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Elektromagnetisches Tonaufzeichnungs- und Wiedergabegerät Es ist bereits
eine große Anzahl Geräte für elektromagnetische Aufzeichnung und Wiedergabe, Musik
oder Sprache, verschiedener Konstruktionen auf dem :harkt bekannt; dieselben verwenden
alle Tonträger aus Sta'lildraht, Stahlband sowie schmale Bänder aus Papier, Kunststoff
und Plastik mit aufgetragenem Eisenoxyd, die eine bedeutende Länge, beispielsweise
(bei einer Aufzeichnungskapazität von 30 Minuten) von etwa 4oo m, aufweisen.
Diese bekamrten Tonträger müssen zwecks Aufzeichnung oder Wiedergabe von einer Trommel
zu einer anderen Trommel aufgespult werden und besitzen den Nachteil, daß nadh :erfolgter
Aufzeichnung bei gewünschter Wiedergabe zunächst der gesamte Tonträgervorrat von
etwa :4oo m Länge, in die Anfanigsstellung zurückgespult werden muß und daher eine
bestimmte Wartezeit erfordert. Ein weiterer Nachteil ist darin zu erblicken, daß
selbst bei beschleunigter Rückspulung bestimmte Stellen der vorgenommenen _\ufzeicbnung
für eine gewünschte Wiedergabe nicht präzis zu finden sind, da eine angebrachte
Markierung der Tonträger bei besdileunigter Rückspulung nicht mehr erblickt, werden
kann. Ein weiterer Nachteil bekannter Tonträger ist darin zu sehen, daß sie bei
beschleunigter Rückspulung oftmals reißen oder beschädigt werden.
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Die vorliegende Erfindung betrifft nun ein ele !ktromagnetisches Ton@aufzeidhnungs-
und Wiedergabegerät mit einem quer zur Längsrichtung des Tonträgers beweglichen
Tonkopf, um auf einem endlosen Tonträger eine Tonspur in nebeneinanderliegenden
\Vindungen aufzuzeichnen, welches erfindungsgemäß dadurch gekennzeichnet ist, daß
ein endloser Breitbandtonträger über mindestens eine Walze gelegt ist, von welcher
er in Schlaufen- frei herabhängend derart im Gehäuse des Gerätes untergebracht.
ist, daß unter Fortfall von Wickelspulen eine dhe Aufzeichnungskapazität erzielt
wird.
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Der Breitbundtonträger besitzt z. B. eine Breite v()» 200 mm
urnd eine Länge von 1,4 m, so daß er
eine Schlaufe von
0,7 m bildet, und er weist in diesem Falle eine Aufzeichnungskapazität von
30 Minuten auf. Für eine gewünschteAufzeidhnung <<n einer beliebigen
Stelle des Tonträgers, ebenso für eine gewünschte zeitlich schnelle Wiedergabe ist
durch vorliegende Erfindung kein Zurückspulen ((es Tonträgers mehr notwendig. Statt
dessen wird der Tonkopf an der gewünschten Stelle über einer sichtbar angebrachten
Skala mittels eines Ausklinkknopfes eingeklinkt und daher jede Wartezeit eliminiert.
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Der Tonträger ist zweckmäßi-gerweise wenigstens liings seines einen
Randes perforiert, und er wird durch eine inotorisdh angetriebene Walze fortbewegt.
Zweckmäßig ist* eine zweite in die Perforation eintretende Walze vorgesehen, die
vom Tonträger mitgenommen wird und ,die über eine Gewindespindel den Tonkopf antreibt.
Der Tonträger hängt von diesen beiden Walzen oder, wenn nur eine Walze vorgesehen
ist, von dieser letzteren frei herab in das Gehäuse des Gerätes. Irgendwelche Spannwalzen
für den Tonträger erübrigen sich, und es wird auf diese Weise eine sehr einfache
Konstruktion und trotzdem eine sehr hohe Aufzeichnungs- bzw. Wiedergabekapazität
erhalten.
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Um eine leichte Auswechselbarkeit des Torfträgers zu gewährleisten,
ist das Gerät zweckmäßig derart ausgebildet, daß der Tonkopf, der einen Spredh-
und einen Löschkopf aufweist, von unten geigen die Innenseite des endlosen Bandes
anliegt.
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Die Mittel zur Einstellung des Tonkopfes auf eine beliebige Stelle
des Tonträgers sind mit Vorteil derart ausgebildet, daß bei einer Verstellung des
diesbezüglichen Betätigungsorgans gleichzeitig der Tonkopf von der ilhn verstellenden
Gewindespindel entkuppelt und der Sprech- sowie der Löschkopf vom Tonträger abgehoben
werden. Auf diese Weise ist jede Beschädigung sowohl des Tonträgers wie auch der
Organe zur Verstellung des Tonkopf-eis aus@gescihlossen.
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Schließlich sind noch besondere Maßnahmen getroffen, um einen vollständig
gleichmäßigen Antrieb zu gewährleisten. Zu diesem Zwecke ist der Antrieb, der mittels
eines Elektromotors erfolgt, derart ausgebildet, daß er über einte mit Gummibelag
versehene Zwischenscheibe erfolgt, die in der Außerbetriebslage: von den mit ihr
während des Betriebes in Eingriff stehenden Wellen bzw. Rädern abgehoben wird.
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In den Zeichnungen ist eine bevorzugte Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes
dargestellt. Es, zeigt Fig. i eine Vorderansicht dies Apparates mit teilweise weggeschnittener
Vorderwand, Fig.2 einen Grundriß, wobei die Verschalung geschnitten ist, Feig. 3
eine Seitenansicht mit teilweise geschnittener Verschalung, Fig. 4 einen Schnitt
nach der Linie IV-IV der Fig. 2, Fig. 5 den Sprechkopfschlitten im Grundriß, Fig.6
einen Schnitt nach der Linie VI-VI der Fig. 5, Fig. 7 und 8 die zur Verstellung
des Sprec'h'kopfsdhlitteii@s dienenden Teile in l@iickansicht und Axialsahnitt,
Fig. 9 und io den antrieb für die Transportwalze des Tonbandes.
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Wie aus den Zeichnungen hervorgeht, weist der Apparat eine Grundplatte
i auf, an welcher eine Vorderwand 2 angeordnet ist. Diese Vorderwand bildet zusammen
mit der Grundplatte i, einer Rückwand 3 und einem zweiteiligen Deckel,4 ein Gehäuse
zur Aufnahme des eigentlichen Tonaufzeichnungs- und Wiedergalieinechanismus. Der
Innenraum des Gehäuses ist durch eine Zwischenwand 5 (Feg. 2) unterteilt. lni kauen
6 sind vorwiegend die elektroakustischen Teile, wie z. B. Lautsprecher 127 und Verstärker
und Netzteil 8, untergebracht, welche von an sich bekannter Ausführung sind und
deshalb nicht näher beschrieben %%-erden sollen. Der Tonaufzeichnungsmechanismus
ist im Raum 9 links von der Zw isdhenwand 5 untergebracht. Er besitzt einen U-förmigen
Träger 7, welcher einerseits an der Zwischenwand 5 befestigt ist und an seinem anderen
Ende eine Wand io trägt. In den Wänden 5 und io sind zwei Transportwalzen i i und
12 di-ehbai- gelagert, über welche ein endloses magnetiisierbares Tonband 13 geführt
ist. Das aus Kunststoff finit aufgebrachter Eisenoxydschicht bestehende Tonband
13 besitzt nahe seinen beiden Rändern je eine Perforierung 14, in welche Zähne 15
der Transportwalze i i eingreifen. Die Walze 12 trägt nahe ihren Enden Gummiringe
i5a, auf denen das Band 13 aufliegt. Durch diese Gummiringe wird eine gute Mitnahme
des Tonbandes erreicht, da, wie nachstehend beschrieben, nur die Walze 12 angetrieben
wird. Wie aus den Fig. i, 2, 9 und' io hervorgeht, ist auf der die Walze 12 tragenden
Achse 16 ein Friktionsrad 17 befestigt, an welchem ein finit einem Gummibelag 18
versehenes Rad i9 anliegt, das im weiteren an der Welle 29 des Motors 21 anliegt.
Dieser Gummibelag dient zur Vergrößerung der Reibung. Das Rad i9 ist auf einem Hebel
2o frei drehbar gelagert, welcher auf einem Bolzen 2oa drehbar und in -geringen
Grenzen in seiner Längsrichtung verschiebbar ist. Der BolZei1120« ist an der Zwischenwand
5 befestigt. Der Hebel 20 steht unter der W@irkung einer Feder 22, die an den an
der Zwischenwand 5 befestigten Zapfen 23 eingehängt ist. Die Feder 22 ist bestrebt,
die Scheibe i9 stets gegen die Welle 29 und, damit auch gegen das Friktionisr@ad
17 zu drücken. Auf dem Hebel 20 ist ein Zapfen 24 befestigt und ferner eine spiralförmige
Steuerscheibe 25 drehbar gelagert. Diese letztere besitzt an einem Teil ihres Umfanges
einen Gummibelag 26. Ein Ansatz 27 der Scheibe 25 liegt zufolge der Wirkung einer
Torsionsfeder 28 am erwähnten, als Anschlag dienenden Zapfen 24 des Hebels 2o an.
Das vordere Ende 29a der Motorwelle 29 ist konisch und wirkt mit der Scheibe 25
in weiter unten beschriebener Art und Weise zusammen.
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Das Tonband 13 legt sich, wie Fig. 3 zeigt, im unteren Teil des Gehäuses
zu Schlaufen zusammen, was insbesondere durch Führungen 30 und 31 bewirkt
wird.
Das Band 13 bewegt sich in Pfeilrichtung (Fig.3) durch das Gehäuse und wird durch
die Beiden Zahnkränze auf der Walze ii zwangsläufig geführt. Wie vorstehend beschrieben,
wird die Walze 12 motorisch angetrieben, während die lose drehbar gelagerte Walze
t t durch das Tonband mitgenommen wird. Durch ganz geringesVerstellen der Achse
der Walze i i gegenüber derjenigen der Walze 12 kann erreicht werden, daß (las Tonland
die Tendenz 'hat, immer leicht nach rechts zu laufen, so daß es stets am Fü'hrungsßatlsc11,33
der WalZe 12 anliegt und dadurch in seitlicher Richtung eindeutig in seiner Lage
bestimmt wird. Auf der :\clise 34 der Walze i i ist ein Zahnrad 35 befestigt, welches
über Zahnräder 36 und 37 mit einem Zahnrad' 38 in Verbindung steht. Das Zahnrad
38 sitzt auf dem einen Ende einer Gewiti@despindel4o, die drehbar in den Wänden
5 und io gelagert ist. Auf letzterer sitzt der nachfolgend näher beschriebene Sprechkopfschlitten
41 (Fig. 2, 4, 5. 6), der auf Führungsstangen 42 und 43 längs verschiebbar gelagert
ist. Die Stangen 42, 43 ihrerseits sind fest in den Wänden 5 und io angeordnet.
Im Sprechkopfschlitten ist eine Mutter .15 (Fig. 4)' schwenkbar um einen Zapfen
46 gelagert, die mit der Spindel 4ö in und außer Eingriff gebracht werden kann.
Der Rahmen des Sprechkopfschlitt@ens wird, wie insbesondere die Fig.5 zeigt, durch
U-förmige 13iig-el 48, 49, 5o und 51 gebildet, von derreti die ßiigel 48 und 5o
zur Führung des Schlittens auf den Stangen 42 und 43 dienen. Int Ralinictt des Schlittens
4t -ist ein Schieber 56 längs verschiebbar gelagert, welcher unter der Wirkung einer
Zugfeder 55 steht. Der Schieber 56 weist zwei Nasen 57 auf, welche unter der Wirkung
der Feder 55 am Rahmenteil 51 anliegen. Die Nasen 57 besitzen Schrägflächen 58,
von denen die obere mit der Mutter 45 und die untere mit einer Traverse 53 zusammenarbeitet.
An den beiden Enden der Traverse 53 sind Zugstangen 69 und 70 (Fig. 4) eingehängt.
Die Stange 69 steht mit einem Sprechkopf 71 und die Stange 70 mit einem Löschlcopf
72 in \'erliindung. Die beiden Köpfe 71 und 72 sind auf einer gemeinsamen Blattfeder
73 befestigt, die ihrerseits auf dem Rahmen des Sprechkopfschlittens fest angeordnet
ist. Die Blattfeder 73 ist stets bestrebt, die beiden Köpfe 71 und 72 nach oben,
d. Ih. von unten her, gegen das Tonband 13 zu drücken. Auf der oberen Seite des
Bandes 13, und zwar über dkni Arbeitsfeld der Köpfe71 und 72 befindet sich eine
Platte 75 zur Stützung des "Tonbandes, welche Platte an der Wand 5 schwenkbar gelagert
ist. Diese Schwenkbarkeit ist notwenig, um das Band, 13 leicht auswechseln zu können.
Zum Andrücken des Tonbandes 13 an die Walzen t i und 12 bzw. in die Zähne 15 und
an die Gummiringe 1511 dienen Andruckrollen 8o bzw. 81 (Fig.4). Die Rollen 8o weisen
je eine Nut auf, in welche die Zähne 15 eintreten können. Die Rollen 8o sind auf
lfeheliartnen 82 drehbar gelagert, welch letztere auf Achsen 83, 83a schwenkbar
gelagert sind. Wie die Zeichnung zeigt, ist sowohl die Achse 83 wie auch die Achse
83a drehbar in der Zwischenwand 5 gelagert. Die Hebelarme 82 stehen unter der Wirkung
je einer Blattfeder 8.I, die mit der Achse 83 fest verbunden und bestrebt sind,
die Rollen 8o, 81 gegen die Walzen i 1, 12 zu drücken. Beim Drehen der Achsen 83
bzw. 83a mittels eines Griffes 85 bzw. 88 (Fig. 2) verschwenken die Federn 84 die
Arme 82 und drücken damit die Rollen 8o, 81 federnd an die Walzen 11, 12. Die obere
Lage der Rollen 8o, 81 wird durch eine in eine Raste 86 eintretende, unter Federwirkung
stehende Kugel 87 gesichert (Fig.4).
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Wie vorstefhend beschrieben, erfolgt die Verste,llung des Sprechkopfschlittens
entsprechend der Drehung der Walze i i, welche ihrerseits durch das 1>andl
13 angetrieben wird. Die Verstellung des Sprec'h'kopfschl,ittens kann jedoch
auch von außen erfolgen. Zu diesem Zweck dient der in der Vorderwand.2 drehbar gelagerte
Knopf 9o (Fig. 1, 8). Auf der Achse 9i dieses Knopfes 9o ist innerhalb des Galiiitises
eine b-litnehmerscheibe 92 befestigt, an welcher mittels Zapfen 93 eine Gabel 94
eingehängt ist. Das untere Ende der Gabel 94 weist eine Öffnung 95 auf, in welche
ein Haken 96 ragt. Dieser Haken 96 ist auf einem Lenker 97 befestigt, der seinerseits
um einen an der Vorderwand befestigten Zapfen 98a schwenkbar ist. Das freie Ende
des Lenkers 94 trägt eine Rolle 98, über welche ein Zugorgan, wie z. B. ein Seil
99, geführt ist. Auf der Lagerbüchse ioo der Achse 9i ist eine Seiltrommel toi frei
drehbar gelagert, um welche das Seil 99 mindestens einmal geschlungen ist.
Diese Seiltrommel ioi trägt eine federnde Büchse 102, die aus verhältnismäßig dünnem
Federband hergestellt ist und zur Erhöhung der Federwirkung des vorstehenden Teiles
mit Schlitzen 102a versehen ist. Der eine Teil des Seiles 99 ist von der Trommel
Toi Tiber eine Rolle 103, die an der Vorderwand 2 drehbar gelagert ist, ferner
über zwei an der Wand 5 gelagerte Rollen 104, 105 und eine an der Wand io gelagerte
Rolle 1o9 geführt (Fi-g. 1, 2). Das entsprechende Ende des Seiles ist am Sprechkopfschlitten
(Fig.5 und 6) befestigt. Der andere Teil des Seiles 99 führt von der Seiltrommel
ioi über zwei an der Wand 5 gelagerte Rollen 107 und i08 und ist an dem im Sprechkopfschlitten
41 verschiebbaren Schieber 56 befestigt. Die Anordnung ist derart, daß das Seil
99 auf verschiedenen Seiten des Schlittens 41 endet. Auf dem nahe der Vorderwand
liegenden waagerechten Teil des Seiles (Fig. i) ist ein Zeiger i io befestigt, der
beim Verstellen der Seiltrommel über einer Skala i i i spielt. Diese Skala kann
vorzugsweise auf bekannte Art beleuchtet werden.
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Die Inbetriebsetzung des Apparates geschieht wie folgt: Zum Einlegen
ides Tonbandes schwenkt man vorerst den Teil 4a des Deckels 4 so weit zurück, bis
der Innenraum 9 des Gehäuses vollständig frei liegt. Anschließend: schwenkt man
ebenfalls die Platte 75 hoch. Nachdem mittels der Handgriffe 85 und 88 die Arme
82 mit den Rollern 8o und 81 abwärts geschwenkt worden sind, läßt sich das Band
13 ohne weiteres auf die Walzen i i und 12 aufschieben. Dabei ist darauf zu achten,
daß das Band
nic,lit schräg auf die Walze i i aufgebracht wird.
Zu diesem Zweck ist auf dem Band 13 eine Marke i 15 angebracht, welche, wie Fig.
2 zeigt, genau an der Platte 75 anliegen muß. Gleichzeitig müssen die M,erlczeic#hen
116 des Bandes mit den Merkzeichen 117 an der Walze i i übereinstimmen. Damit ist
die Gewähr geboten, daß das Band gerade verläuft und keine Überschneidung der Tonspuren
durch den Sprechkopf bei der Wiedergabe erfolgen kann. An der Deckplatte 75 ist
überdies ein Lappen 118 angeordnet, der bei niedergeklappter Platte Unter einem
Rand! i i9 einer auf der Spindel 40 fest gelagerten Scheibe 120 liegt. Im Rand iig
ist ein Ausschnitt 121 vorgesehen, durch welchen der Lappen 118 beim Aufklappen
der Platte treten kann; d. h. mit anderen Worten, die Platte 75 kann nur hochgeklappt
werden, wenn der Ausschnitt 121, wie Fig.2 zeigt, oben liegt. Gleichzeitig erscheint
im Fenster 123 (Fig. 3) ein auf oder Scheibe 12o angeordnetes Merkzeichen
124, das bei der oben beschriebenen Lage der Scheibe 120 genau unter einen Pfeil
125 zu liegen kommt. Damit befinden sich aber auch die Merkzeichen 117 der Walze
i i oben.
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Nachdem das Band 13 eüige@legt worden ist, werden mittels der Handgriffe
85 und 88 die Rollen 8o und 81 an die Wälzen i i und 12 angestellt. Die Federn 84
bewirken ein federndes Anliegen der Rollen 8o, 81 an den entsprechenden Walzen.
Zur Aufbringung einer Tonspur auf :das Tonband bringt man den Sprec:hkopfschlitten
in die gewünschte Lage. Es erfolgt dies mittels des Knopfeis 9o. Dieser Knopf befindet
sich normalerweise in seiner eingerückten Lage, die strichpunktiert in Fig.8 angedeutet
ist. In der eingerückten Stellung des Knopfes 9o kann jedoch durch Drehen desselben
'keine Verschiebung des mit demselben in Verbindung stehenden Sprechkopfschlittens
vorgenommen werden. Die Gabel,94 liegt in diesem Fall schräg und hat über den Zapfen
96 den Lenker 97 hochgeschwenkt. In dieser Lage (Fig. 7 strichpunktiert) ist der
Zug im Teil 99a des Seiles 99 ein wenig gelockert worden. Ein Verstellen des Seiles
und damit des Sprechkopfschlittens ist jedoch noch ausgeschlossen, da die Teile
92 und 102 nicht miteinander gekuppelt sind. Zieht man hingegen den Knopf 9o nach
außen in die in vollen Linien gezeichnete Lage, so geht die Gabel 94 in ihre senkrechte
Lage zurück und bewirkt über den Letrker 97 und die Rollet 98 eine Straffung des
Seiles 99. Gleichzeitig geht der Mitnelimer,92 in die federnde Büchse 102 hinein
und bewirkt auf diese Weise eine unmittelbare Kupplung zwischen Achse 9i und Seiltrommel
ioi. Bei der vorhin erwähnten Straff ung des Seiles 99 erhält der Teil 99a einen
Zug, der sich bis auf dien Schieber 56 fortpflanzt. Dadurch wird letzterer (Fig.
6) entgegen der Wirkung der Feder 55 verstellt, wodurch einerseits zufolge der oberen
Schrägfläche 58 des Schiebers 56 die Mutter, 45 um ihren Drehzapfen 46 verschwenkt
wird und außer Eingriff mit der Spindel 40 gelangt. Anderseits drückt die Abschrägung
58 der unteren Nase 57 die vertikal im Schlitter41 geführte Traverse 53 abwärts,
wodurch ü`l>ei- die Stangen 69 tind 70 die Köpfe 71 und 72 entgegen der Wirkung
der Blattfeder 73 nadli abwärts gezogen werden. In dieserLage liegen sie nicht mehr
am Tonband 13 an. Dreht man bei ganz nach außen gezogenem Knopf 9o denselben in
der einen oder anderen Richtung, so wird über das Drahtseil 99 der Sprechkopfschlitten
nach links oder nach rechts bewegt. Der Schlitten 4i gleitet dabei auf den Stangen
42 und 43. Die richtige Lage des Sl>rechkopfscmlitte,ns 41 kann jederzeit mit 1-Iilfe
des Zeigers, i ro an der Skala i i i abgelesen werden. Drückt man jetzt den Knopf
9o einwärts in seine stridhpun@lctierte Lage, so erfolgt einerseits eine Auskupplung
zwischen Achse 9i und Seiltrommel ioi, da die Mitnehmerschei,be 92 die Büchse 102
verläßt. Gleichzeitig zieht die wieder schräg stehende Gabel 94 den Lenker 97 hoch
und heilt die straffe Spannung des Seiles 99 auf. Die Feder 5,5 kann nun den Schieber
56 zurückziehen, womit der Löschkopf 72 und -der Sprechkopf 71 in ihre ursprüngliche
Lage, zurückkehren können, d. h. sie liegen wieder von unten leer am Band 13 an,
wie dies Fig. 4 zeigt-. Auch die 1-lutter 45 ist in die gezeichnete Lage, d. h.
in den Eingriff mit der Spinde14o, zurückgekehrt, und zwar unter dem Einfluß ihres
Eigengewichtes.
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Schaltet man jetzt den Motor, 21 ein, so erfolgt über die Friktionsräd-.i-
i9 und 17 eine Drehung der Antriebswalze 12. Das Band bewegt sich demzufolge in
Pfeilrichtung (Fig. 2) und bewirkt ebenfalls eine Drehung der Walze i i. Damit wird
über die Zahnräder 35 bis 38 die Spindel 4o in Drehung gesetzt, und der Sprechkopfsc'hlitten
bewegt sich entsprechend der gewählten Übersetzung langsam nach rechts. Gleichzeitig
wird mittels eines nicht dargestellten Schalters der Sprechkopf in Funiktion gesetzt
und damit in an sich bekannter Weise auf dem Tonband 13 Tonspuren erzeugt, die mit
geringem Abstand nebeneinanderliegen. Es ist klar, daß vor dem Einschalten des Motors
sowohl die Platte 75 wie auch der Deckelteil 4a zugeklappt werden, damit das Gehäuse
vollständig geschlossen ist. Nachdem di-:.Tonspuren erzeugt wurden, können die aufgenommenen
Worte oder Töne im Lautsprecher 127 hörbar gemacht werden. Hierzu ist es lediglich
nötig, durch Herausziehen und Drehen des Knopfes 9o den Sprechkopfschlitten auf
den Anfang oder die gewünschte Stelle der Tonspur einzustellen und nachher wieder
einwärts zu drücken. Nach Einschalten des Motors 21 und Umschaltung des Sprechkopfes
ist der aufgenommene Text im Lautsprecher hörbar. Während einer Neuaufzeichnung
werden sowohl Löschkopf 72 wie auch Sprechkopf 71 eingeschaltet. Der erste löscht
dabei fortwährend die früheren Aufzeichnungen.
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Bekanntlich ist für alle Tonaufzeichnungsgeräte ein absolut konstanter
Lauf des Tonbandes Grundbedingung. Daraus resultiert, daß unter anderem die Motorwellen
sowie die Antriebsräder für die Walze 12 absolut rund laufen müssen. Bei der .1otorwelle
29 und der Antriebsscheibe 17 ist dies ohne weiteres möglich, während beim Gummibelag
18 gewisse 'Schwierigkeiten bestehen, indem bei
| längerem Stillstand des Gerätes die Motorwelle 29 |
| in den Belag 18 eingedrückt und dadurch eine blei- |
| bende, wenn auch kleine Deformation hervorgerufen |
| wird. Daraus resultiert aber unfehlbar ein ungleich- |
| mäßiger Lauf der Antriebswalze 12. Um dies zu |
| vermeiden, ist die `lotorwelle 29 mit dem darauf |
| angeor@diret"n Rotor 13o axial versdhiebt)ar in den |
| Lagern gelagert. 1)ie Welle 29 stellt unter dein Ein- |
| fiuß einer Feder 131 (Fig. 9), die bei stillstehendem |
| Motor die Welle 29 nach außen zu verstellen be- |
| strebt ist. Bei eingeschaltetem Motor wird der |
| Rotor 13o durch das magnetische Feld des Stators |
| in die gezeichnete Lage gezogen, wodu.rell der Frik- |
| tionsantriel),wie oben beschrieben, funktioniert. |
| Wird der \lotor 21 ausgeschaltet, so drückt die |
| Feder 131 den zufolge seiner Klassenträgheit noch |
| immer sich drehenden 1Zotor 130 samt seiner Welle |
| 29 nach links (Fig. 9). Dabei trifft (las konisdhaus- |
| gebildete vordere bilde 2911 der Welle 29 auf den |
| Guillinil>elag 26 und rollt auf diesem ab. Die Folge |
| davon ist, daß sich die Scheibe 25 in Pfeilrichtung |
| (Fig. To) zu drehen beginnt, womit gleichzeitig der |
| Hebel 20 nadle links gedrückt wird, was ein Ab- |
| heben des 1Zades 19 vom Rad 17 zur Folge hat. |
| Wä@1Ti-enddenl sich der Konu9 29° auf dem Gummi- |
| belug 26 abrollt, bewegt sich die Welle 29 ständig |
| weiter nach links, so daß schließlich gegen den |
| Schluß der Drehbewegung der zylindrische Teil der |
| N-lotorwelle 29 in eine Aussparung 25« der Scheibe |
| 25 einfällt und damit die Drehbewegung dieser |
| Scheibe beendet wird. Die Motorwelle 29 kann |
| trotzdem bis zu i!hrein Stillstand auslaufen. Die |
| Aussparung 25" bewirkt, (laß sich die Scheibe 25 |
| durch Erscliiitternngnen tisw. nicht zurückdrehen |
| kann. Beim Einschalten des 11.otors 'hingegen wird |
| zufolge des magnetischen Feldes der Rotor 130 |
| samt der N\'elle 29 rasch, und zwar entgegen der |
| Wirkung der Feder 131 in die gezeichnete Lage zu- |
| ri-ick,gezogen. Damit wird die Scheibe 25 frei- |
| gegeben, und die Torsionsfeder 28 vermag dieselbe |
| ebenfalls in die dargestellte Anfangslage zurückzu- |
| bringen. :auf diese @\-eise werden aber wieder die |
| "heile 29, 1c) und 17 miteinander gekuppelt. |