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DE832719C - Schleifeinrichtung zum gleichzeitigen Schleifen beider Flaechen eines ununterbrochen in waagerechter Ebene fortbewegten Glasbandes - Google Patents

Schleifeinrichtung zum gleichzeitigen Schleifen beider Flaechen eines ununterbrochen in waagerechter Ebene fortbewegten Glasbandes

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Publication number
DE832719C
DE832719C DES18749A DES0018749A DE832719C DE 832719 C DE832719 C DE 832719C DE S18749 A DES18749 A DE S18749A DE S0018749 A DES0018749 A DE S0018749A DE 832719 C DE832719 C DE 832719C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
grinding
iron
glass ribbon
channels
edge
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DES18749A
Other languages
English (en)
Inventor
James Harris Griffin
Frederic Barnes Waldron
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Compagnie de Saint Gobain SA
Original Assignee
Compagnie de Saint Gobain SA
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Compagnie de Saint Gobain SA filed Critical Compagnie de Saint Gobain SA
Application granted granted Critical
Publication of DE832719C publication Critical patent/DE832719C/de
Expired legal-status Critical Current

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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B24GRINDING; POLISHING
    • B24DTOOLS FOR GRINDING, BUFFING OR SHARPENING
    • B24D7/00Bonded abrasive wheels, or wheels with inserted abrasive blocks, designed for acting otherwise than only by their periphery, e.g. by the front face; Bushings or mountings therefor
    • B24D7/06Bonded abrasive wheels, or wheels with inserted abrasive blocks, designed for acting otherwise than only by their periphery, e.g. by the front face; Bushings or mountings therefor with inserted abrasive blocks, e.g. segmental
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B24GRINDING; POLISHING
    • B24BMACHINES, DEVICES, OR PROCESSES FOR GRINDING OR POLISHING; DRESSING OR CONDITIONING OF ABRADING SURFACES; FEEDING OF GRINDING, POLISHING, OR LAPPING AGENTS
    • B24B7/00Machines or devices designed for grinding plane surfaces on work, including polishing plane glass surfaces; Accessories therefor
    • B24B7/20Machines or devices designed for grinding plane surfaces on work, including polishing plane glass surfaces; Accessories therefor characterised by a special design with respect to properties of the material of non-metallic articles to be ground
    • B24B7/22Machines or devices designed for grinding plane surfaces on work, including polishing plane glass surfaces; Accessories therefor characterised by a special design with respect to properties of the material of non-metallic articles to be ground for grinding inorganic material, e.g. stone, ceramics, porcelain
    • B24B7/24Machines or devices designed for grinding plane surfaces on work, including polishing plane glass surfaces; Accessories therefor characterised by a special design with respect to properties of the material of non-metallic articles to be ground for grinding inorganic material, e.g. stone, ceramics, porcelain for grinding or polishing glass
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B24GRINDING; POLISHING
    • B24DTOOLS FOR GRINDING, BUFFING OR SHARPENING
    • B24D7/00Bonded abrasive wheels, or wheels with inserted abrasive blocks, designed for acting otherwise than only by their periphery, e.g. by the front face; Bushings or mountings therefor
    • B24D7/02Wheels in one piece

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Ceramic Engineering (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Grinding And Polishing Of Tertiary Curved Surfaces And Surfaces With Complex Shapes (AREA)

Description

  • Schleifeinrichtung zum gleichzeitigen Schleifen beider Flächen eines ununterbrochen in waagerechter Ebene fortbewegten Glasbandes Die Erfindung bezieht sich auf das gleichzeitige Schleifen von Flachglas, z. B. Spiegelglas, auf beiden Seiten, und insbesondere auf ein fortlaufendes Schleifen solchen Glases, das in Form eines Bandes in waagerechter Lage ununterbrochen zwischen Paaren von übereinstimmend angeordneten, um senkrechte Achsen sich drehenden Schleifscheiben fortbewegt wird, wobei das Band an den Schleifstellen von den unteren Scheiben getragen wird.
  • Bei derartigen Einrichtungen weist jede Schleifscheibe gewöhnlich eine ringförmige Schleiffläche auf, welche eine mittlere Öffnung der Scheibe umgibt und ihrerseits von einem durchgehenden Zargenkranz umgeben ist. Die Schleiffläche wird von den waagerechten Oberflächen mehrerer konzentrischer Ringe aus rechteckigen Eisen gebildet, die wie Inseln voneinander und von der in der gleichen Ebene liegenden durchgehenden Zarge durch etwa konzentrische Kanäle getrennt sind, die von geraden Kanälen durchschnitten werden, die sich von der mittleren Öffnung nach außen zur Zarge hin erstrecken. Von dem Punkt aus, an dem die geraden Kanäle von der mittleren Öffnung ausgehen, sind die Kanäle zum Radius der Schleifscheibe geneigt.
  • Das gewöhnlich aus einer Mischung von Sand und Wasser bestehende Schleifmittel wird unter hydrostatischem Druck der mittleren Öffnung jeder Schleifscheibe zugeführt und fließt von dieser aus bei sich drehender Scheibe durch die Kanäle und über die Arbeitsflächen der Eisen und gelangt so zu <lern Glas, wo es eine Schicht zwischen der Glasfläche unddelr@rbeitsflächen .der Schleifeisen bildet und schließlich zwischen den Kanten des Glasbandes und der Zarge der Schleifscheibe nach außen gelangt.
  • Bei jeder unteren Schleifscheibe wird die Schleifflüssigkeit aufwärts durch die betreffende Werkzeugwelle in den Hohlraum eingeführt, der in dem üblichen Werkzeugkopf und der Schleifscheibe gebildet ist. Der hydrostatische Druck auf das Schleifmittel muß dabei derart sein, daß der Hohlraum und die Kanäle gefüllt bleiben, während die Flüssigkeit sich beim Umlauf der Scheibe zur Zarge hin verteilt, so daß zwischen den Arbeitsflächen der Eisen und der Unterseite des Glases gegen den Druck, der von der zugehörigen oberen Scheibe auf (las Glas ausgeübt wird, der nötige Film von Schleifflüssigkeit unterhalten wird.
  • Die Erfahrung hat gezeigt, daß bei den die Unterseite des Glases bearbeitenden Schleifscheiben das Schleifmittel sich meistens auf dem Boden der Kanäle fortbewegt und das Glas nur an den äußeren Enden der Kanäle erreicht, wo sich (las Schleifmittel unter der Zentrifugalwirkung anhäuft. Infolgedessen üben die äußeren Eisen die stärkste Schleifwirkung aus, so daß sich ein unregelmäßiges Schleifen ergibt und die Scheiben sich ungleichmäßig abtragen und entfernt werden müssen, um die Schleifflächen abzurichten und eine ebene Schleifscheibe einzusetzen. Dieses Auswechseln nimmt etwa i1/2 Stunden in Anspruch.
  • Nur wenn die Arbeitsflächen. der unteren Schleifscheiben eben sind, ist es möglich, das Glasband .eben zu schleifen.
  • 1)a die Schleifeinrichtung zehn oder mehr untere Schleifwerkzeuge umfaßt, bedeutet das Auswechseln der uneben gewordenen Scheiben durch ebene Scheiben einen erheblichen Verlust an Arbeitszeit, und zudem wird die Lebensdauer jeder Schleifscheibe durch jedes Abrichten beeinträchtigt.
  • Bei den Schleifscheiben bekannter Ausführung wird der Widerstand gegen das Fließen des Schleifmittels nach außen faßt ausschließlich nur von der "Zarge der Schleifscheibe ausgeübt. Um die gewünschte Massenbewegung des Schleifmittels zu erhalten, ist die Anordnung so getroffen, daß ein Glasband normaler Breite den üblichen durchgehenden Randkanal, der die äußeren Eisen von den Scheibenzargen trennt, nicht ganz abdeckt und dadurch ein Ausgleich zwischen dem Abfluß und dem Zufluß der Schleifflüssigkeit bewirkt wird. Vergrößert sich jedoch der freigelegte Teil des Randkanals dadurch, daß die Bandbreite kleiner ist oller das Band, wie es manchmal in der Praxis vorkommt, seitlich verläuft, so verringert sich der Widerstand gegen die Schleifmittelbewegung an der Zarge und führt zu einem übermäßigen, verschwenderischen Abfluß der Flüssigkeit von den Scheiben.
  • Die Erfindung hat den Zweck, bei Schleifeinrichtungen der vorbezeichneten Art die Güte des geschliffenen Glases zu verbessern und die Erzeugung wirtschaftlicher zu gestalten. Zu diesem Zweck wird eine ' verbesserte Ausführung für die unteren Schleifscheiben vorgeschlagen, durch die es möglich ist, die Scheiben im Betrieb eben zu halten und dadurch eine wesentliche Grundbedingung für die ununterbrochene Herstellung geschliffenen Flachglases zu schaffen, wobei gleichzeitig ein unnötiger Abfluß von Schleifflüssigkeit weitgehendst vermieden wird, so daß an jedem Punkt der Schleiffläche eine angemessene Zufuhr von Schleifflüssigkeit stattfindet.
  • Dieser letztere Punkt ist wesentlich für die Erzielung einer gleichmäßigen Abnutzung der Schleifscheibe, wodurch sich die Perioden ununterbrochenen Schleifens beträchtlich verlängern lassen.
  • Die gemäß der Erfindung verwendeten Scheiben zum Schleifen der Unterseite des Glasbandes haben eine Schleiffläche, deren wirksamer Außenradius so groß ist, daß sie wenigstens über eine Kante des Glasbandes hinausgeht. Nach der Erfindung besteht die Schleiffläche aus den Oberflächen einer Reihe von durchgehenden Eisen, die auf der Scheibe mit Abstand voneinander auf einer zur mittleren Öffnung der Scheibe konzentrischen Ringfläche liegen und zwischen sich von der mittleren Öffnung ausgehende Verteilungskanäle für die Schleifflüssigkeit bilden deren Ausfluß aus den Verteilungskanälen regelbar ist. Jedes Eisen ist in der Drehrichtung der Scheibe fortlaufend gebogen und nimmt, in konzentrischen Kreisschnitten gemessen, von innen nach außen an Breite zu. Der spitze Winkel, den die in der Drehrichtung vorn liegende Kante jedes Eisens mit dem Radius bildet, wächst fortschreitend vom inneren zum äußeren Ende des betreffenden Eisens. Dabei ist die in der Drehrichtung vorn liegende Fläche jedes Eisens zu dessen Oberseite in einem stumpfen Winkel geneigt, der fortlaufend vom inneren zum äußeren Ende des Eisens abnimmt. Die Änderung dieser Neigung steht in einem solchen Verhältnis zu der Änderung des spitzen Winkels zwischen der vorderen Kante und dem Radius, daß an jedem Punkt jedes Eisens eine geeignete Menge des Schleifmittels aus den Verteilungskanälen hochgebracht wird und auf die Arbeitsfläche des Eisens gelangt, während der Rest des Schleifmittels sich durch den Kanal auswärts bewegt.
  • Die Oberseite jedes der Schleifeisen bietet dem Glas eine ununterbrochene Fläche dar, auf der der Druck der Schleifscheibe gleichmäßig auf eine Ringzone des Glases übertragen wird, die der ringförmigen Schleiffläche der Schleifscheibe entspricht.
  • Durch diese Ausbildung der Schleiffläche und durch die dauernde Zufuhr einer angemessenen Menge Schleifflüssigkeit zu dieser Fläche ergibt sich eine gleichmäßige Abnutzung der Eisen, so daß sich in derErzeugung von geschliffenemFlachglas beträchtlich längere :'#rl)eitsperioden ohne die sonst notwendigen Unterbrechungen für das Auswechseln von Schleifscheiben ergeben.
  • Zur Regelung des Abflusses des Schleifmittels aus den Verteilungskanälen, der dann stattfindet, wenn das Ende eines Kanals an einer Kante des Glases freigelegt wird, h@i@inen Stopfen vorgesehen werden, die in die Enden der Kanäle eingesetzt werden. Diese Stopfen erhalten eine Oberfläche aus einem :Material, welches im Vergleich zum Metall der Schleifscheibe weich ist, so daß durch diese Stopfen keine Vergrößerung der Schleifscheibe stattfindet.
  • Zweckmäßig ist jedoch die gemäß der Erfindung ausgebildete Schleifscheibe mit einem Zargenkranz versehen, der aus einem Stück mit der Scheibe bestehen kann und eine Ebene mit den Arbeitsflächen der Schleifeisen bildet. Dabei ist ein Teil der Eisen länger als die anderen und geht in die Zarge über, so daß längs der Zarge eine Reihe von aufeinanderfolgenden Randkanälen entsteht, von denen jeder zwei Verteilungskanäle miteinander verbindet und die beim Umlauf der Scheibe nacheinander fortschreitend über eine Kante des Glasbandes hinaus frei werden. Die äußeren Enden der Eisen bilden einen Winkel von 6o bis 8o° mit dem Radius der Scheibe, der durch diese äußeren Enden hindurchgeht.
  • Da die so gebildeten Randkanäle nur kurz sind, ist die über die Kante des Glasbandes hinaus nahe dem Scheibenumfang frei liegende Oberfläche der Schleifflüssigkeit jederzeit beträchtlich kleiner, als wenn ein durchgehender Randkanal vorgesehen wäre.
  • Wenn der Zargenkranz als gesonderter Teil an der Schleifscheibe befestigt wird, kann er eine Oberfläche erhalten, die ganz oder teilweise aus nichtmetallischem Material besteht, das weicher als Eisen ist, um am Randteil der Scheibe eine zu starke Anhäufung von Metall zu vermeiden.
  • Im Zusammenwirken mit der besonderen Formgebung der Eisen bremst die Zarge in geeigneter Weise den Fluß des Schleifmittels und Wassers durch die Verteilungskanäle, wobei die Zarge als Wehr wirkt, welches den Abfluß der Schleifflüssigkeit regelt. Durch die Form der Eisen wird erreicht, daß angemessene Mengen Schleifmittel auf die gesamten wirksamen Schleifflächen der Eisen gebracht werden.
  • Anstatt eine Zarge an der Scheibe zu bilden, läßt sich der Ausfluß aus den Kanälen auch dadurch regeln, daß man bei Eisen gleicher Länge die Enden benachbarter Eisen verbindet oder, wenn längere und kürzere Eisen vorgesehen sind, die Enden der langen Eisen miteinander verbindet. Die Verbindungsstücke werden zweckmäßig aus einem Material gebildet, welches im Vergleich mit dem Metall der Schleifscheibe verhältnismäßig weich ist.
  • Die gemäß der Erfindung verwendeten Schleifscheiben werden so bemessen, daß sie wenigstens über eine Kante des Glasbandes hinausgehen. Zweckmäßig sind die Schleifscheiben jedoch so gebaut, daß die Verteilungskanäle an ihren äußeren Enden nacheinander zunächst an -der einen Kante und dann an der anderen Kante des Glasbandes freigelegt werden. Bei dieser Ausführung erhält die Schleifscheibe zweckmäßig einen durchgehenden Zargenkranz, dessen Innendurchmesser größer als die Breite des Glasbandes ist. Von den gebogenen Schleifeisen geht eine Anzahl bis zur Zarge durch, während die anderen Eisen, jedoch nicht mehr als zwei nacheinander, in einem gewissen Abstand von der Zarge enden, so daß längs dieser eine Anzahl von aufeinanderfolgenden kurzen Randkanälen gebildet wird. Die kurzen Eisen haben dabei eine solche Länge, daß sie sich beim Drehen der Scheibe bis zu jeder Kante des Glasbandes erstrecken.
  • In jedem Paar von das Glasband auf entgegengesetzten Seiten bearbeitenden Schleifscheiben kann die Schleifscheibe des oberen Werkzeuges im wesentlichen die gleiche Ausführung wie die Schleifscheibe des unteren Werkzeuges erhalten.
  • Die Kräfte, durch welche die Schleifflüssigkeit Hochgebracht und durch die Verteilungskanäle zwischen den Eisen getrieben werden, hängen zum Teil von hydrostatischem Druck ab, sind jedoch hauptsächlich eine Folge der radial wirkenden Zentrifugalkraft. Der zum Hochbringen des Schleifmittels aufgewandte Teil dieser Kraft ist abhängig von der Neigung der in der Drehrichtung vorn liegenden Kante des Schleifeisens zum Radius und von der Neigung der Vorderfläche des Schleifeisens zu seiner Arbeitsfläche, während der andere Kräfteteil, durch den das Schleifmittel durch die Kanäle getrieben wird, von der Neigung der Kante des Schleifeisens zum Radius abhängt.
  • Die Zentrifugalkraft wächst proportional zum Radius, und Versuche haben geigt, daß sich eine angemessene Verteilung des Schleifmittels erreichen läßt, indem man die Verhältnisse zwischen der Kraft, die das Hochbringen des Schleifmittels längs jedem Eisen vom inneren bis zum äußeren Ende bewirkt, und der Kraft, welche die Flüssigkeit durch die Kanäle treibt, ändert.
  • Es wurde ferner festgestellt, daß zur Erzielung einer angemessenen Schleifmittelverteilung ein bestimmtes Verhältnis bestehen muß zwischen den . Änderungen der beiden vorgenannten Neigungen, um die gewünschten Änderungen in den obengenannten Kräfteverhältnissen zu .erzielen.
  • Die Größen der obengenannten Neigungen und das Verhältnis zwischen den Größen ihrer Änderung entsprechend dem Radius hängt von der Geschwindigkeit und Größe der Schleifscheibe ab.
  • Auf diese Weise kann der ganzen Schleiffläche einer bestimmten unteren Schleifscheibe Schleifmittel einer bestimmten Sortierung zugeführt werden.
  • Bei der mit Schleifscheiben gemäß der Erfindung ausgerüsteten Einrichtung findet an allen Punkten der Arbeitsfläche jedes Schleifeisens ein gleichmäßiges Abtragen der Unterseite des Glases statt, so daß die geschliffene Fläche völlig eben ist. Wenn die Schleifscheibe über die ganze Breite des Glasbandes wirkt, ist ein Nachbearbeiten der Kanten nicht erforderlich.
  • Da das Schleifmittel bei den oberen Werkzeugen der Oberseite des Glasbandes durch seine eigene Schwere zugeführt wird, können die Vorderseiten der Eisen der oberen Scheibe zur Arbeitsfläche der Scheiben senkrecht liegen. Wie schon erwähnt, können die oberen Schleifscheiben genau in der gleichen Weise ausgeführt sein wie die unteren Schleifscheiben.
  • In den Zeichnungen ist eine beispielsweise Ausführung einer Schleifeinrichtung mit Schleifscheiben gemäß der Erfindung dargestellt.
  • Abb. i ist eine schematische Ansicht einer solchen Flachglasschleifeinrichtung; Abb.2 ist eine Draufsicht eines Viertels einer der unteren Schleifscheiben; Abb. 3 zeigt ein Viertel der Ringfläche, auf der die nach vorn gerichteten, auswärts gebogenen Bahnen gebildet sind, über welche der Schleifdruck auf das Glas ausgeübt wird; Abb. 4 ist eine Schnittansicht nach Linie IV-I`' der Abb. 2 und zeigt die bekannte Montierung der Scheibe auf einem Werkzeug; Abb. 5 ist eine Einzelansicht in größerem -Iaßstabe, welche noch deutlicher die Ausbildung der Schleifeisen einer unteren Schleifscheibe nahe dem Zargenkranz zeigt.
  • Wie aus Abb. i ersichtlich, wird das zur Herstellung des Glases dienende Rohmaterial i in einer Wanne 2 geschmolzen, aus der das geschmolzene Glas zu einer Glasbandwalzvorrichtung 3 fließt, von der das Glasband 4 in waagerechter Ebene über einen Rollengang 5 zu einem Kühlofen 6 gelangt. Nach Durchlaufen des Kühlofens bewegt sich das Band zwischen Paaren von gleichachsig allgeordneten Schleifwerkteugen !hindurch, voll denen gewöhnlich etwa zehn vorgesehen, aber nur zwei bei A gezeigt sind.
  • An jeder Schleifstelle sind obere und untere Werkzeuge mit Schleifscheiben 7 und S vorgesehen, Während der Vorwärtsbewegung des Glasbandes, die parallel zu den Schleifflächen erfolgt, wird das Glas von den unteren Schleifscheiben getragen.
  • Die Reihen aufeinanderfolgender Schleifscheihenpaare bewirken ein fortschreitendes Schleifen des Glasbandes, und zwar werden die dem Kühlofen am nächsten liegenden Scheiben mit einem Gemisch von verhältnismäßig grobem Sand und Wasser versorgt, während die in den letzten Stufen befindlichen Scheiben eine Mischung voll sehr feinem Sand und Wasser erhalten und die zwischenliegenden Scheibenpaare mit einer Schleifflüssigkeit gespeist werden, deren Sand vom Grobschleifende aus bis zum Feinschleifende der Einrichtung allmählich feiner wird.
  • Das die Schleifwerkzeuge verlassende geschliffene Glasband wird durch Schneiden in die handelsüblichen Größen aufgeteilt. Man kann das geschliffene Glagband aller auch noch Polierwerkzeugen zuführen, die gewöhnlich wenigstens in der gleichen Zahl wie die Schleifwerkzeuge vorgesehen sind. Jedes Polierwerkzeug, von denen eins bei ß dargestellt ist, besteht aus oberen und unteren Gestellen, die mit 9 und io bezeichnete drehbare Polierscheiben tragen.
  • Das Glasband wird durch Förderrollenpaare i i durch die Schleif- und Polierwerkzeuge hindurchbewegt.
  • Wie aus A111.2 ersichtlich, besitzt jede untere Schleifscheibe eine ringförmige Schleiffläche, die von den Oberseiten einer Reihe von gebogenen Schleifeisen 12 und 13 %-on spiraliger Form gebildet ist, von denen beispielsweise vierzig vorgesehen sind. Diese Ausbildung hat sich als zufriedenstellend in den I' allen erwiesen, in denen die ringförmige Schleiffläche einen mittleren Radius von 9o cm hat und die Scheibe sich mit einer Geschwindigkeit von etwa 6o Umdrehungen je -\linute dreht.
  • Jedes der Schleifeisern nirnlnt allmählich all Breite von 5cm am Innenradius bis ungefähr iocm am Außenradius zu, und zwar ist die Zunahme all Breite annähernd proportional dem Radius, so daß die _'\bnutzungsgescliwindigkeit des schmäleren Teils im wesentlichen der Abliutzllngsgeschwindigkeit der Eisen in der Nähe der Zarge gleichgehalten. wird.
  • Die in der Drehrichtung vorn liegende Kante der Schleifeisen ist mit 12° bz«-. 13° bezeichnet, und der spitze Winkel, den diese vordere Kante mit dem Radius bildet, nimmt von etwa »° am Innenradius bis etwa 70° am Außenradius zu. Für unter den üblichen Verhältnissen arbeitende Schleifscheiben gemäß der Erfindung ist der genannte spitze Winkel zwischen der Vorderkante und dem Radius im äußeren Teil zwecktnäßig 10 bis 20° größer als etwa in der Hälfte des größten Radius, wo dieser Winkel zwischen 45 und 63° liegt.
  • Die Neigung der `Vorderseiten i2b, 13b ist iln äußeren Teil zweckmäßig lo bis 2.I° geringer als ungefähr an der Hälfte des größten Radius, und zwar beträgt die Neigung an letzterer Stelle i io bis 13o° und im äußeren Teil 93 his 113°.
  • Unter dem äußeren Teil jeder vorderen Kante wird ein Stück der in der Drehrichtung vorn liegenden Kante verstanden, die sich vom äußeren Ende aus ungefähr 30 cln nach innen erstreckt und in Abb. 2 mit c bzw. d auf den längeren und kürzeren Schleifeisen angegeben ist, wobei die entsprechenden Radien mit C und D bezeichnet sind.
  • Diese für die Schleifeisen gewählte Formgebung bietet dem Fließen der Schleifflüssigkeit durch die Verteilungskanäle genügend Widerstand, um die Komponente der Zentrifugalkraft in Richtung jedes der Kanäle so klein zu halten, daß bei normalen Arbeitsbedingungen ein iil>ermäßi,@er :11>fluß voll Schleifflüssigkeit vermieden wird.
  • Über die Breite der Schleifeisen braucht Näheres nicht gesagt zu «-erden, cla es aus denn Schleifbetrieb mit den üblichen konzentrischen Ringen (Insel-Eisen) rechteckigen Querschnitts, die in dem Raum zwischen der Zarge und der mittleren Öffnung allgeordnet sind, bekannt ist, daß eine ununterbrochene Schleiffläche in der Breite nicht mehr als einige Zoll betragen soll.
  • Die Eisen 12 gehen in eine schmale Zarge 14 über, d. h. eine Zarge, die bei der nötigen mecllanisclien Festigkeit so schmal wie niöglicli gehalten ist, während die zwischenliegenden Eisen 13 bei der dargestellten Ausbildun- vor der "Zarge in einem Abstand enden, der im wesentlichen gleich der Breite der Kanäle 15 ist. die zwischen den Schleifeisen liegen und die Verteilungkanüle für die Scllleiffliissigkeit bilden. Die Oberfläche der Zarge befindet sich in der Ebene der Schleifflächen, damit die Verteilungskanäle gefüllt gehalten werden. Der innere Durchmesser der Zarge ist größer als die Breite des Glasbandes.
  • Die Kanäle 15 sind in miteinander verbundenen Paaren angeordnet. Die Verbindungen bestehen aus einer Reihe von neben der Zarge liegenden kurzen Randkanälen 16, die von den längeren Eisen 12 begrenzt werden. Wie Abb. 2 und 5 zeigt, trennen die Kanäle 16 die Eisen 13 von der Zarge, erstrecken sich zwischen zwei Eisen 12 und sind an zwei der Kanäle 15 angeschlossen.
  • Es ergibt sich also zwischen je zwei in die Zarge 14 übergehenden Eisen 12 ein Kanal, der im Grundriß U-förmig ist und ein dazwischenliegendes Eisen 13 einschließt. Jeder U-Kanal hat zwei gleiche Schenkel, von denen jeder von einem Verteilungskanal 15 gebildet ist, und ein geschlossenes Ende, das aus einem kurzen Randkanal 16 besteht.
  • Die Schleifscheiben besitzen demnach einen mit Unterbrechungen versehenen Randkanal. Dadurch wird ein erhöhter Abfluß der Schleifflüssigkeit, wenn das Glasband schmaler als die Normalbreite ist oder seitlich verläuft, wesentlich beschränkt.
  • Alle Eisen 12 und 13 erstrecken sich quer durch den Ringraum zwischen der üblichen mittleren Öffnung 17 und dem Zargenkranz 14 und sind von der mittleren Öffnung aus nach außen in der durch den Pfeil 18 angegebenen Drehrichtung der Scheibe nach vorn gebogen. jedes Eisen ist von solcher Länge, daß, wenn es im rechten Winkel zur Laufrichtung des Glasbandes liegt, es sich über die mit 4° in Abb. 2 bezeichnete Kante des Glasbandes hinaus erstreckt.
  • Die Oberseite jedes der Eisen 12 und 13 bietet dem Glas eine ununterbrochene spiralige Bahn, über welche der Druck der Schleifscheibe gleichmäßig auf eine Ringzone des Glasbandes übertragen wird, die der ringförmigen Schleifscheibe zwischen der mittleren Öffnung und der Zarge der Schleifscheibe entspricht. Das Schleifmittel wird der Oberseite der Eisen aus den Kanälen 15 zugeführt, und gleichzeitig wird durch die Drehung der Scheibe ein ununterbrochener Abrieb bewirkt.
  • Am Feinschleifende der Schleifeinrichtung können die Schleifeisen etwa die gleiche Breite haben wie die Verteilungskanäle, wie dies in den Zeichnungen gezeigt ist. Am Grobschleifende können die Schleifeisen jedoch wesentlich breiter, beispielsweise doppelt so breit wie die Verteilungskanäle sein.
  • Dadurch, daß die unteren Schleifscheiben eine Schleiffläche von einem Durchmesser haben, der wenigstens so groß wie die Breite des zu schleifenden Glasbandes ist, werden die Enden der Verteilungskanäle während des größeren Teils jeder Drehung der Scheiben von dem Glasband abgedeckt und werden nur zeitweise freigelegt, nämlich wenn die betreffenden Enden sich über die Kanten des Glaslandes hinausbewegen.
  • Das Glasband gestattet daher ein freies Fließen in den Verteilungskanälen nur, wenn die äußeren i?ncleti der Kanäle sich außerhalb der Glaskante befinden, und in dieser Zeit (ein Zehntel einer Sekunde) entleert sich der äußere Teil des Kanals von Schleifflüsigkeit und füllt sich wieder mit nachströmender Flüssigkeit, wenn das Ende wieder vom Glasband abgedeckt wird.
  • Die Schleifflüssigkeit wird also in jedem Kanal intermittierend fortbewegt, und obschon die durchschnittliche Fortbewegungsgeschwindigkeit nicht hoch ist, wird der Sand in geeigneter Weise in der Flüssigkeit in Schwebe gehalten.
  • Durch die besondere Ausbildung der äußeren Teile der Verteilungskanäle gemäß der Erfindung wird die Komponente der Zentrifugalkraft, die das Bestreben hat, die Flüssigkeit aus dem Kanal hinauszutreiben, auf weniger als die Hälfte der gesamten Kraft verringert.
  • Wie schematisch in Abb.4 gezeigt, ist die Schleifscheibe in bekannter Weise mittels eines Gußstückes 21 auf dem Flansch i9 des Werkzeuges 2o montiert. Übereinstimmend mit der mittleren Öffnung 17 der Schleifscheibe ist im Werkzeug der Hohlraum 17" gebildet, dem die Schleifflüssigkeit durch die hohle Welle des Werkzeuges zugeführt wird.
  • Durch die beschriebene Ausbildung der Schleifscheibe wird jeder Punkt der Schleiffläche mit einer geeigneten Menge von Schleifmittel versorgt, so daß die Schleifeisen sich gleichmäßig abnutzen und eben bleiben. Auch bei den oberen Werkzeugen findet eine gleichmäßige Speisung der Schleifflächen mit Schleifmittel statt, welches hier durch seine eigene Schwere zu den Arbeitsstellen gelangt. Daher ist es bei der erfindungsgemäßen Schleifeinrichtung möglich, ein gleichmäßiges Grob- und Feinschleifen auf beiden Seiten des Glasbandes zugleich in Arbeitsperioden von langer Dauer vorzunehmen, ohne daß Unterbrechungen zur Auswechselung uneben abgenutzter Schleifscheiben vorgenommen werden müssen.

Claims (6)

  1. PATENTANSPRUCH: i. Schleifvorrichtung zum gleichzeitigen Schleifen beider Flächen eines ununterbrochen in waagerechter Ebene fortbewegten Glasbandes mittels Paaren von oberen und unteren Schleifwerkzeugen, deren Schleifscheiben eine Schleiffläche haben, die in ihrem Außendurchmesser über wenigstens eine Kante des Glasbandes hinausgeht und eine der Zuführung der Schleifflüssigkeit dienende mittlere Öffnung der Scheibe umgibt, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens bei den unteren Schleifscheiben die Schleiffläche von den Oberseiten einer Anzahl von durchgehenden Eisen (12, 13) gebildet ist, die auf einer zur mittleren Scheibenöffnung konzentrisch liegenden Ringfläche angeordnet sind und zwischen sich; gegebenenfalls mit Regelungsmitteln versehen, Verteilungskanäle (15) für die aus der mittleren Öffnung kommende Schleifflüssigkeit bilden, wobei jedes Eisen (12, 13) fortlaufend in der Drehrichtung der Scheibe gebogen ist, von seinem inneren zum äußeren Ende an Breite zunimmt, der spitze Winkel, den die in der Drehrichtung der Scheibe vorn liegende Kante (12°, 13°) jedes Eisens mit dem Radius bildet, von innen nach außen stetig zunimmt und die Vorderseite (12b, 13b) jedes Eisens zu dessen Oberseite einen stumpfen Winkel bildet, der vom inneren zum äußeren Ende jedes Eisens stetig abnimmt, wobei die Änderung dieser stumpfwinkligen Neigung in ein solches Verhältnis zur Änderung des spitzen Winkels zwischen der voreilenden Kante und dem Radius gesetzt ist, daß eine angemessene Menge des Schleifmittels aus den Verteilungskanälen (15) an jedem Punkt jedes Eisens auf dessen Oberfläche gebracht und der Rest durch die Kanäle getrieben wird.
  2. 2. Schleifeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens die unteren Schleifscheiben einen Zargenkranz (14) besitzen, dessen Oberfläche in einer Ebene mit der Schleiffläche liegt und der einen größeren Durchmesser als die Glasbandbreite hat, und daß die Schleifeisen (12 und 13) verschieden lang sind und die längeren bis zur Zarge (14) durchgehen, so daß längs der Zarge eine Reihe von aufeinanderfolgenden'kurzen Randkanälen (16) gebildet ist, die mehrere Verteilungskanäle (15) miteinander verbinden.
  3. 3. Schleifeinrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die äußeren Enden der Schleifeisen (12, 13) mit dem durch sie hindurchgehenden Scheibenradius einen Winkel von 6o bis 8o° bilden. .
  4. 4. Schleifeinrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den längeren Schleifeisen (12) nicht mehr als zwei kürzere Eisen (13) liegen.
  5. 5. Schleifeinrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die kürzeren Schleifeisen (13) von solcher Länge sind, daß sie beim Drehen der Scheibe bis zu den Kanten des Glasbandes reichen.
  6. 6. Schleifeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Winkel, den die in der Drehrichtung vorn liegende Kante (12a, 13 °) mit dem Scheibenradius bildet, 55 bis 70° beträgt.
DES18749A 1949-08-24 1950-08-24 Schleifeinrichtung zum gleichzeitigen Schleifen beider Flaechen eines ununterbrochen in waagerechter Ebene fortbewegten Glasbandes Expired DE832719C (de)

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Application Number Priority Date Filing Date Title
GB2205549A GB671961A (en) 1949-08-24 1949-08-24 Improvements in or relating to methods of and apparatus for grinding flat glass on both faces simultaneously

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Publication Number Publication Date
DE832719C true DE832719C (de) 1952-02-28

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ID=10173169

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Application Number Title Priority Date Filing Date
DES18749A Expired DE832719C (de) 1949-08-24 1950-08-24 Schleifeinrichtung zum gleichzeitigen Schleifen beider Flaechen eines ununterbrochen in waagerechter Ebene fortbewegten Glasbandes

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BE (1) BE497723A (de)
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FR (1) FR1026182A (de)
GB (1) GB671961A (de)
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