Matte aut elner kreisförmigen Bahn führen und
derart die erste oder Ausgangswindung auf dem Dorn gebildet wird.
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A act Beendigung der ersten Windung ist die Keibungskomponente zwischen
dem Dorn und der Matte ausrelcnend, um ein weiteres Aufrollen der Matte auf den
Dorn in der oben erlauterten Weise zu bewirken. L)ie gelenkig mit der Platte 320
verbundene Fuhrungsplatte 322 wird in dem Maße, in welchem sich der Durchmesser
der Matte vergroßert, um die Achse der Scharnlere 323 verschwenkt. N achdem die
Packung tertig bzw. der V erpackungsvorgang beendet ist, entternt eine Abstreitplatte
241 dle lertige Packung von dem Dorn.
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Fig. I4 veranschaulicht einen Abschnitt der aufgerollten oder gepackten
Matte S und laßt die Verrlngerung der Dicke der Windungen C der Platte, verglichen
mit dem offenen Endteil 330 des Mattenabschnitts, erkennen. Es ist darauf hlnzuweisen,
daß der Teil 330 der Matte dicker ist als die Windung C, welche den zusammengedrückten
oder gepreßten Zustand der Matte in autgewundener Form zeigt, d. h. verglichen mit
dem Teil 330, in welchem die Fasern sich ausgedehnt haben und in ihren normalen
oder unzusammengedrückten Zustand zurückgekehrt sind.
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Es kann also durch Anwendung des Verfahrens und der Vorrichtung nach
der Erfindung eine Matte aus nachgiebigen Mineralfasern auf ein sehr verringertes
Volumen, verglichen mit ihren normalen Abmessungen, zusammengedrückt oder verpackt
werden, wobei die Fasern der Windungen gleichmäßig auf ein vorbestimmbares Maß zusammengedrückt
werden, welches keine Beschädigung oder ein Brechen der Fasern bewirkt, und sich
doch eine verhältnismäßig kleine Packung ergibt, deren Handhabung sowie Transport
erheblich erleichtert ist, und außerdem erhebliche Ersparnisse an Kosten für Verpackung
und Transport erzielt werden.
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Selbstverständlich sind zahlreiche Änderungen und Abweichungen gegenüber
den vorstehend im einzelnen beschriebenen und in den Abbildungen dargestellten Ausführungsformen
des neuen Verfahrens sowie der zu seiner Durchführung dienenden Vorrichtung möglich,
ohne den Grundgedanken der Erfindung zu verlassen.